Potsdam stoppt Wolfsburgs Siegesserie

Von am 5. Dezember 2018 – 21.18 Uhr 24 Kommentare

Tabellenführer VfL Wolfsburg hat zum Abschluss der Hinrunde in der Frauenfußball-Bundesliga beim 1. FFC Turbine Potsdam erstmals in dieser Saison Punkte liegen lassen. Der MSV Duisburg punktete überraschend beim 1. FFC Frankfurt.

SpielszeneTurbine Potsdam gegen VfL Wolfsburg

Kampf auf Biegen und Brechen: Potsdams Bianca Schmidt (li.) im Zweikampf mit Wolfsburgs Torschützin Ewa Pajor © imago / Camera 4

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Packendes Remis im Topspiel

Der 1. FFC Turbine Potsdam und der VfL Wolfsburg trennten sich vor 1.487 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion 1:1 (0:0), wodurch der Spitzenreiter im letzten Spiel der Hinrunde erstmals in dieser Saison nicht als Sieger vom Platz ging. Ewa Pajor brachte die spielerisch überlegenen Gäste nach feiner Einzelleistung zwar in Führung (65.), doch die eingewechselte Viktoria Schwalm erzielte mit einem Sonntagsschuss den am Ende nicht unverdienten Ausgleich (83.).

Bayern erteilt Lehrstunde

Der FC Bayern München gewann gegen Borussia Mönchengladbach mit 9:0 (7:0). Jovana Damnjanović (9., 29.), Sydney Lohmann (12.), Sara Däbritz (19., 26., 40.), Jill Roord (24.), Lina Magull (83.) und Mandy Islacker (85.) sorgten vor 265 Zuschauern im Grünwalder Stadion für ein Torfestival.

Freiburg siegt souverän

Bereits am Vormittag gewann der SC Freiburg beim SV Werder Bremen mit 3:0 (1:0). Vor 279 Zuschauern auf Platz 11 des Weserstadions sorgte Sandra Starke für die Gästeführung (12.). Clara Schöne (66.) und Jobina Lahr (90.+1) machten den souveränen Sieg perfekt.

Duisburg holt Punkt in Frankfurt

Der 1. FFC Frankfurt und der MSV Duisburg trennten sich vor 730 Zuschauern im Stadion am Brentanobad torlos 0:0. Dabei zeigten sich die Gäste gut erholt von der 1:8-Niederlage gegen Potsdam drei Tage zuvor, auch wenn die Frankfurterinnen vor allem in der zweiten Halbzeit ein Chancenplus hatten.

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Beuschlein trifft doppelt bei Derby-Sieg

Die TSG 1899 Hoffenheim gewann vor 220 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion mit 4:0 (1:0) gegen den SC Sand. Die Tore erzielten Jana Beuschlein (12.), Anne Fühner (60.), Maximiliane Rall (63.) und erneut Beuschlein (75.).

Essen gewinnt in Überzahl

Die SGS Essen gewann gegen Bayer 04 Leverkusen vor 417 Zuschauern im Stadion Essen mit 5:0 (1:0). Lena Oberdorf (33., 46.), Lea Schüller (58.), Marina Hegering (73.) und Sarah Freutel (74.) trafen für die Gastgeberinnen. Die Gäste mussten nahezu die komplette Partie in Unterzahl spielen, da Ann-Kathrin Vinken bereits in der ersten Spielminute nach einer Notbremse gegen Lea Schüller die Rote Karte sah.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • micky sagt:

