WM-Bilanz: Gestiegenes Niveau, zunehmende Politisierung

Von am 8. Juli 2019 – 13.02 Uhr 158 Kommentare

Die achte Frauenfußball-WM ist am Sonntag in Lyon mit dem Titelgewinn der favorisierten USA zu Ende gegangen. Zum Ausklang einer sportlich guten WM stand aber nicht der Sport, sondern einmal mehr das Thema gerechte Bezahlung im Mittelpunkt.

Logo der FIFA Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich

Logo der FIFA Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich © FIFA

Das hatten sich FIFA-Präsident Gianni Infantino und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron wohl anders vorgestellt. Erst mussten sie beim Einlauf ins Stade de Lyon die ohrenbetäubenden Pfiffe der vorwiegend amerikanischen unter den 57.900 Zuschauern ertragen und dann sah sich Infantino vor der Siegerehrung auch noch „Equal Pay“-Sprechchören von den Rängen ausgesetzt.

Anzeige

Kampf um Gleichbehandlung

Hintergrund sind einerseits die Ungleichbehandlung von Fußballerinnen und Fußballern seitens des Weltverbands, der für das Turnier in Frankreich ein Gesamtpreisgeld von rund 30 Mio. Euro ausschüttete, während bei der Männer-WM in Russland allein Weltmeister bereits 38 Mio. Euro bekam. Zudem haben 28 amerikanischen Nationalspielerinnen im März eine Klage gegen den US-Verband wegen Diskriminierung eingereicht, in der sie um gleiche Bezahlung kämpfen. Der bezahlt nämlich seinen deutlich weniger erfolgreichen Männern mehr Geld. Auch die DFB-Frauen hätten im Falle eines Titelgewinns 275.000 Euro weniger Geld als die Männer bei der WM 2018 in Russland erhalten.

Megan Rapinoe und Alex Morgan jubeln

Megan Rapinoe (re.) brachte mit dem ersten in einem WM-Finale verwandelten Elfmeter ihr Team auf Kurs © imago / PA Images

Megan Rapinoe als Vorreiterin

Als Vorreiterin dieser Bewegung gilt US-Star Megan Rapinoe, der neben starken Worten außerhalb des Platzes auch auf dem Rasen eine Klasse für sich war. Die zur Besten Spielerin der WM gekürte 34-Jährige, die zugleich dank ihres Treffers beim 2:0-Sieg gegen die Niederlande im Finale Beste Torschützin des Turniers wurde, nutzt ihre starke Position mit überbordendem Selbstbewusstsein und gewinnendem Lächeln zur Verbreitung ihrer Botschaft und den Kampf um mehr Gerechtigkeit. „Wir haben jetzt lange genug geredet, es ist an der Zeit Taten folgen zu lassen.“ Sie forderte die FIFA während des Turniers in mehreren Pressekonferenzen auf, mehr für die Entwicklung des weltweiten Fußballs, die Verbesserung der Infrastruktur und der Ligen zu unternehmen. „Unser Team ist im Begriff, die Welt um sich herum zu verändern, das ist unglaublich“, frohlockte Rapinoe nach dem Titelgewinn.

Starke Worte, starke Taten

Vor dem WM-Achtelfinale gegen Spanien hatte sie Schlagzeilen mit ihrer Ankündigung gemacht, bei einem Titelgewinn nicht ins „Fucking White House“ zu gehen. US-Präsident Donald Trump antwortete prompt mit einem Stakkato aus mehreren Tweets, Rapinoe möge erst einmal den Titel holen und Respekt vor Flagge und Hymne zeigen. Rapinoe ließ sich nicht beeindrucken und lief unter dem öffentlichen Druck und wachsender Erwartungshaltung erst richtig zur Höchstleistung auf. Das hinterließ offenbar auch Eindruck bei der FIFA: Infantino kündigte zwei Tage vor dem Finale eine Verdoppelung des Preisgelds für die WM 2023 an und plant eine Aufstockung des Teilnehmerfelds auf 32 Teams.

Sportlich gut, aber wenig Überraschungen

Rein sportlich war das Turnier trotz seines vorhersehbaren Siegers und nur wenigen Überraschungen durchaus dazu geeignet, den Forderungen der Fußballerinnen Nachdruck zu verleihen. Denn Highlight-Spiele wie das weltweit stark beachtete Duell zwischen den USA und Gastgeber Frankreich oder das US-Halbfinale gegen England lieferten genauso hochklassigen Sport wie etwa das Achtelfinale zwischen Australien und Norwegen. Neben dem WM-Sieg der USA waren auch der Finaleinzug von Europameister Niederlande sowie der starke Auftritt Englands mit seiner fortschreitenden Professionalisierung keine Überraschung. Einzig den dritten Platz Schwedens mit einer kompakten, aber doch recht unattraktiven Spielweise dürften nicht alle auf dem Zettel gehabt haben. Zu den positiven Überraschungen des Turniers gehörte Italien, das erst im Viertelfinale gestoppt wurde. Und auch Spanien deutete trotz des frühen Achtelfinal-Ausscheidens gegen Weltmeister USA an, in den kommenden Jahren zum direkten Angriff auf die Spitze zu blasen.

