Frauen-Bundesliga: VfL Wolfsburg auf Titelkurs

Von am 11. Mai 2017 – 9.14 Uhr 5 Kommentare

Der VfL Wolfsburg hat am 20. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga mit einem Heimsieg gegen die SGS Essen einen maßgeblichen Schritt Richtung Meistertitel gemacht. Die endgültige Entscheidung ist allerdings vertagt. Der 1. FFC Turbine Potsdam kann die „Wölfinnen“ rechnerisch noch abfangen.

Pajor köpft Wolfsburg ins Glück

Der VfL Wolfsburg gewann vor 1.200 Zuschauern im AOK-Stadion gegen die SGS Essen mit 2:1 (1:1) und feierte somit den 13. Sieg in Folge. Lea Schüller brachte nach einem Konter die Gäste mit einer schönen Einzelaktion zwar in Führung (39.), doch postwendend gelang Alex Popp der Ausgleich (40.). Kurz nach der Pause war Ewa Pajor nach einem Eckball von Caroline Graham Hansen mit dem Kopf zur Stelle und machte den wichtigen Erfolg perfekt (54.).

Meistertitel so gut wie perfekt

Die Wolfsburgerinnen haben zwei Spieltage vor Schluss weiter 6 Punkte und 15 Tore Vorsprung. Der Meistertitel wäre der Elf von Trainer Ralf Kellermann nun nur noch zu entreißen, wenn sie ihre letzten beiden Saisonspiele verliert, der Tabellenzweite Turbine Potsdam beide ausstehenden Saisonspiele gewinnt und dabei 15 Tore aufholt – ein nur noch mathematisches Rechenspiel.

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Kemme trifft doppelt bei Potsdam-Sieg

Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann bei Bayer 04 Leverkusen vor 302 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion mit 2:1 (2:0). Tabea Kemme traf für die Gäste in der ersten Halbzeit doppelt (12., 38.), Merle Barth gelang per Elfmeter nur noch der Anschlusstreffer (60.). Auch die Gäste aus Potsdam bekamen in der Schlussphase einen Elfmeter zugesprochen, doch Inka Wesely scheiterte an Anna Klink (86.).

Jubel von VfL Wolfsburgs Ewa Pajor

Erlösung pur: Ewa Pajor lässt sich nach ihrem Treffer zum 2:1 feiern © foto2press / Oliver Baumgart

Borussia Mönchengladbach abgestiegen

Der FC Bayern München gewann bei Borussia Mönchengladbach vor 305 Zuschauern im Grenzlandstadion mit 3:0 (1:0) und besiegelte damit den sofortigen Wiederabstieg des Aufsteigers. Vanessa Bürki (14.), Anna Gerhardt (60.) und Vivianne Miedema (63.) erzielten die Treffer für die Gäste.

Frankfurt gewinnt in Duisburg

Der 1. FFC Frankfurt kam vor 468 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg zu einem 2:1 (2:0)-Auswärtssieg beim MSV Duisburg. Jackie Groenen (9.) und Yuki Nagasato (34.) trafen für die Frankfurterinnen, für Duisburg war nach der Pause Steffi Weichelt erfolgreich (72.).

Freiburg souverän

Der SC Freiburg bestätigte seine starke Form vor 321 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld durch einen souveränen 2:0 (1:0)-Auswärtssieg beim FF USV Jena. Lina Magull (6.) und die eingewechselte Cinzia Zehnder (60.) erzielten die Treffer für die Elf aus dem Breisgau.

Hoffenheim holt vierten Heimsieg in Folge

Die TSG 1899 Hoffenheim feierte vor 320 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion mit dem 1:0 (1:0) im badischen Derby gegen den SC Sand bereits den vierten Heimsieg in Folge. Leonie Pankratz erzielte den einzigen Treffer der Partie (39.).

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • never-rest sagt:

    Die SGS hat sich in Wolfsburg teuer verkauft. Eine sehr intensive und schnelle Begegnung, mit zuweilen bester Unterhaltung. Erst in der 2. Hz. hat WOB nach und nach den Faden verloren.

