Frauen-Bundesliga: So lief der 4. Spieltag

Von am 14. Oktober 2018 – 16.58 Uhr 28 Kommentare

Am 4. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga kam der VfL Wolfsburg zu einem souveränen Auswärtssieg. Der SC Freiburg kassierte überraschend eine Heimniederlage, der 1. FFC Frankfurt feierte den ersten Saisonsieg.

Die Wolfsburger Spielerinnen bejubeln den Treffer zum 2:0 von Kristine Minde

Die Wolfsburger Spielerinnen bejubeln den Treffer zum 2:0 von Kristine Minde © imago / foto2press

Minde trifft doppelt bei Wolfsburg-Sieg

Der VfL Wolfsburg gewann vor 771 Zuschauern auf Platz 11 des Weserstadions beim SV Werder Bremen mit 3:0 (2:0). Zsanett Jakabfi (10.) und Kristine Minde (26.) sorgten für die Pausenführung, in der Schlussphase sorgte Minde mit ihrem zweiten Treffer für den Endstand (86.).

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Heimniederlage für Freiburg

Der SC Freiburg unterlag auf eigenem Platz gegen den MSV Duisburg mit 0:2 (0:1). 1.052 Zuschauer im Möslestadion sahen, wie Lisa Makas die Gäste früh in Führung brachte (5.). Dörthe Hoppius machte früh in der zweiten Halbzeit den Auswärtserfolg der Gäste perfekt.

Essen ringt Potsdam nieder

Die SGS Essen gewann gegen den 1. FFC Turbine Potsdam vor 1.187 Zuschauern im Stadion Essen mit 3:2 (1:1). Lea Schüller erzielte die Essener Führung (11.), Svenja Huth gelang der Ausgleich (30.). In der zweiten Halbzeit brachte erneut Schüller die Gastgeberinnen in Führung (48.), doch Felicitas Rauch egalisierte für Turbine (57.). Für die Entscheidung sorgte dann Linda Dallmann (72.).

Feiersinger trifft bei Frankfurt-Sieg

Dem 1. FFC Frankfurt gelang vor 1.360 Zuschauern im Stadion am Brentanobad gegen den SC Sand beim 1:0 (0:0) der erste Saisonsieg. Laura Feiersinger traf kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit (47.).

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Turbulentes Remis der beiden Aufsteiger

In der turbulentesten und trefferreichsten Partie des Spieltags trennten sich die beiden Aufsteiger Borussia Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen vor 200 Zuschauern im Grenzlandstadion mit 4:4 (2:0). Dabei schienen die Gastgeberinnen auf dem Weg zum ersten Saisonsieg, verspielten aber eine 3:0-Führung. Vanessa Wahlen (9.), Alina Busshuven (29.) und Valentina Oppedisano (62.) schossen einen Drei-Tore-Vorsprung heraus, ehe Elisabeth Mayr verkürzte (63.). Auch der vierte Gladbacher Treffer durch Kerstin Bogenschütz (71.) sorgte nicht für die Entscheidung, denn in einem furiosen Schlussspurt retteten erneut Mayr (74.), Merle Barth (85. Elfmeter) und Lena Uebach (90.+1) den Gästen einen Punkt.

Arbeitssieg für Bayern

Bereits am Samstag gewann der FC Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim vor 452 Zuschauern im Grünwalder Stadion mit 2:1 (1:0). Mandy Islacker (34.) und Sara Däbritz (70.) trafen für die Gastgeberinnen, für Hoffenheim war Maximiliane Rall erfolgreich (82.).

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • Bernd sagt:

    @ Dori
    Bei allem was Du zu Lena Lotzen sagst stimme ich Dir zu. Habe bei meinem Kommentar ihre lange Verletzungszeit nicht bedacht. Nach dem Rückstand wollte Jens Scheuer zur Halbzeit mit den Wechseln wohl noch mehr Druck erzeugen. Für mich waren die Wechsel verständlich, aber leider am Ende nicht erfolgreich. Bei Naomoto waren relativ viele Pässe angekommen und mir gefällt, dass sie auch ohne Ballbesitz eine gute Übersicht behält.
    @ SCF Klausi
    Bei Sharon sind wir eigentlich auch ähnlicher Meinung, Du schriebst, „mit dem Kopf durch die Wand“ und „eigensinnig“ ich meinte mit „rannte sich immer wieder fest“ und „hätte manchmal früher abspielen müssen“ eigentlich genau das das Gleiche. Nur als phlegmatisch habe ich sie nicht gesehen, eher manchmal als etwas überdreht. Aber wie Dori schon sagte, sind unterschiedliche Beurteilungen auch normal und o.k.
    Für Lisa Makas, die in dem Jahr in Freiburg, die Spiele aufgrund ihrer Verletzung meist von der Tribüne anschaute, hat es mich gefreut, dass sie nun wieder zeigen kann was sie drauf hat.
    Beste Spielerin war für mich aber die Torhüterin Meike Kämper.
    Hoffe die SC Mädels, zeigen in Wolfsburg auch bei weniger gelungenen Aktionen, wieder mehr Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung auf dem Platz. Für mich ein wichtiger Faktor in jedem Spiel und in dem Punkt war Duisburg leider wirklich besser.

