U19-EM: DFB-Frauen verlieren gegen Spanien

Von am 30. Juli 2018 – 20.29 Uhr 72 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat das Finale der U19-EM im Schweizer Biel gegen Spanien verloren.

Spielszene des U19-EM-Finales zwischen Deutschland und Spanien

DFB-Torhüterin Stina Johannes hatte alle Hände voll zu tun © UEFA

Freistoßtor entscheidet Finale

Bei der 0:1 (0:0)-Niederlage erzielte Maria Llompart mit einem direkten Freistoß aus 20 Metern den einzigen Treffer der Partie für die überlegenen Spanierinnen, die insgesamt vier Mal Pfosten oder Latte trafen.

Anzeige

DFB-Elf zu harmlos

Die DFB-Frauen erspielten sich eine einzige echte Torchance, doch Nicole Anyomi und im Nachschuss Sydney Lohmann konnten die spanische Torhüterin Maria Echezarreta nicht bezwingen (26.).

Wertschätzung für Turnierleistung

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften beim DFB, sprach dem gesamten Team trotzdem seine Glückwünsche aus: „Trotz der Niederlage im EM-Finale möchte ich unserem gesamten Team der U 19-Juniorinnen meine Wertschätzung für eine tolle Turnierleistung aussprechen. Die Spielerinnen können stolz sein auf ihre Turnierleistung.“

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

72 Kommentare »

  • Bernd sagt:

    @ Wolle
    Das 1:0 gegen NOR soll die erste deutsche Torchance gewesen sein?
    Sorry, wenn selbst Lattentreffer wie der von Kössler kurz nach Spielbeginn nicht als Chance für Dich zählen, weiß ich nicht was für Dich Torchancen sind. Kann mir nicht vorstellen, daß Sport 1 deutsche Torchancen bei der Live-Übertragung nicht gezeigt hat. Im der Tissot-Arena habe ich jedenfalls auch Torchancen vor dem 1:0 gesehen, danach ebenfalls!
    @ Fan
    „Egal wieviel Titel….hier hat sie jedenfalls total versagt“
    Deine Worte!
    Und jetzt willst Du nach der EM nicht von totalem Versagen geschrieben haben? Wie gesagt ich finde die Kritik an Frau Meinert absolut überzogen! Konnte man im Fernsehen denn hören was sie zu der Mannschaft bei den Spielunterbrechungen und den „Cooling Breaks“ gesagt hat? Bei der Halbzeitansprache in der Kabine war bestimmt keine Kamera dabei.
    Im Stadion konnte ich nicht hören was sie in den Spielpausen mit der Mannschaft besprochen hat. Was hat sie denn genau falsch gemacht?
    Übigens nur mit Dusel wird kein Team Weltmeister oder Finalist, selbst dann nicht, wenn es von Frau Meinert trainiert wird!

    (2)
  • SCF Klausi sagt:

    Ich bin eher bei @ Fan.

    Das Problem steht nicht auf dem Platz sondern an der Seitenlinie und sitzt in den Führungsetagen des DFB.

    Die deutschen Fußballer/innen sind zwar gut ausgebildet,der Fokus liegt aber zu sehr auf der Polyvalenz,weniger auf den individuellen Fähigkeiten.Kreativität und positionsgebundene Fähigkeiten werden nicht gefördert oder sogar unterbunden.

    In sämtlichen Auswahlmannschaften des DFB hält man am Ballbesitz fest,obwohl diese Art des Spiels längst entschlüsselt wurde und sich die Gegner darauf eingestellt haben.Hinzu kommt,dass kein Verein aus denen die U19 zusammengestellt wurde diese Art von Fußball spielt.

    Unsere U19 war durch das frühe Anlaufen der Spanierinnen völlig überrascht und überfordrt.Genau in solchen Situationen muss ein Trainer/in von aussen eingreifen,in Form von Anweisungen geben,korrigieren,taktische Umstellungen oder auswechseln von Spieler/innen.Einfach nur ein paar Worte an die Spielerinnen während der Trinkpause oder in der Halbzeitpause richten reicht in solchen Fällen eben nicht aus.Einen Plan B um das Spiel umzustellen hält man beim DFB für nicht erforderlich.

    Diesbezüglich hat Frau Meinert nichts unternommen und überließ die Mädchen einfach ihrem Schicksal,die dann noch das Beste aus der Situation gemacht haben.Aber eben weil Frau Meinert von aussen nichts unternommen hat steht sie nun auch zu zurecht in der Kritik.

