Italien und Niederlande komplettieren Viertelfinale

Von am 25. Juni 2019 – 23.29 Uhr 23 Kommentare

Italien hat zum ersten Mal seit 1991 das Viertelfinale einer Frauenfußball-WM erreicht. Dort steht auch die Niederlande nach einem glücklichen Zittersieg gegen Japan.

Lieke Martens bejubelt einen Treffer gegen Japan

Lieke Martens erlöste den Europameister mit dem späten Elfmetertor © imago / PA Images

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Weniger Ballbesitz, weniger Torschüsse und 0:9-Ecken – dennoch zog am Ende Italien mit einem ungefährdeten 2:0 (1:0)-Sieg gegen China ins Viertelfinale ein.

China verschläft Beginn

Das lag vor allem daran, dass die Chinesinnen vor 17.492 Zuschauern im Stade de la Mosson in Montpellier in der Anfangsphase zu hoch verteidigten und den Italienerinnen ins offene Messer liefen. Die bedankten sich mit dem 1:0 durch Valentina Giancinti (15.).

Galli sorgt für Entscheidung

Danach spielten fast nur noch die Chinesinnen, einen Schuss von Yan Wang parierte Laura Giuliani glänzend (27.) und Italien hatte Glück, dass es nach einem Foul an Wang Shuang keinen Elfmeter gab. Doch Italien bestach durch Kaltschnäuzigkeit und Effizienz. Bereits kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit fiel die Entscheidung: Die eingewechselte Aurora Galli zog einfach aus gut 20 Metern ab und erhöhte zum 2:0 (49.).

Niederlande siegen glücklich

Am Abend rang dann Europameister Niederlande nach hartem Kampf Vizeweltmeister Japan vor 21.076 Zuschauern im Roazhon Park in Rennes mit 2:1 (1:0) nieder.

Europameister nur zu Beginn stark

Die Niederländerinnen begannen mit viel Schwung und ging nach einer Ecke durch einen schönen Treffer von Lieke Martens in Führung (17.). Nach einer guten halben Stunde fand Japan immer besser in die Partie und fing an, selbst Chancen zu kreieren. Noch vor der Pause gelang Yui Hasegawa mit einem schönen Schlenzer der Ausgleich (43.).

Pechvogel Kumagai

Ab Mitte der zweiten Halbzeit drückten die Japanerinnen immer mehr aufs Tempo, die Niederländerinnen wirkten müde. Hasegawa verfehlte die Führung genauso knapp (71.), wie Mana Iwabuchi (76.) und Hina Sugita, die den Ball an die Latte donnerte (79.). Yuki Mumiki (81.) und Narumi Miura (82.) brachten die Niederlande an den Rand einer Niederlage. Doch dann traf ein Schuss Vivianne Miedema Saki Kumagai am Arm. Schiedsrichterin Melissa Borjas entschied auf Handelfmeter, Martens sorgte mit ihrem zweiten Treffer für die Entscheidung (90.).

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

23 Kommentare »

  • Bernd sagt:

    Da versucht die Japanerin alles um nicht Hand zu spielen und bekommt gelb und einen Elfmeter gegen ihr Team. Kann mich einfach nicht drüber freuen, wenn jemand aus kurzer Distanz so angeschossen wird und das dann ein Viertelfinale entscheidet. Traurig!
    Für mich sollte es beim Handspiel nur absichtliches oder unabsichtliches Handspiel geben. Klar gäbe es dann auch einen gewissen Ermessensspielraum, der wäre mir aber viel lieber als absichtliche Armabschießerei so sehr zu belohnen! Vor dem Spiel war ich eher auf Seiten der Niederlande, nach dem Siel war es andersrum!

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  • Ludwig sagt:

    @Bernd: Ich sehe das genauso wie du, wobei ich vor dem Soiel eigentlich eher gedacht habe, mal sehen, was passiert, und mögen die besseren gewinnen. Was soll denn bitte schön eine natürliche Armhaltung sein? Demnächst nur noch mit Handschellen und Hände auf dem Rücken?
    Der Einstieg der Japanerinnen in das Turnier war nun wirklich nicht besonders gelungen. Aber in diesem Spiel haben sie gezeigt, was sie eigentlich drauf haben: Fussball, wie ich ihn am liebsten sehe, mit hervoragender bis brillanter Technik, taktischer Variabilität und Einsatzbereitschaft bis zur letzten Minute. Und dann scheiden sie auf so eine Art aus.

