Almuth Schult: die (un)umstrittene Nr. 1?

Von am 11. April 2019 – 13.27 Uhr 72 Kommentare

Nach ihren Patzern beim Test der DFB-Frauen gegen Japan am Dienstag in Paderborn sieht sich DFB-Torhüterin Almuth Schult wachsender Kritik ausgesetzt. Einige fordern gar ihre Ablösung als Nr. 1. Zurecht?

DFB-Torhüterin Almuth Schult im Länderspiel gegen Japan

DFB-Torhüterin Almuth Schult steht nach ihren Patzern in der Kritik © imago / Hübner

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Zugegeben: Haarsträubende Patzer haben in der Torhüterinnen-Vita von Almuth Schult eine gewisse Tradition. So ließ sie sich etwa bei der Generalprobe vor der EM 2017 in den Niederlanden beim 3:1-Sieg gegen Brasilien von der Brasilianerin Ludmila den Ball stiebitzen und verursachte so den Gegentreffer zum zwischenzeitlichen 1:1. Wochen zuvor hatte sie sich im Champions-League-Viertelfinale beim 0:2 des VfL Wolfsburg gegen Olympique Lyon bei einem Freistoß von Camille Abily verschätzt und den Ball ins lange Eck segeln lassen.

Zwei missglückte Aktionen gegen Japan

Und auch im Jahr 2019 ließ sie sich vor wenigen Wochen erneut gegen Olympique Lyon im Champions-League-Viertelfinale von einem Freistoß ihre Nationalelf-Kollegin Dzsenifer Marozsán düpieren. Und nun die zwei missglückten Aktionen gegen Japan. Beim 0:1 trat sich Schult nach einem Rückpass von Johanna Elsig gegen das eigene Standbein, vor dem 1:2 geriet nach einem neuerlichen Rückpass ihr Abspiel zu lang und somit in die Füße der Japanerinnen, die den Lapsus eiskalt ausnutzten. „Gut, dass es jetzt passiert und bei keinem Turnier oder Pflichtspiel“, so Schult nach dem Spiel im ZDF-Interview.

Masernerkrankung hinterlässt Spuren

Die groben Patzer der Vergangenheit hatte Schult in den vergangenen beiden Jahren abgestellt und sich zu einem sicheren Rückhalt in Verein und Nationalelf entwickelt. Die Suche nach Ursachen für die neuerliche Fehleranfälligkeit liefert mehrere Erklärungsansätze: So war die 28-Jährige von Januar bis Mitte März durch eine Masernerkrankung außer Gefecht gesetzt. Und die fehlende Spielpraxis hat Spuren hinterlassen. Denn da die letzten Prozent Fitness, Spritzigkeit und Gedankenschnelligkeit noch fehlen, ist auch das Selbstvertrauen noch nicht wieder bei 100 Prozent, wie DFB-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg und auch Torwarttrainer Michael Fuchs unlängst einräumten.

Die unsägliche Rückpass-Gewohnheit

Hinzu kommt aber auch die zur schlechten Gewohnheit gewordene Unsitte, unter dem Eindruck des modernen Torwartspiels – Manuel Neuer lässt grüßen – übertrieben häufig den Ball zur Torhüterin zurückzuspielen und sie dadurch unnötig in riskante Situationen zu bringen. Vier Abwehrspielerinnen sollten genug sein für einen geordneten Aufbau aus der Defensive heraus. Hier sind auch die Feldspielerinnen gefragt, auf dem Rasen bessere Lösungen zu finden.

