Wolfsburg deklassiert Bayern

Von am 30. September 2018 – 21.19 Uhr 55 Kommentare

Am 3. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hat Meister VfL Wolfsburg Vizemeister FC Bayern München eine Lektion erteilt. Ewa Pajor avancierte mit drei Treffern zur Matchwinnerin.

Wolfsburgs Stürmerin Ewa Pajor bejubelt einen ihrer drei Treffer

Wolfsburgs Stürmerin Ewa Pajor bejubelt einen ihrer drei Treffer © imago / regios24

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Vor 2.579 Zuschauern im heimischen AOK-Stadion gelang dem VfL Wolfsburg ein 6:0 (2:0)-Erfolg gegen die Münchenerinnen.

Pajor glänzt als Dreifachtorschützin

Ewa Pajor brachte die Wolfsburgerinnen mit einer schönen Einzelleistung in Führung (17.), Pernille Harder erhöhte per Foulelfmeter zur Pausenführung (29.). Und in der zweiten Halbzeit kam es für den Gast aus dem Süden noch dicker: Alex Popp (55.), ein Eigentor der Ex-Wolfsburgerin Verena Schweers (56.) sowie zwei weitere Treffer von Pajor (73. und 89.) machten das halbe Dutzend voll und sorgten für einen unerwartet hohen Heimsieg.

Kantersieg für Sand

Der SC Sand kam vor 518 Zuschauern im Orsay-Stadion zu einem klaren 5:0 (3:0)-Sieg gegen Aufsteiger Borussia Mönchengladbach. Leticia Santos de Oliveira (10.9 und Nina Burger (35.) und Dina Blagojević (38.) sorgten für eine 3:0-Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel erhöhten Isabelle Meyer (79.) und Justine Vanhaevermaet (90.+1).

Freiburg souverän

Der SC Freiburg feierte einen souveränen 3:0 (2:0)-Auswärtssieg bei Bayer 04 Leverkusen. 350 Zuschauer sahen im Jugendfußball-Zentrum Kurtekotten in Köln, wie Giulia Gwinn mit zwei Treffern (31., 42.) die Gäste auf die Siegerstraße brachte. Verena Wieder sorgte dann für den Endstand (80.).

Erster Saisonsieg für Duisburg

Einen klaren Erfolg feierte auch der MSV Duisburg mit dem 3:0 (1:0) gegen den SV Werder Bremen. Vor 484 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg brachte Yvonne Zielinski die Gastgeberinnen in Führung (12.). In der zweiten Halbzeit trafen Lisa Makas (65.) und Dörthe Hoppius (90.+3).

Essen feiert Auswärtssieg

Die SGS Essen kam zu einem 2:1 (1:1)-Auswärtssieg bei der bis dahin verlustpunktfreien TSG 1899 Hoffenheim. Vor 830 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion brachte Danica Wu die Gäste in Führung (13.), doch Fabienne Dongus gelang kurz vor der Pause der Ausgleich (44.). Lea Schüller erzielte dann kurz nach Wiederanpfiff den Siegtreffer für die Essenerinnen (48.).

Potsdam gewinnt Klassiker

Bereits am Samstag kam der 1. FFC Turbine Potsdam vor 1.437 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion zu einem 3:1 (2:0)-Sieg gegen den 1. FFC Frankfurt. Lara Prasnikar (38.) und Rahel Kiwic (43.) trafen kurz vor der Pause. Tanja Pawollek konnte für die Gäste zwar verkürzen (79.), doch Viktoria Schwalm sorgte für die Entscheidung (90.+3).

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

55 Kommentare »

  • Pauline Leon sagt:

    im prinzip kann ich @Dori zum leverkusen-spiel-kommentar voll und ganz zustimmen.
    ich fand, das leverkusen sich in der ersten halbzeit defensiv ganz gut gestellt hat und versuchte, die freiburg-maschinerie in grenzen zu halten. war schwierig und auch erfolglos.
    anna klink war anfangs noch etwas unsicher, hat dann aber die ein- und andere glanzparade geboten. sonst hätte es sicher in hz1 schon 0:5 gestanden.
    merle frohms hatte eher wenig zu tun, wie almuth gegen essen, immer knapp am mittelkreis.

    die standards (vor allem ecken) waren von beiden teams eher grotte. da muss mehr kommen.