    (34) 34 Gesamt – 34 hoch – 0 runter
  • Andi sagt:

    Ich möchte Miedema hier keine Absicht unterstellen. Es war eine gute Schussposition und der Arm hat ein sehr wahrscheinliches Tor verhindert, ob gewollt oder nicht. Ich find’s auch sehr schade, aber ich denke es war keine andere Entscheidung als Elfmeter möglich.

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  • Rudi sagt:

    @Bernd,
    ein überaus glücklicher Sieg der Niederlande, ich glaub da sind wir uns einig?! Aber ich muss auch hier wie schon zum spanischen Team sagen, was nützt eine Schönspielerei mit viel Ballbesitz im Mittelfeld wenn ich keine Tore schießen kann und Japan hatte im Gegensatz zu Spanien gegen die USA vor Allem in der zweiten Halbzeit klare Torchancen. Ich muss immer den Kopf schütteln wenn im TV die Prozentzahlen eingeblendet werden wieviel jedes Team Ballbesitz hat. Gott sei Dank zählen im Fußball immer noch dioe Tore. Auch ich war mehr für Holland , war auch bis zum Ende des Spiel überzeugt wenn sie, Holland; so eine Chance vor dem Tor bekommen wie die Japanerinnen es mehrfach hatten, dann machen sie das Ding rein. Zum Elfmeter, sicher war die Situation für die Japanerin unglücklich aber eine solche Handhaltung im Strafraum darf ich einfach, bei diesen Regeln, nicht machen, da war Sie auch nicht die Erste der so ein Ungemach bei dieser WM widerfahren ist. Eins würde ich noch gerne wissen, wie willst du unterscheiden ob ein Handspiel absichtlich oder nicht war? Woher willst du genau in diesem Fall wissen ob die Japanerin vielleicht das das Handspiel durch ihre Armhaltung, wo der Körper breiter wird, nicht sogar Absicht war? Ich weis das ist jetzt etwas provokant,aber wie oft wird ein Handspiel absichtlich oder unabsichtlich vom Schiri oder auch dem VAR einfach mal übersehen. Bei der Männerbundesliga trotz VAR ist das schon passiert.

    (-14) 30 Gesamt – 8 hoch – 22 runter
  • Pauline Leon sagt:

    Bernd,
    das finde ich auch. unverdienter elfer, die besseren haben verloren!
    jetz wünsche ich mir deutschland gegen die vereinigten staaten im finale. auch italien hat das spielen irgendwann eingestellt…

    GER-USA ins finale!
    alles gute den beiden…

    ach ja, deutschland ist noch zu 0!!

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  • Mosan sagt:

    Gegenargument: Die Holländerin hat eindeutig auf das Tor geschossen und der Ball wäre auf das Tor gegangen. Der Ball wurde faktisch mit der Hand abgewehrt absichtlich oder nicht … die Torchance wurde durch ein Hand(Arm)spiel vereitelt.

    Pässe und Flanken, welche die Hand/Arm treffen, wirken zumeist als ungerechte Elfmeter. Aber hier war es ein klarer Torschuss, der aufs Tor gegangen wäre und eventuell ins Tor getroffen hätte. Es gab gefühlt zuviel VAR Elfer, die Spiele entschieden haben, aber dieser gehört meiner Meinung nicht dazu. Japan hätte den Sack vorher zu machen müssen …

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  • Egidi sagt:

    „Wo ist Japan“ war bis Gestern Abend die große Frage in den ersten Minuten des Spiels und eigentlich im ganzen Turnierverlauf. Und da waren Sie die Weltmeister von 2011 und Vize von 2015, Niederlande der Europameister wurde komplett zur Nebensache. Das war echte Weltklasse! UNGLAUBLICH !!!! was wieder daraus gemacht wurde. Ich habe den Fernseher nach dem Pfiff abgeschaltet das wollte ich nicht mehr sehen. Mir reicht es, mit Fußball hat das NICHTS mehr gemein aber vielleicht soll es das auch nicht. Korruption ,Sklavenarbeit, Unterschlagung, 1500 Tote auf den Baustellen und sogar Morde zeichnen diesen Verband aus. FIFA ist MAFIA!

