Deutschland zittert sich zum WM-Auftaktsieg

Von am 8. Juni 2019 – 17.52 Uhr 48 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat ihr Auftaktspiel bei der WM in Frankreich mit viel Mühe gegen China gewonnen. Dabei half eine Leistungssteigerung in Halbzeit zwei und auch der Einsatz der jüngsten deutschen WM-Spielerin aller Zeiten.

Die Erlösung: Giulia Gwinn (Mi.) erzielt den Siegtreffer gegen China © imago / HMB-Media

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Vor 15.283 Zuschauern im Roazhon Park von Rennes gewann die Elf von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gegen China zum Auftakt der Gruppe B mit 1:0 (0:0). Den einzigen Treffer der Partie erzielte Giulia Gwinn mit einem 18-Meter-Schuss nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsán (66.).

Lea Schüller muss auf die Bank, Gwinn im Mittelfeld

Voss-Tecklenburg nahm gegenüber der WM-Generalprobe gegen Chile eine Änderung in der Startformation vor: Stürmerin Lea Schüller musste mit der Bank Vorlieb nehmen, Kathy Hendrich nahm den Platz als rechte Außenverteidigerin ein, Giulia Gwinn wechselte auf die rechte Mittelfeldseite, Svenja Huth wich deswegen auf den linken Flügel aus.

Gute Chancen zu Beginn

Die DFB-Frauen erwischten einen guten Start, bei einer Flanke von DFB-Kapitänin Alex Popp kam Chinas Torhüterin Shimeng Peng gerade noch mit den Fingerspitzen vor der einschussbereiten Svenja Huth an den Ball (2.), kurz darauf strich ein Schuss von Sara Däbritz nur knapp am Pfosten vorbei (3.). Mit rustikaler Spielweise und internationaler Härte bissen sich die Chinesinnen in die Partie, ein hartes Foul von Shanshan Wang an Marozsán beeindruckte die DFB-Frauen sichtlich (11.).

Rustikale Chinesinnen

Nur Minuten später hatte China die Großchance auf die Führung. Nach einem Querschläger der zunächst nervösen Sara Doorsoun hätte Yang Li fast die Führung erzielt, doch Doorsoun bügelte ihren Fehler aus und fälschte den Schuss der Chinesin entscheidend ab (14.). Die DFB-Elf agierte jetzt zunehmend überhastet, auch wenn Carolin Simon fast ein ähnlicher Kunstschuss gelungen wäre wie neun Tage zuvor gegen Chile, doch der Ball tropfte auf die Latte (17.). Und Alex Popp setzte einen Kopfball übers Tor, bei der Landung verletzte sie sich am Knöchel, konnte aber weiterspielen (20.).

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DFB-Elf lässt sich Schneid abkaufen

Nach einer halben Stunde wurde das Spiel der DFB-Spielerinnen immer zerfahrener, die Chinesinnen verdichteten das Zentrum gut und zu oft versuchten die Deutschen ihr Glück mit hohen Bällen. Kurz vor der Pause dann die nächste Schrecksekunde. Yang Li zirkelte den Ball an den Pfosten (44.) und sah anschließend für ein zu hartes Einsteigen an Almuth Schult die Gelbe Karte. Und in der Nachspielzeit hatte Gu Yasha die nächste gute Chance (45.+2).

Oberdorf jüngste deutsche WM-Spielerin, Erlösung durch Gwinn

Die DFB-Frauen kamen gestärkt aus der Kabine, Lena Oberdorf ersetzte die angeschlagene Simon und wurde mit 17 Jahren und 171 Tagen zur jüngsten deutschen WM-Spielerin aller Zeiten. Deutschland tat sich weiter schwer, ließ sich aber nun den Schneid nicht mehr abkaufen und unterband die Konter der Chinesinnen nun besser. Kathy Hendrich kam einem Treffer nah, doch Peng konnte parieren (57.). Nach einer Ecke von Marozsán landete der Ball vor den Füßen von Gwinn, die mit einem platzierten Schuss für die Führung sorgte (66.).

