Wählt die beste Abwehrspielerin der Saison!
Nachdem am Freitag die Wahl zur Torhüterin der Saison in der Essenerin Stefanie Löhr ihre Siegerin fand , kann nun ab heute die Abwehrspielerin der Saison gewählt werden. Womensoccer.de stellt Euch die acht Kandidatinnen in alphabetischer Reihenfolge vor. Die Umfrage läuft bis zum Montag, 9. Juli 2007, 12.00 Uhr.
Judith Affeld (1. FFC Frankfurt)
In ihrem letzten aktiven Jahr gefiel die 29-jährige Außenverteidigerin mit ihrem sicheren Stellungsspiel und fiel durch hohes Laufpensum und ihre Konstanz auf. Der gelernten Offensivspielerin gelang es in der vergangenen Saison auffallend gut, ihre defensiven Aufgaben mit den Offensivmöglichkeiten, die ihre Rolle ihr bot, zu verbinden. Affeld beendete nach dem letzten Bundesliga-Spiel ihre Karriere und wird sich zukünftig nur noch ihrer Aufgabe als Erzieherin widmen.
Karin Burger (TSV Crailsheim)
Gerade erst mit dem VfL Sindelfingen aus der 1. Liga abgestiegen, kam die 23-Jährige im Sommer 2006 zum Aufsteiger TSV Crailsheim. Im neuen Trikot trug sie als verlässliche Stütze der Crailsheimer Abwehr nicht nur entscheidend dazu bei, dass das Wort „Abstieg“ vom 1. bis zum 22. Spieltag ein Fremdwort blieb. Mit 1929 von 1980 möglichen Spielminuten machte die Sportstudentin ihre Abwehrreihe außerdem mit nur 37 Gegentoren auch zu einer der stärksten der Liga.
Friederike Engel (Hamburger SV)
Wer die Abwehr des TSV Crailsheim lobt, darf die lediglich 34 Gegentore des Hamburger SV nicht übersehen. Der Tabellenneunte hat es Spielerinnen wie U20-Nationalspielerin Friederike Engel zu verdanken, dass das Abstiegsgespenst nicht erst am letzten Spieltag vertrieben werden konnte. Mit ihrer Erfahrung aus mehreren Jahren Jugendnationalmannschaft verlieh Engel der HSV-Abwehr Stabilität und steht auch gegen große Namen wie Birgit Prinz und Co. regelmäßig ihre Frau. Im kommenden Jahr wird sie den Hanseatinnen fehlen, geht sie doch für ein Jahr in die USA.
Sonja Fuss (FCR 2001 Duisburg)
Als Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld avancierte die 48-fache Nationalspielerin in ihrem ersten Duisburger Jahr gleich zu einer Führungsfigur und trägt die Kapitänsbinde. Konstanz, ein hohes Laufpensum und ihre Vielseitigkeit zeichnen sie aus. Im März erhielt sie von allen Seiten Lob, als sie im Meisterschaftsspiel gegen Frankfurt ihr Gegenüber Kerstin Garefrekes regelrecht ausschaltete, die 0:3-Niederlage ihrer Mannschaft damit aber nicht verhindern konnte. Im DFB-Pokalfinale brachte sie ihre Elf mit dem Ausgleichstreffer kurz vor der Pause zurück ins Spiel – und sich selbst nach und nach wieder zurück in den erweiterten WM-Kader von Silvia Neid. Annike Krahn (FCR 2001 Duisburg)
Als unverzichtbare Leistungsträgerin und Führungsfigur bei ihrem Verein FCR 2001 Duisburg und – spätestens nach dem Rücktritt von Steffi Jones aus der Länderauswahl – in der Innenverteidigung der Nationalmannschaft kann und muss Annike Krahn bezeichnet werden, die am gestrigen Sonntag 22 Jahre alt wurde. Stark im Zweikampf und im Stellungsspiel, wird die Sportstudentin nach ihrer Vertragsverlängerung in Duisburg im nächsten Jahr einen neuen Anlauf starten, endlich einen Titel mit den Löwinnen zu gewinnen.
Peggy Kuznik (1. FFC Turbine Potsdam)
Die 20-jährige Jugendnationalspielerin zeigte über die gesamte Saison hinweg konstant gute Leistungen und gehörte zu den stabilen Kräften, als ihre Mannschaft in der Hinrunde mit personellen wie sportlichen Problemen zu kämpfen hatte. Nach dem Weggang von Britta Carlson in der Winterpause übernahm sie in der Defensive als vergleichsweise Erfahrene Verantwortung und ließ hin und wieder auch ihre Offensivqualitäten aufblitzen.
Bianca Rech (FC Bayern München)
In ihrem zweiten Jahr beim FC Bayern München fand sie nach zwei schweren Kreuzbandverletzungen zurück zu alter Stärke. Mit ihrer Vereinsmannschaft belegte die 26-Jährige in der Abschlusstabelle einen überraschenden vierten Platz und empfahl sich auf diesem Wege nachdrücklich für die Nationalmannschaft. Bei den mageren Vorstellungen der Länderauswahl im Frühjahr gehörte sie mit ihren schwungvollen und offensivstarken Auftritten zu den Gewinnerinnen, so dass sie aller Voraussicht nach mit guten Chancen auf einen Stammplatz zur WM nach China fliegen wird.
Stephanie Schubert (SG Essen-Schönebeck)
Wie auch Judith Affeld sagte die Essenerin Stephanie Schubert dem aktiven Fußball nach dem letzten Abpfiff der Saison „Servus“. Der Aufstieg und die Etablierung der SG Essen-Schönebeck in der Bundesliga waren seit vier Jahren mit dem Namen der 29-jährigen Betriebswirtin verbunden, die regelmäßig die meiste Spielzeit aufwies und sich immer verlässlich in den Dienst ihrer Mannschaft stellte, die sie als Kapitänin und Integrationsfigur anführte. Auch in ihrer letzten Saison bestach sie durch großen Kampfgeist und führte ihre Mannschaft bis ins DFB-Pokal-Halbfinale.