Giulia Gwinn wechselt zu Bayern München

Von am 25. Februar 2019 – 11.02 Uhr 58 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FC Bayern München hat zur kommenden Saison DFB-Nationalspielerin Giulia Gwinn vom SC Freiburg verpflichtet.

Freiburgs Giulia Gwinn im Zweikampf

SC Freiburgs Giulia Gwinn (re.) wechselt zum FC Bayern © imago/foto2press

Die 19-jährige Mittelfeldspielerin, die bisher vier Länderspiele bestritt und dabei einen Treffer erzielte, unterschrieb in München einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2022.

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Vorfreude auf München

„Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit in München, auf eine neue Herausforderung und auf die Aufgaben, die hier auf mich warten“, so Gwinn. „Ich wollte sportlich den nächsten Schritt gehen. In der Mannschaft steckt sehr viel Potenzial und ich will mit dem FC Bayern viel erreichen.“

Hochtalentierte Spielerin

Bayern Münchens Teammanagerin Bianca Rech meint: „Giulia ist eine hochtalentierte Spielerin. Offensiv wie defensiv hat sie große Stärken, bringt auf der rechten Außenbahn eine enorme Schnelligkeit mit und ist zudem sehr torgefährlich. Wir freuen uns, dass sie zum FC Bayern kommt.“

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

58 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    @Sheldon/Fan2

    Danke für die detaillierten Fakten der von Turbine verpflichteten Spielerinnen, die sie nicht erst ausbilden mußten.

    Vielleicht kannst Du mir auch die Spielerinnen noch nennen, die neben. N.Omilade, N.Keßler,J.Hennig u. V.Odebrecht „direkt“ von Turbine zu WOB gewechselt sind.

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  • ollerRentner sagt:

    Fan2: „Früher war der Fußball dagegen ein Unterschichtsport. Für viele war es ein Weg, wie sie sich mit ihrem Talent den Weg aus der Armut und aus schwierigen Verhältnissen bahnen könnten, mit einem geregelten Tagesablauf, mit gesellschaftlicher Anerkennung, mit überhaupt mal der Chance auf einen Beruf, mit dem man seinen Lebensunterhalt bezahlen kann.“

    Ich bin inzwischen 66 Jahre alt, in Berlin-Steglitz aufgewachsen und kann das für „meine Zeit“ so ab Anfang der 1960er Jahre nicht mehr bestätigen. Die Mehrzahl aller, die damals in Vereinen spielten, hatten einen Schulabschluss, viele studierten auch. Ich kann mich in meiner Erinnerung nicht an einen Spieler erinnern, der keine Ausbildung machte und einen Beruf ausübte. Ein Spieler, den ich auch aus dem Berufsumfeld her kenne, lehnte Ende der 1970er Jahre angebotene Profiverträge ab. Er war zu dem Zeitpunkt Spieler bei dem Verein, der Berliner Meister wurde, aber er beendete auch kurz darauf sein Mathematikstudium.

    Später mit knapp über 30 spielte ich noch bei einer Uni-Runden-Mannschaft namens „Fossil“ (Nomen est Omen). Wir waren sehr oft in Deutschland und Österreich zu Freundschaftsspielen und kleineren Turnieren unterwegs. Dort spielten wird meist gegen die Altherrenmannschaften, gelegentlich auch gegen echte Ligamannschaften. Unterschichtenfussball ist mir damals nirgends begegnet.

    Das stammt wohl eher aus noch früheren Zeiten vor 1960, die ich mich nicht mehr erinnere.

    @Rudi: Vielen Dank für den Link

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  • Altwolf sagt:

    Mir erscheinen Teile der Diskussion unverständlich und auch nicht immer nachvollziehbar.

    Warum verpflichtet ein Verein eine talentierte Spielerin, die er dann ausbildet, erhofft sie zu einer guten oder gar sehr guten Spielerin entwickeln zu können,dabei aber dann auch mit rechnen muß sie an einen anderen Verein zu verlieren ?

    Alles ohne irgendeinen Nutzen daraus zu ziehen nur zum Wohle der Spielerin ?

    Nur um ewige Treue oder Dankbarkeit der Spielerin zu erwarten ?

    Wenn das so ist, dann sollte der Verein doch solche Spielerinnen erst gar nicht verpflichten.

