Champions League: Bayern muss ums Finale bangen

Von am 21. April 2019 – 19.53 Uhr 31 Kommentare

Der FC Bayern München muss nach einer Niederlage gegen den FC Barcelona im Halbfinalhinspiel der UEFA Women´s Champions League um den Einzug ins Finale bangen.

Bayerns Sara Däbritz (li.) im Duell mit Barca-Torschützin Kheira Hamraoui © imago / foto2press

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Vor 2.500 Zuschauern am erstmals ausverkauften FC Bayern Campus unterlag der FC Bayern München gegen den FC Barcelona mit 0:1 (0:0). Kheira Hamraoui erzielte den einzigen Treffer der Partie (63.).

Benkarth erneut im Tor, fünf Änderungen in der Startelf

Bayern-Trainer Thomas Wörle setzte wie schon unter der Woche beim Bundesligaspiel in Sand auf Laura Benkarth im Tor, Manuela Zinsberger musste mit der Ersatzbank Vorlieb nehmen. Insgesamt nahm Wörle gegenüber dem 1:1 unter der Woche fünf Veränderungen vor: Für Carina Wenninger, Gina Lewandowski, Jill Roord, Mandy Islacker und Lina Magull, kamen Simone Laudehr, Sydney Lohmann, Fridolina Rolfö, Jovana Damnjanović und Dominika Škorvánková in die Partie.

Rasanter Beginn

Die Partie begann mit viel Schwung, Kheira Hamraoui (4.) und Fridolina Rolfö (5.) hatten für ihre Teams jeweils die ersten Torannäherungen. Damnjanović hatte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze den ersten sehenswerten Abschluss (7.). Doch auch Toni Duggan scheiterte nur knapp (9.).

Zweimal Glück für Bayern, Däbritz scheitert knapp

In der Folge erarbeitete sich der FC Barcelona ein spielerisches Übergewicht, hatte aber zweimal Pech, als Hamraoui nur die Latte traf (23.) und Vicky Losada am Pfosten scheiterte (34.). Danach lösten sich die Münchenerinnen aus der Umklammerung, Sara Däbritz hatte die beste Bayern-Chance, doch Barcelonas Torhüterin Sandra Paños parierte (39.).

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Barcelona geht in Führung

In der insgesamt chancenärmeren zweiten Halbzeit war es dann Hamraoui, die mit einem Schuss aus der Drehung die Führung für die Katalaninnen erzielte (63.). Bayern war jetzt bemüht, offensiv mehr Akzente zu setzen, Barcelona verlegte sich aufs Kontern. Paños behielt bei einem Schuss von Däbritz einmal mehr die Oberhand (74.).

Däbritz im Pech

Mit Lina Magull und Lineth Beerensteyn versuchten die Bayern, den Druck in der Offensive noch einmal zu erhöhen. Und die Münchenerinnen kamen dem Ausgleich nah, doch Däbritz traf mit einem Freistoß in der Schlussminute nur die Latte (90.).

Wörle: „Unentschieden war drin“

Bayern-Trainer Thomas Wörle meinte nach der Partie: „Der Gegner hatte fußballerisch eine Qualität, bei der kaum ein Team in Deutschland mithalten kann. Wir haben damit gerechnet, dass wir Phasen haben werden, in denen wir sehr viel verteidigen müssen, das haben wir über weite Strecken gut gemacht, auch wenn man nicht alles verteidigen kann. Wir hatten auch immer wieder Phasen, in denen wir selbst vor dem gegnerischen Tor gefährlich waren. In der zweiten Halbzeit war das Spiel noch etwas offener, weil wir mutiger agiert haben. Der Gegentreffer war sehr ärgerlich, weil wir immer mehr Zugriff auf das Spiel hatten. Wir hatten unsere Chancen, deswegen war ein Unentschieden definitiv drin.“

