Deutschland bezwingt Spanien, Frankreich siegt dank VAR

Von am 12. Juni 2019 – 23.30 Uhr 32 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat auch ihr zweites Spiel bei der WM in Frankreich gewonnen. Gegen Spanien reichte ein einziger Gedankenblitz kurz vor der Pause.Frankreich profitierte von einer VAR-Entscheidung und auch Nigeria gewann.

Sara Däbritz bejubelt mit Alex Popp den Treffer gegen Spanien

Sara Däbritz bejubelt mit Alex Popp den Treffer gegen Spanien © imago / DeFodi

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Vor 20.761 Zuschauer im Stade du Hainaut von Valenciennes gewann die Elf von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg mit 1:0 (0:0). Sara Däbritz erzielte aus kurzer Distanz den einzigen Treffer der Partie (42.).

Drei Änderungen in der Startformation

Gegenüber dem 1:0-Sieg gegen China nahm Voss-Tecklenburg drei Änderungen vor. Für die verletzte Dzsenifer Marozsán, Carolin Simon und Melanie Leupolz standen erstmals Lena Oberdorf, Lena Goeßling und Verena Schweers in der Startformation.

Spanien kommt besser ins Spiel

Die Spanierinnen waren erwartet spielstark und in der ersten Halbzeit bei zunächst regnerischen Bedingungen die stärkere Mannschaft. Nahikari Garcia hatte die erste gute spanische Chance (14.), kurz darauf verpasste Silvia Meseguer nur knapp (16.).

Sara Däbritz trifft

Doch der einzige Treffer gelang der DFB-Elf: Nach einer Flanke von Svenja Huth kommte Spaniens Torhüterin Sandra Paños den Ball nicht festhalten, Däbritz reagierte gedankenschnell und staubte zur Führung ab (42.). Sie erklärte nach der Partie: „Ich habe einfach spekuliert, dass ich noch hinkomme und es war überragend, dass er reingegangen ist. Wir haben geackert und gekämpft.“

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Klara Bühl sorgt für Schwung

In der zweiten Halbzeit biss sich Deutschland immer besser ins Spiel, die für Kathy Hendrich eingewechselte Klara Bühl sorgte für einige gute Offensivaktionen (64., 87.). Spanien war nur noch einmal durch einen Freistoß von Marta Torrejón gefährlich. Am Ende siegte Deutschland verdient als aufgrund der größeren Effizienz.

“Großartige Energieleistung“

Voss-Tecklenburg meinte: „Wir wussten vorher, dass es spannend und eng wird. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und waren nervös. Wir hatten etwas Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Gott sei Dank sind wir in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine großartige Energieleistung gezeigt.

Frankreich siegt dank VAR

Gastgeber Frankreich hat dank einer VAR-Entscheidung den zweiten WM-Sieg gelandet. Auch Nigeria wahrte seine Chancen auf den Einzug in die K.-o.-Runde. Im Stade Nice von Nizza gewann Frankreich mit 2:1 (0:0) gegen Norwegen.

Die als Spielerin des Spiels ausgezeichnete Valérie Gauvin brachte ihr Team anfangs der zweiten Halbzeit verdient in Führung (46.), ehe ein Eigentor von Wendie Renard nach einer Hereingabe von Isabell Herlovsen für den Ausgleich sorgte (54.).

Nach Auswertung der Videobilder wertete Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus eine unglückliche Aktion von Ingrid Engen gegen Marion Torrent als elfmeterwürdiges Foul, Eugénie Le Sommer zog dem Spiel den Stecker und verwandelte zum Endstand (72.).

Eigentor leitet Nigeria-Sieg ein

Bereits am Nachmittag gewann Nigeria vor 11.252 Zuschauern im Stade des Alpes von Grenoble gegen Südkorea mit 2:0 (1:0). Ein Eigentor von Kim Doyeon brachte die Nigerianerinnen auf die Siegerstraße (29.), in der zweiten Halbzeit sorgte Asisat Oshoala für die Entscheidung (75.).