Das sehen auch einige Womensoccer-User so: „Thema Rückpass, meiner Meinung nach viel zu oft angewendet und teilweise sogar überflüssig. Auch andere Torhüterinnen sind dadurch in gefährliche Situationen gekommen“, schreibt etwa „Volker“ und „Fan2“ stimmt ein: „Das ist meines Erachtens Nonsens und führt eben genau zu solchen Situationen.“ „Altwolf“ verweist darauf, dass auch Schults Vorgängerin Nadine Angerer nicht immer sattelfest war: „Auch sie hatte im Spiel mit dem Ball und bei Abstößen keine so überragenden Qualitäten.“

Rückenstärkung statt Torhüterinnendiskussion

Derzeit führt trotz einzelner Fehler kein Weg an Almuth Schult als Nr. 1 im deutschen Tor vorbei. Denn in puncto Strafraumbeherrschung, Reaktionsschnelligkeit und beim Abfangen hoher Bälle kann ihr derzeit noch keine andere deutsche Torhüterin das Wasser reichen. Die individuellen Fehler lassen sich leicht abstellen. „Ich bin mir sicher, dass Almuth die nötige Fehlerminimierung mit dem Fuß hinbekommt“, glaubt auch Voss-Tecklenburg. „Alles andere ist in Ordnung.“

Für Laura Benkarth kommt WM zu früh

Die etatmäßige Nr. 2, Bayern Münchens Torhüterin Laura Benkarth, war lange verletzt und ist für die WM in Frankreich mangels Spielpraxis auf hohem Niveau wohl noch keine Option. Und auch sie war in der Vergangenheit bei ihren bisherigen acht Einsätzen in der Nationalelf nicht immer ein Fels in der Brandung, etwa bei der 2:3-Heimniederlage gegen Island in der WM-Qualifikation 2017, die den Abschied von Trainerin Steffi Jones einleitete.

Konkurrenzdruck nicht besonders hoch

Merle Frohms vom SC Freiburg hielt zuletzt gut in den beiden Länderspieleinsätzen gegen Spanien und Frankreich, offenbart aber ebenfalls in der Liga Schwächen und auch Carina Schlüter vom SC Sand ist in der aktuellen Saison ein wenig die Stabilität abhanden gekommen. Und so ist der Druck der nachrückenden Konkurrenz auf Schult noch nicht besonders hoch. Für die Torhüterin des VfL Wolfsburg sprechen zudem die Erfahrung zweier großer internationaler Turnier (Olympia 2016, EM 2017) sowie regelmäßige Einsätze in der Champions League.

Schult bleibt gelassen

Und so sieht Schult die aktuelle Diskussion eher gelassen: „Angst kann man immer haben, aber ich habe keine Angst und versuche meine Leistung zu bringen. Am Ende entscheidet immer die Trainerin.“ Und die wird wenige Wochen vor WM-Beginn nur im äußersten Notfall und bei weiteren groben Schnitzern eine Torhüterinnendiskussion entfachen. Das weiß auch Almuth Schult.

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

72 Kommentare »

  • Fan2 sagt:

    @Carly B: Das eine schließt das andere nicht aus. Ja, ich denke, Lyon hätte auch so das HF erreicht, dennoch war es eben im konkreten Fall Schult, die die Gegentore verursacht!

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  • Markus Juchem sagt:

    @Rudi: Ich nehme das gerne als Anregung für die Zukunft auf. Als Torhüterin führen individuelle Fehler halt oft zu Gegentreffern, dementsprechend entwickeln sich hier auch eher Diskussionen. Bei Feldspielerinnen nicht immer, deswegen stehen sie nicht so exponiert im Zentrum der Kritik. Genauso räumen meist Stürmerinnen die individuellen Auszeichnungen ab, die sich oft Abwehr- oder Mittelfeldspielerinnen mehr verdient hätten, die aber weniger im Rampenlicht stehen.

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  • Fan2 sagt:

    @Rudi: Tut mir leid, aber diese Diskussion ist schon von anderen eröffnet worden. Genau genommen hat MVT sie mit ihren Kommentaren eröffnet. Zudem ist Markus hier nicht einer von vielen, sondern der Journalist auf dieser Seite. Und in dieser Funktion hat er als „Medium“ auch die Aufgabe, ein kritisches Gegenüber zu sein und das Handeln der Verantwortlichen kritisch zu hinterfragen. Das hatten wir in den letzten Jahren unter Neid und Jones viel zu wenig. Daher ist das durchaus befreiend und kann nur belebend wirken.

