DFB-Frauen spielen remis gegen Spanien

Von am 13. November 2018 – 18.17 Uhr 21 Kommentare

Im letzten Spiel unter Interimstrainer Horst Hrubesch hat die deutsche Frauenfußball-Nationalelf in Erfurt gegen Spanien remis gespielt.

Heiß umkämpfte Partie: Lina Magull (re.) im Zweikampf

Heiß umkämpfte Partie: Lina Magull (re.) im Zweikampf © imago / Jan Hübner

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Vor 3.169 Zuschauern im Steigerwaldstadion trennten sich die beiden Teams mit 0:0. „Ich bin mit dem Spiel hochzufrieden. Spanien hat eine eingespielte Mannschaft, das haben wir gewusst“, so Hrubesch.

Vier Wechsel in der Startformation

Gegenüber dem 5:2-Sieg gegen Italien änderte Hrubesch sein Team auf vier Positionen: Kathy Hendrich und Carolin Simon ersetzten Maximiliane Rall und Felicitas Rauch in der Viererkette, Leonie Maier und Lena Petermann ersetzten Svenja Huth und Lena Lattwein.

Merle Frohms kann sich auszeichnen

Die DFB-Elf fand nur schwer in die Partie, DFB-Torhüterin Merle Frohms bewahrte ihr Team vor einem Rückstand, als sie gegen Amanda Sampedro rettete (11.) und Minuten später einen Freistoß der Spanierin mit einer Glanzparade um den Pfosten drehte (19.). Nach und nach gestaltete Deutschland die Partie ausgeglichener, Leonie Maier traf bei einem Konter aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig (35.).

Gute Chancen auf beiden Seiten

In der zweiten Halbzeit hatten beide Teams gute Torchancen, Lina Magull sprang jedoch der Ball vom Fuß (53.) und auch der Schuss von Alex Popp ging übers Tor (70.). Doch auch die Spanierinnen kamen noch zweimal gefährlich vor das deutsche Tor, Giulia Gwinn hatte in der Nachspielzeit die letzte deutsche Chance (90.+1).

Popp: „War ein guter Test“

Alex Popp meinte nach der Partie: „Man kann grundsätzlich zufrieden sein. Es war ein gutes, temporeiches Spiel. Wir haben nur die ein oder andere Chance zu viel zu gelassen. Und vorne müssen wir einfach kaltschnäuziger sein. Trotzdem war es ein guter Test, denn die Spanierinnen haben uns viel abverlangt.“

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

21 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    @Markus Juchem:

    Korrektur: … ersetzten Svenja Huth und Lena Lattwein.

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  • Markus Juchem sagt:

    @enthusio: Danke!

    (2)
  • Fränkie.1970 sagt:

    @Markus schrieb:
    „(…)Leonie Maier und Lena Petermann ersetzten Svenja Huth und Lena Petermann.(…)“

    Eine Lena Petermann kann man eben nur durch sie selbst ersetzen;-)

    (5)
  • ollerRentner sagt:

    Erst einmal zwei Worte zur Spielübertragung im ZDF.

    Es ist ja schön und gut, dass der Reporter mal erwähnt, dass das letzte Spiel unter der Leitung von Horst Hrubesch ist, aber gefühlt alle paar Minuten zu hören, dass „jetzt vielleicht“ das Siegtor fürs „Abschiedsgeschenk“ fallen könnte ist dann doch ein wenig viel. Das war ein wichtiges Testspiel für die Mannschaft, und das schien bei der Reportage eher nebensächlich zu sein.

    Die zweite Sache war jedoch richtig ärgerlich. Mehrmals wurden während des laufenden Spiels längere Einblendungen von Szenen ausserhalb des Spielfeldes gebracht, während man nur dem Hintergrundgeräusch entnehmen konnte, dass das Spiel läuft (ich weiss bis jetzt immer noch nicht genau, weshalb Alex Popp die Gelbe Karte sah, weil zur der Zeit genau solch eine Einblendung lief). Ich hoffe auf Besserung.