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

32 Kommentare »

  • JolaFan sagt:

    Frau Steinhaus sollte nach Hause geschickt werden und keine Spiele mehr auf der WM leiten. Das war kein Foul und kein Elfmeter. VAR wurde missbraucht, um eine fehlerhafte Entscheidung zu untermauern.

    (-10) 44 Gesamt – 17 hoch – 27 runter
  • fufbal van sagt:

    Mein lieber Haus. Aber mal n positiver Efekt bei VAR. Sieht man Nachschulungsbedarf bei 2.liga (oder sie pfeift glaube ich sogar 1.) Schiris. Peinlich.
    Schmeisst mal schnell die Regel uebern Haufen, dass es entscheidend ist, dass man zuerst den Ball spielt. Jetzt darf man die Angreiferin auch danach nicht mehr treffen, sonst Aua.
    Oder interessante Alternative. Laufe ich hin wo die Verteidigerin den Ball wegschlaegt und lasse mich dann von ihr treffen. Elfer juchhu.

    (-1) 29 Gesamt – 14 hoch – 15 runter
  • Doc sagt:

    Engagement + Glück öffnen Tür zum Achtelfinale und wahrscheinlich sogar die Vermeidung auf ein dortigens Treffen auf die US-Girls.
    Der Einsatz, das Engagement, das diese Truppe gut sichtbar von der Jones-Zeit abgrenzt, sind explizit zu loben.
    Nur, das Blöde mit dem „Glück“ ist, frau kann sich nicht drauf verlassen!
    Ich sehe diese WM eh‘ als Schritt in eine neue Zeit für diese extrem junge dt. Natio an. Insofern sollen sie lernen, Erfahrungen machen und mit der neuen Trainerin zusammenwachsen. Was am Ende bei dieser Challenge dabei auf sportlicher Ebene herauskommt, ist für mich (noch) sekundär. Natürlich wünsche ich mir eine Qualifikation für die OS, damit auf diesem Niveau weitergelernt werden kann. Wird aber schwer, bei der europäischen Konkurrenz.
    Anhand der Aufstellungen und der Berücksichtigung ganz junger Talente glaube ich zu erkennen, VT sieht das ähnlich und zielt nicht auf schnellen Erfolg sondern langfristige Planung.
    Mir gefällt, was ich seitens der Trainerin sehe, wie die Mädels mitziehen und wie sich das darstellt. Der Übergang vom damals so wichtigen Gute-Laune-Bär und prima Typen HH zu VT ist gelungen.
    Ich sehe optimistisch in die Zukunft 🙂 Das war vor einiger Zeit überhaupt nicht so.

    (20) 32 Gesamt – 26 hoch – 6 runter
  • Ritchie sagt:

    Ich verstehe nicht, warum es hier so gesehen wird, dass es kein Elfmeter war. Die Norwegerin schlägt über den Ball und trifft mit voller Sohle (Stollen) das Knie der Französin.
    Sicher macht auch Bibi (Bibiana Steinhaus) als Schiedsrichterin Fehler, aber im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen schneidet sie mMn sehr gut ab.

    (14) 38 Gesamt – 26 hoch – 12 runter
  • never-rest sagt:

    Wieder ein hart erkämpfter Sieg gegen spielstarke Spanierinnen, die im MF ein klares Übergewicht hatten. Zum Glück offenbarte ESP wie gewohnt im Abschluss eklatante Schwächen. Die beiden größten Möglichkeiten von ESP in der hypernervösen Anfangsphase der N11 hätten sonst schnell in einen Rückstand münden können. Wenn es darauf ankam war Schult da. Die Innenverteidigung trotz einiger Fehler im Stellungs- und Passspiel nach vorne einigermaßen stabil. Vor allem Doorsoun stark verbessert. Dagegen wackelten Hendrichs und Schweers so manches mal. Die rechten Seite hat Gwinn dann in Hz. 2 dicht gemacht, während Schweers mit ihrer Gegenspielerin reichlich Schwierigkeiten hatte. Mit ihrem verbissenen Einsatz hat sie aber das Schlimmste verhindert.

