2. Liga: Köln macht Schritt Richtung Aufstieg

Von am 22. April 2019 – 8.51 Uhr 16 Kommentare

Der 1. FC Köln hat am 22. Spieltag der 2. Frauenfußball-Bundesliga mit einem Sieg beim direkten Aufstiegskonkurrenten FF USV Jena einen wichtigen Schritt Richtung Oberhaus gemacht.

Spielszene zwischen dem FF USV Jena und dem 1. FC Köln

Jenas Lisa Seiler (li.) hatte kurz vor Schluss den Ausgleich auf dem Fuß © Hannes Seifert / FF USV Jena

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Die Kölnerinnen gewannen am Ostersamstag beim FF USV Jena mit 1:0 (1:0) und haben somit vier Spieltage vor Saisonende vier Punkte Vorsprung auf die Elf aus Thüringen und fünf Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Meike Meßmer erzielte in der 26. Minute den Treffer des Tages, als sie nach Freistoß von Peggy Nietgen einen Kopfball platziert ins lange Eck setzte. Jena wäre kurz vor Schluss fast der Ausgleich gelungen, doch Kölns Torhüterin Claudia Hoffmann parierte den Schuss von Lisa Seiler.

Niederlagen für Jena und Meppen

Doch auch Jena darf weiter vom Aufstieg träumen, da der SV Meppen sein Heimspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam II mit 2:5 (1:3) verlor. Sophie Weidauer brachte die Gäste in Führung (20.), Maike Berentzen gelang der schnelle Ausgleich (25.). Doch der Platzverweis gegen Torhüterin Kathrin Klimas brachte die Gastgeberinnen aus dem Konzept, Weidauer legte in der Folge zwei weitere Treffer nach (35., 45.+3). Dina Orschmann baute die Führung anfangs der zweiten Halbzeit aus (50.), ehe Berentzen mit ihrem zweiten Treffer noch einmal verkürzen konnte (55.). Den Schlusspunkt setzte Maria-Jolina Prica (80.).

Saarbrücken feiert Kantersieg

Der 1. FC Saarbrücken ist nach dem 7:2 (2:1)-Kantersieg gegen den SV 67 Weinberg weiter im Aufstiegskampf. Chiara Loos (23.) und Lena Ripperger (26.) brachten die Gastgeberinnen auf Kurs, Ellen Riess konnte verkürzen (37.). Erneut Ripperger (52.) sowie ein Hattrick von Julia Matuschewski binnen sieben Minuten (77., 82., 84.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Julia Brückner gelang ein zweiter Weinberger Treffer (86.), ehe Matuschewski per Elfmeter ihren vierten Treffer erzielte (89.).

Heimsiege für Frankfurt und Cloppenburg

Der 1. FFC Frankfurt II gewann gegen die TSG 1899 Hoffenheim II mit 1:0 (0:0). Valentina Limani erzielte das einzige Tor der Partie (50.). Einen Heimsieg feierte auch der BV Cloppenburg beim 3:0 (1:0) gegen die SGS Essen II. Als dreifache Torschützin glänzte dabei Jannelle Kalyn Flaws (33., 60., 62.).

Wetzlar überrascht

Der FSV Hessen Wetzlar gewann überraschend gegen den bisherigen Spitzenreiter VfL Wolfsburg II mit 1:0 (1:0). Julia Schermuly machte den Erfolg perfekt (16.) und sorgte für ein kräftiges Lebenszeichen im Abstiegskampf.

Bayern neuer Spitzenreiter

Neuer Tabellenführer ist nun dank des besseren Torverhältnisses der FC Bayern München II, der beim FSV Gütersloh 2009 mit 4:0 (3:0) gewann. Anja Pfluger brachte die Gäste per Elfmeter auf Kurs (20.), noch vor der Pause traf Leonie Köster doppelt (27., 45.+1). In der zweiten Halbzeit war Laura Donhauser erfolgreich (89.).

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • Christian Jahn sagt:

    Köln ist und bleibt ein Fahrstuhlklub. Für die 1.Bundesliga ist die Mannschaft viel zu schwach und chancenlos und für die 2. Bundesliga wohl noch zu gut. Nächste Saison werden sie wieder aus der Bundesliga absteigen. Ich bin mal gespannt wie viele Jahre sie das noch im Wechsel von Auf und Abstieg durchziehen wollen. Sie steigen seit Jahren immer entweder Auf oder Ab. Das macht doch so überhaupt keinen Sinn. Alle 2 Jahre mit einer noch schlechteren Mannschaft aufzusteigen und zu hoffen das 2 Teams noch schlechter spielen. Meiner Meinung nach sollten die mal so lange auf den Aufstieg verzichten bis sie genügend Bundesliga taugliche Spielerinnen beisammen haben und nicht alle 2 Jahre (nach dem Abstieg) die besten Spielerinnen abgeben müssen.