Gwinn: „Wichtig, mit Sieg zu starten“

Auch nach der Führung blieb es jedoch ein enges Duell, Rui Shang versuchte es mit einem Schuss (83.), doch die DFB-Elf behielt am Ende knapp, aber verdient die Oberhand. Gwinn wurde bei ihrem WM-Debüt als Spielerin des Spiels ausgezeichnet. Diese Ehre war ihr schon bei ihrem Debüt bei der U17-WM 2016 gegen Venezuela und bei der U20-WM 2018 gegen Nigeria zuteil geworden. Die 19-Jährige erklärte nach dem Spiel: „Es ist schön, beim WM-Auftakt ein Tor zu schießen, das tut dem Selbstvertrauen gut. Aber es war vor allem wichtig, mit einem Sieg zu starten. Wir hatten Höhen und Tiefen, aber was am Ende zählt, ist der Sieg.“

Voss-Tecklenburg. „Hartes Stück Arbeit“

Voss-Tecklenburg erklärte: „Das war heute harte Arbeit. Wir haben uns durch verschiedene Dinge aus dem Rhythmus bringen lassen, uns aber durchgebissen, dafür gebührt uns Respekt. Wir schauen auf die positiven Dinge, müssen uns jetzt erst einmal sammeln und hoffen dann, dass alle spielfähig sind. Bei einigen sieht es nicht gut aus, da müssen wir mal abwarten.“

Am Mittwoch gegen Spanien

In ihrem zweiten WM-Gruppenspiel trifft die DFB-Elf am kommenden Mittwoch, 12. Juni, 18 Uhr (ZDF/DAZN live), in Valenciennes auf Spanien.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

48 Kommentare »

  • fufbal van sagt:

    Ich kenn da noch so ein uralten Spruch aus der Zeit als noch Fachpublikum bei den Events gestort hat: So langweilig war das Spiel gar nicht. Schade dass es der Kommentator nicht gesehen hat. Wenn jemand noch nie Fussball gespielt hat weiss, der naturlich noch gar nicht, das bei einem Fehlpass nicht unbedingt die den Fehler macht, die abspielt. Kann auch die sein, die da wegrennt, wo der Ball hinkommt. Da die weggerannt ist, sieht es aber eben nur der, der mit- oder vorausdenken kann. Man muss aber auch schon verstehen, wenn Eventpublikum oder Kommentatoren sowas nicht so gern sehen.

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  • ollerRentner sagt:

    fufbal van sagt: „…das bei einem Fehlpass nicht unbedingt die den Fehler macht, die abspielt. Kann auch die sein, die da wegrennt, wo der Ball hinkommt.“

    Das ist natürlich vollkommen richtig, aber im Fall des Doorsoun-Passes war klar zu sehen, dass es nicht gutgehen kann. Der Abstand zur nächsten Spielerin war sehr gross und es waren Gegenspielerinnen in der Nähe.

    Die Irritation der beiden deutschen Spielerinnen in der Mitte und auf der rechten Seite kam aber wohl auch daher, dass die Trainerin solche Pässe explizit verboten hatte (wie erstaunlicherweise der Reporter wusste und wie die Trainerin hinterher bestätigte). Die haben seitens ihrer Laufwege deshalb überhaupt nicht mit einem solche Pass gerechnet.

    Das war natürlich ein Extremfall, aber fehlerhafte Passstafetten kamen öfter vor. Meines Erachtens dürfte das aber an der kurzen Vorbereitungszeit liegen und sich hoffentlich legen. Es tut halt weh, wenn so etwas in der Vorwärtsbewegung der ganzen Mannschaft passiert und gegen einen konterstarken Gegner kann das übel ausgehen.

    Im Laufe eines Turniers kann man da aber an den Stellschrauben drehen, sofern man lange genug dabei ist (kenne ich persönlich nur aus der Theorie, weil wir bei Turnieren meiner Erinnerung nach immer recht früh draussen waren 😉 ).

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  • Altwolf sagt:

    Ich möchte mal die Problematik mit Maro in der N-11 und ihre doch überragenden Leistungen (soweit man das aus Frankreich wahrnimmt) bei OL näher beleuchten, denn ich sehe da durchaus Parallelen zum Austritt e. A.Hegerberg aus ihrer norwegischen N-11.

