WM-Bilanz: Gestiegenes Niveau, zunehmende Politisierung

Von am 8. Juli 2019 – 13.02 Uhr 158 Kommentare

Die achte Frauenfußball-WM ist am Sonntag in Lyon mit dem Titelgewinn der favorisierten USA zu Ende gegangen. Zum Ausklang einer sportlich guten WM stand aber nicht der Sport, sondern einmal mehr das Thema gerechte Bezahlung im Mittelpunkt.

Logo der FIFA Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich

Logo der FIFA Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich © FIFA

Das hatten sich FIFA-Präsident Gianni Infantino und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron wohl anders vorgestellt. Erst mussten sie beim Einlauf ins Stade de Lyon die ohrenbetäubenden Pfiffe der vorwiegend amerikanischen unter den 57.900 Zuschauern ertragen und dann sah sich Infantino vor der Siegerehrung auch noch „Equal Pay“-Sprechchören von den Rängen ausgesetzt.

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Kampf um Gleichbehandlung

Hintergrund sind einerseits die Ungleichbehandlung von Fußballerinnen und Fußballern seitens des Weltverbands, der für das Turnier in Frankreich ein Gesamtpreisgeld von rund 30 Mio. Euro ausschüttete, während bei der Männer-WM in Russland allein Weltmeister bereits 38 Mio. Euro bekam. Zudem haben 28 amerikanischen Nationalspielerinnen im März eine Klage gegen den US-Verband wegen Diskriminierung eingereicht, in der sie um gleiche Bezahlung kämpfen. Der bezahlt nämlich seinen deutlich weniger erfolgreichen Männern mehr Geld. Auch die DFB-Frauen hätten im Falle eines Titelgewinns 275.000 Euro weniger Geld als die Männer bei der WM 2018 in Russland erhalten.

Megan Rapinoe und Alex Morgan jubeln

Megan Rapinoe (re.) brachte mit dem ersten in einem WM-Finale verwandelten Elfmeter ihr Team auf Kurs © imago / PA Images

Megan Rapinoe als Vorreiterin

Als Vorreiterin dieser Bewegung gilt US-Star Megan Rapinoe, der neben starken Worten außerhalb des Platzes auch auf dem Rasen eine Klasse für sich war. Die zur Besten Spielerin der WM gekürte 34-Jährige, die zugleich dank ihres Treffers beim 2:0-Sieg gegen die Niederlande im Finale Beste Torschützin des Turniers wurde, nutzt ihre starke Position mit überbordendem Selbstbewusstsein und gewinnendem Lächeln zur Verbreitung ihrer Botschaft und den Kampf um mehr Gerechtigkeit. „Wir haben jetzt lange genug geredet, es ist an der Zeit Taten folgen zu lassen.“ Sie forderte die FIFA während des Turniers in mehreren Pressekonferenzen auf, mehr für die Entwicklung des weltweiten Fußballs, die Verbesserung der Infrastruktur und der Ligen zu unternehmen. „Unser Team ist im Begriff, die Welt um sich herum zu verändern, das ist unglaublich“, frohlockte Rapinoe nach dem Titelgewinn.

Starke Worte, starke Taten

Vor dem WM-Achtelfinale gegen Spanien hatte sie Schlagzeilen mit ihrer Ankündigung gemacht, bei einem Titelgewinn nicht ins „Fucking White House“ zu gehen. US-Präsident Donald Trump antwortete prompt mit einem Stakkato aus mehreren Tweets, Rapinoe möge erst einmal den Titel holen und Respekt vor Flagge und Hymne zeigen. Rapinoe ließ sich nicht beeindrucken und lief unter dem öffentlichen Druck und wachsender Erwartungshaltung erst richtig zur Höchstleistung auf. Das hinterließ offenbar auch Eindruck bei der FIFA: Infantino kündigte zwei Tage vor dem Finale eine Verdoppelung des Preisgelds für die WM 2023 an und plant eine Aufstockung des Teilnehmerfelds auf 32 Teams.

Sportlich gut, aber wenig Überraschungen

Rein sportlich war das Turnier trotz seines vorhersehbaren Siegers und nur wenigen Überraschungen durchaus dazu geeignet, den Forderungen der Fußballerinnen Nachdruck zu verleihen. Denn Highlight-Spiele wie das weltweit stark beachtete Duell zwischen den USA und Gastgeber Frankreich oder das US-Halbfinale gegen England lieferten genauso hochklassigen Sport wie etwa das Achtelfinale zwischen Australien und Norwegen. Neben dem WM-Sieg der USA waren auch der Finaleinzug von Europameister Niederlande sowie der starke Auftritt Englands mit seiner fortschreitenden Professionalisierung keine Überraschung. Einzig den dritten Platz Schwedens mit einer kompakten, aber doch recht unattraktiven Spielweise dürften nicht alle auf dem Zettel gehabt haben. Zu den positiven Überraschungen des Turniers gehörte Italien, das erst im Viertelfinale gestoppt wurde. Und auch Spanien deutete trotz des frühen Achtelfinal-Ausscheidens gegen Weltmeister USA an, in den kommenden Jahren zum direkten Angriff auf die Spitze zu blasen.

China und Japan enttäuschen

Zu den Verlierern des Turniers gehörten dagegen die asiatischen Mannschaften. China verabschiedete sich erstmals bei einer WM bereits im Achtelfinale, Japan schied ebenfalls gleich zu Beginn der K.-o.-Runde aus und zeigte nur eine Halbzeit lang gegen die Niederlande seinen gefürchteten Kombinationsfußball. Doch in beiden Ländern hat man die Zeichen der Zeit erkannt. So planen China ab 2020 bzw. Japan ab 2021 die Einführung einer Profiliga, Alibaba-Gründer Jack Ma will den Frauenfußball in seinem Heimatland China in den kommenden zehn Jahren mit rund 130 Millionen Euro unterstützen. Noch größer ist der Rückstand der südamerikanischen Teams. Einzig Brasilien war in der Lage, seine Gegner auch offensiv zu fordern, wie etwa im etwas unglücklich verlorenen Achtelfinale gegen Frankreich. Das Land wird aber in den kommenden Jahren den Nachwuchs stärker fördern müssen, wie auch Marta in ihrem flammenden, emotionalen Appell nach dem WM-Aus klar machte. Argentinien und Chile haben zwar gelernt, zu verteidigen und stellten in Vanina Correa und Christiane Endler zwei der besten Torhüterinnen des Turniers, doch offensiv blieben beide Teams harmlos. Alle 24 Teams zeigten sich in puncto Athletik, Technik und Taktik verbessert, doch Topteams wie die USA, Niederlande oder England haben ihre führende Position weiter zementiert.

Die Erlösung: Giulia Gwinn (Mi.) erzielt den Siegtreffer gegen China © imago / HMB-Media

DFB: Konzepte statt Lippenbekenntnisse gefragt

Auch der DFB wird in den kommenden Jahren vergrößerte Anstrengungen unternehmen müssen, um nach dem Viertelfinal-Aus gegen Schweden nicht weiter den Anschluss an die Weltspitze zu verpassen. So gilt es, nicht nur grundsätzliche Dinge, wie die systematische Talentsichtung, die Trainerausbildung oder die Spielplangestaltung der Bundesliga zu optimieren. Darüber kann auch die Auszeichnung von Giulia Gwinn zur besten jungen Spielerin des Turniers nicht hinwegtäuschen. Es werden Verband, Bundesligateams und Spielerinnen gleichermaßen gefragt sein, ihren Sport mit einer größeren Ernsthaftigkeit in die Öffentlichkeit zu tragen. Konzepte müssen Lippenbekenntnisse ersetzen. Dazu wird es auch gehören, mit hartnäckiger Überzeugungskraft um mehr TV-Übertragungen bei den Fernsehsendern zu werben, die Medien besser mit Informationen zu versorgen und nicht wie in der Vergangenheit, Chancen zu verpassen. So blieb etwa während der WM in Frankreich der neue Bundesligasponsor Flyeralarm in Sachen Frauenfußball stumm, anstatt die Gelegenheit zu nutzen, Werbung in eigener Sache für die am 16. August beginnende Bundesligasaison zu betreiben.

