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Studie untermauert wachsendes Interesse am Frauenfußball

Markus Juchem am 18. April 2008 – 15.11 Uhr1. Kommentar schreiben
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Bayern München und der 1. FFC Frankfurt standen sich im Halbfinale des DFB-Pokals gegenüberEine aktuelle repräsentative Umfrage im Vorfeld der morgigen Endspiele im DFB-Pokal der Männer und der Frauen räumt mit lieb gewonnenen Vorurteilen auf. Die Umfrage der Sportmarketing-Agentur Schmidt und Kaiser in Zusammenarbeit mit den Sport-Research-Beratern IFM kommt zu dem Ergebnis: Der Kampf um die Fernbedienung bei Fußballsendungen wird zunehmend von den Frauen entschieden.

Immer mehr Frauen interessieren sich für Fußball (56 % der weiblichen Gesamtbevölkerung). Bei den Männern kommt die Umfrage zum überraschenden Ergebnis, dass sich mittlerweile 64,9 Prozent aller männlichen Fußballfans auch für Frauenfußball interessieren. Das sind sogar 2,5 Prozent mehr als die weiblichen Fußballfans (62,2 %).

85,4 Prozent aller männlichen Fußballfans würden sich im Stadion automatisch auch das Frauen-Endspiel anschauen, falls sie Karten für das Herren-Finale hätten. Die gemeinsame Austragung der Endspiele des DFB-Pokals für Männer und des DFB-Pokals für Frauen begrüßen 65 Prozent aller Fußballfans.

Laut Umfrage erwarten sich die Fans von der Zusammenlegung eine Aufwertung und eine höhere Aufmerksamkeit für den Frauenfußball und eine bessere Vergleichbarkeit der sportlichen Leistung in beiden Wettbewerben. Ein Beleg dafür ist auch die kürzlich vom DFB bekannt gegebene Steigerung der weiblichen Mitglieder auf über 1 Million. Die Umfrage wurde zwischen dem 11. und 14. April 2008 unter 548 repräsentativen Fußball-Interessierten im Alter von 14-74 Jahre durchgeführt.

Frauenfußball für Sponsoren attraktiv
Theo Reichert, Geschäftsführer der Kommunikationsberatung Schmidt und Kaiser sagt: “Die überraschenden Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass der Markt des Frauenfußballs noch nicht ausreichend ausgeleuchtet ist. Durch die Erfolge der DFB-Frauen und die Vergabe der Frauenfußball-WM 2011 nach Deutschland wird die Aufmerksamkeit noch weiter steigen. Unternehmen und Markenartikler sollten sich deshalb frühzeitig mit dem Thema Frauenfußball beschäftigen.”

Um die Attraktivität der Sponsoringplattform Frauenfußball national und international zu bewerten und herauszuarbeiten, und um Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen das Thema im Vorfeld der WM 2011 in Deutschland für ihre Marken- und Unternehmenskommunikation nutzen können, führt Schmidt und Kaiser gemeinsam mit IFM eine groß angelegte Studie durch, die von Prof. Preuss (Universität Mainz) und Prof. Woratschek (Universität Bayreuth) wissenschaftlich begleitet wird.

Markus Juchem (46) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ und Kicker.

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