DFB-Frauen: Glänzende Augen dank Traumtor und Kulisse

Von am 31. Mai 2019 – 0.05 Uhr 36 Kommentare

Neun Tage vor dem Auftaktspiel gegen China hat die deutsche Frauenfußball-Nationalelf mit einem Sieg gegen Chile eine erfolgreiche WM-Generalprobe bestritten. Sportlich lief zwar noch nicht alles rund, doch freudige Gesichter gab es trotzdem – wegen Carolin Simons Traumtor und einer ansprechenden Zuschauerkulisse.

Jubel über Caro Simons Traumtor gegen Chile

Jubel über Caro Simons Traumtor zum 2:0 © imago / Kirchner-Media

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DFB-Abwehrspielerin Marina Hegering genoss nach dem 2:0 (2:0)-Sieg der DFB-Frauen gegen Chile sichtlich den Walk durch die Mixed Zone in der Regensburger Continental-Arena.

Späte Berufung

Die 29-Jährige galt vor fast einem Jahrzehnt als eines der hoffnungsvollsten Nachwuchstalente im deutschen Frauenfußball, ehe sie eine hartnäckige Fersenverletzung für mehrere Jahre außer Gefecht setzte. Der Traum von einer Berufung in die A-Nationalelf schien lange Zeit ausgeträumt.

Hegering gerät ins Schwärmen

Erst vor knapp zwei Monaten feierte Hegering dann ihr kaum mehr für möglich gehaltenes Debüt im Dress der DFB-Frauen, nun scheint ihr nach ihrem erst 3. Länderspiel gar ein WM-Stammplatz in der Innenverteidigung sicher. Umso mehr genießt sie jede einzelne Minute im Kreis der Nationalelf. „Die Stimmung und die Nationalhymne waren ein Riesenerlebnis“, schwärmte sie nach der Partie von der Kulisse im Stadion.

„Richtig geile Kulisse“

Erstmals seit dem 4:0-Sieg gegen Brasilien in Fürth im April 2015 fand sich wieder einmal eine fünfstellige Zuschauerzahl zu einem Spiel der DFB-Frauen ein, unter den 10.135 Zuschauern waren auch der frühere Interimstrainer Horst Hrubesch und Ex-Nationalspieler Sami Khedira, der im nahegelegenen Donaustauf zur Reha weilt. „Das war eine richtig geile Kulisse und die Leute haben mitgefiebert“, freute sich auch Torschützin Carolin Simon.

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Positive Stimmung aufsaugen

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war von der Kulisse ebenfalls angetan. „Ich habe in den Augen der Spielerinnen gesehen, dass das noch einmal eine positive Stimmung entfacht hat. Das war ein schönes Gefühl und davon lassen wir uns ein Stück weit tragen.“ Und so nahmen die Bundestrainerin und ihre Schützlinge vor allem stimmungstechnisch aus der Partie einiges mit.

Nur wenige Erkenntnisse

Sportlich hielt sich der Erkenntnisgewinn gegen den Weltranglisten-39. aus Südamerika in Grenzen. Zu klar waren die Kräfteverhältnisse und die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die DFB-Elf war von Beginn an überlegen, erspielte sich zahlreiche Chancen und durfte am Ende dennoch nur zweimal jubeln. Über Alex Popps Führungstreffer nach Ecke von Carolin Simon (29.) und den Kunstschuss von Simon, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit über den Innenpfosten ins Tor tropfte. „Das war natürlich so gewollt“, so Simon augenzwinkernd nach der Partie.

Wechsel zerstören Spielfluss

Die sechs Wechsel im DFB-Team in der zweiten Halbzeit waren dem Spielfluss nicht zuträglich, doch es ging der Bundestrainerin vor allem darum, einige Spielerinnen in der zweiten Halbzeit zu schonen, die noch nicht bei 100 Prozent sind, wie etwa Hegering oder Melanie Leupolz.