    Das Spiel zeigte dann, gerade während der ersten 20 Minuten, aber auch immer wieder mal später, dass das Team grosse Schwierigkeiten hat unter Bedrängnis aus der Abwehr heraus das Spiel aufzubauen. Es gab deutlich zu viele Fehlpässe und der Ball wurde auch selten direkt weitergespielt. Das alles ist aber keine Neuigkeit und auch dem Trainerstab bekannt, so dass man das während des Trainingslagers einüben kann.

    Ein kurzer Zwischensatz: Torfrauprobleme hat hat das Team definitiv nicht. Mehr kann man zu dieser Position kaum sagen.

    Im Sturm fehlt eigentlich, und das sprach ja jemand in einem anderen Thread auch schon an, eine Spielerin des Typus Ewa Pajor. Ich hoffe dass jemand mit dieser zielstrebigen Torgefährlichkeit aus dem Nachwuchsbereich irgendwann einmal kommt.

    Die Spanierinnen haben wirklich ein gutes und eingespieltes Team beisammen, aber bezüglich der Abwehr haben die auch deutliche Probleme, sobald sie wirklich unter Druck geraten. Leider wurden wieder die doch recht vielen guten Chancen nicht verwertet.

    Ein paar Spielerinnen hatten anfangs der Partie doch so einige Probleme mit der robusten und gut organisierten Abwehrarbeit der Spanierinnen, aber das legte sich dann im Laufe des Spiels immer mehr.

    Auf die weitere Entwicklung von Giulia Gwinn bin ich sehr gespannt. Das könnte schon bald eine Schlüsselspielerin für den Angriff werden.

    (11)
  • micky sagt:

    Wenn ZDF Reporter Galeske resümiert, dass die Spanierinnen deutlich stärker spielten als die italienische Mannschaft, so ist das aus meiner Sicht zwar unstrittig aber nur die halbe Wahrheit. Zum zweiten Teil der Wahrheit gehört auch dazu, dass unser Mittelfeld als Herz und Motor der Mannschaft deutlich schlechter gespielt hat als gegen Italien. Warum diese vielen dummen Abspielfehler?? Was sollen Pop und Petermann denn machen, wenn kaum ein Ball verwertbar bis zu den Stürmerinnen gelingt. Offensichtlich war der Druck dem Horst ein würdiges Abschiedsspiel zu bereiten und gegen Spanien nicht zu verlieren so groß, dass der Wille keine Fehler zu machen, den Spielfluss der deutschen Mannschaft deutlich hemmte. Nur war dieser psychische Druck harmlos gegen das was bei der WM passieren wird. Es tut mir leid, aber ich konnte keine Steigerung der Mannschaft erkennen.

    Ein gutes halbes Jahr vor der WM sollten auch keine Experimente mehr mit Youngstern gemacht werden. Ich glaube kaum, dass Spielerinnen mit zwei drei Einsätzen WM-reif auftreten können. Es gab aus meiner Sicht auch keine Youngster(in) die sich nachhaltig für die bevorstehende WM aufgedrängt hätte. Diese Spielerinnen bilden das Potential für die Zeit nach der WM. Und mit dem Geschwätz wir haben „zwei Mannschaften“ bekommen wir unter Umständen nicht eine Richtige zusammen. Galeske lobt die eingespielte spanische Mannschaft und wir loben eben unsere Nachwuchsarbeit!?

    Im Gegensatz zum Mittelfeld spielte Merle Frohms mit der vor ihr agierenden Verteidigung erstaunlich gut zumindest besser als gegen Italien.

    Unterm Strich ein neues Experiment. Aber keines das – bezogen auf zu erwartendes WM Niveau – nachhaltig überzeugte.

    Horst hat seine Aufgabe – die Mannschaft aus dem Tal der Tränen zu holen – sehr gut gelöst!!
    Dafür verdient ihm wirklich Anerkennung. Aber bis zu dem Spruch „wir spielen um den Titel“ ist es noch ein weiter Weg.