    Was meine persönlichen Präferenzen betrifft: Ich habe schon einmal gesagt, dass ich Sympathien für alle Klubs habe, die reine FF-Klubs sind und/oder die als MF-Clubs mit kleinem Geld für gute Nachwuchs- und Scoutingarbeit stehen wie Freiburg und Hoffenheim sowie früher mal Bayern.
    Generell möchte ich Qualitätsarbeit im FF sehen, und damit meine ich Klubs und Trainer, die Spielerinnen wirklich besser machen und nicht lediglich Spielerinnen betreuen, ohne aktiv zu ihrer Entwicklung beizutragen. Das sehe ich bei Wolfsburg eben nicht.

    Und Almuth Schult hat für meine Begriffe seit ihrer Zeit in Bad Neuenahr keinen wesentlichen Entwicklungssprung mehr gemacht. Die Titel haben andere dort gewonnen.

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  • Pauline Leon sagt:

    ich hoffe, freiburg kann im finale von almuths fuss!ballspiel profitieren.

    verzeihung, almuth schult
    alles gute, sc freiburg!

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  • Rudi sagt:

    @Fan2,
    deinem ersten Absatz kann zum Teil zustimmen.
    Aber im in den letzten 3 Sätzen lässt du wieder deinen Hass und Neid auf diesen Verein erkennen. Und so etwas ist in meinen unfair und unsportlich. Ich mag manchen Verein auch nicht besonders aber deshalb hasse ich diesen Verein und ihre Leute nicht. Sicher freue ich mich wenn dieser Verein verliert, aber sowas würde ich niemals mit Hass- und Neidkommentaren hier kundtun so wie du das hier schon seit Jahren treibst. Deshalb lasse ich mich auch auf eine Debatte mit dir was den VfL Wolfsburg betrifft nicht ein.

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  • David sagt:

    Seit 1992 also 17 Jahre nach der Einführung der Rückpassregel wird über diese heute mehr den je diskutiert, etwas zu spät, oder?

    17 Jahre hat man Zeit gehabt in den Vereinen und beim DFB ein Torwarttraining anzubieten das, dem heutigem Anspruch gerecht wird und somit gewährleistet wird, dass moderne mitspielende Torhüterinnen ausgebildet werden.

    17 Jahre haben Trainer/in, Zeit gehabt ein Spielaufbau zu entwickeln, wo gerade diese Regel nicht zu Unsicherheiten zwischen Abwehr und Torhüterinnen führt.

    Aber das Schlimmste in meinen Augen ist, das man 17 Jahre aus dieser Regel nicht die Chancen erkannt hat, sein eigenes Spielsystem um ein Vielfaches zu erweitern durch diese eine Torhüterin die zur 11ten Feldspielerin wird.

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  • David sagt:

    Sorry falsche Angabe statt 17 Jahre meine ich natürlich 27 Jahre

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  • Bernd sagt:

    Ausschnitte aus einem Interview mit Merle Frohms in der Stadionzeitung des SC Freiburg:

    Mittlerweilen bist Du seit neun Monaten in Freiburg.

    Ich wurde hier sehr gut aufgenommen, zudem ist auch die Umgebung einfach schön. Das kennt man so ja aus Wolfsburg auch nicht (lacht)…

    Sportlich waren die neun Monate ein wahres Wechselbad der Gefühle.

    Es kam definitiv einiges zusammen, womit ich so nicht unbedingt gerechnet habe.

    Mit Deinem ersten Länderspiel gegen Österreich im Oktober als Höhepunkt?