Schults Schulter hält

Defensiv waren weder Torhüterin Almuth Schult, deren verletzte rechte Schulter im Spiel keine Probleme bereitete, noch ihre Abwehrreihe ernsthaft gefordert, offensiv ließen die DFB-Frauen allerdings zu viele Chancen liegen. „Wir sind auf einem guten Weg, aber man hat schon gesehen, dass noch Luft nach oben ist“, so Kapitänin Alex Popp.

Chancenverwertung verbessern

Und auch Carolin Simon meinte: „Die Chancenverwertung ist ein ganz großes Thema. Da müssen wir ansetzen, aber wir haben ja auch noch ein paar Tage Zeit.“

Deutschland – Chile 2:0 (2:0)

Deutschland: Schult – Gwinn (72. Knaak), Doorsoun, Hegering (46. Oberdorf), Simon – Leupolz (61. Magull), Däbritz (60. Goeßling) – Huth, Marozsán (71. Bühl), Schüller (46. Dallmann) – Popp
Chile: Endler – R. Soto, Sáez, Guerrero (46. López), Galaz – Araya – Aedo, Lara – Zamora, Urrutia (57. Rojas), Balmaceda (90. Huenteo)
Tore: 1:0 Popp (29.), 2:0 Simon (45. +2)
Gelbe Karten: Gwinn, Simon
Schiedsrichterin: Lina Lehtovaara (Finnland)
Zuschauer: 10.135

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

36 Kommentare »

  • Cedric Schmidt sagt:

    Die Zeiten entwickeln sich. Früher war Fachpublikum. Da haben die Zuscjauer von gekonnten Aktionen geträumt wo besonderes Talent oder Fähigkeiten oder Training eines Spielers ein kunstvolles Tor zu erzielen, was sie von Hobbykickern abhob. Heute ist Eventpublikum. Da sind die Fähigkeiten ziemlich egal (nur gewinnen ist eben wichtig) und viele träumen einfach von effektvollen Toren. Witzige Zufallstore besonders gern, erst recht wenn sie auf einem Fehler in der Ballbehandlung beruhen.

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  • Detlef Pűschel sagt:

    Oje oje, wo ist der deutsche FF bloß hingeraten, daß man sich jetzt schon über gerade mal 10000 Zuschauer derart ausgelassen freuen kann??? 🤔

    Und ein 2:0 gegen einen drittklassigen Gegner wird die „Euphorie“ auch nicht gerade anstacheln!!!

    DFB oje oje!!!

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  • Andi sagt:

    Also irgendwie habe ich das Gefühl, das Detlef und Cedric die gleiche Person sind?

    Ich persönlich denke das die erste Halbzeit durchaus ansprechend war und aus einer Trainingsphase heraus auch wirklich in Ordnung.

    Zu kritisieren ist einfach die Chancenverwertung. Das ist zu wenig. Aber ich finde auch das Christiane Endler eine tolle Torhüterin ist.

    Man darf es hier wahrscheinlich gar nicht laut sagen, aber mir gefällt unser Mittelfeld, Leupolz und Däbritz, davor Maroszan, das hat wirklich Potential. Sehr positiv habe ich auch noch Lena Oberdorf wahrgenommen.

    Ich sehe der WM in jedem Fall positiv entgegen. Motzen kann ich dann immer noch. 🙂

    (21) 47 Gesamt – 34 hoch – 13 runter
  • Altwolf sagt:

    Ein ordentliches Spiel gegen einen doch spielerisch limitierten und sehr defensiv agierenden Gegner, den man zwar dominierte, jedoch auch zeigte, wo noch Probleme bei der N-11,zumindest gegen ein so tief stehendes Team bestehen.

    So konnte A.Schult ohne erkennbare gesundheitliche Probleme das Spiel bestreiten, hatte zumindest im Abschätzen der Bälle beim Herauslaufen und bei hohen Hereingaben ihre Sicherheit wieder, wurde jedoch sonst kaum gefordert um nun schon von einem gelungenen Belastungstest sprechen zu können.

