Dzsenifer Marozsán fällt gegen Spanien aus

Von am 11. Juni 2019 – 11.36 Uhr 22 Kommentare

Rückschlag für die deutsche Frauenfußball-Nationalelf: Spielmacherin Dzsenifer Marozsán wird wegen eines Zehenbruchs sowohl in den Vorrundenspielen gegen Spanien als auch gegen Südafrika fehlen.

Dzsenifer Marozsán läuft auf dem Spielfeld

Fällt mindestens zwei Spiele aus: Dzsenifer Marozsán © imago / Picture Point LE

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Bereits am Montag hatte Marozsán im Training fehlen, nun bestätigte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg: „Dzsenifer wird in der Vorrunde ganz sicher nicht mehr spielen können.“

Verletzung im Auftaktspiel

Die 27-Jährige hatte sich die Verletzung am linken Fuß in der Anfangsphase beim 1:0-Sieg gegen China zum WM-Auftakt zugezogen, als ihr eine Chinesin auf den Fuß stieg.

„Ausfall tut weh“

„Der Ausfall tut weh, vor allem persönlich, weil das eine besondere WM für Dzseni ist. Wir müssen den Verlust mannschaftstaktisch auffangen“, so Voss-Tecklenburg.

WM kein gutes Pflaster

Marozsán hatte 2011 bereits die WM im eigenen Land mit einer Knieverletzung verpasst. 2015 war sie während der WM in Kanada ebenfalls durch eine Fußverletzung gehandicapt.

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

22 Kommentare »

  • never-rest sagt:

    Schade, Schade, vor allem für D. Maroszan selbst. Gute Besserung. Ich vermute aber mal mit einem Zehenbruch wird das nix mehr bei der WM. Stelle ich mir sehr schmerzhaft vor. Dazu kommt wohl auch noch eine ordentliche Schwellung. Das üble Foul der Chinesin hatte wenigstens eine gelbe Karte verdient. Im Nachhinein verstehe ich umso weniger, warum die BT die verletzte Marozan nicht frühzeitig ausgewechselt hat, um sie zu schonen. War ja für die Zuschauer nicht zu übersehen, dass sie nach dem Foul nicht mehr richtig am Spiel teilgenommen hat.

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  • pinkpanther sagt:

    mann-oh-mann ist das bitter. Hat diese Klopperei der Chinesinnen doch noch die befürchteten Folgen …
    Gute Besserung Dszenni und hoffentlich dann wieder im AF.

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  • AchimBerlin sagt:

    Ja, ich habe großen Respekt vor dieser tapferen Kämpferin, die mit der frischen Fraktur sicher unter heftigen Schmerzen bis zum Abpfiff gespielt hat. Alles Gute, Maro, vor allem aber schnelle Genesung, damit Du bald wieder in das Geschehen eingreifen kannst!
    Was aber ist jetzt mit den „Fans“, die sich schon wieder in den „sozialen Medien“ auskotzen mussten? Sie „bringt wieder nichts“, sie ist ein „Totalausfall“ usw. Hier wäre es angebracht, sich zu schämen und mal darüber nachzudenken, wie man mit einer Sportlerin umgeht, die für uns alle auf dem Platz steht und, genau wie alle anderen Spielerinnen, bei jedem Match ihre Gesundheit riskiert.
    Ich fordere mehr Achtung für die Sportlerinnen!

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  • ollerRentner sagt:

    Übel – Man kann nur gute Besserung wünschen.

    Was mir aber jetzt völlig unverständlich ist, dass die Spielerin nicht vom Platz genommen wurde. Mit einem gebrochenen Zeh noch 75 Minuten und mehr in einem derart intensiven Spiel auf dem Platz zu bleiben bringt doch überhaupt nichts, ausser dass die Probleme gegebenenfalls noch schlimmer werden.

    Auch seitens der Spielqualität war ja ersichtlich, dass sie nicht mehr voll am Spiel teilnahm – jetzt weiss man auch warum.

    Fazit: Ich verstehe überhaupt nicht, warum man sie nicht ausgewechselt hat.

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  • Ritchie sagt:

    @AchimBerlin: Da kannst du viel fordern. Diese User in den „sozialen Medien“ (alleine diese Bezeichnung „sozial“ ist schon ein Hohn) haben jeglichen Anstand und Respekt abgelegt, sobald sie dort online sind.

