Champions League: Lösbare Aufgaben für Wolfsburg und Bayern

Von am 17. August 2018 – 14.56 Uhr 33 Kommentare

Die Auslosung zum Sechzehntelfinale der UEFA Women´s Champions League hat Meister VfL Wolfsburg und Vizemeister FC Bayern München lösbare Aufgaben beschert.

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Machbare Gegner

Der VfL Wolfsburg bekommt es mit dem isländischen Vertreter Thór/KA zu tun, der FC Bayern München duelliert sich mit dem serbischen Meister ŽFK Spartak.

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Kellermann: „Schweren Brocken aus dem Weg gegangen“

Wolfsburgs Sportlicher Leiter Ralf Kellermann sagt: „Das ist ein Gegner, über den wir noch nicht sehr viel wissen und mit dem wir uns erst einmal intensiv auseinandersetzen müssen. Sicherlich sind wir einigen schwereren Brocken mit diesem Los aus dem Weg gegangen, gleichwohl sind die Reisestrapazen nicht zu unterschätzen.“

Wörle: „Spannendes Los“

Bayern-Trainer Thomas Wörle meint: „Das ist ein sehr spannendes Los, so eine Mannschaft hatten wir bisher noch nie. Spartak Suborica ist aber eine sehr Champions-League-erfahrene Mannschaft, die sich in den letzten Jahren oft in der UWCL-Qualifikation durchsetzen konnte. In diesem Jahr haben sie dort alle drei Spiele – und anderem gegen Basel – mit einem 10:0-Torverhältnis gewonnen.“

Die Termine

Die Spiele werden am 12./13. sowie am 26.27. September ausgetragen. Weiter geht es dann mit dem Achtelfinale am 17./18. Oktober sowie 31. Oktober/1. November. Die Viertelfinalspiele stehen dann im kommenden Jahr auf dem Programm, Austragungstermine sind der 20./21. sowie 27./28. März. Die Halbfinals werden am 20./21. und 27./28. April ausgetragen, das Finale findet am 18. Mai im Ferencváros-Stadion von Budapest statt.

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UEFA Women´s Champions League, Sechzehntelfinale

Honka (FIN) – FC Zürich Frauen(SUI)
Fiorentina (ITA) – Fortuna Hjørring (DEN)
Ajax (NED) – Sparta Praha (CZE)
Avaldsnes (NOR) – Lyon (FRA, Titelverteidiger)
Ryazan-VDV – FC Rosengård (SWE)
Juventus (ITA) – Brøndby (DEN)
SFK 2000 Sarajevo (BIH) – Chelsea (ENG)
Atlético Madrid (ESP) – Manchester City (ENG)
Thór/KA (ISL) – VfL Wolfsburg (GER)
Gintra Universitetas (LTU) – Slavia Praha (CZE)
BIIK-Kazygurt (KAZ) – Barcelona (ESP)
Somatio Barcelona FA (CYP) – Glasgow City (SCO)
ŽFK Spartak (SRB) – FC Bayern München (GER)
FSK St. Pölten (AUT) – Paris Saint-Germain (FRA)
WFC Kharkiv (UKR) – Linköping (SWE)
LSK Kvinner (NOR) – Zvezda-2005 (RUS)

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

33 Kommentare »

  • Witzfigur sagt:

    Erbarmungslos selbstüberschätzt, holly, und dann noch Andere mit hineinziehen! 🙁

    (-9)
  • Detlef sagt:

    @Markus,
    Kannst Du bitte eine Quelle angeben, über die Höhe der Zahlungen???
    Ich habe es nämlich völlig anders mitbekommen!!!

    @Altwolf,
    Es ist merkwürdig, daß Du hier gleich aus dem Anzug springst!!!
    Ich habe Wob mit keiner Silbe erwähnt!!!
    Ich hatte mich mit Absicht eher sehr allgemein gehalten, auch im Wissen darüber, daß es mittlerweile Vereine im FF gibt, wo selbst Wob finanziell nicht mithalten kann!!!
    Deshalb sehe ich es durchaus als Wettbewerbsverzerrung an, wenn schon der Austragungsort einen Verein in finanzielle Nöte bringen kann!!!