    das routiniertere und vor allem individuell bessere team war klar freiburg. bühl, gwinn, beck, lotzen, minge sind meist jung aber schon ordentliche hausnummern.
    auf leverkusener seite war natürlich der verlust von isy bestimmt der knackpunkt. sehr schade und gute besserung isy!!!

    liz mayr stand so ein bischen alleine in der offensive. eigentlich ist sie eine echt kraftvolle und gefährliche 16er-rampensau! sie braucht eine clevere mitspielerin in der spitze, da muß lena uebach eher aufs feld. eine der wenigen guten chancen hat sich lena in hz 2 zum schluß selbst erarbeitet (leider ein meter übers tor). sie muß eher aufs feld. mindestens gegen gladbach.

    zu sara doorsoun: sie war im spiel gegen essen schon weitaus ruhiger, präziser und übersichtlicher als noch letzte saison für essen.

    zu wolfsburg: sie spielen wirklich super fussball. eigentlich nur gut für die liga. hab auch schon überlegt, ob sie die 66punkte-tour diese saison zelebrieren.
    wer soll sie aufhalten??

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  • Liza sagt:

    @enthusio
    danke für den Link. Es sah dann doch sehr viel anders aus, als ich es im ersten Moment vernommen hatte. In dem Moment kam mir alles sehr viel langsamer vor. Aber Manus Kommentar dazu find ich genial! 😂

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  • Aldur sagt:

    Aldur sagte:
    „Von der gegenüberliegenden Seite des Platzes wirkte es wie ein normales taktisches Foul – zu weit außen und entfernt vom Tor, als das die Vereitelung einer klaren Torchance vorliegen könnte. Das müsste man im Highlight-Video noch einmal überprüfen.“

    Also nach Ansicht der Bewegtbilder ist glatt Rot für mich überzogen, sollte tatsächlich nur das Foul ursächlich gewesen sein. In der Mitte erkennt man noch mindestens eine Spielerin in Grün, die da locker hingekommen wäre. Allerdings ist die Szene stark zusammengeschnitten. In Realzeit lag zwischen Foul und Karte locker eine halbe Minute. Daher meine Vermutung, dass eventuell noch eine verbale Entgleisung folgte, die den Platzverweis nach sich zog.

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  • Pauline Leon sagt:

    nach sichten des videos zum spiel tsg gegen sgs hat linda dallmann mal wieder bewiesen, das sie die startaufstellung in jedem spiel der national11 verdient hätte. beim 0:1 sieht das aus, als ob sie eishockey spielt und auf kufen läuft während die anderen schlafen.

    LINDA !

    der nächste spieltag bietet, jetzt erst recht, sicher gute unterhaltung. gibt es schon tips zu werder gegen wolfsburg? oder sgs gegen die turbine, gladbach-leverkusen, münchen-hoffe?
    hört sich alles gut an. frankfurt-sand!!!

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  • Bernd sagt:

    Dori, sehr gute Zusammenfassung des Spiels vom SC Freiburg in Leverkusen. Bin gerade erst nachhause gekommen. Auch von mir, auf diesem Weg erstmal beste Genesungswünsche für I. Kerschowski. Leverkusen war meines Erachtens etwas stärker als Gladbach in der Vorwoche. Der SC Freiburg bei genialem Fussballwetter, ebenfalls mit verbesserter Leistung. Defensiv insgesamt stabil, bis auf die Situation mit dem Lattentreffer von Jobina Lahr am eigenen Tor. Die Ecken waren auch in diesem Spiel nur zum Teil gut gespielt, Zwei oder drei Ecken wurden vom SC Freiburg hinter das Spielfeld geschlagen. Einsatzfreude war gut, der Ball wurde zumeist schnell nach Verlusten vom SC Freiburg zurück erobert. Leverkusen in der zweiten Hälfte etwas mutiger, aber nur bei einem Lattentreffer wirklich torgefährlich. Verena Wieder nach Ihrer Einwechslung mit guter Leistung, welche sie erneut mit einem Treffer krönte. Irgendwann sehe ich das Trio Wieder, Bühl, Gwinn gemeinsam auch in der A-Nationalmannschaft! Die SC-Spielerinnen kamen nach dem Abpiff zum gemeinsamen jubeln und La Ola zu den Fans. Wo der SC wirklich steht, wird wohl erst nach dem Wolfsburg-Spiel klarer sein. Eventuell treffen am übernächsten Spieltag, dann die beiden nach wie vor einzigen Teams ohne Gegentor aufeinander. Der Ehrgeiz von Merle Frohms ist bestimmt gross, besonders in Wolfsburg gegen ihre jahrelange Kollegin Almuth Schult, möglichst ohne Gegentor zu bleiben. Sollte dies gelingen, wäre, ein Sieg zuhause gegen Duisburg vorausgesetzt, zumindest theoretisch ein Wechsel an der Tabellenspitze möglich. Die Defensive der Freiburgerinnen halte ich für so stark, dass sie jedenfalls keine sechs Gegentore kassieren. Die Besucherzahl war in Leverkusen bei dem schönen Wetter etwas enttäuschend, ebenso wie die kaum vorhandene Anfeuerung für das Heimteam. Pauline stimmst Du mir zu, wenn ich sage, der SCF wurde in dem Spiel nur selten gefordert und das Ergebnis geht in Ordnung?