    (7)
  • Witzfigur sagt:

    Jetzt muss ich mal konstatieren, dass die hier im Detail kritisierten Defizite bereits seit Längerem von Bestand sind!
    Diese durch Coaching unmittelbar im Spiel aufzudecken, den Spielerinnen verdeutlichen und Änderungen bewirken zu wollen, sind vergebliche Liebesmüh. Das geht nur über viele, viele Trainingseinheiten und diverse Spiele.
    Das jetzt in diesem Finalspiel erst Frau Meinert anzulasten ist unsinnig, weil deutlich zu spät!

    (0)
  • Bernd sagt:

    @ SCF Klausi

    In weiten Teilen bin ich bei Dir. Es ist auch keineswegs so, dass man Frau Meinert nicht kritisieren darf. Allerdings angemessen sollte Kritik sein. So wie manch einer hier kritisiert, dazu noch mit diversen belegbar falschen Behauptungen, halte ich die Kritik für masslos überzogen. Trainer sind nicht alle gleich! Was wichtig ist, sie müssen authentisch und echt sein. Auf einmal sich anders zu verhalten, weil Fans das fordern, macht einen nicht glaubwürdiger. Hat sich Maren Meinert bei Ihren vielen Erfolgen anders verhalten? Das Hereinrufen, wird mir hier etwas überschätzt. Unter Christian Streich habe ich viele Spiele gesehen, wo es am reinrufen nicht gemangelt hat, der Gästetrainer sich das Spiel ruhig von der Bank ansah, aber der SC über 90 Minuten keinen Zugriff bekam. Atletico und Real sind zwei extreme Beispiele, Simeone und Zidane, total unterschiedlich an der Linie, aber beide erfolgreich.
    Meines Erachtens sind gerade die vielen Spielunterbrechungen bei der U19-EM eine gute Möglichkeit zur gezielten Ansprache, da dann die Spielerinnen auch zuhören können. In der Halbzeitpause sowieso.
    Es gibt keinen Verein oder Nationalmannschaft die nicht auch mal richtig schlechte Spiele zeigt. Aber dann auf einmal nur noch das Negative zu sehen und selbst positive Dinge wie Tore noch versuchen negativ darzustellen, dafür habe ich kein Verständnis. Wenn die Spielerinnen mit der Trainerin ein Problem hätten, wären die vielen Erfolge nicht möglich gewesen. Es gibt keine erfolgreicheren Mannschaften als die deutschen weiblichen U-Mannschaften. Wie ist das möglich, wenn die Trainer so schlecht sind wie hier dargestellt. Hab noch von keinem hier gelesen, dass die Trainerin beim 5:1 gegen die Niederlande die U20 gut eingestellt hat! Stattdessen Kritik an ihrer Anwesenheit bei dem Spiel. Wie gesagt es wird Meinert alles negativ ausgelegt, dabei finde ich die Konzentration auf die U20-WM richtig und gut. Eine Weltmeisterschaft hat nunmal einen deutlich höheren Stellenwert als die jedes Jahr stattfindende Europameisterschaft. Das die besten Spielerinnen verschiedener Jahrgänge bei der WM dabei sind ist richtig. Wenn Meinert es anders gemacht hätte, wäre das von ein paar Foristen ebenfalls kritisiert worden. Es ist keineswegs so, dass ich Meinert nur gut finde, aber wenn so auf jemanden draufgehauen wird habe ich keine Lust mich daran auch noch zu beteiligen. Hoffentlich hat die U20 am Montag einen guten Start, denn Nigeria hat auch ein starkes Team.

    (4)
  • Fan sagt:

    @Bernd,
    du schreibst hier vom Draufhauen auf die Trainerin. Ja darf denn diese Trainerin nicht kritisiert werden wenn sie Fehler macht und wie im Finale geschehen die Mannschaft durch Nichtstun im Stich lässt? Ich weis jetzt nicht wie lange du die Spiele und Turniere der U-Natios schon verfolgst, ich jedenfalls schon sehr viele Jahre. Und gerade deswegen kritisiere ich hier Frau Meinert auch sehr hart, weil es ist ja nicht das erste Mal dass sie beim Coachen „total versagt“.Gerade was ihre Erfolge als U-Trainerin betrifft liegen diese Erfolge schon längere Zeit zurück. Ausgenommen die WM vor 4 Jahren in Kanada mit einem sehr glücklichen Einzug in das Finale und einem glücklichen Sieg durch ein nicht geahndetes Abseitstor von Petermann. Ich habe damals diese U20 WM intensiv am TV erlebt. Ihre eigenen Erfolge als Spielerin will ich ihr ja auch nicht absprechen, aber sie sind in einer Zeit gefallen wo der FF international vor Allem in Europa noch nicht sehr weit war. Damals war es leichter in Europa Titel zu holen als jetzt. Irgendjemand hat hier im Forum geschrieben, dass es nicht so sehr um Titel geht. Ich bin auch zum Teil dieser Meinung. Es geht mir mehr darum dass die Mädels mal gegen Spielsysteme anderer Fußballnationen spielen können und so erste internationale Erfahrungen sammeln. Aber wenn man schon in ein Finale kommt dann will man es doch auch gewinnen.

    @Witzfigur,
    ja für was steht Frau Meinert denn dann an der Seitenlinie? Durch ein eingreifen von Aussen und Umstellungen während des Spieles, auch durch Auswechslungen, kann immer was bewirkt werden. Man muss es nur versuchen. Aber dann kam einfach nicht viel bis gar nichts.Wahrscheinlich hatte man auch keinen Plan B wie @Klausi hier richtiger Weise feststellt.Sie hatte doch doch auch die Mädels in einigen Lehrgängen zusammen.

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ Klausi:
    „Kreativität und positionsgebundene Fähigkeiten werden [vom DFB] nicht gefördert oder sogar unterbunden.“

    Kannst du das irgendwie mit Fakten oder Beispielen untermauern oder plapperst du hier nur nach, was andere nach der Männer-WM zum Besten gegeben haben (ebenso zum Thema Ballbesitz)?

    (3)
  • Bernd sagt:

    @Fan
    Zu Deiner Frage im ersten Satz, lese doch bitte einfach noch einmal meinen zweiten und dritten Satz vom 2. Aug. um 19.50 Uhr.
    Ich wende mich nur gegen die masslose und übertriebene Kritik und gegen falsche Tatsachenbehauptungen. Leider trägst Du Deinen Teil dazu bei. Z.B. totales Versagen der Trainerin! trotz Finaleinzug, meines Erachtens klar übertrieben. Keine Torchance vor dem ersten Tor im HF gegen NOR, definitiv eine Falschaussage. Das Halbfinale der deutschen U19 gegen Nor haben wir 2:0 gewonnen. ESP hat gegen NOR 0:2 verloren. War die deutsche Mannschaft vom Trainerteam da nicht besser eingestellt als die spanische Mannschaft? Ein Anderer hatte behauptet, Frau Meinert war nicht beim HF. Lieber „Fan“, mir fällt einfach auf, dass Du alles versuchst gegen Frau Meinert zu interpretieren, zum Teil mit falschen Fakten. Den WM-Titel 2014 hat die U20 Deiner Meinung nach auch nur mit Glück geholt. Mit Pech gewinnt keine Mannschaft Titel, nur mit Glück allerdings auch nicht! Es wäre genauso Quatsch, wenn jemand sagen würde, Spanien hat die EM-2018 nur durch jeweils einen Glücksschuß unter die Latte im Halbfinale und im Finale gewonnen. Klar war der Sonntagsschuß zum 1:0 aus über 30 Meter im HF glücklich, aber der Sieg der Spanierinnen doch längst nicht unverdient!
    Frau Meinert war übrigens nicht nur als Spielerin sehr erfolgreich, sondern auch als Trainerin! Zwei Weltmeistertitel mit der U20 und drei Europameistertitel mit der U19, damit ist sie so erfolgreich wie kein anderer Trainer bei den U-Mannschaften und ihre Karriere ist noch lange nicht vorbei. Ihre Erfolge sind für Dich entweder Glück oder Nichtkönnen der anderen Mannschaften. So wie in einem anderen Forum jemand permanent bei jeder Gelegenheit gegen Christian Streich agiert, sehe ich es bei Dir bezgl. Frau Meinert.
    Der absolute Hammer ist aber, dass Du schreibst Du hättest die U20 WM 2014 sehr intensiv verfolgt (das habe ich auch). Jedoch konnte ich mich beim besten Willen an kein Abseitstor von Lena Petermann erinnern. So habe ich mir die Mühe gemacht mir die zwei Tore im Halbfinale und Finale noch einmal anzuschauen. Leider hast Du auch hier mit unwahren Fakten gearbeitet. Das von Dir behauptete Abseitstor von Lena Petermann gibt es nicht! Deine Abneigung gegen Frau Meinert sei Dir unbenommen, aber Ehrlichkeit darf man von Dir schon erwarten. Warum setzt Du solche Erfindungen wie mit dem Abseitstor von Lena Petermann in die Welt?
    http://www.youtube.com/watch?v=aYTiNxwt5Sw