    Es war erst meine zweite Einladung zur Nationalmannschaft. Vom Trainerteam direkt das Vertrauen ausgesprochen zu bekommen und 45 Minuten spielen zu dürfen macht mich stolz. Mit dem Wechsel nach Freiburg war auch die Hoffnung verbunden, stärker in den Fokus der Nationalmannschaft zu rücken. Dass es so schnell klappt hätte ich aber nie zu träumen gewagt. Danach in allen weiteren Länderspielen auf dem Platz zu stehen war großartig. Da haben sicher auch die Verletzungen von Almuth Schult und Lisa Schmitz eine Rolle gespielt, so ging es vielleicht alles etwas schneller. Aber das Quäntchen Glück gehört einfach dazu. Insgesamt war die Zeit in Bezug auf die Nationalmannschaft rundum positiv.

    Im Verein war das etwas anders.

    Es war ein ziemliches Auf und Ab. Ich bin im Sommer mit dem klaren Ziel nach Freiburg gekommen, zu spielen. Das war bis zum 10. Spieltag auch der Fall.

    Wie überrascht warst Du, als Du gegen Bayern München plötzlich auf der Ersatzbank Platz nehmen musstest?

    Das war ein Rückschlag,ganz klar. Man fragt sich, wieso man plötzlich wieder auf der Bank sitzt, ist unzufrieden. Um in den Fkus der Nationalmannschaft zu bleiben ist es wichtig, regelmäßig Spielpraxis zu sammeln. Aber Höhen und Tiefen gehören dazu. Im Nachhinein sehe ich diese negative Erfahrung positiv. Ich versuche auch daraus etwas mitzunehmen, verstehe es als Appell nie zu sicher zu sein. Vielleicht habe ich das auch gebraucht, um die letzten fehlenden Prozente aus mir herausrauszuholen.

    Von außen konnte man den Eidruck gewinnen, dass in den Länderspielen teilweise eine andere Merle Frohms im Tor stand als im Verein.

    Wenn ich meine Spiele nohmal anschaue, kann ich diesen Eindruck nachvollziehen. Warum das so war ist schwer zu sagen. Entscheidend ist aber, wie man mit solchen Situationen umgeht. Fü mich war es ein Zeichen noch härter an mir zu arbeiten, noch mehr zu geben. Es gibt genügend Aspekte an denen ich arbeiten kann.

    Schauen wir nochmal auf die Nationalmannschaft. Mit welchem Ziel fährst Du im Sommer zur Weltmeisterschaft nach Frankreich?

    Das erste Ziel ist überhaupt dabei zu sein. Die Konkurrenz ist groß, bis zum Sommer kann noch viel passieren. Wen Almuth fit ist, wird sie vermutlich im Tor stehen. Ich will mich mit meinen Leistungen einfach weiter anbieten und der Trainerin die Entscheidung so schwer wie möglich machen. Was dann am Ende dabei herauskommt entscheidet die Trainerin.
    —————————————————————

    Merle Frohms erscheint mir als ehrgeizig und reflektiert. Sehe es wie Sie selbst, dass Sie die Zeit auf der Bank gebraucht hat, um stärker zurück zu kommen. Lena Nuding ist tatsächlich auch eine sehr gute Torhüterin und Merle darf sich nie zu sicher sein.
    Almuth Schult würde diese Erfahrung eventuell auch gut tun!
    Merle Frohms hat bereits erfahren, dass man immer alles geben und voll konzentriert sein muss um absolut top zu werden. Zudem hat Sie selbst begriffen, dass Ihre zeitweise „Ausbootung“ durch Jens Scheuer nichts mit mangelndem Vertrauen, sondern klarer Konsequenz, bei nicht 100%iger Arbeitseinstellung zu tun hatte.
    Wer die Umarmung der beiden nach dem Halbfinale in Hoffenheim mitbekommen hat, der merkte, Merle Frohms hat was kapiert!

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  • Zaunreiter sagt:

    @Bernd:
    Vielen Dank für das Interview.
    Wenn man das liesst, wird einem klar, warum jemand wie Rachel Rinast in der März/April 2019-Ausgabe des „FF“ aus ihrem Herzen keine Mördergrube machte. Dieser Scheuer scheint ja ein Mensch ohne jegliches Feingefühl zu sein.