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  • Dussel Duck sagt:

    Pauline Leon fragt sich weiter oben, ob WOB diese Saison den 66-Punkte-Durchmarsch hinlegen. Das glaube ich eher nicht [Pauline Leon wahrscheinlich auch nicht wirklich]. Ich meine mich zu erinnern, dass WOB zwischen dem 14. Okt. und dem 4. Nov. sieben Spiele zu bestreiten hat – darunter ein Mal BL gegen FR sowie zwei Mal CL gegen Atletico. [Außerdem muss z. B. Pernille Harder vorher noch zwei Mal gegen Holland ran.] Bestimmt werden die Wölfinnen-Trainer in den Spielen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte kräftig durchwechseln (müssen), und ob die Elf ohne Hansen/Harder/Pajor dann noch die Durchschlagskraft besitzt wie gegen Bayern, scheint mir ungewiss.

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  • Zaunreiter sagt:

    Mögliche 4 Spiele mehr betreffen nicht nur Harder, sondern auch Dickenmann und Maritz; Groenen, Sandvej, Reuteler und Widmer; Roord und Beerensteyn; Rinast und van Lunteren; Kiwic – hab ich jemanden vergessen?

    Und zwar schon kommenden Freitag und dann heute in einer Woche.

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  • Fan2 sagt:

    @Pauline Leon:
    Werder-Wolfsburg: irgendwas zwischen 0:3 und 0:27
    SGS Essen-Turbine: 2:2
    Gladbach-Leverkusen: 0:3
    München-Hoffenheim: irgendwas zwischen 5:0 und 8:0
    Frankfurt-Sand: 0:0
    Freiburg-Duisburg: 4:0

    Auf solche Spiele soll man sich freuen??

    Ich glaube allerdings auch nicht, dass Wolfsburg den 66 Punkte Durchmarsch hinlegt. Das wollen die auch gar nicht. Spätestens ab dem 18./19. Spieltag, wenn dann die Meisterschaft sicher ist, wird sich Wolfsburg wieder daran machen, eifrig die Tabelle zu verfälschen und in der Liga bloß noch mit der zweiten Mannschaft auflaufen. So wie halt in jedem Jahr. Und am Ende wird dann jeder sagen: War doch ne spannende Saison, Wolfsburg hatte bloß 4 oder 5 Punkte Vorsprung.

    Dabei war mal wieder gähnende Langeweile die eigentliche Realität.
    Die Liga hat mächtig an Attraktivität gelitten. So deutliche Siege wie in diesem Jahr in der Häufigkeit gab es schon lange nicht mehr.
    Weder besitzt die Liga irgendwas an Spannung noch an Kultclubs (tut mir Leid, aber wenn drei der unbeliebtesten Männerclubs oben stehen, dann ist das der Worst Case für den FF, und ich meine dabei nicht Freiburg) noch an polarisierenden Charakteren oder an medial wirksamen Aushängeschildern. Es gibt keinerlei Fanrivalitäten mehr und bei dem ehemaligen Topspiel der Liga ist man heute schon froh, dass es noch kein Duell um den Abstieg ist.

    Früher hatte der FF drei reine FF-Teams, die um die Meisterschaft gespielt haben, darunter eine regelrechte Fanfeindschaft. Er hatte sogar ein Stadtderby für ne Zeit lang. Spannung war bis zum letzten Spieltag gegeben. Der FF hatte Charakterfiguren wie Grings, Odebrecht, Zietz, Prinz etc. und spielerische Aushängeschilder wie Lira oder Celia. Jedes Jahr eroberten zahlreiche Eigengewächse die Bundesliga oder die CL.

