Harder-Dreierpack bei Wolfsburg-Sieg, Last-Minute-Erfolg für Turbine

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Am 12. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga haben sich die Top 3 der Liga einmal mehr keine Blöße gegeben. Turbine Potsdam gewann den Klassiker gegen den 1. FFC Frankfurt in der Nachspielzeit – dank einer äußerst umstrittenen Entscheidung.

Pernille Harder (re.) traf dreifach beim Wolfsburger Sieg
Pernille Harder (re.) traf dreifach beim Wolfsburger Sieg © imago/Sports Press Photo

Drei Tore von Harder

Der VfL Wolfsburg gewann beim SC Sand souverän mit 4:0 (2:0). Vor 876 Zuschauern im Orsay-Stadion gelang Zsanett Jakabfi die Wolfsburger Führung (10.), einen Fehler von Anne van Bonn nutzte Pernille Harder zum 2:0 (27.). Die Dänin schraubte das Ergebnis per Elfmeter in die Höhe (50.) und setzte auch den Schlusspunkt (81.) unter eine einseitige Partie.

Hoffenheim gibt sich keine Blöße, Leverkusen überrascht

Die TSG 1899 Hoffenheim gewann vor 240 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion gegen den FF USV Jena mit 2:0 (2:0). Ein Doppelschlag von Nicole Billa (26., 27.) sorgte früh für klare Verhältnisse. Bayer 04 Leverkusen kam vor 365 Zuschauern im Jugendfußball-Zentrum Kurtekotten zu einem 2:0 (2:0)-Erfolg gegen die SGS Essen. Ivana Rudelic (11.) und Milena Nikolić (39.) erzielten die Treffer für die Leverkusenerinnen.

Fragwürdiger Freistoß entscheidet Klassiker

Am Samstag gewann Turbine Potsdam gegen den 1. FFC Frankfurt mit 4:3 (1:2). Vor der enttäuschenden Kulisse von nur 1.011 Zuschauern – so wenig wie seit 2002 nicht mehr beim Duell der Erzrivalen – gingen die Gastgeberinnen durch einen sehenswerten Treffer von Bianca Schmidt in Führung (20.). Doch Laura Freigang gelang postwendend der Ausgleich (23.). Nur Minuten später sorgte die FFC-Stürmerin für die Führung der Hessinnen (27.). Anfangs der zweiten Halbzeit gelang Schmidt der Ausgleich (47.), doch Freigang brachte Frankfurt mit ihrem dritten Treffer wieder in Front (57.). Das sollte in dieser unterhaltsamen Partie jedoch nicht zum Erfolg reichen. Lara Prašnikar sorgte zunächst für den neuerlichen Ausgleich (80.) und traf dann in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz nach einem indirekten Freistoß (90.+2), den Schiedsrichterin Kathrin Heimann nach einer Rettungsaktion von Verena Aschauer wegen eines vermeintlichen absichtlichen Rückpasses gegeben hatte.

Arbeitssieg für Bayern

Am Freitagabend gewann der FC Bayern München mit 2:0 (1:0) gegen den SC Freiburg. Vor 603 Zuschauern am Bayern Campus sorgte ein Eigentor von Virginia Kirchberger (3.) für die frühe Münchener Führung. In der Schlussphase sorgte Amanda Ilestedt für die Entscheidung (81.). Naomi Mégroz sah bei den Gästen in der Schlussphase die Rote Karte (90.).

Duisburg gegen Köln abgesagt

Die Partie zwischen dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln wurde wegen der Unbespielbarkeit des PCC-Stadions von Homberg abgesagt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Tabelle Frauen-Bundesliga 2019/20

Pos.VereinSp.SUN+-Diff.Pkt.
11312105845437
21311114193234
313101235102531
4137152926322
5137063329421
6135352428-418
7135171424-1016
8134362034-1415
9134181627-1113
10122191533-187
1112219928-197
121302111052-422
Mein Leben als Hope Solo
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25 KOMMENTARE

  1. Die Frage, ob der Rückpass von Aschauer absichtlich oder nicht war, ist ja für das Endergebnis von einiger Brisanz. Nach mehrmaligem Anschauen würde ich schon sagen, dass man das ganz genauso ahnden kann:
    Hätte Aschauer den Ball einfach ins Aus auf Kosten einer Ecke klären wollen, hätte sie das problemlos tun können. Sie hat aber bewusst den Ball nur leicht gespielt, vom Tor weg, und zwar so, dass Haeberlin ihn noch fangen konnte. Aber eben nur fangen, nicht mehr mit dem Fuss wegschiessen (zB ins Seitenaus). Genau das ist aber eine Rückgabe. Haeberlin wollte sicher eine Ecke verhindern und hat den Ball deswegen gefangen. Aber da haben Aschauer und Haeberlin gemeinsam einen Blackout gehabt und das grössere Übel ausgelöst um das kleinere Übel einer Ecke verhindern.
    Da hat die Schiri also genau richtig gepfiffen.