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  • Fan2 sagt:

    @Zaunreiter: Sehe ich nicht so. Scheuer hat eine Entscheidung aus Leistungsgründen getroffen, die vielleicht hart gewesen sein mag, aber am Ende für alle die Richtige. Wenn Frohms diese Denkpause nicht bekommen hätte, hätte sie wohl in den Länder spielen nicht die hervorragende Leistung erbracht.

    Wer darüber hinaus zwischen den Zeilen liest, merkt, dass Frohms durchaus ein gesundes Selbstbewusstsein hat und sich in Richtung WM durchaus noch Chancen auf die Nr.1 macht. Auch das zeigt doch durchaus, dass Schults Position längst nicht mehr unumstritten ist.

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  • Ritchie sagt:

    Zaunreiter sagt:
    14. April 2019 um 10.59 Uhr Uhr
    Dieser Scheuer scheint ja ein Mensch ohne jegliches Feingefühl zu sein.

    Ich verstehe jetzt nicht wie @Zaunreiter zu diesem Urteil kommt.

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  • Bernd sagt:

    @ Zaunreiter
    Glaube Du verwechselst da was. Jens Scheuer hat doch gerade bei Merle Frohms Feingefühl bewiesen. Sie selbst sagt ja, dass Sie das gebraucht hat um alles aus sich rauszuholen! Manchmal braucht es etwas Zeit um zu sehen was einem geholfen hat und das ist sicherlich nicht immer das, was für eine Spielerin das Angenehmste ist! Das gilt übrigens nicht nur für den Frauenfussball. Kann mir gut vorstellen, dass Frohms zuerst richtig sauer war. Aber als Trainer darf man nicht versuchen der beste Freund von jeder Spielerin zu sein. Warum wurden wohl in Freiburg so viele Spielerinnen zu Nationalspielerinnen? Für mich hat dies viel mit der konsequenten Förderung durch das Trainerteam zu tun.

    Es gibt Spielerinnen, welche sich am Ende durchsetzen und es gibt Andere die lieber ins warme Tel Aviv wechseln, wo die Anforderungen durchaus geringer sind und genug Zeit für den Strand bleibt. Ich mag Rachel Rinast, aber auf diesem Weg wird Sie ihr Leistungspotential sicherlich nicht ausschöpfen. Dies ist auch vollkommen o.k., aber als Bundesligatrainer hat man eine andere Aufgabe.

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  • Rudi sagt:

    @Fan2,

    ja,ja, wie immer gell? Hätte,hätte Fahrradkette! Und da du ja zwischen den Zeilen gelesen hast, hast du ihre Antwort auf die Frage nach der Nr. 1 im Tor der N11 nicht gelesen.

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  • Rudi sagt:

    @Bernd,
    also ich kann @Zaunreiter schon ein bißchen. Ich bin der Meinung wenn eine Spielerin auch mal eine Schwächephase hat, dann sollte man ihr doch den Rücken stärken und nicht gleich auf die Bank verbannen. Ich bin auch der Meinung dass Scheuer mit diesem Team des SCF auch in dieser Saison mehr rausholen müssen. Von der Saison 2017/18 ganz zu schweigen.Wenn ich dagegen mittlerweile sehe was Kraus in Essen mit den vielen Verletzten rausgeholt hat, ist das schon Bemerkenswert. Erst heute wieder ein verdientes 2:2 in München und kurz vor Weihnachten ein 0:0 in WOB! Da kann sich der SCF auf einen guten Trainer freuen. Wobei ich auch mal geschrieben habe dass er aus dem Essener Team mehr hätte rausholen müssen. Da habe ich aber die Verletztenmisere in Essen nicht berücksichtigt und bin auch hier im Forum zu recht kritisiert worden.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Altwolf, Rudi, Zaunreiter

    Das Scheuer Frohms nach dem Hoffenheim Spiel ins kurzzeitig zur Nr2 degradierte hatte nichts mit Vertrauensentzug oder schwäche in Menschenführung zu tun sondern war eine notwendige Maßnahme weil Frohms letzten Herbst viele Patzer in ihrem Spiel hatte die die Mannschaft Punkte kosteten.Schaut Euch mal das folgende Video ab Minute 1:10 an,dann seht ihr was ich meine :

    https://tv.dfb.de/video/highlights-sc-freiburg-tsg-1899-hoffenheim/23463/

    Solche Fehler hatte sie in den Spielen davor zu viel gehabt weshalb Scheuer auch aus meiner Sicht richtig gehandelt hat.