    Davon ist heute nichts mehr zu erkennen.

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  • Dori sagt:

    @Dussel Duck
    „[…] und ob die Elf ohne Hansen/Harder/Pajor dann noch die Durchschlagskraft besitzt wie gegen Bayern, scheint mir ungewiss.“

    Man sollte dieses Spiel gegen Bayern meiner Meinung nach eh nicht zu ernst nehmen. Klar kam da die Qualität der Wolfsburg-Spielerinnen sehr gut zum Vorschein, aber man muss auch bedenken, dass die Bayern sich zum großen Teil auch selbst das Leben schwer gemacht haben. Wolfsburg wurde ja zum Teil eingeladen, wenn ich diesen Katastrophenpass von Roord sehe, den Ballverlust von Wenninger oder das Eigentor von Schweers. Die Leistung war an diesem Tag so erschreckend, dass die Wolfsburgerinnen ja zum Teil einfach ohne große Gegenwehr durchspazieren konnten. Dass Bayern es eigentlich besser kann, sollte jeder hier wissen und wahrscheinlich wird Wolfsburg es gegen andere Teams und auch im Rückspiel gegen Bayern deutlich schwerer haben. Trotzdem sieht es ganz danach aus, als würden sie auch in dieser Saison wieder das Maß aller Dinge sein. Aber wir befinden uns ja noch ganz am Anfang. Man weiß nie, was noch so passieren kann 😉

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  • Witzfigur sagt:

    @Detlef
    Wenn sich Dir Rudolph’s Kritik nur teilweise erschließt, kannst Du doch im Umkehrschluß große Teile davon nicht nachvollziehen! Das ist für mich der Hinweis, dass Du das Spiel bzw. dessen Verlauf positiver siehst als es der Trainer tat. Ich stehe jedoch diese Mal voll und ganz hinter seiner Teamkritik, aus der er einzig Lisa herausnimmt und berechtigt mit lobenden Worten bedenkt. Zwangsläufig bescherte ihr diese Leistung, die Turbine nämlich den Arsch rettete, zu Recht den Titel „Spielerin des Spiels“!
    Schön, dass Du auch die Vorwochenleistung gegen Sand unisono zu mir einstufst, denn da konnte ich die Trainerworte nicht nachvollziehen! Vorallem das „Runterspielen“ ist mir extrem aufgestossen, denn darin war für mich Null Kritik an diesem merkwürdigen Verhalten enthalten. Als gäbe es in der BL-Tabelle nur Punkte und keine Tore…, die auch Zünglein an der Platzierungswaage sein können.
    Parallel dazu fällt mir folgender Vergleich ein:
    Hätte Borussia Dortmund nach der 2:0-Halbzeitführung gegen Nürnberg so gehandelt, wäre das Endresultat kein 7:0 gewesen und Favre hätte sich zu Recht tierisch aufgeregt und ein volles Stadion noch voller vom Unmut der Fans gewesen!
    Manchmal frage ich mich, ob Rudolph bei seiner Kritik eher Gymnasialsportlehrer als BL-Trainer ist bzw. er das nicht richtig zu- und einordnen kann?

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  • Zaunreiter sagt:

    @Sheldon aka Fan2: Mimimimi!

    Früher war alles besser…oder wie?

    1. Zu deinem Stadtderby: Das gibt es nicht mehr, weil der „Leader“ des Gesamtvereins (FSV Frankfurt) lieber das Geld in den kümmerlichen Männerfußball stecken wollte, die dann aufstreben sollten. Diesen Herrn gibt es nicht mehr und die Männermannschaft kümmert wieder in der Regionalliga Süd herum.

    2. Die „Fan-Feindschaft“. Ich gehe mal davon aus, du meinst Turbine und den 1.FFC Frankfurt. Ich empfand das dem FF abträglich. Jedenfalls fand – und finde ich auch heute noch – dieses „Ecke, Ecke, Ecke – Tor, Tor, Tor! Danke! Bitte!“ sehr nervig. Früher in BN hab ich mir manchmal des Spaß erlaubt, wenn Frankfurt zu Gast war, „Turbine Potsdam“ gerufen zu haben. Die paar entgleisten Frankfurt-Gesichter auf der Tribüne waren es mir wert.
    Und diese sog. „Feindschaft basierte ja auch nur auf den unterschiedlichen Konzepten der Macher des jeweiligen Vereines. Der eine konnte beruhigt in Rente gehen und seine Memoiren schreiben und der andere muss jetzt kleinere Brötchen backen. Er forderte immer ein Engagement der Männervereine und jetzt hat er bekommen, was er wollte.

