DFB-Frauen: Vier Neulinge für Wintertrainingslager nominiert

Von am 21. Dezember 2018 – 13.12 Uhr 51 Kommentare

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat 30 Spielerinnen für das Wintertrainingslager vom 14. bis 21. Januar im spanischen Marbella berufen, darunter vier Neulinge.

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Erstmals mit dabei sind Klara Bühl (18/SC Freiburg), Lena Oberdorf (17/SGS Essen), Sjoeke Nuesken (17/SV Westfalia Rhynern) und Tanja Pawollek (19/1. FFC Frankfurt). Zudem kehrt Torhüterin Meike Kämper (MSV Duisburg) nach längerer Unterbrechnung in den Kader zurück.

Überblick verschaffen

Martina Voss-Tecklenburg erklärt: „Für mich geht es in dieser Maßnahme darum, mir einen umfassenden Überblick zu verschaffen und die Spielerinnen als Persönlichkeiten, aber auch in ihrer sportlichen Qualität unmittelbar kennenzulernen. Denn die direkte Interaktion auf dem Platz ist etwas anderes, als sie nur bei ihren Spielen in der Liga zu beobachten. Wir wollen auch die Trainingsformen so gestalten, dass wir Eins-zu-Eins-Eindrücke haben, um uns ein grundlegendes Bild machen zu können. Auch von den Jüngeren, die jetzt zum ersten Mal dabei sind, möchte ich sehen, wo sie im Vergleich stehen.“

Ohne Druck arbeiten

Die Bundestrainerin sagt: „Ich freue mich auf diese erste Maßnahme mit meinem Team, in der wir ohne den Druck eines Länderspiels konzentriert miteinander arbeiten können. Wir wollen verschiedene taktische Schwerpunkte setzen, aber auch Inhalte außerhalb des Platzes erarbeiten. Ich möchte den Spielerinnen meine Philosophie näherbringen, wobei hier die Basis vom Trainerteam mit Britta Carlson und Thomas Nörenberg schon gelegt wurde und wir diesbezüglich eine Sprache sprechen.“

Weitere Länderspiele in Planung

Bis zur Frauenfußball-WM in Frankreich werden nach dem Trainingslager in Marbella noch drei weitere Maßnahmen stattfinden. Neben dem Testspiel in Stockholm gegen Schweden am 6. April 2019 (13.45 Uhr/ARD live) werden demnächst weitere Länderspiele bekanntgegeben.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

51 Kommentare »

  • Fan sagt:

    @Witzfigur,
    vielen „Dank“ für deinen spöttischen Einwurf mit 2018. Du hast dich wohl noch nie verschrieben? Du weisst dass ich den Lehrgang 2019 meinte.

    (2) 8 Gesamt – 5 hoch – 3 runter
  • Bernd sagt:

    Vieles was zu dem Thema bereits geschrieben wurde kann ich nachvollziehen, jedoch würde ich keine grundsätzlichen Vorgaben bezgl. Alter oder Anzahl der Erstligaspiele machen. Wir Menschen sind dafür einfach viel zu individuell. Die Reife, auch die Pubertät verschiebt sich im Durchschnitt immer weiter nach vorne. Zudem gibt es Unterschiede auch in der körperlichen Entwicklung zwischen früher und heute. Hinzu kommt die unterschiedliche individuelle körperliche und geistige Entwicklung. Es gibt durchaus Frauen/Mädchen die mit 16 weiter sind als Andere mit 18 und umgekehrt. Manche entwickeln früh Führungsqualitäten, Andere nie! In einem Trainingslager kann sich die Trainerin natürlich einen wesentlich besseren Eindruck von der persönlichen Reife der Spielerinnen machen, als wenn sie diese nur bei Spielen beobachtet. Daher finde ich die Nominierung für ein Trainingslager auch von jüngeren Spielerinnen o.k..

    (9) 19 Gesamt – 14 hoch – 5 runter
  • FFFan sagt:

    @ Altwolf:
    „Als Beispiele möchte ich mal die folgenden Namen zur Diskussion stellen: J.Cramer, L.Meier, S.Däbritz,S.Huth, M.Leupolz,I.Linden,L.Lotzen u. F.Rauch.“

    Wofür sollen diese Namen jetzt stehen?
    Einige von ihnen, v.a. Maier, Huth und Däbritz, sind heute absolute Leistungsträgerinnen der Nationalmannschaft. Ich kann nicht erkennen, inwiefern die „Frühnominierung“ ihrer Entwicklung geschadet haben könnte.
    Dass junge Spielerinnen Leistungsschwankungen unterworfen sind, ist normal. Das wäre auch ohne Natio-Nominierung nicht anders.

