Bayern düpiert Potsdam, Wolfsburg siegt nach Rückstand

Von am 17. März 2019 – 17.48 Uhr 39 Kommentare

Am 16. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga kam Turbine Potsdam beim FC Bayern München unter die Räder. Der VfL Wolfsburg siegte beim SC Freiburg trotz eines frühen Rückstands.

Fünf Mal Grund zum Jubeln hatten die Bayern-Spielerinnen gegen Potsdam

Fünf Mal Grund zum Jubeln hatten die Bayern-Spielerinnen gegen Potsdam © imago/foto2press

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Der FC Bayern München gewann vor 1.168 Zuschauern am heimischen Campus gegen den 1. FFC Turbine Potsdam mit 5:0 (3:0).

Bayern von Beginn an überlegen

Die Münchenerinnen setzten ihre Überlegenheit schnell in Tore um, Dominika Škorvánková sorgte für die Führung (11.). In rascher Folge erhöhten Lineth Beerensteyn (20.) und Sara Däbritz (35.). In der zweiten Halbzeit waren dann Fridolina Rolfö (68.) und die eingewechselte Jill Roord (79.) erfolgreich.

Wolfsburg dreht Partie in Freiburg

Der VfL Wolfsburg gewann beim SC Freiburg vor 1.152 Zuschauern im Möslestadion mit 3:2 (1:1). Sandra Starke sorgte für die frühe Freiburger Führung (6.), Pernille Harder gelang schnell der Ausgleich (11.). Pia-Sophie Wolter (68.) und Ewa Pajor (86.) sorgten für die Entscheidung, auch wenn Stefanie Sanders in der Nachspielzeit noch einmal verkürzen konnte (90.+4).

Bremen verlässt Abstiegsränge

Der SV Werder Bremen blieb im dritten Heimspiel in Folge ohne Niederlage und ergatterte beim 1:1 (1:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Winter-Neuzugang Sofia Nati sorgte vor 238 Zuschauern am Platz 11 des Weserstadions für die Bremer Führung (21.), Nicole Billa traf für die Gäste in der zweiten Halbzeit vom Elfmeterpunkt (63.).

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Leverkusen punktet spät

Auch Bayer 04 Leverkusen kam beim 1:1 (0:0) vor 358 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion gegen den SC Sand zu einem Punktgewinn. Anne van Bonn brachte die Gäste in Führung (52.), doch Winterzugang Sandra Jessen gelang der Ausgleich (83.).

Essen springt auf Platz 3, Gladbach gegen Duisburg abgesagt

Bereits am Samstag gewann die SGS Essen mit 4:3 gegen den 1. FFC Frankfurt und verbesserte sich in der Tabelle auf Platz 3. Die Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und dem MSV Duisburg wurde witterungsbedingt abgesagt und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

39 Kommentare »

  • Ritchie sagt:

    Die WERDER-Mädels müssen wohl damit zufrieden sein… wenigstens einen Punkt behalten. Und das zu Hause nach Führung und einem guten Spiel.

    (3) 5 Gesamt – 4 hoch – 1 runter
  • never-rest sagt:

    Der FCB knabbert weiter an der schlechteren Tordiffernz im Vergleich zu WOB gegen erschreckend schwachen Turbinen. Der SC Freiburg beweist, dass es gegen scheinbar übermächtige Gegner wie WOB auch anders zur Sache gehen kann.

    (10) 14 Gesamt – 12 hoch – 2 runter
  • Witzfigur sagt:

    Die Turbinen spielen seit den Transferbekanntgaben wie ein Team mit Auflösungserscheinungen, wo auch der Trainer überfordert scheint!
    Ich ertappe mich derzeit schon dabei, dass mir diese Niederlagen inkl. der gezeigneten Leistungen am Allerwertesten vorbeigehen – ein Umstand, den ich eigentlich nie für möglich gehalten hätte!
    Zu denken gibt mir auch die Personalie um Lisa Schmitz, die anscheinend auch auf dem Absprung zu sein scheint. Würde mich aber für Vanessa Fischer freuen und auch keinen Leistungsabfall sehen, da ihr Rückhalt sichtbar ist.

