Ewa Pajor verlängert beim VfL Wolfsburg

Von am 6. November 2018 – 10.30 Uhr 10 Kommentare

Ewa Pajor, mit 12 Toren Führende in der Torschützinnenliste der Frauenfußball-Bundesliga, hat ihren Vertrag beim VfL Wolfsburg vorzeitig verlängert.

Ewa Pajor vom VfL Wolfsburg jubelt über einen Treffer

Bleibt bis 2022 in Wolfsburg: Ewa Pajor © imago / Hübner

Die 21-jährige polnische Stürmerin verlängerte ihren noch bis 2020 laufenden Vertrag um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2022. Zuvor hatten sich bereits Lara Dickenmann, Claudia Neto und Alex Popp langfristig an den VfL gebunden.

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Kellermann: „Glücklich und stolz“

Wolfsburgs Sportdirektor Ralf Kellermann meint: „Das verkünden zu können, macht uns glücklich und stolz. Ewa hat ihre ohnehin schon rasante Entwicklung zuletzt noch getoppt. Unser Offensivspiel bereichert sie um Qualitäten, die in dieser Fülle selten sind. Es ist toll, dass wir frühzeitig langfristig mit ihr planen können.“

Stürmerin der Extraklasse

Ewa Pajor spielt ihre vierte Saison im Dress der Wölfinnen, seit sie 2015 von KKPK Medyk Konin in die deutsche Frauenfußball-Bundesliga wechselte. Aktuell ist sie im Team vom Trainer Stephan Lerch eine besonders prägende Figur und rangiert mit zwölf Treffern aus den ersten acht Partien derzeit mit großem Vorsprung an der Spitze der Torjägerinnenliste.

Pajor: „Kann mir momentan keinen besseren Klub vorstellen“

Ewa Pajor erklärt: „Ich bin sehr glücklich in Wolfsburg. Es ist großartig, in dieser starken Mannschaft zu spielen, die jedes Jahr in der Lage ist, Titel zu gewinnen. Das Umfeld ist sehr professionell. Dass der Verein mir die Möglichkeit gegeben hat, auf höchstem Niveau zu spielen und mir auch weiterhin das Vertrauen schenkt, dafür bin ich sehr dankbar. Ich kann mir momentan keinen besseren Klub für mich vorstellen.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • ollerRentner sagt:

    Das ist wirklich eine sehr gute Nachricht für die Wölfinnen.

    Auch mir als Zuschauer gefällt das sehr, weil es einfach Spass macht ihr zuzuschauen.

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  • Maskal69 sagt:

    Einfach Genial!

    (9)
  • JolaFan sagt:

    Als Trainer war Kellermann kurz davor, Ewa Pajors Fußballkarriere zu zerstören. Zwei lange Jahre wusste er nicht, was er mit ihr anfangen sollte. Ewa Pajor, geborene Angreiferin, ein Juwel, sollte als Passgeberin fuer Popp spielen. Erst als er weg war, hat man endlich begriffen, wo sie spielen soll. Hoffentlich kann sie sich noch weiter entwickeln, mich freut aber, dass vor allem er weg ist.

    (-16)
  • enthusio sagt:

    @JolaFan:

    Es war aber Kellermann, der Pajor entdeckt, geholt und gefördert hat.
    Und Kellermann ist nicht weg.
    Er hat bei Wolfsburg weiterhin die Fäden in der Hand.
    Mit Lerch bildet er ein phantastisches Team.
    Das freut mich sehr.
    Genauso freut es mich, dass Wolfsburg immer mehr Vertragsverlängerungen vermelden kann.
    Inzwischen sogar schon bis 2022.
    Weitere werden sicherlich folgen.
    Und das ist auch ein Verdienst von Kellermann.
    Es ist eine Lust, die „Wölfinnen“ momentan spielen zu sehen. 🙂

    (17)
  • Altwolf sagt:

    @JolaFan

    Wenn Du keinen Einblick in die Zusammenhänge hast, dann solltest Du dich auch nicht zu solchen Statements hinreissen lassen, es sei denn, Dir liegt die Art und Weise eines „besonderen“ Users hier im Forum.