Lyon gewinnt knapp

Im ersten Halbfinalspiel setzte sich Olympique Lyon mit 2:1 (2:0) gegen Chelsea Women durch. Delphine Cascarino (27.) und Amandine Henry (39.) trafen für die Gastgeberinnen, Erin Cuthbert (72.) brachte die Engländerinnen zurück ins Spiel.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • Schnorchel sagt:

    Verdienter Auswärtssieg. Anfangs haben die Katalanen die Bayern aber schön im Griff gehabt und in deren eigenen Hälfte festgenagelt. Auch wenn die Bayern dann etwas besser ins Spiel kamen und auch einige Chancen hatten, war Barcelona spielerisch doch etwas besser. Aber um Lyon zu entthronen, dürfte es wohl nicht reichen. Das eine Auswärtstor für Barcelona ist nicht eben üppig, sollte aber hoffentlich reichen, um die Bayern nächsten Sonntag endlich aus dem Wettbewerb zu schießen.

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  • Bernd sagt:

    Vor der WM gibt es in dieser Saison viel Wirbel um die Nationaltorhüterinnen. Erst die Patzer von Almuth Schult, dann das Ende von Ö-Nationaltorhüterin Zinsberger bei den Bayern, der Wechsel von Schlüter als zweite Nationaltorhüterin zu den Bayern. Die Verletzung von Merle Frohms in Frankfurt vor dem Spiel. Die Rückkehr von Laura Benkarth in der Bundesliga und CL.

    Ob die Unruhe bei den Bayern in der entscheidenden Phase der Saison sinnvoll war, sei dahingestellt. Jedoch könnte der Erfolg nach einer guten Saison in allen drei Wettbewerben ausbleiben.
    Habe nach der Verletzung von Benkarth noch ein grosses Plakat für ihre Genesung in Potsdam aufgehangen und freue mich sehr über ihre Rückkehr! Ob das Aus von Zinsberger zu diesem Zeitpunkt für den FCB so geschickt war, bezweifle ich auch als Benkarth-Anhänger, unabhängig von den sportlichen Leistungen der Beiden. In Barcelona muss der FCB nun mindestens zwei Tore erzielen.

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  • bale sagt:

    ICH FAND BARCA SEHR SPIELSTARK AUCH TECHNISCH SEHR STARK, DÄBRITZ HAT HOHES NIVEAU, ABER DIE ANDEREN BAYERN SPIELERINNEN LEIDER NICHT.
    TRAINER HÄTTE MAGULL UND BERRENSTEYN VIEL FRÜHER BRINGEN MÜSSEN.
    DAMJANOVIC ALLEINE VORNE HAT SICH NUR MÜDE GELAUFEN.
    WICHTIG IST AUCH ZU BETONEN, DAS DIE BAYERN MÄDELS SO LEICHTE GEGENER VORHER HATTEN UM INS HALBFINALE ZU KOMMEN.
    MAL SEHEN WIE ES IN Barcelona läuft im Rückspiel?

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  • Altwolf sagt:

    Was für eine taktische Idee hatte da wohl T.Wöhrle gegen e. relativ ballsicheres Barca bestehen und wohl auch siegen zu wollen ?

    Wenn es ein aggressives Pressing sein sollte, so ging das ziemlich daneben, denn Barca hielt den Ball doch relativ sicher – zumindest bis zum gegenerischen 16-er.

    Eine Aufstellung ohne irgendeine spielerisch agierende MF-Spielerin zeigte kaum einen irgendwie erkennbaren Spielaufbau oder zumindest mal einen längeren Ballbesitz, so daß man eigentlich nur Barca hinterherlief und mal bei Fehlpässen in Ballbesitz gelang und mit lang nach vorn geschlagenen Bällen auf torgefährliche Situationen hoffte, so wie sich dann auch e. Chance für J.Damjanovic ergab.
    Die Frauen des FC Bayern waren zwar bemüht, aber für das „Highlight“ in ihrer Fußball-Historie war das doch viel zu wenig an fußballerischer Klasse.

