Olympische Jugendspiele: Der scheinheilige Weg des IOC

Von am 7. Juli 2007 – 1.06 Uhr 2 Kommentare

Nach der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2014 an die russische Stadt Sotschi hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) vorgestern eine weitere Entscheidung abgesegnet. So wird es 2010 erstmals Olympische Spiele der Jugend für 14- bis 18-jährige Sportlerinnen und Sportler geben. Was auf den ersten Blick wie eine interessante Idee erscheinen mag, entpuppt sich schnell als mehr als zweifelhafte Entscheidung.

„Das ist eine einzigartige Gelegenheit, den Änderungen in der Gesellschaft Rechnung zu tragen und das Überleben des Sports zu sichern“, meint IOC-Präsident Jacques Rogge. „Wir schulden dies der Jugend der Welt“, sagte der Belgier nach der Entscheidung pathetisch.

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In drei Jahren wird aller Voraussicht nach somit auch ein olympisches Mädchenfußball-Turnier stattfinden. Denn laut IOC werden bei den Jugendspielen alle Sportarten vertreten sein, die auch bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London auf dem Programm stehen. Etwa 3.200 Athletinnen und Athleten sollen insgesamt an dem maximal 12 Tage dauernden Event teilnehmen.

Entscheidung im Februar 2008

Noch in diesem Monat wird das Bewerbungsverfahren eröffnet, sechs Städte haben bereits ihr Interesse bekundet. Ende Februar 2008 will das IOC dann die Ausrichterstadt der ersten Olympischen Jugendspiele 2010 bekannt geben.

Aus Sicht des Frauenfußballs mögen Olympische Jugendspiele eine gewisse Attraktivität haben, bieten sie doch jungen Spielerinnen und Mädchen einen zusätzlichen Anreiz, Fußball zu spielen.

Doch auch bei Jugendspielen werden schnell die Mechanismen des Geschäfts greifen, werden Erfolge, Medaillenspiegel und Vermarktungsinteressen im Vordergrund stehen. Die Dopingproblematik wird noch früher als bisher ein Thema werden.

Vor allem wirtschaftliche Interessen

So klingt es reichlich naiv, wenn Rogge erklärt: „Die körperliche und mentale Gesundheit der Jugendlichen muss geschützt werden und wird bei diesen Spielen im Vordergrund stehen.“ Mit den Spielen will man zudem angeblich der zunehmenden Inaktivität Jugendlicher begegnen.

In Wahrheit geht es dem IOC wohl eher darum, verloren gegangenes Terrain zurück zu erobern und jüngere Zielgruppen zu erschließen. Denn das Interesse der Jugendlichen an den Olympischen Spielen hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen.

So treibt das IOC verschleiert die eigenen wirtschaftlichen Interessen voran, sein Präsident schafft sich als Ideengeber ein historisches Vermächtnis. Natürlich alles im Sinne der olympischen Idee.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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Bundesliga 2019/20
16.08.19 18.30 Uhr 1. FFC Frankfurt 3 Turbine Potsdam 2 17.08.19 13.00 Uhr FF USV Jena 1 TSG Hoffenheim 6 17.08.19 13.00 Uhr SC Freiburg 1 Bayern München 3 18.08.19 14.00 Uhr 1. FC Köln 2 MSV Duisburg 1 18.08.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg 1 SC Sand 0 18.08.19 14.00 Uhr SGS Essen 3 Bayer Leverkusen 1 23.08.19 19.15 Uhr Bayern München 1. FFC Frankfurt 24.08.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim 1. FC Köln 25.08.19 14.00 Uhr MSV Duisburg VfL Wolfsburg 25.08.19 14.00 Uhr SC Sand SGS Essen 25.08.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam FF USV Jena 25.08.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SC Freiburg 13.09.19 19.15 Uhr 1. FC Köln Turbine Potsdam 15.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg TSG Hoffenheim 15.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg SC Sand 15.09.19 14.00 Uhr Bayern München Bayer Leverkusen 15.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt FF USV Jena 15.09.19 14.00 Uhr SGS Essen MSV Duisburg 20.09.19 19.15 Uhr TSG Hoffenheim SGS Essen 21.09.19 13.00 Uhr Turbine Potsdam VfL Wolfsburg 22.09.19 14.00 Uhr SC Sand Bayern München 22.09.19 14.00 Uhr FF USV Jena 1. FC Köln 22.09.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen 1. FFC Frankfurt 22.09.19 14.00 Uhr MSV Duisburg SC Freiburg 27.09.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen SC Sand 28.09.19 13.00 Uhr SGS Essen Turbine Potsdam 29.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt 1. FC Köln 29.09.19 14.00 Uhr Bayern München MSV Duisburg 29.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg TSG Hoffenheim 29.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg FF USV Jena 11.10.19 19.15 Uhr 1. FC Köln VfL Wolfsburg 12.10.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim Bayern München 13.10.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FFC Frankfurt 13.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena SGS Essen 13.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg Bayer Leverkusen 13.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam SC Freiburg 18.10.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen TSG Hoffenheim 20.10.19 14.00 Uhr SC Sand MSV Duisburg 20.10.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt VfL Wolfsburg 20.10.19 14.00 Uhr SC Freiburg FF USV Jena 20.10.19 14.00 Uhr SGS Essen 1. FC Köln 20.10.19 14.00 Uhr Bayern München Turbine Potsdam 27.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena Bayern München 27.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FFC Frankfurt 27.10.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg SGS Essen 27.10.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim SC Sand 27.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam Bayer Leverkusen 27.10.19 14.00 Uhr 1. FC Köln SC Freiburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayern München 1. FC Köln 03.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt SGS Essen 03.11.19 14.00 Uhr SC Freiburg VfL Wolfsburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen FF USV Jena 03.11.19 14.00 Uhr SC Sand Turbine Potsdam 03.11.19 14.00 Uhr MSV Duisburg TSG Hoffenheim 23.11.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg Bayern München 23.11.19 14.00 Uhr SGS Essen SC Freiburg 23.11.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam MSV Duisburg 23.11.19 14.00 Uhr 1. FC Köln Bayer Leverkusen 23.11.19 14.00 Uhr FF USV Jena SC Sand 23.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt TSG Hoffenheim 01.12.19 14.00 Uhr SC Freiburg 1. FFC Frankfurt 01.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen VfL Wolfsburg 01.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim Turbine Potsdam 01.12.19 14.00 Uhr Bayern München SGS Essen 01.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg FF USV Jena 01.12.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim FF USV Jena 08.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam 1. FFC Frankfurt 08.12.19 14.00 Uhr Bayern München SC Freiburg 08.12.19 14.00 Uhr SC Sand VfL Wolfsburg 08.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SGS Essen