    Das MF bleibt aus meiner Sicht eine Baustelle. Nach dem Ausfall von D. Maroszan war die Hereinnahme der erfahrenen Goeßling absolut richtig. Hat wie alle aber neben guten Szenen auch noch etliche leichte Fehler drin gehabt, was die Übermacht der ballsicheren Spanierinnen im MF begünstigt hat. Was nützt es, wenn die Balleroberung relativ gut funktioniert, der Ballbesitz aber durch Fehlpässe, teilweise ohne Bedrängnis, sofort wieder her geschenkt wird. Dadurch hingen die Spitzen über weite Strecken in der Luft.

    Was mir bislang auffällt, dass keine Spielerin in der N11 besonders heraus ragt oder abfällt. In der 2. Hälfte wurde der kanppe Vorsprung gegen ESP mit dieser geschlossenen Mannschaftsleistung und einigen gelungenen Umstellungen (Oberdorf und Gwinn) leidenschaftlich verteidigt. Auch das Umschaltspiel klappte endlich. Die eingewechselte Bühl hat ihre Sache gut gemacht. Vor dem gegnerischen Tor fehlt aber nach wie vor die Kaltschnäuzigkeit, das per Grätsche erzwungene Tor von Döbritz mal ausgenommen. Ich bin sicher auch Schüller bekommt deshalb noch ihre Chance.

    (14) 28 Gesamt – 21 hoch – 7 runter
  • jochen-or sagt:

    Ein glücklicher Sieg gegen eine zumindest in der ersten Halbzeit klar bessere spanische Mannschaft.
    Beachtenswert die technischen Qualitäten einzelner spanischer Spielerinnen, denen es aber insgesamt am Torabschluss fehlt.
    Dies ist auch ein deutsches Problem.
    Bei den wenigen Schuss- und Kopfballchancen wurde in der Regel auf die Torfrau gezielt.Daran sollte man arbeiten.
    Die 2. Halbzeit war recht ordentlich. Hier war von der anfanglichen Gefährlichkeit der Spanierinnen nichts mehr zu sehen und es wurden von uns einige gute Konter vorgetragen.
    Die Umstellung in der Halbzeit war recht gut, denn vor allen Dingen Bühl hat mich positiv überrascht. Gut gefallen haben mir auch zuvor schon Huth und Doorsun, mit der wir endlich jemanden in der Abwehr haben, die eine Gegnerin ablaufen kann. Leider hat Svenja keinen kräftigen Schuss.
    Lobenswert auch der Einsatz und Kampfgeist aller Spielerinnen. Niemand fiel entscheidend ab ( wie etwa Minde bei Norwegen).
    Allerdings kann ich nicht behaupten, dass dies eine überdurchschnittlich gute Mannschaft ist.
    Aber wie war dies schon in Rio ?
    Mit damals wohl mäßigerem Fußball bis zum Olympiasieg. Da machen mir dieses Mal die drei Teenager Hoffnung auf zukünftige Besserung.
    Zudem eröffnet sich nunmehr ein Weg ohne die USA oder Frankrech als Gegner vor einem Finale.
    Ich denke allerdings schon, dass aus dem Mittelfeld noch mehr Druck kommen muss und man nicht immer aus der Abwehr heraus spielen kann, wie dies in der 2. Hz der Fall war.

    (19) 23 Gesamt – 21 hoch – 2 runter
  • Rudi sagt:

    Wir haben zwar jetzt zweimal mit 1:0 gewonnen und dabei das Glück gehabt dass sowohl die Chinesischen und auch die Spanischen Spielerinnen diese eklatanten Fehler in unserer Hintermannschaft nicht ausgenutzt, ja sogar kläglich vergeben haben. Gegen Angriffs starke Teams habe ich so meine Zweifel dass das immer gut gehen wird.
    Zum Elfmeter für Frankreich sage ich dass er unberechtigt war, dass hat auch die Schiri am Anfang ohne Videobeweis so entschieden, da die Norwegische Spielerin klar den Ball gespielt hat, sie hat den Ball zwar nicht voll getroffen sondern nur „gestreichelt“ aber immerhin berührt bzw. so gespielt dass der Ball aus dem Strafraum raus rollte. Das ist auch in den TV-Aufzeichnungen eindeutig zu sehen. Ein Foul, schon gar nicht ein Absichtliches, war hier nicht zu erkennen.
    Meiner Meinung nach hat sich die Schiri von den Französinnen umstimmen und beeinflussen lassen.
    Bin mal gespannt wie Andere das hier im Forum sehen.

    (9) 23 Gesamt – 16 hoch – 7 runter
  • Schwarzwaldmarie sagt:

    Ein paar erfreuliche Zahlen von den bisherigen Einschaltquoten der beiden Deutschland Spielen.Gestern am frühabend sahen 6,15 Mio Zuschauer den 1:0 Sieg Deuschlands gegen Spanien, bei der Auftaktpartie gegen China um 15.00 Uhr waren es 4,38 Mio. Zum Vergleich, die beiden Männerländerspiele brachten mit 7,90 Mio gegen Weissrussland und 8,38 Mio gegen Estland nicht astronomisch viel mehr Besucher vor die Bildschirme. Sollten die DFB Frauen das Achtel- bzw Viertelfinale erreichen und auch mal in den Genuß einer späteren Anstoßzeit kommen, sollten diese Marken auch machbar sein.
    Ein weiterer Vergleich, das Endspiel um die Nationsleague Portugal gegen die Niederlande lockte 3,18 Mio Zuschauer vor die Bildschirme. (alle Zahlen aus dem jeweiligen Videotext)

    So viel zu den immer wieder zu hörenden Argumenten. Der Frauenfussball würde von den ÖR viel zu sehr gehypt, jedes Spiel in der Bezirksklasse der Männer verdiene mehr Zuschauer, der Gender Gap beim Fußball sei auch in diesem Ausmaß vollkommen berechtigt, weil die Männer eben auch so viel mehr Fans ansprechen usw. Immer wenn eine Frauen WM ausgetragen wird hört man schon seit über 25 Jahren die gleichen Sprüche.

    Mein absoluter Favorit,leider in negativer Hinsicht. Die Frauen Fußball Nationalelf würde sogar gegen eine U 17 eines Bundesligisten verlieren.

    (7) 13 Gesamt – 10 hoch – 3 runter
  • fufbal van sagt:

    Ritchie sagt:
    13. Juni 2019 um 9.34 Uhr Uhr

    … Die Norwegerin schlägt über den Ball …

    Ist das nicht schon beneidenswert, wie das Eventpublikum hier dann einfach die Eventbrille aufsetzt und die Realitaet einfach daran anpassen kann? Da sieht die Welt manchmal gleich viiel besser aus. Man muss das ja auch mal positiv sehen.

    (-9) 17 Gesamt – 4 hoch – 13 runter
  • Helmut Pichler sagt:

    Nach oftmaligen Ansehen des Videos meine ich , dass Frau Steinhaus nicht berücksichtigt haben dürfte, dass Torrent mit beiden Beinen voran zum Ball sprang, die Norwegerin zuerst den Ball spielte und dann erst gab es den Zusammenprall, der für beide unvermeidbar war. Sicherlich kein Elfmeter , eine klare Fehlentscheidung und eine unnötige „Verbeugung“ vor Gastgeber Frankreich.

    (10) 20 Gesamt – 15 hoch – 5 runter
  • Ritchie sagt:

    fufbal van sagt:
    13. Juni 2019 um 12.21 Uhr Uhr

    Ritchie sagt:
    13. Juni 2019 um 9.34 Uhr Uhr

    Was meinst du genau mit den Worten in Bezug der „Eventbrille“?
    Und wen zählst du zum „Eventpublikum“? Dich selber vermutlich nicht.