    (12) 28 Gesamt – 20 hoch – 8 runter
  • jochen-or sagt:

    Eine schreckliche WM.
    Elfmeter über Elfmeter entscheiden die Spiele.
    Spielerinnen fallen im Strafraum bei geringsten Berührungen.
    Die Verteidigerinnen versuchen die Arme in unnatürlicher Weise zu verstecken und sind doch Opfer dieser idiotischen Handregel, weil man eben dies bei kurzer Entfernung einfach nicht kann – wie gestern Kumagai und die damit klar bessere japanische Elf.
    Der mögliche Versuch eine klare Regel für Handspiel zu schaffen, macht für mich das Spiel kaputt.
    Soll es doch wieder der Schiedsrichterin überlassen bleiben zu ermessen, ob es ein absichtliches Handspiel war und ob eine Berührung so relevant ist, dass eine so spielbedeutende Entscheidung wie ein Elfmeter angemessen ist.

    (34) 40 Gesamt – 37 hoch – 3 runter
  • Aldur sagt:

    Tja, was soll man sagen. Die Italienerinnen sehr „italienisch“, die Niederländerinnen eher „very british“. Selten habe ich so viele (ergebnislose) lange Bälle beim Europameister gesehen. Das lag natürlich auch an der hervorragenden Organisation der Japanerinnen. Die scheitern letztlich an ihrer Chancenverwertung, hätten allein mit ihren Großchancen in der letzten Viertelstunde eigentlich alles entscheiden müssen. Der spielentscheidende Elfer ist dann nach neuer Regelauslegung wohl korrekt. Leider, ist man fast geneigt zu sagen, weil man es den Japanerinnen nach deren Auftritt irgendwie gegönnt hätte.

    Von der Papierform her spricht jetzt sicher Einiges für ein Halbfinale Deutschland vs. Niederlande. Inzwischen würde es mich aber nicht mehr wundern, wenn die abgezockten Italienerinnen, oder die pragmatischen Schwedinnen sich in diesem Zweig des Turnierbaums durchsetzen.

    Bei der Vielzahl der im Wettbewerb verbliebenen europäischen Mannschaften wird auch die Olympia-Quali interessant. Sollten die USA ins Halbfinale kommen, wären theoretisch die anderen 3 Halbfinalisten Europas Olympia-Teilnehmer. Theoretisch deshalb, weil England ja nicht als Einzelverband bei Olympia antritt. Sollten also die USA und England ins Halbfinale kommen, könnte doch ein zusätzliches Quali-Turnier notwendig werden, so wie vor 4 Jahren.

    (7) 15 Gesamt – 11 hoch – 4 runter
  • Der Zuschauer sagt:

    Bernd ich stimme dir zu.
    Ich komme gerade aus Holland zurück,war noch schnell den letzten Spargel kaufen.
    Ich wohne ja nur 6 km von der Grenze entfernt und ich muß berichten,daß selbst die Holläner mit denen ich sprach diese Entscheidung beschämend fanden.Es sei zwar die Regel mit dem Handspiel ,aber diese ,so sagte man mir ,sei nur von Dummköpfen gemacht worden .Man sei zwar im Viertelfinale,aber so können sie sich nicht richtig freuen.
    Mit denen ich gesprochen habe waren alle einer Meinung,die Japaner waren eindeutig die bessere Mannschaft.Holland hat es nicht verdient weiter zu kommen.
    Jetzt besteht die Gefahr,daß das Handanschießen speziell trainiert wird,denn das ist leichter als Tore zu machen.
    Genau so verstehe ich nicht die Pause zwischen den Spielen. Unsere Mannschafr hat 7 Tage frei ,Holland und Italien müssen aber Freitag schon wieder ran.Das ist doch unfair,oder?
    Aber das habe ich ja schon geschrieben,diese WM wird immer mehr zum Kasperletheater.