China und Japan enttäuschen

Zu den Verlierern des Turniers gehörten dagegen die asiatischen Mannschaften. China verabschiedete sich erstmals bei einer WM bereits im Achtelfinale, Japan schied ebenfalls gleich zu Beginn der K.-o.-Runde aus und zeigte nur eine Halbzeit lang gegen die Niederlande seinen gefürchteten Kombinationsfußball. Doch in beiden Ländern hat man die Zeichen der Zeit erkannt. So planen China ab 2020 bzw. Japan ab 2021 die Einführung einer Profiliga, Alibaba-Gründer Jack Ma will den Frauenfußball in seinem Heimatland China in den kommenden zehn Jahren mit rund 130 Millionen Euro unterstützen. Noch größer ist der Rückstand der südamerikanischen Teams. Einzig Brasilien war in der Lage, seine Gegner auch offensiv zu fordern, wie etwa im etwas unglücklich verlorenen Achtelfinale gegen Frankreich. Das Land wird aber in den kommenden Jahren den Nachwuchs stärker fördern müssen, wie auch Marta in ihrem flammenden, emotionalen Appell nach dem WM-Aus klar machte. Argentinien und Chile haben zwar gelernt, zu verteidigen und stellten in Vanina Correa und Christiane Endler zwei der besten Torhüterinnen des Turniers, doch offensiv blieben beide Teams harmlos. Alle 24 Teams zeigten sich in puncto Athletik, Technik und Taktik verbessert, doch Topteams wie die USA, Niederlande oder England haben ihre führende Position weiter zementiert.

Die Erlösung: Giulia Gwinn (Mi.) erzielt den Siegtreffer gegen China © imago / HMB-Media

DFB: Konzepte statt Lippenbekenntnisse gefragt

Auch der DFB wird in den kommenden Jahren vergrößerte Anstrengungen unternehmen müssen, um nach dem Viertelfinal-Aus gegen Schweden nicht weiter den Anschluss an die Weltspitze zu verpassen. So gilt es, nicht nur grundsätzliche Dinge, wie die systematische Talentsichtung, die Trainerausbildung oder die Spielplangestaltung der Bundesliga zu optimieren. Darüber kann auch die Auszeichnung von Giulia Gwinn zur besten jungen Spielerin des Turniers nicht hinwegtäuschen. Es werden Verband, Bundesligateams und Spielerinnen gleichermaßen gefragt sein, ihren Sport mit einer größeren Ernsthaftigkeit in die Öffentlichkeit zu tragen. Konzepte müssen Lippenbekenntnisse ersetzen. Dazu wird es auch gehören, mit hartnäckiger Überzeugungskraft um mehr TV-Übertragungen bei den Fernsehsendern zu werben, die Medien besser mit Informationen zu versorgen und nicht wie in der Vergangenheit, Chancen zu verpassen. So blieb etwa während der WM in Frankreich der neue Bundesligasponsor Flyeralarm in Sachen Frauenfußball stumm, anstatt die Gelegenheit zu nutzen, Werbung in eigener Sache für die am 16. August beginnende Bundesligasaison zu betreiben.

Noch keine Tickets für EM-Quali

Und auch die Spielerinnen werden sich ihrem Sport mit noch größerer Verve verschreiben und auch öffentlich mit mehr Nachdruck Stellung beziehen müssen, um den Frauenfußball anzuschieben. Es gilt nicht zwangsläufig, nach deutschen Megan Rapinoes, Ada Hegerbergs oder Pernille Harders Ausschau zu halten, aber ein bisschen meinungsstärker dürften auch die DFB-Spielerinnen öffentlich auftreten. Doch es scheint erst einmal unverändert weiter zu gehen: Am 31. August tritt die DFB-Elf in Kassel zu ihrem ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro an. Tickets kann man für die Partie bisher nicht kaufen. Anders als in England, wo etwa für das Duell gegen Deutschland in Wembley am 9. November der Vorverkauf längst läuft und bereits über 20.000 Tickets abgesetzt wurden. Und auch für das erste EM-Quali-Heimspiel des WM-Dritten Schweden gegen die Slowakei am 8. Oktober in Göteborg hat der Ticketvorverkauf längst begonnen.

Statistiken zum Turnier

Zuschauerzahl: 1,13 Mio.
Zuschauerschnitt/Spiel: 21.756
Tore: 146
Tore/Schnitt: 2,81
Meiste Tore: 26 (USA)
Wenigste Tore: 1 (China, Jamaika, Südkorea, Neuseeland, Südafrika, Thailand)
Meiste Gegentore: 20 (Thailand)
Wenigste Gegentore: 2 (Deutschland)
Elfmeter: 26 (18 verwandelt, 8 verschossen)
Eigentore: 8
Tore durch Einwechselspielerinnen: 12 von 146 (8,22%)
Beste Torschützinnen: 6 (Megan Rapinoe, Alex Morgan, Ellen White)
Jüngste Torschützin: 19 Jahre, 11 Monate, 6 Tage (Giulia Gwinn am 8. Juni beim 1:0-Sieg gegen China)
Schnellstes Tor: 2 Minuten, 10 Sekunden (Jill Scott am 27. Juni beim 3:0-Sieg gegen England)
Höchster Sieg: 13:0 (USA gegen Thailand am 11. Juni)

Schlagwörter: ,

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

158 Kommentare »

  • Bernd sagt:

    @ Fan2
    Leider bestätigst Du um 21.46 Uhr erneut, dass Du die Weltrangliste nicht verstehst! Jetzt bemängelst Du das „Schneckentempo“ in der sich die Weltrangliste ändert. Zuvor hast Du beim Beispiel Nordkorea bemängelt, dass sich überhaupt etwas änderte. Merkst Du Deine eigenen Widersprüche eigentlich nicht? Wenn sich bei Vereinen die nicht spielen, die Position sich nicht verändern darf, könnte die Rangliste doch garnicht funktionieren, denn sie wäre lahmgelegt. Da es bei den Teams die spielen natürlich Punkteveränderungen gibt, sind Tabellenveränderungen doch zwangsläufig! Ist das wirklich so schwer zu erkennen?

    Ein ganz einfaches Beispiel zum Verständnis, extra ganz weg vom Frauenfussball. Die Hoffnung, dass Du nicht doch noch etwas verstehst stirbt zuletzt!