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  • ollerRentner sagt:

    Fan2: „Fußball, besonders Frauen Fußball, ist mittlerweile ein Mittelklasse-Sport geworden. Für die allermeisten Spielerinnen und Fans ist der FF eben nicht mehr als ein bezahltes Hobby, weil sie aus gut situierten Verhältnissen kommen.“

    Noch einmal kurz zu dem Thema, aber aus einer anderen Perspektive.

    Wann gab es denn (in Deutschland) für Frauen jemals eine ernst zu nehmende Möglichkeit für die Berufskarriere „Fussballerin“, die über einen kurzen Zeitraum hinaus eine berufliche Absicherung darstellte.

    Im Männerbereich gab es das durchaus, wenn auch schon immer mit hohem Risiko behaftet: Nur wenige Spieler erlangten wirklich hohe Einkünfte, zumindest für ein paar Jahre. Zusätzlich bestand immer das hohe Risiko einer Verletzung, die eine Karriere oft beendete.

    Frauen mussten sich schon immer ein zweites Standbein aufbauen, sei es durch eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studium.

    Offensichtlich spielt die Polizei in dem Zusammenhang eine ähnliche Rolle, wie bei vielen Wintersportarten der Zoll: Spielerinnen absolvieren eine Ausbildung oder ein Studium und lassen sich dann für ihre Zeit als Profispielerin beurlauben (bekanntes Beispiel: Tabea Kemme).

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass bei Fussball spielenden Mädchen der Gedanke an eine gut bezahlte Profikarriere im Hintergrund steht. Es ist wohl eher der Spass an diesem Sport und eine gehörige Portion Ehrgeiz und die Bereitschaft für Erfolge etwas zu tun.

    Insofern unterschied sich wohl der Frauenfussball in Deutschland schon immer grundlegend vom Männerfussball.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ FFFan

    Zitat : Das muss nicht unbedingt ein Hindernis sein. Hatten L.Benkarth und L.Magull nicht auch noch Vertrag?

    Um auf Deine Frage zu antworten,Benkarths Vertrag lief aus und Magulls Vertrag lief noch ein oder sogar zwei Jahre.Bin mir bei Magull nicht mehr ganz sicher,ich erinnere mich nur noch,dass Magull bei ihrer Festverpflichtung einen Dreijahresvertrag unterschrieb.

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  • Bernd sagt:

    @ FFFan
    „Hatten L.Benkarth und L.Magull nicht auch noch Vertrag?“
    Nein, beim Wechsel nach Bayern waren die Verträge beendet.

    Klar ein Wechsel mit Vertrag ist nicht unmöglich, ein zusätzliches Hindernis ist es aber schon. Der abgebende Verein muss dem Wechsel nicht zustimmen.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Bernd

    In Bezug auf Lina Magull stimmt deine Aussage nicht.

    Als Magull von Freiburg fest verpflichtet wurde erhielt sie einen langfristigen Vertrag in Freiburg.Ich meine in einer Mitteilung gelesen zu haben das sie einen Dreijahresvertrag unterschrieb,finde diesen Artikel aber nicht mehr.

    Als sie von Freiburg nach München wechselte lief ihr Vertrag noch mindestens ein Jahr,oder sogar zwei.

    https://www.womensoccer.de/2017/01/18/lina-magull-bleibt-dauerhaft-beim-sc-freiburg/

    https://www.scfreiburg.com/news/lina-magull-bleibt-freiburg

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  • Bernd sagt:

    @ SCF Klausi

    Bei Laura B. bin ich mir ganz sicher, dass der Vertrag auslief.
    Bei Lina M. hatte ich ein paar Monate vor ihrem Wechsel ein Interview gelesen, in dem es unter anderem darum ging, ob sie in Freiburg bleibt. Sinngemäß hatte sie dann gesagt, es würde viel davon abhängen wie Freiburg die Zukunft plant, ob man bereit wäre das tolle Team zusammenzuhalten und man dann sehr viel erreichen könnte, oder eben nicht. Am Ende der Saison verließen den SC Freiburg dann zahlreiche Nationaspielerinnen. Ich weiß, dass Lina Magull in Wolfsburg einen Dreijahresvertrag hatte, der jedoch nicht erfüllt wurde. Lina war zunächst nach Freiburg ausgeliehen und wurde nach 1,5 Jahren, dank des kooperativen Verhaltens von Wolfburg, im Januar fest verpflichtet. Wenn du gelesen hast, dass sie im Januar einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat, kann es nicht sein, dass sie zum Wechselzeitpunkt noch ein oder zwei Jahre Vertrag gehabt hätte. Meines Erachtens war sie im Januar 2017 für weitere 1 1/2 Jahre verpflichtet worden. Ansonsten wäre eher ein Vertrag für 2 1/2 Jahre wahrscheinlich, Möglich ist aber auch, dass es evtl. eine Klausel für einen Bayernwechsel gab, da sie schon seit der Kindheit Bayernfan war. Kurzum, ich hatte das Inerview so verstanden, dass sie zum Sommer 2018 wechseln könnte, was sie dann ja auch tat. Hast du eine Info, dass sie aus dem Vertrag heraus gekauft wurde. Würde mich sehr interessieren. Wie du siehst beruht in dem Fall mein „Wissen“ ebenfalls auf Interpretation eines Artikels, im Gegensatz zu Giulia G. wo ich eine direkte Info aus erster Hand hatte.

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  • Bernd sagt:

    @ SCF-Klausi

    Nirgendwo habe ich gelesen, dass Lina Magull aus ihrem Vertrag herausgekauft wurde. Sie hätte sich ansonsten auch bestimmt beim SCFreiburg dafür bedankt, dass ihr der Wechsel ermöglicht wurde.
    Bei Wolfsburg hatte sie sich auch deshalb bedankt. Auf facebook schrieb sie auch nur, dass sie frühzeitig eine Entscheidung getroffen hat.

    Lina Magull
    2. März 2018 ·
    Hallooo… ich war hier länger nicht aktiv, aber nun ein paar Worte an euch 🙂

    Ich möchte gern kurz was loswerden.
    Ich habe bereits für die nächste Saison beim Fc Bayern München unterschrieben. Das bedeutet für mich, dass ich mir gründlich Gedanken über meine Zukunft gemacht habe und frühzeitig eine Entscheidung getroffen habe, mit der ich mich wohlfühle.
    Aktuell spiele ich aber noch mit Herz und vollem Einsatz für meinen Verein Sc Freiburg. Die Rückrunde ist noch lang, wir verfolgen gemeinsam unsere Ziele und Träume. Meine Mannschaft steht jetzt für mich im Vordergrund. Der Moment zählt, die Zukunft ist noch nicht greifbar.
    Also… ich mach dann mal weiter mit leidenschaftlichen Erlebnissen und dem was mich erfüllt. Fußball spielen ⚽️😊

    Auch hier steht nichts von einem vorzeitigen Wechsel:
    https://www.scfreiburg.com/news/wir-werden-auch-der-neuen-saison-eine-starke-mannschaft-haben

    Hast du das mit dem Dreijahresvertrag evtl. hier gelesen?
    Hochkarätige Neuzugänge bei den FC Bayern Frauen: Laura Benkarth und Lina Magull wechseln zur kommenden Saison 2018/2019 vom SC Freiburg zum FC Bayern. … Magull hat einen Dreijahresvertrag bis zum Sommer 2021 unterzeichnet. „Wir freuen uns, dass sich mit Lina Magull und Laura Benkarth zwei deutsche Nationalspielerinnen für den FC Bayern München entschieden haben“

    „Mit der Unterschrift geht ein Traum in Erfüllung“

    Mittelfeldspielerin Lina Magull, seit 2015 beim SC Freiburg, ist seit drei Jahren Stammspielerin der deutschen Nationalmannschaft und hat in ihren jungen Jahren bereits die Champions League, den DFB-Pokal und die deutsche Meisterschaft gewonnen. „Ich bin FC Bayern-Fan seit ich klein bin. Deshalb geht mit der Unterschrift ein Traum für mich in Erfüllung“, freute sich die 23-Jährige. „Bayern ist für mich ein nächster, wichtiger Schritt: Ich möchte meine Fähigkeiten weiterentwickeln, sowohl fußballerisch als auch athletisch“, so die gebürtige Dortmunderin.
    „Deutsche Nationalspielerinnen bündeln“