  2. Klare Fehlentscheidung der Schiri, aber noch klarere Fehlentscheidung von Heaberlin, die einfach den Ball ins Aus laufen lassen oder wegschlagen soll, dann muß sie nicht auf eine korrekte Anwendung der Spielregeln hoffen.

      • Das denke ich auch!!!
        Nach mehrfacher Ansicht sehe ich die entscheidene Situation so, daß Verena Aschauer auf Kosten einer Ecke klären wollte!!!
        Der Fehler lag ganz deutlich bei BRY, die dies verhindern wollte, und verbotener Weise den Ball fing, und so eine „kontrollierte“ Rückgabe daraus machte!!!
        Eine Fuß- oder sogar Faustabwehr hätte nicht als Rückgabe gezählt!!!
        Also bitte was war an dieser Entscheidung denn umstritten???
        Wie ich schon im Hoffenheim-TURBINE Beitrag schrieb, lag das Schiri-Trio gestern desöfteren daneben mit ihren Entscheidungen!!!
        Aber selbst nach der Videoansicht kann man die Entscheidung kaum anders treffen!!!
        Potsdam wollte diesen Dreier unbedingt, und ging das gleiche Risiko wie schon im Freiburg-Spiel ein!!!
        Sekt oder Selter, „alles“ oder wieder nur „nichts“ lautete die Devise!!!
        Dieses Mal zahlte sich die totale Offensive jedoch aus für die Gastgeberinnen!!!

        • Nein, Detlef – hätte Aschauer auf Kosten einer Ecke klären wollen, hätte sie dem Ball mehr Speed gegeben. Der war aber bewusst so schwach berührt, dass sie auf Haeberlin spekuliert hat – aber nicht bedacht hat, dass das eine Rückgabe bedeutet. Sowas wird eben auch einfach nur sehr, sehr selten gepfiffen.

    • Sehe ich anders was Heaberlin betrifft. In der Situation gab es keine Zeit zum hoffen. Den Ball ins Aus laufen zu lassen hieße eine ‚Ecke zu bekommen – auch keine gute Wahl in der hektischen Schlussphase. So war es sinnvoll zu versuchenden den Ball zu sichern

  3. Merle Barth hat nach ca. drei Minuten einen Essener Angriff mit Souveränität und Erfahrung entschärft und damit das Signal gegeben, das Bayer brauchte: Die Defensive steht sicher!!

    Wie das letztjährige Saisonfinale war auch das heutige Spiel durch Essener Unfähigkeit, den Ball über die Linie zu bringen, gekennzeichnet. Schüller/Knaak waren vor MV-T´s Augen wieder fahrlässig unproduktiv und Bayer machte aus zwei Großchancen endlich auch mal wieder zwei Tore. So wie sie in Köln letztens verloren haben haben sie zuhause gewonnen, durch eiskalt ausgenutzte Konterchancen. Essen war damit nicht glücklich und trat auch auf unter anderem beide Torschützinnen ordentlich ein und Rudelic letzendlich aus dem Spiel.
    Ich hoffe, ja bete, sie ist nicht schwerer verletzt..
    Ob es von der Schiri weise war, so wenig Karten zu zeigen als möglich, muß mit nein beantwortet werden…

    Bayer war in allen Teilen sicher und abgeklärt und hat sich mal wieder drei wichtige Punkte nicht schenken lassen sondern hart erarbeitet und erspielt. Es gab gegen Ende noch auf beiden Seiten ordentliche Chancen, auf Leverkusener Seite durch Essener Unfähigkeit oder Anna Wellmanns Spiel verhindert.

    Zurück auf dem Feld waren auch die Langzeitverletzten Isi Kerschowski (ca 14 Monate!) und Frede Kempe (ca 10 Monate).
    Herzlich Willkommen zurück…

    Mal wieder würde ich sagen, gegen Freiburg sollten sie keine Angst haben und sich dank 5-Punkte Abstand auf Duisburg, bzw 2-Punkte Rückstand auf den SC, mit Freude und Zuversicht nach der heutigen Leistung ins Getümmel werfen.
    Viel Erfolg Bayer 04!!!