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  • Ludwig sagt:

    @ollerRentner: Du hoffst vergebens auf Besserung. Bildregiesseure werden nach maximaler Inkompetenz in sachlicher und fachlicher Hinsicht ausgesucht. Wenn sie beim Vorstellungsgespräch in der Lage sind, so schwierige Dinge zu bewältigen wie aus dem Fenster zu sehen, gelten sie als überqualifiziert. Aber so ist das beim Fernsehen.
    @Micky: Ich sehe das so, wie Nia Künzer es am Samstag gesagt hat: Wenn man jetzt nicht experimentiert, wann dann? Nicht in der Vorbereitung auf ein Turnier, nicht während der Qualifikation auf ein Turnier, von denen es alle zwei Jahre eins gibt? Und in der Zeit dazwischen auch nicht? Es gibt keine wirkliche Zeit dazwischen. Zum Experimentieren gehört auch, dass die Trainer einen Eindruck gewinnen, wie Spielerinnen sich gegen Teams schlagen, die mehr sind als Sparringspartner. Um sich wirklich aufzudrängen, ist ein verlängertes Wochenende sicher zu kurz, aber eine mindestens solide Leistung haben nach Ablegen einer gewissen Anfangsnervosität Rall, Lattwein und Lohmann sicher gezeigt, soweit das in der Kürze möglich war. Gwinn sowieso. Wenn ich mich nur mal an die EM 2013 zurück erinnere, war die einzige Konstante in der Vorbereitung die Verletztenliste. Una da war Silvia Neid nicht ganz schlecht beraten, dass sie im Vorfeld Nachwuchsspielerinnen wie Maier und Leupolz die Chance geboten hatte, ersten Erfahrungen in der N11 zu sammeln.

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  • wisser sagt:

    schade,dass h.r. auf grund seiner lebensplanung nicht weitermacht.das wäre der ideale trainer weiterhin gewesen. m.v.t tritt ein schweres erbe an.sie kommt mit einer nicht geschafften wm qualifikation mit der schweiz nach frankfurt.horst hat bei seinen “ mädels “ die kommunikation ganz oben angestellt.die vergangenheit, die insider kennen, aber nicht offen drüber reden,hat gezeigt, dass m.da nichts mitbringt. aber mit 50.hat sie ja vielleicht dazugelernt und nicht wie in DU die sache eine ein mann schau ist und sie wieder vorzeitig in den verdienten ruhestand geschickt wird. zu gönnen ist es ihr nicht.glück auf !

    (2)
  • FFFan sagt:

    Es war gut, im letzten Länderspiel des Jahres auf einen Gegner zu treffen, der uns richtig fordert. Das 0-0 ist vielleicht ein kleiner ‚Dämpfer‘ zur rechten Zeit. Die ‚Messlatte‘ für MVT liegt auch so schon hoch genug!

    (13)
  • enthusio sagt:

    Martina Voss-Tecklenburg hat sich in der Schweiz hohes Ansehen erworben.

    https://www.bote.ch/sport/fussball/wm/aktuell/wm-playoff-der-abschluss-einer-aera;art2174,1138610

    Zum Spiel:

    https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fussball/bei-abschied-von-voss-tecklenburg-das-11-der-schweiz-gegen-die-niederlande-reicht-nicht-133714563

    Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es mit unserer Nationalmannschaft unter ihrer Führung weitergeht.

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  • Manni der Libero sagt:

    MvT hat viel in der Schweiz bewegt. Zwei Endrunden-Qualis kommen nicht einfach so. Deshalb höchsten Respekt. Trotzdem kann ich mich den Huldigungen letztlich nur bedingt anschliessen. Die WM-Qualifikation wurde mit MvT fahrlässig vergeigt. Seit der Bekanntgabe ihres Abgangs gab es noch in sechs Partien noch einen Sieg (Weissrussland). Dass die Playoffs schwer werden, war klar. Trotz etwas Verletzungspech. Ich bin aber auch ein wenig erstaunt wie MvT plötzlich in den Playoffs auf Talente setzte, die vorher nie ein Thema waren und altgediente Akteurinnen plötzlich keine Rolle mehr spielten. Zudem: Die beiden Endrunden verliefen enttäuschend. Sprich: Wenns drauf ankommt, kam wenig bis nichts.