    Für mich ist das Spielsystem und die Art des Fußballspielens in der N-11, wie auch im Verein dabei ausschlaggebend.

    Es gibt nach meiner Einschätzung, zumindest in Europa, nur 2 Clubs, die einen dominanten u. insbes. schnellen Fußball über die Aussen spielen, da so gut wie alle übrigen Teams gegen diese beiden das Zentrum dicht machen um defensiv möglichst kompakt agieren zu können.

    Wie schon zuvor an anderer Stelle prinzipiell bemerkt, können diese beiden Clubs durch ihr Tempo, verbunden auch mit der individuellen Qualität der einzelnen Spielerinnen, die Räume schaffen in denen sich z. B. eine Maro so bewegen kann, wie sie es für ihre Spielweise benötigt, nämlich Platz u. Zeit zu bekommen, sich zu positionieren und auch zu agieren. Genau das findet in den meisten Fällen in der deutschen N-11 nicht statt.

    Ähnlich sehe ich es bei A.Hegerberg, die nach N-11-Einsätzen von Albträumen spricht und deshalb nicht nur wegen der fehlenden Gleichstellung der Frauen ihre Teilnahme an der N-11 verweigert.
    Fehlende Gleichstellung macht keine Schlafstörungen bzw. Albträume, sondern es ist ihr Selbstverständnis vom Fußballspiel was sie bewegt, denn während sie ähnlich wie Maro, bei OL inzwischen voller Selbstbewußtsein, persönlich erfolgreich spielen kann und insbes. große Anerkennung genießt, findet sie aufgrund der Spielweise der norwegischen N-11 dort keine vergleichbare Bestätigung ihrer Leistung, da sie sich dort nicht so zeigen kann, wie sie es im Verein inzwischen gewohnt ist. Ich denke das das Fehlen dieses Erfolges in der N-11, sie als sehr ehrgeizige Persönlichkeit, in Selbstzweifel bringt und sie deshalb diese Konsequenz zieht, auch um sich öffentlich diesem Ungleichgewicht der gezeigten Leistungen nicht mehr aussetzen zu müssen.

    Maro dagegen versucht es zumindest immer wieder sich für die N-11 einbringen zu können.
    Da nun, wie wohl auch bei unserer N-11, aufgrund der Spielidee der Trainer, wie auch die entsprechenden Spielerinnen in der N-11 nicht vorhanden sind, ist mit einer Änderung des Spielsystemes nicht zu rechnen und sicherlich auch nicht nur um einer Spielerin entgegen zu kommen.
    So wird es auch weiterhin Diskussionen um die Leistungen von Maro in der N-11 geben.

    (5) 25 Gesamt – 15 hoch – 10 runter
  • Bernd sagt:

    @ Altwolf
    „Fehlende Gleichstellung macht keine Schlafstörungen bzw. Albträume, sondern es ist ihr Selbstverständnis vom Fußballspiel was sie bewegt…“

    Sorry, aber da bin ich wirklich ganz anderer Meinung. Menschen die polarisieren, haben oft viele Gegner, besonders wenn sie in der Öffentlichkeit stehen. Sehr viele empfinden diesen Druck als immens. Wenn man selbst umstritten ist, kann das unglaublich belastend sein. Beim deutschen Männerteam konnten vor der WM einige ein Lied davon singen. Leider kann der empfundene Druck, wenn jemand umstritten ist, noch weit mehr verursachen als Schlafstörungen.

    Auch bin ich nicht der Meinung, dass nur zwei Clubs in Europa einen „dominanten und insbes. schnellen Fussball spielen“.
    Viele Clubs spielen so einen Fussball und das nicht nur in bestimmten Ligen. Auch die Mädels vom SC Freiburg spielen einen dominanten und schnellen Fussball, allerdings nicht immer und gegen jedes Team. Es ist doch klar, dass man z.B. gegen Gladbach einen anderen Fussball spielen kann, als z.B. gegen Wolfsburg. Das Spiel muss man natürlich immer ein Stück weit dem Gegner anpassen. Während Gladbach in der zweiten Liga nun wieder einen dominanteren Fussball spielen kann, wäre das gegen Wolfsburg Harakiri!
    Du siehst das sehr aus Wolfsburger Sicht und natürlich spielen gegen Euch kaum dominante Gegner. Dies kannst Du aber deshalb nicht verallgemeinern.