    Bei 10 Verkäufern auf dem Markt, soll der Verkaufserfolg wöchentlich verglichen werden. Jede Woche wird eine +/- Rechnung für jeden Verkäufer gemacht, bei der die Ausgaben mit den Einnahmen verrechnet werden. Es ist möglich einen kleineren oder größeren Gewinn zu erzielen. Jedoch kann es z.B. wegen schlechtem Wetter, oder schlechter Laune eines Verkäufers auch zu keinem Gewinn oder Verlusten kommen. Jede Woche werden Gewinne und Verluste jedes Einzelnen zusammen gerechnet. Daraus ergibt sich eine Rangliste. Des öfteren sind einzelne Verkäufer nicht auf dem Markt. Deshalb bleibt deren Gewinn/Verlust in den Wochen gleich.
    Selbstverständlich kann sich in den Wochen aber auch die Ranglistenposition derer verändern die nicht auf dem Markt sind. Dies ist natürlich davon abhängig, wieviel Gewinn oder Verlust die anderen Verkäufer in dieser Zeit erzielen. Um eine tatsächlich wöchentlich aktuelle Rangliste anzufertigen, werden die Gewinne und Verluste jedes einzelnen Marktteilnehmers neu berechnet. Ganz natürlich kommt es dabei auch zu Verschiebungen in der Rangliste, bei den Verkäüfern, die nicht auf dem Markt waren, je nachdem wie erfolgreich oder nicht die Ranglistennachbarn auf dem Markt waren.
    Nun kommt Marktschreier „Neunmalklug“ auf einmal angelaufen und sagt: „Es kann doch nicht sein, dass der Verkäufer Müllerschön auf einmal nicht mehr Sechster ist, obwohl er garnicht auf dem Markt war. Was ist das denn für eine Rangliste, die kann ja überhaupt nicht stimmen“. Der Marktschreier „Neunmalklug“ wiederholt seine Aussage und wird immer lauter. Dann mischt sich auch noch Frau „Zaunkönigin“ ein und sagt „..der „Neunmalklug“ hat immer Recht! Was ist das denn für ein Troll, der die Rangliste berechnet“!
    Somit werden die Gewinne und Verluste noch einmal überprüft und siehe da, die Verschiebungen in der Rangliste gibt es tatsächlich!
    Der Marktschreier „Neunmalklug“ daraufhin: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf! Das sagt doch alles sowieso nichts aus und am Ende des Jahres ist Verkäufer Deutschmann von Platz zwei, sowieso auf Platz fünf oder sechs zurück gefallen! Dann stimmt die Rangliste aber vorher nicht! Pasta! So nic(ht)!“

    @ Zaunreiter
    16. Juli 2019 um 21.30 Uhr
    @sonic, balea, Rudi, fan2:
    „eristischer Dialektik“
    @sonic, balea, Rudi, fan2:
    Wenn Bernd sagt die Erde ist rund,
    was sagen wir?
    Die Erde ist eine Scheibe!!!!

    Nice try! 😉

    Ach übrigens Fan2, die Weltrangliste ist fortlaufend und für die faire Berechnung z.B. des Heimfaktors usw., ist die große Zahl der zugrunde liegenden Spiele sehr sinnvoll und notwendig! Aber sorry, das erkläre ich Dir jetzt nicht mehr. Frag Zaunreiter, der kann sogar 50+1!
    Gutes Nächtle allerseits!

    (5) 17 Gesamt – 11 hoch – 6 runter
  • FFFan sagt:

    @ Fan2:
    „@Bernd und FFFan: Euch beiden muss ich widersprechen. Wer nicht spielt, kann auch keine Minuspunkte machen.

    Das hat doch auch niemand behauptet! Und ich gebe dir ja Recht, dass die sportliche Aussagekraft der Weltrangliste begrenzt ist. Der zweite Platz, den wir momentan belegen, ist keinesfalls ein ‚Beweis‘, dass Deutschland die zweitbeste Frauen-Nationalmannschaft der Welt hat!
    Trotzdem: als ungefährer Anhaltspunkt für die relative Leistungsstärke der einzelnen Teams taugt diese Rangliste durchaus. Das zeigen ja auch die Ergebnisse: in den 52 Spielen der WM setzte sich 39mal das höher platzierte Team durch, nur neunmal das niedriger platzierte (die restlichen Spiele endeten unentschieden). Dabei konnten die Niederlande und Schweden zwei- bzw. dreimal als ‚Underdog‘ gewinnen. Dementsprechend haben gerade diese beiden Teams in der Rangliste Plätze gutgemacht. So passt sich die Weltrangliste immer wieder der Leistungsentwicklung an und bleibt dadurch aktuell.

    P.S.: wusstest du, dass Nordkorea in diesem Jahr den Cyprus Cup gewonnen hat? Es ist gar nicht mal so unrealistisch, dass sie derzeit die Zweitbesten in Asien sind, gerade wenn man bedenkt, wie enttäuschend die asiatischen Teams bei der WM abgeschnitten haben!

    (12) 12 Gesamt – 12 hoch – 0 runter
  • Fan2 sagt:

    @FFFan: Ja, das wusste ich in der Tat. Aber genauso wie der zweite Platz von Polen ist das mE noch kein wirklicher Grund für eine derart hohe Einstufung.

    Worum es mir geht: 1. stuft die aktuelle Weltrangliste WM-Spiele viel zu niedrig ein. Das Beispiel mit Nordkorea ist ein Zeichen dafür. ME darf ein Team, was bei einer WM nicht teilgekommen hat, nicht unter den Top10 der Welt stehen. Das heißt, es müsste viel mehr Punkte für die WM-Spiele geben sowie auch Extrapunkte für das Erreichen der verschiedenen Runden bzw. für die WM-Quali.
    Ebenso sollte es solche Punkte für Kontinentalcups und Olympia geben.

