Bayern schließt zu Wolfsburg auf

Von am 17. Februar 2019 – 17.22 Uhr 14 Kommentare

Der FC Bayern München hat im Topspiel vom 14. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga Tabellenführer VfL Wolfsburg die erste Niederlage beigebracht. Im Klassiker zwischen Frankfurt und Potsdam gab es ein packendes Remis, Freiburg und Bremen feierten Kantersiege.

Die Spielerinnen des FC Bayern bejubeln ihren Sieg gegen den VfL Wolfsburg

Die Spielerinnen des FC Bayern bejubeln ihren Sieg gegen den VfL Wolfsburg © imago/foto2press

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Bayern macht Titelkampf spannend

Der FC Bayern München gewann das Topspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 4:2 (2:0) und brachte dem Tabellenführer die erste Saisonniederlage bei. 2.155 Zuschauer am FC Bayern Campus sahen eine starke erste Halbzeit der Gastgeberinnen, die durch Carina Wenninger (20.) und Gina Lewandowski (40.) in Führung gingen. In der zweiten Halbzeit erhöhten die Münchenerinnen durch ein Eigentor von Nilla Fischer (64.), doch Wolfsburg kämpfte sich durch Tore von Fischer (71.) und Ewa Pajor (77.) noch einmal zurück. Doch in der Nachspielzeit sorgte dann bei einem Konter in die Wolfsburger Drangperiode hinein die eingewechselte Fridolina Rolfö nach Zuspiel von Sydney Lohmann für die Entscheidung (90.+1) und neue Spannung im Titelkampf, denn beide Team trennt nun nur noch das Torverhältnis.

Packendes Remis im Klassiker

Der 1. FFC Frankfurt und der 1. FFC Turbine Potsdam trennten sich vor 1.780 Zuschauern im Stadion am Brentanobad mit 3:3 (1:2). Rahel Kiwic sorgte für die frühe Turbine-Führung (13.), Marith Prießen gelang postwendend der Ausgleich (15.). Ein zweifelhafter, sich verwandelter Handelfmeter von Felicitas Rauch sorgte für die neuerliche Gästeführung (26.). Turbine schien auf der Siegerstraße, als Viktoria Schwalm der dritte Treffer gelang (68.). Doch Frankfurt bewies Moral und blies zur Aufholjagd, die durch Tore von Géraldine Reuteler (72.) und die eingewechselte Shekiera Martinez (86.) von Erfolg gekrönt war.

Essen rettet Punkt

Die SGS Essen kam nach einem Zwei-Tore-Rückstand vor 1.197 Zuschauern im Stadion Essen noch zu einem 2:2 (0:1) gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Nicole Billa (12. Elfmeter) und Maximiliane Rall (53.) brachte die Gäste auf die Siegerstraße, doch Marina Hegering (63.) und Ramona Petzelberger (74.) retteten den Gastgeberinnen zumindest einen Punkt.

Nati trifft doppelt bei Bremen-Sieg

Der SV Werder Bremen kam vor 289 Zuschauern auf Platz 11 des Weserstadions zu einem klaren 5:0 (2:0)-Sieg. Katharina Schiechtl (32.) und Julia Kofler (45.+1) sorgten für die Halbzeitführung. Nach der Pause war zweimal Winter-Neuzugang Sofia Nati (50., 83.) sowie Lisa-Marie Scholz (65.) erfolgreich.

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Freiburg feiert Kantersieg

Der SC Freiburg kam gegen Bayer 04 Leverkusen zu einem 6:0 (3:0)-Erfolg. Sharon Beck (12.), Sandra Starke (28.) und Desiree van Lunteren (30.) machten schon in der ersten halben Stunde alles klar. In der zweiten Halbzeit trafen erneut Beck (62.), Carolin Schiewe (72.) und Giulia Gwinn (80.). Die Gäste beendeten die Partie nach der Gelb-Roten Karte gegen Karoline Heinze (87.) in Unterzahl.