    Mag sein dass Frohms diese Maßnahme nicht sonderlich gut geschmeckt hat,aber sie hat das einzig richtige gemacht,an sich gearbeitet und ihr Torwartspiel weiter verbessert,wenn es auch noch vieles bei ihr zu verbessern gibt.

    Ich persönlich halte sehr viel von Frohms weil sie eine gute Torhüterin ist die über viel Talent verfügt.Aber sie muss dieses Talent auch umsetzten und auch noch lernwillig sein.Aus meiner Sicht hat sie einen Fehler gemacht und war zu lange die Nr2 hinter Frohms in Wolfsburg.Ihr fehlt es einfach nur an Spielpraxis und gezielter Förderung ihres Talents.Sieben Jahre Bankdrücken in Wolfsburg können 10 Monate Stammtorhüterin mit zwei monatiger Zwangspause in Freiburg nicht ausgleichen.

    Nun noch ein paar Worte zu Almuth Schuldt.

    Ich möchte Schuldts Qualitäten als TW nicht in Abrede stellen und sie aus der N11 fordern.Aber sie verfügt über eine Lobby,sowohl im Verein und deren Anhänger als auch beim DFB,dass jegliche Kritik an ihr als Majestätsbeleidigung aufgenommen wird.

    Ich erinnere mich noch wie Laura Benkarth hier im Forum vor allem von den Wolfburgern nach dem Spiel gegen Island niedergemacht wurde weil sie sich einen kapitalen Patzer leistete.

    Benkarth hat man darauf hin fallen gelassen während sich Schuldt ein Patzer nach dem anderen erlauben kann ohne dass sie mit persönlichen Konsequenzen zu rechnen hat.In Wolfsburg werden ihre Fehler immer wieder mit irgendwelchen zurückliegenden Verletzungen oder Erkrankungen schön geredet und ihr auf diese Weise auch noch fatalerweise der Rücken gestärkt.Dass Schuldt keine Konsequenzen ähnlich wie Frohms zu befürhten hat zeigt auch ihre Aussage das sie keine Angst vor weiteren Fehlern hat.

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  • Rudi sagt:

    @SCF Klausi,

    dass auch Merle Frohms nicht frei von Fehlern ist bestreite ich ja nicht, aber bei dem Video gegen Hoffenheim ging der Fehler zuerst von Lahr aus, sie durfte den Ball nicht verlieren. Dies wird aber überhaupt nicht kritisiert.Lahr hat in dieser Szene auch ihren Anteil am Gegentor.
    Zu deinen Vorwürfen wegen Benkarth, also von mir ist hier bestimmt keine kritische Anmerkung hier im Forum gekommen. Was du als „Lobby“ von Schuldt bezeichnest ist nur die Treue der Fans in WOB zu ihrer Torfrau.Sicher hat Schuldt schon manche Fehler gemacht und wird deswegen zu Recht kritisiert,aber welcher Mensch macht keine Fehler.Sie hat aber auch schon etliche Spiele durch gute Leistungen für den Verein gewonnen. Es stimmt dass sie zur Zeit keine ernsthafte Konkurrenz in WOB hat. Das hat man beim Bundesligaspiel in München gesehen wie sehr sie der Mannschaft gefehlt hat. Wobei ich Earps nicht kritisieren will, aber es ist nun mal so wenn hinter der Abwehr eine Torhüterin steht welche mit ihren Vorderleuten mehr eingespielt ist als die Ersatztorhüterin.
    Beim Spiel gegen Japan hat eigentlich nur die TV-Reporterin die Masernerkrankung als möglichen Grund genannt dass ihr solche Fehler unterlaufen sind. Kann mich jetzt nicht erinnern das jemand Anderes das hier im Forum als Grund genannt hat. Ich habe hier im Forum Markus Juchem kritisiert dass er extra einen Artikel mit dem Titel „Schuldt: Mr.1 der Natio oder nicht“ hier reingestellt hat. Obwohl im Japan-Artikel die Kritik an den Fehlern von Schuldt und generell an Schuldt als Torfrau Schuldt schon heftig diskutiert wurde. Ich finde und fand das unfair und ich hätte mich auch für eine andere Spielerin, egal von welchem Verein, dafür eingesetzt. Als Majestätsbeleidigung würde ich das jetzt nicht bezeichnen.