    2. Die Weltrangliste sollte dahingehend reformiert werden, dass nicht mehr alle Spiele zugrundeliegen, bzw. die länger zurückliegenden Ergebnisse schwächer gewertet werden. Auch damit könnte man den Nordkoreaeffekt abstellen. Denn je seltener man spielt, desto weniger hochwertige Resultate gehen in die Wertung (ein bisschen wie der Marktwert eines Autos).

    Mit beiden Änderungen hätte man mE ein deutlich besseres und aktuelleres Bild. So wie sie jetzt ist, ist sie dagegen eher eine ewige Tabelle.

    (-3) 11 Gesamt – 4 hoch – 7 runter
  • Bernd sagt:

    @ sonic
    Ich denke es ist besser ich lasse Deine Äusserung jetzt einfach mal so stehen. Habe mich sehr bemüht das Prinzip der Weltrangliste verständlich zu machen. Besser kann ich es nicht. Wenn ich mir die Rangliste und deren Veränderungen anschaue,- die ausgebaute Dominanz der USA, das Zusammenrücken auf den Plätzen dahinter, usw., ist das für mich eine realistische Abbildung. Du darfst mir gerne weiterhin widersprechen, ob wegen der Sache oder aus Prinzip darf jeder selbst beurteilen. Mein persönlicher Eindruck ist, dass Du Dich nicht bemühst das zu verstehen was ich geschrieben habe, sondern nur überlegst was Du dagegen schreiben kannst!
    Wenn Du beispielsweise schreibst:
    „Für dich ist die statistische Betrachtung ausreichend, um den Erfolg der USA zu begründen.“
    kann ich nur sagen, sorry, was Du mir unterstellst ist hanebüchen.
    Der Erfolg der USA hat mit der statistischen Betrachtung doch überhaupt nichts zu tun! Für den Erfolg gibt es viele Gründe. Eine statistische Betrachtung kann nur etwas widerspiegeln, jedoch nicht der Grund für die Entwicklung sein. Aber jetzt versuche ich schon wieder Dir etwas verständlich zu machen. Sorry dafür, ich weiß es macht manchmal wenig Sinn.

    (3) 11 Gesamt – 7 hoch – 4 runter
  • Bernd sagt:

    @ Fan2
    Du schreibst:
    „Worum es mir geht: 1. stuft die aktuelle Weltrangliste WM-Spiele viel zu niedrig ein. Das Beispiel mit Nordkorea ist ein Zeichen dafür.“

    Wenn die WM-Spiele noch höher eingestuft würden, dann wäre die Auswirkung doch noch gravierender! Bei einer Weltrangliste kann man sich eben nicht nur verbessern in dem man spielt, sondern auch durch Niederlagen verschlechtern! Bei höherer Einstufung der WM-Spiele, sind demnach auch Niederlagen gravierender und somit der Punktverlust eines Teams. z.B. im Vergleich gegenüber Nordkorea noch größer.
    Dein Vorschlag hätte daher den gegenteiligen Effekt, den Du Dir davon versprichst. Du hat leider das Prinzip der Weltrangliste nach wie vor nicht verstanden, sonst wäre Dir klar, dass bei noch höherer Bewertung von WM-Spielen, der „Nordkorea-Effekt“ größer und nicht kleiner wäre!

    Du schreibst weiter:
    „2. Die Weltrangliste sollte dahingehend reformiert werden, dass nicht mehr alle Spiele zugrundeliegen“

    Was wäre das dann für eine Weltrangliste?

    Dann schreibst Du:
    „Denn je seltener man spielt, desto weniger hochwertige Resultate gehen in die Wertung (ein bisschen wie der Marktwert eines Autos).“

    Je weniger man spielt, umso größer ist doch die Bedeutung jedes einzelnen Spiels! Keine Ahnung wie Du den Marktwert eines Autos berechnest, aber ich bin froh, dass die Weltrangliste nicht so berechnet wird!

    (3) 11 Gesamt – 7 hoch – 4 runter
  • Fan2 sagt:

    Nur, um nochmal zu verdeutlichen, wie ich die Weltrangliste nach dieser WM für realistischer halten würde:

    1. USA, 2. England (dreimal Halbfinale bei WM und EM in Folge), 3. Niederlande (WM-Finalist und Europameister), 4. Frankreich, 5. Deutschland, 6. Schweden, 7. Japan, 8. Spanien, 9. Kanada, 10. Italien, 11. Australien, 12. Brasilien, 13. Norwegen

    Es mag sein, dass diese Rangliste sich nicht zu sehr unterscheidet von der aktuellen. Wichtig ist aber, dass Deutschland hier drei Positionen niedriger steht als ursprünglich. Und das gibt das aktuelle Leistungsniveau her. Deutschland ist aktuell kein Kandidat für die Top4 einer WM mehr. Das sind die, die oben als die Top 4 genannt worden sind.

    Spanien und Italien gehören meines Erachtens ebenso deutlich upgegradet wie Kanada, Australien und Brasilien downgegradet. Gerade daran lässt sich erkennen: Die Weltrangliste ist nur sehr unflexibel. Bei Kanada und Brasilien beispielsweise hängen immer noch die Top-Resultate früherer Jahre nach, die Spanien und Italien nicht aufweisen können und dementsprechend nur in Minischritten näher kommen.

    Insgesamt ist diese Weltrangliste also äußerst statisch und sorgt dafür, dass auch in Zukunft immer die von ihr profitieren werden, die immer schon von ihr profitiert haben.