Sand souverän

Der SC Sand gewann vor 165 Zuschauern im Grenzlandstadion bei Borussia Mönchengladbach mit 4:1 (3:0). Jana Vojteková (19.), Nina Burger (23.) und Milena Nikolić (39.) sorgten bereits zur Halbzeit für klare Verhältnisse. Den Gladbacherinnen gelang anfangs der zweiten Halbzeit zwar durch Valentina Oppedisano der Anschlusstreffer (50.), doch Anne van Bonn sorgte in der Nachspielzeit für den Endstand (90.+1).

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

14 Kommentare »

  • ruhri sagt:

    Zwar kein hochklassiges aber dafür spannendes Spiel in Essen. Der wichtige Anschlusstreffer durch Marina Hegering, schon jetzt meine SGS-Spielerin der Saison.

    (5) 11 Gesamt – 8 hoch – 3 runter
  • bale sagt:

    schöne und gute Kulisse bayernmädels, schade könnt ihr nicht immer im Campus spielen, als dieses hässliche so zuschauerunfreundliche Stadion, so ist man als zuschauer so nah dran,das sorgt für Zuschauer 2000 na bitte ihr Kritiker und ein gutes spiel.wolfsburg ist nach der langen pause noch nicht richtig in Liga 1 angekommen.

    (7) 17 Gesamt – 12 hoch – 5 runter
  • Pauline sagt:

    Auf Frankfurter Seite wird man heute froh gewesen sein,
    das eine der besten Verdeitigerin die Bank drücken musste und Potsdam kann sich diesen Luxus leisten.

    (-9) 43 Gesamt – 17 hoch – 26 runter
  • enthusio sagt:

    Die SGS Essen hat heute mit dem letzten Aufgebot eine Niederlage gegen Hoffenheim gerade noch abgewendet.
    Der Blick auf Startelf und Kader ließ vor dem Spiel nichts Gutes erahnen. Die erneute Verletzung Linda Dallmanns war im Vorfeld durch die Presse (nicht durch den Verein !) bekannt geworden, das krankheitsbedingte Fehlen von Klasen, Hochstein und Oberdorf kam dagegen erst bei der Pressekonferenz auf Nachfrage zur Sprache. Damit brach mit Dallmann und Oberdorf das kreative Mittelfeld komplett weg.
    Trotz des Fehlens von Stürmerin Kirsten Nesse blieb Nicole Anyomi ebenso wie Sarah Freutel nur der Platz auf der Bank neben Nachwuchsspielerin Mara Grutkamp und gleich zwei (!) Torhüterinnen.

    So entwickelte sich in der 1. Halbzeit ein langweiliges und torchancenarmes Spiel mit vielen langen Bällen ins Nirgendwo.
    Umgekehrt setzte Hoffenheim die Essener Abwehr hin und wieder mit schnell herausgespielten Angriffen unter Druck, wobei die Essener Abseitsfalle allerdings hervorragend funktionierte.

    Erst nach dem zweiten Hoffenheimer Tor reagierte Daniel Kraus in der 56. Minute mit dem längst fälligen Doppelwechsel von Anyomi/Freutel für die blass gebliebene Manjou Wilde sowie die bemüht, aber glücklos agierende Turid Knaak.

    Nicole Anyomi erwies sich dann auch als belebendes Element und setzte immer wieder mit klugen Pässen ihre Mitspielerinnen ein, die allerdings zunächst nichts davon verwerten konnten.
    Erst der Kopfball Marina Hegerings nach einer Ecke von Jule Dallmann ließ die SGS wieder Hoffnung schöpfen und nach erneut schöner Vorarbeit von Anyomi konnte Petzelberger aus kurzer Distanz den vielumjubelten Ausgleich erzielen.