    (5)
  • Ludwig sagt:

    Bernd, du musst die Dinge einfach mal so sehen, wie sie sind. Trainer, die ein Finale erreichen, gehören gefeuert.
    1. wegen Inkompetenz und
    2. wegen sowieso.

    (-5)
  • shane sagt:

    @bernd
    „Was wichtig ist, sie müssen authentisch und echt sein. Auf einmal sich anders zu verhalten, weil Fans das fordern, macht einen nicht glaubwürdiger.“

    die einen sagen, authentisch & echt, andere nennen es stur & lernunfaehig.

    von „auf einmal“ zu reden ist auch ganz lustig. frau meinert wird seit jahren dafuer kritisiert. weder „auf einmal“ noch schrittweise sind veraenderungen zu merken. abgesehen davon, dass sie ja auch nicht auf das meckern von fans reagieren sollte, sondern selbst in der lage sein zu sehen, dass das, sagen wir mal, mindestens suboptimal ist, was sie da tut.

    was schert mich weniger glaubwuerdigkeit, wenn das arbeitsergebnis besser wuerde?

    (2)
  • FF-Fan sagt:

    Unerfahrene (junge) Klügere unterschätzen das immer.
    Es gibt eben massenhaft Leute die von Logik keinen Schimmer haben, aber trotzdem gerne mitdiskutieren wollen. Da tut sich für sie ein Problem auf.
    Sie sehen nicht, wer gut oder schlecht Fussball spielt, also schauen sie, wer die meisten Tore geschossen hat. Wer mit 10 verwandelten Elfmetern Torschützenkönigin wird, ist dann eine gute Stürmerin.
    Sie sehen nicht, wer eine Mannschaft gut oder schlecht einstellt. Also zählen sie, wieviel Titel (oder Abstiegsplätze) ein Trainer erreicht hat. Ein Trainer der mit Bayern 3 mal Meister wird ist demnach gut. Ein Trainer von Wolfsburg und Bayern oä. wird dann immer Welttrainer und der Trainer von Bremen kann nie gut sein.
    Mehr geht einfach nicht.

    (-2)
  • FF-Fan sagt:

    ————————–

    @FFFan

    @ Klausi:
    „Kreativität und positionsgebundene Fähigkeiten werden [vom DFB] nicht gefördert oder sogar unterbunden.“

    Kannst du das irgendwie mit Fakten oder Beispielen untermauern oder plapperst du hier nur nach, was andere nach der Männer-WM zum Besten gegeben haben (ebenso zum Thema Ballbesitz)?

    ————————–

    1. Ich würde einfach mal auf der dfb-Seite schauen oder Aussagen der dfb Trainerausbilder lesen.
    2. Aber Kreativität und positionsgebundene Fähigkeiten sind auch eher Gegensätze als gleichartig

    (-1)
  • Fan sagt:

    @Bernd,
    ich habe deine Einträge hier im Forum sehr wohl gelesen. Und ich würde gerne wissen wie du das Verhalten von Frau Meinert denn sonst bewertest? Ich jedenfalls bleibe dabei dass sie in diesem Finale „total versagt“ hat als Coach an der Seitenlinie in dem sie so gut wie nichts unternommen hat um den Mädels von Aussen zu helfen. Auch wenn das dir nicht passt. Vom Spiel gegen Norwegen hab ich hier im Forum keine Stellungnahme abgegeben, sondern mich nur auf das Finale bezogen. Wie Spanien gegen Norwegen und anderen Spielen gespielt hat ist mir ziemlich egal, da es mir nur um unsere Mannschaft geht. Habe auch kein Spiel der Spanierinnen ausser das Finale gesehen, deshalb auch keine Stellungnahme von mir.
    In dem Video welches du hier eingestellt hat ist leider voran gegangene Abseitsszene die ich meinte nicht zu sehen.
    Du stellst die Erfolge von Frau Meinert als U-Trainerin hier sehr groß heraus. Für mich zählen nicht so sehr die Titel sondern wie ein Trainer in seinem Verantwortungsbereich die Jugendlichen spielerisch weiter entwickelt.Da sind errungene Titel zwar schön aber in einem gewissen Sinne eben auch nur ein positiver Nebeneffekt.Ich neide Frau Meinert auch nicht ihre Titel sowohl als Trainerin und Spielerin, ich bewerte diese Titel vor Allem als Trainerin nicht übermass.Wie in einem meiner Beiträge schon gesagt liegen diese Titel bei U-EM`s schon längere Zeit zurück und damals war die Konkurrenz im FF noch nicht so groß wie heute.Dass du mich der Unwahrheit bezichtigst finde ich im Übrigen eine Unverschämtheit von dir und deswegen werde ich in Zukunft mit dir keine Debatte hier im Forum mehr führen.

