Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg offiziell vorgestellt

Von am 30. November 2018 – 12.00 Uhr 21 Kommentare

Am DFB-Sitz in Frankfurt ist heute im Rahmen einer Pressekonferenz die neue Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg offiziell vorgestellt worden.

Martina Voss-Tecklenburg bei ihrer offiziellen Präsentation als DFB-Bundestrainerin in Frankfurt

Will neue Begeisterung wecken: Martina Voss-Tecklenburg © imago /Hartenfelser

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Bei der Veranstaltung, an der DFB-Präsident Reinhard Grindel, Oliver Bierhoff, DFB-Direktor Nationalmannschaften und Akademie, sowie Joti Chatzialexiou, Sportlichen Leiter Nationalmannschaften, teilnahmen, gab Voss-Tecklenburg einen Ausblick auf ihre Tätigkeit.

Neuer Athletik-Trainer

Darüber hinaus wurde das Trainerteam vorgestellt, das sich aus Britta Carlson und Thomas Nörenberg sowie Torwarttrainer Michael Fuchs zusammensetzt. Hinzu kommt Patrik Grolimund als Assistenztrainer mit Schwerpunkt Athletik, der zuletzt mit Voss-Tecklenburg in der Schweiz zusammenarbeitete.

Vertrag bis 2021

Martina Voss-Tecklenburg erhält einen Vertrag bis einschließlich der Frauenfußball-Europameisterschaft 2021. Sie war zuletzt Trainerin der Schweizer Frauenfußball-Nationalelf und sie übernimmt das Amt von Horst Hrubesch, der die DFB-Auswahl im April dieses Jahres interimsweise übernommen hatte.

Voss-Tecklenburg: „Neue Begeisterung entfachen“

Martina Voss-Tecklenburg meint: „Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe, die viele Herausforderungen, aber auch zahlreiche Chancen bietet. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit meinem Trainerteam mutige und innovative Wege zu gehen, um eine neue Begeisterung zu entfachen und dabei alle Beteiligten mitzunehmen. Kommunikation und Transparenz sind dabei wichtige Faktoren. Horst Hrubesch hat unser Team wieder auf einen guten Weg geführt. Daran wollen wir anknüpfen, um die Mannschaft und den Frauenfußball – von den Ligen bis zu den U-Teams – gemeinsam weiterzuentwickeln.“

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Internationale Erfahrung

Reinhard Grindel sagt: „Wir sind froh, dass wir mit Martina Voss-Tecklenburg eine international erfahrene Trainerin mit hoher fachlicher Qualität verpflichten konnten. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Frauenfußball auf allen Ebenen weiterentwickeln wird, damit wir auch in Zukunft unserem Anspruch gerecht werden, in diesem wichtigen Bereich weiterhin eine führende Rolle einzunehmen. Mein Dank gilt besonders auch Horst Hrubesch, der unsere Frauen-Nationalmannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und sie wieder in die Erfolgsspur geführt hat.”

Stärkere Verzahnung mit dem Männerfußball

Oliver Bierhoff erklärt: „Als verantwortlicher Direktor unserer Nationalmannschaften weiß ich, dass Martina Voss-Tecklenburg die Chancen ergreifen wird, die sich in unserer neu aufgestellten Organisation bieten. Die Verzahnung mit dem Männerfußball bietet der Frauen-Nationalmannschaft neue Möglichkeiten: Zugang zu innovativen Wegen der Ausbildung, neue Wege der Talententwicklung und die Nutzung aller Ressourcen, die wir im DFB für alle Nationalmannschaften zur Verfügung stellen. Ich bin überzeugt, dass Martina diese Möglichkeiten voll nutzen wird.“

„Starke Persönlichkeit“

Joti Chatzialexiou ergänzt: „Es war ein ausschlaggebender Aspekt, dass Martina Voss-Tecklenburg über reichhaltige internationale Erfahrung und eine hohe fachliche Qualität verfügt. Zudem ist sie eine starke Persönlichkeit, die im Schweizer Frauenfußball Strukturen professionalisiert und innovativ gearbeitet hat, auch in der Talentförderung. Gemeinsam mit Britta Carlson, Thomas Nörenberg, Michael Fuchs und Patrik Grolimund sind wir bestens aufgestellt, um international wieder erfolgreich zu sein.“

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

21 Kommentare »

  • Pauline Leon sagt:

    ist die frisur neu und jetzt pflicht?
    das ist nicht martina voss-tecklenburg.