    Insgesamt entsprach das Unentschieden dem Spielverlauf.
    Man kann nur hoffen, dass einige Spielerinnen in Potsdam wieder zur Verfügung stehen werden, wobei Daniel Kraus durchblicken ließ,
    dass Linda Dallmann für dieses Spiel noch keine Option sein werde.

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  • WAC sagt:

    Werder hat heute ein wichtiges Lebenszeichen gesendet. Nach einer durchaus umkämpften ersten Halbzeit, in der die Duisburgerinnen zweimal an Aluminium scheiterten, während Werder zwei Buden machen konnte, insbesondere das Tor kurz vor der Halbzeit war wichtig für die Moral, wurde die zweite Halbzeit recht einseitig. Das frühe Tor in der zweiten Halbzeit hat das ganze Spiel dann schon entschieden, die Duisburgerinnen schienen danach den Glauben an einen Punktgewinn verloren zu haben.
    Fazit: Werder hat von vornherein Mut gezeigt und wurde belohnt, hat aber auch Glück gehabt. Giovanna Hoffmann ist nach langwieriger Verletzung mit einer guten Leistung zurückgekehrt und Sofia Nati ist ein großer Gewinn für Werder. Nicht alle Werderanerinnen haben einen gute Leistung gezeigt, es gab schon noch viele Fehler, aber es scheint so, als wolle das Team den Kampf jetzt endlich aufnehmen.

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  • Ritchie sagt:

    Die Mädels vom SV WERDER haben da aber einen wichtigen Sieg geholt. Ich hoffe, sie können da jetzt dran anknüpfen.

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  • Pauline Leon sagt:

    beide essener tore von ex-leverkusenerinnen. und linda dallmann ist ja auch eine.

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  • SCF Klausi sagt:

    Meine gewonnenen Eindrücke aus den beiden Testspielen der SCF Frauen gegen Grasshoppers Zürich und die U17 Junioren des Bahlinger SC haben sich heute im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres bestätigt.

    Freiburg hat die Vorbereitung der Winterpause gut genutzt und intensiv an den Schwachpunkten aus der Hinrunde gearbeitet.

    Die einzelnen Mannschaftsteile sind nun wesentlich besser aufeinander abgestimmt,das Pass- und Kombinationsspiel ist nun wesentlich flüssiger und präziser und die Mannschaft tritt im Gesamten deutlich kompakter und harmonischer auf als noch in der Vorrunde.

    Leverkusen war über die gesamte Spielzeit völlig überfordert,war immer einen oder sogar zwei Schritt zu langsam und fand zu keiner Zeit ins Spiel.Über 90 Minuten brachten sie nur zwei Schüsse auf das Freiburger Tor zu Stande,die beide nicht gefährlich waren und Merle Frohms im Freiburger Tor einen sehr entspannten Tag genießen konnte.

    Obwohl man in der Wintervorbereitung auch die Chancenverwertung verbessern konnte besteht in diesem Bereich noch großer Verbesserungsbedarf.Allein Gwin vergab vier bis fünf gute Chancen.Leverkusen war mit dem 6:0 noch gut bedient und hat es auch ihrer Torhüterin zu verdanken dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel.

    Gute Besserung auch an Clara Schöne die sich in der 26 Minute wegen Schmerzen im Knie auswechseln lassen musste.Hoffentlich ist es nichts schlimmes und sie fällt nicht wieder für längere Zeit aus.

    Das Spiel haben bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen 1008 Besucher gesehen.

    Spielbericht Freiburg :

    https://www.scfreiburg.com/node/23770

    Spielbericht Leverkusen :

    https://www.bayer04.de/de-de/news/frauen/0-6-frauen-verlieren-in-freiburg

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  • Volker sagt:

    „welchem Grund sollte es noch geben, Bundesliga zu schauen???“ meinte Fan2 in seinen „beliebten“ Kommentaren. Die Antwort darauf ist nun wirklich nicht schwer! Solche Spieltage wie der Letzte oder ein Blick auf die Tabelle, zum Beispiel. Wir die Fans dürfen uns auf einen spannenden Meisterschaftskampf freuen. Wolfsburg und Bayern stehen jetzt mächtig unter Druck eine Niederlage oder sogar nur ein Punktverlust können entscheidend sein! Und da gibt es Einiges an Möglichkeiten wobei Turbine Potsdam eine große Rolle spielen wird. In der Mitte herrscht nahezu Punktgleichheit ebenso wie im unteren Bereich.Einzig abgeschlagen stehen die bedauernswerten Gladbacherinnen.
    Der MSV Duisburg der den Wolfsburgerinnen,das bis dahin das erste Gegentor verpasst hat, wird den Rauswurf von Nati noch bitter bereuen. Es wird sehr schwer werden sich gegen die Bremerinnen zu behaupten.
    Egal an welchen Verein jetzt gerade das Herz hängt, für Alle Fan´s ist was dabei. Und das hat diese Liga SEHENSWERT und auch LIEBENSWERT gemacht!

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  • Aldur sagt:

    Ich kann enthusios Eindrücke vom Spiel Essen vs. Hoffenheim weitgehend bestätigen.

    Der Spieltagskader der SGS hinterließ einen in der Tat erst einmal ratlos. Mal kurz die Ausfallliste durchgezählt: Johannes, Klasen, Breitenbach, Hochstein, Ioannidou, Lehmann, Oberdorf, Rieke, L. Dallmann, Nesse = fast eine komplette Elf, und keine schlechte…

    Nichtsdestotrotz stand da eine Elf bundesligaerfahrener Spielerinnen auf dem Platz, was man in Halbzeit eins nicht unbedingt erkennen konnte.

    Am Ende langte dann eine gute letzte halbe Stunde um einen Punkt mitzunehmen, und den Vorsprung auf Platz 5 konstant zu halten.

    Positive Eindrücke waren aus meiner Sicht die beiden Torschützinnen: Marina Hegering war aus Essener Sicht sicher die Spielerin des Spiels. Nicht nur, dass ihr Kopfballtreffer zum 1:2 die Wende einleitete, sie bereinigte mit großer Laufleistung auch viele brenzlige Situationen mit gewohnter Zweikampfstärke. Ramona Petzelberger hat mir auch gut gefallen, vor allem nachdem sie nach der Auswechslung von Wilde das Spiel aus einer tieferen Position heraus lenken durfte. Es wäre ihr zu wünschen, mal länger verletzungsfrei zu bleiben, dann wird sie noch sehr wertvoll für die SGS.

    Die Causa Linda Dallmann macht hingegen einigermaßen sprachlos. Wie enthusio bereits schrieb, wurde hier seitens des Vereins nichts kommuniziert, obwohl es sich jetzt doch wieder um eine langwierige Verletzung handeln soll. Die Nationalmannschafts-Maßnahme in Marbella hat sie aber offenbar problemlos absolviert. Irgendwie gewinnt man den Eindruck, dass hier bereits ein Abgang zum Saisonende angebahnt wird, und bekommt langsam Zweifel, ob sie überhaupt nochmal das Trikot der SGS tragen wird…

    (4) 4 Gesamt – 4 hoch – 0 runter
  • Altwolf sagt:

    Der „Fußballgott“ wollte es wohl so, daß die AFBL in der Titelfrage spannend bleibt.

    Die tiefstehende Sonne an diesem Frühlingstag zeigte in den Gesichtern der Wölfinnen die offensichtliche Ratlosigkeit, wie sie bei dem sehr engagierten, kämpferischen u. aggressiven Einsatz der Münchnerinnen in ihr eigenes Spiel kommen sollten.
    Obwohl St.Lerch genau diese Art zu Spielen von den Bayern-Spielerinnen erwartet hatte u. Th.Wörle dementsprechend auch seine eher spieltechnisch prägenden Akteurinnen, wie L.Magul,V.Schwers u.F.Rolfö durch S.Laudehr, L.Beerensteyn u. J.Damnjanovic ersetzte, somit auch die Lehren aus dem Hinspiel gezogen hatte, um unbedingt den Spielfluß der Wölfinnen zu unterbinden, was ja in HZ1 u. teils auch in HZ 2 recht gut gelungen war.

