Verspielt Umeå die Meisterschaft?

Von am 1. Juli 2007 – 19.10 Uhr 3 Kommentare

Die Heimniederlage gegen Djurgården vor wenigen Wochen wurde noch als Betriebsunfall abgetan, doch spätestens seit gestern dürfte man sich im Norden Schwedens ernsthafte Sorgen um die Meisterschaft machen. Denn Spitzenreiter Umeå IK kassierte im Derby bei Sunnanå die zweite Niederlage in den vergangenen drei Spielen. Den entscheidenden Treffer erzielte eine, die schon vor vier Jahren Umeås damals einzige Saisonniederlage besiegelte.

Anna Bodén sorgte mit dem Siegtreffer zum überraschenden 3:2 (2:1)-Erfolg im Västerbotten-Derby endgültig dafür, dass das Meisterschaftsrennen wieder offen ist. Vor 1.572 Zuschauern hatte die frühere UIK-Spielerin Maria Nordbrandt die Gastgeberinnen nach 35 Minuten in Führung gebracht.

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Madelaine Edlund, in der Vorsaison noch bei Sunnanå tätig, sorgte postwendend zwei Minuten später für den Ausgleich. Doch wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff ging Sunnanå erneut in Führung. Lina Johansson verwertete eine Flanke von Bodén per Kopf zur 2:1-Führung.

Als Marta in der 70. Minute der Ausgleich gelang, rechneten viele damit, dass der Tabellenführer doch noch drei Punkten mit nach Hause nehmen würde. Doch Bodén hatte andere Pläne. Vier Minuten vor Ende der Partie bedankte sich Johansson für die Vorarbeit zum 2:1 und legte maßgerecht auf Bodén auf, die zum 3:2-Endstand traf.

„Das ist wunderbar. Das war für mich der erste Sieg, seit ich nach Sunnanå zurückgekehrt bin“, freute sich Hanna Marklund, die sich wunderte: „Frühere hatte ich gegen UIK viel mehr zu tun, heute war das zumindest für mich kein Problem.“ UIK-Trainer Andrée Jeglertz meinte: „Heute haben einfach nicht alle alles gegeben.“

Der neuerliche Ausrutscher Umeås dürfte vor allem den Tabellenzweiten Djurgården freuen. Denn der ist durch den souveränen 3:0-Auswärtssieg bei QBIK bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter herangerückt. Die Meisterschaft, die vor Wochen bereits so gut wie entschieden schien, ist wieder offen.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Claudia sagt:

    Cool, das freut mich aber für Ari Hingst! Vielleicht wird’s dann ja doch was mit dem Meistertitel! Ich würd’s ihr gönnen!

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  • Detlef sagt:

    Da scheinen den Mädels von UMEA langsam die Nerven zu flattern!!!
    Gut für ARI und DIF!!!
    Zumindest können in Schweden, die Mitkonkurrenten, die Schwäche des Ligaprimus ausnutzen!!! Es scheint so, dass die Damallsvenskan wesentlich ausgeglichener geworden ist!!!
    Davon werden auf lange Sicht auch die erfolgsverwöhnten Kickerinnen aus UMEA profitieren, denn Konkurrenz belebt das Geschäft (also die Leistung)!!! Ich denke auch, dass sich dies in der Schwedischen NATIO niederschlagen wird!!!

    Man kann für den deutschen FF eigentlich nur hoffen, dass in der Bundesliga bald wieder Ähnliches geschieht!!!

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  • Rainer sagt:

    Die Damallsvenskan ist sicher jetzt sehr spannend mit drei Teams, die es schaffen können. Viele Trainer sprachen in der Hinrunde davon, dass Malmö das stärkste Team sei, gegen das sie gespielt haben. Umeå habe ich bei AIK gesehen und da taten sie beim 4:0 das Nötigste.
    Die Meinung, dass der Unterschied zwischen Umeå und anderen Clubs Marta heißt, teile ich nur ansatzweise. Marta ist allerdings eine Spielerin, die in einer eigenen Liga ist. Ich vermute, dass es nie eine bessere Fußballerin gegeben hat. Hab sie nun oft gesehen und es ist jedes Mal ein Vergnügen, Staunen, Genuss. Aber auch die anderen Spielerinnen sind schon Klasse. Die Norwegerin Lise Klaveness, Hanna Ljungberg, die leider mit vielen Verletzungen kämpft und eine DER Entdeckungen der Saison, die erst 16-Jährige Schweizerin Ramona Bachmann.
    Ich glaube, dass Umeå sich zusammenreisst und am Ende knapp als Sieger durchs Ziel gehen wird. Aber Djurgården und Malmö werden es dem Meister schwer machen.

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