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  • Altwolf sagt:

    @Bernd

    Um es deutlich klarzustellen, es geht bei meinem Versuch der Erklärung allein um die von mir „vermuteten“ Beweggründe A.Hegerbergs die N-11 zu verlassen und nicht um Menschen, die sich z.B. in ihrem Berufsalltag gegenüber Anderen „ungerecht“ behandelt bzw. in der Wertschätzung bei gleicher Leistung zurückgesetzt u. benachteiligt fühlen bzw. auch werden.
    Ist das ein anhaltender Zustand können auch psychische Störungen und körperliche Folgen daraus entstehen, wenn man es selbst nicht ändern will oder kann.

    Auch Menschen, die polarisieren und in der Öffentlichkeit stehen, können unter den Diskussionen in den Medien und im Umfeld darunter leiden und auch erheblichen gesundheitlichen Schaden nehmen, wenn sie sich dem gewollt oder ungewollt auch öffentlich aussetzen. Da sind wir zweifellos einer Meinung.

    Doch hier sehe ich diesen von dir verallgemeinernden Bezug nicht.

    A.Hegerberg ist erst im Sommer 2017 aus d. N-11 ausgetreten, nachdem sie 2014 von Turbine zu OL wechselte, dort ausschließlich Erfolge feierte, zur Spielerin Europas 2016 gekürt wurde und inzwischen ein kolportiertes Gehalt von 50.000 €/Monat bei OL bekommt, im Sommer 2017 angeblich noch 400.000 €/Jahr und damit die wohl bestbezahlteste Spielerin OLs ist. Maro angeblich 300.000 €/Jahr.

    Das sie sich für die Gleichstellung der Frauen einsetzt, nehme ich ihr auch ab, jedoch ihre Konfliktsituation mit der N-11 sehe ich einzig und allein in der sportlichen Seite, denn die Diskrepanz ihrer sportlichen Erfolge in Verein und in d. N-11 ist zu groß, um sie nur mit der Auseinandersetzung mit dem Verband zu erklären.

    Der dabei möglicherweise herrschende Umgangston miteinander, trotz des nachträglichen Einlenkens der Verbandsbosse, könnte sicherlich ein weiterer Grund für das Festhalten am Austritt sein.

    Auch wenn sie deiner Meinung nach inzwischen in der Öffentlichkeit „polarisiert“, hat sie doch schon vor ihrem Austritt aus der N-11 von Albträumen nach Aufenthalten bei der N-11 gesprochen und diese als sehr belastend empfunden und da war von ihren Austrittabsichten ja noch nicht die Rede.

    Ich zitiere mal aus einem Interview des „Sokrates“ Ausgabe #31 vom 07.06.19:
    „Man muß mutige Entscheidungen wie diese fällen, wenn man dauerhaft gute Leistungen auf dem höchsten Niveau bringen will. Ich habe lange darüber nachgedacht und die Entscheidung noch keine Sekunde bereut.“
    Ferner auch:
    „Ich habe sehr wohl Verständnis dafür, daß der Unterschied zwischen Mann u. Frau (beim Fußball) in der Bezahlung relativ groß ist und auch bleiben wird. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind eben völlig andere. Ich sehe aber auch das der Unterschied etwas kleiner geworden ist.“

    Für mich lässt das nur den Schluss zu, das rein „sportliche und persönliche Gründe“ diesen Rücktritt verursacht haben und ihre gesundheitliche Problematik, wie schon ausgeführt, aus der Diskrepanz im sportlichen Bereich resultierte.