    Potsdam vs. Wolfsburg ! Das war der Kracher den wir sehen wollten. Tolles Spiel von beiden Mannschaften. Nicht die ganz feine Klinge, eher ein kämpferisches Spiel, aber auf hohem Niveau. Die Wölfinnen wirkten in der 1. HZ abgeklärter, hatten beste Chancen, aber wir hatten eine noch bessere Torfrau!! Vanessa Fischer war der Held der Turbinen. Sie hielt unglaubliche Bälle, sowohl in der Luft bei Eckbällen als auch am Boden. Und so stand es zur HZ 0:0. Die bessere Spielanlage war auf Seiten der Wolfsburgerinnen und der unglaubliche Kampfgeist bei den Turbinen. Zur Pause dann standing ovationen auf der Haupttribüne. Die 2. HZ ausgeglichener. Die Turbinen erhöhten die Schlagzahl und erspielten sich mehr Chancen. Dann der Treffer der Wolfsburgerinnen nach einem Abwehrschnitzer von JoJo (Sonst aber ein tolles Spiel von ihr!), alles schien entschieden. Aber die Turbinen kämpften wie die Löwen!! Der Trainer brachte mit Tori Schwalm und Lara Prasnikar zwei frische Stürmerinnen. Und das ging auf. Tori mit einem Supertor aus ca. 20 m. Keine Chance für Almuth Schult. Erstaunlich: die Wölfinnen hatten nichts mehr zum Zusetzen! Und so erspielten sich die Turbinen dann ein Chancenplus und hätten das Spiel fast gewinnen können. Aber das wäre – auf Grund der Leistungen der Wölfinnen in der 1.HZ – des Guten zu viel gewesen. Letztendlich ein gerechtes Unentschieden.

    Fazit: Den Wolfsburgerinnen mit ihrer Europaauswahl ist es unterm Strich nicht gelungen die Turbinen mit ihren Youngstern und no name Spielerinnen zu bezwingen. Nach dem Spiel war den Wölfen das Unentschieden auch deutlich anzumerken. Sie waren sauer! Immerhin wollten sie auch das letzte Spiel der ersten Halbserie gewinnen. Übrigens: Ein überaus faires Spiel von beiden Mannschaften.

    (51)
  • RW7 sagt:

    Leider war Turbine heute nur zu Zehnt. Chmielinski mit 100% Fehlpassquote und einer unglaublichen Zahl an sinnlosen Ballverlusten. Da hat Rudolph deutlich zu spät reagiert…

    (-18)
  • Schnorchel sagt:

    Ein richtig gutes Spitzenspiel. Tolle Atmosphäre im Stadion und Flutlicht, was will man mehr? Und mit Turbine Potsdam hatten die Wölfinnen diesmal einen Gegner, der endlich mal zäh und konzentriert dagegenhielt und dem VfL Wolfsburg wenigstens halbwegs die Grenzen aufzeigte. Das war eine Super-Mannschaftsleistung der Turbinen, die mit einem Punkt belohnt wurde und damit die Siegesserie der Wölfinnen kurz unterbrechen konnten. Eine 66 Punkte-Saison für den VfL Wolfsburg wäre auch kein Ruhmesblatt für die Liga gewesen.

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  • balea sagt:

    Sehr gute Zusammenfassung von Micky.
    Ich muss sagen, dass ich selten ein spannenderes Spiel live gesehen habe. Warum der DFB eine solche Ansetzung Anfang Dezember unter der Woche platziert, weiss wohl nur der Grindel. Kann mann den Spielplan nicht mal so gestalten, dass die Saison früher startet und englische Wochen im Dezember vermieden werden? Will man absichtlich den Zuschauerzuspruch niedrig halten?
    Nachher habe ich noch die TV angeschaut und muss auch den Kommentator loben. Interessant die Bemerkung von Popp, dass man WOB in Potsdam nicht bes goutiert – was gerade sie sich ja auch redlich erarbeitet hat. Diesmal blieb sie in jeder Hinsicht unauffällig. Das hielt eine Harder aber nicht davon ab, eine Potsdamerin von hinten in die Füsse zu treten und ihr dann eine Schwalbe anhängen zu wollen. Mit solchen Unsportlichkeiten macht man sich eben keine Freunde…
    Mir hat Chmielinski durchaus gut gefallen.
    Es war bereits nach 5 Minuten klar, dass nur Pajor es schaffen würde, für allerhöchste Alarmstimmung zu sorgen. Ansonsten hielt die gute Teamleistung Potsdams den Vfl Diesel gut in Schach. Fahrlässigkeit in der Chancenverwertung ist etwas, was sich auch die Turbinen ankreiden müssen. Ich war erstaunt darüber, dass die WOB Abwehr doch immer wieder ins Schwimmen gebracht werden konnte. Die anderen Teams sollten durchaus von dem Potsdamer Auftritt und phasenweise von dem Hoffenheimer Engagement zuletzt lernen.