Noch keine Tickets für EM-Quali

Und auch die Spielerinnen werden sich ihrem Sport mit noch größerer Verve verschreiben und auch öffentlich mit mehr Nachdruck Stellung beziehen müssen, um den Frauenfußball anzuschieben. Es gilt nicht zwangsläufig, nach deutschen Megan Rapinoes, Ada Hegerbergs oder Pernille Harders Ausschau zu halten, aber ein bisschen meinungsstärker dürften auch die DFB-Spielerinnen öffentlich auftreten. Doch es scheint erst einmal unverändert weiter zu gehen: Am 31. August tritt die DFB-Elf in Kassel zu ihrem ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro an. Tickets kann man für die Partie bisher nicht kaufen. Anders als in England, wo etwa für das Duell gegen Deutschland in Wembley am 9. November der Vorverkauf längst läuft und bereits über 20.000 Tickets abgesetzt wurden. Und auch für das erste EM-Quali-Heimspiel des WM-Dritten Schweden gegen die Slowakei am 8. Oktober in Göteborg hat der Ticketvorverkauf längst begonnen.

Statistiken zum Turnier

Zuschauerzahl: 1,13 Mio.
Zuschauerschnitt/Spiel: 21.756
Tore: 146
Tore/Schnitt: 2,81
Meiste Tore: 26 (USA)
Wenigste Tore: 1 (China, Jamaika, Südkorea, Neuseeland, Südafrika, Thailand)
Meiste Gegentore: 20 (Thailand)
Wenigste Gegentore: 2 (Deutschland)
Elfmeter: 26 (18 verwandelt, 8 verschossen)
Eigentore: 8
Tore durch Einwechselspielerinnen: 12 von 146 (8,22%)
Beste Torschützinnen: 6 (Megan Rapinoe, Alex Morgan, Ellen White)
Jüngste Torschützin: 19 Jahre, 11 Monate, 6 Tage (Giulia Gwinn am 8. Juni beim 1:0-Sieg gegen China)
Schnellstes Tor: 2 Minuten, 10 Sekunden (Jill Scott am 27. Juni beim 3:0-Sieg gegen England)
Höchster Sieg: 13:0 (USA gegen Thailand am 11. Juni)

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

158 Kommentare »

  • sonic sagt:

    @Bernd

    „Lieber lebe ich in einer Friede-Freude-Eierkuchen-Welt, als in einer Krieg-Ärger-Kotzkuchen-Welt! Man muss wahrlich nicht alles schön reden, aber bei der pauschalen Kritik gegen Alles und Jedes ist es mir wichtig mal mehr Realität in die Debatten zu bringen.“

    Es wurde gar nicht Alles und Jedes kritisiert, sondern nur konkret die U17-Bundesliga.
    Inwiefern hast du „Realität“ in die Debatte um die U17-Bundesliga gebracht? Zur U17-Bundesliga hast du substantiell gar nichts geschrieben. Kein Argument, nichts konstruktives, nichts sachliches, nicht mal etwas unsachliches. Wenn ich da was übersehen haben sollte, bitte ich um einen Verweis auf den entsprechenden Kommentar.

    Ein Teil der Realität ist, dass die U17-Mädchen die EM gewonnen haben. Der andere Teil ist, dass die U17-Bundesliga dazu nicht viel beigetragen hat.

    „Im Gegensatz zu Dir habe ich mich informiert und es ist wissenschaftlich erwiesen, dass positives Denken weitaus erfolgreicher ist, als ständig das Negative zu betonen.“

    Wie kommst du darauf, dass mir das nicht bekannt wäre oder ich mich darüber nicht informiert hätte? Zu diesem Thema habe ich mich hier doch mit keiner Silbe geäußert! Immer wieder interessant, was einem andere so unterschieben wollen. Das optimistische, problemlösungsorientierte Sichtweisen hilfreich sein können, ist mir bekannt und ich habe auch nichts Gegenteiliges behauptet. (Das „positive Denken“ als esoterische Methode, wie in verschiedensten Ratgebern zu finden, wird von Psychologen hingegen ausgesprochen kritisch gesehen. Aber ich gehe davon aus, dass du das hier nicht propagieren wolltest.) Nur muss positives Denken mit kritischem Denken und mit Selbstdenken gepaart werden. Also nicht „Alles ist super!“, sondern „Wir haben Schwächen und wir haben Stärken! Wie können wir unsere Schwächen abbauen und unsere Stärken ausbauen?“.

    Konkret am Beispiel U17:
    Nicht: „Wir sind EM! Alles super!“,
    sondern „Super, wir sind EM! Aber die der U17-Bundesliga hat zu wenig zu diesem Erfolg beigetragen; das Niveau ist nicht so hoch, wie bei ihrer Einführung erhofft. Wie können wir das Niveau steigern? Oder müssen wir ganz andere Wege gehen, um unsere B-Juniorinnen optimal zu fordern und zu fördern?“

    „Bei der Rangliste zählen aber schließlich die Ergebnisse und nichts anderes!“

    Richtig! Nur schauen eben nicht Ranglisten die Spiele, sondern Menschen! Und diese sehen, dass die Ergebnisse, die zum Teil sehr gut waren (EM 2013, OS 2016), mit unansehnlichem Rumpelfußball zustande gekommen sind. Sie sehen die technischen, taktischen und psychischen Schwächen, sie sehen, dass der athletische Vorteil, von dem die deutsche Mannschaft lange Zeit profitierte, aufgebraucht ist und andere Mannschaften in allen Bereichen auf- und überholen.
    Aber vielleicht sollte ich mir die Spiele nicht mehr ansehen und mir nur die gerahmte Weltrangliste an die Wand hängen.

    Sie sehen Entwicklung bei anderen Nationen (auf dem Platz und neben dem Platz) und Stagnation in Deutschland. Es ist richtig, dass es leichter ist aufzuholen als Fortschritte in der Spitze zu machen. Aber es geht, wie die USA eindrücklich gezeigt haben.
    Für all diese Entwicklungen gibt es Ursachen, andere Verbände haben bei tendenziell schlechteren Ausgangssituationen und Bedingungen Dinge offenbar besser gemacht. Diese Ursachen gilt es zu analysieren, zu benennen, zu beheben bzw. zu übernehmen. Ein „Wir sind Weltranglistenzweiter! Alles Super! (naja, die Eintrittspreise sind vielleicht ein bisschen hoch)“ reicht mMn nicht.

    Niemand hier hat gefordert, dass Deutschland immer WM werden muss. (btw: Ob man in Deutschland eigentlich eine Diskussion ohne Nazivergleich führen kann?)

    Wenn die deutsche Mannschaft gut und überzeugend spielt und gegen ein anderes Team ausscheidet, ist das ok. Wenn sie aber schlecht spielt, nicht überzeugt und dann auch noch das Ergebnis nicht stimmt, müssen alle Verantwortlichen mit Kritik leben.

    Ich denke, die Kritik ist so vehement, weil der Eindruck besteht, dass aus den gegebenen enormen Möglichkeiten in Deutschland weder Verband, noch Trainer oder Spielerinnen annähernd das Optimum herausholen und das seit nunmehr fast 10 Jahren. Dafür gibt es verschiedenste Ursachen, aber man muss sie ansprechen. Bei anderen Nationen (Norwegen, Schweden, Niederlande, England, Schottland, Kamerun, Nigeria, Südafrika, Argentinien, Chile) habe ich diesen Eindruck nicht. Unter den gegebenen Voraussetzungen geht dort einfach kaum mehr.

    „Sorry sonic, aber eine Weltrangliste ist ein tatsächlicher Vergleich der Frauenfussballnationen und nicht die der teils sehr schrägen Argumente, die keinerlei Überprüfung standhalten und sich oftmals dazu noch gegenseitig widersprechen.“

    Sorry Bernd, ich habe keine Ahnung, worauf du anspielst. Weder hatte ich mich zur Weltrangliste geäußert, noch irgendwelche Argumente zum Vergleich der Frauenfußballnationen geliefert. Bitte konkretisieren!