    Insbes. die 1 Hälfte erinnerte sehr an das Hinspiel nur mit umgekehrten Rollen.
    Die Bayerinnen waren präsenter, immer einen Schritt schneller, nach dem 1:0 dann noch beflügelter u. zwangen die Wölfinnen durch ständiges Attackieren immer wieder zu ungenauen Abspielen u. Ballverlusten.
    Sie wollten unbedingt die Revance u. nahmen alles was zu Verfügung stand dafür in Anspruch.
    So auch das Eigentor von S.Gunnarsdottir zum 1:0 (bei Margenta-TV in Zeitlupe wiederholt zu sehen), die nicht verhindern konnte, daß sich der gegen ihr Schienbein prallende Ball über die Torlinie bewegte.
    Das half den VFL-Spielerinnen schon gar nicht.
    Die Versuche e. Spielaufbau hinzubekommen scheiterten meist daran, daß das MF mit C.Neto u. S.Gunnarsdottir keinen Zugriff auf den Ball bekamen. Insbes. C.Neto blieb gegen die körperlich stark agierende Gegenseite an diesem Tage unter ihren Möglichkeiten.
    Schon bei der Aufstellung habe ich mich gewundert, warum St.Lerch gegen die robust spielenden Münchnerinnen nicht L.Gößling ins MF u. gerade wegen L.Beerensteyn als Spitze nicht S.Doorsoun neben N.Fischer spielen ließ, was er dann ja auch, im Nachhinein, vielleicht zu spät korrigierte.
    Daß dann auch noch beim 2:0 der Ball G.Lewandowski vor die Füsse rollte u. ihr Schuß ungehindert durch die Menge den Weg ins Tor fand , wie dann auch noch das 3:0 durch ein erneutes Eigentor beim Klärungsversuch von B.Peter zustande kam, hatte dies schon etwas Tragisches an sich u. erinnerte doch sehr an das Hinspiel, als das „Unglück“ den Bayern anhaftete.

    Doch Mitte der 2.HZ änderte sich das Bild, anders als im Hinspiel bei den Münchnerinnen, fanden die Wölfinnen jetzt ins Spiel, erhöhten den Druck auf das gegnerische Tor, erspielten sich Torchancen u. konnten dann auch über das 1:3 auch das 2:3 erzielen.
    Mit 2 Superparaden konnte dann M.Zinsberger den eigentlich sicheren Ausgleich verhindern u. der dann später auch noch vom Innenpfosten wieder ins Spielfeld zurückprallende Ball hätte das Spiel gänzlich auf den Kopf stellen können.

    An M.Earps lag es sicherlich nicht, sie machte ihren Part besser als der Rest des Teams,aber e. A.Schult ist doch noch e. andere Klasse u. von ihr kann man auch solche Paraden wie von M.Zinsberger erwarten.

    Das Momentum war dieses Mal auf der Seite der Bayern-Mädels und aufgrund des Spielverlaufes dann auch ok.

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  • Fan2 sagt:

    Selbst bei Topspielen lassen sich scheinbar nur noch knapp über 2000 Zuschauer ins Stadion locken. Insgesamt mit 1100 Zuschauern im Schnitt mal wieder ein vernünftiger Spieltag, wobei es viel besser wohl auch nicht mehr in dieser Saison werden wird.

    Sand und Werder mal wieder vor leeren Rängen. Man sollte eine weitere Lizenzmaßnahme einrichten: Wer es nicht schafft, regelmäßig über 500 Zuschauer ins Stadion zu bekommen, steigt direkt ab. Da wäre die Liga auf einmal sehr, sehr klein.