    Das zentrale Defensivpaar zeigte sich durch das solide Stellungsspiel u. Zweikampfverhalten von M.Hegering in Verbindung mit der personifizierten Tempospielerin S.Doorsoun, sowohl in der Rückwärtsbewegung als auch in der Spieleröffnung, sicher und fast immer auch souverän.

    Anders auf der Aussenbahn rechts, wo die sehr offensiv ausgelegte Besetzung mit G.Gwinn u. S.Huth nicht sehr gut harmonierte, denn gerade bei tief stehenden Teams, nehmen sie sich gegenseitig den schon sehr eingeengten Raum weg und beide sind Spielerinnen, die den freien Raum für ihr Spiel brauchen u. ihre Stärken nicht im 1:1 haben. Da wäre mir die etwas defensivere Variante mit K.Henrich lieber u. G.Gwinn dann besser vorne aussen als Alternative eingesetzt.
    Auf der linken Seite hatte C.Simon mit ihrem Tor sicherlich ein “ Highlight“, was offenbar mit dem „Momentum OL“ zu tun hat, denn genau dieses Tor ist OL durch Abily gegen WOB von der gleichen Position aus geglückt. Nicht OL-like waren jedoch ihre wiederholten technischen Fehler u. auch Zuspielfehler, zumal sie auch defensiv nicht so sicher agierte.
    Das sie über die linke Seite, nach Aussage von N.Küntzer, viel Druck und Tempo hereinbrachte, konnte ich nicht wahrnehmen. Für C.Simon spricht allerdings, daß sie als Linksfuß einen guten Abschluss hat und gute Hereingaben von der Seite bringt.

    Wenn man in diesem Zusammenhang mal die Kommentare zum Spiel von N.Küntzer und A.Schult vergleicht, so hat die Analyse d. Torfrau doch deutlich mehr Schärfe und Substanz als die der Moderatorin.

    Während die Offensive der N-11 mit A.Popp im Zentrum u. L.Schüller u. S.Huth auf den Seiten zwar zu Chancen kamen, jedoch wieder einmal die Verwertung und insbes. die letzten Zuspiele nicht nutzen konnten, da oft zu ungenau u. auch missverständlich gespielt wurde, sehe ich im MF doch erhebliche Probleme, wenn gegen solch tief stehende Teams gespielt werden muß.

    S.Däbritz gehört nicht auf die 6 (sehe ich als Fehler des Trainerteams) neben M.Leupolz, die nun mal ( auch bei Bayern nicht)keine Spielmacherin ist und ihre Stärke eindeutig die Defensivarbeit ist.
    S.Däbritz gehört nach meinem Empfinden gegen solche Gegnerinnen auf e. Aussenposition, entweder für L.Schüller o. für S.Huth, da sie noch die größten Chancen im 1:1 im 16er und darum herum bietet.
    Was beim Spiel gegen tiefstehende Gegnerinnen erforderlich ist, hat L.Gößling dann eindrucksvoll gezeigt und wenn Maro sich nicht zu weit nach hinten fallen läßt, könnten beide das Spiel lenken und über das dann erforderliche Positionsspiel über die Aussenbahnen breit machen, das Tempo bestimmen und so auch Platz für die Stürmerinnen schaffen bzw. Maro sich selbst in bessere Abschlußpositionen bringen kann.

    L.Oberdorf mit einem guten Auftritt, auch wenn sie in HZ 2 kaum gefordert wurde, machte sie einen sehr sicheren Eindruck und man kann gespannt sein, wenn sie es mal mit stärkeren Gegenspielerinnen und unter Druck zu tun hat.
    Die anderen dann noch eingesetzten Spielerinnen konnten sich in einem offensiv nicht gut strukturierten und auch untereinander nicht abgestimmten Spiel mehr mit ihren Stärken zeigen.