    Dušan Zovinec, der Manager von Sparta Prag hat mir mal erzählt, daß ihre Reise nach Kasachstan damals 1000000 Kronen, daß sind knapp 40000€ gekostet hatte!!!
    Sparta kann das Dank MF Profiteam zwar locker verkraften, aber was würde zB St Pölten tun???

    (0)
  • Markus Juchem sagt:

    @Detlef: Steht so im offiziellen Regelwerk: http://www.uefa.com/MultimediaFiles/Download/competitions/General/02/55/25/90/2552590_DOWNLOAD.pdf

    Unter XI – Financial Provisions, Article 55 Financial rules – knockout matches gibt´s alle Details.

    (3)
  • Fan2 sagt:

    Nun, mit dieser Diskussion sind wir mal wieder beim Hauptthema angelangt: Der Chancengleichheit zwischen MF-Klubs und FF-Klubs.

    Ich hätte da mal so eine Idee: Wieso teilt man beide nicht auf in zwei FF-Systeme? Eine Liga mit reinen FF-Mannschaften und eine mit MF-Ablegern? Das ganze System inklusive CL etc. Das eine System wird von DFB und UEFA subventioniert, das andere nicht, da die MF-Vereine das sowieso alles alleine stemmen können. So käme das Geld endlich da an, wo es hingehört. Und würde sich sogar noch besser verteilen, weil ja nix mehr an die ohnehin schon stinkreichen Klubs vergeudet wird.

    Ich wäre sehr darauf gespannt, wie das Konzept, das natürlich unrealistisch ist, bevor mich hier jemand falsch versteht, bei den Fans ankäme, wenn Wolfsburg auf einmal nur noch gegen Männerableger spielen dürfte und auf der anderen Seite die ganzen Kultklubs auf einmal in einer Liga spielen würden.

    Besetzung aktuell wäre dann wie folgt: Potsdam, Frankfurt, Essen, Sand, Gütersloh, Saarbrücken, Wetzlar, Cloppenburg, Weinberg, Jena

    Wolfsburg, Bayern, Freiburg, Hoffenheim, Werder, Duisburg, Leverkusen, Gladbach, Köln, Meppen

    Grenze wäre übrigens die 3. Liga der Herren, also der Profibereich.

    (-12)
  • Fan sagt:

    Kannst ja mal den, wie du selbst schreibst, unrealistischen Vorschlag bei DFB, UEFA und FIFA einreichen. Wäre interessant was Die dazu sagen, wenn Sie überhaupt was dazu sagen

    (1)
  • Aldur sagt:

    Detlef sagt:
    „Sparta kann das Dank MF Profiteam zwar locker verkraften, aber was würde zB St Pölten tun???“

    Vermutlich genau dasselbe, da St.Pölten ja ebenso die Frauenabteilung eines Männer-Profiteams ist. Ich kenne jetzt natürlich nicht die finanzielle Ausstattung des Gesamtverein SKN St.Pölten verglichen mit Sparta Prag, kann mir aber nicht vorstellen, dass die österreichische Bundesliga der HET Liga hier weit hinterherhinkt.

    (4)
  • Altwolf sagt:

    @Sheldon/Fan2

    Wenn Du schon solche Trennungsspielchen machst, dann solltest Du dich vorher vergewissern, ob die sogg. Frauenabteilungen der MF-Clubs, denn auch dem Profi-Teams finanziell zugeordent sind, denn es könnte auch sein, daß diese Abteilungen dem Gesamtverein unterstehen und dann eben nicht Geld von den Profis erhalten. Bestes Beispiel der HSV, der keinen Euro seitens der Profis für die Frauenabteilung übrig hatte und so könnten auch einige dieser FF-Sparten schlechter gestellt sein, als z.B.Turbine o. Frankfurt.

    Denn nur Bayern u. WOB haben Frauenfußball-Abteilungen, die im Leistungsbereich den MF-Profis, z.B. bei WOB der VFL WOB Fußball GmbH, zugeordnet sind und von der auch ihr Budget erhalten.

    (6)
  • Altwolf sagt:

    @Detlef
    Einen Grund aus dem Anzug zu springen gibt es nicht, tue ich auch nicht, aber diese Diskussion der „vermeintlichen“ Wettbewerbsverzerrung ist doch ziemlich überflüssig.