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  • micky sagt:

    Bravo RW7@ für deinen Beitrag!
    Turbine mit einer Feldspielerin weniger auf dem Platz und die Wölfinnen mit einem Aufbauspieler mehr, also 11 gegen 9. Unter diesem Aspekt ist die Leistung der Turbinen nochmals extrem höher einzuschätzen !!
    Sorry, aber was schreibst Du nur für einen Stuss. Gina als eine der jüngsten Turbinen auf dem Platz hat hervorragend gekämpft und den Wölfinnen immer wieder ein Stoppzeichen bei deren Aufbauspiel gesetzt. Wenn auch nicht jeder Pass ankam, ihr Anteil am Spiel der Turbinen ist jedoch unbestritten ! In meinen Augen hat sie Ihre Sache gut gemacht !

    (20)
  • enthusio sagt:

    Die SGS Essen tat sich – obwohl 89 Minuten nach der Roten Karte für Leverkusens junge Spielerin Ann-Kathrin Vinken mit einer Spielerin mehr auf dem Platz – zunächst sehr schwer gegen couragiert kämpfende Leverkusenerinnen.
    Fehlpässe, Ballverluste und wenig Ideen im Mittelfeld verhinderten, dass Essen gefährlich vor das Leverkusener Tor kam. Erst in der 33. Minute erlöste Lena Oberdorf, die nach dem Spiel ein Sonderlob von Daniel Kraus erhielt, die wenigen Essener Fans.

    Sie war es auch, die – als die Hälfte der Zuschauer sich noch im warmen Assindia-Bereich aufhielt – sofort nach Wiederanpfiff das 2:0 nachlegte.
    Danach war der Bann gebrochen und eine überragende Anna Klink im Leverkusener Tor verhinderte mit starken Paraden eine höhere Niederlage.
    Turid Knaak traf kurz vor Schluss noch den Pfosten.

    Besonders in der 1. Halbzeit steckte Leverkusen nie auf und konnte vereinzelte Nadelstiche setzen. Als aber die Kräfte nachließen, war das Spiel gelaufen.

    https://www.bayer04.de/de-de/news/frauen/-89-minuten-in-unterzahl-frauen-verlieren-0-5-in-essen

    (7)
  • cosinus sagt:

    Das war seid Jahren das fairste Derby!
    Es wurde schon im ersten Beitrag aufgezeigt, dass Wolfsburg etwas Feldüberlegen war, aber Turbine schön gegen gehalten hat. Schade für JoJo, dass dieser … war, aber trotzdem eine super Partie gespielt. Eine sehr gute Partie von V. Fischer !Glückwunsch an alle Turbinen.

    (10)
  • Witzfigur sagt:

    Um die absurde RW7-Feststellung mit den 100% Fehlpassquote einer 18-jährigen ins Reich der Fabel zu verweisen, hier mal der Gegenbeweis:
    Eine schnelle Diagonalflanke im Umschalten von ihr in die Spitze zu Svenja Huth gespielt, konnte von Nilla Fischer nicht entschärft werden und so hatte Huth eine nahezu 100%ige Toreinschußgelegenheit, die allerdings und leider als flacher Schrägschuß aus relativ spitzem Winkel in Schult’s Armen landete.
    Allerdings entstanden in der Tat zu viele Hochkaräter auf WOB-Seite durch Fehlabspiele der Turbinen, nicht nur der Gegentreffer!
    Erstaunlich auch die teilweise körperliche Unterlegenheit in der Zweikampfführung seitens der Turbinen, was sogar Petermann betraf. Bei Dieckmann, die eine gute Leistung ablieferte, kann man das bei deren Körperbau eher nachvollziehen. Die Einordnung der Leistung inkl. deren Aufgabe im Spiel bereitet mir dagegen ein Problem. Sie hat sich zwar in den letzten Spielen etwas steigern können und dadurch einen Platz in der Start11 ergattert, aber reicht das für die AFBL? Player of the match ist eindeutig Vanessa Fischer, trotz des Sensationstores von Schwalm, die mir dann am besten gefällt, wenn sie ohne ihre Meckereien, die mich phasenweise an Poppi erinnern, auskommt und sich mehr auf ihr Spiel und ihre Leistung konzentriert!
    Insgesamt eine Teamleistung, die es nicht nur zu konservieren, sondern die noch vorhandene Mängelliste (Fehlpasse, zu wenig kreierte Torchancen bzw. deren Aunsutzung) zu minimieren gilt!