    Auch wenn die Defensive noch der beste Teil des Münchner Teams war, so agierten doch die dort vorhandenen „deutschen“ N-11 Spielerinnen nicht wirklich stabil und hatten auch das Glück, das die im 16-er freigespielten Gegnerinnen die 2 guten Chancen nicht nutzen konnten.

    K.Demann war für mich in dieser Form kein stabilisierender Faktor und das MF so gut wie nicht vorhanden. Einzig S.Däbritz zeigte noch eine einigermaßen gute Performance, offensiv mit Abstrichen noch F.Rolfö.

    L.Magull und auch G.Lewandowski hätten wesentlich früher, wenn nicht sogar von Anfang an, spielen müssen, denn mehr Fehlpässe hätten die auch nicht spielen können, als die da in der Startelf standen.
    Warum derzeit L.Maier spielt, ist mir ein Rätsel.
    L.Benkarth solide, fehlerfrei ohne Chance auf besondere Paraden.

    Barca hat das Spiel aufgrund einer erkennbaren Spielanlage und auch des Torchancenplus (incl. möglichen 11-er) verdient gewonnen, aber beide Teams gehören leistungsmäßig nicht in die Top-4, denn was auch Barca in der Offensive zeigt ist doch relativ harmlos und so können sie sich auf e. C.Hansen (so wohl die Gerüchte) freuen,damit das Manko vorne gemildert wird.

    Ich kann mir bei dieser Darbietung nicht vorstellen, daß der FC Bayern das noch dreht, auch wenn ich es ihnen aus Sicht der AFBL wünschen würde.
    Doch dazu müssen sie ihre Leistung auf dem Platz aber um Einiges steigern.
    Vor allen Dingen nicht so eine „ängstliche“ Aufstellung bieten.

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  • Ritchie sagt:

    @bale: Würdest du bitte mal deine Tastatur überprüfen?
    Alles groß zu schreiben ist genauso – du weißt schon – wie alles klein zu schreiben.

    Zum Thema: Ich habe die Mädels des deutschen FCB nicht stärker gesehen… Wünsche ihnen zwar das weiterkommen, glaube aber nicht daran.

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  • enthusio sagt:

    Ich kann @Bale in allen Punkten nur zustimmen.
    Magull und Beerensteyn wurden viel zu spät eingewechselt.
    Allerdings frage ich mich, warum eine technisch so starke Spielerin wie Magull nicht in der Anfangsformation stand. Sie hätte bei dem Dauerdruck Barcelonas zusammen mit Däbritz für offensive Entlastung sorgen können.

    Barcelona spielte ein starkes Pressing, mit dem die Bayern fast das ganze Spiel überhaupt nicht zurecht kamen.
    Ich frage mich, ob die Videoanalyse in der Spielvorbereitung nicht Möglichkeiten aufgezeigt hat, sich des Pressing zu erwehren.
    Bayern hatte immens viele Ballverluste und wenig Ideen im Spielaufbau. Insbesondere über die Flügel lief gar nichts zusammen.

    Auffällig bei Barcelona andererseits aber die Schussschwäche aus der zweiten Reihe, auch die spanische Torhüterin machte keinen sicheren Eindruck.

    In der 1. Halbzeit hätte es nach der Hendrich-Grätsche im Strafraum durchaus einen Elfmeter geben können, nicht nur wegen der beiden Aluminiumtreffer ging die erste Halbzeit klar an Barcelona.
    Bayern wachte eigentlich erst nach der Einwechselung von Magull etwas auf und hätte durch Däbritz fast noch den (unverdienten) Ausgleich erzielt.

    Insgesamt war es eine enttäuschende Leistung der Münchnerinnen.
    Im Rückspiel muß wesentlich mehr kommen, hoffentlich mit einigen anderen Spielerinnen in der Startelf.

    Zum Spiel Lyon-Chelsea:
    Bouhaddi hat in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit einen von Le Sommer an Ramona Bachmann verschuldeten Foulelfmeter von Kirby gehalten.
    Allerdings dürfte Chelsea gemessen am Spielverlauf insgesamt mit dem Ergebnis noch gut bedient gewesen sein.