    Wenn sich ein Club mit seinem Team sportlich für die CL qualifizieren kann, dann wird sein Management dafür sorgen, daß auch eine angemessen belastungsarme Anreise möglich ist.
    Da auch die UEFA die anfallenden Reisekosten durch Aufwandszahlungen reduziert, sollte es für alle möglich sein.

    Wir können das Ganze aber auch noch konterkarieren, indem wir jegliche Unterschiede, bezüglich Platzverhältnissen, Trainingsmöglichkeiten, Anzahl der Co-Trainer, Physios, Ärzte und nicht zuletzt die Anzahl der benötigten Ehrenamtlichen abwägen und zu dem Schluß kommen, daß es keine Wettbewerbsgleichheit gibt und somit auf den sportlichen Vergleich besser verzichten.

    (5)
  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Das müsste man dann im Einzelnen klären, wie sich das gestaltet und da könnte man auch nochmal die Regularien etwas modifizieren, welche Bedingungen erfüllt sein müssen. Ich sehe das grundsätzlich aber etwas strikter als du. Das Ganze ginge nur, wenn beide soweit getrennt sind, dass es zu keinem massiven wettbewerbsverzerrenden Vorteil durch die Zusammenarbeit mit dem Profiverein kommt, sprich, wenn keinerlei Leistungen gratis oder zu deutlich vergünstigten Preisen genutzt werden, die nicht auf die erfolgreiche Arbeit des FF zurückgehen.

    Sprich, zur Fliegerthematik: Nur dann, wenn es grundsätzlich jedem Team möglich ist, zu absolut gleichen Konditionen einen solchen Privatflieger zu nutzen, würde dies als nicht wettbewerbsverzerrender Vorteil gelten. Ansonsten wäre VW dazu verpflichtet, der Mannschaft dasselbe zu berechnen wie jedem anderen Team auch.
    Hier kommt die schwierige Situation des Eigners dazu, über die noch einmal gesondert zu sprechen wäre, im Vergleich zu den anderen MF-Vereinen in der FF-BL, wozu ich natürlich auch meine ganz dezidierte Meinung habe, im Vergleich zu den reinen FF-Klubs ist es aber zunächst mal egal, ob die gratis Milliönchen vom Eigner oder vom MF-Verein kommen, das ist dasselbe Prinzip.

    Von der Idee zweier Ligen mal abgesehen: Grundsätzlich befürworte ich immer noch folgendes System: Zunächst einmal Abschaffung der Ausnahmen bei der 50+1-Regel, das heißt, es sind nur Klubs startberechtigt, die als Vereine fungieren.
    Und das, wenn möglich, europaweit.
    Dann kommt dazu, dass jeder der Klubs volle Freiheit in der Vermarktung hat, sprich auch grundsätzlich über die Fernsehrechte seiner Heimspiele. In Gänze wäre es da sicher über kurz oder lang das Klügste, das über einen Ligarat gemeinschaftlich zu organisieren, doch jeder Club hat dort das Vetorecht und kann im Zweifel auch aussteigen und sie selbst vergeben bzw. über die gemeinsame Ligavermarktung hinaus. Der DFB hält sich jedoch ganz da raus.
    Alles andere wie Merchandising, Ticketpreise, Mitgliederbeiträge etc. wird eh schon von den Vereinen unabhängig organisiert.

    So, und jetzt der Clou: Wie bei den Stummrechten 50+1 gilt, so auch bei den Finanzen. Sprich: 50+1 der Wirtschaftskraft
    bzw. der Einnahmen des Vereins muss beim Verein liegen, sprich, sich aus der Selbstvermarktung des Vereins generieren. Die Stimmanteile könnten sich dabei nach dem Maße des finanziellen Beitrags auf Verein und Sponsoren verteilen. So gäbe es auf andere Weise eine faire Finanzverteilung.

