DFB-Frauen: WM-Kader für Frankreich benannt

Von am 14. Mai 2019 – 13.26 Uhr 50 Kommentare

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat heute ihren 23 Spielerinnen umfassenden Kader für die Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli) bekanntgegeben.

Logo der FIFA Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich

Logo der FIFA Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich © FIFA

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Erfahrenste Spielerinnen sind Lena Goeßling (104 Länderspiele), Alex Popp (95) und Dzsenifer Marozsán (89). Die Jüngste im Kader der DFB-Auswahl ist mit 17 Jahren und zwei Länderspielen Lena Oberdorf, gefolgt von Klara Bühl (18 Jahre/ein Länderspiel).

„Einige knappe Entscheidungen“

Martina Voss-Tecklenburg sagt: “Es waren verschiedene Komponenten, die am Ende für die Auswahl den Ausschlag gegeben haben. Beispielsweise haben Positionsflexibilität und Charaktereigenschaften eine Rolle gespielt, aber auch, welche Spielerinnen gut zusammenpassen. Wir haben im Trainerteam intensiv miteinander diskutiert. Am Ende waren einige knappe Entscheidungen dabei, weil wir eine hohe Qualität innerhalb der Mannschaft haben. Ich bin davon überzeugt, dass wir ein Team haben, mit dem wir gut aufgestellt sind für die WM.”

Fünf Spielerinnen auf Abruf

Für das letzte Trainingslager vor der Abreise zur WM in Grassau, das am 24. Mai beginnt, wird das Team um fünf weitere Spielerinnen ergänzt, um bei eventuellen Ausfällen umgehend reagieren zu können. Die WM-Vorbereitung wird mit dem Länderspiel gegen Chile am 30. Mai (17.45 Uhr, ARD live) in Regensburg abgeschlossen.

An Automatismen arbeiten

Voss-Tecklenburg sagt: “Wir wollen die wenigen Tage, die uns in diesem Trainingslager zur Verfügung stehen, intensiv nutzen, um vor allem an Automatismen zu arbeiten, an Laufwegen und der Abstimmung untereinander. Unser Ziel ist es, mutig zu sein und dennoch die richtige Balance zu finden, damit auch die Ergebnisse stimmen. Für uns ist Chile als WM-Gegner ein sehr guter Test, um zu sehen, wo wir stehen.”

WM-Auftakt am 8. Juni

Die DFB-Auswahl reist am 3. Juni nach Frankreich und trifft in den Gruppenspielen der Weltmeisterschaft am 8. Juni (15 Uhr, ARD live) in Rennes auf China, am 12. Juni (18 Uhr, ZDF live) in Valenciennes auf Spanien und am 17. Juni (18 Uhr, ARD live) in Montpellier auf Südafrika.

Der DFB-Kader für die Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich im Überblick

Tor: Almuth Schult (VfL Wolfsburg), Laura Benkarth (FC Bayern München), Merle Frohms (SC Freiburg)

Abwehr: Carolin Simon (Olympique Lyon), Kathrin Hendrich, Leonie Maier (beide FC Bayern München), Marina Hegering (SGS Essen), Lena Goeßling, Sara Doorsoun (beide VfL Wolfsburg), Johanna Elsig (1. FFC Turbine Potsdam), Giulia Gwinn (SC Freiburg)

Mittelfeld/Angriff: Lena Sophie Oberdorf, Lea Schüller, Linda Dallmann, Turid Knaak (alle SGS Essen), Svenja Huth (1. FFC Turbine Potsdam), Dzsenifer Marozsán (Olympique Lyon), Alex Popp (VfL Wolfsburg), Sara Däbritz, Verena Schweers, Melanie Leupolz, Lina Magull (alle FC Bayern München), Klara Bühl (SC Freiburg)

Erweiterter Kader: Kristin Demann (FC Bayern München), Lisa Schmitz, Felicitas Rauch (beide 1. FFC Turbine Potsdam), Lena Lattwein (TSG 1899 Hoffenheim), Pauline Bremer (Manchester City)

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

50 Kommentare »

  • Markus Juchem sagt:

    @SCF Klausi: Eher Benkarth. 😉

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Markus Juchem

    Das wäre mir ach recht.Hier der Artikel von Soccerdonna :

    https://www.soccerdonna.de/de/sorgen-um-die-nummer-eins-schult-vor-wm-an-schulter-verletzt/news/anzeigen_5871.html#

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  • FFFan sagt:

    @ Markus:
    „Eher Benkarth.“

    Sicher? MVT hat irgendwann im März/April mal gesagt, dass Merle Frohms „Stand jetzt“ die Nr.2 wäre. Das war aber noch vor dem Comeback von L.Benkarth. Möglicherweise hat sich die Rangfolge geändert. Dass Benkarth die Trikotnummer „12“ trägt und Frohms die „21“, muss dabei aber nichts zu bedeuten haben!