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  • never-rest sagt:

    @micky hat eigentlich schon Alles gesagt. Endlich mal ein richtiges Spitzenspiel. Turbine hat es den Wölfinnen wieder richtig schwer gemacht. Remis geht absolut in Ordnung. WOB wird es verschmerzen können, zumal WOB MF-Motor Neto diesmal fehlte. Pajor ist eine Wucht, bis die Kräfte sie zum Schluss verließen. Bei Turbine eine geschlossene Mannschaftsleistung, auch spielerisch sah es über weite Strecken richtig gut aus, kämpferisch sowieso. Fischer im Tor ragte heraus.

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  • holly sagt:

    in Bremen waren doch mehr Zuschauer wie man um die Tageszeit vermuten sollte. 279 Zuschauer für 11 Uhr morgens ist dann nicht so schlecht.

    Das Spiel selber fand ich nicht so dolle. Den SC fand ich in der ersten Halbzeit ganz schwach. In der zweiten Halbzeit war es dann etwas besser.

    Würde mich mal intressieren ob jemand von den Freiburger Fans die vor Ort waren hier schreiben und wie sie das Spiel ihrer Mannschaft fanden.

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  • Rudi sagt:

    Nur zur Info. In Bremen mit Spielbeginn um 11:00 Uhr Vormittag waren laut DFB mit 279 Zuschauer mehr Leute im Stadion als bei den Bayerrn-Ladys am Abend mit 265 Zuschauern laut Angabe des DFB. Ist schon sehr bemerkenswert und auch erschreckend wie viel Interesse der Frauenfußball in München beim „großen“ FC Bayern findet. Würde mich nicht wundern wenn dies mal ganz schnell dort vorbei wäre mit dem Frauenfußball.

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  • Aldur sagt:

    Potsdam vs. Wolfsburg war tatsächlich das kurzweiligste Spiel, an das ich mich seit Langem im Frauenbereich erinnern kann. Eine extrem hohe Intensität, und dabei sehr fair von beiden Mannschaften. Es gab keine gelben Karten, und ich kann mich auch an keine Situation erinnern, wo eine erforderlich gewesen wäre.

    Potsdam hat es geschafft, den VfL wirklich über 90 Minuten permanent unter Druck zu setzen, und deren Offensivpower so im handlebaren Rahmen zu halten. Mit einem ähnlichen Ansatz hatte es Essen am 2.Spieltag geschafft, dem VfL eine Halbzeit lang Paroli zu bieten, dem hohen Aufwand damals dann im zweiten Durchgang aber bitter Tribut zollen müssen. Anders die Turbinen gestern, die sich auch vom Rückstand nicht entmutigen haben lassen. Chapeau!

    Natürlich hatte der VfL gestern trotzdem genug Chancen, um früh für klare Verhältnisse zu sorgen, aber ein wenig Glück, und eine gut aufgelegte Torfrau waren auf Turbine-Seite dagegen. Das Glück haben sich die Potsdamerinnen aber mit dem engagierten Auftritt auch erarbeitet.

    Sehr schön, dass in der Kameraeinstellung beim Abpfiff zu sehen war, wie Elsig quasi sofort auf Schwalm losstürmte, und dieser um den Hals fiel. Turbines Innenverteidigerin wusste wohl sehr genau, beim wem sie sich nach ihrem Aussetzer vor dem 0:1 zu bedanken hatte. Die technisch hochwertige Direktabnahme von Schwalm zum 1:1 wurde aber auch zurecht vom Kommentator gefeiert.

    Ungeachtet des gestrigen Ergebnisses gehe ich weiter davon aus, dass wir am Saisonende „französische Verhältnisse“ in der Liga haben werden. Trotzdem ist es für Wolfsburg im Hinblick auf die internationalen Aufgaben wohl auch nicht schlecht, wenn sie zumindest ab und an mal gefordert werden.

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  • Altwolf sagt:

    @micky
    Deine Beurteilung des Spieles ist auch aus meiner Sicht sehr zutreffend. Da muß man auch Turbine zu dieser Leistung gratulieren.

    Auch wenn wir Wölfinnen-Fans ob der ausgelassenen Torchancen gerade in Hz1 doch etwas enttäuscht sind, denn gegen Turbine gab es sonst nicht so viele aussichtsreiche Abschlußmöglichkeiten.