    „Als Trainer war Kellermann kurz davor, Ewa Pajors Fußballkarriere zu zerstören“ das ist schon ein ziemlich „schlimmer“ Anwurf.

    Dir mal zur Kenntnis, bei Ewa wurde durch die jährlichen Untersuchungen „unseres“ Optiker-Sponsors eine sehr seltene Sehveränderung festgestellt, die in Polen lediglich als „leichte“ Sehschwäche bekannt war, jedoch inzwischen nur noch bei 30% der Sehfähigkeit lag.
    Der Club hat sich dieses Problems angenommen, dies auch damals nicht öffentlich gemacht und erst nach 2 Jahren wiederholter Augen-OPs u speziellen Linsenanpassungen konnte sie wieder an das Leistungs- u. Teamtraining herangeführt werden.
    Das sie jetzt so einen gewaltigen Leistungssprung gemacht hat liegt im Wesentlichen daran, normal sehen zu können.

    Das Ewa bei WOB solange verlängert, ist also kein Zufall, sondern sie verdankt dem Club und damit auch R.Kellermann überhaupt ihre Karriere fortsetzen zu können.
    Ich hoffe, daß Du aufgrund deiner „Unwissenheit“ nun etwas schlauer geworden bist und diese Aussage zurücknimmst.

    (20)
  • ollerRentner sagt:

    @JolaFan: Abgesehen von den Erklärungen, die Altwolf eben gab das war mir auch unbekannt), gibt es für mich ganz einfache Erklärungen dafür, sie zuerst einmal für die Flügelposition einzuplanen.

    Sie war zum Zeitpunkt des Wechsels 18 Jahre alt. In dem Alter hat man selten schon die körperliche Robustheit sich als Zentrumsstürmer gegen die Innenverteidiger durchzusetzen. Was derartige Mängel praktisch bedeuten konnte man beim Spiel Gladbach gegen Potsdam deutlich erkennen: Die Gladbacherinnen konnten sich körperlich kaum gegen die Turbinen behaupten.

    Auf den offensiven Aussenpositionen hingegen kommt es nicht so extrem auf Robustheit an, sondern auf technische Fähigkeiten und Schnelligkeit, so dass man bis zur Grundlinie vorgehen kann.

    Hätte ich nicht eben die Sache mit dem Augenproblem gelesen, wären diese beiden Gründe für mich ein deutliches Kriterium für ihre Einplanung als Aussenstürmerin gewesen.

    (9)
  • Der Zuschauer sagt:

    Hallo Ihr Frauenfussballexperten da draußen.

    Ich habe da mal eine Frage an Euch.

    Ich verfolge die AFBL nicht so regelmäßig wie Ihr hier im Forum, aber auch mir ist aufgefallen, daß Ewa Pajor ein richtiger Fußballdiamant geworden ist.Klein,wendig und unglaublich schnell auf den Beinen. So eine brauchen wir dringend in unserer Nationalmanschaft.
    Warum kann sie nicht für uns spielen,denn bei der polnischen Natio hat sie keine Zukunft.
    Und einen deutschen Pass zubekommt ist bei uns in der BRD doch leichter, als ein Kind zu zeugen.
    Vielleicht ist ja ein Experte da draußen,der mir die Frage beantworten kann.Danke im Vorraus.

    Der Zuschauer

    (-6)
  • Witzfigur sagt:

    Das ist keine Frage der AFBL! Sie ist in der N11 ihre Landes in offiziellen LS eingesetzt worden und damit festgespielt.

    (11)
  • Bernd sagt:

    @ Zuschauer
    „Und einen deutschen Pass zubekommt ist bei uns in der BRD doch leichter, als ein Kind zu zeugen.“

    Das gilt aber auch nur für dich als „Zuschauer“!

    (6)
  • bale sagt:

    JA es gibt wie bei den frauen wie Männern welche,die Weltklasse sind oder waren,aber nee einfach pass wechseln?!!
    denke an jess fishlock -wales sowie ryan giggs männer
    vielleicht gibst mal wieder so was wie Grings,m.müller ,Prinz etc.
    in den nächsten Jahren

    (1)

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