Wolfsburg und Bayern im Gleichschritt, Duisburg atmet durch

Von am 24. März 2019 – 17.02 Uhr 16 Kommentare

Der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München liefern sich auch nach dem 17. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel. Der MSV Duisburg verschaffte sich Luft im Kampf gegen den Abstieg.

Spielszene zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem FC Bayern München

Frankfurts Sophia Kleinherne (li.) im Duell mit Bayerns Fridolina Rolfö © imago / Foto2press

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Wolfsburg feiert Kantersieg

Der VfL Wolfsburg gewann gegen Borussia Mönchengladbach mit 8:0 (3:0).

1.694 Zuschauern im AOK-Stadion sahen, wie Alex Popp den Torreigen eröffnete (19.). Caroline Graham Hansen baute die Führung mit zwei Treffern aus (36., 40.).

In der zweiten Halbzeit trafen dann Katharina Baunach (58.), erneut Popp (61., 64.), Noelle Maritz (66.) und die eingewechselte Ewa Pajor (75.).

Potsdam trifft fünf Mal

Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann vor 1.457 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion gegen den SV Werder Bremen mit 5:0 (2:0). Gina-Maria Chmielinski sorgte für die Führung (27.), Johanna Elsig erhöhte kurz darauf (34.). In der zweiten Halbzeit traf dann zunächst Viktoria Schwalm doppelt (65., 73.), ehe Felicitas Rauch den Schlusspunkt setzte (87.).

Bayern erst in zweiter Halbzeit wach

Der FC Bayern München gewann dank einer Leistungssteigerung in Halbzeit mit 3:0 (0:0) beim 1. FFC Frankfurt. Vor 1.940 Zuschauern im Stadion am Brentanobad brachten Jill Roord (47.) und Fridolina Rolfö die Gäste auf Kurs (50.), nachdem Frankfurt in der ersten Halbzeit eine couragierte Leistung gezeigt hatte. Für den Endstand sorgte Sydney Lohmann (75.).

Schüller sorgt für Essen-Erfolg

Die SGS Essen gewann vor 575 Zuschauern im Orsay-Stadion beim SC Sand mit 1:0 (1:0). Lea Schüller erzielte kurz vor der Pause den einzigen Treffer der Partie (40.).

Duisburg punktet im Abstiegskampf

Der MSV Duisburg landete gegen Bayer 04 Leverkusen mit dem 1:0 (0:0) einen wichtigen Heimsieg im Kampf gegen den Abstieg. Dörthe Hoppius erlöste die Gastgeberinnen vor 543 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg mit ihrem Treffer in der 83. Minute.

Hoffenheim gewinnt Baden-Derby

Bereits am Samstag gewann die TSG 1899 Hoffenheim gegen den SC Freiburg mit 2:1.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • ruhri sagt:

    Nach dem Dreier in Sand lege ich mich mal fest: Die SGS wird am Saisonende mindestens den 4. Platz belegen und das mit 40+x Punkten, was gleichbedeutend in der 15. BuLi-Saison in Folge die erfolgreichste bisher wäre.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Markus Juchem

    Du hast in beiden Spielberichten das falsche Video zum Spiel Hoffenheim vs SC Freiburg eingestellt.Es ist das Viedeo zum Spiel Freiburg vs Wolfsburg.

    Das hier wäre das richtige Viedeo :

    https://tv.dfb.de/video/highlights-tsg-hoffenheim-vs-sc-freiburg/24757/

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  • Markus Juchem sagt:

    @SCF Klausi: Danke, korrigiert.

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  • Altwolf sagt:

    Bei trockenem, sonnigen und ca. 10° warm/kalten Temperaturen war das Ergebnis von 8:0 nicht ganz unerwartet, nicht jedoch die 1694 Zuschauer.
    Das Spiel gerade in der 1. HZ einseitig, jedoch taten sich die Wölfinnen in deutlich veränderter Startaufstellung mit A.Schult, N.Fischer, A.Popp u.C.Hansen vom Stamm ,doch relativ schwer sich konzentriert und mit guten Pässen in die Spitzen Torchancen zu erarbeiten.

    Die Borussinnen haben sich mit ihren Möglichkeiten gewehrt, wo und wie sie nur konnten, aber letztendlich auch überfordert waren, je länger das Spiel dauerte.

    Einen guten Eindruck hinterließ K.Baunach im MF, die durchspielte u. versuchte das Spiel zu ordnen und nach vorne zu initiieren. Gut auch Caro, die aber noch mehr aus ihren Möglichkeiten machen müßte.
    A.Popp leitete mit e. Kopfballtor den Torreigen ein, fand aber auch erst im späteren Spielverlauf eine ansprechende Form.

    Kein wirklich mitreissendes Spiel, doch das Ergebnis stimmte.
    E.Masar ist und wird auch wohl keine Torjägerin mehr, sie vergibt einfach zu viele Torchancen. Andererseits kommt P.S.Wolter immer besser in das Team hinein.

