Wolfsburg marschiert Richtung Titel

Von am 22. April 2019 – 16.41 Uhr 24 Kommentare

Der VfL Wolfsburg ist nach einem klaren Sieg gegen den MSV Duisburg nach dem 19. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga weiter auf Titelkurs. Der SV Werder Bremen punktete überraschend in Essen, Potsdam feierte bereits am Sonntag einen Kantersieg.

Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg bejubeln ein Tor gegen den MSV Duisburg

Die Wolfsburger Spielerinnen bejubeln den Treffer zum 2:0 von Zsanett Jakabfi © imago / regios 24

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Der VfL Wolfsburg gewann vor 1.690 Zuschauern im AOK-Stadion mit 5:0 (3:0). Nach den frühen Treffer von Ewa Pajor (15.) und Zsanett Jakabfi (17.) war die Partie bereits so gut wie gelaufen, Nilla Fischer erhöhte anfangs der zweiten Halbzeit (49.). Die weiteren Tore erzielten Pernille Harder (72.) und Alex Popp (79.).

Schüller rettet Essen Last-Minute-Punkt

Die SGS Essen ließ vor 1.247 Zuschauern im Stadion Essen beim 2:2 (0:1) gegen den SV Werder Bremen überraschend Punkte liegen, konnte aber zumindest in der Nachspielzeit eine Niederlage abwenden. Die Gäste gingen durch Verena Volkmer (22.) und Reena Wichmann (53.) in Führung, doch Turid Knaak (57.) und Lea Schüller (90.+1) bewahrten die Gastgeberinnen vor einer Niederlage.

Schritt Richtung Klassenerhalt

Bremens Trainerin Carmen Roth meinte nach der Partie: „Natürlich ist es ärgerlich, wenn der Ausgleich in der Nachspielzeit fällt. Dennoch können wir uns über einen Punktgewinn freuen. Wir haben heute einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.“

Turbine feiert Kantersieg

Bereits am Ostersonntag gewann der 1. FFC Turbine Potsdam vor 1.164 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion mit 6:0 (2:0) gegen das bereits als Absteiger feststehende Borussia Mönchengladbach. Sarah Zadrazil (30.) und Gina-Maria Chmielinski (37.) waren in der ersten Halbzeit erfolgreich, nach der Pause legten Svenja Huth (54.), Lara Prašnikar 57.), erneut Zadrazil (59.) und Viktoria Schwalm (87.) nach.

Frühere Ergebnisse

Die anderen drei Partien wurden bereits am vergangenen Mittwoch (SC Sand gegen FC Bayern München 1:1) bzw. am Ostersamstag (TSG 1899 Hoffenheim gegen Bayer 04 Leverkusen 6:2 und 1. FFC Frankfurt gegen SC Freiburg 0:0) ausgetragen.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • never-rest sagt:

    Stark Werder Bremen! Neben dem Remis von Sand gegen den großen FCB die Überraschung des Spieltags. Denke mal, das WOB sich den Titel nicht mehr nehmen lässt, trotz des schweren Auswärtsspiels in Potsdam am letzten Spieltag. Wenn WB weiter so spielt, ist der Klassenerhalt wohl gesichert, zumal das viel bessere Torverhältnis im Vergleich zu Leverkusen für Werder spricht. Falls Bremen erstklassig bleibt, hoffe ich dass an der Weser zukünftig etwas mehr in den FF investiert wird. Verdient hätten es die Spielerinnen.

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  • Altwolf sagt:

    @never-rest

    Das Spiel gegen Turbine bestreiten wir zu Hause und würden dann gerne auch die entsprechende „Feierlichkeit“ hier begehen wollen.

    Das letzte Spiel als Heimspiel, da bedarf es auch mal einen Dank an den DFB.

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  • Detlef sagt:

    @never-rest,
    es werden sicher wieder viele TURBINE-Fans in Wolfsburg vertreten sein!!!
    Aber deshalb gleich von „Auswärtsspiel“ zu orakeln…..finde ich etwas übertrieben!!! 😉

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  • Altwolf sagt:

    So schön die beiden „neuen“ Stadien in München und WOB auch sind, so haben die „Erbauer“ bzw. die „Architekten“ offenbar nicht bedacht oder es für unwichtig gehalten, daß an solchen Tagen wie heute, immer ein Team direkt in die Sonne blicken muß und es so in bestimmten Situationen zur „Verblendung“ kommt.

