VfL Wolfsburg schüttelt Verfolger ab

Von am 21. Oktober 2018 – 17.19 Uhr 23 Kommentare

Am 5. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hat Meister VfL Wolfsburg die Tabellenführung ausgebaut. Denn die schärfsten Verfolger FC Bayern München und SGS Essen ließen Punkte liegen.

Ewa Pajor gibt einen Schuss ab

Ewa Pajor (li.) war für den VfL Wolfsburg mit zwei Treffern Matchwinnerin © imago / Hübner

Wolfsburg nicht zu stoppen, Gwinn verletzt

Meister VfL Wolfsburg gewann vor 1.565 Zuschauern im AOK-Stadion gegen den SC Freiburg mit 3:0 (2:0). Noelle Maritz brachte die Wolfsburgerinnen in Führung (18.), Ewa Pajor erhöhte noch vor der Pause (39.). Kurz nach Wiederanpfiff war die Polin erneut erfolgreich und stellte den Endstand her (49.). Freiburgs Giulia Gwinn verletzte sich bei einem Zweikampf mit Sara Doorsoun und musste verletzt vom Platz getragen werden.

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Remis zwischen Potsdam und Bayern

Der VfL Wolfsburg baute die Tabellenführung auf fünf Punkte aus, da der FC Bayern München beim 1. FFC Turbine Potsdam 1:1 (1:1) vor 2.058 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion spielte. Rieke Diekmann gelang für Potsdam das frühe 1:0 (3.), Felicitas Rauch verpasste mit einem Foulelfmeter an die Latte die Chance zum zweiten Treffer (7.). Das sollte sich rächten, denn den Münchenerinnen gelang durch Nicole Rolser der bis dahin schmeichelhafte Ausgleich (19.). In der zweiten Halbzeit fielen trotz Münchener Überlegenheit keine Treffer mehr.

Remis in Frankfurt

Der 1. FFC Frankfurt und die SGS Essen trennten sich vor 1.310 Zuschauern im Stadion am Brentanobad mit 1:1 (1:1). Laura Feiersinger brachte die Gastgeberinnen in Führung (31.), Lea Schüller gelang jedoch der schnelle Ausgleich (34.).

Hoffenheim dreht in zweiter Halbzeit auf

450 Zuschauer im Dietmar-Hopp-Stadion aahen einen 4:0 (0:0)-Sieg der TSG 1899 Hoffenheim gegen den SV Werder Bremen. Nach torloser erster Halbzeit brach Maximiliane Rall den Bann (48.), Tabea Waßmuth baute die Führung nur kurz darauf aus (50.). Nicole Billa (66.) und Sarai Linder (86.) sorgten dann am Ende für einen klaren Sieg.

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Duisburg dreht Partie gegen Gladbach

Der MSV Duisburg gewann vor 704 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg gegen Borussia Mönchengladbach mit 3:1 (2:1). Valentina Oppedisano (8.) brachte den Aufsteiger früh in Führung (8.), doch Lisa Makas (41.) und Dörthe Hoppius (44.) drehten die Partie noch vor der Pause. Hoppius sorgte dann mit ihrem zweiten Treffer für die Entscheidung (59.).

Sand siegt souverän

Der SC Sand gewann mit 3:0 (1:0) gegen Bayer 04 Leverkusen. Im ORSAY-Stadion sahen 465 Zuschauer die 1:0-Halbzeitführung durch Leticia Santos de Oliveira (28.). In der zweiten Halbzeit legte dann Dina Blagojević (52., 58.) mit zwei Treffern nach und machte den Heimsieg perfekt.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

23 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    Zunächst erst einmal alle guten Genesungswünsche für J.Gwinn, die bei e. Zweikampf m. S.Doorsoun sehr unglücklich auf ihre li. Schulter gefallen war und leider nicht mehr weiterspielen konnte.

    Das sich dabei A.Schult sehr um ihre N-11-Kameradin kümmerte u.auch den VFL-Teamarzt herbeiwinkte, der SC hatte keinen vor Ort, u. sich dann später während des Spieles auch m.J.Scheuer ü.d.Geschehen austauschte,war schon ungewöhnlich und e. sehr schöne Geste.

    Das Spiel entwickelte sich bei guten äußeren Bedingungen u. ca. 1500 Zuschauern im AOK-Stadion doch schnell sehr einseitig u. war geprägt von dem dominanten Spiel des VFL u. e. Defensivverbund des SCs, der mit 2 4-er Ketten und 2 zurückgezogenen Spitzen dagegen agierte.

