Stimmen zum Länderspiel

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Markus Juchem war für womensoccer.de in Wattenscheid vor Ort und hat nach dem 5:1 gegen die Niederlande noch einige Stimmen gesammelt:

Bundestrainerin Silvia Neid: “ Es ist wichtig, dass wir aus unserem Tief herausgekommen sind. Die Mannschaft hat meine Vorgaben super umgesetzt. Annike Krahn, Ariane Hingst und Kerstin Stegemann hatten in der Anfangsphase einige Probleme, vor allem bei hohen Bällen. Aber insgesamt war es ein großer Schritt nach vorne. Ideen, Kreativität, Spielwitz – was beim Algarve Cup gefehlt hat, war heute da. Besonders hat mir gefallen, dass wir auch nach dem 3:1 noch weiter nach vorne gespielt haben. Die Atmosphäre war wirklich toll. Es hat mich gefreut, dass wir auch nach dem Rückstand laustark angefeuert wurden.“

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Vera Pauw (Trainerin Niederlande): „Meine Spielerinnen müssen lernen, dass Qualifikationsspiele eine andere Dimension haben als Freundschaftsspiele. Wir sind ein Team in Entwicklung, ich glaube, neun Spielerinnen aus der Startelf waren unter 21. Da werden meine Spielerinnen viel aus dem Spiel lernen können. Sie müssen vor allem lernen, mit Druck umzugehen. Und sie müssen lernen, den Kampf anzugehen. Auch wenn man fair spielen will, muss man über 90 Minuten in die Zweikämpfe gehen. Aber dass wir in dieser Gruppe nur um Platz zwei spielen, war von Beginn an klar. Mit etwas Glück hätten wir vielleicht das 2:0 nachlegen können, dann wäre das Spiel möglicherweise anders gelaufen. Aber von einem ‚wenn‘ kann man sich bekanntlich nichts kaufen.“

Kerstin Garefrekes: „Dieser Start in die Qualifikation war sehr wichtig. Dadurch können wir selbstbewusster in die nächsten Spiele gehen.“

Renate Lingor: „Nach dem schlechten Start war es wichtig, dass wir an uns geglaubt haben. In der ersten Halbzeit sind wir nicht ins Spiel gekommen und waren sehr unzufrieden. Silvia Neid hat uns dann in der Pause gesagt, was wir alles falsch gemacht haben: Wir standen zu weit weg vom Gegner, haben hinten schlecht gestanden und mussten im Mittelfeld mehr Bälle gewinnen. In der zweiten Halbzeit konnten wir das umsetzen. Wir hatten auch bereits viel besser trainiert als in Portugal. In den letzten drei Tagen hatten wir sehr viel Spaß und wussten, dass wir Fußball spielen können. Das ist jetzt ein neuer Wettbewerb, den Algarve Cup sollten wir jetzt vergessen können. Ich selbst bin bei etwa 60-70% meiner Leistungsstärke, denke ich. Manchmal muss ich mir noch ein paar Ruhepausen gönnen. Da ist noch Luft nach oben.“

Birgit Prinz: „Am Anfang haben wir uns sehr schwer getan, obwohl wir dachten, wir hätten das überstanden. Aber die Verunsicherung hat man doch noch gemerkt. Wir hatten gut trainiert, zu Beginn aber einfach nicht getroffen. Der Ausgleich war dann natürlich sehr wichtig. Danach lief es besser und in der 2. Halbzeit haben wir dann auch mal wieder Fußball gespielt.“

Lira Bajramaj: „Ich persönliche habe heute ein bisschen Probleme gehabt. Bei meinem Fernschuss in der 38. Minute war ich zu unkonzentriert.“

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