    (-3) 7 Gesamt – 2 hoch – 5 runter
  • Bernd sagt:

    @ FFFan

    Danke FFFan für Deine Betrachtung!
    Jede Tabelle und jede Rangliste ist immer eine Momentaufnahme, welche durch weitere Spiele veränderlich ist. Wenn nur wenige Spiele in die Bewertung einfließen würden, wäre Borussia Dortmund in den letzten Jahren Deutscher Meister geworden. Wenn man eine Situation topaktuell betrachten möchte, wären die Männer des SC Freiburg einen Spieltag vor ihrem letzten Abstieg, noch das beste Team der Bundesliga gewesen, da der Deutsche Meister von ihnen mit 2:1 besiegt wurde.
    Sowohl die Tabelle, wie auch die Weltrangliste spiegeln natürlich immer einen Zeitraum wider und haben unterschiedliche Funktionen.
    Während die Ligatabelle jedes Jahr neu beginnt und auch Auf- und Abstieg regelt, ist die Rangliste eine fortlaufende Betrachtung.
    Auch eine WM ist eine Momentaufnahme. Die Weltrangliste hingegen spiegelt eine Entwicklung wider. Diesen Zweck erfüllt sie gut.
    Bei einer WM kann z.B. ein Spiel durch einen VAR, ein anderes Ergebnis bringen als ohne. Evtl. scheidet ein Team dadurch aus. Bei einer WM ist dadurch evtl. bereits im Achtelfinale Schluss, obwohl das Land sonst vielleicht hätte ins Finale kommen können.
    Die Weltrangliste federt solche kurzfristigen Einflüsse ab und gibt dadurch ein beständigeres Bild, als z.B. eine WM das kann.
    Ob Nordkorea bei der WM nicht erfolgreicher gewesen wäre, als es Südkorea war, wäre natürlich Spekulation. Die Weltrangliste spekuliert nicht, sondern zeigt die Entwicklung anhand von Ergebnissen. Eine aus meiner Sicht gute Ergänzung. Der Weltmeister und der Weltranglistenerste stimmen derzeit überein. Aber auch wenn die USA gegen Frankreich verloren hätten, wäre die Weltrangliste deswegen nicht „falsch“. Sie hat Ihre eigene Aussagekraft, wie eine WM, oder jedes einzelne Spiel dies in unterschiedlicher Weise haben.

    (4) 10 Gesamt – 7 hoch – 3 runter
  • Fan2 sagt:

    @Bernd: Dir ist schon klar, dass in diese Weltrangliste alle Spiele, die ne bestritten werden, eingehen? Das ist so, als würde man für die Weltrangliste der Männer die Spiele aus dem 19. Jahrhundert miteinbeziehen. Dementsprechend würde Schottland heute vermutlich deutlich besser dastehen.

    Die Funktion einer Weltrangliste sollte meines Erachtens sein, die aktuelle Leistungsstärke zu repräsentieren, nicht die historische.

    Die Weltrangliste sollte sich meines Erachtens nicht sonderlich von den Ergebnissen der letzten Großturniere unterscheiden. Das tut sie aber zu massiv.

    Zum Nordkorea-Effekt: Man sollte einfach die Minuspunkte abschaffen, fertig! Zumindest bei WM und EM. Bei WM und EM darf es am Ende kein Vorteil sein, sich nicht quslifiziert zu haben, gegenüber einer vermeintlich schlechten Platzierung bei der WM.

    (-3) 7 Gesamt – 2 hoch – 5 runter
  • sonic sagt:

    @Bernd

    Zitat 1:
    „Wenn Du beispielsweise schreibst:
    „Für dich ist die statistische Betrachtung ausreichend, um den Erfolg der USA zu begründen.“
    kann ich nur sagen, sorry, was Du mir unterstellst ist hanebüchen.
    Der Erfolg der USA hat mit der statistischen Betrachtung doch überhaupt nichts zu tun! Für den Erfolg gibt es viele Gründe. Eine statistische Betrachtung kann nur etwas widerspiegeln, jedoch nicht der Grund für die Entwicklung sein.“

    Zitat 2:
    „Die Weltrangliste spiegelt das Zusammenrücken sehr gut wieder. Ich weiß nicht wieviele Mädels in den USA Fussball spielen, aber die haben nun mal auch ein paar mehr. Rein statistisch ist es schon nicht ungewöhnlich, dass es dann auch ein paar Supertalente mehr gibt.“

    Welche Unterstellung?

    „Du schreibst weiter:
    „2. Die Weltrangliste sollte dahingehend reformiert werden, dass nicht mehr alle Spiele zugrundeliegen“

    Was wäre das dann für eine Weltrangliste?“

    Ich denke, du hast ihn falsch verstanden. Er möchte nicht aktuelle Spiele weglassen, sondern ältere. Also mehr wie die Jahreswertung im Tennis oder die Fünfjahreswertung der UEFA. Das könnte zur Aktualität der Rangliste beitragen, da Mannschaften wie die USA oder Deutschland nicht von einem Vorsprung zehren könnten, den sie sich vor 10 oder 15 Jahren erarbeitet hatten. Wäre zu mindestens interessant zu sehen, ob sich dadurch Änderungen ergeben würden.

    Zitat 1:
    „Die Weltrangliste spiegelt natürlich den aktuellen Stand wieder.“

    Zitat 2:
    „Jede Tabelle und jede Rangliste ist immer eine Momentaufnahme“

    Zitat 3:
    „Sowohl die Tabelle, wie auch die Weltrangliste spiegeln natürlich immer einen Zeitraum wider“

    Zitat 4:
    „die Rangliste [ist] eine fortlaufende Betrachtung.“

    Zitat 5:
    „Auch eine WM ist eine Momentaufnahme. Die Weltrangliste hingegen spiegelt eine Entwicklung wider.“

    no comment

    (-5) 9 Gesamt – 2 hoch – 7 runter
  • Zaunreiter sagt:

    Bernd, wenn deine „Friede-Freude-Eierkuchen-Welt“ eine Scheibe sein soll, ist das so. Wenn sie ein Geoid sein soll, dann auch.

    Aber du hast mich schon verstanden. Ich wollte dir aufzeigen, was man so von dir beobachten kann, wie du Leute auf Unwichtigkeiten festnageln willst, ihnen Sachen unterstellst, die sie so nicht ausgesagt haben. Oder ihnen das Wort im Mund herumdrehen willst. Bis es dir in den Kram passt.