    Nun der MSV hat die Seitenwahl gewonnen und sich in HZ 1 vor immerhin 1690 Zuschauern dieser „Sonnenansicht“ zuerst ausgesetzt.

    Eine etwas unübersichtliche Anfangsphase mit starker Gegenwehr des MSV und dadurch ungeordnetem Spiel bei WOB.
    Erst nach ca. 10 Min. dann mehr Ordnung im Wölfinnen-Spiel, was insbes. dem MF gelang, wo S.B.Gunnarsdottir eine gute Präsenz zeigte und mit ordentlichen Zuspielen auch mehr Spielanlage initiierte, was dann auch nach dem 1:0 das 2:0 folgen ließ, da die Schnelligkeit des Paßspieles und der Abschluß zu flott für die sehr engagierte Abwehr des MSV stattfanden.

    Die Zebra-Damen spielten jedoch unbeirrt weiter, versuchten sehr kompakt zu stehen, wenig Räume anzubieten und auch bemüht duch schnelles Spiel nach vorn, aber auch gern mal hoch und weit, Torgefahr zu erzielen, was auch in einigen Ansätzen durchaus erreicht wurde.

    Nach den Toren wurden die weiteren Möglichkeiten von WOB nicht konsequent und gut ausgespielt, wobei entweder sehr ungenaue Abschlüsse oder zu komplizierte Zuspiele weitere Torerfolge verhinderten.

    Als dann auch das 3:0 gefallen war, glaubte man bei WOB schon so ein wenig „Sommerfußball“ erkennen zu können, denn so richtig konzentriert und zielstrebig gestaltete man die meiste Zeit der 2.HZ nicht mehr.
    Nicht so der MSV, der sich weiterhin bemühte weitere Gegentore zu verhindern und auch immer mal wieder eine Torchance z.B. über Standards zu erhalten.

    Ein doch glücklicher Moment für den MSV, daß sie mit 11 Spielerinnen weiterspielen durften, als die sonst unauffällige Schiri die „Notbremse“ an E.Pajor statt mit „Rot“ nur mit „Gelb“ ahndete und so die Gegenwehr des MSV nicht noch weiter schwächte.

    Nach den Toren 4:0 und 5:0 war es dann auch des Guten genug getan.

    A.Schult zeigt weiterhin noch kleine Unsicherheiten im „Fußballspiel“, während sie bei den vereinzelten Schüssen auf das Tor durchaus im Bilde war.

    Wenn man sich noch an die „frühere“ Z.Jakabfi erinnern kann, dann fällt doch auf, daß sie sich nicht mehr, trotz ausreichend Raum auf ihrer Seite, in ein 1:1 Duell einläßt, was eigentlich früher ihre Stärke war.

    So richtig herausheben muß man sonst bei den Wölfinnen keine Spielerin, da alle gute und weniger gute Situationen hatten.

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  • never-rest sagt:

    Ups, ihr habt natürlich recht:) Heimrecht für die Wölfinnen, schwer wird es aber wohl trotzdem gegen die Turbinen. waren zumindest in früheren Jahren so etwas wie ein Angstgegner von WOB

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  • Detlef sagt:

    @Markus,
    Das 5:0 erzielte ebenfalls LARA PRASNIKAR!!!
    SARAH ZADRAZIL war nicht mal in der Nähe des Geschehens!!!
    Naja, wenn man sich halt nur auf den DFB als Quelle veläßt, wo man vom FF keine Ahnung, und kein Interesse an qualitativ guter (richtiger)Information hat……. 🙁
    Ich empfehle dazu den Bericht von TURBINE TV, wo der Informationsanspruch halt ein ganz anderer ist!!!
    https://www.youtube.com/watch?v=TXCUJ-qFTcw

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  • Ritchie sagt:

    Wieder ein Punkt für die WERDER-Mädels! Schade, dass es keine drei Punkte wurden… Aber es spricht ja für die Moral der Essener-Girls die Niederlage notfalls in der Nachspielzeit in ein Remis zu verwandeln.