    (15) 27 Gesamt – 21 hoch – 6 runter
  • Pauline sagt:

    Trauerspiel was uns der Trainer und die Mannschaft anbietet
    –Kein Plan — Null Taktik — erschreckend —
    Turbine wird durchgereicht bei der Leistung –traurig

    (25) 27 Gesamt – 26 hoch – 1 runter
  • SCF Klausi sagt:

    https://www.scfreiburg.com/node/23930

    Als Augenzeuge muss ich dem offiziellen Spielbericht des SC Freiburg widersprechen.Auch unter Berücksichtigung der aktuell angespannten Lage mit acht verletzten,bzw kranken Spielerinnen war für Freiburg mehr drin.

    Besonders in HZ 1 hatte Freiburg leicht die Oberhand und Merle Frohms wesentlich weniger zu tun als ihre Kollegin Almuth Schuldt auf der Gegenseite.

    Die Wolfsburger Abwehr tat sich gegen die schnellen und technisch starken Angereiferinnen Starke und Bühl lange Zeit schwer und man hatte Mühe sie in Griff zu bekommen.So fiel auch wenig überraschend die frühe Freiburger Führung als Koproduktion dieser beiden Spielerinnen.Selbst nach dem schnellen Wolfsburger Ausgleich durch Harder lies sich Freiburg nicht schocken und man spielte mit schnellen Angriffen munter weiter auf das Tor von Almuth Schuldt.Besonders mit Bühl hatte die Wolfsburger Defensive ihre Probleme.

    Erst in HZ 2 konnte sich Wolfsburg auf Freiburg etwas besser einstellen und man erzielte kurz nach Wiederanpfiff den Führungstreffer.Danach zeigte sich Freiburg jedoch etwas geschockt,verlor den Faden und Wolfsburg erhöhte auf 3:1 aus ihrer Sicht.Erst mit Stefanie Sanders kam dann wieder etwas Frische ins Freiburger Spiel nur kam ihr Anschlusstreffer quasi mit dem Schlusspfiff zu spät um dem Spiel eine erneute Wende geben zu können.

    Summa sumarum war es für Wolfsburg ein glücklicher und schmeichelhafter aber auf Grund ihrer Cleverness nicht ganz unverdienter Sieg.

    An dieser Stelle noch ein paar Worte zu Merle Frohms.

    Mit guten Leistungen zu Beginn der Saison hat sie zu mindest mich Laura Benkarth schnell vergessen lassen,auch wenn sie gegen Mitte der Hinrunde einen Durchhänger hatte der sie ins zweite Glied zurück versetzte.Mittlerweile hat sie dieses kleine Tief überwunden und ist auch wieder zurecht die Nr 1 im Freiburger Tor.Sie verfügt über eine gute Sprungkraft und gute Reflexe,sie kann ein Spiel lesen und weist ihre Vorderleute immer wieder an um nur einige Punkte zu nennen.

    Um eine Toptorhüterin zu werden,sollte sie aber aus meiner Sicht ganz dringend noch an ihrer Strafraumbeherrschung und Abwehrverhalten arbeiten.

    Hohe Bälle im Strafraum wehrt sie oft sehr ungestüm ab mit dem Risiko gelb oder sogar rot zu sehen.Direkte Bälle auf ihr Tor wehrt sie fast ausschließlich nach vorne und nicht zur Seite ab,was auch schon zu Gegentoren geführt hat.

    Kann sie diese beiden Schwächen noch abstellen wird es jede andere Torhüterin schwer haben an ihr vorbei zu kommen.