    Den Karriereverlauf von Celia hast du m.E. nicht richtig dargestellt. Sie war keineswegs „erst ab 2012 richtig erfolgreich“, sondern wäre, nachdem sie im Januar 2005 als 16-jährige ihr erstes A-Länderspiel bestritt, schon bei der EM 2005, spätestens aber bei der WM 2007 dabeigewesen, wenn nicht Verletzungen sie ausgebremst hätten. Bei der WM 2011 stand Celia bei jedem Spiel in der Startelf!

    „…aber haben diese „Frühnominierungen“ die Entwicklung der Spielerinnen wirklich weitergebracht?“

    Die Frage würde ich umdrehen: hätte es die Entwicklung der Spielerinnen weitergebracht, wenn man sie noch mehrere Jahre in die ‚Warteschleife‘ gesteckt hätte?

    (4) 10 Gesamt – 7 hoch – 3 runter
  • bale sagt:

    danke Fan2 für die infos,am besten ein team mit erfahrenen Spielerinnen und jüngere sowie ein paar junge wilde,ja mal ein bisschen innovativ sein.
    bin sehr gespannt ob Frankreich wie die Holländerinnen vom heimpublikum gepusht wird und ärgerlich in SPORTBILD ein jahresmalender für 2019 mit allen Highlights
    ……. natürlich keine frauen wm.

    (3) 5 Gesamt – 4 hoch – 1 runter
  • Altwolf sagt:

    @Markus Juchem
    Mit der Nutzung dieses Kommentarformulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung des von mir gerade abgesendeten Posts.
    Ich hoffe Du kannst ihn noch retten.

    (2) 2 Gesamt – 2 hoch – 0 runter
  • Altwolf sagt:

    @FFFan

    Da es ja ein mehr hypothetischer Gedanke ist, kann man die Fragestellung sicherlich auch umdrehen.

    Du kannst mir jedoch auch nicht belegen, das C.Sasic ohne die Verletzungszeiten nach ihrer Erstnominierung 2005 nachhaltig entsprechende Einsatzzeiten in der N-11 bekommen hätte, zumal sie in der Ägide B.Prinz u. I.Grings erst 2009, also 4 Jahre später, gegen Finnland eingewechselt wurde.
    Als sie dann 2011 in der Startelf stand, habe ich sie, zumindest im Spiel gegen Japan hier in WOB, nicht als Top-Stürmerin wahrgenommen.

    Nach der anfänglichen Begeisterung über die Unbekümmertheit von L.Maiers Auftreten in den ersten N-11-Einsätzen, hat sie sich nicht weiterentwickelt und mögen ihre Offensiv-Fähigkeiten noch für eine N-11 reichen, so gehört sie mit ihrem Defensivverhalten, geprägt auch von häufig unnötigem, teils ungeschicktem, Foulspiel nicht in d. N-11 und als „Leistungsträgerin“ habe ich sie schon lange nicht mehr wahrgenommen.

    Ahnliches gilt auch für M.Leupolz, der ähnlich häufig Foulspiele bestreitet, in der Rückwärtsbewegung Defizite hat und da sei auch die Frage erlaubt, ob sie sich in ihrer Leistung seit ihrem Abschied aus Freiburg wirklich verbessert hat.
    Vergleichsweise war auch das Spiel von J.Elsig in den vergangenen Spielzeiten geprägt von häufigem Foulspiel, doch die hat sich, für mich auffällig, deutlich verbessert u. weiterentwickelt.

    Von I.Linden habe ich nach ihrer „Frühnominierung“ in der nachfolgenden Zeit in der N-11 keine nennenswerte Einsätze mehr wahrgenommen.

    Nachhaltigkeit besteht da eher noch bei S.Däbritz, die sich zumindest noch auf einem entsprechendem Niveau, wenn auch da noch ziemliche Schwankungen bestehen, in der N-11 zeigen kann.

    Auch bei S.Huth habe ich (falls mir nicht entgangen) danach in der N-11 keine häufigeren Einsätze mitbekommen und fristete beim 1.FFC auch danach auf der Bank ihre Karriere, bis sie dann mit dem Wechsel zu Turbine die Leistung zeigen konnte, die sie auch zu Recht wieder in die N-11 brachte.

    Bei F.Rauch habe ich noch die enttäuschten Kommentare der Turbine-Fans in Erinnerung, als sie nach der N-11-Nominierung in der Folgezeit die von ihr erwartete Leistung lange nicht mehr in Potsdam zeigen konnte.

    Die Leistungsbestätigung in den Clubs über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren ist ja nun auch keine „Warteschleife über mehrere Jahre“ und schließt ja Ausnahmen nicht aus.