    „Dafür ist klar auch der DFB verantwortlich, aber eben nicht pauschal für Alles!“

    Wer hat denn geschrieben, dass der DFB für alles verantwortlich ist? Da hätte ich gern erstmal eine Quelle.

    Der DFB ist primär verantwortlich für die Nationalmannschaften (Stadien, Eintrittspreisen, Ansetzungszeiten / Termine, Vermarktung, Trainer / Personal, Bezahlung / Prämien, Lehrgänge, Gleichstellungspolitik, Finanzen), für den Ligabetrieb (1./2. BL, U17-BL, Termine / Ansetzungszeiten, Vermarktung, z.T. Finanzen), die Trainerausbildung und das Schiedsrichterwesen, oder?

    Wo und von wem wurde der DFB für etwas kritisiert, wofür er nicht verantwortlich wäre? (Ich würde das gerne konkret diskutieren und nicht so pauschal ohne Roß und Reiter zu kennen.)

    Wenn es um das Verteilen pauschaler Kritik geht, bist du ja momentan auch nicht gerade geizig. Aber vielleicht ist das ja mit den Kommentatoren wie mit den Schiedsrichtern auf dem Platz. Alle geben ihr Bestes.

    (2) 12 Gesamt – 7 hoch – 5 runter
  • Rudi sagt:

    Fan 2,
    kannst du mir jetzt sagen unter welchen Kriterien diese sogenannte FIFA-Weltrangliste entsteht. Ich hab mich auch gewundert dass Deutschland hier noch die Nummer 2 ist, obwohl bei der EM 2017 und jetzt bei dieser WM im Viertelfinale „Feierabend“ war. Bei der U17 bin auch bei weitgehendst deiner Meinung und sehe diese Liga sehr kritisch. Aber was soll hier die Alternative sein? U19, U20 oder generell nur bei den Männern mitspielen?

    (1) 1 Gesamt – 1 hoch – 0 runter
  • Markus Juchem sagt:

    @Rudi: Viel Spaß! 😉
    https://de.wikipedia.org/wiki/FIFA-Weltrangliste#Berechnung

    (4) 4 Gesamt – 4 hoch – 0 runter
  • Bernd sagt:

    @ sonic
    Schorchel erinnerte sich daran, dass das deutsche Team deutlich älter war, als das schwedische Team und lag falsch!
    Du erinnerst Dich dunkel daran, dass sich eine DFB-Nachwuchstrainerin kritisch zum Leistungsvermögen der U17 geäußert hat. Leider sind diese dunklen Erinnerungen in diesem Forum sehr oft falsch. Es wird oft damit versucht falsche Annahmen durch scheinbar „kompetente“ Personen zu belegen. Es wäre daher sehr nett, wenn Du Deine dunklen Erinnerungen zuvor überprüfen könntest. Wie Du selbst schreibst, es ist besser sich vorher zu informieren!

    @ Rudi
    Schaust Du hier:
    https://de.fifa.com/fifa-world-ranking/procedure/women
    https://de.fifa.com/fifa-world-ranking/ranking-table/women/

    @ Fan2
    „Es ist hinlänglich bekannt, dass die Weltrangliste nach einem Konstrukt berechnet ist, das höchst ungeeignet ist, die tatsächliche Qualität abzubilden.“

    Sorry Fan2/sheldon , aber wem sollte etwas hinlänglich bekannt sein, was überhaupt nicht stimmt? Begründe doch mal bitte warum die Weltrangliste nicht zutreffend sein sollte? Hast Du Dich mit dem Verfahren überhaupt schon einmal beschäftigt? Das hinter den klar vorne liegenden USA die Teams näher zusammengerckt sind habe ich bereits geschrieben! Ist das etwa unrealistisch?
    Der eine schreibt, „das Reservoir über das die Bundestrainerin verfügt ist schier unerschöpflich“. Du schreibst, von 23 gerade so zusammen bekommenen Spielerinnnen. Beides ist absolut falsch!
    Was Du ansonsten als Realismus beschreibst ist Deine ganz persönliche Spekulation! Realismus ist z.B. die aktuelle Weltrangliste. Du bist leider, weder ein Träumer noch ein Realist, sondern ein Verdreher von Tatsachen und richtest das was Du schreibst sehr nach Deinen persönlichen Wunschgedanken aus. Da hat Altwolf schon sehr Recht, z.B. in puncto Wolfsburg oder Frauenfussball schlechthin. Von wegen kein Schlechtredner, ich kenne keinen der über den Frauenfussball hier negativer schreibt als Du, weshalb ich mich schon oft gefragt habe, ob es nichts gibt was Dir irgendwie Freude macht!? Von dem was Du ansonsten schreibst sind soviele Details falsche Behautungen, dass es mir zuviel Mühe macht dies im einzelnen darzulegen. Den Faktencheck kannst du gerne selbst mal machen! Aber wenn Du die Weltrangliste schon anzweifelst, glaube ich kaum, dass es Dir überhaupt um Fakten geht.

    Im übrigen, ist Dir eigentlich aufgefallen, dass nachdem Du die Weltrangliste als höchst ungeeignet bezeichnet hast, Du danach selbst mit den Punkten der Weltrangliste argumentierst?
    Typisch Fan2, mit einer derartigen Argumentation widersprichst Du Dir selbst. Nenne mir doch mal eine Liste, ausser Deiner subjektiven persönlichen, welche die Weltrangliste besser widerspiegelt. Die schaue ich mir dann sehr gerne mal an und werde sie vergleichen! Oder zählt für Dich einzig und allein Deine persönliche Meinung?

    (7) 13 Gesamt – 10 hoch – 3 runter
  • FFFan sagt:

    @ sonic:
    „Dunkel erinnere ich mich, dass sich selbst eine der DFB-Nachwuchstrainerinnen kritisch zum Niveau der U17-Bundesliga geäußert hat.“

    Das war Anouschka Bernhard in einem Interview bei DFB-TV.
    Kritisch ja, aber nicht in dem Sinne, dass man die Liga „plattmachen“ solle. Sie meinte lediglich, dass eine U17-Nationalspielerin schon über das Niveau der B-Juniorinnen-Bundesliga hinaus sein müsse.

    (6) 6 Gesamt – 6 hoch – 0 runter
  • Bernd sagt:

    @ sonic
    Danke für Deine differenzierte Antwort! In weiten Teilen gebe ich Dir Recht. Auf Alles einzugehen, würde hier zu weit führen, mache ich aber gerne mit Dir im persönlichen Gespräch.
    Ein Fehler von mir war sicherlich, dass ich nicht klar zwischen Deinen Äusserungen und der allgemeinen Kritik, bzw. negativen Bemerkungen unterschieden habe! Einiges was Du auf Dich bezogen hast, war nicht auf Dich bezogen. Dass es für Deutschland immer um den WM-Titel gehen muss habe ich heute erst in einem der Beiträge von jemand anderem gelesen. Da ich kurz zuvor einiges über die Entwicklung des DFB gelesen hatte, kam mir beim lesen des Beitrags die dunkle Zeit in unserer Geschichte wieder in den Sinn, da es dort auch solche Parolen beim DFB gab.
    Für was der DFB hier im Forum alles verantwortlich gemacht wird, hast Du sicherlich auch gelesen. Da sind Sachen dabei, mit denen hat der DFB tatsächlich nichts zu tun. Zudem wird doch nicht jeder gleich inkompetent, sobald er für den DFB arbeitet, oder dort ausgebildet wird. Wenn es nach diesem Forum geht, bringt der DFB aber anscheinend nichts positives zustande. Gerne lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen, wenn irgendwo hier im Forum Andere etwas positives über den DFB geschrieben haben. Wenn beim Spielplan vom DFB schon jemand am liebsten k….. möchte, dann ist mir das einfach zuviel des Guten.
    Zum anderen glaube ich, dass die Erwartungen tatsächlich zu hoch sind. Die Erfolge der Vergangenheit haben diese Erwartungen entstehen lassen. Die Bedingungen haben sich allerdings in den letzten Jahren verändert. Für reine Frauenfussballclubs wird es tatsächlich immer schwerer mit den „global playern“ mitzuhalten.
    Das Geld was diese Vereine locker investieren können, geht bei den reinen Frauenclubs natürlich nicht. Wenn dann Arsenal, Chelsea, Paris, Lyon, Madrid, Barcelona usw. immer stärker werden ist das kein Zufall. Wenn andere Länder im Frauenfussball aufschliessen ist das völlig normal. Das andere Ligen besser werden ist auch kein Zufall, wenn die grossen Vereine in den Frauenfussball investieren. Die Weltrangliste spiegelt das Zusammenrücken sehr gut wieder. Ich weiß nicht wieviele Mädels in den USA Fussball spielen, aber die haben nun mal auch ein paar mehr. Rein statistisch ist es schon nicht ungewöhnlich, dass es dann auch ein paar Supertalente mehr gibt. Erfolg ist vergänglich! Egal ob im Tennis, im Handball, im Eishockey, in der Formel 1, oder im Radfahren, usw., überall gab es erfolgreiche Zeiten und schlechte Phasen. Alles kein Drama, wer von uns war im eigenen immer nur erfolgreich!
    Bei uns wird sogar nach dem Olympiasieg noch Rumpelfussball beklagt. Selbst bei maximalem Erfolg wird immer etwas zum kritisieren gefunden. Da ich alleine nach Lyon gereist bin, habe ich mich mit vielen ausländischen Fans unterhalten. Den Rückhalt für das jeweilig eigene Team fand ich bemerkenswert, der Kontrast zu dem was hier so geschrieben wird empfinde ich nach wie vor als riesengroß. Frag mal die Griechen zu Ihrem EM-Sieg bei den Männern. Da beklagt sich keiner, für die war es ein Defensiv-Spektakel. Wünsche Allen einfach etwas mehr Freude am Frauenfussball. Mit einer Perspektive wie Fan2, hätte ich mir längst andere Hobbies gesucht. Freue mich schon tierisch auf die neue Saison! Das 28:0 gegen Ebnet zeigte, dass die SCF-Mädels schon wieder richtig Lust am Fussball spielen haben. Wünsche dem Team viel Erfolg, aber wenn denn der ausbleibt, werde ich sicherlich trotzdem nicht alles nur negativ sehen. Bin zuversichtlich, dass es hinter den USA an der Weltspitze weiterhin sehr spannend bleibt und freue mich daher auch umso mehr auf die Länderspiele, selbst ohne Titel. Den kann bekanntlich immer nur ein Team holen. Falsche Erfolge, wie jemand den U17-Titel von Deutschland hier nannte, gibt es für mich sowieso nicht. Letztes Jahr wurden hier im Forum die spanischen U-Teams noch hochgelobt und Spanien als das Team der Zukunft dargestellt. Den Weggang von Lena Petermann aus Potsdam habe ich auch schon früh vorhergesagt, als sie in Freiburg beim Spiel weilte, während Turbine in Sand spielte.

    (6) 12 Gesamt – 9 hoch – 3 runter
  • Rudi sagt:

    Danke Markus, hab mir das mal durch gelesen und nicht nur einmal sonders des Öfteren und dabei ist mir der Spaß vergangen. Ich rate mal einigen Protagonisten hier im Forum wie z.B. @Fan2 oder auch, sorry @Bernd, diesen Text zu lesen und vor Allem zu verstehen.

    (-3) 5 Gesamt – 1 hoch – 4 runter
  • Rudi sagt:

    @Bernd,

    @Sonic meinte höchstwahrscheinlich das Interview das Anouschka Bernhard nach dem U17 Finale letztes Jahr in Wolfsburg gab. Zufällig erinnere ich mich nicht „dunkel“ sondern exakt daran, da ich bei diesem Interview zufällig in unmittelbare Nähe es mitgehört hatte und es auch noch bei DFB-TV Übertragung ausgestrahlt wurde.
    Also sei bitte vorsichtig mit Unterstellungen, es gibt auch Leute die sich nicht nur „dunkel“ an Manches erinnern.
    Übrigens, danke für den Link zur FIFA-Rangliste. Aber hast du dir die Kriterien wie es dazu kommt durch gelesen?

    (-4) 6 Gesamt – 1 hoch – 5 runter
  • Bernd sagt:

    @ Rudi
    FFFan hat ja bereits dankenswerter Weise etwas zu dem Inhalt des Interviews an das Du Dich exakt erinnerst geschrieben. Dem habe ich nichts hinzuzufügen. In puncto Unterstellungen möchte ich Dir mitteilen, dass ich den Text bei dem Du rätst:“sorry @Bernd, diesen Text zu lesen und vor Allem zu verstehen.“
    Keine Ahnung, ob Du mir unterstellst den Text nicht gelesen und/oder nur nicht verstanden zu haben? Da kann ich Dich bezgl. der Vorsicht mit Unterstellungen nur zitieren.
    Meines Erachtens habe ich den Text nicht nur gelesen, sondern auch verstanden, auch wenn Du mir das nicht zutraust.
    Hattest Du meine links dazu gesehen? Diese Erläuterungen fand ich sehr hilfreich:
    https://de.fifa.com/fifa-world-ranking/procedure/women
    Mich hat beeeindruckt welche Gedanken man sich bei der Erstellung der Weltrangliste gemacht hatte, um ein möglichst realistisches Abbild darzustellen.
    Deshalb war ich auch über die Aussage von Fan2: „Es ist hinlänglich bekannt, dass die Weltrangliste nach einem Konstrukt berechnet ist, das höchst ungeeignet ist, die tatsächliche Qualität abzubilden“, sehr erstaunt.
    Zum einen glaube ich nicht, dass die Prozedur zur Berechnung der Weltrangliste hinlänglich bekannt ist, zum anderen hätte ich keine Idee für eine geeignetere Berechnung.

    (7) 11 Gesamt – 9 hoch – 2 runter
  • Fan2 sagt:

    @Bernd: Der Artikel von der FIFA ist ja schön und gut, der Teufel steckt aber im Detail. So wird z.B. ein WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan mit dem gleichen Koeffizienten berechnet wie ein EM-Endspiel gegen England oder Frankreich und mit einem besseren Koeffizienten als Freundschaftsspiele wie beispielsweise Algarve-Cup o.Ä.
    Das führt z.B. mit Vorliebe dazu, dass Gastgeber einer WM oder EM aus Mangel an Pflichtspielen deutlich schlechter da stehen als sie eigentlich sein sollten.
    Bei den Männern wurde die Berechnung der Rangliste gerade aus diesem Grund geändert: Ein cleveres Team wie Polen hatte nämlich die Schwachstelle entdeckt und sich durch den Verzicht auf sämtliche Freundschaftsspiele eine bessere Platzierung erschlichen, sodass sie es sogar schafften, bei der WM als Gruppenkopf gelistet zu werden.

    Zudem wird auch zwischen den Konföderationen nicht unterschieden, was es bspw. Mannschaften wie Brasilien schwer macht, tatsächlich eine adäquate Position einzunehmen.

    So ergibt sich grundsätzlich ein durchaus verzerrtes Bild der Realität. Ich empfehle den viel exakteren und unabhängigeren Link von Wikipedia.

    Und dann noch eines: Natürlich mag es auf längeren Zeitrahmen enger zusammenrücken. Damit habe ich überhaupt kein Problem. Doch man möge sich nur mal das Tempo anschauen, mit dem sich Deutschland aus der Weltspitze verabschiedet hat. Das ist rasant.
    Und dabei sollte man eben so festhalten: Das Team, was uns am allerschnellsten überflügelt hat, verfügt nicht über die beschriebenen Strukturen: Holland hat wieder eine starke eigene Liga noch haben sie große Investoren im FF. Bei Dänemark und der Schweiz ist es übrigens genauso. Bei Schweden ist es genauso.