    Als Team machte die N-11 einen guten Eindruck und auch die Mentalität, der Einsatz- und auch Laufwille stimmt.
    Wenn auch noch die Abstimmung untereinander und die Positionen im Spiel mit den „passenden“ Mitspielerinnen optimiert werden können, sollte eine gute Plazierung bei der WM möglich sein.

    (20) 50 Gesamt – 35 hoch – 15 runter
  • Ritchie sagt:

    Die erste Halbzeit habe ich wegen Vatertag (Familientreffen) verpasst. Und damit auch die 2 einzigen Tore.
    Zur 2. Hz. gab es die ersten beiden Wechseln, danach noch jeweils 2 Wechsel. Berauschend war das Spiel nicht, aber gegen Chile ausreichend. Bei der WM muss und sollte mehr kommen.

    (14) 14 Gesamt – 14 hoch – 0 runter
  • ollerRentner sagt:

    Für die aktuelle Phase der kurzen Vorbereitung war das Spiel ausgesprochen gut. Mehr konnte man wirklich nicht erwarten.

    Mir fiel allerdings eine Sache ziemlich oft auf: Es wurde nach dem „letzten Pass“ noch ein weiterer gespielt, der eigentlich überflüssig war.

    Anders ausgedrückt, waren die Spielerinnen oft schon im oder am Strafraum in einer guten Abschlussposition, spielten aber noch einen weiteren Pass, statt einen Abschluss zu versuchen. Das führte dann ob des Gedränges vor dem Tor zu nichts mehr.

    Man muss den Ball nicht unbedingt ins Tor tragen, sondern sollte eher öfter von der Strafraumgrenze aus schiessen, wenn sich eine gute Gelegenheit dazu ergibt.

    …aber es ist ja noch etwas Zeit daran zu feilen.

    Lena Oberdorf kann man eigentlich nur noch erstaunlich finden. Mit welcher Ruhe und Übersicht sie einfach mal die Rolle in der Innenverteidigung übernahm, wobei ihre Vorstösse nach vorne ausgesprochen zielstrebig waren, war beeindruckend. Zusätzlich ist sie bei Standards noch ausgesprochen torgefährlich. Ich kann sie mir durchaus gewinnbringend in der Startelf vorstellen.

    (21) 33 Gesamt – 27 hoch – 6 runter
  • GG sagt:

    In ganz weiten Teilen halte ich es mit @Altwolf:
    K. „Julia“ Hendrich ist für mich als rechte Verteidigerin gesetzt. Rechts innen würde ich auf die Stabilität von Lena-Sophia Oberdorf setzen – M. Hegering hatte mir zu viele Stellungsfehler im Spiel.
    Das defensive Mittelfeld-Pärchen Leupolz/Däbritz wird gegen stärkere Mannschaften überfordert sein – um hier einen Block zu setzen, und in der Folge die Spielkontrolle zu gewinnen sowie sich die hochveranlagte Offensive entfalten zu lassen, wird ein Einsatz von A. Popp (neben M. Leupolz) unumgänglich sein. Das wird Alex zwar nicht unbedingt „schmecken“, aber der Hinweis auf das Erfolgsrezept der Triple-Doublesiegerinnen und die Aussichten auf die Olympia-Qualifikation sowie den WM-Titel wird sie lächelnd verstummen lassen.
    Abschließend meine derzeit stärkste Offensiv-Besetzung: Maro (MF, „10“), Däbritz (links), Huth (rechts), L. Schüller (Sturmspitze).