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  • Fan2 sagt:

    @Rudi: Es stimmt schon, dass jeder Mensch Fehler macht, dennoch sollten diese Fehler kein Dauerzustand werden. Und in bestimmten Jobs hast du bestimmte Fehler einfach nicht zu machen. Ich glaube kaum, dass diese Entschuldigung beispielsweise bei einem Arzt angebracht wäre, der gerade wegen eines selbstverschuldeten Fehlers einen Patienten verloren hat. Im Gegenteil, der wäre seinen Job in aller Regel ohne jede Diskussion los.
    Fehler haben nunmal Konsequenzen. Auch im FF. Eine Torhüterin wird dafür bezahlt, bestimmte Fehler nicht zu machen. Und wenn sie diese Fehler zu häufig in Folge macht, dann wird ihre Qualität mit Recht in Frage gestellt, denn diese Fehler sind ein integraler Bestandteil ihrer Leistung. Dabei geht es hier nicht einmal um ihre grundsätzliche Tauglichkeit als Bundesligakeeperin, nicht mal als Nationalkeeperin. Niemand hat hier ernsthaft in Frage gestellt, dass Schult als Keeperin zur WM fährt.

    Die einzige Frage, um die es hier geht, ist, ob Schult als Nr.1 zur WM fahren sollte oder ob wir mit Frohms eine bessere Keeperin für diese Aufgabe haben. That’s it. Und diese Frage kann man ganz sachlich debattieren, genauso wie die Frage, ob der VfL Wolfsburg tatsächlich eine Bereicherung für den FF ist.

    Im Übrigen wäre ich ehrlich daran interessiert, welche Spiele genau Schult für Wolfsburg gewonnen hat. Denn mir fällt auf Anhieb keines ein. Am besten mit Spielbericht und wenn geht Video, sodass ich mich selbst überzeugen kann. Das wäre lieb, Danke!

    (-3) 9 Gesamt – 3 hoch – 6 runter
  • Bernd sagt:

    Fan2
    „Im Übrigen wäre ich ehrlich daran interessiert, welche Spiele genau Schult für Wolfsburg gewonnen hat. Denn mir fällt auf Anhieb keines ein. Am besten mit Spielbericht und wenn geht Video, sodass ich mich selbst überzeugen kann. Das wäre lieb, Danke!“

    @ Fan2
    Was bezweckst du eigentlich mit diesem „ehrlichen Interesse“?
    Es gibt im Mannschaftssport Niemanden der oder die ein Spiel alleine verliert oder gewinnt und das weißt du natürlich ganz genau. Eine einzelne Person und sei es die beste Spielerin der Welt, kann kein Spiel „alleine“ gewinnen. Es gibt sehr schlechte, schlechte, mittelmäßige, gute und sehr gute Spiele von Einzelnen in einem Team. Bin absolut kein Wolfsburgfan (siehe z.B. meine letzte Replik auf Altwolf), aber durchaus in der Lage auch Leistungen von den Spielerinnen des Vereins anzuerkennen. Wolfsburg steht nicht zufällig auf Platz 1. Mit einer schlechten Torhüterin würde auch Wolfsburg dies niemals gelingen! Selbstverständlich hat auch Schult schon sehr gute Spiele gemacht. Über ihre Fehler kann und darf selbstverständlich diskutiert werden. Aber so eine Polemik wie in puncto deinem angeblich ehrlichen Interesse, welche Spiele genau Schult für WOB gewonnen hat, nervt auch mich als nicht Wolfsburg-Fan.
    Was soll auch die Frage, ob Wolfsburg „tatsächlich“ eine Bereicherung für den FF ist.
    Warum stellst du nicht die Frage, ob solche Forumsbeiträge von dir eine „tatsächliche“ Bereicherung für das Forum sind? Interessiert dich das nicht?
    Dass der VfL Wolfsburg für dich eine „Bereicherung“ darstellt steht für mich außer Frage, denn warum sonst solltest du diesem Verein soviel von deiner Lebenszeit widmen?!?