    Gute und schnelle Besserung an Maro!

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  • holly sagt:

    @achim Berlin, in welchen wichtigen Spielen hat D.M. denn geglänzt in der N11?

    Sie spielt halt nur gut in der französischen Operettenliga.

    In ihrer Frankfurter Zeit war auch nur wenig Gold was Sie da gemacht hat.
    Sie verliert halt schnell ihre Spielfreunde die sie sicher mal in ihrer Jugend hatte, wenn sie eine faire aber hartnäckige Gegenspielerin hat.

    Ich sehe ihre Verletztung als Vorteil für dt. Wir werden schwerer aus zu rechnen sein.

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  • ajki sagt:

    Ich denke, weder die Spielerin selbst noch die med. Betreuer können auf dem Platz gesichert feststellen, ob es sich um eine Fraktur handelt oder nicht. Je nach Art der Fraktur bleibt sie sogar auch weiterhin unentdeckt und Prellungen/Stauchungen/Druckverletzungen können akut auch viel schmerzhafter/hinderlicher sein (je nach Art der Fraktur). Nicht „sofort“ auszuwechseln ist also verständlich (auch weil die Spielerin selbst das partout nicht will) – aber ähnlich wie Simon zur Hz-Pause oder nach 60 Min rauszunehmen, weil selbstverständlich auch der Stab sah, dass da reichlich fehlte, das wäre eigentlich schon möglich gewesen. Sie standen wohl einfach vor der Frage, ob Simon oder Marozsan rauszunehmen ist, wollten aber nicht beide frühzeitig rauslösen.

    Irritierender finde ich, dass gem. DFB-Veröffentlichung heute auf der Webseite die Fraktur in der Krankenhaus-Untersuchung direkt nach dem Spiel festgestellt wurde und die Bekanntgabe erst heute am Tag vor dem Spiel erfolgte. Ok, kann man als heute typisches und übliches taktisches Agieren vor wichtigen Spielen abbuchen – aber bei sicheren Ausfällen und durchaus erheblichen Verletzungen ist das meiner Meinung nach gründlich verfehlt. Und diese komische Rücksichtnahme auf „Verein“ als Begründung finde ich gegenüber der doch erheblich betroffeneren interessierten Öffentlichkeit als beinahe beleidigend. Hier gehts ja nun nicht um Kinkerlitzchen, Eitelkeiten oder Transferhöhensicherungen im Vereinsfußball, sondern um eine Nationalspielerin in einem internationalen Turnier. Keine Ahnung, wer da für die Informationsstrategie genau verantwortlich war: das war und ist gegenüber der interessierten Öffentlichkeit ein schlechter Stil.

    Man sollte eigentlich meinen, der DFB hätte was gelernt aus der Öffentlichkeitskrise vor der WM in Russland….

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  • wfm sagt:

    @holly
    Was Marozsan betrifft hast Du keine Ahnung. Frankfurt hätte ohne sie nie die CHL 2015 gewonnen. So war sie z.B. war Angelpunkt im Finale gegen PSG mit fast 100 Ballkontakten.
    EM 2013: HF gegen Schweden schießt sie das 1:0. Im Finale gegen Norwegen hebelt sie mit Kessler mit 2 Ballkontakten die Defensive der Norwegerinnen aus und bereitet damit den Siegtreffer von Mittag vor. Olympia 2016 hat sie im Finale das 1:0 selbst geschossen, und das 2. entscheidend vorbereitet.
    Von ihrem Anteil an den CHL – Siegen von Lyon gar nicht zu reden.
    Aber die Franzosen haben natürlich keine Ahnung sie als erste Spielerin dreimal in Folge zur Spielerin der Saison zu wählen.
    Und es waren sicher auch idioten, die sie zur weltbesten Spielmacherin gewählt haben.

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  • Marolin sagt:

    @Holly

    Dein Gedächtnis bez. Maro scheint doch sehr lückenhaft zu sein, deswegen hier einige Beispiele:

    Endspiel Olympia in Rio:
    Dszeni 1 Tor, 1 Torbeteiligung, überragende Spielerin auf dem Platz.
    EM 2013 in Schweden:
    entscheidendes Tor im Halbfinale, sehr gute Leistung
    In Frankfurt trug sie 2015 ganz wesentlich zum Gewinn der UWCL bei.

