Den Klischees eins ausgewischt!
Gestern war ein trauriger Tag. Nein, nicht für die deutsche Handball-Nationalmannschaft oder Magdalena Neuner. Auch nicht für den FFC Heike Rheine, der dem selbst ernannten Frauenfußball-Primus 1. FFC Frankfurt auf fremdem Platz ein 0:0 abtrotzte. Traurig war der 4. Februar 2007 für alle Klischeebehafteten, die nur noch um die Höhe des Frankfurter Sieges wetteten. Denn die Frauen-Bundesliga ist ja ach so vorhersagbar…
Beim Bundesliga-Tippspiel auf Kicktipp.de tippten mit einer Ausnahme alle auf einen Frankfurter Sieg. Tipps wie 12:0, 12:1 oder 7:0 waren da keine Seltenheit. Dumm gelaufen, kann man da nur sagen. Denn wer der Frauen-Bundesliga, manche tun dies mit einiger Regelmäßigkeit und überzeugungsresistenter Penetranz, das Etikett „langweilig“ anheften möchte, der verkennt nicht nur die positive Entwicklung der letzten Jahre, in denen der FCR Duisburg den „Großen“ aus Frankfurt und Potsdam auf Augenhöhe Paroli bietet und in denen sich der SC 07 Bad Neuenahr oder seit kurzem auch die SG Essen-Schönebeck in Reichweite der Tabellenspitze etabliert haben. Dass Double-Gewinner Turbine Potsdam, so sehr die Abgänge vor der Saison schmerzten und so sehr sie sich um Umbruch befinden, trotz etlicher Nationalspielerinnen gleich auf Platz fünf abrutscht, widerlegt auch die „glorreiche“ These des „Drei vorne, nichts dahinter“!