    Karin Danner, Managerin der FC Bayern Frauen, freut sich in mehrerlei Hinsicht über die starken Neuzugänge: „Es sollte für die Spitzenclubs der Bundesliga immer ein Ziel sein, deutsche Nationalspielerinnen im eigenen Verein zu bündeln und in Deutschland zu halten. Das ist ein wesentlicher Aspekt unserer Strategie.
    https://fcbayern.com/de/news/2018/03/fcb-frauen-transfer-laura-benkarth-und-lina-magull

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  • Bernd sagt:

    @ SCF Klausi

    Hier bin ich nochmal. Habe doch noch eine Bestätigung für meine Vermutung gefunden:
    https://www.soccerdonna.de/de/lina-magull/transfers/spieler_2284.html
    Der SC Freiburg hätte die Nationalspielerin Magull mit Sicherheit nicht ablösefrei zu den Bayern gehen lassen, wenn sie noch ein oder zwei Jahre in Freiburg Vertrag gehabt hätte. Bin beim Spiel in München, da kann ich sie aber gerne nachdem Spiel auch noch selbst fragen, wenn du möchtest.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Bernd

    Jetzt mal unabhängig davon wie ich über Gwinns Wechsel denke,deiner Behauptung der Wechsel würde schon seit einem Jahr feststehen widerspreche ich nicht,da wie ich schon hier schrieb,genau zu dem Zeitpunkt als die Wechsel von Benkarth und Magull bekannt wurden im Vereinsforum des SCF auf tm.de ein Post eingestellt wurde,der einen Gwinn Wechsel nach München bereits voraussagte um es mal so auszudrücken.Dieser Post bestätigt Deine Behauptung das Gwinns Wechsel bereits seit längerer Zeit feststeht.

    Bei Benkarth hattest Du ja recht.Ihr Vertrag lief aus und sie hat nicht verlängert.

    Nun noch kurz zu Magull.

    Bei Magull gehe ich davon aus,das der Vertrag zur Festverpflichtung erst ab dem 1.07.2017 gültig war,da ihr zweiter Leihvertrag noch bis zum 30.06.2017 abgeschlossen wurde.

    Leider finde ich den Artikel über Magulls Festverpflichtung nicht mehr in dem über die Vertragslaufzeit berichtet wurde.Sie hatte aber zum Zeitpunkt ihres Wechsels auf jeden Fall noch einen Vertrag von mindestens einem Jahr.Da bin ich mir zu 100 % sicher.

    Ob für Magull eine Ablöse bezahlt wurde ist mir nicht bekannt.Ich könnte mir aber vorstellen das man im Prinzip Magull mit Wieder getauscht hat,weil Verena Wieder zum Zeitpunkt ihres Wechsels nach Freiburg noch einen gültigen Vertrag bis 30.06.2019 beim FCB hatte.

    Vielleicht wurde in diesem Zusammenhang auch der Gwinn Wechsel eingefädelt.Aber das ist nur eine Vermutung von mir.

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  • Freiburger sagt:

    @Bernd, es war natürlich nicht richtig Dich deswegen als Lügner zu bezeichnen, das tut mir leid! Dennoch weiß ich wirklich aus erster Hand, dass ein Wechsel nicht im geringsten fest stand. Das war bis zum Schluss komplett offen, auch Freiburg war längst nicht aus dem Rennen.
    Dass der Wechsel zustande kam, bestätigt meiner Meinung nach nicht deine Aussage. Es war natürlich naheliegend, dass es letztlich Bayern wird, hier hat sie es näher zu ihrer Heimat (Ihre Eltern sind ja immer leidenschaftlich dabei), hinzu kommt, dass mit Jens Scheuer nun ein Trainer da ist, der komplett auf sie setzt. Das macht natürlich alles irgendwo Sinn.

    Bezüglich Lina Magull. Hier war es so, dass sie grundsätzlich noch Restvertrag hatte, allerdings mit einer Ausstiegsklausel. Von dieser hat der FC Bayern Gebrauch gemacht, somit konnte der SC nichts dagegen machen und Lina Magull hatte freie Entscheidungswahl.

    Ein Tausch oder irgendwelche Abmachungen mit dem Transfer von Verena Wieder gab es nicht. Wieder hatte schließlich einfach keine Perspektive in München, deswegen kam ein Transfer zustande.

