Duisburg verpflichtet Petra Hogewoning

Von am 1. September 2011 – 11.28 Uhr 12 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FCR 2001 Duisburg ist am letzten Tag der Transferperiode noch einmal aktiv geworden. Die Duisburgerinnen verpflichteten die Niederländerin Petra Hogewoning.

Die 25-jährige niederländische Nationalspielerin erhält einen Einjahresvertrag mit Option auf einjährige Verlängerung. Hogewoning ist ein ‚Linksfuß‘ und spielt bevorzugt als Verteidigerin oder im Mittelfeld. 77 Mal spielte Hogewoning  für ihr Land, die größten Erfolge dabei waren der Gewinn des Zypern-Cups 2010 und das Semifinale bei der EM 2009 in Helsinki, das die Oranje-Elf nur denkbar knapp (1:2 nach Verlängerung gegen England) verlor.

Auslandserfahrung
Auch die variantenreiche Vereinskarriere der gelernten Sporttherapeutin für autistische Kinder weist jede Menge Erfolge aus; so hat sie mit Ter-Leede Sassenheim zweimal den niederländischen Titel und einmal den nationalen Pokal gewonnen; 2010 gewann sie zudem mit Zvesda Perm den russischen Pokal; in diesem Frühjahr sammelte Rijnsburgerin dann Erfahrungen in der US-amerikanischen Profiliga, bei Sky Blue New Jersey.

Anzeige

Routinierte Spielerin
„Wir haben Petra schon länger beobachtet und sie stand auch in diesem Sommer in unserem Fokus“, verrät FCR-Chef Thomas Hückels, „so waren wir in der Lage, jetzt  sehr schnell und entschlossen zum Vertragsabschluss zu kommen.“ Trainer Marco Ketelaer meint: „Petra ist eine sehr erfahrene Spielerin, die wir schon lange auf dem Zettel haben; ich bin auch ganz sicher, dass wir sie recht schnell an die Mannschaft und unser Spielsystem heranführen werden.“

Petra Hogewoning

Neuzugang beim FCR 2001 Duisburg: Petra Hogewoning © Christian Mittelbach

Bei Kiesel Infos eingeholt
Hogewoning hat bereits heute Früh am Training teilgenommen, ihre Teamkolleginnen kennengelernt und einen ersten Eindruck vom Leistungsniveau gewonnen – und ihre Erwartungen bestätigt gesehen: „Die Bundesliga ist ein ganz harter Wettbewerb, das ist eine neue Herausforderung für mich. Aber genau der wollte ich mich stellen.“ Auch über den FCR ist Petra bestens informiert: „Annemieke Kiesel hat mir viel Positives erzählt von der professionellen Arbeit beim FCR, deshalb freue ich mich sehr, dass ich jetzt hier spielen darf. Mein Ziel ist natürlich, der Mannschaft zu helfen, in dieser Saison so erfolgreich wie möglich zu sein.“

Defensivkraft statt Offensivkraft
Ursprünglich wollten die Löwinnen eine Stürmerin verpflichten, doch die Kreuzbandverletzung von Dolores Silva zwang die Verantwortlichen zum Umdenken. „Wir waren in sehr erfolgversprechenden Verhandlungen und uns mit einer Topstürmerin auch schon einig, doch hat auf Grund der vielen Formalitäten mit dem abgebenden Verein und dem Gastland die Zeit bis zum Ende der Transferzeit einfach nicht gereicht“, so Hückels.

Tags: ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • Tina sagt:

    wer war wohl die erwähnte Top-Stürmerin?

    (0)
  • Aligator sagt:

    Keine Ahnung. Aber vllt kommt diese ja dann in der Winterpause?!

    (0)
  • laasee sagt:

    Petra Hogewoning is a good player.

    (0)
  • ballander sagt:

    und sie hat einen interessanten beruf und sieht sympathisch aus.

    (0)
  • Ulf sagt:

    Im Gegensatz zum Chaosforscher vermag ich nicht zu beurteilen, ob die Neuverpflichtung eine gute Spielerin ist, aber bei 77 Einsätzen für Holland kann man das zumindest hoffen. Die kurzfristige Verpflichtung einer Verteidigerin wegen der Veletzung von Silva ist sicherlich folgerichtig.
    Die WAZ hatte eine mögliche Verpflichtung der bei Perm spielenden Spanierin Maria Ruiz kolportiert. Ruiz ist keine aktuelle Nationalspielerin, war auch nicht bei den WM-Qualifikationsspielen 2010 im Einsatz, hat bei den 14 Saisonspielen von Perm nur einen Einsatz über 90 Minuten gehabt, wo sie ihre einzigen beiden Tore schoß, sowie 6 Einwechslungen, demnach in 7 Spielen überhaut nicht eingesetzt wurde. In der Champions-League 2010/11 hingegen wurde sie in 6 Spielen eingesetzt und schoß 2 Tore.
    Lange Rede, kurzer Sinn: ich denke nicht, daß sie in das Anforderungsprofil paßt, da sie wohl nur eine Ergänzungsspielerin sein würde, außerdem ist sie auch schon 28 Jahre jung.
    Stattdessen sollte man m.E. ein Auge auf die vermeintliche Wunderstürmerin Cosmina Dusa aus Cluj mit ihren 103 Saisontoren werfen und schauen, ob sie sich im Oktober beim Länderspiel gegen die deutsche Abwehr durchsetzen kann. Schon der auch aus Transsylvanien stammende Peter Maffey sagte schließlich „über Siebenbürgen mußt Du geh´n“ oder so. Es ist zu hoffen, daß man mit der dünnen Spielerinnendecke gerade im Sturm bis zum nächsten Wechselfenster im Januar hinkommt.

    (0)
  • Myrcius sagt:

    Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Der Neuzugang ist sicher eine gute Hausnummer, allerdings hätte man nun wirklich mal ne Stürmerin gebraucht. Ok, wenn man dann statt 7:3-Erfolgen mehr 1:0 oder 2:0-Siege sieht, kann ich da auch mit leben. Interessant wird natürlich mal ein Spiel ohne Alexandra Popp. Wer spielt dann im Angriff? Stefanie Weichelt und Wensing wieder nach vorne? Oder Islacker? Wer flankt dann? Also das wird wirklich ne knappe Kiste. wenn man sich da mal nicht verspekuliert hat. Schwach von der Vereinsführung übrigens! Die wussten seit Wochen, dass sie vorne Ersatz brauchen und tun jetzt so, als sei es eben in zwei Tagen nicht hinzubekommen gewesen. Schwach, echt schwach, aber das kennt man ja aus den letzten Monaten nicht anders.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Ich kenne mich mit dem Duisburger System nicht so aus. Aber wenn Alex Popp mal ausfällt, halte ich es für gut, Ando in den Sturm zu stellen. Immerhin ist sie auf dieser Position Weltmeister geworden und war bei Japan auch Stürmerin Nr. 1 deutlich vor Nagasato. Von daher wäre sie für mich die Alternative im Sturm.

    waiiy

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Also, ich denke, man hat vorne doch noch brauchbare Alternativen. Durch die Verstärkung in der Defensive kann Weichelt jetzt auch mal vorne spielen, während sie in der letzten Saison in den Spielen, in denen sie gespielt hat, meist auf der linken Abwehrseite eingesetzt wurde.
    Daher kann man mit Islacker, Ando, Weichelt und Popp doch auf einen recht ansehnlichen Kreis an Stürmerinnen zurückgreifen und hat auf den Außen zudem noch Laudehr, Groenen und Oster, also genügend Alternativen, falls wirklich mal eine ausfallen sollte. Und über die Qualität der einzelnen Spielerinnen würde ich jetzt noch kein Urteil abgeben wollen, schließlich war Grings lange Zeit die Nummer 1 und hat auch die Entwicklung der jungen Spielerinnen wie Islacker oder Weichelt gehemmt, die jetzt befreiter aufspielen können.
    Hinten ist genug verstärkt worden mit Hogewoning und Neboli, dazu kommen sehr routinierte Spielerinnen wie Himmighofen, Bresonik, Krahn, außerdem Wensing.
    Ich sehe mit diesem Kader gar nicht so schwarz für Duisburg, es fehlen sicherlich die großen Stars, aber die können sich ja jetzt neu entwickeln!

    (0)
  • laasee sagt:

    The club only has itself to blame for the small squad and lack of quality players.
    That is because of bad management over many months.

    The biggest problem at FCR is that none of those in authority take responsibility for what goes wrong.
    MVT was sacked because the „gentlemen“ wanted to go to London for CL Final.
    FCR did not go to London.
    But the „gentlemen“ did not accept responsibility for their mistake.

    It is the same principle with the N11 – it goes horribly wrong but nobody takes responsibility for failure.

    People should be held accountable for their errors and mistakes.

    (0)
  • Ulf sagt:

    Vielleicht wollte Duisburg Maria Ruiz deshalb verpflichten ?
    http://j.mp/qT1iwv

    (0)
  • Ulf sagt:

    Duisburg aufgepaßt! Cosmina Dusa hat beim 1.Saisonspiel des rumänischen Meisters Olimpia Cluj (10:0 gegen Craiova) schon wieder 6 Tore geschossen.

    (0)