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Die Art und Weise, wie Benkarth in den vergangenen Wochen auf Teufel komm raus zu Spielpraxis verholfen wurde incl. WM-Nominierung mit Extralob von MVT würde in meinen Augen nur wenig Sinn machen, wenn man sie als Nr. 3 einplant, die zu 90 Prozent sowieso kein Spiel bestreiten wird.

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  • enthusio sagt:

    Ich glaube auch, dass das der Grund war, warum Benkarth bei Bayern Manuela Zinsberger trotz deren guter Leistungen auf die Ersatzbank verdrängt hat. Tom Wörle hat wohl keine Zweifel an ihrer Fitness gehabt und ihr – sicherlich nach Absprache mit der Bundestrainerin – deshalb die notwendige Spielpraxis ermöglicht.
    Benkarth wird gegen Chile im Tor stehen, da bin ich mir ganz sicher.

    Bei Simone Laudehr hat die Bundestrainerin den Daumen nach unten gesenkt und Wörle sah wohl keinen Grund, sie dauerhaft in die Stammformation zu berufen.

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  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Benkarth wird gegen Chile im Tor stehen, da bin ich mir ganz sicher.“

    Es würde mich ja freuen, wenn du mit dieser Prognose Recht behältst. Aber so sicher bin ich mir da noch nicht. Almuth ist Almuth – wenn sie fit ist, wird sie spielen!

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  • enthusio sagt:

    @FFFan:
    Du hast recht.
    Ich meinte das auch nur für den Fall, dass Schult ersetzt werden muß.

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  • Fan2 sagt:

    @Markus Juchem: Wo bitte ist das Extralob für Benkarth? Ich denke, dass MVT nicht so berechenbar ist, wie es manche hier sehen. Ich glaube auch kaum, dass die Aktion in München abgesprochen war. Klar versucht Wörle, seiner Spielerin Spielpraxis zu geben. Aber MVT wird sich mit Sicherheit nicht auf einen Kuhhandel einlassen. Weder bei Benkarth noch bei Schult.

    Für mich stellt sich die Situation jeweils so dar, dass Frohms sowohl in der Liga als auch in der N11 die konstanteste von allen war, konstanter als Schult (neigt zu wiederholten Patzern) und als Benkarth (hat die meiste Zeit nicht gespielt).
    Und das wird auch MVT nicht entgangen sein.
    Ich schätze MVT nicht so ein, als dass sie irgendeinen N11-Erfolg wegen irgendwelche Eitelheiten oder im Vorfeld ausgehandelten Kuhhandel gefährdet.

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  • NaviDrH sagt:

    Mir fehlt eine kopfballstarke IV, die gegnerischen Standards etwas entgegenzusetzen hat. Demann leider verletzt, Elsig hat dahingehend noch keine Bäume ausgerissen, Hegering & Doorsoun nicht groß genug. Speziell Spanien hat immer wieder Erfolg damit einfach mal hoch in den Sechzehner zu Flanken und dann von den Schwächen in der Luft zu profitieren.

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  • Witzfigur sagt:

    @NaviDrH
    Die Aussage bzgl. der Kopfballqualitäten bei JoJo Elsig kannst Du selbst korrigieren, nachdem Du ihre beiden Treffer im letzten Heimligaspiel gegen den MSV in den DFB-TV-Highlights (66. und 75. min) angesehen hast.
    => https://tv.dfb.de/video/highlights-turbine-potsdam-vs-msv-duisburg/25152/
    Da es nicht entscheidend ist, ob Kopfballstärke in der Defensive oder Offensive, spricht dieses aktuelle Beispiel gegen Deine obige Feststellung.

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