    @SCF Klausi, das Klara Bühl verlängert hat und Giulia Gwinn nicht, hat ja auch gute Gründe und zwar nicht, dass Bühl sagt, dass sie aus Dankbarkeit dem Verein treu bleibt.
    Bühl kommt von Freiburg und wohnt noch zuhause bei ihren Eltern, ist zudem gerade erst volljährig geworden und damit 1,5 Jahre jünger als Gwinn. Des Weiteren ist sie noch nicht einmal mit dem Abitur fertig und hat auch noch nicht wie Giulia drei Saisons auf hohem Niveau gespielt. Ich würde mir keine allzu großen Hoffnungen machen, dass Bühl über ihr 20. Lebensjahr hinaus noch beim SC spielt.
    Bitte bei deinen Aussagen auch immer die Hintergründe berücksichtigen.

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  • Fan2 sagt:

    @ollerrentner: Es ist alles immer ne Frage der Perspektive. Für eine junge Frau, die aus prekären Verhältnissen stammt, deren Familie Hartz IV-Empfänger ist und die selbst Aussicht darauf hat, da zu enden, ist das, was man beim FF im Schnitt in der BL verdienen kann, so im Bereich von 2000 € im Monat schon ein riesiger Sprung.

    Für eine verwöhnte Dame, wie es die meisten FF-Damen sind, ist das natürlich ein absolutes Downgrade.

    @Altwolf: Das kann ich Dir ganz genau sagen:
    Aferdita Podvorica 2000, Annelie Brendel 2005, Christiane, Paula, Pezzato, Stephanie Ullrich, Britta Carlson alle 2006, Juliane Höfler (mit Omilade) 2007, Juliane Simic 2015

    Da kommt schon n ganzes Team mit Auswechselspielerinnen zusammen, und zwar kein schlechtes. Ullrich – Pezzato, Henning, Omilade, Paula – Odebrecht – Simic, Carlson – Keßler – Podvorica, Christiane

    4 von ihnen Stunden beim CL-Sieg 2005 auf dem Platz, 2 weitere beim CL-Sieg 2010 (Odebrecht bei beiden).

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  • ollerRentner sagt:

    Fan2: Es ist alles immer ne Frage der Perspektive. Für eine junge Frau, die aus prekären Verhältnissen stammt, deren Familie Hartz IV-Empfänger ist und die selbst Aussicht darauf hat, da zu enden, ist das, was man beim FF im Schnitt in der BL verdienen kann, so im Bereich von 2000 € im Monat schon ein riesiger Sprung.

    Man muss aber erst einmal eine erfolgreiche Bundesligaspielerin werden.

    Bei den männlichen Kindern und Jugendlichen werden ja schon die ganz kleinen von diversen Vereinen dadurch gekauft, dass die für die Ausrüstung sorgen. Bei den Jugendjahrgängen fliesst schon richtig Geld (im West-Berlin der 1980er Jahre war ein guter Juniorenspieler seitens Sponsoren geschickt mit oft vierstelligen DM-Beträgen abgesichert). Bei den Relationen im Mädchenbereich kann ich mir so etwas kaum vorstellen.

    Ausserdem besteht solch ein Einkommen nur einen eng begrenzten Zeitraum, der sich sogar aufgrund von Verletzungen stark verkürzen kann. Wenn man nur für vielleicht 10 Jahre seines Lebens monatlich 2000 Euro verdienen kann, dann ist das faktisch nichts wert. Eine Spielerin, die nicht vor und während ihrer Profiverträge eine Ausbildung oder ein Studium absolviert, wird hinterher sehr schlecht dastehen.

    Ich möchte aber noch einmal dem Gerücht widersprechen, dass Fussball eine Unterschichtensportart ist. In den in ganz Deutschland vorhandenen Amateurvereinen sind Menschen aus jeder Ecke der Gesellschaft aktiv. Das ist genauso, wie bei allen anderen Sportarten auch.

    Ein schönes Beispiel ist „Hertha Zehlendorf“. Das war früher in Bezug auf aktive Mannschaften und Spieler der grösste Fussballverein der Welt (kein Witz!). Nun war aber der Berliner Bezirk Zehlendorf der Inbegriff eines elitären Bezirkes…

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon/Fan2

    Danke dafür.Bin nun besser über die frühere Zeit informiert.