    3. Charakterfiguren:
    Ich sehe spielen: Pernille Harder, Nilla Fischer, Linda Dallmann, die ewigen Störzel oder Huth, Dauerbrennerinnen wie Ioannidou, Schiewe, Turid Knaak – dazu andere Frauen, die niemals ein Spiel in der Natio spielen werden, denen der Fußball aber so wichtig ist, wie Freutel, Petzelberger, van Bonn, die Arnolds.

    Andere Frage: Warum ist das in Deutschland unvereinbar, Mutter und Fußballspielerin zu sein? Die internationale Ebene beweist mir was anderes: Katie Chapman, A-Rod, McCall Zerboni, Sarah Gordon, Christie Rampone, Shannon Boxx.

    4. Spielergebnisse:
    Die gabs auch früher schon. Da schoss der FCR zuhause mal Frankfurt mit 5:0 ab oder auch wieder der FCR im Pokalfinale die Turbine mit 7:0.

    5. Gähnende Langeweile:
    Einer der Gründe, weshalb ich mich für BN als Hesse entschied, war die Tatsache, dass ich nicht gleich Fan eines Serienmeisters und -Pokalsiegers werden wollte. Das hatte sich dann auch bald erledigt, weil dann zwischen 09 und 12 Turbine 4x Meister wurde.

    Das Leben ist ein Fluß, Sheldon. 😉

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  • Fan2 sagt:

    @Zaunreiter:
    1. Wird dann hoffentlich bald Wolfsburg passieren, wenn die Männer in die 2. Liga abgestiegen sind.
    2. Die Fan-Feindschaft zwischen Turbine und Frankfurt war das einzige, was überhaupt je Fans zum FF gebracht hat. Oder was das Potential gehabt hätte, worauf die Fankultur langsam hätte wachsen können. Das Ecke, Ecke, Ecke war jedenfalls kreativer als alles, was Wolfsburg-Fans bis heute zustande gebracht haben.
    Es stimmt, daran lags. Aber eben auch, dass beide Konzepte zu den jeweiligen Umgebungen gepasst haben: Turbine in den sozialistischen Osten, der FFC in die Bonzenstadt Frankfurt. Genauso wie Essen und Duisburg in die Arbeiterstädter des Ruhrpotts.

    3. Was zeichnet bitte schön eine der genannten als Charakterfiguren aus? Und wie kommt es, dass du unter den Spielerinnen vor allen Dingen solche mit (langen) blonden Haaren nimmst?
    Wo ist von irgendeiner von diesen Spielerinnen im Hinblick auf den FF (nicht auf ihre persönliche politische Agenda) schon mal irgendwas in den Medien zu hören gewesen außer der saublöden Streikaktion? Bis auf obligatorische Interviews ist da nicht viel. Da gabs schon ganz andere Charaktere in der Bundesliga.

    Gegenfrage: Wozu, wenn doch die Spielerfrauen die Kinder zur Welt bringen?

    4. Ja, die gab es in der Tat früher. Das war auch nicht mein Argument. Das Argument ist eben, dass es sie wieder gibt und der FF sich somit keinen Deut weiterentwickelt hat. Und ich meine nicht bloß das Topspiel. Ich meine alle Bundesligaspiele.

    5. In der Tat hat Potsdam viermal in Folge die BL gewonnen. Aber erstens ist das ein sympathischer Club gewesen, und zweitens waren alle Meisterschaften umkämpft. 2009/10 gab es mal am vorletzten Spieltag die Meisterschaft, 2010/11 gab Frankfurt diese gegen Duisburg selbst aus der Hand, 2011/12 hatten am vorletzten Spieltag noch drei Teams die Chancen auf die Meisterschaft, 2008/09 gar noch am letzten. Insgesamt gab es fünf Teams, die in diesen Jahren um die Meisterschaft mitspielten.

    Außerdem gewann Potsdam in keinem der Jahre den DFB-Pokal, den drei andere Teams (FCR, FFC, Bayern) gewannen.
    In den letzten 4 Jahren teilten Wolfsburg und Bayern die beiden ersten Plätze jeweils fein säuberlich unter sich auf, dazu sackte Wolfsburg alle 4 DFB-Pokale ein. Viel mehr Langeweile geht nicht. Das erinnert eher an 2000.