    Einigen Akteuren, wie z.B.A.Popp merkte man das Spiel gegen Atletico Madrid noch an, denn sie spielte sehr fahrige Pässe u. auch ihre Spielideen waren unbrauchbar.

    Da Freiburg nur mit weiten Pässen auf J.Gwinn o. K.Bühl versuchte torgefährlich zu werden u. bis auf einige Nachlässigkeiten v. S.Doorsoun die WOB-Defensive jedoch alle diese Versuche abfangen konnte, hatte d. SC eigentlich, auch über das ganze Spiel gesehen,keine wirkliche Torchance.

    E.Pajor mit e. sehr guten Leistung u. ständiger Unruheherd für d. SC, belohnte sich wieder mit 2 Toren.
    P.Harder zeigte in 2-3 Szenen was sie mit dem Ball alles kann u. wie sie Spielsituationen erfassen u. intelligent nutzen kann. Pech mit ihrem Pfostenschuß in HZ 1.
    Während alle anderen Akteurinnen bei WOB ordenliche Leistungen zeigten , machte B.Peter ein recht gutes Spiel auf d. re. AV, wo sie sich offenbar inzwischen recht wohl fühlt u. sich auch oft in d. Offensive einbringt.

    Bei Freiburg, die hauptsächlich mit Defensivarbeit beschäftigt waren, konnte sich aus meiner Sicht keine Spielerin so wirklich auszeichnen.
    Dafür konnte man H.Kayiki, noch nicht im Kader, bewundern, wie sie von der Bank auf die Brüstung der Haupttribühne kletterte u. elegant u. sicher auf der Brüstungsmauer dann zur Treppe balancierte und dafür auch von uns WOB-Fans entsprechend Beifall bekommen hat.

    Ein souveräner Sieg mit ordentlicher Leistung.

    (18)
  • ollerRentner sagt:

    Auch von mir beste Genesungswünsche für Giulia Gwinn. Ich habe mir gerade eben noch einmal die Zusammenfassung bei Telekom-Sport angesehen (wo ich auch das ganze Spiel verfolgte) und hörte seitens des Kommentators, dass sie sich offenbar die Schulter gebrochen hat und der Mittelfuss auch in Mitleidenschaft gezogen wurde.

    Ich hoffe, dass es ihr bald besser geht und sie nicht zu lange an diesen Verletzungen leiden wird.

    Sie hatte aber wohl auch alles Pech, was überhaupt möglich ist. Offenbar traf sie den Fuß oder Schuh von Sara Doorsoun-Khajeh, die vor ihr am Ball war, verletzte sich sich dabei am Fuß und war dadurch wahrscheinlich so durcheinander gebracht worden, dass sie den Sturz nicht mehr kontrollieren konnte.

    So sah es jedenfalls in der Zeitlupe und der auch den Wiederholungen aus.

    (13)
  • Schnorchel sagt:

    Heute sind drei Punkte förmlich in Rauch aufgegangen. Ein gebrauchter Tag für Feli Rauch. Erst Elfmeter versemmelt und dann gleich noch eine mustergültige Vorlage für Nicole Rolser zum unverdienten Ausgleich für einen schwachen FC Bayern. Gegen den FC Bayern von heute wären drei Punkte mehr als möglich gewesen. Aber hätte, hätte, hätte . . . .

    (26)
  • Pauline Leon sagt:

    sieht wohl doch nach 66 punkten aus, es fehlen nur noch 51. und vielleicht noch 2-3 gegentore, oder keins??

    warum das gut ist? weil teams sich mit den besten messen wollen und müssen, und sicher alles im rahmen ihrer möglichkeiten geben werden, diese zumindest auf die probe zu stellen.
    nur daran wird mensch besser, beim überwinden von schwierigkeiten. geschenkt wird einem meist nichts. und ob die personalpolitik des vfl gut ist steht ja grad nicht zur debatte.
    und außerdem spielen sie sehr ansehnlichen fussball.

    also, vfl wolfsburg, das triple muß her!!