    Bezüglich der Spielweise der beiden Clubs, hatte ich eigentlich mehr OL im Sinn, da sowohl A.Hegerberg, als auch Maro dort spielen und bei beiden es in den N-11-Teams anders als im Club läuft bzw gelaufen ist.

    Ich hätte natürlich darauf hinweisen müssen, das diese beiden so gut wie gegen jeden Gegner so spielen, während das in den N-11-Teams zumindest bei D und N in dieser Konsequenz nicht stattfindet.

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  • Bernd sagt:

    @ Altwolf
    Schlafstörungen und damit verbundene Erkrankungen sind meistens nicht monokausal zu sehen. Die von Dir genannten Gründe sind sicherlich relevant. Wir unterscheiden uns nur in der Bewertung der verschiedenen Faktoren. Dies könnte ich auch begründen, würde aber in diesem Rahmen zu weit führen. Es ist auch nicht so wichtig, denn einig sind wir uns sicher darin, dass wir allen Spielerinnen wünschen gesund zu bleiben.

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  • Altwolf sagt:

    @Bernd

    Das können wir so stehen lassen.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Altwolf , @ Bernd

    Mag sein das ich etwas falsch verstanden habe,aber wenn das so ist dass Frau Hegerberg wegen Alpträumen aus der N11 zurückgetreten ist dann sollte sie sich schleunigst untersuchen lassen.[…]

    Die geschätzten 400.000,- € Jahresgehalt seien ihr gegönnt,von mir aus kann sie auch noch wesentlich mehr verdienen.Aber mit der Begründung wegen Alpträumen von der N11 fern zu bleiben ist ein brutaler Faustschlag mitten ins Gesicht ihrer norwegischen Mitspielerinnen die wohl mit Freude für ihr Land spielen und immer das Beste geben.Wäre ich Verbandspräsident würde ich Frau Hegerberg verbandsintern zur persona non grata erklären und sie nicht noch weiter hofieren.

    Wo käme der Fußball dann hin,wenn z.B. ein Messi,CR7,Mbappe und wie die Weltklassespieler alle heissen ihre N11 boykottiren nur weil sie auf Verbandsebene nicht so erfolgreich sind wie im Verein.

    Auch einer Frau Hegerberg sollte bekannt sein,dass es in einer N11 immer schwieriger ist um Titel zu spielen als in einer Vereinsmannschaft,da diese wesentlich besser aufeinander eingespielt sind weil man täglich zusammen trainiert und auch die Spiele in einer geissen Stammformation bestreitet.Dies ist bei einer N11 nun mal nicht gegeben .

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen

    (-5) 17 Gesamt – 6 hoch – 11 runter
  • NaviDrH sagt:

    Zitat aus der bei mir noch nicht als Fussball Fachblatt aufgefallenen taz: „…Die schweren Patzer einzelner Spielerinnen, vor allem der übernervösen Sara Doorsoun-Khajeh, und das Defensivverhalten lassen noch reichlich Raum für Verbesserungen. Gegen Spanien nächsten Mittwoch wird die Abwehr noch mehr gefordert sein…“

    (4) 6 Gesamt – 5 hoch – 1 runter
  • Altwolf sagt:

    @SCF Klausi

    Nach meiner Einschätzung hast du das wohl nicht missverstanden.

    (2) 2 Gesamt – 2 hoch – 0 runter
  • Bernd sagt:

    @ Alex Popp
    Mit Deiner Erfahrung solltest Du eigentlich wissen das die Bl.d-Zeitung aus
    sowas
    https://pbs.twimg.com/media/D8kvqFfXUAE7ObI.jpg:large
    sowas macht
    https://pbs.twimg.com/media/D8jHq_4XUAsYQl-.jpg
    Solche Vorlagen muss man solchen Medien nicht geben, besonders wenn man eben nicht auf Äusserlichkeiten reduziert werden will!

    (1) 11 Gesamt – 6 hoch – 5 runter
  • Rudi sagt:

    @Bernd,

    du hast vielleicht Probleme. Was willst du denn damit andeuten? Was ist an diesen Artikeln der BILD, die ich nicht lese, so schlimm? Giulia ist nun mal eine hübsche junge Dame und eine ausgezeichnete Fußballspielerin.