    (-6) 10 Gesamt – 2 hoch – 8 runter
  • Aldur sagt:

    Auch wenn Sheldon das – sowohl hier, wie auch im Svenja-Huth-Wechselthread – wie immer etwas überspitzt formuliert, ist der Trend hin zu „französischen Verhältnissen“, also zwei alles dominierenden Teams, ja nicht ganz von der Hand zu weisen. Das hat sogar die ARD Sportschau bemerkt, und einen wie ich finde sehr treffenden Artikel dazu verfasst:

    https://www.sportschau.de/fussball/frauenfussball/frauenfussball-bundesliga-spannung-100.html

    Nach den bereits feststehenden, bzw. zu erwartenden Abgängen bei den derzeitig noch ansatzweise konkurrenzfähigen Mannschaften aus Potsdam, Essen und Freiburg, dürfte sich die Kluft zwischen Platz 2 und 3 noch weiter vergrößern, weil gerade Essen und Potsdam kaum Möglichkeiten haben dürften, Abgänge von Leistungsträgerinnen 1:1 zu ersetzen, sondern diese erst wieder entwickeln müssen.

    Ich denke aber auch, dass hier vor allem die Profi-Clubs gefordert sind, ein etwas nachhaltigeres Engagement an den Tag zu legen. Dies muss ja nicht gleich ein Angriff auf die Spitze sein, aber dass ein Verein wie Gladbach jetzt schon zum zweiten Mal eine sportlich nicht konkurrenzfähige Mannschaft in die BuLi schickt, die sich Wochenende für Wochenende ein Klatsche abholt, hilft da nicht wirklich weiter. Da aktuell der Tabellenvierte und -fünfte der zweiten Liga aufsteigen würden (was war nochmal das große Ziel von deren Eingleisigkeit?), ist hier auch kaum Besserung in Sicht.

    Ein sehr positives Beispiel, wie es auch mit dosiertem, aber nachhaltigem Engagement funktioniert, ist für mich die TSG Hoffenheim. Dort ist man mit einer hauptsächlich aus selbst entwickelten Spielerinnen bestehenden Mannschaft inzwischen im oberen Mittelfeld der BuLi angekommen, und hat gleichzeitig eine zweite Mannschaft in der Spitzengruppe der zweiten Liga, so dass man Abgänge fast nahtlos aus den eigenen Reihen kompensieren kann.

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  • Fan2 sagt:

    @Aldur: Ganz ehrlich, von den Profimannschaften erwartet ich gar nichts. Die sind allein profitorientiert und werden den Teufel tun, in ein solches Millionengrab zu investieren. Und auch dein Beispiel TSG: Bayern hat auch mal so angefangen, sympathisch, bodenständig, scheinbar nachhaltig. Mit der ersten Meisterschaft war das vorbei und es ging bloß noch darum, Geld abzuschöpfen. Ich glaube kaum, dass es bei der TSG letztlich anders laufen wird.

    Das Problem ist, dass es im FF bloß Kapitalisten und keine Idealisten gibt: Kapitalisten opfern den Fußball, um sich selbst zu berichten, Idealisten opfern sich selbst, um den Fußball zu bereichern. Nur auf den letzten lässt sich der Fußball wirklich aufbauen. Sie sind die gerade heute unbedingt notwendigen Märtyrer des FFs. Sollte es wirklich zu Veränderungen im FF kommen, wird das bloß über solche Spielerinnen gehen, Spielerinnen von Potsdam oder Essen, die eher ihre Schuhe an den Nagel hängen würden als zu Bayern oder Wolfsburg zu wechseln. Ich sehe aktuell keine einzige solche Spielerin. Wenn mir einer auch nur eine solche Spielerin zeigt, dann hätte ich wieder zumindest ein Fünkchen Hoffnung für den FF, aber bis dahin bleibt diese Sportart die charakterloseste und rückgratloseste Sportart, die wir in Deutschland haben. Und genau daran wird sie auch zusammenbrechen.

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