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  • Beobachter sagt:

    Erstaunlich. Immer noch kein Kommentar. Das ist gefährlich.

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  • Andi sagt:

    Interessant, das für manchen die Frisur mehr zählt, als der Inhalt.

    Ansätze passen, bin gespannt, wie sich MVT schlagen wird. Ich wünsche in jedem Falle viel Erfolg und freue mich auf die WM.

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  • Fan2 sagt:

    Und ich bin davon überzeugt, dass MVT den Wagen letztendlich wieder voll an die Wand fahren wird, wie sie es bei Duisburg und in der Schweiz auch schon geschafft hat. Wann auch immer sie gehen wird: Am Ende ihrer Amtszeit wird die deutsche FF nicht besser da stehen als sie es heute tut!

    (-24)
  • ruhri sagt:

    @Pauline Leon: Ich gebe Dir Recht. Habe spontan gedacht: Warum jubelt @Markus uns hier ein Foto von BMVg Ursula von der Leyen unter. 😀😀😀

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  • ajki sagt:

    Zum Amtsantritt eines Bundestrainers kann man an sich nicht viel sagen/schreiben – außer natürlich die üblichen Glückswünsche für eine gelingende Zukunft. Durch die diversen Rahmenkalender bestimmt – also wesentlich durch die natürliche Knappheit des Zusammenkommens eines Kaders – kann eine erste (vorsichtige) Beurteilung frühestens im Verlauf des ersten „echten“ Turniers vorgenommen werden. Und um die „Handschrift“ eines neuen Trainerstabes wirklich erkennen zu können, braucht es wohl auch mehr als ein Turnier.

    Derzeit muss es also wohl beim „Viel Glück für die neue Aufgabe“ bleiben.

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  • holly sagt:

    @ajki, darum nimmt das DFB Team ja nicht am algave Cup teil. Damit die BT Trainerin in Ruhe mit dem Team arbeiten kann bzw sie und ihr team dann sehen mit wem sie arbeiten möchten.
    Inwie weit ihr das bessere Aufschlüsse gibt sei mal dahin gestellt.

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  • SCF Klausi sagt:

    Bierhoff und Löw sollen bloß die Finger von der Frauenabteilung lassen.Wie ihre Arbeitsweise endet weiss man spätestens seit der letzten WM.

    Wenn MVT bei der Ausbildung der Spielerinnen neue Wege gehen will sollte sie sich ein Beispiel an Spanien nehmen.

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  • antje_03 sagt:

    Wirkliche Gleichstellung haben wir erst dann erreicht, wenn eine Frau nicht mehr als erstes nach ihrer Kleidung oder Frisur beurteilt wird, sondern nach ihrer Leistung.

    Ich bin gespannt darauf, ob MVT es schafft, dass die Nationalmannschaft endlich wieder einen moderneren Fußball spielt als wir es lange ertragen mussten.

    Wenn ich allerdings Steffi Jones wäre, würde mich der Kommentar von Oliver Bierhoff wahnsinnig ärgern, dass MVT mit dem Weg über die Arbeit im Verband und Verein eine Modellkarriere als Trainerin hingelegt hat und viel Erfahrung mitbringt. Wer hat Steffi denn trotz aller Warnungen auf diesen Posten gelobt und damit letztlich zum Scheitern verurteilt?

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  • codo25 sagt:

    @antje_03: man widerspreche mir, wenn ich falsch liege, aber die Entscheidung für Steffi Jones kam, soweit mir erinnerlich, von Wolfgang Niersbach. Schlecht für die Mannschaft, schlecht für die unerfahrene Trainerin, die besser auch eine aufbauende Karriere wie MVT gewählt hätte.Eigentlich war Maren Meinert erste Wahl, die aber abgelehnt hat.