    Beispiel: Ein Klub hat etwa 600 Mitglieder mit einem durchschnittlichen Mitgliederbeiträge von 150 Euro im Jahr. Das macht 90.000 Euro allein durch Mitgliederzahlen.
    Er bestreitet im Jahr 11 Heimspiele in der Liga, vllt noch CL-Spiele oder DFB-Pokal-Heimspiele, dazu noch Testspiele, sodass wir auf vllt alles in allem 20 Spiele im Jahr kommen. Nehmen wir mal einen recht durchschnittlichen Zuschauerzuspruch von 1000 zahlenden Zuschauern an und einem etwas erhöhten Satz von 10€ im Schnitt, dann kämen wir auf bis zu weitere 200.000 Euro Einnahmen allein durch die Tickets.
    Dazu kommt dann noch Merchandising und eben die Fernsehrechte. Und je nachdem, wie gut man im Verhandeln ist, wären bei der FF-BL mit Sicherheit um die 400.000-500.000 pro Club drin, wenn schon die dritte Liga bei 800.000 Euro pro Verein gehandelt wird. Mit Merchandising kämen die Klubs da durchaus auf 750.000-800.000€ Eigeneinnahmen. Und dann wäre es an jedem Club, nochmal Sponsoren in derselben Größenordnung zu finden, aber eben nicht mehr. Die Obergrenze ist dabei durchaus anpassbar, so zum Beispiel, dass die Vereinseinnahmen 40 oder nur 33% betragen müssen, aber an solchen Details lässt sich arbeiten, solange sie nicht zu weit runter gehen.

    Natürlich hätte auch dieses System noch genügend Lücken, die es noch zu stopfen gilt, zum Beispiel, was mit Geld ist, dass über Mitgliedsbeiträge und Tickets hinaus von Privatpersonen gespendet wird, oder was alles unter den Bereich Merchandising fällt. Für VW wäre es beispielsweise ein leichtes, Hamsterkäufe an Trikots zu tätigen, auch auf kleiner Flamme. Bei all dem wäre ich nicht für eine allzu restriktive Politik, aber für Transparenz und Kontrolle. So sind Spenden grundsätzlich nur in einer bestimmten Größenordnung möglich, grundsätzlich bis auf einzelne Ausnahmen nur von Privatpersonen zu tätigen und immer unter Identitätspflicht, um zu überprüfen, ob hier nicht von einzelnen Personen versucht wird, durch Tricks das mögliche Investitionsniveau von Sponsoren künstlich in die Höhe zu treiben.

    Insgesamt wäre diese Regelung mE aber deutlich transparenter und würde Wettbewerbsverzerrungen zumindest schwieriger zu vertuschen machen. So oder so wäre es damit möglich, die Position des Vereins und auch die Notwendigkeit des einzelnen Fans für den Verein zu stärken.

    Für einen Verein wie Bayern mit gerademal im Schnitt 700 Zuschauern wäre es damit deutlich schwerer, mit einem Klub wie Frankfurt mitzuhalten, weil gerade die fehlenden Einnahmen dazu führen würden, dass das Sponsorenniveau drastisch gesenkt wird.

    (-5)
  • Altwolf sagt:

    @Sheldon/Fan2

    Deine Idee kann sicherlich eine gewisse „Gleichstellung“ erreichen, jedoch nur dann, zumindest für einen gewissen Zeitraum,wenn es denn tatsächlich europaweit eingehalten werden könnte. Wie du es selbst einräumst, es werden sehr schnell Versuche einer Vorteilsnahme stattfinden und kaum konsequent kontrollierbar sein.
    Doch selbst wenn es gelingen würde, dann hast du bei Standortvorteilen z.B.b.Zuschauern Großstadt/Kleinstadt/Dorf oder Infrastrukturen wie entsprechende Trainingsmöglichkeiten, Stadien,eigene oder zu mietende Plätze u. insbes. lokale, regionale o. internationale Firmenansiedlungen u. damit auch Sponsoren, mit Verwerfungen zu tun.
    Wie können z.B. Investitionen in die Infrastrukturen gleichgeschaltet werden, die ja dann, wenn begrenzt, wichtige Innovationen des ein o. anderen Clubs, der Kommune oder einzelner Sponsoren im Wege stehen. Wenn Du so einen finanziell engen Rahmen vorgibst, sind Projekte wie e. Leistungszentrum o. e. Spielstätte, ja schon e. Rasenheizung o. überdachte Tribüne kaum zu realisieren oder dann doch wieder zu viele Ausnahmen u. noch mehr Regelungen nach sich ziehen.