    Verstehe nicht ganz, warum die SGS nicht mehr Punkte auf dem Konto hat. Teilweise wohl dem Verletzungspech geschuldet. Die Mannschaft hat jedenfalls eine gute Qualität, mit einigen sehr guten Einzelkönnern wie z.B. Weiß, Doorsun und das Riesentalent Schüller.

    Der Sieg von WOB war zwar knapp, aber trotzdem hoch verdient. Die Meisterschaft dürfte praktisch perfekt sein, wenngleich WOB in Freiburg noch ein harter Gang bevorsteht. Eine Überraschung halte ich durchaus für möglich. Aber Turbine muss auch noch gegen den FCB ran. Das wird wohl ein echtes Endspiel um den zweiten (CL) Platz. Hoffentlich werden beide Spiele übertragen.

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  • never-rest sagt:

    Danke für den Hinweis M.J.Glatt übersehen.

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  • waiiy sagt:

    Eigentlich soll man noch nicht beglückwünschen, wenn es noch theoretische Möglichkeiten gibt, aber in diesem Fall scheint es wohl eher der Superlativ von Theoretisch zu sein, deshalb: Herzlichen Glückwunsch nach Wolfsburg zur Meisterschaft! Es ist eine sehr beeindruckende Serie und eine gute Aufholjagd gewesen, die ihren Start in der Heimniederlage gegen Potsdam gehabt hat. Der Titel ist verdient, dass es die besten Spielerinnen sind, die zu einem Team geformt wurden.

    So, und jetzt Konzentration auf den Sonntag Nachmittag und das wichtige Spiel gegen die Bayern! Immerhin kann mit einem Sieg die CL-Quali klar gemacht werden. Irgendwie scheint alles in den letzten Wochen Vorgeplänkel auf dieses Spiel gewesen zu sein, inklusive der Nuller gegen Freiburg (Turbine) und Frankfurt (Bayern). Ich freue mich auf den Showdown und hoffe, dass Viele mit mir ins Stadion strömen werden.

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  • FrankE sagt:

    In Leverkusen legten die Turbinen konzentriert los. Rudi hatte die Aufstellung ein wenig verändert, so spielte Jenny Cramer von Anfang an an Stelle von Aigbogoun und im Mittelfeld spielte Kellond-Knight für Zadrazil. Es gelang Turbine vor allem über die Flügel immer wieder Chancen herauszuspielen. Sowohl auf links mit Siems und Rauch als auch rechts mit Schmidt und Cramer wurde viel Druck aufgebaut und so fiel dann auch das 0:1 durch Kemme nach einem Angriff über links. Offensiv wirbelte Huth mit viel Spielfreude ließ aber die eine oder andere gute Möglichkeit liegen. Im Mittelfeld wurden die Bälle von Wälti und Kellond-Knight verteilt, nach hinten stand Turbine gut, vor allem Jo-Jo sorgte hier für Sicherheit, sie räumte so ziemlich alles ab was da kam. Nachdem Tabbi dann mit einem ultracoolem Lupfer das 0:2 machte schien das Spiel entschieden. Doch Turbine wollte offensichtlich für etwas Spannung sorgen. Lisa Schmitz ärgerte sich so sehr über den Versuch von Schwab einen Elfer zu schinden, dass sie die Gegnerin umstieß. So sorgt Lisa dann dafür, dass Schwab den Elfer der nach Schwalbe noch verweigert wurde dann doch bekam. Danach spielte Turbine weniger über die Flügel sondern versuchte es mehr durch die Mitte wo man sich wieder und wieder festlief. Da aber Leverkusen nicht viel nach vorne zustande brachte und Geburtstagskind Wesely einen Elfmeter für Turbine verschoss blieb es beim 1:2.

    Am Sonntag sollte man besser beide Halbzeiten druckvoll spielen. Den Wechsel Aigbogoun / Cramer erwarte ich auch gegen Bayern, die Durchsetzungskraft im Zweikampf sollte hier den Ausschlag geben.

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