    Mein Eindruck ist, das der Anteil von Spielerinnen, die relativ „früh“ in ihrer Karriere zur A N-11 berufen wurden, in ihrer Entwicklung dadurch nicht gefördert werden und deshalb nur mit vorherigem Austausch mit den Clubtrainern berufen werden sollten.

    Ein Clubtrainer wird nach Möglichkeit immer versuchen die herausragenden Talente mit Bedacht an das 1.Team heranzuführen um Leistungsstabilität zu erhalten; ein/e BT/in wird, gerade mit dem Hintergrund einer EM oder gar WM, nach Abgleich ihrer Spielidee mit den vorhandenen etablierten Spielerinnen, auch nach geeigneten Spielerinnen auf den entsprechenden Positionen suchen, doch Rücksicht auf die Entwicklung, insbes. die nachhaltig individuelle Entwicklung dieser Spielerinnen wird da keine so entscheidende Rolle einnehmen.

    (2) 12 Gesamt – 7 hoch – 5 runter
  • adipreissler sagt:

    @Altwolf
    Bitte nicht wieder Fake-News verbreiten, Huth hat ihre Karriere in Frankfurt nie auf der Ersatzbank gefristet, sie hat, seit sie 17 ist, praktisch durchgehend gespielt. Lediglich ein Kreuzbandriß hat sie eine Saison gekostet, und in ihrer letzten, der Nach-Kreuzbandriß-Saison gab es offenbar gewisse Diskrepanzen mit Bell, der sie gerne defensiv einsetzte, so wie er das auch mit anderen Nicht-Verteidigerinnen gemacht hat.

    Nur mal zum Vergleich die Einsatzzeiten von der etabliertesten Wolfsburger „Nachwuchskraft“ Wedemeyer und von Huth in den ersten 5,5 Jahren ihrer Karriere im Frauenbereich:
    Wedemeyer: 1504 Bundesliga-Minuten
    Huth: 6059 Bundesliga-Minuten (und da fiel noch eine halbe Saison wegen Kreuzbandriß komplett weg)

    (6) 10 Gesamt – 8 hoch – 2 runter
  • Altwolf sagt:

    @adipreissler
    Es liegt mir fern irgend welche „Fake-News“ zu verbreiten, sondern nur meine Eindrücke und hatte ja auch dabei eine gewisse Einschränkung eingestanden. Wenn Du es genauer beurteilen kannst, welche Einsatzzeiten sie als Neu-N-11-Spielerin danach beim 1.FFC und der N-11 hatte, dann lasse ich mich gern von dir darüber informieren.
    Konnte sie ihre Leistung anschließend beim 1.FFC weiter ohne Leistungsdelle bestätigen und wurde auch immer wieder in den Kader der N-11 eingeladen ?

    Mißverständlch von dir ist die Abwägung der Spielminuten zwischen S.Huth u. J.Wedemeyer, denn darum ging es doch gar nicht und ich hätte Joelle auch noch nicht für die N-11 nominiert und auch sie ist mit einer Verletzung längere Zeit nicht einsatzfähig gewesen.

    Ich will die Namensbeispiele auch nicht als Kritik an den Spielerinnen selbst verstanden wissen, sondern ein Augenmerk auf deren Entwicklung nach solch einer frühen Berufung richten.

    Es geht mir allein um die Frage,ob diese „Frühnominierungen“ für die N-11, für die individuelle Entwicklung der Spielerinnen hilfreich ist oder, wie ich es einschätze, doch in der Zeit danach der Leistung eher abträglich wird.

    (2) 8 Gesamt – 5 hoch – 3 runter
  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Methodisch ist dein Vorgehen äußerst fragwürdig: Du stellst eine These auf und suchst dir dann wahllos zusammengestellte Beispiele, die diese nun stützen und bestätigen sollen. Das geht einfach nicht, weil es sich bei jedem Beispiel um einen Einzelfall handelt, bei dem viele, sehr viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen. Ich wurde behaupten, dass bei keinem einzigen Beispiel die frühe Bedeutung tatsächlich zu einem Karriereknick geführt hat, sondern es sich auf alle möglichen Faktoren zurückführen lässt, aber nicht auf die N11.

    Es sind hören Faktoren zu Bedenken wie: Interne Konkurrenz im Team, unkluge Wechsel, Verletzungen, allgemeines Talent, taktische Ausrichtung etc.