    Zudem sollte man sagen, dass es in Frankreich und England auch schon seit Jahrzehnten Männerclubs gibt, die in den FF investieren (Lyon und Arsenal). Das ist doch eine sehr billige Ausrede. Der Unterschied ist der: Früher hat man diesen Unterschied mit Know-How und guter Jugendarbeit wegbekommen (Potsdams/Duisburg). Gegen eine hochbezahlte Lyoner Truppe mit den größten Stars gewann Potsdam 2010 mit der eigenen Jugend die CL.
    Das war schon immer der deutsche Weg. Der deutsche Weg war immer der der Ingenieure, nicht der der Investoren. Deutschland hat immer mit Wissen, nie mit Rohstoffen geglänzt.
    Dementsprechend ist der aktuelle Weg,der auf Investment und schnellen Erfolg setzt, anstatt auf Ausbildung und Nachhaltigkeit einer, den die Deutschen im Sport weder mögen noch einer, der für Deutschland auch nur annähernd erfolgversprechend ist. Denn gegen die anderen Länder (Italien, England, Frankreich, Spanien) werden sie auf diesem Weg nicht ankommen können. Das geht nur, wenn die Deutschen sich wieder auf ureigenste Stärken besinnen.

    (-2) 8 Gesamt – 3 hoch – 5 runter
  • Bernd sagt:

    @ Fan2
    „Der Artikel von der FIFA ist ja schön und gut, der Teufel steckt aber im Detail. So wird z.B. ein WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan mit dem gleichen Koeffizienten berechnet wie ein EM-Endspiel gegen England oder Frankreich und mit einem besseren Koeffizienten als Freundschaftsspiele wie beispielsweise Algarve-Cup“

    Das stimmt so nicht!
    Der Koeffizient berechnet sich doch nicht nur aus einem Faktor, sondern aus mehreren verschiedenen Faktoren. So ist es keineswegs egal ob man gegen England oder Kasachstan spielt. Die Schlüsselkriterien für die Berechnung des Koeffiezienten sind:
    Stärke der jeweiligen Teams.(Weltranglistenposition)
    Bedeutung des Spiels.
    Heim- oder Auswärtsspiel, oder in einem Drittland
    Der wichtigste Punkt ist natürlich das somit rechnerisch erwartete Spielergebnis in Relation zum tatsächlichen Spielergebnis incl. der Tordiffererenz.
    Es ist zudem nicht möglich sich durch Verzicht von Freundschaftsspielen eine bessere Position zu „Erschleichen“.
    Jedes!!! Spiel zählt und kann entweder eine Verbesserung oder Verschlechterung mit sich bringen. Wenn zwei in der Weltrangliste benachbarte Teams auf neutralem Grund Unentschieden spielen ist der Effekt natürlich sehr gering auch wenn es ein bedeutendes Spiel ist. Ein Freundschaftspiel bei dem ein Team aus den hinteren Rängen, eine Sensation gegen einen Topclub mit einem klaren Sieg einfährt, hat dementsprechend auch einen deutlich stärkeren Effekt. Das bei Freundschaftsspielen der Faktor niedriger angesetzt wird ist natürlich fair, denn bei diesen Spielen werden auch mal Spielerinnen geschont, oder etwas Neues ausprobiert. Die Bedeutung dieser Spiele ist einfach geringer. Trotzdem haben auch diese Ergebnisse ihre Auswirkungen. Ein Verzicht auf Freundschaftsspiele ist daher keineswegs clever. Man vergibt dadurch die Chance sich selbst zu verbessern und ist bezgl. der Weltrangliste abhängig von den Ergebnissen der anderen Teams.
    Lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber so verstehe ich die Bewertungskriterien bei der Weltrangliste der Frauen. Wenn Du meinst das dies nicht stimmt, bitte ich Dich an einer Beispielrechnung zu zeigen, wie dieses „Erschleichen“ einer besseren Position in der Weltrangliste der Frauen, durch den Verzicht von Freundschaftsspielen möglich sein soll.

    (4) 10 Gesamt – 7 hoch – 3 runter
  • sonic sagt:

    @FFFan + @Rudi

    Danke! Ihr habt mir viel Sucherei erspart.

    @Bernd

    „Du erinnerst Dich dunkel daran, dass sich eine DFB-Nachwuchstrainerin kritisch zum Leistungsvermögen der U17 geäußert hat. Leider sind diese dunklen Erinnerungen in diesem Forum sehr oft falsch. Es wird oft damit versucht falsche Annahmen durch scheinbar „kompetente“ Personen zu belegen. Es wäre daher sehr nett, wenn Du Deine dunklen Erinnerungen zuvor überprüfen könntest. Wie Du selbst schreibst, es ist besser sich vorher zu informieren!“

    Manche versuchen „falsche Annahmen durch scheinbar „kompetente“ Personen zu belegen“, du versuchst meine Aussagen zu diskreditieren, indem du mich in die Nähe von „Schmuddelkindern“ rückst. Du betreibst damit das Gleiche nur mit umgekehrten Vorzeichen. Das finde ich gelinde gesagt frech. Ganz sicher, dass du kein Problem mit der Selbstwahrnehmung hast?

    „Wenn beim Spielplan vom DFB schon jemand am liebsten k….. möchte, dann ist mir das einfach zuviel des Guten.“

    Mir ist nicht ganz klar, was dich stört. Die Ausdrucksweise? Oder findest du die Kritik an der Ansetzung grundsätzlich unangebracht?

    Das für Fans der Gastmannschaft, die das Spiel live sehen wollen, der Freitagabend ungünstiger ist als der Sonntag nachmittag kann ich völlig nachvollziehen. Ich halte es im Übrigen auch nicht für zielführend, Anstoßzeiten wegen TV-Übertragungen kurzfristig zu verlegen (falls das Ziel sein sollte, mehr Zuschauer in die Stadien zu bekommen).

    „Wenn andere Länder im Frauenfussball aufschliessen ist das völlig normal. Das andere Ligen besser werden ist auch kein Zufall, wenn die grossen Vereine in den Frauenfussball investieren. Die Weltrangliste spiegelt das Zusammenrücken sehr gut wieder.“

    Das ist mir zu platt!
    Weshalb soll das völlig normal sein? Das ist nur eine Behauptung ohne einen Beleg dafür.
    Warum investieren andere große Vereine in Europa zunehmend in den Frauenfußball und von den deutschen nur zwei? Weshalb (und wie) gelingt es der FA eine Vollprofiliga aufzubauen und dem DFB gelingt es nicht? (er hat es, denke ich, nicht einmal versucht!)

    Du gibst nur die Entwicklung wieder und tust so als wäre diese Entwicklung unausweichlich gewesen. Das ist fatalistisch und hat mit positivem Denken, zu dem eben auch gehört, dass man seine eigene Entwicklung beeinflussen kann, nichts zu tun. Hätte die FA so gedacht, gäbe es in der Bundesliga ein paar Spitzenspielerinnen mehr und England würde weiterhin in den Vorrunden ausscheiden.

    „Ich weiß nicht wieviele Mädels in den USA Fussball spielen, aber die haben nun mal auch ein paar mehr. Rein statistisch ist es schon nicht ungewöhnlich, dass es dann auch ein paar Supertalente mehr gibt.“

    Das trifft auf Deutschland in Europa ebenso zu. Die USA haben viermal mehr Einwohner als Deutschland. Deutschland hat mehr als viermal so viele Einwohner wie die Niederlande und bald achtmal mehr als Schweden. Dieses Argument scheint mir, reichlich schwach auf der Brust zu sein.

    Noch zur Weltrangliste:

    Ein Beispiele, das die Unzulänglichkeit der Weltrangliste verdeutlichen:

    Nordkorea hat sich nicht für die Endrunde qualifiziert, hat seit März kein einziges Länderspiel absolviert, steigt aber durch die WM-Endrunde um zwei Plätze auf Rang 9 und liegt damit wieder in den Top10. Das ist absurd.

    (-4) 10 Gesamt – 3 hoch – 7 runter
  • FFFan sagt:

    @ Fan2:
    „Das führt z.B. mit Vorliebe dazu, dass Gastgeber einer WM oder EM aus Mangel an Pflichtspielen deutlich schlechter da stehen als sie eigentlich sein sollten.“

    Da verwechselst du was. Den von dir beschriebenen Effekt gab es früher bei der Männer-Weltrangliste (weswegen dort dann ja auch die Berechnungsmethode geändert wurde). Bei der Frauen-Weltrangliste, deren Berechnungsweise im Wesentlichen auf dem Elo-Verfahren beruht, hat das nie eine nennenswerte Rolle gespielt!