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  • SCF Klausi sagt:

    Auf Scheuer kommt als neuer Trainer der Bayern Frauen sehr viel Arbeit zu wenn er ihnen ein passendes Spielsystem implantieren will.Das wird eine echte Herausforderung für ihn.

    Wenn man so ein Spiel gewinnen will muss man auch mit dem Ball was anfangen können und das konnten die Münchnerinnen heute meistens nicht.

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  • Rainer sagt:

    Vor allem technisch sind die Katalaninnen den Bayern deutlich überlegen. Ballbehandlung, Ballsicherheit auf einer ganz anderen Stufe. Ich denke, dass Barcelona im Finale auf Lyon trifft. Und normalerweise muss Lyon das gewinnen, aber schon letztes Jahr tat man sich schwer gegen Barcelona mit 1:0 und 0:0. Deutschlands zweite Mannschaft verliert langsam an Boden international, es wird auch im Rückspiel nicht reichen. Wohin wohl Fridolina Rolfö geht nach dieser Saison? Gerüchte platzieren Sara Däbritz in Paris. Italien wird stärker, kommende Saison wird auch schon Manchester United in der englischen Spitze mitmischen und sich vorher ordentlich verstärken, die Konkurrenz wird allmählich grösser und Deutschland muss schauen, dass es nicht den Anschluss verliert. Real Madrid hat gerade angefangen, aber das kann dann sehr schnell gehen. Schaun mer mal…

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  • enthusio sagt:

    Bewegte Bilder vom Spiel Lyon-Chelsea:

    https://www.youtube.com/watch?v=gtoXrpE88wQ

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  • Helmut sagt:

    @Altwolf
    Zu deinem Kommentar den ich nur zustimmen möchte ich noch was dazu beitragen.
    Heute hat bei den Münchnerinnen wieder mal ein Kapitän gefehlt.
    Maier, Demann und Schweers hatten ihre Nerven wieder mal nicht in den Griff. Auch für Syd Lohmann war das Spiel eine Nummer zu groß. Auf den Aussenbahnen liefen sich Däbritz und Rolfö einen „Wolf“ und waren eigentlich schon ab der 70igen Minute schon fix und fertig.
    Zum Glück waren die Barca-Mädels so auf Ballbesitz fixiert das sie das Toreschiesen fast vergessen haben.

    Bei Lina Magull bin ich froh das sie überhaupt gespielt hat. Da sie nach dem Spiel in Sand, kaum aufrecht gehend, mit sichtbaren Schmerzen in den Bus einstieg. Ich hatte da eine schwerere Rippenverletzung vermutet. Sehr wahrscheinlich hat sie heute nicht schmerzfrei gespielt.

    Zur Aufstellung im allgemeinen frage ich mich allerdings auch langsam ob da Tom Wöhrle wirklich noch alle Fäden in der Hand hat oder ob da noch ein anderer Puppenspieler da ist.

    Auf alle Fälle bekommt Jens Scheuer nächste Saison genug zu tun die da noch vorhandenen Fäden neu zu verknüpfen.

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  • Rudi sagt:

    Ich habe mir das Spiel auch angeschaut und war von Barca doch ziemlich überrascht da sie in Spanien „nur“ die Nummer 2 in der Liga hinter Atl. Madrid sind. Vor Allem wenn ich da an die beiden CL-Spiele der Wölfinnen gegen Madrid denke.Diese Ergebnisse sind da ja hinlänglich bekannt.
    Meiner Meinung ist das Frauenteam des FC Bayern als Mannschaft keine eingespielte Einheit sondern eine blind und ohne System zusammen gekaufte Truppe von Natio-Spielern egal ob es da vom Spielsystem zusammen passt. Vor Allem im Sturm sind sie recht harmlos, denn seit Miedema weg ist haben sie keine Stürmerin mehr mit dem berühmten Torriecher. Islacker schießt fast nur Tore gegen Teams wie Leverkusen usw.ansonsten hat sie in München fast alles eingebüßt was sie in z.B. in Frankfurt auszeichnete und eingesetzt wird sie beim FC Bayern auch nicht mehr so oft. Außerdem mit Wöhrle einen Trainer der die Spielerinnen anscheinend nicht weiter entwickeln kann und aus diesen, ich glaube mittlerweile 14 oder 15 Natio-Spielerinnen, keine Einheit formen kann.