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  • Bernd sagt:

    @ Christian Jahn
    „Köln ist und bleibt ein Fahrstuhlklub.“

    Hast Du Insiderkenntnisse beim FC Köln, oder woher weißt Du, dass es so bleibt wie es war?

    Hier ein Beitrag aus Köln zu dem Thema:

    „Eine Mannschaft im Mittelfeld der Frauen-Bundesliga benötigt aktuell einen Spieleretat von rund 1,5 bis zwei Millionen Euro. Nach GBK-Informationen gibt es nun erste Signale, wonach die aktuelle Vereinsführung gewillt wäre, dieses Investment einzugehen. Bei einem möglichen Aufstieg wolle man aus seinen Fehlern lernen und eine Bundesliga-taugliche Mannschaft auf den Rasen schicken. Andernfalls würde die Frauenmannschaft auf einen Aufstieg verzichten. Denn eine erneute Demütigung, wie sie zur Zeit auch die Frauen von Borussia Mönchengladbach mit nur einem Punkt aus 18 Spielen und einem Torverhältnis von -80 erleben, will man – auch im Sinne der Spielerinnen – vermeiden.“
    https://geissblog.koeln/2019/04/bis-zu-zwei-millionen-euro-macht-der-fc-bei-den-frauen-ernst/

    Evtl. ändert sich doch mal was?! Kann es mir durchaus vorstellen!

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  • FFFan sagt:

    @ C.J.:
    „Meiner Meinung nach sollten die mal so lange auf den Aufstieg verzichten bis sie genügend Bundesliga taugliche Spielerinnen beisammen haben…“

    Da ist m.E. ein Denkfehler drin. Wenn die Kölner das Aufstiegsrecht wahrnehmen, haben sie doch viel größere Chancen, bundesligataugliche Spielerinnen anzuwerben! Verzichten sie hingegen auf den Aufstieg, laufen sie sogar Gefahr, auch noch ihre wenigen bundesligatauglichen Spielerinnen an Erstligisten zu verlieren!

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  • Schnorchel sagt:

    Köln ist mit dem Auswärtssieg in Jena eigentlich schon aufgestiegen. Das Restprogramm ist machbar und man könnte sich sogar eine Niederlage leisten. Was soll da noch groß schiefgehen? Wesentlich interessanter gestaltet sich der Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz. Mit dem Sieg gegen Weinberg ist Saarbrücken plötzlich wieder mittendrin im Aufstiegskampf. Zwischen Meppen, Jena und Saarbrücken wird es wohl ein enges Aufstiegsrennen bis zum 26. Spieltag geben.

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  • Pauline Leon sagt:

    ich gebe Christian Jahn voll und ganz recht!!

    wenn ich köln live gesehen habe (immer zuhause) gab es von grottenkick bis mäßig alles, außer superleistungen. unabhängig ob vorherige spiele gewonnen oder verloren wurden. oft kam grottenkick.
    so haben sie auch den aufstieg 2016/17 geschafft, knapp vor hessen wetzlar, gegen die sie ja im vorletzten spiel viel glück hatten. sonst wäre wetzlar aufggestiegen.

    es gibt einige potente spielerinnen, herausragend ist immer noch peggy nietgen. dann gibt es noch die saskia schreiner, die völlig zu unrecht nicht in der ersten spielt. viel zu tun für den fc.
    vielleicht hats auch was mit dem trainer zu tun…

    hier ist noch garnichts entschieden.

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  • Helmut sagt:

    @Bernd
    Ich würde mit diesem Bericht den du verlinkt hast etwas vorsichtiger um gehen. Dieser Bericht stellt doch eher einen Kommentar dar.
    Sonja Eich, die Erstellerin, ist Studentin an der Sporthochschule Köln und schreibt als freie Journalistin für den „Trierischen Volksfreund“.
    Nichts gegen Sonja Eich, aber ich glaube das das eher Wunschdenken ist als Realität.