    Spielerinnen wie Gidion und Linden hatten nie das Talent, was es für die N11 gebraucht hätte. Spielerinnen wie Sasic oder auch Mittag hatten in der N11 viel zu viel Konkurrenz, um sich frühzeitig durchsetzen zu können.
    Leupolz und Däbritz haben ihres Karriereknick nach ihres Wechsel nach München erlebt. Huth hätte im Verein zu viel Konkurrenz. Maier hat unter der taktische Umstellung der Bayern gelitten. Usw. Es gibt tausend Grüße, aber mit Sicherheit nicht die frühe Nominierung!

    Im Gegenteil: Auch in moderner Zeit haben wir viele Spielerinnen, die jungen debütierten und denen gerade das zum Durchbruch verholfen hat: Peter, Alushi, Schmidt, Marozsan, Schlüter, Benkarth, auch Popp. Zum Teil profitierten sie taktische sogar von der Nominierung. Popp z.B. wurde heute noch LV spielen.

    Ich wurde sogar soweit gehen, dass sich manch eine Spielerin vielleicht deutlich positiver entwickelt hätte, hätte man ihr früher das Vertrauen geschenkt. Eine Caro Schiewe, eine Caro Simon, eine Clara Schöne, eine Kathrin Längert, eine Marith Prießen, eine Nadine Keßler, auch eine Jennifer Oster oder Anna Blässe etwa.

    Man sollte gerade im Blick auf Sasic sagen: Sasic hätte noch das Glück, unter Theune beim großen Debütantenball am 28.01.2005 dabei zu sein. Sie war nicht die einzige. Auch Behringer und Krahn so wie Zietz debütierten in diesem Spiel. Allen hat dieses Spiel meines Erachtens nicht sonderlich geschadet. Zietz, Krahn und Sasic waren später Stammspielerinnen bei CL-Siegerinnen, Krahn und Behringer wurden als Stammspielerinnen Weltmeister. Zietz und Sasic gehörten zum EM-Team 2009. Keine hat in irgendeiner Weise einen nachhaltigen Karriereknick davon getragen, und das, ob wohl keine der Debütantinnen für die abschließende EM damals nominiert wurde.

    Dieser Debütantenball wird vermutlich auch die Vorlage für MVT gewesen sein, nämlich die Möglichkeit zu nutzen, sich Spielerinnen anzuschauen, von denen alle wissen, dass sie keine ernsthaften Aussichten auf eine Nominierung haben, aber die langfristig womöglich eine große Rolle spielen können und werden.

    Ich glaube kaum, dass irgendeine davon einen Schaden davon tragen wird, sondern dass sie eher schon frühzeitig Löcher im Team stopfen könnten.

    Das einzige, was das Problem sind, sind die Fans. Fakt ist, dass wir in Deutschland kein Talent (und Nüsken und Oberdorf kommen dem meines Erachtens noch am nächsten), das an die glorreichen Zeiten von Prinz und Co. in irgendeiner Weise anknüpfen könnte. Das ist ein verklärtes Bild, an dem jedes neue Talent nur scheitern kann. Das war schon bei Sasic so. Wenn du Prinz, Grings, Pohlers und Müller als Konkurrenz hast, noch dazu falsch eingesetzt wirst, dann zahlst du halt jede Menge Lehrgeld.

    Dass in der N11 viele Fehler gemacht wurden, ist unbestritten. Ich persönlich glaube, dass in der Neid-Zeit fast ausschließlich Fehler begangen wurden, die zum Abstieg der N11 geführt haben. Das Einzige, was ganz sicher kein Fehler war, war die Nominierung junger Spielerinnen, so selten dies auch vorkam.

    Viel problematischer war doch gerade in der Neid-Zeit das Festhalten an über kommenden Strukturen wie dem 4-2-3-1, an bestimmten Spielerinnen wie Krahn und Bartusiak sowie die persönlichen Animositäten mit Potsdam.

    Gerade 2011 hat man sich mit dieser Politik ins eigene Knie geschossen. Zu diesem Zeitpunkt war das 4-2-3-1 das hinderlichste Konzept, in dem man hätte spielen können.
    1. In ganz Deutschland gab es keine einzige echte vernünftige LV oder RV auf N11-Niveau, die in diesem System wirklich sinnvoll einzusetzen gewesen wäre. Peter war Libero, Bresonik Mittelfeldspielerin, Schmidt spielte zwar auf der Außenbahn, aber in dem 3-4-3 eigentlich im MF, wo auch Faißt sich nach eigener Aussage eher wohlfühlte. Weiter echte Alternativen gab es noch nicht, allenfalls die jungen Wensing, Kemme und Simon, die man aber erst mal hätte heran führen müssen und die auch alle nicht wirklich auf eine solche Position passten.