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  • Joe der Maagio sagt:

    Enttäuschend fand ich, dass vom FCB Vorstand niemand da war. Zwar kauft man Spielerin um Spielerin und hat die Idee auf den Nachwuchs zu setzen ad acta gelegt ( hat man lange genug erfolglos versucht). Aber die ganz große Vision fehlt. Z. B. war kein FCB Vorstand beim Barcelonaspiel.

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  • Altwolf sagt:

    Der FC Bayern wird sich „neu“ erfinden müssen, wenn er auch international eine Rolle spielen will.

    Ich bin nicht gerade ein „Fan“ von J.Scheuer, aber egal wie er letztlich beim FC Bayern gelandet ist, halte ich ihn für den Trainer, der den Bayern „neues“ Leben einhauchen kann.

    Mit den Neuverpflichtungen L.Dallmann u. G.Gwinn hat er mehr spielerisches Potential und er ist, wie in Freiburg deutlich sichtbar, in der Lage ein spielerisch agierendes und mannschaftlich geschlossenes Team zu formen.

    Zudem ist er offenbar in der Lage Spielerinnen weiterzuentwickeln und sie auch immer wieder zu motivieren, was zumindest aus der Entfernung gesehen T.Wöhrle in den letzten 2 Jahren nicht mehr erkennbar gelungen ist, was auch immer der Grund dafür ist.

    Wie @Helmut auch schon aufgezeigt hat, fehlt ohne M.Behringer eine erkennbar „hierarchische“ Struktur mit einer klaren „Achse“ und inneren Stabilität, die sich aus den jetzigen Spielerinnen unbedingt entwickeln muß. Der jetzigen Kapitänin, M.Leupolz, ist das offenbar bisher nicht gelungen diese „Führungsposition“ zu übernehmen, was sicherlich auch an ihren Verletzungen liegen könnte, doch da braucht es mehr Spielerinnen mit Bereitschaft und entsprechender Mentalität voranzugehen und das Spiel gewinnen zu wollen.

    Auch wenn sie gestern ein ordenliches Spiel gemacht hat, wird sich zeigen, ob sie dem FC Bayern fehlen wird. Nach meinem Empfinden sind ihre Leistungen für eine Top-Spielerin viel zu schwankend, aber das könnte sich durch einen anderen Trainer im positiven Sinne ja ändern.

    T.Wöhrle scheint derzeit keine Spielerin/innen zu haben, die seine Vorstellungen (wenn es die denn geben sollte) auf dem Platz konsequent umsetzen und so sind die ständigen Anweisungen von der Seitenlinie entweder nicht umsetzbar oder werden nicht wahrgenommen.

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  • Altwolf sagt:

    @enthusio

    Vielen Dank für die Bilder.

    Es ist schon ein „Phänomen“, wie es OL gelingt immer wieder die siegreichen Tore zu erzielen.
    Auch wenn man aufgrund der Ausschnitte nicht sehen kann wie OL das Spiel gestaltete, doch ihre Tore, zumindest bei international stärkeren Gegnerinnen als in der Liga, erzielen sie kaum durch Kombinationsfußball, sondern überwiegend durch Standards oder „Fehler“ bzw. „unglückliche“ Aktionen der Gegnerinnen.

    Da bekommt Chelsea einen „geschenkten“ 11-er und dann so eine schwache Ausführung – da kommen Erinnerungen an Reggio Emilia bei mir auf.

    P.S: Bei meinem Kommentar um 9:42 Uhr bezog sich das auf S.Däbritz.