    (1) 5 Gesamt – 3 hoch – 2 runter
  • Andreas sagt:

    Tatsächlich ein etwas glücklicher Sieg, wenngleich auch nicht ganz unverdient. Ich bin auch nicht immer total einverstanden in Bezug auf das Unvermögen von Stürmerinnen von Glück zu sprechen. Wenn man selbst 100%ige Chancen nicht im Kasten unterbringt, hat man eigentlich nicht unglücklich verloren.
    Interessant finde ich mit Blick auf die Deutsche N11, dass man die Nervosität und Fehlerhäufung bei den Deutschen immer mit der Unerfahrenheit der Spielerinnen begründet, dabei gehörten die 3 Teenagerinnen zu den Sichersten. Giulia Gwinn verliert zwar manchmal Bälle, wenn sie sich ins Dribbling stürzt, aber immerhin macht sie was. Und sowohl Oberdorf (vor allem in der Zentrale) als auch Bühl haben beide sehr gut gespielt. Der größte Risikofaktor im Deutschen Spiel war die komplett überforderte Hendrich, die so viele Fehlpässe hatte, aber auch Risikozuspiele die zu Ballverlusten führten, dass eigentlich immer Gefahr da war, wenn sie am Ball war. In dieser Hinsicht ist mir auch Däbritz negativ aufgefallen. Wenn MVT also etwas aus den beiden Spielen gelernt haben sollte, dann das Hendrich auf die Bank und Oberdorf in die Startelf auf der zentralen 6er Position gehört. Insbesondere in HZ2, hat Oberdorf so sicher und ruhig gespielt, dass es eine Freude war. Z.B. in Minute 54:50, als sie mit einem Einwurf in der Nähe des Spanischen Strafraum angespielt wurde und von Spanischen Verteidigerinnen unter Druck gesetzt wurde. Da blieb sie cool, hat den Ball abgeschirmt und sich auf der Suche nach Anspielstationen ein paar Mal hin und her gedreht, und dann schließlich einen klugen genauen Pass in die Mitte gespielt, mit dem sie eine Seitenverlagerung eingeleitet hat.
    Am Ende sind halt auch die sogenannten Deutschen Tugenden nicht zu verachten. Mit einem couragierten und kämpferischen Auftritt haben sie einen spielerisch eigentlich besseren Gegner besiegt. Das verschafft bei kommenden Kontrahenten sicherlich auch Respekt. Und spielerisch werden sie bestimmt auch noch zulegen. Für mich also insgesamt ein durchaus Mut machender Auftritt. Ich gehe schon davon aus, dass sie die eine oder andere KO-Runde noch überstehen. Was allerdings noch fehlt ist eine Stürmerin, die aus dem Spiel heraus auch mal das Tor trifft.

    (7) 21 Gesamt – 14 hoch – 7 runter
  • pinkpanther sagt:

    @Andreas: Meine komplette Zustimmung! Danke 🙂

    (0) 8 Gesamt – 4 hoch – 4 runter
  • Schwarzwaldmarie sagt:

    Es ist erstaunlich, wie groß die Diskrepanz bei den Spanierinnen zwischen der Frauennationalmannschaft und den beiden U Teams U 17 und U 19 bei den Erfolgen immernoch ist. Im Nachwuchsbereich zählen sie schon seit fast 10 Jahren zu den 2-3 Top Teams in Europa.Lediglich Deutschland und mit Abstrichen Frankreich können in der Konstanz mit Spanien mithalten. Aber bei den Erwachsenen sieht es komplett anders aus. Spanien ist in diesem Jahr überhaupt erst das 2. mal bei einer WM dabei und die Erfolge halten sich bisher in sehr engen Grenzen.