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  • Fan2 sagt:

    Das Ausscheiden in den Playoffs wirft in der Tat noch einmal ein anderes Licht auf MVTs Bilanz in der Schweiz.
    Ja, MVT hat zwei Turniere erreicht, sie hat aber auch zwei verpasst. In der Qualifikation gab es auch unter MVT keinen großen (Deutschland, Frankreich, Schweden, Norwegen, England), den man bezwang.

    Man sollte bei den Qualifikationen bitte zudem berücksichtigen, dass die Schweiz jeweils an Turnieren teilnahm, deren Teilnehmerzahlen gerade erst aufgestockt worden waren und auch dadurch bedingt leichtere Qualifikationsgruppen bestanden.

    Bei den Turnieren war dann die Leistung nicht unbedingt die beste. Bei der WM verlor man u.a. gegen Kamerun und kam nur als Gruppendritter weiter, schied dann im Achtelfinale an Kanada aus. Bei der EM wurde man ebenfalls nur Dritter, mit einer Niederlage gegen Österreich. Die Ausrutscher bei dieser WM-Quali waren also beileibe keine Einzelfälle, sondern fast schon Gewohnheit.

    MVT hat ihre Spielerinnen vor allem in Deutschland untergebracht, viel mehr aber auch nicht. Ob sie damit der eigenen Liga einen Gefallen getan hat, wage ich zu bezweifeln, da vom FCZ heute nix mehr zu hören ist. Insgesamt gibt das Bild des Schweizer Fußballs doch eher das der Stagnation ab, nicht der Weiterentwicklung. Ich weiß nicht, ob sich der DFB mit ihr einen Gefallen getan hat.

    (-3)
  • Altwolf sagt:

    Aus einer Schar verunsicherter u. an sich selbst zweifelnden Spielerinnen wieder einen Teamspirit und auch e.Team-Gefüge mit einer Struktur u. Freude für das Spiel entwickelt zu haben, ist sicherlich das Verdienst des Trainers H.Hrubesch. Aber aus so einer zuvor „verfahrenen“ Situation etwas besser zu machen ist jedoch leichter als mit den vorhandenen Spielerinnen ein vielleicht erreichtes Leistungsniveau zu halten, denn auch noch zu verbessern.
    Mir ist das „Wohl und Wehe “ der N-11 nur an der Position u. Funktion des Trainers auszumachen nur die halbe Wahrheit, denn es fehlt dabei die Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Spielerinnen selbst.

    Wir sollten uns im Klaren sein, daß wir z.Zt. in Deutschland viele gute, einige sehr gute, aber nur sehr wenig herausragende Spielerinnen haben, dazu einige sehr talentierte Spielerinnen, die selbst in ihren Heimatclubs in ihren Leistungen jedoch noch viel zu große Schwankungen haben und damit z.Zt. nur wenig zur konstanten Qualitätssteigerung der N-11 beitragen können.

    Also ist es Aufgabe der zukünftigen BT u. ihren Co´s aus den sich anbietenden Spielerinnen ein gut funktionierendes Team zu formen, wo die schwächer besetzten Positionen mehr Unterstützung der Mitspielerinnen erfahren müssen um so eine größere Geschlossenheit zu erzielen.
    Auch unter H.Hrubesch lief nicht alles gut und so wäre MVT gut beraten auch einzelne Spielpositionen nochmals auf den Prüfstand zu stellen und möglicherweise ihrer Spielidee entsprechend Korrekturen vorzunehmen.
    Doch gefordert sind in erster Linie die Spielerinnen selbst, aus dem Vertrauen heraus, was in sie gesetzt wurde, auch ihre beste Leistung abzurufen. Nicht der/die Trainer/-in steht auf dem Platz, sondern die Spielerinnen selbst haben es dann in der Hand als Team zu zeigen wo sie leistungsmäßig stehen.