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  • Rudi sagt:

    @Fan2,
    dieser Beitrag von dir zeigt wieder mal in klarer Deutlichkeit auf welchen Charakter du hast. Dass Schult dauerhaft Fehler macht so wie du hier behauptest ist absoluter Blödsinn. Dass der VfL eine Bereicherung für den FF ist, ist bei vielen Leuten unbestritten nur bei dir halt nicht. Denn du kannst es einfach nicht verwinden dass der VfL erfolgreich ist. Bei dir gibt es da nur Hass und Neid. Aber es ist immer wieder eine große Freude für mich hier im Forum anzuschauen wie die allermeisten deiner Beiträge wenn es um WOB geht mit Daumen runter bewertet werden. Das sollte dir mal zu denken geben. Es muss schon körperliche und seelische Schmerzen bei dir verursachen wenn du mit ansehen musst wie erfolgreich die Wölfinnen jedes Jahr sind.So und damit ist die Debatte hier im Forum über dieses Thema von meiner Seite beendet. Auf weiteren Mist von dir werde ich nicht reagieren, da ist mir meine Zeit zu kostbar.

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  • Bernd sagt:

    @ Rudi
    Du bist tatsächlich der Meinung, dass der SC Freiburg in seiner bisher stärksten Saison 17/18 wesentlich mehr hätte rausholen müssen??? Habe jedes Spiel zuhause und die meisten Auswärtsspiele live gesehen und bin mehr als verwundert. Gemessen am Etat war Platz 3, ebenso wie die gezeigten Leistungen in der Saison sensationell! Du nennst keinen einzigen Grund, warum du „Von der Saison 2017/18 ganz zu schweigen“ schreibst und ausgerechnet die stärkste Saison der SC Frauen aller Zeiten in der AFBL anführst. Sehr merkwürdig! Mir scheint, du hast etwas gegen Herrn Scheuer persönlich, ansonsten kann ich mir so eine Einschätzung überhaupt nicht erklären. Alle, die wie ich die meisten Spiele gesehen haben, waren begeistert von der Saison in der die Bayern gleich zweimal und auch Wolfsburg geschlagen wurde!
    Im übrigen bin ich schon sehr überrascht, dass du Jens Scheuer für die Auszeit von Frohms kritisierst, wo sogar die Spielerin selbst sagt, es gab eine Diskrepanz zwischen ihrem Auftreten in der Nationalmannschaft und dem Verein. Mit etwas Abstand, sagt sie, die Auszeit hat ihr geholfen und gezeigt, dass sie immer 100% geben muss. Es ist seltsam, dass du meinst besser als der Trainer und die Spielerin selbst, zu wissen was für Merle F. gut ist. Nunja, das passt dazu, wenn du meinst man müsste ausgerechnet über die beste SC-Saison schweigen. Sprech doch einfach mal die ein oder andere SC-Spielerin nach einem Spiel zu Deinen „Erkenntnissen“ an, du wirst sicherlich eine Überraschung erleben. Ich bin dankbar für das was sich beim SC unter Scheuer alles entwickelt hat und freue mich auf den ebenfalls kompetenten Trainer Kraus! Wenn er diese Entwicklung des SC fortstzen kann wäre es überragend!

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