    Noch eine allgemeine Anmerkung zu den in der Diskussion angesprochenen Verträgen mit Ausstiegsklauseln und möglichen Ablösesummen.
    Die meisten der FF-Clubs haben den Status eines „gemeinnützigen Vereines“ und dürfen demzufolge keine Gewinne machen, da sie sonst entsprechend steuerlich veranlagt werden und ihnen auch die Zuschüsse genommen werden. Insofern können sich eine solche Vertragsgestaltung nur die aus dem Gesammtverein ausgelagerten Abteilungen leisten.

    Möglicherweise auch der Grund für die „schmale“ finanzielle Ausstattung der FF-Abteilung einiger Clubs, obwohl sie einen MF-Club im Hintergrund haben, sie jedoch, anders beim FC Bayern u. WOB, noch dem gemeinnützigen Gesammtverein angehören. Wenn, könnte man höchstens eine Auswandsentschädigung vereinbaren, mit dem ,mit einem entsprechenden Betrag pro Ausbildungsjahr, der aufnehmende Verein beteiligt.

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  • Bernd sagt:

    @ Freiburger

    Dann haben wir bei Giulia Gewinn beide die Info aus erster Hand!
    Es mag sein, dass Gewinn ihren Marktwert in Freiburg und Wolfsburg noch gecheckt hat, was ja auch kein Fehler ist, aber der Wechsel war schon klar. Brauchst du mir aber nicht glauben.
    Bei Magull habe ich auch bereits gemutmaßt, dass evtl. eine Ausstiegsklausel vorlag. Es deutete auch alles auf einen von Magull selbstbestimmten Wechsel hin. Danke für die Infos! Freiburger du klingst absolut glaubwürdig, aber bei Gwinn würde mir tatsächlich aus absolut sicherer Quelle in der Vorsaison gesagt, dass sie nicht mit Magull und Benkarth zusammen wechselt, sondern wegen ihres Vertrags erst ein Jahr später.
    Bühl soll auch einen langfristigen Vertrag bekommen haben, hoffentlich ohne Klausel, nicht wahr Klausi!

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  • Freiburger sagt:

    @Bernd
    Dann ist der Zeitpunkt der Verkündung aber auch sehr spät. Die Mannschaft hat von der Entscheidung per Zeitung erfahren, was bei einem seit einem Jahr feststehenden Wechsel auch sehr fragwürdig ist. Aber gut.
    Was bedeutet denn im Frauenfußball einen „langfristigen Vertrag“? Machen wir uns nichts vor, das wird ein Zwei-Jahres-Vertrag sein, länger würde ja auch für Klara Bühl keinen Sinn machen, da sie in zwei Jahren schon eine gestandene Nationalspielerin sein kann und dementsprechend finanziell eine ganz andere Verhandlungsposition hätte.
    Zum Thema Ausstiegsklauseln: Das Ganze kann doch gar nicht funktionieren. Spielerinnen unterschreiben Zwei-Jahres-Verträge, dann sind sie vertragslos und können sich den Arbeitgeber frei aussuchen, dann bringt auch eine Ausstiegsklausel nichts.
    Natürlich ist es sehr schade für Freiburg, dass sie für den Abgang guter Spielerinnen nicht entschädigt werden. Dennoch hat man Giulia Gwinn ja auch ablösefrei bekommen und für ein geringes Gehalt unter Vertrag gehabt. Dafür hat sie extrem viel zurückgegeben und war fast von Anfang eine Sofortverstärkung und an dem Höhenflug beteiligt. Von daher hat sich das meiner Meinung für den SC schon gelohnt und man würde es mit Sicherheit wieder tun.

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  • Bernd sagt:

    @Freiburger
    Die Zeit vom Giulia Gwinn war eine Win-Win-Situation für beide Seiten! Welchen Sinn würde es machen einen Wechsel bereits ein Jahr im voraus zu verkünden? Wenn es stimmt, dass die Mannschaft aus der Zeitung von dem Wechsel erfahren hat, spricht das eher dafür, dass man sich bereits ein Stück weit distanziert hat. Das Ausstiegsklauseln scheinbar funktionieren können, hast du selbst bei Lina Magull geschrieben.
    Gwinn kam vom Kooperationspartner „ablösefrei“, u.a. weil eben in anderer Form kooperiert wird. Verträge über drei Jahre gibt es natürlich, dies hatte z.B. sowohl Wolfsburg, als auch Bayern bei Lina Magull bekannt gegeben. Ein langfristiger Vertrag ist in gewissem Sinne immer eine Wette auf die Zukunft. Wer davon am Ende mehr profitiert, weiss man erst hinterher! Macht eine Spielerin Karriere, oder wird sie vom Verletzungspech verfolgt? Das kann man nicht wissen, sonst hätte man beim SC z.B. Lisa Makas sicher nicht zu dem Zeitpunkt verpflichtet. Mich würde es sehr freuen, wenn Klara Bühl tatsächlich langfristig in Freiburg bleibt!

