Markus Högner erneut Trainer bei der SGS Essen

Von am 8. Januar 2019 – 15.59 Uhr 14 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist SGS Essen hat seinen früheren Trainer Markus Högner als Nachfolger für den zum SC Freiburg wechselnden Daniel Kraus präsentiert.

Porträtaufnahme von Markus Högner

Markus Högner kehrt zur SGS Essen zurück © imago / Hartenfelser

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Der bisherige Co-Trainer des VfL Wolfsburg kehrt somit zum 1. Juli 2019 an seine alte Wirkungsstätte zurück. Zwischen 2010 und 2016 stand er bei den Schönebeckerinnen bereits an der Seitenlinie. Nach seinen sechs Jahren bei der SGS Essen wechselte er zunächst in den Stab der damaligen Bundestrainerin Steffi Jones und betreute die DFB-Auswahl u. a. bei der Europameisterschaft 2017. Seit Sommer 2018 ist der 51-Jährige für den VfL Wolfsburg tätig.

Augewiesener Fachmann

SGS-Geschäftsführer Philipp Symanzik meint: „Wir sind sehr glücklich, mit Markus Högner einen ausgewiesenen Frauenfußball-Fachmann als Cheftrainer bei uns begrüßen zu können. Er kennt die SGS Essen sowie das Vereinsumfeld bereits sehr gut und passt mit seinen Vorstellungen in puncto gelebter Nachwuchsarbeit zum Club. Mit ihm werden wir künftig unsere duale Ausrichtung, also die Kombination von Fußball und Ausbildung, auf ein noch höheres Niveau heben und so unsere gesamte Frauen- und Mädchenfußballabteilung erfolgreich
weiterentwickeln.“

Intaktes Team

Markus Högner erklärt: „Erst einmal möchte ich mich bei den Verantwortlichen der SGS Essen bedanken, dass sie mir das Vertrauen geschenkt haben, wieder als Cheftrainer in Essen zu fungieren. Ich freue mich sehr darauf, nach drei Jahren an die Ardelhütte zurückzukehren. Ich bin äußerst dankbar dafür, dass ich in den letzten Jahren viele unterschiedliche und interessante Erfahrungen in meiner Rolle als Co-Trainer bei der Nationalmannschaft und in Wolfsburg machen durfte. Daniel Kraus und sein Trainerteam haben bisher einen tollen Job bei der SGS gemacht. Ich werde von ihnen ein spannendes und intaktes Team übernehmen.“

Vertragsauflösung in Wolfsburg

„Markus Högner ist mit dem Wunsch an uns herangetreten, künftig wieder eine Cheftrainer-Position in der Allianz Frauen-Bundesliga zu übernehmen“, so Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter des VfL Wolfsburg. „Gemeinsam haben wir dann die Entscheidung getroffen, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden. Wir bedanken uns für die geleistete Arbeit und wünschen Markus alles Gute für die Zukunft!“

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

14 Kommentare »

  • xyz sagt:

    Absoluter Rückschritt. Schade! Mit dem jetzigen Trainer war Essen auf so einem guten Weg!

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  • balea sagt:

    Dann geht Thomas Wörle vielleicht auf den freien Platz nach Wolfsburg?

    (-11)
  • enthusio sagt:

    Super !
    Manchmal ist das Leben eben doch ein Wunschkonzert.
    Willkommen zurück im Ruhrpott ! Willkommen zurück bei der SGS !

    (-2)
  • FFFan sagt:

    @ balea:
    „Dann geht Thomas Wörle vielleicht auf den freien Platz nach Wolfsburg?“

    Das wäre nur logisch! („If you can’t beat ‚em, join ‚em!“) 😉

    (-1)
  • SCF Klausi sagt:

    Nun ist auch der dritte Cheftrainerposten in diesem Trainerkarussell neu besetzt,zu einer großen Überraschung kam es jedoch nicht.

    Der FCB bediente sich mal wieder in Freiburg.

    Freiburg seinerseits kopierte das Vorgehen der Münchner und sicherte sich die Dienste von Daniel Kraus,Cheftrainer des aufstrebenden Konkurrenten SGS Essen.

    Essen wiederum griff auf altbewährtes zurück und verpflichtete mit Högner den Vorgänger von Kraus.

    Besonders kreativ ist das nicht.Ich hätte mir bei den Neubesetzungen etwas mehr Mut gewünscht und Trainer verpflichtet,die bis her noch unbekannt sind und mit denen keiner gerechnet hat.So ist es bei den Frauen genau der selbe Kreislauf wie bei den Herren.In der Regel werden immer Trainer verpflichtet die in der Liga schon bekannt sind.

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  • xyz sagt:

    Da kann man nur sagen,dass dann das Mittelmaß wieder Einzug hält.Wenn Högner so ein super Trainer wäre ,dann hätte er woanders eine Trainerstelle bekommen.Wenn man einmal seinen Werdegang beim Fußball anschaut: Beim Herren Fußball wegen Erfolglosigkeit freigestellt.Bei der SGS eine Chance bekommen und aber im Mittelmaß stehen geblieben.Als Co Trainer beim DFB freigestellt. (Wenn er so ein guter Trainer wäre,hätte der DFB an seiner Person festgehalten )Bei Wolfsburg nur Co Trainer.Und jetzt soll ausgerechnet er,diese aufstrebende Essener Mannschaft weiter noch oben führen? Finde den Fehler!