    (6) 6 Gesamt – 6 hoch – 0 runter
  • Sebastian sagt:

    Wenn Nachwuchsspielerinnen den Sprung zu den Topclubs in USA/Frankreich/England/(Spanien)/(Schweden) schaffen, dürfte es der N11 zu Gute kommen, auch wenn die Liga daheim schwächelt. Ob es die Klubs bzw. die Liga dann mehr investieren, um die Spielerinnen zu halten, zeigt sich dann ggf. einfach. Im letztjährigen WM-Finale der Männer standen mit Frankreich und Kroatien auch zwei solche Mannschaften.

    (3) 3 Gesamt – 3 hoch – 0 runter
  • Bernd sagt:

    @ sonic
    Uiuiui, in Deinem letzten posting sind so viele Unterstellungen, Behauptungen, Verdrehungen, Wunsch nach Beleg für Selbstverständlichkeiten, usw., dass es für mich wenig Sinn macht auf alle Punkte nochmal einzugehen. Wenn logische Entwicklungen für Dich einfach zu „platt“ sind, dann ist das halt so.

    Auf zwei Punkte gehe ich aber noch mal ein, bei denen ich mir sicher bin, dass Du sie verstehen könntest, so Du denn wolltest.

    Punkt 1 Der Frauenbundesligaspielplan und das Eröffnungsspiel

    Bereits bei der Frage Eröffnungsspiel ja oder nein, gibt es wohl schon unterschiedliche Ansichten. Bei der Frage nach dem besten Termin sowieso. Für den, der jedes Wochenende arbeiten muss, ist es perfekt endlich mal freitags ein Spiel sehen zu können. Für Andere ist der Termin evtl. vollkommen unpassend, z.B. wegen der zu weiten Anreise. Wie auch immer, es wird nie möglich sein bei einem Spielplan, oder bei einem Eröffnungsspiel es jedem recht zu machen. Der Eine möchte das Teams mit kurzer Fananreise gegeneinander antreten, dem Anderen wäre eine Begegnung Leverkusen gegen Köln eines Eröffnungspiels nicht würdig. Ein Dritter meint, dass Eröffnungsspiel muss der Meister austragen, ein Vierter sagt nicht schon wieder Wolfsburg. Wenn der Gegner dann noch den kürzesten Anfahrtsweg für die Fans haben soll, wiederholt sich sogar die gleiche Paarung. Begeisterung wird auch das nicht auslösen! Nun könnten sich Alle eigentlich irgendwo zum grossen Kotzen treffen, denn nicht nur sonic, sondern auch ich kann jeden Einzelnen irgendwie verstehen. Die Frage für mich ist allerdings, ob diese vorhersehbare „Kotzerei“ hier im Forum stattfinden muss?
    Oder wäre es auch eine Möglichkeit evtl. mal darüber nachzudenken, dass es nur ganz, ganz selten möglich ist Alle gleichzeitig zufrieden zu stellen. Hm sonic, was meinst Du? Ist es auch eine Möglichkeit einfach mal zu akzeptieren, wenn etwas für einen selbst nicht ganz optimal ist?
    In Deinem letzten Beitrag habe ich leider den Eindruck gewonnen, dass es Dir überhaupt nicht mehr um die Sachverhalte an sich geht, sondern vielmehr darum Gegenposition zu mir zu beziehen.
    Dies versuche ich Dir mal mit dem zweiten Punkt zu erläutern.

    Punkt 2 Die „absurde“? Weltrangliste.
    Du schreibst:
    „Ein Beispiele, das die Unzulänglichkeit der Weltrangliste verdeutlichen:
    Nordkorea hat sich nicht für die Endrunde qualifiziert, hat seit März kein einziges Länderspiel absolviert, steigt aber durch die WM-Endrunde um zwei Plätze auf Rang 9 und liegt damit wieder in den Top10. Das ist absurd.“

    Warum soll das absurd sein? Es ist absolut folgerichtig!
    Absurd wäre, wenn Teams die vor Nordkorea stehen, in der Weltrangliste nicht abrutschen könnten, egal wieviel Niederlagen sie auch haben, nur weil hinter ihnen ein Team steht, welches kein Länderspiel hatte. Die Weltrangliste ist doch nicht fest, sondern permanent veränderlich. Alles andere würde auch keinen Sinn machen!
    Wenn die Teams um Nordkorea herum ihre Spiele gewinnen, rutscht Nordkorea natürlich auch selbstverständlich ab, wenn sie selbst nicht spielen. Die Weltrangliste ist doch keine Einbahnstrasse!
    Absurd wäre, wenn Teams die vor einem Team stehen, welches keine Spiele hat, in der Tabelle sich nicht, oder nur in eine Richtung verändern könnten, egal wieviel Siege oder Niederlagen sie haben.
    Um dies zu verstehen muss man wirklich nicht besonders clever sein! Die Weltrangliste spiegelt natürlich den aktuellen Stand wieder. Es wäre tatsächlich absurd, wenn die Liste stagnieren müsste, weil ein Team nicht spielt. Die Weltrangliste soll doch das aktuelle Leistungsverhältnis aller Nationen wiederspiegeln. Natürlich haben schlechte Ergebnisse ein punktemäßige Abrutschen zur Folge und gute Ergebnisse entsprechend eine punktemäßige Verbesserung. Umso geringer der Abstand der Teams in der Weltrangliste, desto wahrscheinlicher sind auch Platzierungsveränderungen nach oben und unten.
    Sonic, ich traue Dir absolut zu, dass Du das eigentlich verstehst. Deshalb habe ich die Vermutung, es ging Dir eher darum etwas Gegenteiliges zu mir zu schreiben, bevor Du in die Verlegenheit kommst mich zu bestätigen. Na, wie sieht es da mit Deiner Selbsteinschätzung aus? Erwarte dazu keine Antwort, denke einfach mal drüber nach. Zu meiner Selbsteinschätzung. Mache mir eigene Gedanken. Schwimme nicht mit dem Meinungsstrom. Habe Mut zu einer eigenen Meinung. Bin z.B. der Ansicht, dass der DFB egal was er tut oder beschließt, von manchen Leuten immer Kritik bekommen würde, weil die Grundhaltung bereits so negativ ist, das positives schon nicht mehr wahrgenommen wird. Habe mich selbst schon beim DFB beschwert, versuche aber auch mit dem anderen Auge zu sehen.
    Dass beim Jubiläumseröffnungsspiel zwei Traditionsvereine des Frauenfussballs gegeneinander antreten, finde ich z.B. klasse!
    Zudem habe ich das Gefühl, dass es hier im Forum welche gibt, die meine Sichtweisen verstehen, andere mit anderen oder gegenteiligen Meinungen und sehr Wenige die mich nicht verstehen wollen.

    (3) 13 Gesamt – 8 hoch – 5 runter
  • Fan2 sagt:

    @Bernd und FFFan: Euch beiden muss ich widersprechen. Wer nicht spielt, kann auch keine Minuspunkte machen. Bestes Beispiel ist Nordkorea: Sie haben nicht an der WM teilgenommen und dadurch in der aktuellen Weltrangliste 2 Plätze gut gemacht und sind mittlerweile auf Platz 9. Ähnlich Island, die sogar 5 Plätze gut gemacht haben, obwohl sie an der WM nicht teilgenommen haben.

    Insgesamt stimmen einfach die Verhältnisse nicht: Ein 3:0-Sieg in einem Algarve-Cup-Finale beispielsweise von Deutschland gegen Japan würde gerademal eine positive Änderung von 3 Punkten mit sich bringen, da es in die schlechteste Kategorie fällt.

    Ein gleiches Ergebnis bei einem WM-Qualifikationsspiel beispielsweise in der Ukraine würde dagegen 7 Punkte bringen.

    Generell profitiert man daher im Normalfall von Spielen gegen solche Teams, die zu hoch für ihr aktuelles Leistungsvermögen gerankt sind.