    (13) 23 Gesamt – 18 hoch – 5 runter
  • helena sagt:

    @Der Zuschauer: Da habe ich mich auch gewundert, diese unterschiedlich langen Pausen. Ob es der deutschen Mannschaft wirklich dienlich ist, eine so lange Pause zu haben, wage ich zu bezweifeln. Nach drei Tagen sollte jeder Profisportler wieder fit sein, danach ist es eher wieder so, als starte man das Tunier neu. Insofern ist es vielleicht für die Niederlande und Italien sehr viel besser, dass sie bereits am Freitag wieder spielebn dürfen.

    (12) 12 Gesamt – 12 hoch – 0 runter
  • FFFan sagt:

    @ Aldur:

    Meines Wissens haben die vier britischen Fußballverbände (England, Schottland, Wales und Nordirland) bei der FIFA einen gemeinsamen Antrag gestellt, dass England bei dieser WM um einen Olympia-Startplatz für Großbritannien kämpfen darf. Bin mir aber gerade nicht sicher, ob dem stattgegeben wurde. Sollte das der Fall sein, würde das bedeuten, dass möglicherweise nicht mal der Halbfinaleinzug endgültig das Olympia-Ticket sichert!

    @ Zuschauer:
    „Unsere Mannschafr hat 7 Tage frei ,Holland und Italien müssen aber Freitag schon wieder ran.“

    Nein, das stimmt nicht! Holland und Italien müssen erst am Samstag wieder ran.

    (10) 10 Gesamt – 10 hoch – 0 runter
  • never-rest sagt:

    Schade, dass die Japanerinnen so unglücklich ausgeschieden sind. Haben gegen NL mit Abstand ihr bestes Spiel bei der WM gemacht. Ihr alt bewährtes Tika-Taka, gepaart mit toller Ballbehandlung und einer fantastischen Raumaufteilung funktionierte mit fortlaufender Spieldauer endlich wieder wie früher. Etwas von diesem feinen FF sollten sich auch andere Mannschaften ab schauen. Die reichlich heraus gespielten Torchancen hat Japan leider nicht nutzen können. Nach der aktuellen Handspielregelung war der Elfmeterpfiff wohl korrekt, obwohl die Spielerin sich seitlich abgewendet und den Arm ersichtlich zurück gezogen hatte, aber was soll sie machen, wenn der der Ball aus kürzester Entfernung abgefeuert wird. Absicht oder nicht beim Handspiel zählt ja nicht mehr.

    So wird die WM endgültig zu einer fast reinen EM + USA.

    (11) 15 Gesamt – 13 hoch – 2 runter
  • Der Zuschauer sagt:

    @FFFan

    Ja habe mich um einen Tag vertan,aber es ändert nichts an meiner Feststellung,daß Deutschland länger frei hat!

    (-1) 5 Gesamt – 2 hoch – 3 runter
  • balea sagt:

    Chinesinnen darf man gegen den Kopf treten, Japanerinnen sollten sich die Arme amputieren lassen… Das ist alles nur noch ein Witz und dank VAR kann jeder den Fifa – Schmu in Zeitlupe bewundern. Für mich ist dieses Veranstaltung beendet, eh völlig egal, wie dieser Mist ausgeht.

    (5) 21 Gesamt – 13 hoch – 8 runter
  • Aldur sagt:

    @FFFan

    Von der geplanten gemeinsamen Teilnahme der britischen Verbände hatte ich noch nicht mitbekommen. Dass die Halbfinal-Teilnahme noch nicht für Olympia reicht, kann unabhängig davon eintreten, wenn nämlich Norwegen und Frankreich ihre Viertelfinals gewinnen. Dann würde in jedem Fall erst das Spiel um Platz 3 über das dritte Olympia-Ticket entscheiden. Das hätte aber zumindest den Vorteil, dass das „kleine Finale“ so etwas aufgewertet würde.