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  • enthusio sagt:

    Markus Högner hat in Essen über Jahre gute Arbeit mit seiner jungen Mannschaft geleistet, die Früchte seiner Arbeit hat Daniel Kraus geerntet.
    Wie Högner ist es aber auch Daniel Kraus nicht gelungen, Essen in seiner Trainertätigkeit an die beiden Spitzenmannschaften der Bundesliga heranzuführen – anders als Scheuer in Freiburg in der letzten Saison.
    Insofern kann ich keine wesentlichen qualitativen Unterschiede zwischen beiden Trainern entdecken.

    Högner hat – quasi als Fortbildung – bei der Nationalmannschaft und in Wolfsburg Erfahrungen mit nationalen und internationalen Spitzenspielerinnen sammeln können und sicherlich ausreichend Einblick in die erfolgreiche Arbeit von Ralf Kellermann nehmen können. Diese Erfahrung wird ihm in seiner neuen Tätigkeit bei seinem alten Verein sehr zugute kommen.

    Insofern bin ich sehr zufrieden, dass die SGS ihn wieder verpflichtet hat.

    Jetzt bleibt nur die Frage, mit welchen Spielerinnen er in der neuen Saison arbeiten kann. Insbesondere auf die Entscheidung von Linda Dallmann bin ich sehr gespannt.

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  • enthusio sagt:

    Hier noch ein ergänzender Link zu Markus Högner, den ich gerade erst entdeckt habe:

    https://www.waz.de/sport/lokalsport/essen/markus-hoegner-kehrt-zur-sgs-essen-zurueck-id216163979.html

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  • Volker sagt:

    SGS Essen Mittelmaß? Wir sind noch in der Vorrunde der Liga dem 0-0 gegen Wolfsburg ging eine deutliche Pleite voraus ebenso gegen Bayern München! Zur Zeit steht Essen 1Punkt vor Potsdam auf Platz 3. Essen ist mit ca 1000 aktiven Fußballern und Fußballerinnen kein kleiner Verein verfügt aber bei weiten nicht über die Mittel wie Wolfsburg oder Bayern. Topspielerinnen wie z.b. Harder oder Pajor in den Kader zu holen ist da nicht möglich!
    Essen steht seit Jahren in der Mitte der Liga das hat sich unter Daniel Kraus nicht geändert.
    Die komplette Frauschaft ist das Werk von Markus Högner,sowie Ex CO Trainer Daniel Kraus. Sicher ist es ihm zu verdanken das Spielerinnen wie Dallmann,Schüller,Doorsun heute in der National Mannschaft sind und sich erfolgreich behaupten.
    Mittelmaß im Vergleich zu Wolfsburg oder Bayern,vielleicht. Im Vergleich zu den Konkurrenten Potsdam oder Freiburg,Unsinn! Essen war schon mit Högner ein schwerer Gegner für jede Frauschaft.
    Der Unterschied zwischen Mittelmaß und Spitze wird auch durch die materiellen Mittel bestimmt. Allerdings wird auch das Niveau der Liga durch Internationale Einkäufe angehoben. Was dann auch einen Positiven Effekt auf andere Frauschaften ausübt

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  • Rogerfehlerer sagt:

    Vergleichende Wertungen zu Trainer Leistungen zu unterschiedlichen Spielzeiten mit unterschiedlichen Personaldecken sind wirklich sinnlos.Und zu allem Elend verändert sich der Frauenfußball auch noch vehement.
    Essen hat entschieden,das ist Fakt. Spekulationen über Entwicklungen sind langweilig.

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  • Volker sagt:

    sowie Ex CO Trainer Daniel Kraus, ist natürlich Quatsch.Sorry

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  • bale sagt:

    Nun ich kann Herr Höger nicht beurteilen ob er ein guter Trainer ist, aber ich hoffe er bringt durch die 2 Stationen vorher was neues mit ins Spiel.
    Mich interessiert aber am meisten liebe ESSEN FANS ist er beliebt bei den Mädels als Beispiel hat er diese wunderbare Art wie H.Hrubesch wo die Mädels spass hatten und wieder an sich geglaubt haben?????? weil letztendlich muss das team sich mit ihm wohlfühlen.

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  • Volker sagt:

    Bale: Nehmen wir mal ein aktuelles Beispiel, Ada Hegerberg und ihre schreckliche Zeit in Deutschland. Die Ausbildung in Potsdam gehörte lange Zeit zu den härtesten im Frauenfußball was auch eine Nadine Angerer in ihrem Buch auf ihre humorige Art beschreibt. Die Spielerinnen die daraus hervorgingen waren in der Regel erfolgreich.Turbine Potsdam war über Jahre die Kaderschmiede des Frauenfußball. Es gehört schon eine Menge Selbstvertrauen, Zielstrebigkeit und Willenskraft dazu so etwas zu überstehen. Denn und das hat Frau Hegerberg sehr gut formuliert “ glaubt an Euch selber“!
    Ein Trainer kann Spielerinnen formen aber im Vordergrund steht immer die Mannschaft.
    Den Spaß oder das Wohlfühlen bestimmt der Erfolg. Steffie Jones war zu Anfang der liebe Kumpel ihrer Spielerinnen aber mit dem Ausbleiben von Erfolgen wuchsen auch Unzufriedenheit und Selbstzweifel. H.Hrubesch hat von Beginn das Potenzial erkannt und es mit seiner Erfahrung wieder in die Richtige Bahn gebracht. Unliebsame Entscheidungen musste Er aber nicht treffen. Ein guter Trainer ist immer beides beliebt und gehasst.

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  • bale sagt:

    Vielen dank für deine Meinung Volker,nun ja beide Schwestern haben sich nicht wohlgefühlt,glaube es ist ähnlich wie bei der Arbeit,fühle ich mich wohl und passe ich rein ins Kollegium bzw.team

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