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Katharina Lindner: „Münchner Kindl“ trifft Bayern-Frauen

Bernhard Kux am 29. Juli 2009 – 11.52 Uhr1. Kommentar schreiben
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Wenn der FC Bayern München am morgigen Donnerstag im litauischen Siauliai sein Champions-League-Debüt gegen Glasgow City geben wird, werden sowohl im bayerischen wie auch im schottischen Team überraschenderweise jeweils genau eine gebürtige Münchnerin stehen.

 

Während in Reihen der Bayern-Spielerinnen nur Torhüterin Ulrike Schmetz in München geboren wurde (30. Oktober 1979), erblickte Glasgow-Stürmerin Katharina Lindner 57 Tage früher in der bayerischen Landeshauptstadt das Licht der Welt (3. September 1979). Das „Münchner Kindl“ im Team der Schottinnen will den Bayern und Schmetz das Leben schwer machen, auch wenn sie vor dem Duell einräumt: „Wir sehen uns auf jeden Fall als Außenseiter.” 

Meister mit dem 1. FFC Frankfurt
Lindner erzählt von ihrem Lebensweg, der sie von München über mehrere Stationen nach Glasgow geführt hat. „Ich bin zwar in München geboren, aber in Kleinostheim bei Aschaffenburg aufgewachsen und zur Schule gegangen. Mit 16 kam ich zur SG Praunheim, die dann zum 1. FFC Frankfurt umbenannt wurde. Dort war ich drei Jahre. 1999 gewannen wir die deutsche Meisterschaft und wurden Pokalsieger.” Übrigens zusammen mit Birgit Prinz, Doris Fitschen, Renate Lingor, Pia und Tina Wunderlich. 

Als sie nach dem Abitur ein Fußballstipendium an der Hartford University in den USA bekam, griff sie zu. Vier Jahre spielte sie für die dortige Collegemannschaft. „Das war richtig interessant, da wir sehr viele europäische Spielerinnen in der Mannschaft hatten. Sie kamen aus Norwegen, Dänemark, Schweden, Holland und anderen Ländern.” Nach vier Jahren Stipendium hatte Lindner einen Bachelor-Abschluss in Medienwissenschaften und Psychologie in der Tasche. 

Doktortitel in Glasgow
katharina_lindner_2Da man in den USA aber nur maximal vier Jahre für eine Collegemannschaft spielen darf, wechselte sie zu den Massachusetts Pioneers, eine Halbprofi-Mannschaft in der Nähe von Boston. Zwei Jahre kickte sie dort während ihres zweijährigen Master-Studiums in Medienwissenschaften in Hartford.

„Mit meinem Masterabschluss wollte ich dann in Film- und Medienwissenschaften promovieren. Ich entschied, das an der Universität in Glasgow zu tun. Anfang dieses Jahres habe ich das dann endlich auch geschafft und man kann mich also Frau Dr. Lindner nennen.“ 

Wiedersehen mit Wörle
Womit wir bei der nächsten Parallele zu Bayern-Torhüterin Schmetz wären. Denn als Medizinerin wird auch sie in absehbarer Zeit einen Doktortitel führen. Lindner arbeitet heute als Dozentin für Film- und Medienwissenschaften. „Glasgow ist eine ziemlich lebhafte, multikulturelle Stadt mit freundlichen und aufgeschlossenen Leuten. Was mir nicht so gut gefällt ist, dass es ziemlich oft regnet.” 

Mit einer Spielerin aus dem Bayern-Kader stand Lindner sogar schon gemeinsam auf dem Platz: „Aus der jetzigen Bayern-Mannschaft kenne ich nur Tanja Wörle, mit der ich vor vielen Jahren in der Bayernauswahl und U16-/U18-Nationalmannschaft zusammen gespielt habe.“ Eines steht jetzt schon fest: Eine Münchnerin wird am Donnerstag auf jeden Fall Grund zum Jubeln haben.

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