    • @Pauline Leon:
      War am Sonntag vor Ort und kann Deine Eindrücke eigentlich bestätigen. Ich hoffe, dass Frau Rudelic am letzten Spieltag diesen Jahres wieder einsatzfähig ist.
      Aber: Der Kurtekotten ist für erwachsene Personen (männlichen Geschlechts) ein ungastlicher Ort. Soll heißen: Weit und breit
      kein alkoholhaltiges Getränk, um den verpassten Torchancen nachzutrauern und Taschenkontrollen wie im Hochsicherheits-Knast. Und ausserdem war Bayer04 nicht auf den erwartbaren „Zuschaueransturm“ aus Essen vorbereitet. Haette es während des Spiels stärker geregnet, wären einige der Zuschauer trotz 8 Euro Eintritt (für Vollzahler) schlichtweg nass geworden.

      • ruhri,
        da mußt du erstmal ins Ulrich-Haberland-Stadion gehen…
        Rucksäcke dürfen da seit dieser Saison gar nicht mehr rein. Die Filzerei ist wesentlich ausführlicher und, noch viel schlimmer, es kann nicht mehr mit Bargeld bezahlt werden!!
        Bayer-Karte und EC gehen sicher, aber wenn 10 Jährige sich vom Taschengeld überteuerte Pommes oder Cola holen wollen, sieht es sehr schlecht aus…

        Jetzt erst recht die schlimmsten aller Zustände in deutschen Stadien, wo Fussball von Frauen gespielt wird. Zumindest jenseits von Bremen.

        Wegen Alkohol im Kurtekotten habe ich mal gefragt. Die Frauen hinterm Tresen sind (wohl wegen mangelndem Umsatz) auch nicht sehr glücklich, verweisen aber auf die Tatsache, das dort ein JUGENDleistungszentrum ist.
        Das kann ich noch nachvollziehen..

  4. Ich möchte auch nicht verschweigen, das Manjou Wilde die meisten, besten und gefährlichsten Standards in diesem Spiel ausgeführt hat.
    So wie immer, wenn ich sie für Essen Standards treten sehe.

    In der anderen Flyeralarm-Bundesliga hat ManCity bei Chelsea mit 1:2 verloren,
    ohne Pauli Bremer..

    • Pauline Bremer war aus irgendwelchen Gründen noch nicht mal im Kader.
      Das Spiel sahen übrigens 3.500 Zuschauer.
      Zum Vergleich: Bei Olympique Lyons 6:0-Sieg gegen Metz am Sonntag waren erbärmliche 932 Zuschauer im Stadion.

  5. noch was…
    Das Spiel Bayer 04-SGS (365!) hatte mehr Zuschauer als in der zweiten nicht-Flyeralarm Bundesliga die Spiele Wolfsburg 2- Andernach (1:1!), Frankfurt 2-München 2, Werder Bremen-Saarbrücken und Turbine 2-Gütersloh zusammen (alle Zahlen laut dfb.de)

  6. Erfreulich aus Essener Sicht ist bei diesem Spielergebnis gegen Leverkusen lediglich, dass unsere junge 18jährige Stammtorhüterin Kim Sindermann nach langer Verletzungspause endlich wieder ihr Comeback feiern konnte.
    Allerdings hatte auch Josie Plehn, unsere Torhüterin Nr. 4, ihre Sache in ihren 10 Einsätzen sehr ordentlich gemacht.

    Diese Niederlage hat die SGS wieder ein Stück zurückgeworfen.
    Mir ist wirklich ein Rätsel, warum im Saisonverlauf zwar sämtliche 5 Heimspiele (gegen Leverkusen, Duisburg, Potsdam, Köln und Freiburg) mit einem Torverhältnis von 15:3 gewonnen werden konnten, auswärts aber in 7 Spielen – mit Ausnahme des hohen 7:1-Siegs in Jena – nur ein mickriger Punkt geholt werden konnte.
    0:3 in Sand, 0:7 in Hoffenheim, (7:1 in Jena), 1:5 in Wolfsburg, 1:1 in Frankfurt, 0:2 in München und 0:2 in Leverkusen lautete die Auswärtsspiel-Horrorbilanz mit 2:20 Toren (wenn man das Jena-Spiel mal ausklammert).

    Der 4. Tabellenplatz könnte mit einem Heimsieg gegen Sand zum Abschluss der Winterpause zwar gesichert werden, aber der Anschluss zum Spitzentrio ist endgültig abgerissen.
    Dabei verfügte Essen – wegen der vielen Langzeitverletzten notgedrungen – im wesentlichen über eine eingespielte Stammelf mit immerhin vier deutschen Nationalspielerinnen, und trotzdem ist eine vergleichbar eingespielte Mannschaft wie Hoffenheim enteilt.