    (6)
  • enthusio sagt:

    In Duisburg war gestern im Grunde ein Spiel auf ein Tor zu erleben – auf das der „Fohlen“ nämlich.
    Zwar ging Mönchengladbach vor 704 Zuschauern früh durch einen Kopfball von Oppedisano nach einer schönen Flanke von links gleich mit der ersten Torchance in Führung, danach aber rissen die Duisburgerinnen das Spiel an sich und wirbelten die schwache Gladbacher Verteidigung immer wieder durcheinander.
    Insbesondere Lisa Makas und Dörthe Hoppius waren brandgefährlich und hätten vor der Pause das Duisburger Torkonto deutlich erhöhen können.

    Das gleich Bild auch in der 2. Halbzeit: Hoppius alleine hatte 4 gute Torchancen, von denen sie die erste nach schönem Zuspiel von Barbara Dunst zum 3:1 verwertete.
    Die kurz vor Schluss für Hoppius eingewechselte Emma Rolston präsentierte sich balltechnisch sehr stark, traf kurz vor Schluss mit einem Kopfball den Pfosten.

    Mönchengladbach dagegen enttäuschte auf ganzer Linie und spielte wie ein Absteiger.
    Doch auch Duisburg dürfte gegen technisch stärkere Mannschaften Probleme bekommen, weil viel zuviele Bälle im Spielaufbau beim Gegner landeten und das Spiel eher ein mittelmäßiges Niveau besaß.

    Egal, Duisburg hat seine Hausaufgaben gemacht und nach den beiden 0:4-Auftaktniederlegen gegen Essen und München mit drei Siegen (und bemerkenswerten 8:1 Toren) gegen Bremen, Freiburg und Mönchengladbach sich ein gutes Stück von der Abstiegszone entfernt.

    Die beiden nächsten Spiele in Leverkusen und in Sand könnten die „Zebras“ im besten Fall sogar in die Spitzengruppe katapultieren.
    Das wäre dann aber eine riesige Überraschung.

    (19)
  • Detlef sagt:

    Nach den schwachen Leistungen gegen Frankfurt und Essen erwarteten nicht wenige Turbinefans gestern eine ordentliche Klatsche gegen die Bayern-Ladies!!!

    Aber die Rudolph-Schützlinge hatten sich sichtbar etwas vorgenommen!!!
    Da stand eine vollkommen andere Elf auf dem Rasen des KARLI!!!

    Nicht nur deshalb, weil Rudolph wie erwartet einige Positionen neu besetzte, nein, auch die anderen spielten gestern wie ausgewechselt!!!
    Druckvoll und aggressiv gingen sie ins Pressing gegen sichtbar beeindruckte Münchnerinnen!!!
    So viel bereits in Minute Drei der Führungstreffer durch RIEKE DIEKMANN nach toller Vorarbeit von ANNA GASPER und LARA PRAŠNIKAR!!!

    Nur fünf Minuten später hätte FELI RAUCH auf 2:0 stellen können, aber sie zielte zu genau, und traf nur den Pfosten!!! 🙁
    Es folgten weitere gute Chancen durch SVENJA HUTH und LARA PRAŠNIKAR!!!

    Doch dann fiel aus dem absoluten Nichts der Ausgleich für Bayern!!!
    Ausgerechnet die erfahrene FELI RAUCH hatte einen totalen Blackout, und spielte einen dieser vermaledeiten Rückpässe genau in den Lauf von Rolser, die eiskalt verwandelte!!!
    Diese dummen Fehler wollte man doch endlich abstellen, wie JOJO ELSIG im Vorfeld dieser Begegnung lautstark forderte!!!

    In Hälfte Zwei kam München dann besser in die Partie, auch weil wir den hohen Druck der Anfangsphase nicht mehr aufrecht erhalten konnten!!!
    Aber mehr als ein paar gute Distanzschüsse gelang der Wörle-Truppe auch nicht!!!

    Es war gestern viel mehr drin als dieses Unentschieden!!!
    Aber leider kommen wir zurzeit nicht ohne diese Klopse in der Abwehr aus, und so kann man halt nicht gewinnen!!! 🙁

    (12)
  • enthusio sagt:

    Die SGS Essen hat offensichtlich in der Schlussphase des Spiels in Frankfurt großes Glück gehabt, denn der junge Shootingstar Shekiera Martinez traf Pfosten und Latte.

    https://ffc-frankfurt.de/news/20182019/news-einzel/9245-aluminium-verhindert-mehr/fcc6f298c5f5845e4845e53b90e797f4.html

    http://www.fr.de/sport/rhein-main/1ffcfrankfurt/1-ffc-frankfurt-der-junge-lichtblick-shekiera-martinez-a-1605862

    Ich frage mich allerdings, warum Nicole Anyomi nicht im Kader stand.
    Kurz vor dem Spiel erschien über sie noch ein lokaler
    Presseartikel.
    https://www.lokalkompass.de/essen-borbeck/sport/sgs-stuermerin-nicole-anyomi-ist-begeistert-von-cr7-d1009218.html

    Vielleicht gibt es ja in der Zusammenfassung bei DFB-TV Aufschluss darüber.