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  • FFFan sagt:

    Eine Anmerkung zum Spiel Potsdam-Mönchengladbach:

    Der DFB gibt Zadrazil als Torschützin zum 5-0 an. Die ‚Bewegtbilder‘ lassen aber keinen Zweifel daran, dass die Nr.24 (Prasnikar) die Torschützin ist.

    https://tv.dfb.de/video/highlights-turbine-potsdam-vs-borussia-moenchengladbach/25029/

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  • Witzfigur sagt:

    Hier wird es richtig genannt!
    => https://youtu.be/TXCUJ-qFTcw

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  • Pauline Leon sagt:

    bremen hätte den sieg verdient gehabt!

    essen war nicht auf dem platz. lustlos sah es aus, auch linda hatte irgendwie nicht den draht zum spiel und werder nutzte zwei chancen zu zwei toren. das 0:2 war passend. wichmann (laut sprecher: scholz) stand im 16er mutterseelenallein und brauchte nur einzuschieben. das bremen die punkte dringender brauchte konnte mensch sehen.
    sie gingen engagiert ins spiel und im laufe der ersten halbzeit stellten sie auch fest, die sgs lässt sich heute mit elan und pressing besiegen. kombinationen liefen rund, zweikämpfe wurden angenommen und gewonnen.
    die sgs schien mit dem bis dahin in der saison erreichten zufrieden zu sein. die offensive war kaum vorhanden.
    der ausgleich fiel unverdient.

    schade, werder.

    noch viel schaderer ist, das beide vergleiche werder-bayer 04 schon gelaufen sind. hätte sicher ein schönes endspiel gegeben.

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  • enthusio sagt:

    Die SGS Essen trat gegen Bremen mit dem letzten Aufgebot an, da neben den vielen Langzeitverletzten auch Nina Brüggemann und Lena Oberdorf verletzungsbedingt ausfielen.

    Die ersten 20 Minuten gehörten der SGS, doch erste Versuche von Petzelberger und Schüller gingen über das Tor. Einen scharfen Schuss Lea Schüllers konnte Bremens Torhüterin Borbe erst im Nachfassen festhalten und wenig später rettete sie in höchster Not vor der heranstürmenden Turid Knaak.

    So fiel das Bremer Führungstor nach einem Konter wie aus dem Nichts. Jil Strüngmann konnte nach einem blitzschnellen Vorstoss Cercis den Flachschuss von Kofler noch parieren, war aber gegen den Nachschuss von Volkmer machtlos.
    Essen wirkte geschockt, der Spielfluss ging verloren. Stattdessen übernahm Bremen die Initiative, ohne aber zu echten Torchancen zu kommen.

    Zur Halbzeit reagierte der unzufriedene Daniel Kraus und ersetzte die gegen die schnelle Cerci immer wieder alt aussehende Lena Ostermeier auf der linken Außenverteidigerposition durch Sarah Freutel und die farblose Linda Dallmann, die eine ungewohnt schwache Leistung bot, durch Nicole Anyomi.
    Anyomi erwies sich auch sofort als belebendes Element.

    Dennoch gelang Wichmann (und nicht Scholz, wie der Stadionsprecher fälschlicherweise verkündete), die die ungeordnete Defensive der Essenerinnen ausnutzte, nach einem Einwurf für Bremen sogar das 0:2.

    Essen mußte nun mehr für das Angriffsspiel tun und Turid Knaak, von der bislang kaum etwas zu sehen war, gelang mit einem schönen Schlenzer der Anschlusstreffer. Essen bekam jetzt Oberwasser, doch Schüller zielte vorbei und Anyomis Schuss nach tollem Solo wurde von Bremens Torhüterin Borbe soeben noch an die Latte gelenkt.

    Damit war Essen aber schon mit seinem Latein am Ende, die von Luisa Wensing bestens organisierte Bremer Defensive ließ nichts mehr zu.

    Als alle Zuschauer schon mit einem Bremer Sensationssieg rechneten, zündete Nicole Anyomi noch einmal den Turbo, ließ einige Abwehrspielerinnen stehen und bediente mit einem schönen Pass Lea Schüller, die mühelos zum vielumjubelten Ausgleich einschob.