    Für mich bedeutet das, das nur noch Clubs in Ballungszentren o. Großstädten eine Chance auf den professionellen Frauenfußball hätten.
    Aus meiner Sicht für diesen Sport kontraproduktiv, da es für die „Kleinen“ keine Möglichkeit der Kompensation mehr gibt.

    Man würde sich auch fragen, warum das nur für den FF gelten sollte.

    Es erinnert mich sehr an die Idee des Kommunismus, die allein daran scheitert, daß sich Menschen auf längere Sicht immer noch daran orientieren für bestimmte Leistungsunterschiede auch unterschiedliche Anerkennung zu bekommen u. das insbes. Leistungsunwillige nicht gleichgestellt werden.

    Es kann wohl nur eine Vision bleiben und in unserer Gesellschaft nicht wirklich Aussicht auf Erfolg haben.

    (1)
  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Du hättest damit recht, wenn wir uns beim FF in Größenordnungen wie denen beim MF bewegen würden. Doch da befinden wir uns noch lange nicht. Im Gegenteil, langfristig schützt diese Taktik die Interessen der zwar kleinen, aber FF-Begeisterten Vereine, hinter denen aber nicht unbedingt ein großer Sponsor steht.

    Wir haben es hier mit drei Arten von Klubs zu tun: 1. Wir haben die FF-Vereine, die von den Kommunalen Strukturen profitieren, weil die Kommune sich dafür einsetzt. 2. Wir haben die Clubs, die von einem großen Sponsor oder den MF-Vereinen profitieren. 3. Wir haben die kleinen Vereine in den ländlichen Regionen.

    Ich finde es überhaupt nicht problematisch, dass irgendwann der FF hauptsächlich dort stattfindet, wo die großen Ballungsräume sind. So ist es genauso bei den Männern. Wenn er überhaupt in der Breite populär werden will, ist das sogar die Voraussetzung dafür. Hier sind nämlich die großen Massen an Fans, die es gilt, davon zu begeistern. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.
    Auf lange Sicht wäre eine Liga mit Mannschaften aus den 12 größten Städten Deutschlands sicherlich erstrebenswert. Allerdings mit eigenständigen Vereinen, die nix mit dem MF, was die Verwaltung betrifft, zu tun haben.

    Aktuell ist das, was es braucht, um konkurrenzfähig zu sein, noch von jeder Region zu schaffen, die FF-begeistert ist und die in einem Einzugsgebiet von 30 km 40.000-50.000 Einwohner hat, was auf jede Kleinstadt zutrifft. Denn für diese Regionen, wenn sie wirklich FF-begeistert sind, wäre es ein leichtes, an einem Wochenende 2000 Zuschauer ins Stadion zu bringen und 1000 Mitglieder zu mobilisieren. Jede mittlere Kleinstadt könnte das schaffen, wenn es nur gut beworben wird.

    Und dann ist es natürlich eine Sache der Kommune, wieviel sie wo hinein investiert. Denn sie hat Gelder zur gemeinnützigen Investition. Gegen solche Gelder habe ich überhaupt nichts, sie würde ich auch ganz außen vor lassen, denn hier geht es zwar auch um Förderung, aber eben von allgemeiner Seite aus. Geld, das jeder beantragen kann, und wo die Kommune unter verschiedenen Projekten schauen kann, was tatsächlich ihres Erachtens förderungswürdig ist.

    Gegen all die natürlichen Standortvorteile, die von der Politik entwickelt werden, habe ich überhaupt nichts, im Gegenteil, ich bin in den allermeisten Fällen sogar dafür, weil es dem FF auch eine gewisse gesellschaftliche Anerkennung gibt bzw. ein Indikator seiner gesellschaftlichen Wertschätzung ist, wenn er von diesen Standortvorteilen gezielt profitieren kann.

    So würde aktuell in der 1. Liga ein gutes Gemisch von solchen Klubs entstehen, die im Einzugsbereich einer großen Stadt sind und damit einen potentiell großen Trägerkreis haben könnten, und solchen, die als Vereine in einem kleinen Umfeld eine FF-Begeisterung auslösen und gleichzeitig sportlich und wirtschaftlich gut arbeiten.