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  • Schnorchel sagt:

    Für Turbine Potsdam waren die letzten Spiele schon mal ein Blick in die Zukunft, wo die Reise denn wohl in der nächsten Saison so hingehen wird. Da braucht man das Wort Champions League gar nicht mehr in den Mund nehmen, wenn man gegen Bayern und Wolfsburg hoffnungslos unterlegen ist und selbst gegen die SGS und die TSG jeweils nur ein Zähler herausspringt. Da können die Turbinen schon froh sein, wenn sie 2020 in der Abschlußtabelle den fünften Platz belegen sollten.

    (12) 24 Gesamt – 18 hoch – 6 runter
  • Schwarzwaldmarie sagt:

    Gerade bei Spiegel online gefunden. In der spanischen Frauen Liga fand am Wochenende das Spiel Erster, Athletico Madrid gegen Zweiter, FC Barcelona vor ca. 60.000 Zuschauern statt. Damit wurde ein Rekord für ein Frauenvereinsspiel aufgestellt. 60.000 ist ungefähr die Zahl, die bisher bei sämtlichen Spielen in der Allianz Frauen Fußball Bundesliga in dieser Saison gezählt werden konnte.

    (18) 20 Gesamt – 19 hoch – 1 runter
  • Pauline Leon sagt:

    leverkusen hat heute mal DIE deutsche tugend rausgekehrt und niemals aufgegeben!!!!
    und das mit dem so wichtigen ergebnis, nicht verloren zu haben. bravo, sehr gut.

    eigentlich ein spiel mit übergewicht auf bayer-seite. aber viele stockfehler und unstimmigkeiten, auch abschlußschwäche vorm tor und natürlich massenhaft verletzte spielerinnen, sicher auch der erfolgsdruck machten die sache heute nicht einfach.

    ein schönes kopfballtor von frau jessen (nach einwechslung, nach verletzungspause) brachte aber den verdienten punkt. leverkusen hat dann auch mal alles in die waagschale geworfen. und für die schlußoffensive hätten sie drei punkte verdient gehabt. chancen gab es sicher genug, inkl pfostentreffer von uebach, die in die viererkette! (mal wieder nur) eingewechselt wurde. und pauli wimmer braucht sicher weitaus mehr spielzeit. in ihr schlummern große taten.
    die schiri hätte besser pfeifen müssen, zweikämpfe mit auch unfairen mitteln gab es auf beiden seiten reichlich.
    insgesamt ein fussballspiel das spaß machte

    das verbreitet zuversicht auf das nächste spiel, in duisburg.
    ich freue mich…

    (6) 8 Gesamt – 7 hoch – 1 runter
  • SCF Klausi sagt:

    Stimmen aus Wolfsburger Sicht zum Spiel :

    https://de-de.facebook.com/vflwolfsburgfrauenfussball/videos/358894761375308/

    Schade das Freiburg so was nicht anbietet.

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  • Altwolf sagt:

    @SCF Klausi

    Danke für den Bericht.
    Wenn der SC bei hochstehender Defensive des VFL das Umschaltspiel schnell und mit präzisen Pässen nach vorne bringt haben u. hatten N.Fischer und auch zuvor B.Peter Probleme, da sie im Tempo bei der dann erforderlichen Rückwärtsbewegung mit G.Gwin und heute wohl insbes. mit K.Bühl nicht mithalten können.
    Genau deshalb ist S.Doorsoun in der IV für die Wölfinnen so wichtig, da sie u. mit Abstrichen L.Gößling das Tempo mitgehen könnten.
    Glücklicherweise hat es jedoch zu den 3 Punkten gereicht.
    Wahrscheinlich wäre eine Punkteteilung gerecht gewesen, aber so einfach sollte es der FC Bayern nicht haben sich mit so schwach spielenden heutigen Gegnerinnen (wie sind die in Potsdam gegen uns aufgetreten – nicht wiederzuerkennen)zur Tabellenführung zu kommen.
    Bei diesem Spiel fiel mir erneut auf, daß Turbine, genauso wie die Wölfinnen in HZ1 im Stadion auf dem Campus in München, genauso gegen die tiefstehende Sonne spielten und genauso schlafmützig ins Spiel kamen und genauso schnell in Rückstand gerieten.