    (4) 20 Gesamt – 12 hoch – 8 runter
  • SCF Klausi sagt:

    DFB lobt Rekordprämie für WM-Titel aus https:
    //www.soccerdonna.de/de/dfb-lobt-rekordpraemie-fuer-wm-titel-aus/news/anzeigen_5943.html

    (1) 5 Gesamt – 3 hoch – 2 runter
  • Bernd sagt:

    Bei deutscher Beteiligung würde ich gerne per Flixbus zum Halbfinale nach Lyon. Nehme mal an, dass viele Franzosen sich Halbfinaltickets gekauft haben in der Hoffnung das ihr Team beteiligt ist. Sollte Deutschland jedoch auf einen anderen Gegner treffen, rechne ich mit guten Chancen vor Ort noch Tickets zu bekommen. Wie seht Ihr das? Hat Jemand schon Erfahrungen dazu bei anderen Turnieren gemacht?
    Danke für Eure Antworten!

    (0) 2 Gesamt – 1 hoch – 1 runter
  • never-rest sagt:

    Ein gutes Trainingsspiel, mehr aber auch nicht. VT konnte noch mal was ausprobieren, wie mit Gwinn und Oberdorf. Letztere hat ihre Sache gut gemacht, wenngleich in der Abwehr kaum gefordert. Hendrich halte ich mit Anderen für die bessere Option auf der rechten Abwehrseite, erst recht, wenn es darauf ankommt. Im defensiven MF-Zentrum würde ich mir die erfahrene Goeßling wünschen. Sie ist wieder fit und gut in Form. In der Spieleröffnung und im Passpiel hat Sie m.E. eindeutige Vorteile. Eine zweikampfstarke Spielerin wie z.B. Leupolz oder Oberdorf oder auch mal Popp bei Bedarf daneben, um das Zentrum zu verdichten und für die nötige Balance zu sorgen.

    Aber insgesamt hat mir das viel schnellere Pass- und Kombinationsspiel der N1 unter der neue BT schon ganz gut gefallen. Mehr Vertikal- statt Quer und Rückpässe und in der Offensive auch mal one-touch-Fußball sind der richtige Weg. Ich bin mir sicher, am Ende fallen trotz noch mangelnder Präzision und Effizienz auch die Tore wie reife Früchte. Genug Qualität und Sturm und Drang ist mit Maroszan, Popp, Magull,Däbritz, Schüller, Huth etc. ja vorhanden.

    Habe ein gutes Gefühl für die anstehende WM.

    (9) 11 Gesamt – 10 hoch – 1 runter
  • ollerRentner sagt:

    @Bernd: Ich las oder hörte kürzlich, dass die beiden Halbfinalspiele und das Finale bereits ausverkauft sind.

    (0) 4 Gesamt – 2 hoch – 2 runter
  • Aldur sagt:

    Ich könnte mir vorstellen, dass wir weitestgehend schon die WM-Startelf gesehen haben. Lediglich die linke offensive Außenbahn ist in meinen Augen eine Baustelle. Dass Lea Schüller auf dieser Position nicht artgerecht gehalten ist, hätte MVT bei Markus Högner, Steffi Jones und Daniel Kraus erfragen können. Die haben dieses Experiment alle weitgehend erfolglos versucht.

    Schüller blühte erst endgültig auf, als sie in Kraus‘ zweiter Essen-Saison, nach dem Karriereende von C.Hartmann, dann endlich im Sturmzentrum ran durfte. Dort ist Alex Popp für mich aber nach wie vor die beste Wahl, auch wenn sie im Verein inzwischen auch andere Positionen bekleidet. Aber gerade gegen tief stehende Gegner ist sie als „Wandstürmerin“ für mich unerreicht. Das hat Schüller (noch) nicht ganz so gut drauf.

    Linda Dallmann hat es am Donnerstag in der zweiten Halbzeit links offensiv zwar etwas besser gemacht, ist aber auch keine Außenbahn-Spielerin und zieht dementsprechen häufig in die Mitte.

    Hier offenbart sich dann ein kleines Manko im Kader, welches auch die Nominierung von Leonie Maier noch unverständlicher macht. Denn wenn Gwinn tatsächlich als Rechtsverteidigerin eingeplant ist, wäre diese Position dreifach besetzt, es sei denn, Hendrich ist nur als Backup für die Innenverteidigung eingeplant.