    (3)
  • Witzfigur sagt:

    Was soll diese ewige Gelobe, dass man die ersten 25 Minuten die Bayern dominiert hat, wenn der Rest von deutlich mehr als die Hälfte, nämlich 65 Minuten das Zepter immer mehr aus den Händen gibt. Man sollte ehrlich zugeben, dass die angenockten Bayern durch eigene Unzulänglichkeiten und einfache, total vermeidbare Fehler mental aufgebaut hat. Und dann gab es noch die Situation, wo eigentlich ein Elfer für die Gäste hätte gepfiffen werden müssen…
    Es bleibt dabei, dass einige Spielerinnen zuviel nicht das Format haben, Turbine weiter zu bringen und dann kommen noch welche hinzu, die einen gebrauchten Tag erwischt haben und der JoJo-Vorgabe eben nicht Folge leisten können.
    So steht Turbine auf einem 7. Platz, den sie schonmal mehrheitlich in einer früheren Saison belegten. Auch gab es mal einen Trainer bei den Turbinen, unter dem die Spielanlage mit den langen Bällen in die Spitze verpönt waren, jetzt ist das nicht nur salonfähig bei Rudolph, sondern regelrecht erwünscht. Weshalb bloss?

    (3)
  • ollerRentner sagt:

    Auch noch kurz meinen Senf zum Spiel Turbine gegen Bayern aus Sich eines „Neutralen“: Ich war sehr unangenehm überrascht, jedenfalls über die grösste Zeit des Spiels (gesehen habe ich es bei Telekom-Sport).

    Bis auf die Anfangs- und die Endphase des Spiels, während derer zumindest seitens Turbine ein einigermassen vernünftiges Spiel zustande kam, hätte sich eine Kurzbeschreibung des Rests vielleicht als Rhythmusvorlage für Musiker geeignet, und zwar die Spielweise beider Seiten: Hoher Ball, Pass, Pass, Fehlpass, Foul…

    Ich erwartete eigentlich eine Art Spitzenspiel, aber an so etwas kam es nie heran.

    Turbine hat ja, soweit ich das im Vorfeld richtig verstanden habe, zur Zeit keine Ambitionen nach ganz oben, wie aber Bayern München in diesem Zustand eine Konkurrenz für WOB sein will, erschliesst sich mir nicht.

    Man kann im Interesse des Frauenfussballs in Deutschland nur hoffen, dass die Bayerinnen zumindest in der Champions-League weiterhin vernünftig spielen und die Kurve kriegen.

    (8)
  • Fan2 sagt:

    Tut mir leid, aber ich kann nur immer wieder fragen, wer noch daran zweifelt, dass wir diese Saison die LaLiaZ erleben, die langweiligste Liga aller Zeiten? Anders als Pauline kann ich dem nicht viel abgewinnen. Mittlerweile ist die erste Liga nicht eine Zwei-, sondern mindestens eine Vier-Klassen-Gesellschaft. 1. Klasse Wolfsburg, 2. Klasse Bayern, 3. Klasse Essen, Freiburg, Potsdam, Frankfurt, Sand, Hoffenheim, Duisburg, 4. Klasse Werder, Leverkusen und Gladbach. Wenn das denn mal schon reicht. Bayern kann sich wahrlich nur selbst ein Bein stellen, wie in Potsdam passiert.
    Spielen gegen Bayern kann ich ja noch irgendwas abgewinnen unter dem Aspekt, den Pauline beschreibt, weil da noch Aussicht auf ein Unentschieden besteht, von den Spielen gegen Wolfsburg hat aber niemand was. Es bringt keinen weiter, sich mit 10 Mann hinten reinzustellen und dennoch ne Packung zu bekommen. Da lässt man einfach nur die Demütigung über sich ergehen und geht zum Tagesgeschäft über. Für den Großteil der Liga wäre es zum aktuellen Zeitpunkt vermutlich sinnvoller, sich die Fahrt nach Wolfsburg zu sparen und einfach nicht anzutreten, selbst, wenn das Spiel dann 5:0 gewertet würde, würden die meisten da noch besser bei wegkommen als wenn sie antreten würden. Dann würden sie sich Zeit und Geld sparen, und könnten sich auf die wichtigen Spiele besser vorbereiten.