    Ein Aufsteiger hat halt immer ein Problem, selbst wenn genügend Mittel da wären.
    Um die nächste Saison zu überstehen brauchst du Spielerinnen, die mehr Potential haben als du gerade hast. Vor allem dann, wenn du den Aufstieg gerade mal so geschafft hast.
    Nach dem du aufgestiegen bist, hast du aber im Markt überwiegend nur noch die „Molke“ an Spielerinnen zur Verfügung. Den „Rahm“ haben sich aber schon die anderen Vereine abgeschöpft.

    Falls ein Verein vor hat, sich länger in der Bundesliga zu halten, müsste er also spätestens ein halbes Jahr vor Saisonende „ins Blaue“ investieren.
    Dies ist ein Risiko das viele nicht eingehen werden.

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  • Helmut sagt:

    Nachtrag zum 1.FC Köln.

    10.03.2019
    FC Bayern II : 1.FC Köln 5:0
    Alter der Mannschaften bei Beginn
    18,6 : 24,5 Jahre

    ein Kölner Fan:
    „Hoffentlich steigen wir nicht auf. Wenn wir schon von den Kindern verprügelt werden, dann schlachten uns die Erwachsenen ab“

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  • Bernd sagt:

    @ Hartmut
    Ein halbes Jahr vor Saisonende wird sicherlich kein möglicher Aufsteiger „ins Blaue“ investieren, ebensowenig wie mögliche Absteiger.. Es gibt aber immer wieder Vereine, welche aus Fehlern der Vergangenheit lernen. Dies traue ich auch dem 1. FC Köln zu. Finanziell könnte der FC mit dem SC Freiburg sicherlich mithalten, wenn Sie denn wollen. Du kannst Sonja Eich gerne mal fragen, woher sie ihre Informationen hat. Zumindest gebe ich ihr vollkommen recht mit dem was Sie in dem Beitrag schreibt. Holstein Kiel hatte das eigene Image beschädigt, als sie das Frauenteam auflösen wollten und für die Gladbacher Reputation war diese Saison in der AFBL sicherlich auch nicht förderlich. Kann mir durchaus vorstellen, dass man so etwas in Köln zukünftig vermeiden will. Schaun wir mal!
    Solche Sprüche von einem einzelnen angeblichen Kölner Fan sind mir kein Kommentar wert.

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  • Helmut sagt:

    @Bernd
    Genau das ist aber das Problem mit den Aufsteigern.

    Die letzten Aufsteiger die sich dauerhaft und auch sicher in der Bundesliga etabliert haben sind der SC Sand und die TSG Hoffenheim. Und man muss sich fragen was haben diese „Dorfvereine“ anders gemacht, als die „großen“ Vereine wie Köln und Gladbach und zum Teil auch Bremen.

    Ich nenne deshalb auch Bremen, weil Bremen zu keiner Zeit auf festen Boden gestanden ist, sondern eher auf einer Sanddüne. (Was das Meer vorne wegnimmt, spült es hinten wieder an).

    Das mit dem Fan sollte man durchaus als Angst verstehen, den Leverkusen erging es genau so.

    Sonja Eich kenne ich nicht. Ich bin nur auf den Link gegangen der unter ihren Namen steht.

    Noch was, ich heiße Helmut! Nicht Hartmut

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  • Aldur sagt:

    Ich finde in dem Zusammenhang die Ligareform auch nach wie vor unglücklich. Das hehre Ziel war, die Aufsteiger durch eine eingleisige 2.Liga zu stärken. Der Effekt ist, dass durch die Zusammenlegung der beiden Staffeln die starken Zweitvertretungen jetzt in einer Liga gebündelt sind. Wenn es ganz dumm läuft, werden dieses Jahr der Tabellenfünfte und -sechste aufsteigen.

    Neben erhöhten Kosten durch deutschlandweite Reisen hat man den aufstiegsberechtigten Vereinen auch noch die (zu) starke sportliche Konkurrenz verdoppelt. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein.

    Völlig unabhängig davon ist es natürlich nicht nachvollziehbar, warum es namhafte Profi-Klubs nicht schaffen, ihren Frauen-Abteilungen zumindest so viel Unterstützung zu Teil werden lassen, dass diese nach einem Aufstieg in der höchsten Spielklasse konkurrenzfähig sind. Freiburg, Hoffenheim, und selbst der chronisch klamme MSV Duisburg haben vorgemacht, dass es auch anders geht.

