Deutschland bezwingt Spanien, Frankreich siegt dank VAR

Von am 12. Juni 2019 – 23.30 Uhr 32 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat auch ihr zweites Spiel bei der WM in Frankreich gewonnen. Gegen Spanien reichte ein einziger Gedankenblitz kurz vor der Pause.Frankreich profitierte von einer VAR-Entscheidung und auch Nigeria gewann.

Sara Däbritz bejubelt mit Alex Popp den Treffer gegen Spanien

Sara Däbritz bejubelt mit Alex Popp den Treffer gegen Spanien © imago / DeFodi

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Vor 20.761 Zuschauer im Stade du Hainaut von Valenciennes gewann die Elf von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg mit 1:0 (0:0). Sara Däbritz erzielte aus kurzer Distanz den einzigen Treffer der Partie (42.).

Drei Änderungen in der Startformation

Gegenüber dem 1:0-Sieg gegen China nahm Voss-Tecklenburg drei Änderungen vor. Für die verletzte Dzsenifer Marozsán, Carolin Simon und Melanie Leupolz standen erstmals Lena Oberdorf, Lena Goeßling und Verena Schweers in der Startformation.

Spanien kommt besser ins Spiel

Die Spanierinnen waren erwartet spielstark und in der ersten Halbzeit bei zunächst regnerischen Bedingungen die stärkere Mannschaft. Nahikari Garcia hatte die erste gute spanische Chance (14.), kurz darauf verpasste Silvia Meseguer nur knapp (16.).

Sara Däbritz trifft

Doch der einzige Treffer gelang der DFB-Elf: Nach einer Flanke von Svenja Huth kommte Spaniens Torhüterin Sandra Paños den Ball nicht festhalten, Däbritz reagierte gedankenschnell und staubte zur Führung ab (42.). Sie erklärte nach der Partie: „Ich habe einfach spekuliert, dass ich noch hinkomme und es war überragend, dass er reingegangen ist. Wir haben geackert und gekämpft.“

Klara Bühl sorgt für Schwung

In der zweiten Halbzeit biss sich Deutschland immer besser ins Spiel, die für Kathy Hendrich eingewechselte Klara Bühl sorgte für einige gute Offensivaktionen (64., 87.). Spanien war nur noch einmal durch einen Freistoß von Marta Torrejón gefährlich. Am Ende siegte Deutschland verdient als aufgrund der größeren Effizienz.

“Großartige Energieleistung“

Voss-Tecklenburg meinte: „Wir wussten vorher, dass es spannend und eng wird. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und waren nervös. Wir hatten etwas Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Gott sei Dank sind wir in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine großartige Energieleistung gezeigt.

Frankreich siegt dank VAR

Gastgeber Frankreich hat dank einer VAR-Entscheidung den zweiten WM-Sieg gelandet. Auch Nigeria wahrte seine Chancen auf den Einzug in die K.-o.-Runde. Im Stade Nice von Nizza gewann Frankreich mit 2:1 (0:0) gegen Norwegen.

Die als Spielerin des Spiels ausgezeichnete Valérie Gauvin brachte ihr Team anfangs der zweiten Halbzeit verdient in Führung (46.), ehe ein Eigentor von Wendie Renard nach einer Hereingabe von Isabell Herlovsen für den Ausgleich sorgte (54.).

Nach Auswertung der Videobilder wertete Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus eine unglückliche Aktion von Ingrid Engen gegen Marion Torrent als elfmeterwürdiges Foul, Eugénie Le Sommer zog dem Spiel den Stecker und verwandelte zum Endstand (72.).

Eigentor leitet Nigeria-Sieg ein

Bereits am Nachmittag gewann Nigeria vor 11.252 Zuschauern im Stade des Alpes von Grenoble gegen Südkorea mit 2:0 (1:0). Ein Eigentor von Kim Doyeon brachte die Nigerianerinnen auf die Siegerstraße (29.), in der zweiten Halbzeit sorgte Asisat Oshoala für die Entscheidung (75.).

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

32 Kommentare »

  • Ritchie sagt:

    Bernd sagt:
    14. Juni 2019 um 11.01 Uhr Uhr

    Sehr seltsam, aber wenn ich versuche meine Antwort an SCF Klausi unter dem ursprünglichen „Deutschland zittert sich zum WM-Auftaktsieg“-thread zu öffnen, wird binnen Sekunden eine DFB-Seite geöffnet. Geht Euch das auch so?

    Bei mir ist das genauso. Auch jetzt noch, nachdem ich die Seite (WS) eine Std. geschlossen hatte.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Bernd and Ritchie: Danke für den Hinweis. Problem war offenbar, dass eines der eingebundenen DFB-Videos entfernt wurde und nicht mehr verfügbar ist. Dadurch wurde offenbar eine automatische Weiterleitung zu einer DFB-Startseite aktiviert, von der wir gar nichts wussten. Jetzt sollte es wieder passen.

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  • Ritchie sagt:

    Markus Juchem sagt:
    14. Juni 2019 um 12.06 Uhr Uhr

    @Bernd and Ritchie: Danke für den Hinweis.

    So soll es es sein, Markus!