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  • balea sagt:

    @Witzfigur
    Ich hab das seit dem Spiel gegen Essen in diversen Variationen ebenfalls beschrieben und mir hier deftig blutige Nasen geholt…
    Es ist definitiv Alarmstufe Rot! Richtig bezeichnend fand ich noch den Liveticker aus München, der sich über schwache Potsdamerinnen beschwert hat. Wenn die Lederhosenfraktion erst nachträglich (und viel zu spät) begreift, warum ihr Ökotop nicht mehr funktioniert ist ihnen auch nicht mehr zu helfen.
    Ich bin auch schon jenseits der 50 – aber habe alle Symphathien für junge Menschen, die sich für ihre nächsten 50 Jahre Pläne und Visionen erträumen und vor allem streng einfordern. Unsereiner hat die Verantwortung den Jungen bei Ihren Anstrengungen zu helfen. Ob das um Faire Chancen beim Sport oder grösseren Themen geht, ist erstmal gleichrangig.
    Wenn man SIEHT, dass die Lok auf einem falschen Gleis läuft muss man eingreifen.
    Wahrscheinlich wieder ein Appell gegen den Wind geschrieben…

    (6) 24 Gesamt – 15 hoch – 9 runter
  • Bernd sagt:

    Sehr engagierter Auftritt des SC Freiburg gegen den VfL Wolfsburg! Klares Chancenplus beim SC, aber der VfL mit gnadenloser Effektivität. Der Ausgleich, eine schöne Einzelleistung von Harder. Das Tor von Ewa Pajor aus fast unmöglichem Winkel mit strammen Schuß. Hingegen konnte der SC klar(a)re Chancen nicht verwerten. Vom Publikum gab es für das motivierte Spiel der Freiburgerinnen während und nach dem Spiel viel Applaus. Die Schiedsrichterin war sicherlich keine „Heimschiedsrichterin“, legte zum Teil unterschiedliche Maßstäbe an und entschied im Zweifel eher zu Gunsten des VfL. Ganz klar möchte ich aber sagen, dass die Schiedsrichterleistung nicht spielentscheidend war! Nach dem 3:1 für Wolfsburg merkte man einigen Spielerinnen des SC an, dass die Beine schwerer wurden. Gerade die unermüdlich kämpfende Bühl, musste gegen Spielende auf die Zähne beissen. SCF-Klausi stimme ich vollumfänglich zu. Lediglich von Sanders hatte ich mir, trotz ihrem Tor, mehr erhofft.
    Beim Anlaufen der Gegenspielerinnen sollte sie nach ihrer Einwechselung eigentlich noch die meiste Energie haben. Für mich zeigte sie in puncto Balleroberung, allerdings nicht das erhoffte Engagement. Jedoch wurde mit Sanders in der Jokerrolle eine zusätzliche Torgefahr eingewechselt.

    Auf die neue Kapitänin der Nationalmannschaft hatte ich einen besonderen Blick. Jedoch fiel mir Popp, bis zu ihrer Auswechslung nach einer Stunde, immer wieder durch kleine Nicklichkeiten abseits des Spielgeschehens auf. Ihr Körper- und Armeinsatz ist dabei für mich oft grenzwertig.
    Alles in allem aber ein sehr attraktives, über lange Zeit spannendes Frauenfussballspiel, mit tollen Szenen und Toren.
    Die Zuschauer haben ihr kommen sicherlich nicht bereut. Wolfsburg wird sehr froh sein die Punkte mitgenommen zu haben, zeigte sich aber nicht unschlagbar. Gut zu wissen, denn es könnte in dieser Saison evtl. ja nochmal ein Wiedersehen auf neutralem Boden geben.