    Wie auch immer man das Ganze nun betrachten will, Deutschland wird spätestens nächstes Jahr auf dem Rang stehen, auf den sie gehören, nämlich auf Rang 5 oder 6 anstelle von 2.

    (-4) 8 Gesamt – 2 hoch – 6 runter
  • Zaunreiter sagt:

    @sonic, balea, Rudi, fan2:

    Da gibt einer wie Bernd den provokanten Troll, zu eristischer Dialektik fähig.

    Aber fan2, so wie ich dich kenne, machst du das schon…

    (-11) 11 Gesamt – 0 hoch – 11 runter
  • Fan2 sagt:

    Ein weiteres noch: Das eigentliche Problem der Weltrangliste in unserem Fall ist, dass sie sich nur im Schneckentempo entwickelt. Diese Weltrangliste enthält ungelogen jedes Länderspiel seit 1971 in ihrer Wertung.
    Die Änderungen, wie ich oben beschrieben habe, sind meist maximal im Rahmen von 2-3 Punkten, mehr nicht.

    Nehmen wir nur einmal den Fall, dass Jamaika völlig überraschend die WM gewonnen hätte und dabei jeden Gegner mit 6:0 oder höher aus dem Stadion gekegelt hätte.
    Selbst in diesem Fall würden sie aktuell vermutlich nach der WM nicht einmal unter den Top 10 stehen, weil der Abstand einfach viel zu groß ist, um ihn mit der aktuellen Maximalanzahl aus 7 Spielen (420 Punkte) wettzumachen.
    Die Weltrangliste mag daher ein schönes historisches Relikt sein, über die aktuelle Leistungsfähigkeit sagt sie jedoch nicht wirklich was aus! Das, was @sonic mit seinem Beispiel von Nordkorea glaube ich zum Ausdruck bringen wollte, war genau das: Es überzeugt nicht wirklich, dass ein Team das zweibeste asiatische Team sein soll, dass sich weder für die letzten beiden Weltmeisterschaften noch für Olympia 2016 noch für die letzten beiden Asienmeisterschaften überhaupt qualifizieren konnte.

    Deutlich aussagekräftiger wäre es, sich einmal die Ergebnisse aus den letzten 8 Jahren anzuschauen. Und wenn ich mir da allein für Europa die großen Turniere anschaue, dann stehen Holland, England und Frankreich da aktuell doch deutlich vor der deutschen N11. Man sollte bedenken, dass beispielsweise Holland 2015 am späteren Finalisten Japan gescheitert ist, ähnlich wie Frankreich und England am späteren Sieger USA (England sowohl 2015, 2017 als auch 2019 am Ende vor Deutschland, Holland 2017 und 2019).

    (-5) 9 Gesamt – 2 hoch – 7 runter
  • Bernd sagt:

    @ Fan2
    Wo habe ich den geschrieben, dass ein Team, das nicht spielt Minuspunkte machen kann? Nirgends!
    Ist es denn tatsächlich so schwer zu verstehen, dass Teams die Spiele austragen sich natürlich verbessern, aber auch verschlechtern können. Somit beinhaltet jedes Spiel, sowohl Chance als auch Risiko!
    Ein Team, das nicht spielt ist dagegen abhängig von den in der Rangliste ähnlich plazierten Teams, aber hat selber keine Einflussmöglichkeit. Wenn die ähnlich plazierten Teams erfolgreich sind, kann das nicht spielende Team nur zuschauen, wie es nach hinten durchgereicht wird. Es wäre doch absurd, wenn z.B. ein Team mit einem Punkt vor Nordkorea, drei Spiele in einem Turnier verliert, aber keinen Platz verlieren kann, weil Nordkorea nicht gespielt hat. Bist Du wirklich intellektuell damit überfordert, oder willst Du es einfach nicht verstehen?
    Zudem ist es doch vollkommen richtig, dass ein WM-Quali-Spiel höher bewertet wird. als ein Spiel beim Algarve-, she believes-, Südostasien- oder irgendein Konfetti-Cup, zumal bei diesen Cups nicht jedes Team die Möglichkeit bekommt teilzunehmen.
    Sorry Fan2, verstehst Du nicht, dass der gleiche Modus für alle gilt?
    Egal welches Team, welchen Platz inne hat. Für ein anderes Team würden bei identischer Platzierung genau die gleichen Regeln gelten. Zu hoch oder zu niedrig plazierte Teams mag es in Deinem Kopf geben. Fans würden sich mit Sicherheit nie einig wer zu hoch, oder wer zu niedrig plaziert ist!
    Genau deshalb gibt es diese veröffentlichen Regeln, welche jedem Team bekannt sind und mit denen nach bestmöglichen Kriterien die Weltrangliste ermittelt wird. Das Unterschiede berücksichtigt werden, ob Deutschland beispielsweise ein Heimspiel gegen Japan hat, oder nach Tokio reisen muss, oder das Spiel auf neutralem Platz z.B. in der Ukraine ausgetragen wird, macht doch ebenfalls Sinn. Den durchschnittlichen Einfluss dieser Vor-oder Nachteile nicht mit einzubeziehen, würde eine Rangliste doch viel eher verfälschen. Ich merke jedenfalls, da waren Profis am Werk, die bei der Erstellung der Weltrangliste sich grosse Mühe gegeben haben, diese bestmöglich und so objektiv wie möglich zu gestalten.
    Das Du glaubst es besser zu wissen und besser zu können überrascht mich nicht. Dass Du den Sinn der Bestimmungen für die Weltrangliste nicht verstehst, wird mir schon nach dem ersten Abschnitt Deines postings klar. Es geht Dir ja auch nicht um Objektivität, sondern um Deine persönlichen Vorstellungen.
    Zu Deinen wahrsagerischen Fähigkeiten, was die Platzierung des deutschen Teams im kommenden Jahr angeht, kann ich Dir nur gratulieren. Diese Fähigkeit habe ich nicht, zumal die Platzierung auch von den Ergebnissen anderer Teams abhängt. Das bedeutet ich müsste nicht nur die Entwicklung des deutschen Teams vorhersehen, sondern auch die der anderen Teams. So weise bin ich nicht! Beim Bundeligasaisontipp für die Männerbundesliga bin ich mal mit 51% richtigen Tendenzen (nicht Ergebnissen) Saisontippsieger geworden.
    Habe nur bei gut der Hälfte der Spiele Sieg, Niederlage oder Unentschieden richtig vorhergesagt. Das bedeutet bei ca. der Hälfte meiner Tipps lag ich falsch. Obwohl ich damit der beste Tipper war, würde ich mit 49% falschen Tipps niemals wagen zu behaupten ich wüßte, wer wo am Ende landet. Von den 50 Tippern hat keiner auch nur die drei Absteiger richtig getippt. Du hingegen bist von Deinen Fähigkeiten anscheinend sehr überzeugt. Schreib Deine ganzen Prophezeiungen doch mal auf und teile uns in einem Jahr mal Deine Trefferquote mit!

    (2) 8 Gesamt – 5 hoch – 3 runter
  • sonic sagt:

    @Bernd

    „Uiuiui, in Deinem letzten posting sind so viele Unterstellungen, Behauptungen, Verdrehungen, Wunsch nach Beleg für Selbstverständlichkeiten, usw., dass es für mich wenig Sinn macht auf alle Punkte nochmal einzugehen. Wenn logische Entwicklungen für Dich einfach zu „platt“ sind, dann ist das halt so.“

    Wieder nur irgendwas pauschal in den Raum gestellt. Nichts konkretes. Hohle Andeutungen auf die man nicht reagieren kann, da man gar nicht weiß, was du meinst.
    Deine „Selbstverständlichkeit“ und „logischen Entwicklungen“ sind auch nur Behauptungen (denk mal darüber nach!), irgendwie argumentativ belegen kannst du deine Position offenbar nicht. Wenn es so logisch ist, dann erkläre es doch mal. Butter bei die Fische!

