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2007

Ausreichend bis mangelhaft für die Kicker-Noten ;-)

Es gibt wohl nichts, worüber Fußball-Fans und -Beobachter leidenschaftlicher streiten können als über Einzelkritiken. Also wollen auch wir das machen, dafür “herhalten” müssen diesmal die Noten, die das Fachblatt “Kicker” für die Protagonistinnen des DFB-Pokalfinals vergeben hat .

Bonus für die Elfmeterkillerin

Spielerin des Spiels und mit einer “1″ prämiert ist Frankfurts Torfrau Uschi Holl. Zweifellos war sie die Matchwinnerin der Begegnung , ihre zwei Elfmeterparaden waren erste Sahne. Doch bei so manchem Weitschuss der Duisburgerinnen schien ihr Stellungsspiel etwas wackelig, die mangelnde Präzision der Löwinnen kam ihr da gelegen.

So deutlich besser, dass ihr Gegenüber Kathrin Längert, die keine Möglichkeit hatte, sich im Elfmeter-Showdown auszuzeichnen , eine 3,5 bekommt, war sie jedenfalls nicht. Wie Längert beispielsweise bei Prinz’ Alleingang nach einer Stunde den Winkel verkürzte und damit maßgeblich mithalf, den Rückstand zu vermeiden, hatte auch seine Klasse.

Durchaus nachvollziehbar die Bewertungen für die FFC-Innenverteidigung um Tina Wunderlich und Steffi Jones oder für die Angreiferinnen Birgit Prinz und Sandra Smisek. Sie alle machten ihre Sache grundsolide, waren engagiert, aber nicht fehlerlos und nicht effektiv genug.

Bartusiak besser als eine “4″

Dass andererseits Lingor und Garefrekes nach Kicker-Benotung zu den Besten gehörten, verwundert dann doch. Hier hätte man eher ein besseres Zeugnis für die zweikampf- und offensivstarke Bartusiak erwarten können. Auch die blass gebliebene Wimbersky kommt im Vergleich mit ihren Mitspielerinnen erstaunlich gut weg.

Hagedorn vertrat Laudehr erfolgreich

Auf Duisburger Seite ragten meiner Meinung nach Annike Krahn als Abwehrchefin, Torschützin Sonja Fuss und die ein- und wieder ausgewechselte Verena Hagedorn positiv heraus. Eine Einschätzung, die sich mit den Kicker-Noten weitestgehend deckt - bis auf Hagedorn, die für meinen Geschmack Simone Laudehr stark ersetzte und an vielen gelungenen Offensivaktionen beteiligt war.

Fehlentscheidungen von Jung gleichmäßig verteilt

Schiedsrichterin Moiken Jungs Leistung schließlich ist mit einer 3,5 treffend eingeordnet. Sie leistete sich zwei eklatante Fehlentscheidungen , als sie nach Längerts Foul an Wimbersky (2.) auf Freistoß für Duisburg entschied und als sie kurz vor dem Pausenpfiff eine aussichtsreiche Torgelenheit für Hanebeck fälschlicherweise wegen vermeintlicher Abseitsstellung abpfiff. Immerhin: ausgleichende Ungerechtigkeit.