    @Balea
    Gravierende Veränderungen und extreme Kapitalisierung des Fussballs finden heute und morgen statt. Was in fünfzig Jahren mit dem Frauenfussball ist weiß niemand und läßt sich auch heute nicht planen. Der Zeitraum ist, wie Fan2 bereits selbst erkannt hat, viel zu lang. Mich fragte mal jemand, vor einer Auszeit für eine Weltreise, wie sich das auf meine Rente auswirkt. Wenn ich mir als erstes diese Frage stellen würde, antwortete ich, würde ich die Reise wohl nie antreten.
    Die Veränderungen im Fussball sind heute und jetzt! Kenne viele die sich gegen die Kommerzialisierung im Fussball aussprechen, gleichzeitig aber ein SKY-Abo haben und jeden Topspielzuschlag zahlen. Sie sind Teil der Veränderung und bewirken diese ohne es zu begreifen. Da helfen keine „Visionen“ für das was in fünfzig Jahren ist. Ohne Kunden gibt es kein Bezahlfernsehen!
    In welche Richtung der Hase läuft kann man in dem Interview erahnen: https://www.dw.com/de/dfb-pr%C3%A4sident-grindel-sorgt-mit-interview-abbruch-f%C3%BCr-wirbel/a-47888955
    „Wenn wir es nicht machen, machen es Andere“ sagt Grindel.
    Solange es im Fussball um Milliarden geht, wird Fussball immer mehr zum Geschäft. Jeder Einzelne muss sich selbst hinterfragen wie weit er sich daran beteiligt! Da helfen auch keine „Visionen“, sondern verhindern allenfalls den Blick auf Realitäten.

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  • Freiburger sagt:

    @SCF Klausi
    Ich stimme Dir auch zu, dass heute für den SC absolut mehr drin gewesen wäre. Wolfsburg hatte kaum klare Torchancen, hat diese aber effektiv genutzt.
    Dass Stefanie Sanders Frische ins Spiel gebracht hat, kann ich so gar nicht zustimmen. Für mich passt sie null ins Freiburger Spiel. Langsame Bewegungen, kein Forechecking, kein Hinterherlaufen. Eine Klara Bühl oder Giulia Gwinn sind auch nach 80 Minuten noch jedem Ball hinterhergerannt, während die erst frisch eingewechselten Sanders und Verena Wieder jedes Mal stehen geblieben sind. Das war meiner Meinung nach sehr enttäuschend. Sanders weiß, wo das Tor steht, das sieht man auch an ihrer Quote. Trotzdem glaube ich nicht, dass sie ernsthaft um einen Platz in der ersten Elf spielen kann (zumindest nicht gegen gleichstarke oder stärkere Gegner).

    Merle Frohms zeigt sicherlich in einigen Aktionen ihr durchaus vorhandenes Talent, ihre Anzahl an (mit)verschuldeten Toren ist aber definitiv zu hoch. In der Hinrunde sind deswegen auch einige Punkte flöten gegangen, weshalb Jens Scheuer auch irgendwann Lena Nuding ins Tor gestellt hat. Wenn Du Dir die Highlights vom gestrigen Spiel anschaust und kurz vor dem 1:3 der Wolfsburgerinnen mal stoppst, dann siehst du auch, dass der Treffer klar auf die Kappe von Merle Frohms geht. Klar, ist aus diesem Winkel nicht zwingend mit einem Abschluss zu rechnen, aber wenn ich als Torhüterin in der Situation drei Meter vorm Tor steh und den kurzen Pfosten so aufmache, dann ist das für mich ein ganz klarer Stellungsfehler und hat für mich auch wenig mit „kann ein Spiel lesen“ zu tun.

    Dennoch beachtlich, wie stark die Freiburgerinnen agiert haben und wie sehr sie die Schwächen der Wolfsburgerinnen (durch langsame Innenverteidigerinnen) ausgenutzt haben.