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  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Wen siehst du denn aktuell als die Top4 Europas an? Viel bleibt da dann ja nicht mehr zur Auswahl…

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  • Zaunreiter sagt:

    Ich kann mich den Ausführungen in den Postings von @Altwolf gestern und heute morgen nur anschliessen.
    Ich hätte mir von den „Dusel“-Bayern mehr erwartet. Barca femenin hat die bayerischen Frauen voll im Griff gehabt.

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  • Chris sagt:

    Ich möchte ja mal wissen, ob Wörle irgendein persönliches Problem mit Islacker hat.

    Es kann doch einfach nicht mehr sein, daß Islacker laufend auf der Bank sitzen muß und teilweise nicht mal mehr eingewechselt wird.

    Trotz des andauernden auf der Bank sitzen ist sie zusammen mit Däbritz unsere erfolgreichste Torschützin. Wie viele Tore könnte sie auf dem Konto haben, wenn sie regelmäßig spielen würde?

    Hier muß sich Wörle mal deutlich hinterfragen lassen. Ich hoffe nur Islacker lässt sich von Wörle hier nicht vergraulen und bleibt auch nächste Saison hier, wenn Scheuer anfängt.

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  • FFFan sagt:

    Die erste Überraschung gab es schon vor dem Anpfiff: im Tor des FC Bayern stand nicht M.Zinsberger, sondern L.Benkarth, die erst wenige Tage zuvor ihr Pflichtspieldebut für die Münchnerinnen nach langer Verletzungspause hatte. Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet. Die frühere Freiburgerin machte ihre Sache aber gut, nichts zu merken von fehlender Spielpraxis.

    Mit dem FC Barcelona stellte sich eine der stärksten Mannschaften Europas im ausverkauften Campus-Stadion vor. Die in kanariengelben Trikots spielenden Katalaninnen sind auf allen Positionen erstklassig besetzt und spielen einen Fußball, wie man ihn auch von den Männern des FC Barcelona kennt: viel Ballbesitz, intensives (Gegen-)Pressing, gutes Pass- und Positionsspiel, selbstbewusstes Auftreten und ein ‚dominanter‘ Spielstil.

    Was bei Bayern auffiel:

    * Das Team von T.Wörle startete mit einer sehr defensiven Ausrichtung, zog sich weit in die eigene Hälfte zurück, versuchte, die Räume eng zu machen und nach Ballgewinn schnell umzuschalten. Vorne war meist nur J.Damnjanovic, die nominelle zweite Spitze S.Lohmann hatte die Aufgabe, die Kreise von K.Hamraoui zu stören. Die Außen S.Däbritz und F.Rolfö waren vor allem in der 1.HZ sehr tief positioniert, um die gefährlichen Außenstürmerinnen der Gäste (L.Martens bzw. M.Caldentey) auf den Flügeln ‚doppeln‘ zu können. Defensiv ging das Konzept der Bayern weitgehend auf, auch wenn ‚Barca‘ vereinzelt zu Torchancen kam.

    * Dagegen hatten die Gastgeberinnen große Probleme, aus dem eigenen Ballbesitz heraus einen konstruktiven Spielaufbau hinzubekommen, was allerdings auch am konsequenten Pressing des FC Barcelona lag. Meist war der Ball schon nach wenigen Pässen wieder weg. Gefährlich wurde es am ehesten nach ‚langen‘ Bällen (so z.B. bei der Chance von Damnjanovic in der Anfangsphase).

    * Sara Däbritz war die mit Abstand beste Spielerin der Münchnerinnen; an fast allen gefährlichen Aktionen war die 24-jährige beteiligt. Leider wird sie den Verein am Saisonende verlassen – ein für den FC Bayern kaum zu kompensierender Verlust! Der schwächste Mannschaftsteil war hingegen an diesem Tag das zentrale Mittelfeld: K.Demann und L.Maier kamen defensiv nicht in die Zweikämpfe und konnten offensiv keine Akzente setzen. Hier machte sich das Fehlen von Kapitänin M.Leupolz sehr negativ bemerkbar!