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  • Bernd sagt:

    @ SCF Klausi
    Nachdem ich mich zu Gwinn differenziert geäußert und Deine Unterstellung von Undankbarkeit zurückgewiesen habe, gerne auch noch ein paar Worte zu A. Popp. Mir geht es um sachliche Kritik. Das war bei Dir bezgl. Gwinn und Scheuer leider nur teilweise der Fall.
    A. Popp ist für den VfL Wolfsburg eine wertvolle Spielerin, welche für das eigene Team immer alles gibt. Ihr Einsatzwille, ihre Laufbereitschaft und ihr Siegeswille sind vorbildlich.
    Jedoch sind selbst Wolfsburg-Fans wie zum Beispiel Altwolf in der Lage andere Sichtweisen zu Popp nachvollziehen zu können. Dies hat er Dir SCF Klausi vorraus. Altwolf selbst hatte schon geschrieben, dass A. Popp eher polarisiert. Man ist entweder eher für oder gegen sie. Dies konnte und kann ich absolut nachvollziehen. Was Popp für Wolfsburg teilweise wertvoll macht empfinden Andere als eher unangemessen. Dies fängt bei der Zweikampfführung an. Sie schont weder sich, noch ihre Gegnerin und nimmt Verletzungen in Kauf. Wer sie intensiv beobachtet, wird auch immer wieder Nicklichkeiten gegenüber ihren Gegnerinnen feststellen. Es ist sicherlich nicht die angenehmste Gegenspielerin, dies muss und sollte sie auch nicht sein. Ich persönlich bevorzuge jedoch ganz klar andere Spielertypen. Eine Pernille Harder verschafft sich auch viel Respekt, aber auf eine völlig andere Art und Weise, welche mir persönlich aber deutlich besser gefällt!. A. Popp ist für mich permanent Gelb gefährdet, zum einen durch die Nicklichkeiten, das positiv gesagt „kompromisslose Zweikampfverhalten“ und die Schauspielerei. Beides ist für mich zuviel des Guten! Selbst ihre Zimmerkollegin Lena Goessling sah Popp in einem Fragespiel als „Drama-Queen“ und Schaupielerin und meinte der Unterschied in puncto „Zweikampfhärte“ zwischen ihr und Popp könnte überhaupt nicht größer sein! Ab 8.44:

    Nun SCF Klausi, zeig Du mir mal Leute ausser Dir, welche Gwinn als undankbar bezeichnet hätten!
    Der Versuch Deiner Retourkutsche läuft daher für mich absolut ins Leere. Während ich klar begründe, war Deine Kritik an Gwinn nicht nachvollziehbar.
    Nun ist Popp Kapitänin des Nationalteams. Eins vorweg, MVT kennt sie viel besser als ich und kann viel besser als ich beurteilen wer als Kapitänin geeignet ist. Jedoch gefällt mir persönlich, weder ihre Art zu spielen (auch wenn ich einsehe, dass auch solche Spielertypen gebraucht werden), noch teilweise ihre Art sich gegenüber den Medien zu äussern. Dies war bereits vor ihrer Wahl zur Kapitänin so, aber nun steht sie natürlich noch mehr im Focus. Eine Sara Däbritz halte ich z.B. für deutlich reflektierter in ihren Aussagen. Da hat natürlich jeder unterschiedliche persönliche Ansichten. Nichtsdestotrotz, freue ich mich über jedes Tor und jede gute Leistung von Popp. Zudem halte ich Popp auch für dankbar gegenüber dem Team, dem Verein und den Fans. Jedoch werde ich mich auch zukünftig kritisch äussern, wenn Sie sich z.B. gegenüber der „Blöd“ zur Oberweite von Mitspielerinnen positiv äußern würde, auch wenn das evtl. anschl. zu „lustigen Frotzeleien“ im Team führen würde.
    Kann man evtl. verstehen, muss man aber nicht!

    Zudem SCF Klausi, wünschst Du Dir, dass ich auch den DFB kritisiere. Dies ist natürlich immer eine sehr populäre Forderung und bringt perse bei Einigen schon mal Zustimmung.
    Jedoch muss ich Dich auch da enttäuschen, denn ich habe noch mit keiner Spielerin gesprochen, inwieweit sie vor den Interviews z.B. am Mediaday vom DFB „gebrieft“ und zur „Professionalität“ gegenüber bestimmten Medien aufgerufen wurde.
    https://tv.dfb.de/video/media-day-der-dfb-frauen/25333/

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  • Bernd sagt:

    @ Markus Juchem
    Danke für die schnelle Korrektur!
    Habe zuerst gedacht mein Computer spinnt, oder wäre ferngesteuert.
    Bin froh, dass dem nicht so ist, aber immer wieder überrascht was so alles ungewollt passieren kann.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Bernd: Darüber könnte ich Bücher schreiben… 😉

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  • holly sagt:

    @Bernd ein Medientraining gibt es schon für die Spielerinnen wenn sie in der U15 spielen. die wiederholen sich dann natürlich auch immer wieder in gewissen Abständen.
    Aber auch einige der FF BL Vereine machen Mediendays.

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  • Bernd sagt:

    @ holly

    Das habe ich auch vermutet, weshalb eigentlich die basics über die man besser nicht öffentlich spricht klar sei sollten. Dazu gehören natürlich auch Vertragsdinge, taktische Überlegungen, Internas, Privates von Mitspielerinnen usw.! Eine gesunde Distanz zur rainbow-press ist sicherlich kin Fehler.

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  • Rudi sagt:

    @Bernd,

    du schreibst in der Antwort zu @SCF Klausi dass du den DFB nicht kritisierst. Heißt das dass du mit der Arbeit vom DFB was den Frauenfußball in Deutschland einverstanden bist?

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  • Bernd sagt:

    @Rudi
    Nein, natürlich heißt es das nicht!
    Es heißt nur, wie zu lesen ist, dass ich die Schulung der Spielerinnen im Umgang mit den Medien, weder vom DFB noch von Vereinsseite beurteilen kann, das ich darüber fast nichts weiß!

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  • Volker sagt:

    Bernd hier ein kleines Video zum Thema Medientraining bein DFB
    https://tv.dfb.de/video/media-day-der-dfb-frauen/25333/
    ich hoffe danach weißt Du etwas mehr.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Volker: Das Video ist vom Media Day, hat aber nichts mit Medientraining zu tun.

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