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WM 2011: Frankreichs Rückzug offenbar beschlossene Sache

Markus Juchem am 23. August 2007 – 13.43 Uhr1. Kommentar schreiben
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Logo der deutschen WM-BewerbungSeit Monaten lassen DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt unverhohlen durchsickern, dass man auf diplomatischem Weg Frankreich zum Rückzug in Sachen WM-Bewerbung 2011 bewegen will.

Schmackhaft will man den Franzosen den Deal damit machen, dass der DFB im Gegenzug Unterstützung bei einer Bewerbung um die Männer-EM 2016 anbietet. Denn die liegt dem französischen Fußballverband (FFF) und seinem Präsidenten Jean-Pierre Escalettes ganz besonders am Herzen.

Am Rande des Länderspiels gegen die Schweiz in Koblenz kündigte Zwanziger eine Entscheidung „in absehbarer Zeit“ an. Doch nach Informationen von Womensoccer.de ist diese längst gefallen.

Offiziell hält man sich beim FFF noch bedeckt. „Wir geben in den Medien keine Kommentare zu unserer Bewerbung ab”, so FFF-Sprecher François Manardo kurz und trocken gegenüber Womensoccer.de.

Nicht einmal Details zur Bewerbung, wie etwa welche Städte und Stadien für eine WM 2011 in Frankreich in Frage kämen, wollte er nennen. Intern soll der FFF bereits vor rund zwei Wochen die Entscheidung getroffen haben, seine Bewerbung um die WM 2011 zugunsten Deutschlands zurückzuziehen. In Frankreich will man alle Energien für eine mögliche Ausrichtung der EURO 2016 bündeln.

Schon beim Verbandskongress Ende Juni in Besançon schwor Escalettes die Verbandsfunktionäre darauf ein: „Das ist kein Projekt und keine Bewerbung, sondern eine Idee, die gereift ist.“ Man will mit dem Staat und den Proficlubs im Rücken die jungen Leute verstärkt zum Fußball bringen und die Infrastruktur auf das Niveau von Ländern wie Deutschland oder England anheben.

Kein Rotationsprinzip bei Frauenfußball-Weltmeisterschaften

Zwanziger hatte in den vergangenen Monaten mehrfach betont, dass eine Einigung mit Frankreich „unverzichtbar“ sei, wolle man die WM 2011 nach Deutschland holen. Denn der DFB-Präsident weiß nur zu gut, dass es in Sachen Frauenfußball-Weltmeisterschaft, anders als von einigen Medien berichtet, eben kein Rotationsprinzip zwischen den Kontinenten gibt. Die erste WM auf europäischem Boden nach 1995 in Schweden ist nicht mehr als ein emotionaler Wunsch, eine Grundlage in den FIFA-Statuten gibt es dafür nicht.

Wie ernsthaft vor allem die kanadische WM-Bewerbung zu nehmen ist, belegen gleich mehrere Fakten. Das Land reichte im vergangenen Jahr noch wenige Tage vor der Männer-WM in Deutschland als Erstes seine Absichtserklärung zur Ausrichtung der WM 2011 ein, zudem hat man mit der U-19-WM der Frauen 2002 und der U-20-WM der Männer 2007 in der jüngeren Vergangenheit gleich zwei Turniere zur Zufriedenheit der FIFA ausgerichtet.

Kanada als Hauptkonkurrent

Kanada galt mit einer hervorragenden Bewerbung bereits als Topfavorit auf die Ausrichtung der WM 2007, doch die SARS-Epidemie brachte die Planungen durcheinander. Die WM wurde 2003 ersatzweise in den USA ausgetragen, China die WM 2007 zugesprochen.

In der Vergangenheit erhielt das Land Fürsprache von höchster Stelle. So erklärte FIFA-Präsident Blatter bereits 2003, dass er einer kanadischen Bewerbung um die WM 2011 Wohlwollen entgegen bringen würde. „Ich denke nicht, dass es zu viel wäre, drei von vier Weltmeisterschaften in Nordamerika auszutragen“, so Blatter damals.

Auch Jack Warner, der mächtige CONCACAF-Präsident und FIFA-Vizepräsident, steht einer möglichen WM in Kanada logischerweise aufgeschlossen gegenüber. „Mann kann die WM 2003 nicht als CONCACAF-Turnier zählen, denn wir wurden von der FIFA um diesen Gefallen gebeten, so Warner. „Eine Bewerbung um die Frauen-WM 2011 hat die volle CONCACAF-Unterstützung.“

Neben Deutschland und Frankreich haben sich Australien, Kanada und Peru um die Ausrichtung der WM-Endrunde 2011 beworben. Die Entscheidung über die Vergabe wird nach zweimaliger Verlegung des Termins nun am 30. Oktober 2007 fallen. Und es deutet vieles darauf hin, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Deutschland und Kanada geben wird.

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