    Essen dürfte mit den unerwarteten Punktverlusten in diesem Spiel den Kampf um Tabellenplatz drei mit nun drei Punkten Rückstand (und dem deutlich schlechteren Torverhältnis) auf Potsdam endgültig verloren haben.
    Bremen wiederum konnte den Abstand zu den Abstiegsplätzen trotz seines couragierten Spiels nur minimal vergrößern und hat nur einen Punkt Vorsprung vor Leverkusen.

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  • bale sagt:

    Ja ich habe mich sehr für Werder gefreut und das ist leider fussball, aber echt bitter noch das 2:2 zu kassieren.
    Wohne ja im Norden und da der HSV die Mädels entschuldigt bitte den Ausdruck PLATT GEMACHT haben, reise ich manchmal nach Bremen und finde das Team und die Atmosphäre sehr angenehm.
    viel Glück Mädels verdient habt ihr es erstklassig zu bleiben.

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  • enthusio sagt:

    Zu den Wechseln auf der Torhüterinnenposition:
    Es gibt nicht nur in München Diskussionen über diese Thema.
    Potsdams Trainer Matthias Rudolph wollte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Mönchengladbach die Frage eines Journalisten nicht beantworten, warum es ein Wechselspiel auf der Torhüterinnenposition gegeben habe.
    Er antwortete nur, dass die Antwort erst in 14 Tagen nach dem letzten Heimpiel gegen Diuisburg gegeben werde.
    Ich vermute daher, dass Vanessa Fischer den Verein zur neuen Saison verlassen wird.

    https://www.youtube.com/watch?v=xJttf1aI9jc

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  • Altwolf sagt:

    Vielleicht wissen da die Turbine-Fans mehr darüber.

    Mir fällt dazu nur ein: A.Sarholz 2.0 ?
    Und Torwarttrainer D.Heinrichs !

    (2) 4 Gesamt – 3 hoch – 1 runter
  • Rudi sagt:

    Ich finde es sehr schade dass man Anna Sarholz nicht bei einem Bundesligaverein im Tor spielen sieht. Habe Sie damals bei Turbine für eine sehr gute junge Torhüterin gehalten und nie verstanden dass Turbine sich von ihr getrennt hat. Vielleicht wissen die Turbine-Fans da mehr?

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  • Miss Parker sagt:

    @enthusio Vanessa Fischer hat ihren Vertrag erst Ende Januar verlängert, daher würde es keinen Sinn machen, dass sie Turbine zum Ende der Saison verlässt.

    Leider läuft der Vertrag von Lisa Schmitz nur bis Sommer 2019, wobei ich natürlich hoffe, dass auch der verlängert wird.

    Ich würde da jetzt bei Turbine aber keine Torwartdiskussion eröffnen wollen…

    Und was Anna Sarholz darin schon wieder zu suchen hat, erschliesst sich mir nicht wirklich

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  • Rudi sagt:

    Hey, @Miss Parker,
    was haben Sie gegen Anna Sarholz? Man darf doch wohl noch fragen dürfen?

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  • enthusio sagt:

    @Miss Parker:

    danke für die Info, damit bin ich ja wohl auf dem Holzweg mit meiner Vermutung.
    Warten wir also ab, was Matthias Rudolph mit seiner Äußerung gemeint hat.

    (0) 0 Gesamt – 0 hoch – 0 runter
  • Miss Parker sagt:

    @rudi ich habe nichts gegen Anna Sarholz. Nur wird die Geschichte jedesmal aufgewärmt, wenn es eine Torhüterdiskussion gibt.

    Es ist nur jetzt schon eine Weile her und darf dann auch endlich in der Geschichtstruhe verwahrt bleiben.

    (-1) 1 Gesamt – 0 hoch – 1 runter
  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Ich vermute daher, dass Vanessa Fischer den Verein zur neuen Saison verlassen wird.“

    Wie kommst du denn darauf?
    Im Gegensatz zu L.Schmitz hat V.Fischer ihren Vertrag gerade erst verlängert:

    https://www.dfb.de/news/detail/potsdam-verlaengert-mit-torhueterin-fischer-197990/?no_cache=1&cHash=aa766b6fd7368d2dfa1bcae9d3290e85

    (0) 0 Gesamt – 0 hoch – 0 runter

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