    Aber Du weisst ja, du bist dein eigener Stern, ich bin mein eigener Stern, jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.
    Tu was du willst, Bernd.

    (-4) 18 Gesamt – 7 hoch – 11 runter
  • Bernd sagt:

    @ Fan2
    Du schreibst:
    „Es mag sein, dass diese Rangliste sich nicht zu sehr unterscheidet von der aktuellen. Wichtig ist aber, dass Deutschland hier drei Positionen niedriger steht als ursprünglich.“

    Das habe sogar ich schon festgestellt, dass Dir das sehr wichtig ist!!!

    Weiter schreibst Du:
    „Zum Nordkorea-Effekt: Man sollte einfach die Minuspunkte abschaffen, fertig!“

    Gratuliere, jetzt hast Du es anscheinend verstanden, dass eine von Dir gewünschte höhere Bewertung der WM-Spiele, den von Dir verurteilten „Nordkorea-Effekt“ nur noch verstärken würde!
    Was folgt ist ein neuer Vorschlag von Dir: „Minuspunkte abschaffen, fertig!“
    Sollte mir ja eigentlich gefallen. Nur die „positiven“ Ergebnisse zählen. Herrlich! Es gibt einfach keine Niederlagen mehr! Aber leider nur auf dem Papier! Diese Weltrangliste wäre dann allerdings weniger wert, als das Papier auf dem man sie ausdrucken würde!
    Deine Ideen werden immer lustiger! Jedes Land sollte einfach möglichst viele Spiele machen, denn Niederlagen fallen ja nicht mehr ins Gewicht! Sorry, aber für mich wäre das dann nur noch eine „Kindergarten-Weltrangliste“.

    Bevor jetzt Dein nächster Vorschlag ist, z.B. nur noch WM-Spiele zu zählen, gebe ich Dir zu Bedacht, dass die Welt nach der die Weltrangliste benannt ist, ein paar mehr Länder hat in denen Frauen Fussball spielen, als die 24 bei der WM! Diese Länder mögen Dir evtl. unbedeutend erscheinen, sind es aber für deren Bewohner mit Sicherheit nicht!

    Es würde mich freuen, wenn Du Deine diversen Vorschläge zur Verbesserung der Weltrangliste an die FIFA schicken könntest.
    Du darfst auch schreiben, dass es besonders wichtig ist, dass Deutschland dann drei Plätze schlechter steht!
    Wenn die nur halb soviel Freude daran haben wie ich, hast Du auf jeden Fall einen guten Zweck erfüllt!
    Ansonsten bin ich hier für eine Rubrik:
    Fan 2 und sein Verbesserungsvorschlag des Tages!
    In freudiger Erwartung auf den nächsten Vorschlag.
    Danke Fan2, thanks for saving my day!

    (1) 11 Gesamt – 6 hoch – 5 runter
  • Bernd sagt:

    @ sonic eXTRA für Dich!
    Danke für meine Zitate (without comment)

    Zitat 1:
    „Die Weltrangliste spiegelt natürlich den aktuellen Stand wieder.“

    Stimmt, es sei denn Du nimmst eine Weltrangliste aus früheren Jahren.

    Zitat 2:
    „Jede Tabelle und jede Rangliste ist immer eine Momentaufnahme“

    Stimmt, denn beides ist veränderlich, es sei denn Du nimmst Tabellen oder Ranglisten der Vergangenheit!

    Zitat 3:
    „Sowohl die Tabelle, wie auch die Weltrangliste spiegeln natürlich immer einen Zeitraum wider“

    Stimmt, das macht sogar ein Spiel. Nach Herberger sind das 90 Minuten, aber manchmal geht es auch etwas länger.

    Zitat 4:
    „die Rangliste [ist] eine fortlaufende Betrachtung.“

    Zitier noch mal bitte den ganzen Satz ohne etwas hinzuzufügen, dann erkläre ich ihn Dir sehr gerne!

    Zitat 5:
    „Auch eine WM ist eine Momentaufnahme. Die Weltrangliste hingegen spiegelt eine Entwicklung wider.“

    Stimmt, die WM gibt die Ergebnisse eines kurzen Zeitraums von einigen Teams der Welt wieder. Die Weltrangliste spiegelt die Entwicklung aller Frauenfussballnationen!

    my comment
    Siehst Du sonic, das ist doch garnicht so schwer zu verstehen!
    Traue ich Dir durchaus zu, so Du denn überhaupt möchtest?

    (1) 11 Gesamt – 6 hoch – 5 runter
  • Bernd sagt:

    @ Zaunreiter
    „Aber Du weisst ja, du bist dein eigener Stern, ich bin mein eigener Stern, jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.“

    Da stimme ich Dir zu!

    „Tu was du willst, Bernd.“

    Gerne doch! Du auch!

    (-1) 9 Gesamt – 4 hoch – 5 runter
  • sonic sagt:

    @Bernd

    „Merkst Du Deine eigenen Widersprüche eigentlich nicht?“

    (1) 13 Gesamt – 7 hoch – 6 runter
  • Zaunreiter sagt:

    Erwischt…

    @sonic: Die will er doch hier nicht zugeben…

    Aber nun zu etwas völlig anderem:

    „Bei der Geburt getrennt“
    https://twitter.com/cruzouegol1/status/1151507326622470144

    (0) 10 Gesamt – 5 hoch – 5 runter
  • Rudi sagt:

    Also für mich ist die aktuelle wahre Weltrangliste die Rangfolge bei der WM in Frankreich und da ist Deutschland zumindest nicht unter den ersten 4 Teams gelandet. Alles andere ist für mich Kokolores.