    Anscheinend zählt dies alles nicht zu den wichtigen Spielen für dich. Die Mär, dass Maro in den wichtigen Spielen nicht zu sehen ist, wird dadurch nicht richtiger, wenn man sie gebetsmühlenartig wiederholt.

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  • bale sagt:

    Ja stimme zu mit maro, aber stimmt schon, wenn du weltklassespielerinnen um dich hast, kannst du wirklich all dein können zeigen.

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  • FFFan sagt:

    „Die 27-Jährige hatte sich die Verletzung am rechten Fuß in der Anfangsphase beim 1:0-Sieg gegen China zum WM-Auftakt zugezogen…“

    Laut DFB ist der linke Fuß betroffen:

    https://www.dfb.de/news/detail/zehenbruch-dfb-frauen-bei-der-wm-vorerst-ohne-marozsan-203790/

    Was stimmt denn nun? Wie dem auch sei – auf jeden Fall wünsche ich der Spielerin gute Besserung!

    Was bedeutet diese ‚Hiobsbotschaft‘ für die Startaufstellung gegen Spanien? Wenn man nur eine Position ändern will, könnte evtl. S.Däbritz eine Reihe nach vorne rücken und L.Oberdorf gemeinsam mit M.Leupolz die ‚Doppel-Sechs‘ bilden.

    Vielleicht lässt sich MVT aber auch was ‚Verrücktes‘ einfallen und spielt im nächsten Spiel z.B. mit einer Dreierkette. Personell könnte das dann so aussehen:

    Schult – Doorsoun, Hegering, Goeßling – Gwinn, Leupolz, Oberdorf, Schweers – Huth, Popp, Däbritz.

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Danke, korrigiert.

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  • SCF Klausi sagt:

    War ja abzusehen dass nach dem geholze von China mindestens eine Spielerin ausfällt.

    Gute Besserung an Dzsenifer Marozsán .

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  • Volker sagt:

    Ein gewisses „Schubladendenken“ zum Thema Dzsenifer Marozsán ist in den Kommentaren leider offensichtlich. Ihre Eigenschaft in einem Spiel ab zu tauchen war zu Frankfurter Zeiten und in der Nati unter S.Neid ein immer wiederkehrendes Ärgernis. Zu dem brachte ihr die Zuständigkeit für Freistöße den Namen „Standfußballerin“ein. Ich möchte auch daran erinnern das Silvia Neid bei der EM 2013 Sie einmal deswegen aus der Start 11 genommen hat,mit Erfolg. Trotzdem aus dem „ewigen Talent“ vergangener Tage ist eine Top Fußballerin geworden. Ihre Rolle innerhalb der Nati. lässt sich nicht bestreiten was aber auch einige Gefahren mit sich brachte. Leider sehr deutlich Sichtbar mit einer unsicheren Frauschaft bei der EM 2017 . Bleibt Sie stehen, steht alles (Spiel Dänemark). Bei OL spielt Maro besser als in der Nati.?! Falsch! und gefährlich dumm so eine These, denn wie ein Aufruf zum Sitstorm!!!!
    Maro ist in vielerlei Hinsicht einigen Spielerinnen der National Frauschaft weit voraus. Eine Tatsache dessen sich das Trainerteam durchaus bewusst ist. MVT hat es auch schon angesprochen. Was es Dzsenifer nicht leicht gemacht hat. So erscheint der Rücktritt vom Kapitänsamt wie eine logische Konsequenz. Unter den Besten der Welt, Olympique Lyon, hat Sie diese Probleme nicht, und das ist mehr als Offensichtlich.

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  • Volker sagt:

    Thema China: Thomas Nörenberg der Co Trainer stellte zu Recht die Frage „wo war die FIFA“ die im Vorfeld der WM angekündigt hat Spielerinnen zu schützen. Die FIFA hüllt sich in Schweigen obwohl hier eine deutliche Ansage an das Team China fällig wäre. Fürchtet man politische Konsequenzen? Das ist sicher rein hypothetisch genauso kann es diese schon gegeben haben nur nicht öffentlich gemacht, was man auch verstehen kann. Es wird sich zeigen wenn die spielfreudigen Südafrikanerinnen auf diese Frauschaft treffen, ich bin gespannt.