    Aber nicht nur das, mit diesem System hätte man auch noch eine weitere Klippe umschiffen können. Hier hätte man nämlich auf rechts sowohl auf Bajramaj als auch auf Garefrekes setzen können, die eine im MF, die anderen in der Sturmreihe, was bei dem zu gute gekommen wäre. Zudem hätte man 3 Stürmerinnen, ja u.U. sogar vier Stürmerinnen einsetzen können, was dem damaligen Sturmkontingent von 7-8 Stürmerinnen auf Weltklasseniveau (Prinz, Grings, Pohlers, Müller, Mittag, Popp, Sasic, Alushi) deutlich entgegengekommen wäre und man hätte nicht solche unpopulären Entscheidungen treffen müssen, wie es dann passiert ist.
    Zudem hätte bei einem 3-4-3 oder einem 3-5-2 Peter dann auf ihrer angestammten Position spielen können. Man hätte auch Prinz bei einem großen Konkurrenzkampf in der Spitze in würdiger Weise Pausen verschaffen können. Als 10 hätte sie immer noch in einem 3-5-2 oder in einem offensiven 3-4-3 ihren Platz haben können, gleichzeitig hätte sie aber auch ihre Pausen kriegen können, wenn man in einem flachen 3-4-3 gespielt hätte, ohne dass es gegen sie gegangen wäre, weil man es mit der Systemumstellung hätte begründen können. Man hätte es nach dem Ausfall von Marozsan sogar so stricken können, dass Bajramaj den Ersatz für Prinz gegeben hätte und bei ihrer Einwechslung dann von 3-5-2 auf ein flaches 3-4-3 umgestellt worden wäre. Das hätte beiden das Gesicht gewahrt.

    Und wenn dann noch die persönlichen Animositäten mit Potsdam nicht gewesen wären, dann hätte man sich noch weitere Nebenschauplätze ersparen können. Man hätte Sarholz als 3. Keeperin mitnehmen können und man hätte mit Odebrecht ne 6erin mitnehmen können, die das offensive 3-4-3 kennt.

    Hätte man sich dann nicht auf Krahn und Bartusiak in der Ab sehr frühzeitig festgelegt, hätte man auch da variieren können und zum Beispiel eine Laudehr in die Dreierkette zurückziehen können. Es hätte unglaublich viele Möglichkeiten gegeben.

    Und zwar nicht nur 2011, sondern auch in der Folgen, denn Schmidt, Laudehr, Maier, Simon haben in der Folge alle AV/AM in einem 5-3-2 bzw. 3-4-3 gespielt, wie eigentlich um 2013-2015 mit Ausnahme von Wolfsburg alle relevanten Teams in der Liga.

    Das hatte auch machen Karriereknick zu verantworten, nicht die zu frühen Nominierungen.

    (-2) 18 Gesamt – 8 hoch – 10 runter
  • Bernd sagt:

    @ Fan2
    Sag mal, hast du den Beitrag nüchtern geschrieben?
    „die frühe Bedeutung“
    „Es gibt tausend Grüße“
    „Es sind hören Faktoren“
    „das Festhalten an über kommenden Strukturen“
    „Politik ins eigene Knie geschossen“

    „Kemme und Simon, die man aber erst mal hätte heran führen müssen und die auch alle nicht wirklich auf eine solche Position passten.
    Aber nicht nur das, mit diesem System hätte man auch noch eine weitere Klippe umschiffen können. Hier hätte man nämlich auf rechts sowohl auf Bajramaj als auch auf Garefrekes setzen können, die eine im MF, die anderen in der Sturmreihe, was bei dem zu gute gekommen wäre. Zudem hätte man 3 Stürmerinnen, ja u.U. sogar vier Stürmerinnen einsetzen können, was dem damaligen Sturmkontingent von 7-8 Stürmerinnen auf Weltklasseniveau (Prinz, Grings, Pohlers, Müller, Mittag, Popp, Sasic, Alushi) deutlich entgegengekommen wäre und man hätte nicht solche unpopulären Entscheidungen treffen müssen, wie es dann passiert ist.
    Zudem hätte bei einem 3-4-3 oder einem 3-5-2 Peter dann auf ihrer angestammten Position spielen können. Man hätte auch Prinz bei einem großen Konkurrenzkampf in der Spitze in würdiger Weise Pausen verschaffen können. Als 10 hätte sie immer noch in einem 3-5-2 oder in einem offensiven 3-4-3 ihren Platz haben können, gleichzeitig hätte sie aber auch ihre Pausen kriegen können, wenn man in einem flachen 3-4-3 gespielt hätte, ohne dass es gegen sie gegangen wäre, weil man es mit der Systemumstellung hätte begründen können. Man hätte es nach dem Ausfall von Marozsan sogar so stricken können, dass Bajramaj den Ersatz für Prinz gegeben hätte und bei ihrer Einwechslung dann von 3-5-2 auf ein flaches 3-4-3 umgestellt worden wäre. Das hätte beiden das Gesicht gewahrt.
    Und wenn dann noch die persönlichen Animositäten mit Potsdam nicht gewesen wären, dann hätte man sich noch weitere Nebenschauplätze ersparen können. Man hätte Sarholz als 3. Keeperin mitnehmen können und man hätte mit Odebrecht ne 6erin mitnehmen können, die das offensive 3-4-3 kennt.
    Hätte man sich dann nicht auf Krahn und Bartusiak in der Ab sehr frühzeitig festgelegt, hätte man auch da variieren können und zum Beispiel eine Laudehr in die Dreierkette zurückziehen können. Es hätte unglaublich viele Möglichkeiten gegeben.“