    Nur damals befand sich der FF noch in den Kinderschuhen. Seitdem hat er sich überall weiterentwickelt, bloß in Deutschland herrscht seit 10 Jahren Stillstand.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon/Fan2

    Du must dich ja schlimmer fühlen als die enttäuschten FC Bayern-Spielerinnen nach dem letzen Spiel, zumal dein langgehegter Wunsch neben dem ausgebliebenen Finanzmittelentzug durch VW, auch der Abstieg der Männer aus der 1. Buli und damit den erhofften Niedergang auch der Frauenabteilung, bisher nicht in Erfüllung gegangen ist.

    Der von dir prophezeite Untergang des deutschen Frauenfußballs naht und das beobachtest du nun schon über 10 Jahre.

    Das sind 10 verlorene Jahre für dich, die du dieser Sportart gewidmet hast.

    Was ist aus deiner noch nicht lange zurückliegenden Euphorie für den FC Bayern, dann für den 1.FFC Frankfurt u.seinem Trainer C.Bell, abgelöst dann durch J.Scheuer und seinem FC Freiburg, geworden ?

    Was hast du uns hier nicht Alles gepredigt, rufst jetzt die ehemaligen Charakterspielerinnen auf, forderst „mündige“ Spielerinnen, verurteilst aber gleichzeitig den Widerspruch der Däninnen gegen offenbar unbelehrbare Verbandsfunktionäre, versuchst hier im Forum immer wieder zu provozieren, zeigst selbst aber bei bestimmten Themen ein „duckmäuserisches“ Arbeitnehmerverhalten auf.

    Warum kannst du dich nicht, wie früher wenigstens, nur mit den Spielen und den Teams frauenfußballspezifisch auseinandersetzen.
    Da waren deine euphorischen Abhandlungen über deine entsprechenden Favoriten doch sehr viel gehaltvoller und auch lesbar.

    Warum bemühst du dich so, hier im Forum eine so negative Stimmung bezüglich des FF herbeizureden ?

    Was kann dir das geben ?

    Wäre es für deinen Gemütszustand nicht besser sich einer anderen Sportart zuzuwenden ?

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  • Altwolf sagt:

    Fan-Feindschaft als „Attraktion“ für den Frauenfußball !
    Was ist das denn für ein Gedankengut.

    Genau dieses „dümmliche“ Verhalten bei vielen MF-Anhängern ist doch der Grund, warum sich die meisten User hier dem Frauenfußball zuwenden.
    Respekt voreinander zu haben, auch Leistungen der gegnerischen Spielerinnen und ihrer Teams anzuerkennen sind die entscheidenden Eigenschaften der Fans im Frauenfußball.

    Aber das liegt manch einem User fern, da sich nicht jeder in ein Stadion begibt und dort das Miteinander erlebt, sondern sich das im TV, aus der Konserve oder meist nur aus dem DFB-Zusammenschnitt herauszieht u. dann darüber ein Statement offenbart.

    Da muß man immer noch in der Vergangenheit leben, wenn man wirklich glaubt, das die Meisterschaften u. Pokalspiele früher interessanter waren und es in dieser Zeit nur von „Spielerinnenpersönlichkeiten“ so wimmelte. Insbes. gabs da nur Interviews bei N-11-Spielen, da ja kaum Ligaspiele im TV gezeigt wurden.
    Was hat man denn früher von den angesprochenen „Persönlichkeiten“ Kritisches gehört oder gelesen ?

    Was für eine Ignoranz über die Qualität der jetzigen Frauenfußballspiele zu urteilen – die damaligen Teams würden heute Mühe haben die Klasse zu halten, denn der FF hat sich in den aufgezeigten 10 Jahren deutlich weiterentwickelt, aber nicht jeder bekommt das mit.