    Sehr aufschlussreich finde ich die vielsagenden Anmerkungen von Gladbach-Coach Krienen jüngst auf der PK in Potsdam in diesem Zusammenhang:
    https://www.youtube.com/watch?v=xJttf1aI9jc

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  • Bernd sagt:

    @ Helmut
    Sorry, für die Namensverwechslung! Hatte kurz zuvor mit einem Hartmut telefoniert.
    Dass, nicht jeder Verein sich in der Bundesliga etablieren kann liegt in der Natur der Sache. Solange es den Abstieg gibt, wird es natürlich auch Teams geben, welche gegen den Abstieg kämpfen. Völlig normal und in allen Ligen mit Abstieg so. Dass es neben „Etablierten“ auch immer Clubs gibt die es nicht sind, ist daher zwangsläufig so (auch bei den Männern). Daher ist für mich mit Clubs, wie z.B. Werder Bremen alles o.k., zumal auch deren Torverhältnis nicht so schlecht ist. Ganz anders sehe ich die Sache bei BMG. So etwas nützt niemanden. Völlig einseitige Partien, hohe Niederlagen, keinerlei Chance auf Klassenerhalt. Das nutzt weder den Spielerinnen, noch dem Verein oder der Liga. Daraus können und sollten Vereie ihre Lehren ziehen. Entweder ein konkurrenzfähiger Kader und ein Mindestetat, oder keine Meldung für die erste Liga.

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  • Ritchie sagt:

    Ligareform: Ist ja wie bei der jetzt eingleisigen 3.Liga der Männer.
    Die Fahrtwege sind weiter, die Anfahrtskosten höher, der sportliche Wert weiter gering.
    Wobei Telekom Sport – oder Magenta… – die Spiele der 3.Liga ja live zeigt.
    Was im FF ja nicht mal bei allen Spielen der AFBL geschieht.
    Tschaun wir mal.

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  • Rudi sagt:

    @Ritchie,

    geb dir vollkommen Recht. Es haben auch schon einige Vereine der 3. Liga Insolvenz beantragen müssen. Magenta überträgt zwar auch ein paar Spiele der Frauenbundesliga aber hauptsächlich Spiele vom FC Bayern, ist ja auch ein Sponsor von Bayern München. Immerhin überträgt ja Sport 1 und DFB.TV einige Spiele Live in der Saison und das kostenlos.

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  • Christian Jahn sagt:

    Bernd Es wäre ja schön wenn Köln endlich eingesehen hätte das es nur mit vielen echten Verstärkungen Sinn macht aufzusteigen. Aber was sie in dem von Ihnen verlinkten Bericht schreiben sind halt auch alles nur Gerüchte, wenn auch sehr interessante. Noch glaube ich nicht so recht daran dass sie es auch wirklich ernst meinen. Warten wir es mal ab. Wenn sie jetzt wirklich eine Bundesligataugliche Mannschaft zusammenstellen die den Klassenerhalt problemlos schafft dann wird man es bestimmt bald durch die Transfers von namhaften Spielerinnen erfahren. Hoffe mal das es so kommt.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Aldur

    Danke für das Video.Man kann Krienen bei seiner Einschätzung zur Situation bei den BMG Frauen nur zustimmen.Wenn er sich damit nur nicht um Kopf und Kragen geredet hat,denn das war deutliche Kritik an der Vereinsführung von BMG und dürfte nicht bei allen seinen Vorgesetzten gut ankommen.

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  • Helmut sagt:

    Die Ligareform hat das vorher schon offensichtliche nur noch deutlicher werden lassen. Die Dominanz der Zweitmannschaften. Ist das aber wirklich so?

    Schaut man sich aber mal die Tabelle anhand der Platzierungen an die die Mannschaften haben oder gehabt haben, gibt es doch bei fast allen ein ziemliches Auf und Ab. Man kann das durchaus als ausgeglichen nennen.

    Ein Beispiel:
    Der Tabellenführer hat auf die Mitte derzeit 11 Punkte, zum Abstiegsplatz 20 Punkte Vorsprung.
    In der Bundesliga sind es deren 25 bzw. 36 Punkte

    Oder auch gesagt:
    1-8 kämpft um den Aufstieg, 9-14 um den Abstieg

    Wenn man also die zweite Liga für sich allein betrachtet muss man die Reform durchaus als Erfolg werten.

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