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  • ollerRentner sagt:

    Fan2: „MVT hat ihre Spielerinnen vor allem in Deutschland untergebracht“

    Sollte Martina Voss-Tecklenburg dafür verantwortlich zeichnen, hätte sie einen guten Schachzug im Sinne der Schweizerinnen gemacht. Es gibt in der Schweiz einige sehr gute Spielerinnen, aber offensichtlich nicht genug, um eine wirklich hochklassige nationale Liga zu betreiben. Wie ich neulich schon im Zusammenhang mit dem Spiel der Bayerinnen gegen die Züricherinnen schrieb, spielte diese Spitzenmannschaft der schweizerischen Frauenliga sehr schlecht und hatte qualitativ gegen die Frauen des FC Bayern München keine Chance – und derzeit sind die Frauen des FC Bayern auch nicht eine fast unschlagbare Übermannschaft.

    Wenn Martina Voss-Tecklenburg als Trainerin der Nationalmannschaft eng mit den Vereinen kooperiert und wenn sie nicht laufend mit Spielstilen experimentiert (was Steffi Jones nach Aussage von Spielerinnen offensichtlich getan hat) dann hat sie gute Chancen.

    Ihr Vorteil ist, dass sie schon Erfahrungen als Trainerin einer Nationalmannschaft sammeln konnte. Das ist nämlich eine grundlegend andere Sache, als auf Vereinsebene für das Training verantwortlich zu sein.

    Die zur Verfügung stehende Zeit mit den Spielerinnen ist, verglichen mit Vereinsmannschaften, lächerlich gering. Man kann in diesem Zusammenhang nicht die Spielkultur einer Nation anheben, sondern ist auf die Zuarbeit der Vereine angewiesen. Im Prinzip entspricht die Aufgabe der eines Dirigenten, der gelegentlich ein Orchester aus passenden Musikern zusammenstellt, die oft und regelmässig in unterschiedlichen Orchestern arbeiten. In solch einem Fall kann man auch keine grundlegend neuen Dinge einführen, sondern muss die vorhandenen Fähigkeiten zusammenbringen.

    Im Gegensatz zu den Spanierinnen, deren Nationalteam sich ja aus zwei Blöcken zusammensetzt, kommen die Spielerinnen bei uns aus diversen Vereinen mit unterschiedlicher Spielweise. Eine Blockbildung ist also nicht gegeben.

    Es gibt allerdings ein Problem, welches mir aufgefallen ist, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein: Es gibt seit längerer Zeit andauernd schwere Verletzungen im Knie- und Sprunggelenksbereich bei den Spielerinnen der Bundesliga. Mir kommt es so vor, als ob das wesentlich häufiger geschieht, als im Männerbereich. Ich habe keine Ahnung woran das liegt (falls es mir nicht nur so vorkommt), aber so etwas erschwert natürlich auch den Aufbau einer Mannschaft, weil kaum mehrmals die gleichen Spielerinnen zur Verfügung stehen.

    Wie gesagt, wenn sie gradlinig ihr Konzept durchzieht und nicht wild experimentiert, sollte sie in Ruhe vernünftig arbeiten können. Bezüglich der Spielkultur ist sie auf die Vereine angewiesen.

    (6)
  • Pauline Leon sagt:

    was mich an den leistungen unter herrn hrubesch am meisten beeindruckt hat ist die tatsache, das bei einem zwischenzeitlichen ausgleich der gegnerinnen, oder gar einem rückstand (gegen canada) die manschaftliche psyche nicht gleich den löffel abgegeben hat, sondern jeweils durch leistung der sieg trotzdem erspielt wurde.

    einen herzlichen glückwunsch zu dieser errungenschaft.

    und die schweiz hat die quali nicht geschafft weil die schweizerinnen nicht damit klar kamen, das mvt das team verlässt. das ist ja offensichtlich.

    (4)
  • Fan2 sagt:

    @rentner: Das mit den Knieverletzungen liegt bis zu einem gewissen Grade an der weiblichen Anatomie, die doch nochmal von den Männern unterschieden ist und Frauen daher anfälliger für Knieverletzungen macht.