    Hätterätätä!

    (4) 10 Gesamt – 7 hoch – 3 runter
  • Fan2 sagt:

    @Bernd: Tut mir leid, meine Autokorrektur spinnt etwas.

    Natürlich ist das viel Hätte, es geht mir aber gar nicht darum, zu meckern, sondern darum, zu zeigen, dass in der Vergangenheit kapitale Fehler gemacht worden sind, die sich bis heute auswirken – und zwar nicht etwa zu frühe Berufungen, sondern eher im Gegenteil zu späte oder falsche Berufungen. 2011 und 2017 hätten nicht sein müssen.

    (0) 6 Gesamt – 3 hoch – 3 runter
  • Altwolf sagt:

    @Sheldon,Fan2,die Mannschaft

    Wenn man eine Diskussion führen will, so stellt man eine These auf, unterlegt diese mit einigen Fakten oder Anmerkungen und wartet auf entsprechende Beiträge. „Methodisch ein äußerst fragwürdiges Vorgehen“ ?

    „Karriereknick“ ? War nie ein Thema bei meinen Ausführungen, sondern lediglich, in wie weit eine frühe N-11-Nominierung, also ohne eine 1-2-jährige Stabilisierungsphase im Clubteam, sich auf die daran anschließende Entwicklung dieser jungen Spielerinnen auswirkt.
    Da es hierfür keine Doppel-Blind-Studie gibt, bleib also offen, ob die Entwicklung „nicht“ geschadet haben könnte oder diese Spielerinnen sich zumindest mental ohne diese frühe Nominierung individuell besser entwickelt hätten.

    Um diese These zu erhärten oder zu widerlegen, habe ich Beispiele genannt, um möglichst konkrete Aussagen über die unmittelbar anschließende Zeit von den Usern zu bekommen, die deren Entwicklung in den entsprechenden Clubs besser beurteilen können als ich das von WOB aus vermag und du aus der Distanz sicherlich auch nicht.

    Deine Abhandlung über die Karrieren der Spielerinnen in der N-11, deren taktische Ausrichtung und Positionsbesetzungen in den unterschiedlichsten Spielsystemen sind zwar sehr detailiert und geben offensichtlich deinen persönlichen Eindruck von der N-11 der letzten Jahre wieder, haben aber mit meiner eigentlichen Fragestellung bzw. These nichts zu tun.

    (1) 9 Gesamt – 5 hoch – 4 runter
  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Nur dass du keinerlei Fakten gebracht hast, sondern nur Namen zusammenhangslos in den Raum gestellt hast.

    Zudem: Deine These lautete: Oberdorf, Nüsken und Bühl sollen nicht nominiert werden, weil eine zu frühe Berufung der Entwicklung der Spielerinnen Schaden könnte. Damit bist du zunächst einmal in der Bringschuld, auch nur eine Spielerin zu nennen, bei der eine negative Entwicklung eindeutig auf eine zu frühe Berufung in die N11 zurückzuführen ist und alle anderen Faktoren nachweislich auszuschließen sind.

    Die einzige negative Auswirkung, die es haben könnte, ist die, dass junge Spielerinnen viel zu schnell ins Raster der gierigen Großvereine kommen.

    Was Nüsken insbesondere betrifft: Ich glaube kaum, dass es auch nur irgendeinen Bundesligaclub gibt, bei dem sie je auf annähernd hohem Niveau wird spielen können wie bei ihrem jetzigen Club.

    Insgesamt wird man über die ganze Neid-Zeit zeigen können, dass das Problem – und das ist es, weswegen ich die ganzen Abhandlungen oben geschrieben habe – nicht allzu frühe Nominierungen waren, sondern im Gegenteil viel zu spät oder eben falsch nominiert wurde. Alle abgestürzten Karrieren lassen sich damit viel eher erklären.

