VfL Wolfsburg schüttelt Verfolger ab

Von am 21. Oktober 2018 – 17.19 Uhr 23 Kommentare

Am 5. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hat Meister VfL Wolfsburg die Tabellenführung ausgebaut. Denn die schärfsten Verfolger FC Bayern München und SGS Essen ließen Punkte liegen.

Ewa Pajor gibt einen Schuss ab

Ewa Pajor (li.) war für den VfL Wolfsburg mit zwei Treffern Matchwinnerin © imago / Hübner

Wolfsburg nicht zu stoppen, Gwinn verletzt

Meister VfL Wolfsburg gewann vor 1.565 Zuschauern im AOK-Stadion gegen den SC Freiburg mit 3:0 (2:0). Noelle Maritz brachte die Wolfsburgerinnen in Führung (18.), Ewa Pajor erhöhte noch vor der Pause (39.). Kurz nach Wiederanpfiff war die Polin erneut erfolgreich und stellte den Endstand her (49.). Freiburgs Giulia Gwinn verletzte sich bei einem Zweikampf mit Sara Doorsoun und musste verletzt vom Platz getragen werden.

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Remis zwischen Potsdam und Bayern

Der VfL Wolfsburg baute die Tabellenführung auf fünf Punkte aus, da der FC Bayern München beim 1. FFC Turbine Potsdam 1:1 (1:1) vor 2.058 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion spielte. Rieke Diekmann gelang für Potsdam das frühe 1:0 (3.), Felicitas Rauch verpasste mit einem Foulelfmeter an die Latte die Chance zum zweiten Treffer (7.). Das sollte sich rächten, denn den Münchenerinnen gelang durch Nicole Rolser der bis dahin schmeichelhafte Ausgleich (19.). In der zweiten Halbzeit fielen trotz Münchener Überlegenheit keine Treffer mehr.

Remis in Frankfurt

Der 1. FFC Frankfurt und die SGS Essen trennten sich vor 1.310 Zuschauern im Stadion am Brentanobad mit 1:1 (1:1). Laura Feiersinger brachte die Gastgeberinnen in Führung (31.), Lea Schüller gelang jedoch der schnelle Ausgleich (34.).

Hoffenheim dreht in zweiter Halbzeit auf

450 Zuschauer im Dietmar-Hopp-Stadion aahen einen 4:0 (0:0)-Sieg der TSG 1899 Hoffenheim gegen den SV Werder Bremen. Nach torloser erster Halbzeit brach Maximiliane Rall den Bann (48.), Tabea Waßmuth baute die Führung nur kurz darauf aus (50.). Nicole Billa (66.) und Sarai Linder (86.) sorgten dann am Ende für einen klaren Sieg.

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Duisburg dreht Partie gegen Gladbach

Der MSV Duisburg gewann vor 704 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg gegen Borussia Mönchengladbach mit 3:1 (2:1). Valentina Oppedisano (8.) brachte den Aufsteiger früh in Führung (8.), doch Lisa Makas (41.) und Dörthe Hoppius (44.) drehten die Partie noch vor der Pause. Hoppius sorgte dann mit ihrem zweiten Treffer für die Entscheidung (59.).

Sand siegt souverän

Der SC Sand gewann mit 3:0 (1:0) gegen Bayer 04 Leverkusen. Im ORSAY-Stadion sahen 465 Zuschauer die 1:0-Halbzeitführung durch Leticia Santos de Oliveira (28.). In der zweiten Halbzeit legte dann Dina Blagojević (52., 58.) mit zwei Treffern nach und machte den Heimsieg perfekt.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

23 Kommentare »

  • Antje sagt:

    Ich habe Wolfsburg in der Vergangenheit auch immer als den Verein mit dem vielen Geld gesehen, der sich eine gute Mannschaft zusammenkaufen. Seit sie im Winter Ella Masar McLeod verpflichtet haben, deren Karriere ich schon länger verfolge, schaue ich genauer hin und war mehrfach im Stadion (nicht so leicht bei minimum 250km bis zum nächsten AFBL-Verein). Ich muss sagen, meine Skepsis ist gewichen und ich bin beeindruckt: vom Teamgeist auf und neben dem Platz, von der professionellen Abwicklung von Bestellungen beim Ticket- und Fanshop, von der klaren Positionierung für Vielfalt und gegen Rassismus & Homophobie, und natürlich von der Fannähe der Spielerinnen. Auch die geduldige und langfristige Förderung (einzelner) junger Spielerinnen wie Wedemeyer oder neuerdings Wolter passt nicht so ganz in mein bisheriges Bild.
    Natürlich macht die gute finanzielle Ausstattung manche Dinge leichter, aber wie man bei Bayern sieht, ist es nicht nur das Geld, durch das langfristig aus den vorhandenen Möglichkeiten auch eine schlagkräftige Mannschaft zusammenwächst.

    (21)
  • ruhri sagt:

    @enthusio: „Ich frage mich allerdings, warum Nicole Anyomi (gegen Frankfurt, Anmerkung des Autors) nicht im Kader stand.“

    So, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) hat im Essener Sportteil (Printausgabe von heute) das GROßE Anyomi-Geheimnis gelüftet. Der Grund war eine Steißbeinprellung, die aber ausgeheilt scheint. Ebenfalls steht gemäß besagtem Artikel die Rückkehr ins (Lauf-)Training der Spielerinnen Petzelberger (mal wieder), Lehmann und Klostermann unmittelbar bevor.

    Ich hoffe, mit diesen Neuigkeiten Dein Informationsbedürfnis bzgl. der SGS wenigstens ein bisschen befriedigt zu haben.

    zu Deiner Kritik an der SGS-Homepage: Was soll die SGS zum Spiel gegen WOB noch groß schreiben außer dass man die deutliche spielerische Überlegenheit des Tabellenführers anerkennen muss und mit dem 0:5 besonders in Halbzeit eins noch gut bedient war?

    Schönen Gruß aus Essen
    ruhri

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  • enthusio sagt:

    @ruhri:

    danke für die Infos.
    Auf ein erfolgreiches Spiel heute gegen Sand !
    Und anschließend einen ausführlichen Spielbericht auf der SGS-Homepage ! 🙂

    (1)

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