    Was MVT betrifft, sehe ich es schon nochmal ein bisschen anders. 1. hat sie die volle Freiheit, ihre Spielerinnen zu berufen. Hier wird allein schon die Frage sein, ob und wie sehr sich MVT entschließt, das Leistungsprinzip durchzuziehen. Ich bezweifle, dass sie hier tatsächlich unangenehme Entscheidungen vor einer WM trifft. 2. Auch als Dirigent hast du jede Menge Möglichkeiten: Grundlage ist ein effektives Training und die Kenntnis deiner Spielerinnen. Die Konzentration muss auf den Dingen liegen, die nicht laufen. Und dafür muss MVT Lösungen haben.
    Hinzukommt, und das ist denke ich ein ganz wesentlicher Faktor, den Hrubesch eingebracht hat, die Implementierung eines Selbstvertrauens, dass sich der eigenen Stärken bewusst ist, ohne die eigenen Schwächen zu vernachlässigen oder blind dafür zu sein.

    Sich nur auf die Vereine zu verlassen, ist der falsche Weg. Es braucht im Gegenteil sehr akribisches, schnelles und konzentriertes Arbeiten. Wie gesagt, MVT hat völlig freie Hand bei der Wahl ihrer Spielerinnen. Sie hat keine Ausrede.

    (-2)
  • enthusio sagt:

    @Fan2:
    „Ich bezweifle, dass sie hier tatsächlich unangenehme Entscheidungen vor einer WM trifft.“

    Martina Voss-Tecklenburg hat noch nicht einmal mit ihrer Tätigkeit begonnen und schon wird ihre Arbeit von Dir negativ bewertet. Woher hast Du Deine Erkenntnisse ?

    (15)
  • Zaunreiter sagt:

    @Pauline Leon: Da stimm ich dir 100pro zu.

    @Fan2: Du schreibst wieder Stuss zusammen. Ich finde es hervorragend, dass MVT dieses kleine Land – mit den Mitteln und Gegebenheiten, die sie zur Verfügung hatte – zur WM und EM führte. Dass sich die Nachfahrinnen der Helvetier nicht für die WM qualifizierten, liegt auch an der frühen Bekanntmachung des Trainerwechsels.

    (2)
  • Rudi sagt:

    Kann mir irgend jemand plausibel erklären wieso die frühe Bekanntgabe des Trainerwechsel von MVT zum DFB daran zumindest mitschuldig sein soll dass sich die Schweiz nicht für die WM in Frankreich qualifiziert hat?

    (1)
  • Telepathia sagt:

    Nein, das wird hier natürlich niemand plausibel erklären können….ausser Sheldon mit seinen diversen nicknames – und darauf können wir durchaus verzichten.

    (0)
  • Volker sagt:

    Es gibt eine Sache die Ich Herrn Hrubesch sehr hoch anrechne, das ist jetzt nicht nur das Erreichen der Qualifikation oder die Mannschaftsbildung. Nein der Satz:“ Fußball ist Fußball das macht für mich keinen Unterschied“. Jeder kennt hier die Verniedlichung des FF aus TV Kommentaren und Presse Texten. Spielerinnen mit Namen von Comic Figuren zu betiteln mag nett gemeint sein ist aber im Effekt eine Diskriminierung. Für Horst der aus der Tradition des Männerfußball kommt, kein Thema und genau so hat Er die Sache angefasst. So manch EINER aber auch EINE sollte ins grübeln kommen! Ich glaube auch das dieses „Einfach Fußball“ viele von uns innerlich tief berührt hat. Martina Voss Teklenburg die hier in Deutschland zu FCR Zeiten noch als Hardlinerin bekannt war und sogar als Erfolgsbessen diffamiert wurde, hat sich in der Schweiz einen Ruf erworben der genau in die andere Richtung geht. Die Bindung zwischen Trainer und Mannschaft spielt im Frauenfußball eine größere Rolle als im Männerfußball. Wenn die „Chemie“ zwischen Frau Teklenburg und unseren Mädels funktioniert wird es weitergehen was mit Horst angefangen hat.
    Und der, mit Respekt, “ Alte Hase“ wird dran bleiben. Den Satz „mehr Aufmerksamkeit und das schöne am Frauenfußball sehen“ habe ich noch nie gehört. Nach über 50 Jahren Fußball noch was Neues zu entdecken muss für einen Horst Hrubesch schon faszinierend sein. Was Er oft genug betont hat. Ich glaube Ihm.

    (10)

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