    Kompliment auch mal an den hier oft gescholtenen M.Rudolph, wie er seine Spielerinnen auf dieses Spiel eingestellt hat.
    Mit frühem aggressiven Anlaufen unter hoher Laufbereitschaft konnten sie die Spieleröffnung der Wölfinnen immer wieder stören und durch sehr engen Kontakt zu den Offensivkräften d. Wölfinnen auch deren Anspiele oft verhindern.

    Anfangs war Turbine dadurch präsenter ohne jedoch wirklich torgefährlich zu werden. Gerade auf dem relativ rutschigem Untergrund hatten die etwas körperlich robusteren Spielerinnen so ihr Mühen, so daß daraus auch immer wieder Ballverluste und Chancen für die Gegenspielerinnen resultierten.

    Erst ab Mitte der 1.Hz hatte sich WOB besser auf das Turbinen-Spiel eingestellt und sich relativ viel Abschlußchancen erarbeitet, jedoch dank ungenauer Abschlüsse u. einer guten V.Fischer keine Führung erzielt.

    Turbines Kampfgeist ließ auch trotz der hohen Laufarbeit nicht wesentlich nach, doch das MF bei den Wölfinnen, insbes. mit A.Popp konnte kein Übergewicht erarbeiten, da zu oft die Bälle ungenau gespielt, zu lange gehalten bzw. immer wieder von Turbine geblockt werden konnten, zumal sie derzeit nicht die Form der vorangegangenen Wochen hat.
    Gerade im MF hat sich C.Neto entweder neben A.Popp o. S.B.Gunnarsdottir durch ihre technisch-spielerischen Fähigkeiten schon unverzichtbar gemacht und so fehlte sie gerade auch hier in der Verbindung zwischen Defensive u. Offensive.
    Der Offensive bei WOB muß man vorwerfen auf diesem Boden nicht schon in 16er-Nähe die sich bietenden Gelegenheiten zum Abschluß eher genutzt zu haben, als mit Kombinationen die dicht gestaffelte Defensive zu überspielen versuchen.

    Gerade nach der Führung zeigte sich der unbedingte Wille der Potsdamerinnen noch den Ausgleich zu erzielen, da schwächelten die Wölfinnen, da sie bei den ständigen Attacken die Ordnung verloren u. oft nur noch die Bälle nach vorn herausgeschlagen haben, statt nochmals mit spielerischen Mitteln u.Ballbesitz Turbine die Möglichkeiten zu nehmen zu Chancen zu kommen. Das Ausgleichstor war aber auch ein richtig starkes „Ding“.

    Vom Spielverlauf und der Intensität her hätte es auch keinen Verlierer geben sollen, zumal trotz hohem körperlichen Einsatz ein für diese Spielpaarung ungewöhnlich faires Spiel stattfand und so darf man auch der Schiri noch ein Kompliment für ihre gute Leitung aussprechen.

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  • Witzfigur sagt:

    @RW7
    Neben Deinem Fauxpas mit den 100%-Fehlpassquote erlaubst Du Dir eigentlich noch einen 2. und das bei eigentlich in nur einem Satz!
    Ich beziehe mich da auf die genannten „sinnlosen Ballverluste“ und möchte Dich fragen, was sind denn dann sinnvolle Ballverluste?

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  • balea sagt:

    Von allen Vereinen aus dem unteren Teil der Tabelle habe ich schon sehr viele gute Kommentare zu deren Spiel gelesen, das gilt für Bremen und Leverkusen, für Duisburg sowieso. Ich frage mich aber, was in Gladbach los ist? 1 Punkt, 6:60 Tore – das ist, als ob die eh schon alles drangegeben hätten. Welche Stellung hat die Abteilung im Verein? Woran liegt es? Sie hatten doch 2016 Erfahrung sammeln können und man sollte meinen, sie wären nun besser vorbereitet.

    (10)
  • SCF Klausi sagt:

    @ holly

    Ich war zwar in Bremen nicht dabei,aber unser Nochtrainer Jens Scheuer muss auf dem falschen Sportplatz gewesen sein.Der meinte zum Sieg seiner Mannschaft,dass sie eine ähnlich gute Leistung wie gegen Bayern gezeigt haben.Dem Liveticker und den Highligths von DFB.TV nach zu urteilen kann das aber nicht der Fall sein.