    (-2) 12 Gesamt – 5 hoch – 7 runter
  • FFFan sagt:

    @ Fan2:

    Erstmal danke dafür, dass du dich sachlich mit der Thematik auseinandersetzt und dich um konstruktive Vorschläge zur Reformierung der Rangliste bemühst. Allerdings zielen diese meiner Meinung nach in eine falsche Richtung.
    Damit die Diskussion nicht zu ‚kleinteilig‘ wird, gehe ich nicht einzeln auf jeden deiner Punkte ein, sondern konzentriere mich auf die zuletzt aufgestellten Thesen:

    „Die Funktion einer Weltrangliste sollte meines Erachtens sein, die aktuelle Leistungsstärke zu repräsentieren, nicht die historische.“

    –> Ganz genau! Ich kenne kein Verfahren, das dafür besser geeignet wäre als das hier verwendete „Elo-System“. Im Detail kann man sicherlich über Verbesserungen nachdenken (z.B. erscheint mir die Bewertung des Heimvorteils etwas hoch angesetzt), aber grundsätzlich würde ich an der Berechnungsmethode nichts ändern.
    Was du als „Hauptproblem“ empfindest, ist in Wirklichkeit die große Stärke dieser Methode: alle Länderspielergebnisse seit 1971 fließen in die Bewertung ein. Dabei nimmt der Einfluss älterer Ergebnisse kontinuierlich ab, ohne dass diese formal ‚gestrichen‘ werden müssen. Durch die Anpassung der Wertungszahl nach oben oder unten (je nachdem ob das Spielergebnis über oder unter der statistischen Erwartung liegt) spiegelt die Rangliste nicht nur einen „historischen“ Leistungsstand, sondern folgt der jeweils aktuellen Leistungsentwicklung, selbstverständlich mit einer gewissen ‚Trägheit‘, aber die ist auch notwendig, denn zu große Ausschläge nach oben oder unten infolge einzelner Spielergebnisse wären gerade nicht repräsentativ!
    Trotzdem -das sei an dieser Stelle nochmals betont- liefert die Rangliste natürlich nur einen groben Anhaltspunkt für das Stärkeverhältnis der einzelnen Teams zueinander; Fußball ist nun mal keine exakte Naturwissenschaft (wie mal ein großer Trainer gesagt hat).

    „Die Weltrangliste sollte sich meines Erachtens nicht sonderlich von den Ergebnissen der letzten Großturniere unterscheiden. Das tut sie aber zu massiv.“

    –> Finde ich nicht. Es soll ja schon noch eine Weltrangliste sein und keine WM-Rangliste. Deshalb müssen auch die Ergebnisse der Spiele, die zwischen den Turnieren ausgetragen werden, Berücksichtigung finden. Die Spiele von WM-Endrunden und Olympischen Spielen haben bereits die höchste Gewichtung (Faktor 4) und ich sehe derzeit keine Notwendigkeit, diese noch weiter zu erhöhen.

    „Zum Nordkorea-Effekt: Man sollte einfach die Minuspunkte abschaffen, fertig! Zumindest bei WM und EM. Bei WM und EM darf es am Ende kein Vorteil sein, sich nicht quslifiziert zu haben, gegenüber einer vermeintlich schlechten Platzierung bei der WM.“

    –> Zunächst zu dem, was du „Nordkorea-Effekt“ nennst: wenn ein Team zwischen zwei Ausgaben der Weltrangliste keine Spiele austrägt, bleibt dessen Wertungszahl natürlich unverändert. Die Platzierung kann sich aber trotzdem ändern, wenn die Wertungszahl in der Rangliste benachbarter Teams steigt oder sinkt. In diesem Fall war es so, dass Brasilien und Japan Punkte verloren haben, wodurch Nordkorea zwei Plätze gutgemacht hat. Ich verstehe nicht, wieso das für dich so ein Skandal ist?! Überhaupt kein Verständnis habe ich für die Forderung, nicht qualifizierte Teams aus den Top10 zu verbannen. Länder für das Verpassen der WM-Qualifikation zusätzlich zu bestrafen ist nicht Aufgabe der Rangliste und würde diese nur verfälschen! (Übrigens: die Gründe, warum sich Nordkorea nicht für die WM 2019 qualifiziert hat, reichen bis ins Jahr 2011 zurück; Einzelheiten dazu würden hier den Rahmen sprengen, falls es dich interessiert, kannst du sie mit geringem Aufwand selbst recherchieren. Jedenfalls bedeutet die Nichtqualifikation nicht, dass Nordkorea schwächer einzuschätzen ist als z.B. Thailand.)
    Spätestens bei der Olympia-Qualifikation Anfang 2020 wird sich zeigen, ob Nordkorea seine Wertungszahl bestätigen kann.

    Minuspunkte abzuschaffen wäre ebenfalls keine gute Idee, jedenfalls solange man am „Elo-System“ festhält. Die Rangliste würde dadurch verzerrt, Mannschaften, die viele Spiele austragen, wären über-, andere unterbewertet.

    Überhaupt ist die Weltrangliste längst nicht so „statisch“ und „unflexibel“ wie von dir befürchtet. Schau dir mal an, wo die Niederlande vor drei Jahren standen und wo sie heute stehen – sind das etwa „Mini-Schritte“??

    Zu guter Letzt: dir geht es ja anscheinend (auch) darum, dass die deutsche Mannschaft zu gut wegkommt. Dann solltest du mal das ‚Kleingedruckte‘ lesen, d.h. nicht nur auf die Platzierung schauen, sondern auch auf die Punktzahl. Vor vier Jahren Platz 2 mit 2115 Punkten, heute immer noch Platz 2, aber mit nur noch 2059 Punkten. Der ‚Niedergang‘ des deutschen Frauenfußballs lässt sich also sogar an der Weltrangliste ablesen! 😉

    (15) 17 Gesamt – 16 hoch – 1 runter
  • Bernd sagt:

    @FFFan
    Sehr wohltuend zu sehen, dass Du die Weltrangliste, die Kriterien für diese Liste, die Zusammenhänge und das System komplett verstanden hast!
    Zudem sehr gut formuliert! Danke!
    Freut mich sehr! Verstehe auch was Du mit der zu starken Bewertung des Heimvorteils meinst, aber anscheinend entspricht das der Auswerung der bisherigen Resultate.