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  • BALE sagt:

    nun gut fan2 meiner Meinung nach hat Martina sehr gute Arbeit bei fcr duisburg geleistet JA CHAMPIONSLEAGUE GEWONNWN VOR SUPER KULISSE UND SIE HAT DIE SCHWEIZER MÄDELS SEHR VORANGEBRACHT PUNKT.

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  • Witzfigur sagt:

    @BALE
    Der 1. WCL-Sieger war Turbine, beim FCR hieß es noch Europapokal.
    Soviel Zeit muss sein…

    (-5)
  • Detlef sagt:

    @Witzfigur,
    Es hieß nicht Europapokal sondern UEFA-Womenscup……soviel Zeit muß sein!!! 😉

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  • Witzfigur sagt:

    Nun, da hast Du sicher recht, ihn aber dennoch verkehrt geschrieben, auch soviel Zeit sollte dann schon sein!
    UEFA Women’s Cup lautet nämlich die korrekte Schreibweise! 😀

    (-8)
  • wisser sagt:

    habt ihr eigentlich keine anderen probleme als was wie geschrieben wird. typische kommentare vom sessel aus…schade..etwas müßte es schon mehr sein!

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  • Pauline Leon sagt:

    natürlich geht es hier nicht um frisuren. soll jeder/r glücklich werden, wie auch immer. aber der vergleich mit ulla von der leyen, deren beruf und dem spruch „kleider machen leute“ passen hier schon ganz gut. warum macht martina v-t eine typenwandlung durch und scheint jetzt „seriöser“? ist es, um die (eh schon vorhandene autorität) zu untermauern? um den noch viel „wichtigeren“ arbeitsplatz als bundestrainerin der deutschen nationalfrauschaft visuell zu bestätigen? um sich vom bisherigen „lotterleben“ nun endlich seriöser zu zeigen? (es wurde ihr hier sogar schon vorgeworfen, sie sei schuld am ausscheiden der schweizer nati bei den play-offs!) um die dfb-vorgaben einer nationaltrainerin zu erfüllen? hat es steffis autorität unergraben, mit buntem sommerkleid auf der trainerinnenbank während der em zu sitzen?? ich schätze mal, das wird die altvorderen des dfb sicher ordentlich gewurmt haben. das martina voss-tecklenburg ausgerechnet zu beginn hrer dfb-trainertätigkeit eine wandlung durchläuft ist doch kein zufall! vielleicht gibt es jetzt kleidervorschrift.
    in wieweit sich das auf leistung auswirkt werden wir sehen…

    alles gute, frau voss-tecklenburg und viel erfolg bei der wm!!

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  • FFFan sagt:

    @ Pauline:
    „es wurde ihr [M.Voss-Tecklenburg] hier sogar schon vorgeworfen, sie sei schuld am ausscheiden der schweizer nati bei den play-offs!“

    Ich würde nicht sagen, dass sie „schuld“ ist, aber als Cheftrainerin trägt sie natürlich eine Mitverantwortung für das Abschneiden ihrer Mannschaft in der WM-Qualifikation. Ich bin mir sicher, dass M.Voss-Tecklenburg das genauso sieht.

    Und was Steffis Kleidungsstil bei der EM betrifft: damit war sie definitiv keine ‚Stil-Ikone‘! Dass sich ‚MVT‘ diesbezüglich eher an erfolgreichen Kolleginnen wie S.Neid oder S.Wiegmann orientiert, ist nachvollziehbar. Das tat sie im übrigen auch schon als Schweizer Nationaltrainerin.

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  • Zaunreiter sagt:

    Solange niemand sie auffordert zu „twerken“, ist es doch okay, wie sie sich frisiert oder kleidet.
    Aber dass hier von weiblichen Diskutanten über ihre Frisur oder ihren Kleidungsstil philosophiert wird, spricht natürlich auch Bände…

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  • ollerRentner sagt:

    @Zaunreiter: Es zeigt natürlich auch, dass wohl niemand wirklich ernsthafte Probleme bezüglich der neuen Trainerin hat und die grosse Mehrheit einfach abwarten will.

    Wenn man keine echten Probleme hat, diskutiert man ja auch über das gerade herrschende Wetter…

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