    Die in den Heimspielen so hochkarätige Offensive mit Anyomi, Knaak und Schüller sowie den soliden Senß und Wilde im Mittelfeld konnte auswärts unerklärlicherweise ihre Qualität nie so richtig zur Geltung bringen, auch wenn die Mannschaft zumindest gegen Wolfsburg, Frankfurt und Bayern keine schlechten Spiele gezeigt hat.

    Ich hoffe, dass Markus Högner nach der Winterpause an einigen Stellschrauben drehen kann und die Mannschaft auswärts wieder in die Erfolgsspur zurückfindet.
    Denn eine derartige Auswärtstorflaute ist eines Tabellenvierten unwürdig und frustriert (nicht nur) nur die mitgereisten treuen Fans.

  7. Ich fasse es nicht Turbine musste zwangsläufig, das Konzept etwas ändern und
    Qualität und Erfahrung an die Seite der Jugend stellen .

    Es ging auf, Schmidti bestätigt das Vertrauen und überzeugte mit sehr guter Leistung.
    (ohne Spielpraxis)
    Super 🙂

    • Ich glaube mein Kommentar ist nicht angekommen.
      Darum versuches ich es hier nochmal.

      Mit dem 12. Spieltag haben wir ca. 8700 Zuschauer mehr in den Stadien als im Vorjahr, trotz der Spiele am Freitag. Die Spiele am Freitag sahen im Schnitt 896 Zuschauer, was ganz leicht unter dem allgemeinen Schnitt liegt. Wobei die Amplitude sehr groß ist. 910-2550 beim FFC, 401-467 bei Leverkusen, wobei die Höchstwerte auch die jeweiligen Bestmarken der Vereine sind, wie auch in Köln (1010).

      Den höchsten Schnitt hat der FC Bayern mit 2057 Zuschauern!

      hä..? Auswärts.

      Wenn der FCB kommt, erreicht die Heimmanschft immer ihren Bestwert.
      Aber der Prophet zählt im eigenen Land nichts! Zuhause haben sie gerade mal 630 Zuschauer.

      Zuhause stellt natürlich der VfL die Macht dar, vor dem FFC und Turbine.(2027/1542/1358)

    • zu 1.: ……
      zu 2.: kommt wohl einfach darauf an, wann OL sie haben will. Ob sie auch zu irgendeinem anderen Verein (was weiß ich… PSG, irgendein engl. Club…) gehen würde, mag möglich sein (Kohle etc.) – aber ich vermute, sie ist sportlich zu ehrgeizig um zu irgendjemandem zu wechseln, der mannschaftlich nicht noch mal einen ordentlichen Schritt besser ist als Wolfsburg (und da gibts dann auch europäisch nur noch …. eigentlich keinen)

    • Pernille Harder bleibt bei VfL?
      Thema Abgänge:
      Nach der Saison droht dabei der Verlust von Sara Gunnarsdottir und ich halte die Personalie für fast wichtiger als Frau Harder, da Engen,Pajor und auch Gunnarsdottir (welche unglaublich gute Arbeit leisten) dafür sorgen das Frau Harder soviel Tore schießen kann und dementsprechend glänzen kann.

  8. Ich freue mich sehr, dass die „Wölfinnen“ Lara Dickenmann und Svenja Huth endlich wieder einsatzfähig sind. Habe beide sympathischen Spielerinnen sehr vermisst und wünsche ihnen für das Duisburg-Spiel ausreichend Einsatzzeit.

  9. Mit der Spielweise meiner Freiburger Mädels in München kann man natürlich nicht zu frieden sein.Kein einziger richtiger Torabschluss in 90 Minuten ist schon sehr dürftig.Bezeichnend auch de rote Karte am Schluss gegen Megroz wegen Notbremse.Man rennt 90 Minuten nur dem Ball und Gegner hinter her,am Ende fehlt die Kraft und weiss sich dann nur noch mit einem Foul zu helfen.

    • @SCF Klausi,
      ich hab mir das Spiel im TV angesehen und war richtig erschrocken über die Harmlosigkeit und hier vor Allem im Angriff der SCF-Mädels. Die Abwehrleistung war dagegen nicht so schlecht, war aber auch keine große Kunst gegen die einfallslose Spielweise und harmlosen Angriffe der Bayerndamen. Also ich hab den Eindruck dass die Bayerndamen unter Scheuer spielerisch einen schlechteren Fußball spielen als zuletzt unter Wöhrle. Bezeichnend hierzu die beiden Tore, das Erste ein Eigentor und das Zweite von einer Abwehrspielerin erzielt, wobei das erste Tor für mich regelwidrig war so wie Merle Frohms beim Abwehrversuch angegegangen wurde, sah sie selbst auch genauso, trotz der neuen Regel welche den Torwart nicht mehr im 5-Meterrraum schützt. Frage mich auch warum diese Regel eigentlich abgeschafft wurde?