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  • FFFan sagt:

    @ ruhri:
    „Es ist dort deutlich zu sehen, dass Hegering den Ball ins eigene Tor köpft und Petermann steht dabei klar im Abseits. Das war dann wohl aus diesem Grund ein reguläres Tor (im Übrigen von Matthias Rudolph im Interview richtig analysiert).“

    Rudolph legt sich doch gar nicht fest…
    Nach Betrachten des Videos ist die Abseitsstellung für mich keineswegs „ganz klar“, es schaut eher nach gleicher Höhe aus. Wenn es aber Abseits war, ist der Treffer irregulär, denn L.Petermann ist in dieser Situation nicht passiv, auch wenn der Ball von M.Hegering ins Tor gelenkt wird!

    P.S.: Wie kann der DFB für dieses Spiel ausgerechnet eine Schiedsrichterin aus Essen ansetzen? (allerdings pfeift S.Diekmann wohl für Niedersachsen, somit war das formal i.O.)

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  • Aldur sagt:

    ruhri sagt:
    Es ist dort deutlich zu sehen, dass Hegering den Ball ins eigene Tor köpft und Petermann steht dabei klar im Abseits. Das war dann wohl aus diesem Grund ein reguläres Tor…“

    „Das „Umstossen“ von Petermann habe ich als kleinen (und nicht elfmeterreifen Rempler) gesehen, bei dem Petermann sehr schnell gefallen ist.“

    Ich habe es eigentliche genau umgekehrt wahrgenommen. Bei dem Abseitstor geht Petermann zum Ball und zwingt Hegering zum Eingreifen. Wenn das aus einer Abseitsstellung heraus passiert, ist das Tor für mich nicht regulär. FFFan hat allerdings Recht, dass die Bewegtbilder das Abseits nicht hundertprozentig auflösen.

    Bei dem Rempler rechnete ich – bei einmaliger Ansicht in Echtzeit im Stadion – eigentlich mit einem Pfiff, da es für mich so aussah, als sei Petermann schon in der Sprungbewegung gewesen. Da reicht dann so ein kleiner Rempler, wenn man nicht mehr stabil ist.

    FFFan sagt:
    „Wie kann der DFB für dieses Spiel ausgerechnet eine Schiedsrichterin aus Essen ansetzen? (allerdings pfeift S.Diekmann wohl für Niedersachsen, somit war das formal i.O.)“

    Wenn sie aus Essen kommt, und für Niedersachsen pfeifft, dann ist möglicherweise nicht die Stadt Essen in NRW, sondern die gleichnamige Gemeinde in Niedersachsen (in der Nähe von Vechta) ihr Heimatort. Anders würde die Ansetzung für mich auch keinen Sinn machen.

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  • Detlef sagt:

    Also mich ärgern eigentlich die Fehler die wir vor den Gegentreffern viel mehr, als die Fehler der Schiris!!!

    Doch nach mehrfachem Studium der tv-Bilder muß ich FFFan zustimmen, daß LENA PETERMANN eher gleiche Höhe stand!!!
    Im Zweifel für die Angreiferin heißt es ja eigentlich!!!
    Und PETERMANN behinderte Hegerimg nie!!!
    Beim Paß von HUTH hatte sie freie Sicht auf den Ball, und PETERMANN ging auch nicht richtig in den Luftkampf, da sie nicht gut zum Ball stand!!!
    Für mich ein klares reguläres Eigentor,selbst wenn die Potsdamerin ein paar Zentimeter im Abseits stand, da sie nie die Chance hatte, an den Ball zu kommen!!!