    Traurig ist dabei, dass das Ganze kein Qualitätsmerkmal für Wolfsburg ist, sondern eher eins gegen die Liga. Denn international ist eben gegen Lyon und demnächst wahrscheinlich auch Paris kein Kraut gewachsen.

    (-21)
  • Fan2 sagt:

    @Witzfigur: Das Gelobe wundert mich nicht, irgendwo müssen die Herrschaften hier ja noch irgendwo den Strohhalm ergreifen und irgendwas Gutes in dem mittlerweile nur schwer zu ertragenden Stil in der FF-BL entdecken. Gerade diejenigen, die behaupten wollen, die Entwicklung wie wir sie in der BL in den letzten Jahren erlebt haben, sei nicht fatal, sondern geradezu positiv.

    Was nicht sein kann und darf, darf eben nicht sein. Einen spielerischen Rückschritt kann es im deutschen FF ja schließlich per definitionem nicht geben. Diese Weisheit hat uns schon Silvia Neid gelehrt und von so manchem Fan wird sie nun mantrahaft weiter gebetet.

    Dass es im Fußball auch Zeiten spielerischer Regression gibt und Zeiten, in denen sich auf den Früchten des Erfolgs zu sehr ausgeruht wird, könnte man wissen, wenn man nicht die historische Entwicklung des MFs ignorieren würde. Und man würde auch erkennen, dass eine Alleinherrschaft eines Vereins eine solche spielerische Regression fördert. Aber nein, der FF ist ja ganz anders, der FF ist ja der Gute, da passieren solche Sachen nicht, da gibt es bloß Fortschritt…

    (-19)
  • NotSan sagt:

    @Fan2: Anscheinend hast du den Knall nicht gehört. Auch du wirst die positive Entwicklung im Frauenfußball nicht aufhalten können !!

    (4)
  • Fan2 sagt:

    Welche positive Entwicklung?

    (-3)
  • ollerRentner sagt:

    @Fan2: Ich finde die Bundesliga der Frauen überhaupt nicht langweilig. Selbst wenn man die Klassenunterteilung so vornimmt.

    Es gab schon immer eher drei Klassen, was eine recht typische Geschichte bei wohl allen in Spielgruppen aufgeteilten Sportarten in der obersten (nationalen) Liga ist: Die, die die Meisterschaftsfavoriten sind (meist ein oder zwei), die die gegen den (Wieder)Abstieg kämpfen und die, die sich irgendwo im Mittelfeld einsortieren.

    Die Gruppenzugehörigkeit wandelt sich fast immer über Jahre gesehen, aber während einer Saison eher selten. Bezüglich WOB bleibt so oder so abzuwarten, ob das stabil bleibt oder eine Frühform ist, wobei die allerdings mit Pajor und Harder zwei excellente Torjägerinnen haben (ich bin mal neugierig, wie sich Ewa Pajor noch weiter entwickelt). Man sollte allerdings nicht vergessen, dass es nächste Saison schon wieder völlig anders aussehen kann, weil diverse Verträge auslaufen.

    International könnte WOB durchaus diese Saison bestehen, auch gegen die französischen und britischen Vereine, sofern sie die jetzige Form halten und in Details ausbauen können.

    Ich habe vor einiger Zeit das Telekom-Sport-Abo gebucht, weil ich endlich mehr von der Bundesliga sehen wollte. Bereut habe ich das überhaupt nicht und von langer Weile bezüglich der Spiele kann keine Rede sein.

    Ich kann mich noch gut an meine letzten Jahre als Fussballspieler in der Uni-Runde in Berlin erinnern, sowie an die Jahre davor in Vereinen. Als Spieler hat man die direkten Konkurrenten im Visier und versucht bei „den Grossen“ einigermassen klar zu kommen. Nebenbei lernt man ja auch dazu, wenn man es plötzlich mit schnelleren und technisch besseren Spielern zu tun hat – zumindest kennt man hinterher seine Schwächen noch besser und kann daran arbeiten.