    (5) 5 Gesamt – 5 hoch – 0 runter
  • fufbal van sagt:

    @Ritchie
    Nee. Ich bin steinuralt antiquiriert. Event ist neumodischer Tuedelkram fuer mich. Ich habe sogar mal einem Gegner fuer eine gelungene Aktion Beifall gespendet ganz viel frueher. Muss du dir mal vorstellen. Ein letzter fossiler Ueberrest, sozusagen aus den Nachkriegsjahren der nicht mehr lange macht.
    So alte Kicker sehen dann sogar zum Beispiel einen weiteren kapitalen Bock von Schult, obwohl es diesmal nicht zum Tor-Event gereicht hat.
    Oder man sieht, dass es nur das peinliche Unvermoegen der Spanierin war, die wie frueher nach alter Spanier-Manier das, nicht nutzen konnte.
    Dem Event-Publikum ist das Schult-Spektakel Recht. Das Fachpublikum sagt, wenn du gewinnen willst, solltest du besser vorher reagieren, und eine andere da ins Tor stellen. Das Event-Publikum sagt, solange nix passiert, alles ok. Dresche bitte erst warten, bis nachdem das Event in die Hose ging.
    Aber so ein spannendes 1:0, weil der Gegner vorne das Tor nicht kennt, und hinten pennt, war schon frueher viel interessanter, als ein stinklangweiliges ueberlegenes 1:0 ohne Chance fuer den Gegner, da sind wir uns einig.
    Macht den Fussball ja auch gleich viel lebendiger, seh ich ja auch voll ein.

    (-7) 13 Gesamt – 3 hoch – 10 runter
  • shane sagt:

    „Das Fachpublikum sagt, wenn du gewinnen willst, solltest du besser vorher reagieren, und eine andere da ins Tor stellen.“

    Und wie kocht das „Fachpublikum“ (zu dt: der hr sheldon aka fan2 aka fufbal van), dass trotz „Schult-Spektakel“ dieses spiel gewonnen wurde! Dennoch (oder gerade drum!), was sind wir froh, dass uns wenigstens ein einzelnes (wenn auch multipel persoenliches) fachpueblikchen hier beehrt!

    (-1) 7 Gesamt – 3 hoch – 4 runter
  • balea sagt:

    Wow, jetzt gab es schon soviele tolle Szenen und Passagen mit Tempo, Toren, Spielwitz, Leidenschaft uswusf: USA, Frankreich, Spanien, gerade Australien und Brasilien und noch einige andere zu loben – uups da fehlt bloss: D. Hurra, zweimal 1:0 und immer sind die Gegenerinnen schuld, dass man weder schön noch gut spielen konnte uswusf. Schade – Offenkundig ist der deutsche FF so bemüht dem MF nachzueifern, dass er es verdient hätte, zumindest in der nächsten Runde auf die USA zu treffen. Wie auch immer – der DFB wird sich schon jetzt bestätigt fühlen, dass alles prima ist. Und mehr wollen wir doch auch eigentlich nicht, oder?

    (-10) 16 Gesamt – 3 hoch – 13 runter
  • fufbal van sagt:

    @shane:
    Den Tiefgang der Logik kann man sicher mal hinterfragen: Wer also hier feststellt dass, Schult einen Bock fabriziert hat,muss eigentlich schon fan2 sein?
    Und auch diese bubbles faszinieren. Da kommt halt Generation Google-Fix oft nur ganz schwer rausgewoben. „Kochen“ ist so typisch festverwobenes Event-Publikum Jargon bubble. bei mir tut das eher mal das Kaffeewasser.
    Achtung Seemannsgarn:
    Als ich so alt war, wie du hiess es noch ganz ohne google der bessere soll gewinnen. Was D trotz Schult war, da Spanien trotz Schult das Tor nicht mochte. und zwar vollkommen ungekocht.
    Nochmal Seemannsgarn:
    Als ich so alt war wie du haben sich alle Spieler vor dem Spiel in der Mitte versammelt und, der Schiri ein dreifaches Hoch auf die – Achtung! jetzt kommt es! Ich trau mich kaum. Absolut old-school. Mega out. Soll ich. Doch, muss raus. Auf unsere Sportkameradschaft angestimmt. Und die Spieler 3mal Hipp-Hipp-Hurra geantwortet. Ungekocht, laut, frei, und ganz ohne location speicher.
    Schon peinlich, die Alten? Oder war das jetzt etwa doch nicht Seemannsgarn?
    Man hat selbst damals den Feind nicht als Sportkamerad bezeichnet. So hinterm Berg war 1950 dann auch nicht. Allerdings schwulsein, war da schon noch verboten.
    Ist mir immer aber gern eine Ehre wenn, ich sich jemand duch mich beehrt fuehlt.