    Vielleicht übt er sich schon in der Mediendarstellung seines vermeintlich neuen Arbeitgebers FC Bayern München.Die reden sich selbst Niederlagen noch schön.

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  • holly sagt:

    SFC Klausi, für mich war es das schlechteste Spiel vom SC das ich je gesehen hab.
    Dann noch die Kälte in Bremen….

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  • ollerRentner sagt:

    Ich habe das Spiel München-Gladbach bis 19:00 Uhr und anschliessend Potsdam-Wolfsburg bis zum Ende bei Telekom-Sport gesehen.

    Bezüglich Gladbach kann man nur hoffen, dass die Spielerinnen nach dem der Saison in der ersten Liga nicht völlig frustriert sind und die Nase voll vom Spielen haben. Wenn man in der ersten halben Stunde sechs Gegentore kassiert, ist das einfach erschreckend.

    Das andere Spiel war deutlich das spannendste und beste, was ich seit langer Zeit gesehen habe. Ich wollte zwar eigentlich nebenbei für Freunde etwas auf einem PC installieren, aber das musste dann bis nach dem Ende des Spiels warten, weil ich keine Szene versäumen wollte.

    Als neutraler Beobachter muss ich sagen, dass ich das Unentschieden als gerecht empfinde, und zwar auch deshalb, weil dadurch kein Team ganz leer ausgeht. Beide haben sich das meiner Meinung nach deutlich verdient.

    Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass Olympique Lyon das Spiel ausgesprochen interessiert analysieren wird. Es war das erste Mal seit längerer Zeit, dass Wolfsburg durch einen Gegner voll gefordert wurde, und zwar über die ganze Spielzeit.

    Wenn ich dort Trainer wäre, würde ich mit der Leitung des Männerbereiches sprechen um meine Abwehr gegen deren Angreifer trainieren zu lassen. Männliche Sportler sind oft schneller, als Frauen, so dass die Abwehr sich auf sehr schnelle Angreiferinnen besser vorbereiten könnte.

    Ewa Pajor verbreitet wohl so ziemlich bei jeder Abwehr Hektik, weil sie oft viel schneller da ist, als die Spielerinnen das erwarten. Ich weiss ja nicht welchen Stellenwert der Frauenfussball in Polen wirklich hat, aber meines Erachtens ist der beste Fussballer Polens derzeit eine Frau.

    Fazit: Ich habe es keine Minute lang bereut mir das Spiel anzusehen und alle anderen Aktivitäten so lange ruhen zu lassen.

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  • Witzfigur sagt:

    Ich muss jetzt mal eine Lanze brechen für die oben so gescholtenen Gladbach-Mädels!
    Ich habe nämlich mehrere ihrer Spiele, also auch das gegen den FCB (nur 1 HZ!), verfolgt und bin von der Einstellung dieses Teams positiv angetan! Wenn ich mir vorstelle, ich würde jedes Wochenende punktelos und mit einer Packung Gegentore dastehen, hätte ich u.U. bereits die Reißleine gezogen. Nicht so die Fohlen! Und dass ringt mir dann doch eine ziemliche Portion Hochtung ab und ist ausreichend Anlaß für diesen Kommentar hier! Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass diese Moral weiter von Bestand sein wird, denn sie haben trotzallem Spaß am Fussballspielen und kämpfen immer auf’s Neue, geben nicht wirklich auf! Klar gehen mal die Köpfe bei dem einen oder anderen Gegentreffer runter, es gibt aber auch aufmunterndes Händeklatschen und Klapse auf die Stellen, wo wir nicht hin dürfen.;)
    Also, Mädels, ich bin ganz bei Euch! 🙂

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  • ollerRentner sagt:

    @Witzfigur: Das hört sich ja beruhigend an.

    Ich kann mich von ganz früher her (sehr lange her…) noch entfernt an eine Spielzeit erinnern, zu der wir im Juniorenbereich versehentlich aufgestiegen sind (mehrere andere Mannschaften hatten andere Probleme und so waren plötzlich wir dran). Das war gruselig, weil wir so bei ziemlich jedem Spiel regelrecht vom Platz gefegt wurden.

    So etwas kann nämlich wirklich ausgesprochen frustrierend werden.

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