    Was bei Barcelona auffiel:

    * Alle Spielerinnen sind technisch sehr gut ausgebildet und haben eine enorme Ruhe am Ball, der dementsprechend flüssig durch die Reihen läuft. Vor allem im Mittelfeld (V.Losada, K.Hamraoui, A.Putellas) waren sie dem FC Bayern (Maier, Lohmann, Demann) spielerisch klar überlegen.

    * Trotzdem gelang es ihnen nur selten, die Angriffe gut zu Ende zu spielen, sich ganz nach vorne durchzukombinieren und Torchancen zu kreieren. Im ‚Ballvortrag ins letzte Drittel‘ zeigt das Team von L.Cortes gewisse Schwächen, wobei in diesem Zusammenhang auch die gute Strafraumverteidigung der Bayern zu loben ist). So blieb es überwiegend bei (meist ungefährlichen) Distanzschüssen.

    * In der Abwehr scheint der FC Barcelona ebenfalls nicht unverwundbar. In der 2.HZ konnte die Intensität des Pressings nicht aufrechterhalten werden, die Spielkontrolle nahm ab. Bayern kam in der Folge zu der ein oder anderen Chance, ‚Barca‘ konnte sich jedoch auf seine starke Torhüterin verlassen.

    Das 0-1 ist für Bayern sicher alles andere als ein Wunschergebnis, aber es lässt im Rückspiel noch Hoffnung auf den Einzug ins Finale. Dazu bedarf es allerdings einer deutlichen Leistungssteigerung. Da unbedingt ein Sieg her muß, wird das Trainerteam um Thomas Wörle vermutlich eine offensivere Herangehensweise wählen, was sich evtl. dann auch in einer veränderten Aufstellung ausdrückt. Da unter der Woche diesmal kein Spiel ansteht, ist genügend Zeit, die richtigen Schlüsse aus dem Hinspiel zu ziehen und die Mannschaft optimal auf die schwierige Auswärtsaufgabe im ‚Mini Estadi‘ von Barcelona vorzubereiten.

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  • Bernd sagt:

    FFFan
    „Die erste Überraschung gab es schon vor dem Anpfiff: im Tor des FC Bayern stand nicht M.Zinsberger,“

    Nein, das war keineswegs eine Überraschung, sondern stand ganz klar im Kontext zu den Ereignissen zuvor.
    Tatsächlich hast Du auf den Einsatz von Zinsberger gegen Barcelona spekuliert, weil Du die Ereignisse zuvor als reine Spekulation abgetan hast.
    Wenn Du immer noch nicht an die Differenzen zwischen dem FCB und Zinsberger glaubst, musst Du noch etwas warten, bis sich Zinsberger nach Saisonende äüßert. Es sei denn beide Seiten finden noch einen Weg Stillschweigen zu vereinbaren, wovon ich derzeit nicht ausgehe. Wie schon gesagt, diese hausgemachten Unstimmigkeiten, in der entscheidenden Phase der Saison, haben sicherlich dazu beigetragen, die Chancen auf einen Titel in dieser Saison zu minimieren. (siehe Remis in Sand, Niederlage gegen Barcelona) Es fällt auch Profis schwer, in so einer Situation, den Focus ausschließlich auf das Sportliche zu richten. (siehe Männer-WM)

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  • FFFan sagt:

    @ Bernd:
    „Nein, das war keineswegs eine Überraschung…“

    Jetzt erzähl doch nicht sowas! Natürlich war es für die allermeisten eine Überraschung! Ich war doch nicht der einzige, der auf einen Einsatz von Zinsberger „spekuliert“ hat. Auch Helmut war (im anderen Kommentarstrang) dieser Meinung. Im Gegenteil: von denen, die hier kommentiert haben, hat niemand explizit auf einen Einsatz von Benkarth getippt – auch du nicht!

    Vgl. übrigens auch den Artikel „Spiegelbild der Kräfteverhältnisse“, wo Markus Juchem schreibt: „Überraschender Wechsel im Tor:
    Wörle überraschte mit dem neuerlichen Einsatz von Torhüterin Laura Benkarth…“

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