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2010

Lyon doch weiter in der Champions League

Die Beschwerde von Olympique Lyonnais vor dem internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne hatte Erfolg: Die Franzosen verbleiben in der UEFA Women’s Champions League und werden das Viertelfinale gegen ASD Torres Calcio bestreiten.

Sportlich hatte sich OL mit zwei Siegen (1:0 und 5:0) locker und leicht durchgesetzt, doch zunächst hatte die UEFA einem Protest Fortuna Hjørrings stattgegeben , da Lyon die beiden norwegischen Neuzugänge Christine Nilsen und Isabell Herlovsen außerhalb des Transferfensters verpflichtet hatte.

Gemäß den FIFA-Statuten und der Auslegung der UEFA hätten die beiden Spielerinnen nicht verpflichtet und somit auch nicht eingesetzt werden dürfen, da sie durch Verträge an OL gebunden sind und dort substanzielle Einnahmen erzielen. Dadurch entfällt nach den FIFA-Statuten der Amateurstatus. Nach dem Regelwerk des französischen Fußballverbands (FFF) ist die französische Frauenfußball-Liga jedoch eine Amateurliga, die Spielerinnen Amateurspielerinnen, auch wenn sie durch Verträge an die Vereine gebunden sind.

Strafe nicht gerechtfertigt Der CAS gab dem Einspruch des französischen Meisters Recht und kam zu der Entscheidung, dass eine Disziplinarstrafe in diesem Fall nicht gerechtfertigt sei. Somit kann Lyon am 10. und 17. März gegen ASD Torres Calcio um den Einzug ins Halbfinale kämpfen werden. Dort trifft der Sieger der Partie dann auf den Gewinner des Duells Montpellier Hérault SC gegen Umeå IK.

Eine identische Konstellation hatte Anfang 2009 bereits dazu geführt, dass die beiden französischen Spielerinnen Camille Abily und Sonia Bompastor gegen den Willen ihres Vereins Olympique Lyonnais in die neue US-Profiliga WPS wechselten . Dies war ebenfalls nur möglich, weil den beiden Spielerinnen Amateurstatus eingeräumt wurde.