    Für die offensiven Außenbahnen haben wir dagegen nur Huth, Knaak und eigentlich Gwinn, sowie eine Reihe Spielerinnen, die das auch spielen können. Aber Letzteres kann ja kein Kriterium sein. Andererseits ist Jogi Löw mit zwei Innenverteidigern auf den Außenverteidiger-Positionen 2014 Weltmeister geworden. Es muss also nicht immer die bestmögliche Position sein. Also mal abwarten, was da letztlich kommt.

    Dennoch – meine Modifikation an der Startelf von Donnerstag wäre entweder, Knaak für Schüller von Beginn an, oder Huth links rüber, Gwinn eins nach vorne und Hendrich rechts hinten. Der Rest wird wohl passen.

    (7) 11 Gesamt – 9 hoch – 2 runter
  • Detlef sagt:

    Habe gerade von einem Holländer gelesen, daß die Oranje Mädels heute gegen Australien testen, und schon über 30.000 Karten verkauft sind!!!
    Holland ole ole :), DFB oje oje!!! 🙁

    (2) 30 Gesamt – 16 hoch – 14 runter
  • Detlef sagt:

    Holland hat 3:0 gegen Australien gewonnen!!!
    Es waren offiziell 30.640 Zuschauer anwesend!!!
    Wenn den DFB Ladies schon bei schlappen 10.000 Zuschauer warm ums Herz wurde, was passiert da erst bei echt tollen Kulissen??? 🤔

    (3) 25 Gesamt – 14 hoch – 11 runter
  • Witzfigur sagt:

    Muss Dir beipflichten, Detlef, habe mir nämlich umgehend das Spiel angeschaut! Nichts vonwegen einen schwachen Gegner bespielen, um garantiert mit einem Sieg zur WM zu fahren.
    Hier ging die Post ab, denn da waren begeisterte und begeisternde 30000 im Stadion, die ein gutklassiges Testspiel mit einem deutlichen Sieg des Europameisters sahen, wo 2x van de Sanden und 1x Miedema kaum Zweifel aufkommen ließen.

    (4) 14 Gesamt – 9 hoch – 5 runter
  • Altwolf sagt:

    Wenn man in Holland vor über 30.000 Zuschauern spielt, dann muß man ja auch in einem entsprechenden Stadion spielen und dies dann auch an einem Ort, der vielleicht auch entsprechende Einwohnerzahlen bietet, wobei Holland nicht gerade ein Flächenland ist und man kann ein solches Stadion auch ohne lange Anfahrt aus ganz Holland erreichen.
    Ferner ist in Holland sicherlich noch der Europameister-Erfolg präsent.
    Vielleicht ist der holländische Verband diesbezüglich auch einfach „cleverer“ als der DFB in Sachen FF.

    (9) 15 Gesamt – 12 hoch – 3 runter
  • Detlef sagt:

    Alles redet von der Professionalisierung des FF und am lautesten beim DFB!!!
    Dabei sitzen gerade dort die unfähigsten Amateure und treffen unsinnige Entscheidungen!!!

    Statistisch gesehen sind die meisten FF-Fans männlich und zwischen 50-60 Jahren alt!!!
    Wer kommt also auf die blöde Idee ein Testspiel der Natio ausgerechnet am Männertag auszutragen, und nicht am Samstag danach???

    Das Testspiel der Oranje Mädels war wohl im Philips Stadion zu Eindhoven wenn ich die Fotos von meinem Bekannten richtig interpretiert habe!!!
    So etwas nenne ich in der Tat sehr clever von den Verantwortlichen in Holland!!!
    Ein Testspiel zum richtigen Tag am richtigen Ort, bravo!!!