    Das Erfreulichste am Spiel war das Auftreten von S.Doorsoun, als sie für N.Fischer eingewechselt wurde und offenbar wieder fit genug ist, was für Mittwoch hoffen läßt.

    P.S.Wolter, A.Blässe, N.Maritz,J.Wedemeyer, K.Minde u. E.Masar vervollständigten die Startelf, während E.Pajor u. P.Harder nur die letzen 20 min. mitwirkten.

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  • Strike sagt:

    Hallo Bundesliga ! Hallo Dfb und Frau Präsidentin könnt ihr beobachten was im Ausland geht ! Italien fast 40000 und Spanien 60000 Zuschauer in England 11 Millionen Sponsoren Gelder usw. was geht bei uns ? Im Vergleich nichts aber sowas von nichts ! Feiert euch weiter selbst macht Empfänge Party 🥳 das Grauen für Deutschland ist nicht mehr weit ! Keine Ideen schwelgen in Erinnerung 🤢es tut mir so leid für die vielen Mädels die Vollgas geben und ihr einfach nichts versteht was gerade passiert

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  • Ritchie sagt:

    Potsdam trifft fünf Mal
    Die WERDER-Mädels nicht ein einziges Mal. Das ist ein Klassenunterschied und Turbine steht nicht mal ganz oben in der Liga. Glückwunsch an die „Torbienen“, verdienter Sieg.
    Für WERDER geht es weiter nur um den Klassenerhalt, ob es da nicht Sinn macht eine Klasse tiefer zu bleiben und dort sportlich erfolgreicher zu sein?
    Der SV WERDER könnte die FF-Abteilung finanziell besser ausstatten, aber das ist scheinbar nicht gewollt. Und wäre den reinen FF-Vereinen gegenüber nicht fair. Aber ohne entsprechend viel Geld gibt es keinen sportlichen Erfolg. WERDER hat als Ziel ausgegeben, sich dauerhaft in der Allianz-Frauenbundesliga etablieren zu wollen. Tja, dann man los.

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  • quotis sagt:

    @strike
    Erhält die Bundesliga von der Allianz nicht auch um die 2 Millionen im Jahr?

    Ein historisch gewachsenes Derby wie Juventus gegen Florenz kann man nicht einfach mal stricken. Das zieht die Menschen halt an. Zudem wenn es keinen Eintritt kostet. Sonst spielt Juventus auch vor 500 Zuschauern. Laut dem soccerdonna-Artikel scheinen die Zuschauerzahlen generell ja fast überall zurückzugehen. Kann man nur hoffen, dass die positiven News der letzten Zeit irgendwas bringen.

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  • Strike sagt:

    Naja, 2 Millionen und 11 Millionen sind ja nur ein kleiner Unterschied. Aber auch in Schweden wird erkannt (Siehe Artikel) wir sind ja zufrieden. Hauptsache alle sind immer eingeladen und dort ein Sekt und dort ein Häppchen, neue Ideen fehlen doch, freier Eintritt und weiter, Kombinationen mit Männerspielen, Werbung, Mädchen animieren an der Basis die Grundlagen verbessern und an der Spitze die Möglichkeiten erhöhen. Will nicht alles schwarz sehen aber mir geht da einfach zu wenig. Warum treten die Vereinmanager zurück ? bestimmt nicht weil sie zufrieden sind in der KFBL

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  • quotis sagt:

    @strike 11 Millionen für 3 Jahre. Immer noch mehr, aber der Allianz-Deal ist auch schon im fünften Vertragsjahr. Laut FAZ waren es 9 Millionen für die fünf Jahre. Wäre auch mal interessant, ob der Vertrag verlängert wird.

    Sicher passiert in Deutschland zu wenig, aber für die etablierten Vereine scheint es wichtiger zu sein in eSport zu investieren, als in die Damen. Als Verband kannst du leider niemanden zwingen. Und Potsdam oder Frankfurt zieht halt keine Massen mehr an, wie es noch vor Jahren üblich war. Schade, ist aber wohl der Lauf der Dinge.

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  • SCF Klausi sagt:

    Da das Thema von @ Strike bereits hier angesprochen wurde setze ich den Link zu einer Quelle hier rein :

    Neuer Rekord-Sponsorenvertrag in England

    Die FA Women’s Super League hat einen neuen Liga-Sponsor präsentiert. Die Liga erhält für die nächsten drei Jahre 10 Millionen Pfund (ca. 11,5 Millionen Euro) vom Finanzunternehmen Barclays. …..

    https://www.soccerdonna.de/de/neuer-rekord-sponsorenvertrag-in-england/news/anzeigen_5655.html

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  • Bernd sagt:

    Versuche mal etwas überspitzt zusammenzufassen:
    Man wünscht sich mehr Geld in der AFBL, aber weniger Kommerzialisierung. Man bewundert Investitionen von ausländischen Clubs, aber in Deutschland macht Wolfsburg angebl. die Liga kaputt. Gladbach, Bremen, Leverkusen investieren zu wenig in ihre Frauenclubs, Bayern und Wolfsburg hingegen zuviel. Um international mithalten zu können, sollten sie aber mehr investieren und die Gehälter der Frauen sind sowieso zu gering. Wenn Bayern und Wolfsburg den Spielerinnen mehr zahlen, ist dies aber unfair gegenüber den anderen Vereinen. Und sowieso sind die reinen Frauenfussballvereine benachteiligt. Dann gibt es die „bösen“ Spielerinnen, welche zu Vereinen wechseln, wo sie mehr verdienen und die Titelchancen höher sind. Gleichzeitig werden die Spielerinnen aus anderen Ländern im eigenen Verein gefeiert. Warum spielen die wohl in deutschen Vereinen? Manche Beiträge sind an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten! Selbst in einer reinen Planwirtschaft könnte man diese gegensätzlichen Anforderungen und Wünsche nicht erfüllen. Es wäre doch mal ein erster Schritt nicht alles nur negativ zu sehen, denn meistens gibt es bei genauer Betrachtung mindestens zwei Seiten ein und derselben Medaille! Mehr Geld in der Liga hat nunmal positive und negative Aspekte. Es wäre schon mal gut Realitäten zu sehen und mit ihnen umzugehen, anstatt nur die Realitäten zu beklagen. Was sollen denn dann arme Länder sagen, aus denen so gut wie alle Nationalspielerinnen ins Ausland gehen, natürlich auch weil sie dort mehr verdienen. Ungerechtigkeit in der Liga wird angeprangert, aber internationale Ungerechtigkeit ist o.k.? Manchmal kann ein Perspektivwechsel sich lohnen. Von der des Fans in die Perspektive einer Spielerin. Von der des Fans in die eines Managers, Sponsors oder Trainers. Von der des Fans in die Perspektive z.B einer slowakischen oder einer amerikanischen Spielerin. Vollkommen normal, dass es ganz unterschiedliche Interessen gibt, welche teilweise genau entgegengesetzt sind. Es liegt nunmal in der Natur einer Tabelle, dass es immer Vereine gibt, bei denen es besser läuft und Teams bei denen es schlecht läuft und die absteigen. Fast wie im richtigen Leben. Verzweifeln und alles mies machen hilft weder bei dem einen noch bei dem anderen!

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  • Detlef sagt:

    @quotis,
    laut soccerdonna belegen Frankfurt und Potsdam immer noch Platz 2 & 3 in der Zuschauerresonanz, deutlich mehr als München,Bremen, Leverkusen, Duisburg und Gladbach!!!
    Selbst Essen und Sand belegen hier immer noch sehr gute Mittelfeldplätze!!!

    Der „Lauf der Dinge“ zeigt sich in permanent sinkenden Zuschauerzahlen, und das wird sich immer weiter fortsetzen, wenn die reinen FF-Vereine an Bedeutung verlieren!!!
    Nach Frankfurt, Potsdam und Duisburg kamen früher regelmäßig 3000 bis 4000 ja sogar manchmal 7000 Zuschauer!!!
    Das erreicht heute nicht einmal zur Hälfte das Spitzenspiel Wolfsburg gegen München!!!

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  • adipreissler sagt:

    Kleiner Ausblick auf die nächste Saison. Beim Spiel Frankfurt-München saßen auf der Ersatzbank:

    Frankfurt: 1.785 Bundesliga-Minuten + 4 Tore
    München: 74.992 Bundesliga-Minuten + 236 Tore + 237 Länderspiele

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  • quotis sagt:

    @Detlef Potsdam und Frankfurt habe ich als Beispiel gewählt, da man bei beiden den Verlust von Zuschauern am Besten beobachten kann. Aber beide Vereine haben noch immer mehr Zuschauer als zB Olympique Lyon. Hoffentlich kann man den Trend mal wieder umkehren.

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  • Detlef sagt:

    @quotis,
    Das Frankfurt, Duisburg und Potsdam viele Zuschauer verloren haben ist noch nachvollziehbar, spielt man doch seit langer Zeit um keine Titel mehr mit!!!
    Alle Erfolgsfans sind schon lange weg!!!

    Aber wie erklärt man den Publikumsrückgang in Wolfsburg und Lyon???
    Beide Vereine sind Meister und Pokalsieger im Abonnement, die Erfolgsfans können also kaum das Problem sein!!!

    Ich sehe keinen Weg zurück zu den „guten alten Zeiten“, zumindest was die Zuschauer angeht!!!
    FF ist und bleibt weiterhin Nischensportart mit minimalster medialer Begleitung!!!

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  • Altwolf sagt:

    @Bernd

    Hast Du sehr treffend zusammengefaßt und gerade die „Widersprüche“ diverser Stellungnahmen und Kommentare prägnant herausformuliert.

    Kompliment dafür.

    (7) 11 Gesamt – 9 hoch – 2 runter

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