DFB-Frauen auf WM-Kurs

Von am 1. September 2018 – 19.21 Uhr 44 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat nach einem Sieg auf Island beste Aussichten auf die direkt WM-Qualifikation. Svenja Huth avancierte mit zwei Treffern zur Matchwinnerin.

Die zweifache Torschützin Svenja Huth jubelt mit ihren Teamkolleginnen

Die zweifache Torschützin Svenja Huth jubelt mit ihren Teamkolleginnen © foto2press.de

Huth trifft doppelt

Svenja Huth sorgte mit ihren Toren (42.. 74.) in Reykjavik für einen 2:0 (1:0)-Sieg. Damit übernahm die DFB-Elf mit 18 Punkten die Tabellenführung in Gruppe 5 vor Island, das weiter 16 Punkte auf der Habenseite hat. Somit kann die Auswahl von Interimstrainer Horst Hrubesch am Dienstag (16.55 Uhr, ARD live) auf den Färöer-Inseln nun aus eigener Kraft die direkte WM-Qualifikation schaffen.

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Lattentreffer von Däbritz

Sara Däbritz hatte in der 12. Minute mit einem Lattenschuss ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Nach einem Aufsetzer von Melanie Leupolz staubte Huth kurz vor der Pause zur verdienten Führung ab. Auch in der zweiten Halbzeit hatte die DFB-Elf das Spiel fest in der Hand, die harmlosen Isländerinnen waren nur einmal durch Fanndis Fridriksdóttir Distanzschuss gefährlich. Huth beseitigte dann die letzten Zweifel, als sie mit einem Drehschuss für den Endstand sorgte.

Hrubesch: „Haben es jetzt selbst in der Hand“

„Die Bedingungen waren nicht optimal aber wir haben es gut angenommen und uns gut in die Partie gekämpft. Jetzt haben wir es selbst in der Hand, das wollen wir uns nicht mehr nehmen lassen“, so das Fazit von Hrubesch.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

44 Kommentare »

  • Fan sagt:

    @Bernd,
    ich kann dich sehr gut verstehen wenn du unsere Natio-Teams und ihre Trainer hier verteidigst, das ist auch sehr ehrenwert von dir. Ich bin auch nicht negativ gegen unsere Teams und ihre Trainer eingestellt, freue mich auch wenn sie gewinnen und Titel holen. Aber als alter ehemaliger Fussballer, Schiri und auch Jugendtrainer sprech ich auch Missstände und schlechtere Leistungen auch mal kritisch an. Nochmal wegen meiner zugegebenen sehr harten Kritik an Meinert zu ihrem Verhalten im U19 Finale, sicher war Spanien klar die bessere Mannschaft und hat auch verdient gewonnen. Aber, auch wenn ich mich hier wiederhole, hat Frau Meinert hier aus meiner Sicht die Mädels durch ihr passives Verhalten ( Coaching, Nichtauswechseln, Umstellung des System )im Stich gelassen. Schade dass du im schönen Breisgau lebst und ich im schönen Bayerischen Wald, würde gerne ausführlich mit dir über den Frauenfussball in Deutschland was Natios und Vereine betrifft diskutieren. Denn erstens scheint es dass du dich da sehr gut auskennst und auch ganz vernünftige Ansichten hierim Forum vertrittst.

    (2)
  • Bernd sagt:

    @ SCF Klausi
    Du schreibst:
    Ich glaube Du solltest mal dein Fan Dasein zu den Frauen des SC Freiburg überdenken.

    SCF Klausi, warum sollte ich? Du hast nur leider nicht verstanden was ich gemeint habe! Wo habe ich mich auch nur gegen eine der Sachen ausgesprochen, die Du genannt hast?

    Habe überhaupt nichts gegen Weiterentwicklungen, denn da gibt es sehr sinnvolle Sachen die natürlich auch Geld kosten. Wenn das Eintrittsticket auch das VAG-Ticket enthält und dadurch weniger mit dem Auto zum Mösle kommen, zahle ich gerne die Umlage beim Ticket mit.
    Wenn mir aber jede Zeitansage von Dischinger-Transporte, jede Ecke von der Friedhofsgärtnerei Keller, jedes Tor von Breuninger und jede Auswechslung von Jalousien Friedrich und Müller präsentiert wird, wenn das Sitzplatzticket im Mösle 50 Euro kostet, mein kleiner Rucksack draussen bleiben muss, weil er zwei Zentimeter zu breit ist, ich bei Auswärtsspielen in einen Käfig eingesperrt werde, mit Auswärtstrikot nur in einen kleinen Bereich darf,
    wenn bei jedem Einwurf acht Frauen die Hand heben, bei der führenden Mannschaft am Ende immer Verletzungen simuliert werden, wenn der Videobeweis auch bei den Frauen mich im Stadion rätseln lässt warum ein Tor aberkannt wurde, wenn die Polizei Bereiche vor dem Stadion absperrt und Einsatzhundertschaften vor dem Stadion stehen, wenn die Kinder nach dem Spiel nicht mehr auf das Spielfeld dürfen, wenn keine Spiele mehr im Free-TV zu sehen sind und vieles mehr, dann werde ich bei den SC Frauen wohl auch keine Dauerkarte mehr kaufen. Viele Jahre hatte ich auch bei den SC-Männern eine Dauerkarte, bis mir der Kommerz und andere Dinge mir etwas zu viel wurden. Hoffe es ist jetzt verständlicher.