    (2) 4 Gesamt – 3 hoch – 1 runter
  • Schwarzwaldmarie sagt:

    Nach 2 1/2 Wochen ist die WM beendet und die Veranstaltung wird als EM mit einem einzigen Gast, den USA, weitergeführt. Von den neun angetretenen europäischen Teams sind 7 ins Viertelfinale eingezogen und auch Spanien hätte es beinahe noch geschafft. Von den 6 Gruppensiegern waren auch schon 5 europäisch und als Nr 6 natürlich die USA.
    Die Frauen folgen auch in dem Bereich, der zunehmenden europäischen Dominanz, den Männern. Auch bei den Männern warten die Südamerikaner schon seit 17 Jahre auf eine weitere Weltmeisterschaft, bei der letzten WM waren die Europäer im Halbfinale unter sich. Die einzigen Mannschaften außerhalb Europas und Südamerikas, die jemals unter die besten 4 Teams bei einer WM gekommen sind, waren die USA 1930 und Südkorea 2002 bei der Heim WM. In Afrika gab es immer wieder Mannschaften, die zu großen Hoffnungen Anlaß gaben, Nigeria, Kamerun, Senegal oder die Elfenbeinküste mit Drogba, Yaya Touré usw. Erfüllen konnten sie die Erwartungen bisher nie. Mit Nigeria und Kamerun stellte Afrika sogar 2 mal, 1996 und 2000, die Olympiasieger im Fußball.Die Dominanz der traditonellen Fußballnationen aus Europa und Südamerika konnte bisher nicht durchbrochen werden.

    Der Frauenfussball entwickelt sich in eine ähnliche Richtung. In Brasilien droht nach dem Karierreende von Marta, Christiane usw. ein weiterer Absturz. Der Appell von Marta ließ an Deutlichkeit nichts vermissen. China, vor 20 Jahren Vizeweltmeister scheint auch langsam den Anschuß an die Topnationen zu verlieren. Kanada und Australien, denen man auch einiges zugetraut hatte, konnten ihre Ansprüche nicht erfüllen. Lediglich Japan, deren Ausscheiden wahrlich äußerst unglücklich zu nennen ist, kann mit ihren Leistungen zufrieden sein. Aber ein Ausscheiden im Achtelfinale wird auch in Japan für keinen weiteren Schub sorgen, weil die Erwartungen als amtierender Vizeweltmeister und als Weltmeister von 2011 weitaus höher waren.

    In Europa schließlich gibt es den Trend, dass die großen Fußballnationen im Männerfussball diese Dominanz auch im Frauenfussball anstreben. Frankreich, Italien, Deutschland, England, Niederlande und in Zukunft mit Sicherheit auch Spanien. Die traditionellen Frauenfussballnationen Norwegen und Schweden werden in Zukunft Mühe haben, sich gegen diese Großmächte zu behaupten.

    Gerade in Frankreich, England, Italien und Spanien sind bemerkenswerte Entwicklungen zu beobachten. Real Madrid wird jetzt auch im Frauenfussball aktiv, der FC Chelsea bezahlt jetzt auch im Frauenfussball fürstliche Gehälter, die italienische Nationalmannschaft ist der Aufsteiger des Jahres, steigende Zuschauerzahlen (ca 40.000 bei Florenz gegen Juventus) lassen darauf schließen, dass der Stellenwert des Frauenfussballs auch südlich der Alpen größer wird.

    Freuen darf man sich, die nächste WM, leider ohne die USA, findet ja schon in 2 Jahren wieder statt. Die These,früher bei Männer-EMs häufig zu hören, die EM ist qualitativ höher zu bewerten als eine WM, kann jetzt auch verstärkt auf die Frauen Veranstaltungen angewandt werden.

    (14) 16 Gesamt – 15 hoch – 1 runter
  • Rudi sagt:

    Schwarzwaldmarie,
    wieso behauptest du dass die nächste WM in zwei Jahren stattfindet? Meines Wissens findet in zwei Jahren eine EM der Frauen in England statt.Nächstes Jahr ist erstmal Frauenfußball bei Olympia in Tokio.

    (-2) 6 Gesamt – 2 hoch – 4 runter
  • Schwarzwaldmarie sagt:

    Formal ist das Turnier 2021 in England natürlich eine EM, aber beim Blick auf das aktuelle Viertelfinale in Frankreich, könnte das Feld der letzten 8 in zwei Jahren genauso aussehen, außer dass die USA nicht dabei sein werden.

    (5) 7 Gesamt – 6 hoch – 1 runter

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