    (3) 7 Gesamt – 5 hoch – 2 runter
  • SCF Klausi sagt:

    @ Freiburger

    Ich sehe Wolfsburg Treffer zum 1:3 nicht als Torwartfehler,auch nicht nach erneuter mehrmaliger Betrachtung.

    Pajors Schuss war als Flanke,vermutlich auf Harder die im Hintergrund lauerte gedacht,nicht als direkter Torschuss.Das sagt Pajor nach dem Spiel übrigens auch selbst.Frohms rechnete ebenfalls mit einer Flanke.Begünstigt durch den Wind bekam der Ball aber eine andere Flugbahn und drehte direkt ins Tor ab.Frohms sieht dabei zwar dumm aus,aber als konkreter Fehler würde ich ihr Stellungsspiel nicht bezeichnen.Nimmt die Flugbahn des Balls in dieser Szene eine einen normalen Verlauf hätte sie den Ball womöglich abwehren können.

    Das sie an einigen Gegentoren schuld hatte bestreite ich ja nicht.Spontan fallen mir beide Gegentore im Heimspiel gegen Hoffenheim ein,als vor beiden Toren den Ball jeweils nach vorne genau vor die Füsse einer Hoffenheimer Spielerin abwehrte.Wenn ich mich richtig erinnere gehen auch ein oder zwei Tore gegen Frankfurt auf ihre Kappe.

    Dass sie die Bälle nach vorne abwehrt war auch im Länderspiel gegen Frankreich und auch gestern wieder zu sehen.Beide male blieb es zum Glück ohne Folgen für das eigene Team.Im Interview in der gestrigen Stadionzeitschrift spricht sie selbst genau diese Schwächen an.Das sind aber keine Schwächen,die man nicht durch gezieltes Torwarttrainig beheben kann.

    (5) 7 Gesamt – 6 hoch – 1 runter
  • bale sagt:

    ja, die wölfinnen müssen gegen lyon alle!!!!!! mithelfen,wenn van der sanden,hegerberg und co.schnell nach vorne spielen!!!!

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  • Freiburger sagt:

    @SCF Klausi
    Als Torhüterin muss ich doch in erster Linie mein Tor schützen. Dass der Ball von Pajor als Flanke gedacht war, mindert meiner Meinung nach die Schuld von Frohms an diesem Gegentreffer. Wäre der Schuss Absicht gewesen – und damit muss ich als Torhüterin rechnen – dann kann ich ja auch nicht sagen, ich hätte mit einer Flanke gerechnet.
    Aus dieser Position darf der Ball nie und nimmer ins kurze Eck, ob Absicht oder nicht.
    Wenn man sich die Sitution anschaut, dann steht Frohms sogar soweit weg vom eigenen Tor, dass Pajor den Ball innen an ihr vorbei zu Harder hätte flanken können.
    Und auch wenn der Ball tatsächlich als Flanke gekommen und an Frohms vorbeigekommen wäre, so wäre sie mit ihrer Position komplett aus dem Spiel gewesen und hätte nicht annähernd mehr in den Abschluss von Harder eingreifen können.
    Meiner Meinung nach muss ich mich als Torhüterin dort anders verhalten, Antizipation hin oder her.

    Dass sie auch absolut starke Situation hat, habe ich nie bezweifelt! Auch ich sehe grundsätzlich großes Potenzial in ihr. Aber dass sie eine Laura Benkarth nur zu irgendeinem Zeitpunkt vergessen gemacht hat, habe ich bisher nicht empfunden. Benkarth hat allein mit ihrer Ausstrahlung und Führung einen riesen Einfluss auf die Verteidigung gehabt. Zudem kann ich mich in meiner ganzen Zuschauer-Laufbahn an kaum verschenkte Punkte durch Fehler von ihr erinnern, bei Merle Frohms schon in der Hinrunde an deutlich mehr.