    (-10) 10 Gesamt – 0 hoch – 10 runter
  • NaviDrH sagt:

    Mein Lieblingskommentar aus 11FREUNDE:

    „…Meine Lieblingsspielerin ist Sara Doorsoun – steht meistens falsch, nur um die Stürmerin dann sauber abzugrätschen…“

    http://www.11freunde.de/galerie/netzreaktionen-deutschland-spanien

    (2) 4 Gesamt – 3 hoch – 1 runter
  • Bernd sagt:

    Sehr seltsam, aber wenn ich versuche meine Antwort an SCF Klausi unter dem ursprünglichen „Deutschland zittert sich zum WM-Auftaktsieg“-thread zu öffnen, wird binnen Sekunden eine DFB-Seite geöffnet. Geht Euch das auch so?

    @SCF Klausi
    Sehr gerne gehe ich auf Deine Frage vom 12. Juni 2019 um 0.41 Uhr Uhr ein.

    Schade, aber ich glaube Du hast mich gleich in mehrfacher Hinsicht falsch bzw. nicht verstanden! Selbstverständlich würde ich an Benkarth, Bühl und jeder Anderen genau die gleiche Kritik üben, wenn sie als Kapitänin der Natio gegenüber Journalisten der Springerpresse die Mitspielerinnen nach solchen Äusserlichkeiten beschreiben würden! Aber meine Hauptkritik galt den diversen Boulevardmedien. Was die Blöd-Zeitung aus solchen „Vorlagen“ macht, sollte auch bei den erfahrenen Nationalspielerinnen hinlänglich bekannt sein. Deshalb meine ich nach wie vor, dass solche Beschreibungen der Kolleginnen gegenüber der Blöd nicht clever sind. Bei rassistischen Äußerungen wurden mittlerweilen bereits Spiele abgebrochen. Richtig so! Sexismus wird dagegen noch sehr oft verharmlost und bagatellisiert. Leider! Fussballerinnen nach Äusserlichkeiten zu beschreiben und nicht nach sportlichen Gesichtspunkten ist leider bereits schlechte Tradition. Bei einer WM berichten ausnahmsweise auch mal Medien die sonst mit Frauenfussball nichts am Hut haben. Einige jedoch in einer Art und Weise, die der Anerkennung des Frauenfussballs als Leistungssport sehr schadet. Im Gegenteil, es werden Klischees gefördert die meines Erachtens der Würdigung der sportlichen Leistungen im Wege stehen. Leider ist vielen die Tragweite des Problems nicht klar. Mir wäre lieber es wird darüber berichtet wer in dem Spiel die Beste war und das war Gwinn trotz des Tores eher nicht. Aber Dank Ihres Tores konnte das Klatschblatt ihren vorgefertigten über Gwinn zu diesem Zeitpunkt gut bringen. Bin froh, dass sich anscheinend doch viele WM-Zuschauer über diese Berichte u.a. in shitstorms beschwert haben. Hoffe es bewirkt etwas und der Frauenfussball wird mehr und mehr als Sport wahrgenommen!