    Diese hätten meines Erachtens auch einen Platz in der Bundesliga verdient, weil sie eine große Breite repräsentieren.
    Keinen Platz in der Bundesliga verdient hätte allerdings meines Erachtens ein Klub, der ohne jede natürlich gewachsene Basis den rasanten FF-Aufstieg mit Fremdgeldern finanziert bekommen hat, ohne ein entsprechendes Gegengewicht selbst an Geld aufzubringen, und das noch dazu von einem Sponsor, der nicht allein wirtschaftlich in einer absoluten Ausnahmestellung ist, der für den FF also schlicht und ergreifend zum derzeitigen Zeitpunkt zu groß ist, und nicht nur die Wirtschaft der Stadt kontrolliert, sondern auch große Teile der kommunalen Politik.
    Und das noch dazu als ein Unternehmen, dessen Geschichte sehr fragwürdig ist und dass in neuerer Zeit immer wieder durch Skandale in die Medien gekommen ist, unter anderem auch durch solche, die ein sehr schlechtes Licht auf das Frauenbild dieses Unternehmens werfen. Das ist für mich nicht die Art, wie der FF in Deutschland und in Europa repräsentiert sein sollte.

    (-6)
  • Fan2 sagt:

    Die Leistungsunwilligen sind hier übrigens die Wolfsburger Fans. Es ist genau das, was du beschreibst: Indem den FF-Ablegern der MF-Vereinen das Geld in den A**** geblasen wird, werden hier leistungsunwillige, sprich die Fans und Mitglieder dieser Klubs, die noch nie auch nur den kleinen Finger für ihren Klub gerührt haben, nicht nur gleich-, sondern besser gestellt, während diejenigen, die wirklich mit Eifer bei der Sache sind in Vereinen wie Potsdam oder Frankfurt, die 20 Jahre FF-Geschichte von der Pike auf mitgebaut haben, in die Röhre schauen und benachteiligt werden. Kein Wunder, dass die Fans weglaufen! Hier wird das Erfolgsprinzip mit Füßen getreten wie in keinem anderen Sport. Und genau das geht massiv zulasten der kleinen Klubs: Denn das, was sich ein kleiner Klub mit großer Mühe und vielen helfenden Händen über Jahrzehnte aufgebaut hat, wird in einem Jahr wieder zerstört, indem 10 Bundesligisten sich entscheiden, einen Ersatzspieler weniger im Kader zu haben und sich mit den freigewordenen Milliönchen mal eben ne FF-Mannschaft zusammenzukaufen, weil es gerade nen Hype gibt. Oder eben ein Sponsor entscheidet, bei seinen eigenen Produkten ein bisschen zu tricksen und das überzählige Geld in den FF zu investieren, weil es schließlich niemandem wehtut.
    Und damit nehmen auf einmal zog Clubs die Stellungen von FF-Vereinen ein oder kaufen solche auf, die von anderen verdrängt wurden, ohne auch nut jemals den Finger dafür krumm gemacht zu haben.

    Und dann singen sie auch noch: Dritte Plätze sind nur was für Männer, worauf die Männer mittlerweile antworten könnten: Ohne unser Geld gäbs euch gar nicht!

    Es geht mir dabei noch nicht mal nur um die absoluten Topklubs.
    2004/2005, als die zweite Liga eingeführt wurde, waren von den 81 Teams in den höchsten drei Ligen gerade einmal 10 Teams FF-Mannschaften einer MF-Mannschaft, die in der 1.,2. oder 3. Liga spielte:

    Bayern, Freiburg, HSV, Wolfsburg (1. Liga),
    HSV II, KSC und Saarbrücken (2. Liga), Holstein Kiel, Union Berlin und Saarbrücken II (3. Liga).

    Heute, 2018/2019, sind es von 92 Teams bereits 29 Teams, davon mittlerweile 13 statt vorher 7 in den ersten 2 Ligen bei abnehmender Teilnehmerzahl. Tendenz weiter steigend.

    (-8)
  • enthusio sagt:

    Der FC Barcelona hat sich einen bösen Fehlstart erlaubt und 3:1 in Kazygurt verloren.
    Respekt an die Kasachinnen !
    Sollten sie auch das Rückspiel unbeschadet überstehen, möchte sie wohl niemand in der nächsten Runde als Gegner zugelost bekommen. 🙂

    (1)

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