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Bundesliga 2019/20
16.08.19 18.30 Uhr 1. FFC Frankfurt 3 Turbine Potsdam 2 17.08.19 13.00 Uhr FF USV Jena 1 TSG Hoffenheim 6 17.08.19 13.00 Uhr SC Freiburg 1 Bayern München 3 18.08.19 14.00 Uhr 1. FC Köln 2 MSV Duisburg 1 18.08.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg 1 SC Sand 0 18.08.19 14.00 Uhr SGS Essen 3 Bayer Leverkusen 1 23.08.19 19.15 Uhr Bayern München 1. FFC Frankfurt 24.08.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim 1. FC Köln 25.08.19 14.00 Uhr MSV Duisburg VfL Wolfsburg 25.08.19 14.00 Uhr SC Sand SGS Essen 25.08.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam FF USV Jena 25.08.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SC Freiburg 13.09.19 19.15 Uhr 1. FC Köln Turbine Potsdam 15.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg TSG Hoffenheim 15.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg SC Sand 15.09.19 14.00 Uhr Bayern München Bayer Leverkusen 15.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt FF USV Jena 15.09.19 14.00 Uhr SGS Essen MSV Duisburg 20.09.19 19.15 Uhr TSG Hoffenheim SGS Essen 21.09.19 13.00 Uhr Turbine Potsdam VfL Wolfsburg 22.09.19 14.00 Uhr SC Sand Bayern München 22.09.19 14.00 Uhr FF USV Jena 1. FC Köln 22.09.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen 1. FFC Frankfurt 22.09.19 14.00 Uhr MSV Duisburg SC Freiburg 27.09.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen SC Sand 28.09.19 13.00 Uhr SGS Essen Turbine Potsdam 29.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt 1. FC Köln 29.09.19 14.00 Uhr Bayern München MSV Duisburg 29.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg TSG Hoffenheim 29.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg FF USV Jena 11.10.19 19.15 Uhr 1. FC Köln VfL Wolfsburg 12.10.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim Bayern München 13.10.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FFC Frankfurt 13.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena SGS Essen 13.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg Bayer Leverkusen 13.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam SC Freiburg 18.10.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen TSG Hoffenheim 20.10.19 14.00 Uhr SC Sand MSV Duisburg 20.10.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt VfL Wolfsburg 20.10.19 14.00 Uhr SC Freiburg FF USV Jena 20.10.19 14.00 Uhr SGS Essen 1. FC Köln 20.10.19 14.00 Uhr Bayern München Turbine Potsdam 27.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena Bayern München 27.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FFC Frankfurt 27.10.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg SGS Essen 27.10.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim SC Sand 27.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam Bayer Leverkusen 27.10.19 14.00 Uhr 1. FC Köln SC Freiburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayern München 1. FC Köln 03.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt SGS Essen 03.11.19 14.00 Uhr SC Freiburg VfL Wolfsburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen FF USV Jena 03.11.19 14.00 Uhr SC Sand Turbine Potsdam 03.11.19 14.00 Uhr MSV Duisburg TSG Hoffenheim 23.11.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg Bayern München 23.11.19 14.00 Uhr SGS Essen SC Freiburg 23.11.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam MSV Duisburg 23.11.19 14.00 Uhr 1. FC Köln Bayer Leverkusen 23.11.19 14.00 Uhr FF USV Jena SC Sand 23.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt TSG Hoffenheim 01.12.19 14.00 Uhr SC Freiburg 1. FFC Frankfurt 01.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen VfL Wolfsburg 01.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim Turbine Potsdam 01.12.19 14.00 Uhr Bayern München SGS Essen 01.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg FF USV Jena 01.12.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim FF USV Jena 08.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam 1. FFC Frankfurt 08.12.19 14.00 Uhr Bayern München SC Freiburg 08.12.19 14.00 Uhr SC Sand VfL Wolfsburg 08.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SGS Essen