    Etwas sehr überrascht bin ich allerdings über Deine Unterstellung, dass ich alles! kritisiere was sie tut und sagt.
    Demnach müsste ich mich dann wohl täglich zu A. Popp äußern.
    Sehr schade, aber ich empfinde das von Dir als einen ganz billigen Versuch einer Retourkutsche bezgl. Deiner übertriebenen Kritik an Gwinn und Scheuer! Dabei habe ich Dich noch ausdrücklich in Schutz genommen, als Dir persönlich Hass in dieser Angelegenheit von dritter Seite unterstellt wurde!!!
    Scheinbar konntest Du aber auch mit der sachlichen Kritik von mir und Anderen auch nicht umgehen. Kann es nach wie vor nicht nachvollziehen, warum Du so gegen Gwinn „geschossen“ hast. Sie hat ihren Vierjahresvertrag bis zum letzten Tag erfüllt und für den SC Freiburg alles gegeben. Nicht nur sie, sondern auch ihre Eltern, die sie nicht nur bei der Nationalmannschaft, sondern auch bei jedem Spiel des SC Freiburg unterstützten, sogar bei den Auswärtsspielen! Ich wünschte Du hättest erlebt, wie lautstark ihr Vater und ihre Brüder den SC Freiburg in Köln angefeuert haben und wie emotional sie selbst nach dem Spiel war. G. Gwinn und ihre Familie haben in den Jahren für den SC alles gegeben. Deshalb habe ich mich für Deine nicht gerechtfertigte Kritik an ihr tatsächlich geschämt und Dich dennoch von den Hassvorwürfen in Schutz genommen! Das Du Gwinn wiederholt als undankbar bezeichnet hast nehme ich Dir allerdings tatsächlich etwas übel! Das tut man einfach nicht gegenüber jemanden, die bis zum letzten Tag ihren Vertrag erfüllt, die alles gibt, die maßgeblich an den Erfolgen und der Entwicklung des SC beteiligt war und sich nicht nur in ihrem socialmedia-account, sehr dankbar und respektvoll gegenüber dem SC Freiburg äußert. Bevor ich mich nochmal differenziert zu A. Popp in einem neuen Beitrag äußere, hier extra für Dich SCF Klausi, zum Schluss ihre Abschiedsworte auf Instagram.
    So wie ich mir eine Entschuldigung zu den Hassorwürfen gegen Dich von dritter Seite gewünscht habe, wünsche ich mir auch eine Entschuldigung von Dir zu Deinen Behauptungen bezgl. der Undankbarkeit von Giulia Gwinn. Ich kann das nach wie vor nicht verstehen, zumal Du Dich z.B. gegenüber Caro Simon die sich in den nur zwei Jahren in Freiburg auch sehr weiterentwickelt hat, nicht so geäußert hast. Auch ihr Wechsel nach Ende des Vertrags war für mich absolut legitim.

    Giulia Gwinn:
    „Es ist an der Zeit Abschied zu nehmen und danke zu sagen! Abschied von einem Verein, von einer Stadt und einem Team, die für mich zur Heimat geworden ist. Ich bin meiner Mannschaft, dem Trainerteam, den Fans und allen Menschen rund um den Sportclub extrem dankbar für 4 schöne und vor allem sportlich herausragende Jahre.
    Hier bin ich mit knapp 16 Jahren Bundesligaspielerin geworden und durfte meine ersten Schritte im Profibereich machen. Als Freiburgerin bin ich mit 18 Jahren zur Nationalspielerin geworden und habe international meine ersten Erfahrungen im A-Team machen dürfen. Wir haben als Mannschaft erreicht, was zuvor noch keine Freiburger-Frauenmannschaft erreichen konnte. Wir haben unseren persönlichen Punkterekord gebrochen, mit dem 3. Platz die beste Platzierung erreicht und mit dem Einzug ins Pokalfinale Vereinsgeschichte geschrieben. Ohne eure Unterstützung wäre all das niemals möglich gewesen Ich bedanke mich für all das Vertrauen, das mir hier geschenkt wurde, den Glauben an mich und die Wertschätzung, die mir hier über die Jahre entgegengebracht wurde. So viel Liebe, Spaß, Leidenschaft und Freundschaft – Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr ! Ihr seid für mich zur Familie geworden!
    Ich werde immer mit einem riesen großen Lächeln an die Zeit in Freiburg zurückdenken und sie wird für mich immer eine ganz besondere bleiben, die ich niemals vergessen werde!
    Bleibt so wie ihr seid! Danke für ALLES!“

    (6) 6 Gesamt – 6 hoch – 0 runter

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