    Deine Aussage, dass die SC Profis was Torwarttrainer, Athletiktrainer, Physios, Trainer und Betreuer nicht so stark aufgestellt sind, wie die SC Frauen ist meines Erachtens nicht richtig. Bei den Profis gibt es in dem Bereich deutlich mehr hauptamtliche Mitarbeiter auch wenn, wie Du richtig schreibst, sich dieser Bereich bei den Frauen wesentlich verbessert hat.
    Das Frau Bauer, die bis einschl. 2016 noch für den Verband gearbeitet hat, hauptamtlich für die SC Frauen arbeitet war auch sehr notwendig. Ob Freiburg tatsächlich nach WOB und Bayern an Position drei kommt, was die Professionalisierung angeht, kann ich nicht sagen, dazu weiß ich zu wenig von Hoffenheim, Potsdam, Frankfurt und Essen.
    Die Kommerzialisierung macht vor fast gar nichts halt, aber mit dem Männerfussball möchtest Du sie doch nicht wirklich ernsthaft vergleichen, oder? Daher habe ich wohl noch etwas Zeit um Deinen Ratschlag, zum überdenken meines FanDaseins zu den SC Frauen, ernst zu nehmen.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Fan2

    Über die Trainingsinhalte der AFBL scheinst Du nicht auf dem Laufenden zu sein.

    Du behauptest in der Frauen Bundesliga würde keine Videoanalyse betrieben,das ist falsch.

    Wie @ Bernd schon schrieb zeichnen die SCF Frauen ihre Spiele auf um sie im Training dann zu analysieren bzw um auf den nächsten Gegener vor zu bereiten.

    Weiter behauptest Du,bei den Frauen werden keine Daten gesammelt und ausgewertet.Auch das ist falsch.

    Der SC Freiburg sammelt seit mindestens zwei Jahren regelmäßig die Leistungsdaten der Spielerinnen und wertet diese in Zusammenarbeit mit der sportwissenschaftlichen Fakultät der Freiburger Uni aus.Die gesammelten Erkenntnisse werden zur Leistungssteigerung der Spielerinnen und zur Trainings- bzw Balastungssteuerung herangezogen.Der dafür verantwortliche Trainer ist,wie an @Bernd schon geschrieben sogar hauptamtlich beim SC Freiburg beschäftigt.

    Deiner Aussage,in der Bundesliga würde kein Wert auf technische Ausbildung gelegt muss ich auch widersprechen.

    Geh mal ins Stadion und schau Dir die Spiele live an,dann würdest auch Du sehen dass wir einige technisch sehr gut ausgebildete Spielerinnen haben.Dallmann,Magull,Lotzen wenn sie richtig gesund ist,oder Wieder,Bühl und Gwinn sind technisch nicht gerade unbegabt.Und das sind jetzt nur die Spielerinnen die mir auf die Schnelle eingefallen sind.Manche Vereine wzB München haben dafür sogar extra Trainer eingestellt.

    Leistungsdiagnostik in der Intensität wie Freiburg wird nicht jeder Bundesligist betreiben da nicht jeder Standort auch eine entsprechende Uni vor der Tür hat,aber Techniktraining und Videoanalysen sind zumindest in den Spitzenvereinen Standard.

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  • Fan2 sagt:

    @SCF Klausi: Nun, für Freiburg als Verein mag das stimmen und gut und schön sein. Mir geht es darum, dass dies flächendeckend in Deutschland und in Zusammenarbeit mit dem DFB geschieht, sodass der DFB in der Lage ist, zu jeder Zeit für jede potentielle N11-Spielerin auf die Daten sowie die Videomitschnitte zurückgreifen kann, erst dann können wir von einem Betrieb sprechen, der halbwegs professionell abläuft.

    Bei der Frage nach Technik gebe ich dir recht, dass wir einige Spielerinnen haben, die zumindest, was den Bereich Ballan- und -Mitnahme betrifft, gute Fähigkeiten haben. Doch wir reden hier glaube ich von unterschiedlichen Leveln. Wo haben wir die Spielerinnen, die auch mal ins 1:1 gehen und tatsächlich auf hohem Niveau einen Dribnlingzweikampf gewinnen können? Oder wo haben wir eine Spielerin, die in der Lage ist, über 40-50 Meter einen Ball in den Fuß einer Mitspielerin zu passen? Und wie sieht es mit diesen ganzen Fähigkeiten aus, wenn man eben nicht die gesamte Spielkontrolle hat und das Tempo verhältnismäßig langsam ist, sondern wenn das Spiel richtig schnell ist?
    Mittlerweile, das haben ja auch die Männer gemerkt, ist Schnelligkeit gefragt. So wurde zum ersten Mal die Zeit/Pass-Zeit genommen, das heißt, wie lange eine Spielerin braucht, um den nächsten Pass zu spielen.
    Und vor ein paar Jahren gab es mal die 10-Sekunden-Regel: Von der Balleroberung bis zum Torabschluss durften nur 10 Sekunden vergehen. Wo haben wir da im FF bitte schön die Spielerinnen für, um auch nur annähernd solchen Hochgeschwindigkeitsfußball zu spielen?

    (-1)

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