    Ich sehe höchstens ein Problem: International können wohl aktuell nur WOB und Bayern mithalten. Vielleicht sollte man die Erwartungshaltung diesbezüglich ein wenig überdenken. Es ist wohl für jeden Verein ein Erfolg im Halbfinale zu landen. Ab dann kann man sowieso nicht mehr erwarten auf Gegner zu treffen, die spürbar unterlegen sind. Der Rest ist dann immer eine Mischung aus Tagesform und Glück.

    (16)
  • enthusio sagt:

    @Fan2:

    Die positive Entwicklung in Essen, in Frankfurt, in Hoffenheim …

    (11)
  • ajki sagt:

    Ich habe keine Bedenken hinsichtlich der Wolfsburger Favoritenrolle. Sie haben nun mal globale Top-Frauen im Kader, die mannschaftliche Geschlossenheit sieht sehr gut aus, die Spielerinnen scheinen sich ausnahmslos alle gut zu fühlen auf dem Platz, vielleicht auch außerhalb. Das sie also oben stehen in der nationalen Liga überrascht nicht. Was schon ein bisschen wundert, vielleicht sogar wurmt (also zumindest würde es mich wurmen, wäre ich aktiver Bestandteil eines Liga-Kaders) ist das schon auffällige „zu Null“. Dass ihnen so gar keiner auf die Pelle rücken kann (FCB!) und ihnen keiner mal einen einschenkt, das ist schon ein wenig bedenklich.

    Aus Wolfsburger Sicht ist es möglicherweise aber irgendwo zwangsläufig – sie müssen europäisch eben bestehen können bzw. sie wollen es wahrscheinlich unbedingt und brachial. Das heißt nun mal, dass irgendwann Lyon oder PSG kommt… Und dann wird es für Wolfsburg ums Ganze gehen.

    (9)
  • Pauline sagt:

    Turbine hat genug Qualität,nur einer nicht.
    Er wird auch diese Saison vergeigen.

    (1)
  • Detlef sagt:

    Witzfigur schrieb;
    „Was soll diese ewige Gelobe“

    Wen meinst Du denn damit???
    Mir fällt keiner ein, der Potsdam hier nur lobt!!!
    Ich glaube langsam, daß Du nur ein anderer Nick von einer uns gut bekannten „Frau Fußball“ bist!!!
    Da war auch permanent das Glas immer nur halbleer, und niemals halbvoll!!!
    Kritik ist gut und auch wichtig!!!
    Aber dazu gehört eben auch das Positive aufzuzählen!!!

    Vielleicht wirst Du lieber Erfolgsfan von Wolfsburg!!!
    Diese Frauschaft kann wohl noch am ehesten Deine sehr hohen Erwartungen erfüllen!!!
    Alle anderen Vereine (auch Bayern) sind leider fehlbar, und dafür hast Du ja immer nur Hohn und Spott übrig!!!

    TURBINE hat ohne Zweifel noch viele Baustellen, sowohl im Team als auch außerhalb!!!
    Aber das gestrige Spiel hat mir wieder Mut gemacht!!!

    (1)
  • Strike sagt:

    Fan2 ist total falscher Ansatz. Früher war es die Überlegenheit der Deutschen Spielerinnen im Frauenfußball. jetzt wurde aber international aufgeholt oder überholt. Generationswechsel war auch grass. Printz, Sasic, Garfrekes, Behringer usw.
    Der Nachwuchs wurde lange vernachlässigt, es wurden die besten Ausländerinnen plus viel Duchschnitt aus dem Ausland geholt(Jena) Es machen sich einige Vereine viel Arbeit mit jungen Mädels zu arbeiten, aber alles braucht seine Zeit. Da ist es doch gut wenn ein Club wie Wolsburg da ist und international das Format hat sich zu messen mit den besten Clubs der Welt. Und die nationalen Clubs können sich mit Wolsburg messen. Warum Bayern grad eine Krise hat ist evtl. klar, kann ich aber nicht beurteilen von aussen. Ich finde die Bundesliga klasse und da kommt etwas nach für die Zukunft, wenn auch der DFB etwas ändert in seinen verkrusteten System und Jobs zum Golf spielen wichtiger sind als der Nachwuchs!

    (11)
  • W sagt:

    @Detlef
    Dein obiger Kommentar erhält das Prädikat „Sinnloster Kommentar ever“!
    Gründe:
    – Du setzt Dir einen nicht für Dich bestimmten Hut auf.
    – Gehe in die Kirche, wenn Du langsam glauben willst.
    – Auf Deinen Rundumschlag a la Uli Hoeneß lege ich keinen Wert.

    (-9)

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