Lucie Voňková erzielt schnellstes Tor der Bundesliga-Geschichte

Von am 9. Mai 2017 – 10.43 Uhr 4 Kommentare

Die tschechische Stürmerin Lucie Voňková hat am Sonntag beim 4:1-Auswärtssieg des FF USV Jena gegen die SGS Essen das schnellste Tor in der Geschichte der Frauenfußball-Bundesliga erzielt und damit einen fast 20 Jahren alten Rekord geknackt.

Exakt 9,9 Sekunden nach Anpfiff zappelte der Ball im Gehäuse der Essenerinnen. Mit vollem Tempo war Jenas Nr. 11 beim gegnerischen Anstoß in die Essener Hälfte geeilt, übertölpelte die gesamte Verteidigungslinie der Hausherrinnen und netzte den von ihr eroberten Ball nur wenige Sekunden später aus spitzem Winkel sehenswert ein.

Lucie Voňková (li.) erzielte das schnellste Tor in der Geschichte der Frauenfußball-Bundesliga

Tor nach 9,9 Sekunden – Lucie Voňková knackte die bisherige Rekordmarke © Jürgen Scheere (Scheere Photos) / FF USV Jena

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Glückliche Voňková

„Jetzt bin ich happy. Das hätte ich überhaupt gar nicht gedacht. Wichtig war mir eigentlich nur, dass ich überhaupt dieses Tor für uns geschossen habe“, so die glückliche 25-Jährige, die später mit einem weiteren Treffer den Weg für den Auswärtserfolg ihres Teams ebnete, ehe sie zur Halbzeit verletzungsbedingt gegen Ivana Rudelic ausgewechselt wurde.

Uraltrekord ausgelöscht

Vonkova radierte damit eine fast zwei Jahrzehnte andauernde Bestmarke aus. Die bisherige Bestleistung in Sachen schneller Torjubel hatte Michaela Hetke (FFC Heike Rheine) inne, die am 6. September 1998 nach elf Sekunden gegen den FSV Frankfurt traf. Die frühere Nationalspielerin Célia Sasic kam am 5. November 2014 mit 13 Sekunden dem Uraltrekord Hetkes im Spiel des 1. FFC Frankfurt gegen den SC Freiburg am nächsten.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • Emma sagt:

    Sind Vonkovas 9,9 Sekunden eigentlich langsamer als die 9 Sekunden von Kevin Volland aus der Männerbundesliga (hab keine Dezimalangabe von seiner Trefferzeit gefunden)? Würde mich nur wegen der Benennung von Vonkovas Treffer interessieren 😀

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  • adipreissler sagt:

    Wenn man Vonkovas 9,9 mit dem Verhältnis der 100-M-Weltrekorde von Frauen und Männern gewichtet, kommt man auf 9,04, gerundet 9,0. Also sind sie gemeinsame Rekordhalter der Bundesliga-Geschichte.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Die Benennung lautet: geiler, straffer Schrägschuß aus recht spitzem Winkel, den nicht viele so einzunetzen vermögen!
    Ihr 2. Treffer von der Entstehung bis zum Netzzappler auch super herausgespielt.
    Vielleicht wechselt sie ja innerhalb der Ostvereine…

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  • Aldur sagt:

    Dann lag ich ja gar nicht so falsch mit meiner Vermutung. Ich muss zugeben, dass ich die Entstehung des Treffers im Stadion gar nicht mitbekommen habe. Mit sowas rechnet ja auch keiner. Ich hab‘ erst hingeschaut, als sie bereits mit Ball am Fuß frei vor Weiß stand. Gut dass es die DFB-TV Highlightvideos gibt…

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