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  • WAC sagt:

    Werder hat mit Nati wirklich viel gewonnen, ihr Spiel beweist Mut und Selbstvertrauen, beides hat Werder in der Vorrunde so sehr gefehlt. Alle spielen dadurch besser. Auch Cerci ist eine Bereicherung, ebenso Kofler. Ich hoffe mal, dass Werder nun noch die sechs Punkte macht, die womöglich für den Klassenerhalt reichen.
    Problematisch bleiben aber trotzdem viele Dinge. Die Kapitänin hat nicht gut gespielt, obwohl sie es wirklich besser kann, aber es leider nur zu selten zeigt. Hausicke wiederum ist wichtig mit ihrem unbedingten Willen, den Ball zu bekommen. Aber sie übertreibt es vollkommen, ihr Einsatz gefährdet die Gesundheit mancher Gegenspielerin und auch den Erfolg des eigenen Teams. Auch gestern musste sie noch in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden, weil sie stark rotgefährdet war.
    Es geht insgesamt gesehen aufwärts, auch weil die vielen Verletzten, insbesondere Schiechtl und Hoffmann, wieder dabei sind.
    Gut ist es aber noch lange nicht.

    (5) 5 Gesamt – 5 hoch – 0 runter
  • Witzfigur sagt:

    Wenn ein Trainerstatement zu einem Spiel mit einem längerem Lob des siegreichen Gegners beginnt, werde ich nicht nur stutzig, sondern finde auch, da läuft irgendwas schief! Die Abfolge sollte, wennschon dennschon, erstmal die Leistung des eigenen Teams und danach ggf. die des Gegners zum Ausdruck bringen. Alles andere hat für mich einen faden Beigeschmack.

    (0) 10 Gesamt – 5 hoch – 5 runter
  • Bernd sagt:

    @ Freiburger
    Das Tor und die Torquote von Stefanie Sanders kaschiert auch meiner Meinung nach etwas ihre Einstellung. Hatte mich zunächst sehr gefreut, dass sie eingewechselt wurde. Dachte sie gibt in den letzten zehn Minuten nochmal Vollgas, zum einen um die anderen nochmal mitzureissen und zum anderen um im Kampf um einen zukünftigen Platz in der Startelf bessere Karten zu haben. Obwohl Bühl und Gwinn im Spiel bereits viel gelaufen und gesprintet waren, empfand ich sie tatsächlich auch noch aktiver als Sanders. Es tut mir leid das feststellen zu müssen, denn ich habe überhaupt nichts gegen sie. Wünsche mir jedoch, dass sie sich selbst die Minuten nach ihrer Einwechselung nochmal anschauen kann. Evtl. hat sie sich selbst auf dem Platz anders erlebt. Durch die vielen Verletzten fehlen zur Zeit einfach Alternativen auf der Bank. Lediglich Marie Müller wurde von den Feldspielerinnen nicht eingewechselt. Schade, dass auch Verena Wieder, derzeit ihr zweifelsohne grosses Potential, nicht ausschöpfen kann. Ansonsten aber eine starke und sehr engagierte Leistung des GANZEN Teams, wobei tatsächlich Klara Bühls Einsatz und Spielfreude nicht nur, aber besonders in den letzten Spielen überragend war. Würde mich sehr freuen, wenn sie noch auf den WM-Zug aufspringen könnte, denn egal wann sie eingewechselt wird, sie gibt für das Team ganz sicher 100%!

    (4) 8 Gesamt – 6 hoch – 2 runter
  • Doc sagt:

    @Schwarzwaldmarie: Ich bin zufällig gerade in Barcelona und habe mir gestern eine Karte für die CL gegen LSK Kvinner gekauft.

    Kosten: 0,50 € (und auch das nur wg. der „Bearbeitungsgebühr“)

    Solche Preise bringen zwar Zuschauer, aber wirkliche Einnahmen kann man mit solchen Preisen natürlich nicht generieren.

    (4) 4 Gesamt – 4 hoch – 0 runter

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