    Insofern knüpft MVT tatsächlich an den Debütantenball 2005 an. Sie legt jetzt schon die Grundlage für die Zeit nach der WM 2023, wenn 12 der Spielerinnen im Kader über 30 sind sowie sechs weitere 29-30. Wenn sie sich jetzt noch nicht um die Sichtung des Nachwuchses kümmert, dann wird die N11 vor einem ähnlich großen, nicht abgefederten Umbruch stehen wie zur Zeit von Neid. Baut sie Nüsken, Oberdorf, Gwinn, Bühl, Pawollek, Lohmann etc. jetzt schon ein und führt sie gezielt heran, dann wird dieser Umbruch deutlich weicher sein, zu mal wenn man davon ausgeht, dass die ein oder anderen Spielerin frühzeitig ihre Karriere beendet oder beenden muss, wie es einige Male bereits vorkam.

    So kommt es gar nicht erst dazu, dass man umvorbereitet in die Situation gerät, auf eine Position keine Spielerin zu haben, die dann ganz schnell mit einer neuen unerfahrenen Spielerin aufgefüllt werden muss.

    (-3) 13 Gesamt – 5 hoch – 8 runter
  • Altwolf sagt:

    Falls es jemanden interessiert, hier wird eine Übersicht über die Nachwuchsarbeit beim VFL gegeben.
    https://www.vfl-wolfsburg.de/aktuelles/frauen/

    (5) 5 Gesamt – 5 hoch – 0 runter
  • SCF Klausi sagt:

    @ Altwolf

    Dein Artikel liest sich ja ganz gut,aber die für mich interessantere Frage ist,in wie weit die VfL Frauen eigenen Nutzen aus der Nachwuchsarbeit ziehen.

    Hat man die Geduld mit den Nachwuchsspielerinnen und baut die Jahrgangsbesten in die erste Mannschaft ein.Gesteht man dem Nachwuchs auch mal schlechtere Phasen ein und vertraut ihnen weiter oder setzt man ihnen nach wie vor gestandene Spielerinnen aus dem In- und vorzugsweise Ausland vor die Nase und behindert so die Entwicklung des eigenen Nachwuchses ?

    (-1) 1 Gesamt – 0 hoch – 1 runter
  • Witzfigur sagt:

    @SCF Klausi
    Deine Frage solltest Du wohl selbst beantworten können! Spätestens nachdem Du Dir Anna Lena Stolze, als das Beispiel schlechthin, anschaust!
    Oder Jasmin Sehan’s Entwicklung heranziehst.

    (-2) 4 Gesamt – 1 hoch – 3 runter
  • Altwolf sagt:

    @SCF Klausi

    Das ist sicherlich die Kernfrage, ob sich aus den jetzt geschaffenen Voraussetzungen junge Spielerinnen entwickeln, die dann auch die Qualität für das 1.Team haben. Das müssen dann sportliche Leitung und Trainerteam beurteilen. Man kann natürlich nur die Talente entwickeln, die man auch nach WOB bekomment.
    Gerade bei den ganz jungen Talenten hat die Nähe zum Elternhaus doch immer Priorität.

    Es gab ja in der Vergangenheit schon einige vielversprechende Talente, die sich dann jedoch nicht so zeigen konnten, wie es hier gefordert wird.

    Da die Wölfinnen um die Titel spielen sollen und dazu ein TOP-Team benötigen, ist der Anspruch sehr hoch und so gibt es auch bei optimierten Trainingsbedingungen und intensiver Förderung keine Garantie für eine erfolgreiche Talententwicklung. Dies ist aber der einzig sinnvolle Weg, um auch zukünftig Spielerinnen nicht nur einkaufen zu müssen.
    Bei den Männern ist es WOB ja auch schon gelungen Eigengewächse in der BL zu etablieren, doch da ist die Infrastruktur schon weiter als bei den Frauen bzw. Mädchen.

    Auch wenn hier immer wieder mal von Usern dem ein o. anderen Talent eine Einsatzchance eingeräumt wurde, so war offenbar nach Trainereinschätzung die Qualität nicht ausreichend.
    Es zeigt sich ja, daß die von hier weggegangenen Talente auch in den anderen Teams nicht die überragenden Spielerinnen bisher waren.
    Trotzdem gibt es ja durchaus Spielerinnen, die es aus dem Nachwuchs zumindest in den Kader geschafft haben.

    (5) 5 Gesamt – 5 hoch – 0 runter
  • David sagt:

    Das Signal von MVT diese „Vier Neulinge“ einzuladen in der Phase wo sich eine WM-Mannschaft finden soll halte ich für falsch. Mag sein das die Vier als Talente gelten, aber andere auch.
    Meiner Meinung wird entscheiden sein, wie schnell MVT es Schaft, eine N-11 zu formen, die in Frankreich mit den TOP TEAMS nicht nur physisch mithalten kann.