    (-4) 16 Gesamt – 6 hoch – 10 runter
  • Bernd sagt:

    @ Rudi

    Nein, nicht ich hab die Probleme, sondern der Frauenfussball und oft genug einzelne Personen, wenn sich später mal das Ganze ins Gegenteil verkehrt!
    Der Frauenfussball möchte wie man oft von Spielerinnen erfährt, eben nicht auf Äusserlichkeiten reduziert werden. Da ist gerade die Bl.d-Zeitung eines von den besonders schlechten Beispielen!
    Wie zu erwarten versteckt sich dieses Boulevardblatt nun hinter der Äußerung von Popp.
    Zitat:
    „Die Bezeichnung „Hübscheste“ für die Spielerin Giulia Gwinn sei keine Bewertung der „Bild“-Redaktion, sondern stamme aus dem Zitat der Kapitänin Alexandra Popp, die in einem früheren Beitrag für die Zeitung alle ihre Mitspielerinnen vorgestellt hatte: „Ihre Beschreibung haben wir aufgegriffen.“

    Hier Beispiele für die Schlagzeilen aus anderen Medien:
    Frauen-WM 2019: Talentiert & schön – So sexy sind die deutschen Spielerinnen
    Giulia Gwinn: So heiß zeigt sich das DFB-Hottie bei Instagram

    Als nächstes kommt dann wahrscheinlich die Nachfrage, ob der Playboy schon angerufen hat, usw.

    Dann muss man sich wirklich nicht wundern, wie Frauenfussball gesehen wird. Wenn die Medien solche Sichtweisen befeuern, kann ich Dir sagen was in den Pausenräumen der Fabriken abgeht! Wenn dann einer versucht über das Spiel zu sprechen, wird er nur noch ausgelacht.
    Jetzt schreibt Bl.d:
    Im Team heißt sie „die Hübscheste“

    Soviel ich weiß sagen alle im Team Giuli zu ihr, aber damit läßt sich halt keine Schlagzeile machen.

    Das Boulevardblatt lese ich übrigens auch nicht, aber im Moment findet man derartige Schlagzeilen im Internet sehr oft.
    Schade Rudi, dass Du nicht merkst, wie perfide die Abwertung des Frauenfussballs genau auf diese Art und Weise geschieht.
    Als nächstes fragt der Reporter Gwinn dann, ob „die Hübscheste“ nicht ein tolles Kompliment ist. Und was soll Gwinn dann sagen? Soll sie es sich als 19jährige mit dem Boulevardblatt verscherzen?
    Was dann folgen würde, da können viele Menschen von berichten!
    Manchen Medien geht es skrupellos nur um die Absatzzahlen, wer dabei auf der Strecke bleibt ist interessiert die nicht! Die Förderung des Frauenfussballs ist denen herzlich egal. Wer von so einem Blatt gehypt wird, muss damit rechnen, dass in schlechteren Zeiten dann noch zusätzlich medial auf einen „eingeprügelt“ wird.
    So Rudi, jetzt weißt Du was ich „andeuten“ will! Du kannst das gerne verharmlosen, aber genügend Menschen mussten das Hochjubeln und das spätere Gegenteil bereits bitter erfahren.

    (6) 18 Gesamt – 12 hoch – 6 runter
  • Ritchie sagt:

    Die Beiträge vom 10.06. um 22:27 Uhr und um 23:02 Uhr:
    Eine Reduzierung auf das Äußerliche wird eben pauschal gesagt nicht gerne gesehen. Gerade Frauen (nach meiner Erfahrung) reagieren da empfindlich. Wenn A.Popp als Kapitänin solche Sprüche im Interview macht…, kann sie nicht jemand ablösen?
    Es war zumindestens gedankenlos.