    (7) 9 Gesamt – 8 hoch – 1 runter
  • Fan2 sagt:

    @FFFan: Ich sehe es nicht so, dass der Einfluss der älteren Ergebnisse abnimmt. Im Gegenteil: Es sind gerade diese Ergebnisse, die den Missstand der Weltrangliste manifestieren.

    Dass es eine gewisse Trägheit gibt, ist durchaus in Ordnung, aber die derzeitige Trägheit ist viel zu groß.

    Ursprünglich ging es hier um ein Thema: Dass Deutschland weit davon entfernt ist, zu den Top4 Teams der Weltrangliste zu gehören. Auch wenn die Weltrangliste da etwas langsam ist, so wäre es nach all den Diskussionen mal an der Zeit, das einzugestehen!!!

    (-8) 12 Gesamt – 2 hoch – 10 runter
  • FFFan sagt:

    @ Fan2:
    „Ich sehe es nicht so, dass der Einfluss der älteren Ergebnisse abnimmt.“

    Ist aber so. Die Weltrangliste hat nicht den Charakter einer „ewigen Tabelle“!

    Zur generellen Funktionsweise des Elo-Wertungssystems:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Elo-Zahl

    @ Bernd:

    Danke fürs Feedback!
    Zum Heimvorteil: die FIFA schreibt auf ihrer Website, dass die Heimmannschaften nahezu zwei Drittel der Punkte holen. Kann mir das fast nicht vorstellen, muss es aber wohl glauben.

    (5) 7 Gesamt – 6 hoch – 1 runter

Kommentar schreiben

Bundesliga 2019/20
16.08.19 18.30 Uhr 1. FFC Frankfurt 3 Turbine Potsdam 2 17.08.19 13.00 Uhr FF USV Jena 1 TSG Hoffenheim 6 17.08.19 13.00 Uhr SC Freiburg 1 Bayern München 3 18.08.19 14.00 Uhr 1. FC Köln 2 MSV Duisburg 1 18.08.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg 1 SC Sand 0 18.08.19 14.00 Uhr SGS Essen 3 Bayer Leverkusen 1 23.08.19 19.15 Uhr Bayern München 1. FFC Frankfurt 24.08.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim 1. FC Köln 25.08.19 14.00 Uhr MSV Duisburg VfL Wolfsburg 25.08.19 14.00 Uhr SC Sand SGS Essen 25.08.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam FF USV Jena 25.08.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SC Freiburg 13.09.19 19.15 Uhr 1. FC Köln Turbine Potsdam 15.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg TSG Hoffenheim 15.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg SC Sand 15.09.19 14.00 Uhr Bayern München Bayer Leverkusen 15.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt FF USV Jena 15.09.19 14.00 Uhr SGS Essen MSV Duisburg 20.09.19 19.15 Uhr TSG Hoffenheim SGS Essen 21.09.19 13.00 Uhr Turbine Potsdam VfL Wolfsburg 22.09.19 14.00 Uhr SC Sand Bayern München 22.09.19 14.00 Uhr FF USV Jena 1. FC Köln 22.09.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen 1. FFC Frankfurt 22.09.19 14.00 Uhr MSV Duisburg SC Freiburg 27.09.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen SC Sand 28.09.19 13.00 Uhr SGS Essen Turbine Potsdam 29.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt 1. FC Köln 29.09.19 14.00 Uhr Bayern München MSV Duisburg 29.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg TSG Hoffenheim 29.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg FF USV Jena 11.10.19 19.15 Uhr 1. FC Köln VfL Wolfsburg 12.10.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim Bayern München 13.10.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FFC Frankfurt 13.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena SGS Essen 13.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg Bayer Leverkusen 13.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam SC Freiburg 18.10.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen TSG Hoffenheim 20.10.19 14.00 Uhr SC Sand MSV Duisburg 20.10.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt VfL Wolfsburg 20.10.19 14.00 Uhr SC Freiburg FF USV Jena 20.10.19 14.00 Uhr SGS Essen 1. FC Köln 20.10.19 14.00 Uhr Bayern München Turbine Potsdam 27.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena Bayern München 27.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FFC Frankfurt 27.10.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg SGS Essen 27.10.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim SC Sand 27.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam Bayer Leverkusen 27.10.19 14.00 Uhr 1. FC Köln SC Freiburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayern München 1. FC Köln 03.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt SGS Essen 03.11.19 14.00 Uhr SC Freiburg VfL Wolfsburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen FF USV Jena 03.11.19 14.00 Uhr SC Sand Turbine Potsdam 03.11.19 14.00 Uhr MSV Duisburg TSG Hoffenheim 23.11.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg Bayern München 23.11.19 14.00 Uhr SGS Essen SC Freiburg 23.11.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam MSV Duisburg 23.11.19 14.00 Uhr 1. FC Köln Bayer Leverkusen 23.11.19 14.00 Uhr FF USV Jena SC Sand 23.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt TSG Hoffenheim 01.12.19 14.00 Uhr SC Freiburg 1. FFC Frankfurt 01.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen VfL Wolfsburg 01.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim Turbine Potsdam 01.12.19 14.00 Uhr Bayern München SGS Essen 01.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg FF USV Jena 01.12.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim FF USV Jena 08.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam 1. FFC Frankfurt 08.12.19 14.00 Uhr Bayern München SC Freiburg 08.12.19 14.00 Uhr SC Sand VfL Wolfsburg 08.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SGS Essen