    Versäumnisse der letzten Jahre den Deutschen Frauenfußball technisch und spielerisch auf ein höheres Niveau zu bringen, sind aus meiner Sicht sang- und klanglos gescheitert.
    Angefangen bei den U-Mannschaften, bis hin zu den (B, 1 + 2). BL-Mannschften, hier muss ich erwähnen, dass es auch Vereinstrainer gibt, die dieses Niveau anstreben und teilweise schon erreicht haben, aber die kann man an einer Hand abzählen.

    Alleine das jährliche U 14/16/18 LÄNDERPOKALE/SICHTUNGSTURNIER in Duisburg. Jedes Mal stell ich mir die Frage, spielen hier wirklich die Besten der Landesverbände mit. Dazu noch das Gefühl, das die Würfel am ersten Tag vor dem ersten Anpfiff schon gefallen sind. Ich habe da Spielerinnen gesehen, wo ich mir ziemlich sicher war, die kommt weiter und die mit Sicherheit nicht, aber dem war so nicht.

    So ist natürlich auch ein Jahr 2018 zu erklären,
    U17 Europameister 2018 Spanien
    U17 Weltmeister 2018 Spanien
    U19 Europameister 2018 Spanien
    U20 Weltmeister 2018 Japan,
    diese Spielerinnen sind aus meiner Sicht mit TOP Technik,
    1A Handlungsschnelligkeit und präzisem Passspiel ausgestattet.

    Jeden Samstag / Sonntag in den (B,1 + 2) BL-Mannschften, Größtenteils das gleiche Schema,
    mehr Fehlpässe statt Torschüsse, mehr unnötige Zweikämpfe als Doppelpässe, und immer
    wieder „hoch und weit“, statt spielerische Lösungen zu suchen, dazu diese katastrophalen Quoten der Chancenverwertung, kann meiner Meinung nicht die Lösung sein, und mehr Zuschauer wird man dadurch auch nicht gewinnen können, im Gegenteil.

    Also Begriffe wie „Spielphilosophie“, „Spielintelligenz“, „Kreativität“, „Kombinationsfußball“, „Variable Taktik“ (einfache Taktik würde auch schon mal reichen) und vor allem Technik und nochmals Technik dürfen nicht nur in Schriftform bei Spielberichten benutzt werden, sondern auch bei den Trainingseinheiten und bei den Spielen.

    Sollte MVT mit der N-11 das WM-Viertelfinale erreichen, wäre das aus meiner Sicht schon ein großer Erfolg, alles andere halte ich für Wunschdenken und weit weg von der Realität.
    Da brauch es viel mehr als „Neue Begeisterung entfachen“, und neuen Assistenztrainer, mit Schwerpunkt Athletik.

    (34) 48 Gesamt – 41 hoch – 7 runter
  • Fan2 sagt:

    @David: Wie gesagt, ein solcher Lehrgang im Januar hat gute alte Theune-Tradition. Ich kann immer noch nicht erkennen, was daran falsch sein soll. Gerade für die alten kann der Nachwuchses ein Ansporn sein, sich reinzuhängen, denn klar ist: MVT wird die Beten mitnehmen, nicht die Ältesten oder Erfahrensten.

    Dass in der Vergangenheit viele Fehler gemacht wurden, ist jedem hier klar. Fehler, die sich seit Anfang der Neid-Zeit durchziehen und von Personalentscheidungen (Odebrecht, Keßler, Pohlers, Sarholz) über taktische Entscheidungen (Starres Festhalten am 4-2-3-1, für das man sowohl Peter als auch Alushi geopfert hat) bis hin zu den großen Strukturentscheidungen (Einführung der B-Juniorinnenliga, mangelnde Kommunikation zwischen DFB und Liga, Hype 2011, fehlende Finanzregulierung in der Liga usw.).

    MVT hat zunächst sehr, sehr viel aufzubereiten. In der Tat, Viertelfinale wäre dieses Jahr bereits ein wenn auch realistischer Erfolg. Aber gerade dafür ist es gut und sinnvoll, sich einen breiten Überblick zu verschaffen.

    (0) 10 Gesamt – 5 hoch – 5 runter
  • Helmut sagt:

    Oh allmächtiger Frauenfußballgott, wirf diesen armen Fußballselen endlich einen neuen Knochen zu. Dieser ist doch schon all zu sehr abgekaut!

    Amen.

    Und danke schön für die folgenden „Daumen runter“

    (-3) 17 Gesamt – 7 hoch – 10 runter

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