    (12) 12 Gesamt – 12 hoch – 0 runter
  • Runa sagt:

    @Zaunreiter: McCall Zerboni hat kein Kind. In dem Punkt gebe ich dir generell zwar recht, aber man muss schon näher hinschauen. Zum einen weiß keiner die Gründe, warum junge Spielerinnen hier keine Kinder haben. Vielleicht wollen sie einfach (noch) nicht? Zum anderen sind die Vereine und die Natio doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Da braucht es viel mehr. Gerade bei Rampone erinnere ich mich daran, wie deutlich sie sagte, dass das ganze ohne den (jetzt Ex) Mann nicht gehen würde. Trotz Support durch US Soccer, den extra eingestellten Nanny’s,…
    Chioma Igwe hat übrigens dieses Jahr ein Kind bekommen. Vielleicht sieht man sie ja irgendwann mal wieder auf dem Fußballplatz.

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  • Zaunreiter sagt:

    Fan2, dein Hass muss ja schon pathologisch sein.
    Versteckt sich hinter dir ein Nerd, der sich im Eifer mal für HiWi-Jobs bei Frankfurt und Wolfsburg beworben hat und die dortigen Verantwortlichen täglich der Göttin danken, dass sie dich nicht eingestellt haben?

    Ich widerspreche dir! No pasaran! (Was man so alles von Dolores Ibarruri lernen kann 😛 )

    Ich gehöre zu denjenigen, die nicht wegen der Fan-Feindschaft zum FF gekommen sind. Ich bin dazu gekommen, nachdem ich dann zum zweiten mal festgestellt habe, dass Deutschland Weltmeister geworden ist. Dieses Erzrivalengehabe von männlichen FF-Fans war mir schnurzpiepegal.

    Wo habe ich nur blonde Frauen erwähnt? Schau sie dir mal genauer an, da sind auch brünette dabei. Und bei den erwähnten „soccer-moms“ sogar Farbige. Ich bin zwar rot-grün-blind, aber selbst das krieg ich ja noch hin. 😉

    Deine Gegenfrage, wozu das gut wäre, wenn doch die Spielerfrauen die Kinder zur Welt bringen könnten, könnten dir dann vielleicht Celia Sasic und Lira Bajramaj beantworten.

    Und bedenke, was du dir wünschst…

    (4) 8 Gesamt – 6 hoch – 2 runter
  • Zaunreiter sagt:

    Ups…sorry Runa, da bin ich bei Zerboni einem Irrtum meinerseits erlegen. Deiner Aussage zu Rampone stimme ich zu.

    (1) 3 Gesamt – 2 hoch – 1 runter
  • Bernd sagt:

    Altwolf sagt:
    2. Oktober 2018 um 18.52 Uhr Uhr
    „J.Scheuer und seinem FC Freiburg“

    Das gilt bei uns als ähnlich grosser fauxpas, wie Schalke 05, SC Wolfsburg oder Bayern Leverkusen und damit meine ich nicht die Besitzverhältnisse beim SC Freiburg ;).

    (3) 3 Gesamt – 3 hoch – 0 runter
  • Altwolf sagt:

    @Bernd

    Das war eine Formulierung zu @Sheldons/Fan2s „Schwärmerei“ bezüglich diverser Clubs.
    Es war damit kein Besitzverhältnis gemeint und sollte auch nicht den SC Freiburg auf die Person J.Scheuer reduzieren.

    Nun, da ich zur Kenntnis nehmen mußte, das diese Formulierung seitens des SC Freiburg und seiner Fans, als „Fauxpas“ empfunden wird, entschuldige ich mich in aller gebotenen Form dafür.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Dori, Pauline Leon, Bernd

    Danke für eure ausführlichen Berichte.Wie schon erwähnt konnte ich das Spiel nicht vor Ort sehen,aber eure Schilderungen stimmen mit dem von mir bis her beobachteten überein.Das war nun für mich auch die engültige Bestätigung dass Scheuer in der Vorbereitung auch die Spielweise vom Umschaltspiel auf Ballbesitz umgestellt hat.

    Unser Mini Robben ist ja richtig frech,erst tankt sie sich durch die gesamte Leverkusener Abwehr und dann tunnelt sie noch ihre Torhüterin.Das Mädchen gefällt mir.Gwinn kann wohl fast nicht mehr anders als spektakulär,aber ihre Zuspiele von van Lunteren und Beck waren auch gut gemacht.Beck mit einer richtig guten Flanke und van Lunteren mit einem ganz einfachen Chip genau vor die Füße und das in beiden Fällen unter Druck.

    Ist schon irgendwie paradox,da stehen wir auf dem zweiten Platz und keiner weiss wie stark wir wirklich sind.Aber nur als Zufall begünstigt durch ein leichtes Auftaktprogramm sehe ich das nicht.

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