    Ich habe doch konkrete Fragen gestellt, hast du irgendeine konkrete Antwort darauf?

    zu deinem Punkt 1:

    Hat niemand behauptet, dass man es allen Recht machen kann. Detlef nicht und ich auch nicht. Nur weshalb soll man seinen Unmut über eine Entscheidung hier oder anderswo nicht ausdrücken (dürfen)?

    Du nimmst doch auch für dich in Anspruch, deinen Unmut über bestimmt Kommentare und Kommentatoren ausdrücken zu dürfen.

    Die Termine sind nicht optimal? Das kann man akzeptieren und schweigen.
    Muss man aber nicht!
    Der Kommentar ist nicht optimal? Oder die Kritik am DFB ist überzogen? Ob du es glaubst oder nicht, auch das kann man als die Meinung eines anderen akzeptieren und schweigen. Muss man aber nicht!

    Weshalb sollte dein Gemeckere besser als das Gemeckere anderer sein?
    Ich habe den Eindruck, dass du bei dir andere Maßstäbe ansetzt als bei anderen.

    „In Deinem letzten Beitrag habe ich leider den Eindruck gewonnen, dass es Dir überhaupt nicht mehr um die Sachverhalte an sich geht, sondern vielmehr darum Gegenposition zu mir zu beziehen.“

    Da irrst du dich. Ich habe einfach andere Positionen.
    Du meinst, man sollte seinen Unmut nicht hier in den Kommentaren äußern. Ich meine, dass kann jeder handhaben, wie er möchte.

    Du bist der Meinung, die Kritik an der U17-Bundesliga sei nicht angebracht, da die U17-NM EM geworden ist.
    Ich meine, dass hat nicht viel miteinander zu tun und die U17-Bundesliga ist nicht der Weisheit letzter Schluß.

    Du meinst es sei normal, wenn andere Länder im Frauenfußball aufschließen. (Weshalb das normal sein soll, hast du nicht geschrieben (Schicksal? Naturgesetz? Göttlicher Wille?)).
    Ich meine, dass ist kein Automatismus und es gibt Ursachen für diese Entwicklung, die man zumindestens zum Teil beeinflussen kann.

    Für dich ist die statistische Betrachtung ausreichend, um den Erfolg der USA zu begründen.
    Ich halte diese Betrachtung nur für einen Aspekt, der allein den Erfolg nicht erklären kann.

    zu deinem Punkt 2:

    Die Frage ist doch nicht, ob man das versteht oder nicht. Das ist wirklich nicht so schwer. Sondern, ob man es als geeignet ansieht, den aktuellen Stand wiederzugeben.

    „Wenn die Teams um Nordkorea herum ihre Spiele gewinnen, rutscht Nordkorea natürlich auch selbstverständlich ab, wenn sie selbst nicht spielen.“
    1. Das stimmt nicht unbedingt. Denn es ist bei dem System möglich, dass man Spiele gewinnt und Punkte verliert, weil man nicht hoch genug gewonnen hat.
    2. Sagt diese Veränderung der Position Nordkoreas durch Siege oder Niederlagen anderer irgendetwas über die Leistungsfähigkeit Nordkoreas aus? Wird denn Nordkorea tatsächlich besser, wenn Japan verliert? Das ist doch nur eine statistische Spielerei auf dem Papier und hat mit der Realität des nordkoreanischen Teams nichts zu tun. Man ändere ein paar der Faktoren in der Gleichung und schon hat man eine andere Rangfolge. Anders ausgedrückt: Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Und da ist Deutschland bei den letzten beiden großen Turnieren im Viertelfinale ausgeschieden und eben nicht Zweiter geworden.

    „Um dies zu verstehen muss man wirklich nicht besonders clever sein! Die Weltrangliste spiegelt natürlich den aktuellen Stand wieder.“
    Wenn du den zweiten Satz wirklich glaubst, bist du entweder nicht clever genug oder du solltest dich noch mal intensiv mit dem System befassen. Allein schon die Kriterien für die Listung widersprechen dieser Behauptung. Außerdem ist das System träge, wie träge, hängt davon ab wie oft, wo, gegen wen und in welchem Rahmen man spielt.

    Absurd ist, aus dieser Rangfolge die tatsächliche aktuelle Leistungsfähigkeit einer Mannschaft ablesen zu wollen und sich auf die Position in dieser statistischen Spielerei etwas einzubilden.

    (-3) 11 Gesamt – 4 hoch – 7 runter

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Bundesliga 2019/20
16.08.19 18.30 Uhr 1. FFC Frankfurt 3 Turbine Potsdam 2 17.08.19 13.00 Uhr FF USV Jena 1 TSG Hoffenheim 6 17.08.19 13.00 Uhr SC Freiburg 1 Bayern München 3 18.08.19 14.00 Uhr 1. FC Köln 2 MSV Duisburg 1 18.08.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg 1 SC Sand 0 18.08.19 14.00 Uhr SGS Essen 3 Bayer Leverkusen 1 23.08.19 19.15 Uhr Bayern München 1. FFC Frankfurt 24.08.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim 1. FC Köln 25.08.19 14.00 Uhr MSV Duisburg VfL Wolfsburg 25.08.19 14.00 Uhr SC Sand SGS Essen 25.08.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam FF USV Jena 25.08.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SC Freiburg 13.09.19 19.15 Uhr 1. FC Köln Turbine Potsdam 15.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg TSG Hoffenheim 15.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg SC Sand 15.09.19 14.00 Uhr Bayern München Bayer Leverkusen 15.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt FF USV Jena 15.09.19 14.00 Uhr SGS Essen MSV Duisburg 20.09.19 19.15 Uhr TSG Hoffenheim SGS Essen 21.09.19 13.00 Uhr Turbine Potsdam VfL Wolfsburg 22.09.19 14.00 Uhr SC Sand Bayern München 22.09.19 14.00 Uhr FF USV Jena 1. FC Köln 22.09.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen 1. FFC Frankfurt 22.09.19 14.00 Uhr MSV Duisburg SC Freiburg 27.09.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen SC Sand 28.09.19 13.00 Uhr SGS Essen Turbine Potsdam 29.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt 1. FC Köln 29.09.19 14.00 Uhr Bayern München MSV Duisburg 29.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg TSG Hoffenheim 29.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg FF USV Jena 11.10.19 19.15 Uhr 1. FC Köln VfL Wolfsburg 12.10.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim Bayern München 13.10.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FFC Frankfurt 13.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena SGS Essen 13.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg Bayer Leverkusen 13.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam SC Freiburg 18.10.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen TSG Hoffenheim 20.10.19 14.00 Uhr SC Sand MSV Duisburg 20.10.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt VfL Wolfsburg 20.10.19 14.00 Uhr SC Freiburg FF USV Jena 20.10.19 14.00 Uhr SGS Essen 1. FC Köln 20.10.19 14.00 Uhr Bayern München Turbine Potsdam 27.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena Bayern München 27.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FFC Frankfurt 27.10.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg SGS Essen 27.10.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim SC Sand 27.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam Bayer Leverkusen 27.10.19 14.00 Uhr 1. FC Köln SC Freiburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayern München 1. FC Köln 03.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt SGS Essen 03.11.19 14.00 Uhr SC Freiburg VfL Wolfsburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen FF USV Jena 03.11.19 14.00 Uhr SC Sand Turbine Potsdam 03.11.19 14.00 Uhr MSV Duisburg TSG Hoffenheim 23.11.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg Bayern München 23.11.19 14.00 Uhr SGS Essen SC Freiburg 23.11.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam MSV Duisburg 23.11.19 14.00 Uhr 1. FC Köln Bayer Leverkusen 23.11.19 14.00 Uhr FF USV Jena SC Sand 23.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt TSG Hoffenheim 01.12.19 14.00 Uhr SC Freiburg 1. FFC Frankfurt 01.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen VfL Wolfsburg 01.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim Turbine Potsdam 01.12.19 14.00 Uhr Bayern München SGS Essen 01.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg FF USV Jena 01.12.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim FF USV Jena 08.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam 1. FFC Frankfurt 08.12.19 14.00 Uhr Bayern München SC Freiburg 08.12.19 14.00 Uhr SC Sand VfL Wolfsburg 08.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SGS Essen