    (2) 8 Gesamt – 5 hoch – 3 runter
  • Rudi sagt:

    @Bernd,
    also, in der Tat hab ich das am Anfang nicht so gesehen. Auch ich hatte schon mit einer Journalistin schlechte Erfahrung gemacht. Deine Antwort finde ich richtig und bin deshalb ganz bei dir. Man sollte gewissen Medien mit viel Misstrauen gegenüber über stehen. Ich hab mich halt nur darauf bezogen dass Giuli Gwinn ein hübsches Mädchen ist, was du sicher nicht bezweifeln wirst. An den möglichen, anderen Hintergedanken welches dieses Blatt mit den 4 großen Buchstaben hat, habe ich tatsächlich im ersten Augenblick nicht gedacht und vielleicht auch meinen Kommentar zu voreilig geschrieben. Ich bin also im vollen Umfang deiner Meinung und hoffe damit ist wieder alles beim Besten?!

    (2) 6 Gesamt – 4 hoch – 2 runter
  • Ludwig sagt:

    Ich finde nicht, dass man Alex Popp einen Vorwurf machen sollte.

    1. gehe ich davon aus, dass es scherzhaft gemeint war. Gwinn macht jedenfalls auf dem Platz nicht den Eindruck, dass sie zunächst mal an ihre Frisur denkt, und das dürfte auch Popp nicht entgangen sein.
    2. ist es völlig egal, was jemand sagt. Diese Zeitung wird schon eine Möglichkeit finden, es so zu drehen, wie sie es gern hat.
    3. und am wichtigsten: Warum soll man bei jeder Äußerung im Hinterkopf haben, was diese Zeitung daraus machen könnte? Das kann schon wegen 2. nicht funktionieren. Und man setzt sich damit das Messer in den eigenen Kopf. Es war die Zeitung, die das verzapft hat, nicht Popp. Niemand zwingt diese Journalisten zu ihrer Qualitätsarbeit. Sie tun es aus eigenem Antrieb. Da können Interviewte machen, was sie wollen. Das einzige, was man tun kann, ist, sich soweit wie möglich von diesen Menschen fern zu halten. Aber selbst daraus werden sie einem noch einen Strick drehen.

    (1) 9 Gesamt – 5 hoch – 4 runter
  • Bernd sagt:

    @ Rudi
    Danke für Deine Worte. Dann sind wir uns vollkommen einig. Bin davon ausgegangen, dass die Spielerinnen im Umgang mit Medien geschult werden, insbesondere die Kapitänin. Mediadays gibt es ja in jeder Saison. Die Interviewer der Boulevard-Medien lauern nur auf solche Aussagen. Im Mißerfolg heißt es dann über Gwinn: „Sie hat die Haare schön, sonst hat man von ihr nichts gesehen“.
    Hauptsache irgendwelche dummen, populistischen Schlagzeilen raushauen um Auflage zu machen.

    Rudi, stell Dir nur mal vor, wir zwei hätten hier im Forum paar Photos hochgeladen. Ein anderer Forist bezeichnet einen als „Hübscher“ und den anderen als „Dickerchen“(eher mich). Danach würden viele Foristen einen immer so bezeichnen. Auch das fände ich total daneben und keine der „Bezeichnungen“ würde mir gefallen. Und hier geht es nur um paar Leute ohne Wirkung für uns nach aussen. Wenn solche Zeitungen oder Online-Medien sowas bringen geht es um Millionen die das lesen. Passiert Gwinn bei einer Grätsche versehentlich später irgendwann ein folgenreiches Foul, darfst Du lesen:
    „Die Schöne wird zum Biest!“ Damit sich news besser verkaufen wird halt mit den Extremen gearbeitet.