      • @Rudi
        Ich habe mir die Zusammefassung vom DFB nochmal angeschaut und kann an besagten Torraumszene nichts regelwiedriges erkennen. Frohms und Lauder gehen beide Richtung Ball. Frohms kann ungehindert den Ball weg fausten und erst danach haben beide Körperkontakt. Merle trifft den Ball aber nicht vernünftig. Anstatt nach vorne, fliegt der Ball nach oben. Danach ist er frei und kann von jeder gespielt werden. Ich sehe da eher einen Torwartfehler als ein Foul.

        Und nun folgender Spruch:
        „Eine Mannschaft kann nur so gut spielen, wie es der Gegner auch zulässt“

        Die Freiburgerinnen hingen derart in ihrem Abwehrmodus fest das kaum ein kreatives Spielen nach vor möglich war. Die Notremse war für mich nur eine Folge dieser Spielweise. Tor verhindern um jeden Preis.

        Dadurch gelang es ihnen allerdings Dallmann und Magul aus dem Verkehr zu ziehen und Islacker lief sich einen Wolf.
        Insofern haben die Freiburgerinnen alles richtig gemacht.

        Hätten sie in den letzten Spielen auch so gespielt wie in München, hätten sie kein Torverhältnis von 7:20 aus den letzten fünf Spielen.

        • @Helmut,
          dass du die Torraumszene als Bayernfan anders siehst ist mir schon klar und deswegen hat es für mich keinen Sinn mich mit dir darüber zu diskutieren. Ich habe mir die Szene mehrfach angeschaut und bleibe deshalb auch bei meiner Meinung dass es ein Foul von Laudehr war, und nur zur Klarstellungich, bin kein Fan des SC Freiburg. Was du mit dem altehrwürdigen Spruch meinst: „Eine Mannschaft kann nur so gut spielen, wie es der Gegner auch zulässt“ kann ich jetzt auch nicht ganz nachvollziehen. Welche der beiden Teams meinst du da eigentlich oder meinst du etwa beide Teams?

          • @Rudi
            Der Spruch ist so wie er ist, nämlich wertfrei. Denn jede Mannschaft ist Gegner der anderen.
            Was gibt es da nicht nachvollziehbares?

            Ich bin Bayern-Fan, und zwar nur von den Frauen, ich weis aber trotzdem die Leistung der Gegner einzuschätzen und zu würdigen. Und so habe ich es des weiteren auch geschrieben.

            Auch wird DFB-Zusammenfassung der Leistung des SCF nicht gerecht. Sie hatten in ersten Halbzeit durchaus ihre Chancen.

            Mit der Torraumszene stehst du, glaube ich, ziemlich alleine da. Denn beide TV-Moderatoren von Telekom/DFB-TV und Eurosport sahen da nichts negatives. Der von Eursport sah sogar einen Fehler von Merle Frohms.

            Du darfst aber gern deine Meinung behalten und wiedergeben, denn in Deutschland herscht immer noch Meinungsfreiheit!

    • Aufgrund der Kommentare und Berichterstattungen zu den vergangenen Spielen der SC-Frauen habe ich ehrlich gesagt nicht viel erwartet und mich einfach darauf gefreut, die Mädels nach langer Zeit endlich wieder spielen zu sehen. Dass allerdings rein gar nichts in der Offensive passiert, hat mich trotzdem überrascht. Die einzigen zwei Ansätze, die mir spontan einfallen, waren ein Lauf zur Grundlinie von (ich glaube) Megroz, die aber im Strafraum keinen Abnehmer fand und ein langer Ball von Lotzen auf Vojtekova, die dann aber zurückgepfiffen wurde. Aus beiden Situationen ist nichts entstanden. Die Spielerinnen wollten zwar und sind viel gelaufen, aber konnten aus welchem Grund auch immer nicht. Der Ball konnte im Mittelfeld einige Male erobert werden, war aber nach zwei oder drei Stationen spätestens wieder weg, weil niemand so richtig etwas damit anzufangen wusste. Da ist zur Zeit wirklich der Wurm drin und die Verunsicherung ist spürbar. Dass die Gegentore nicht aus dem Spiel heraus fielen, kann man vielleicht als kleinen Erfolg in der Abwehr verbuchen.

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