    (3) 23 Gesamt – 13 hoch – 10 runter
  • Bernd sagt:

    @ oller Rentner
    Danke für die Info, aber das war mir bereits bekannt. Ansonsten hätte ich die Karten einfach über das Internet gekauft. Für die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft gibt es auch noch Karten.
    Wie gesagt, denke die Franzosen haben sich mit Halbfinaltickets eingedeckt. Daher hoffe ich das Deutschland ins Halbfinale kommt und nicht auf Frankreich trifft. Dann sollte es hoffentlich vor Ort in Lyon wieder einige Karten geben. Sicher bin ich mir nicht, deshalb meine Nachfrage. Für 20€ kommt man von Freiburg günstig mit dem Bus nach Lyon. Werde mein Glück dann auf jeden Fall versuchen! Falls jemand mitfahren will, einfach melden!

    @Detlef
    Nachdem die Niederländerinnen erstmals Europameister wurden, dazu noch im eigenen Land, ist für mich deren Euphorie vollkommen verständlich. Wenn man erstmals einen Titel holt ist das ganz normal. Was sollen denn die Vergleiche von Dir mit „DFB oje“? Schlechte Stimmung darfst Du gerne woanders verbreiten, wenn Du das brauchst. Sowas ist für Erfolge bestimmt nicht hilreich!

    (5) 25 Gesamt – 15 hoch – 10 runter
  • Detlef sagt:

    @Bernd,
    Was Du als „schlechte Stimmung“ bezeichnest nenne ich Realität!!!
    Der FF ist in Deutschland weiter auf dem absteigenden Ast, daran wird auch diese WM leider nix ändern!!!
    Das Hauptproblem dabei ist der DFB, bei dem weiterhin nur sehr stümperhaft und unwillig der FF organisiert und betrieben wird!!!
    Mein Beispiel war nur eins von vielen weiteren, das auch letzte Saison deutlich gezeigt hat, daß Zuschauer (und ganz besonders Fans) eigentlich nicht erwünscht sind!!!
    Der FF muß sich endlich emanzipieren, und eine eigene Vermarktungsstruktur aufbauen, eine Art DFFL!!!

    Und ich bin beileibe nicht der Einzige, der das so sieht, was auch der folgende Artikel zeigt!!!
    https://www.deutschlandfunk.de/frauen-im-fussball-3-der-trend-geht-nach-unten.1346.de.html?dram:article_id=450274

    (0) 16 Gesamt – 8 hoch – 8 runter
  • Rudi sagt:

    @Bernd,
    ich weis zwar nicht in welchem Zusammenhang @Detlef das mit dem „Holland ole ole :), DFB oje oje!!!“ jetzt genau gemeint hat,aber man darf sich schon fragen warum es der DFB nicht mehr schafft Zuschauer im höheren 5-stelligen Bereich zu einem Spiel der Natio zu bringen? Ich geb dir schon Recht mit der Euphorie von Hollands EM-Titel, obwohl das schon wieder 2 Jahre zurück liegt. Aber in Schweden bei dem Länderspiel waren z.B. auch ca. 25.000 Zuschauer im Stadion. Ich hab mir dieses Testspiel gegen Chile aufgezeichnet und am Freitag dann zu Gemüte geführt und frage mich schon warum man das Spiel nicht am Samstag sondern am „Vatertag“ ausgetragen hat.Da ich ja nun nicht all zuweit weg von Regensburg wohne hab ich schon überlegt mir das Spiel im Stadion anzuschauen. Zwei Punkte haben mich dann daran gehindert dies nicht zu tun: 1. Vatertag und 2. der Gegner Chile, wo ich ein einseitiges Spiel erwartet habe und es dann auch so gekommen ist, sprich, sportlich von nicht besonders hohen Wert.
    Auch frage ich mich warum nicht gegen einen stärkeren Gegner getestet wurde? Was sollte dieses Testspiel gegen einen so schwachen Gegner überhaupt bringen?

    (0) 12 Gesamt – 6 hoch – 6 runter

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