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  • Volker sagt:

    Thema Respekt: Auch da ist mir aufgefallen das einige hier sich auf sehr dünnen Eis bewegen. Stichwort Ada Hegerberg in leider zu vielen Kommentaren stand der Begriff
    „Vaterlandsverräter“ im Kontext,würg! zumindest ist die Assoziation genau da hingehend allzu leicht.Eine logische und auch andere Sichtweise brachte mir eine EX National Spielerin aus Neuseeland Rebecca Smith: ab minute 18
    https://www.zdf.de/sport/zdf-sportextra/neuseeland-niederlande-frauenfussball-wm-analyse-100.html
    Aber auch auch die Presse zeigt immer wieder Artikel bei denen man bei genauer Betrachtung nur noch mit dem Kopf schütteln kann. So fand ich dieses:
    https://www.zeit.de/sport/2019-06/deutschland-china-frauenfussball-wm-auftakt/seite-2?cid=25004347#cid-25004347

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  • Rudi sagt:

    Auch ich sehe Maro in den Spielen der Natio immer wieder mal kritisch, obwohl sie eine hervorragende Fußballerin ist.Den Ausführungen von @Volker stimme ich im Großen und Ganzen durchaus zu, denn es ist leichter im Vereinsteam mit Weltklasse Mitspielerinnen zu glänzen, wo man tagtäglich miteinander trainiert und spielt, als in einer Nationalmannschaft wo sich die Spielerinnen ein paar mal im Jahr treffen und zusammen trainieren. Zu einigen Protagonisten, welche hier im Forum Maro so vehement verteidigen und @Holly zum Teil ziemlich scharf kritisieren sei gesagt, nur weil man in ein paar, wenn auch wichtigen Spielen mal ein Tor geschossen hat, hat man noch lange nicht spielerisch in diesen Spielen überzeugt. Tore schiessen kann ja jede Feldspielerin. Das ist hier aber nicht direkt auf Maro bezogen, sondern sehr allgemein gehalten.

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  • AchimBerlin sagt:

    @Ritchie Genau deshalb hatte ich „soziale Medien“ in Gänsefüßchen gesetzt. Wir stimmen da vollkommen überein! Trotzdem denke ich, dass man solch unfaire Pöbeleien bei Facebook & Co. nicht hinnehmen muss.

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  • Detlef sagt:

    @ Volker,
    Ich halte es für gefährliche Propaganda, einer Mannschaft vorzuwerfen, daß sie absichtlich rumholzen!!!
    Südkorea hat man gegen Frankreich zurecht vorgeworfen, daß man sie nur begleitet habe, und viel zu körperlos gespielt zu haben!!!
    China hat der DFB Elf auf den Socken gestanden, was seine Wirkung auch nicht verfehlt hat!!!

    Es wäre hier an der Schiri gewesen, rechtzeitig die Grenzen aufzuzeigen!!!
    China kam einige Male schlicht zu spät in die Zweikämpfe, und traf so halt nicht den Ball sondern den Fuß, Knöchel usw!!!

    Es ist eine WM, und da geht es um viel Prestige und letztlich auch um Erfolgsprämien!!!
    Also ist der Einsatz auch entsprechend hoch!!!
    Die Verletzung von Maro ist natürlich blöd, aber sowas passiert leider im Sport!!! 🙁

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  • holly sagt:

    liebe Leute einfach mal die Posts von anderen schreibern richtig lesen. ich hatte eindeutig oben geschrieben in welchen Spielen sie der N11 geglänzt hat?

    Nur weil sie mal ein Pass oder ein Tor in einem Spiel geschossen hat, ist es für mich keine gute Leistung.
    Keine D.M. kann immer einen tödlichen Pass oder ein Tor schiessen.
    Nennt mir doch mal bitte Spiele in N11 wo sie mal konsant gut gespielt hat.
    Ich kann mich nur wie ihr an einzelne Aktionen oder Tore erinnern. Wenn sie einen guten Tag hat spielt sie mal eine HZ gut.

    In wichtigen Spielen ist sie ähnlich wie Özil fast nie zu sehen.

    2013 war N.Kessler eindeutig die Chefin auf dem Platz. Da hat D.M. noch ganz kleine Brötchen neben ihr gebacken.
    Aber so hat halt jeder seine Sicht der Dinge. Manche finden halt einen Pass und oder ein Tor und jemand ist ein Superstar.
    Meine Ansprüche an Führungsspielerinnen ist halt ein höherer wie eurer.

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