    Wenn Kapitänin Alexandra Popp zu allen Spielerinnen befragt wurde, kann sie bei Gwinn z.B. gerne sagen. Sie ist schnell, auf verschiedenen Positionen einsetzbar, schlägt gute Flanken und ist zugleich torgefährlich und hat mit den U-Teams bereits viele Erfolge gefeiert. Wenn Popp dann zu privaten Dingen oder Äußerlichkeiten anderer im Team befragt wird, wäre eine Antwort: „Da dürfen Sie die Spielerin gerne selber fragen.“ Somit hätte Popp den Focus auf das Sportliche gelenkt, was den Spielerinnen selbst auch wichtig ist. Der Frauemfussball wird nicht dadurch aufgewertet, dass ich erfahre wie lange eine Spielerin für Ihre Haare braucht.
    Denke das A. Popp gerne Interviews gibt(auch schon bevor sie Kapitänin wurde), ob sie dabei reflektiert und clever ist steht auf einem anderen Blatt. Boulevardmedien können Sportlerinnen sehr schmeicheln, genauso können sie leider aber auch z.B. private Probleme öffentlich machen. Wünsche dem deutschen Team, dass sie sich von solchen Medien nicht in die Richtung bringen lassen, „Sexy Girls“ und kicken können sie sogar auch. In dem Sinne hoffe ich auf viele gute sportliche Nachrichten vom deutschen Team. Würde mich freuen, wenn nach der WM mehr Leute in die Stadien kommen um die Spiele zu sehen.

    (2) 8 Gesamt – 5 hoch – 3 runter
  • Bernd sagt:

    @ Ludwig
    Natürlich muss man immer überlegen was man wem sagt. Das gilt für jeden Menschen. Man muss nicht jedem erzählen was man z.B. über seine Nachbarn oder Freunde weiß. Seinem Chef erzählt man andere Dinge als seiner Freundin. Eine Spielerin darf natürlich nichts über die Taktik oder Aufstellung vom nächsten Spiel erzählen. Aktuell durften sie nichts zur Verletzung von Marozsan sagen.
    Selbstverständlich muss man immer überlegen was man der Presse mitteilt und was besser nicht. Alles andere wäre völlig naiv.
    Wer z.B. über persönliche Probleme von sich oder Anderen mit der Presse redet, darf sich nicht wundern, wenn die eine Story daraus machen. Schaue nur mal z.B. beim HSV oder H 96, wo Probleme, Internas und Meinungen über die Presse ausgetragen wurden, was dies für Auswirkungen auf den sportlichen Bereich hatte und hat.
    Sich unüberlegt mit bestimmten Presseleuten zu unterhalten ist mit das Dümmste was man machen kann. Deine Punkte von 1-3 halte ich alle für falsch. Zu Punkt 1: Es wurde von niemanden gesagt, dass Gwinn „auf dem Platz zunächst mal an ihre Frisur denkt“.
    Zu Punkt 2: Dinge die man bestimmten Presseleuten erst gar nicht erzählt können auch nicht verdreht werden.
    Zu Punkt 3: Nicht im Hinterkopf zu haben was die Presse mit bestimmten Äußerungen macht, wäre fahrlässig und naiv! Werde mich z.B. vor einem Spiel doch selbst mit einer Freundin im gegnerischen Team nicht über die Teamtaktik unterhalten. Das ich auch mit der Presse über dieses und vieles andere nicht rede ist eine Selbstverständlichkeit. Denk mal drüber nach!

    (4) 8 Gesamt – 6 hoch – 2 runter
  • Ludwig sagt:

    @Bernd Das ändert alles nichts daran, dass die Täter die Täter sind. Man darf sich sehr wohl darüber wundern, dass andere Leute eine Story aus allem machen, was ihnen in die Quere kommt. Verantwortlich für die Veröffentlichung von was auch immer sind die Schreiberlinge – und niemand sonst.

    (-3) 7 Gesamt – 2 hoch – 5 runter
  • Bernd sagt:

    @ Ludwig Mich wundert das Verhalten mancher Medien schon lange nicht mehr, schließlich verdienen die damit ihr Geld. Z.B. bei den Mediadays müssen sich die Spielerinnen den Medien stellen. Da macht es schon Sinn sich vorher mal Gedanken darüber zu machen, was man erzählen will und was nicht. Das manche „Vorlage“ von Journalisten gerne verwandelt wird ist nichts Neues. Natürlich hat z.B. ein „Maulwurf“ im Team, ebenfalls Verantwortung für das was der Presse gesteckt wird. Das nur der Schreiberling Verantwortung trägt ist mir viel zu einfach. Die Informanten müssen sich schon überlegen was sie tun!

    (3) 5 Gesamt – 4 hoch – 1 runter

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