    Und der Rempler war ein klarer Strafstoß, da PETERMANN den Angriff auf sie nichtmal erahnen konnte, da er genau von hinten in ihren Rücken kam!!!

    Die Schiris waren auch in anderen Situationen sehr zweifelhaft!!!
    Die Linienrichterin auf der HT-Seite stand permanent einen halben Meter im Feld, und erkannte selbst eine Abseitsposition von 2m nicht!!!
    Wie lange müssen wir denn noch auf qualifizierte Referees warten???

    (-8)
  • Witzfigur sagt:

    Die Fehler für eine Niederlage nicht bei den Schiri suchen!
    Vorallem dann nicht, wenn man erneut Defensivschwächen offenbart, auf die die Gegner durch Trainer und eigene Erfahrungen vorbereitet sind. Es hat sich in der AFBL bereits rumgesprochen, wie leicht man Turbine ausspielen kann. Diese Peinlichkeit muss endlich ein Ende haben, denn man hat gesehen, wie insbesondere Huth mit dieser Abwehr ins Gericht geht, so nach dem Motto „Was nützt es, wenn ich vorne die Dinger mache, wenn ihr hinten sowas von offen seid!“.

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  • Detlef sagt:

    @Witzfigur,
    Wer lesen kann…..
    Ich schrieb ja, daß mich die Fehler in Abwehr und Mittelfeld eigentlich mehr ärgern!!!
    Die Spielweise von Essen ist doch allen TURBINEN bekannt, und laut HP hat man von Trainerseite auch nochmal explizit darauf hingewiesen!!!
    Trotzdem hat man Schüller und Dallmann sträflich alleine gelassen, und im MF die Bälle vertändelt!!!
    Das regt mich auch tierisch auf, weil man aus seinen eigenen Fehlern im Frankfurtspiel nix gelernt hat!!! 🙁

    Eigentlich muß Rudi jetzt auch mal personelle Konsequenzen ziehen, auch um den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft aufrecht zu erhalten!!!

    Aber da sich die User hier so sehr mit den Schiri-Entscheidungen beschäftigt haben, wollte auch ich meine Meinung dazu schreiben!!!
    Es ist doch sehr komisch, daß wir permanent benachteiligt werden, schon letzte Saison sind uns klare Tore aberkannt worden, auch gegen Essen!!!
    Ich würde mein letztes Hemd verwetten, daß die Schiri keine Millisekunde gezögert hätte, wenn dort eine Bayern- oder Wolfsburgspielerin gestanden hätte!!!
    Dann hätte das Eigentor selbstverständlich gezählt!!!

    (-8)
  • Detlef sagt:

    @Witzfigur,
    Noch ein Gedanke zu SVENJA HUTH!!!
    Sie ist jetzt Käptn, und muß deshalb mit allen „ins Gericht“ gehen, einschließlich sich selbst!!!
    Hätte sie die 100%-ige vor der Aktion reingemacht, hätten wir uns jetzt nicht über abseits oder nicht abseits unterhalten müssen!!! 😉

    Eine Mannschaft gewinnt und verliert immer gemeinsam, da darf niemand mit dem Finger auf den anderen zeigen!!!
    Nur zur Erinnerung, in der Vorsaison geriet die Offensivavteilung ziemlich unter Druck, als da die Tore hauptsächlich von KIWIC und ELSIG erzielt wurden!!! 😉

    Ich hoffe jetzt am Sonntag auf eine entsprechende Reaktion auf dem Platz!!!

    (-4)
  • Witzfigur sagt:

    @Detlef
    Wer lesen kann…
    Ich habe keine Abseits-Diskussion losgetreten oder mitgemacht!
    Da bist Du bei mir falsch abgebogen.

    Der Satz mit dem Finger zeigen, ist missverständlich, denn damit würdest Du ja grundsätzlich Kritik innerhalb des Teams ausschliessen, und das kann es wohl nicht sein.

    Zumindest aber schonmal positiv zu bewerten, dass Du die von mir angesprochene Huth-Reaktion auf dem Rückweg von ihrem Treffer zum Anstoßkreis, mitbekommen hast. Da braucht es auch kein Lippenlesen, um mitzubekommen, worum es da ging! 😉
    Deine Erinnerung ist mehr oder weniger für die Katz, denn auf die gesamte Saison hochgerechnet, gleichen sich diese Treffer mit den IV-Klopsen, allein im Bayernspiel, allemale wieder aus – und das war eine Zumutung ersten Grades, wo ich keine Wiederholung sehen will!

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