    (-1)
  • FFFan sagt:

    @ Wolle:
    „Hast du [im Halbfinale] eine überragende dt. Mannschaft gesehen? Ich nicht, aber vlt. sind ja meine Ansprüche zu hoch.“

    Ich habe auch keine „überragende“ deutsche Mannschaft gesehen, aber ich habe immerhin ein Team gesehen, das taktisch gut eingestellt war und trotz widriger Umstände (zwei verletzungsbedingte Wechsel noch in der ersten halben Stunde) ganz unaufgeregt seinen Job gemacht hat.

    @ Fan:
    „Ausgenommen die WM vor 4 Jahren in Kanada mit einem sehr glücklichen Einzug in das Finale und einem glücklichen Sieg durch ein nicht geahndetes Abseitstor von Petermann. Ich habe damals diese U20 WM intensiv am TV erlebt.“

    Alzheimer lässt grüßen…
    Wie Bernd schon richtig bemerkt hat, war Petermanns Siegtreffer in der Verlängerung vollkommen regulär. Glück hatte die deutsche U20 indes kurz vor Ende der normalen Spielzeit, als ein Tor der Nigerianerinnen zu Unrecht aberkannt wurde!

    @ shane:
    „was schert mich weniger glaubwuerdigkeit, wenn das arbeitsergebnis besser wuerde?“

    –> Das „Arbeitsergebnis“ von Frau Meinert ist sicherlich nicht so schlecht, dass sie Anlass hätte, sich als Trainerin komplett ’neu zu erfinden‘. Dass mal ein Spiel verloren geht, gehört nun mal dazu.

    „frau meinert wird seit jahren dafuer [für ihren Coachingstil] kritisiert.“

    –> Sie wird aber auch seit Jahren dafür gelobt! OK, von den Nörglern in diesem Forum und anderen ’sozialen‘ Medien jetzt nicht. Aber von den meisten anderen schon! Vor allem von denen, die etwas von Fußball verstehen, insbesondere (ehemalige) Spielerinnen und Trainerkollegen.
    (Oder sind das etwa auch nur Dummköpfe, die nichts können außer Tore und Titel zählen, nicht wahr @FF-Fan?)

    @ FF-Fan:
    „Ich würde einfach mal auf der dfb-Seite schauen oder Aussagen der dfb Trainerausbilder lesen.“

    Gute Idee! Habe ich prompt gemacht und bin direkt fündig geworden. Das Problem ist offenbar nicht neu, die Thematik aber sehr komplex. Die klügsten Köpfe des DFB machen sich darüber seit längerer Zeit intensiv Gedanken. Einer dieser ‚Vordenker‘ hat sich nun in einem lesenswerten (wenn auch sehr ‚akademisch‘ formulierten) Beitrag geäußert. Er lehnt „Insellösungen“ ab und will stattdessen an „Stellschrauben“ im „Gesamtsystem“ drehen. Bevor der „Tanker“ auf Kurs gebracht werden kann, muss sich die „Crew“ jedoch erst mal auf eine gemeinsame Richtung einigen. Und das „bedarf Zeit“!

    Aber lest selbst:

    https://www.dfb.de/news/detail/schoenweitz-einfluesse-haben-zugenommen-190503/full/1/

    P.S. (weil ein so langer Kommentar mit etwas Positivem enden soll): unsere U20-Mädels sind wohlbehalten in ihrem WM-Quartier in Dinard angekommen (möge dieser Ortsname einst schönere Assoziationen hervorrufen als „Vatutinki“! 😉 ). Die Vorfreude auf das Turnier wächst – nicht nur bei uns Fans!

    https://www.dfb.de/news/detail/u-20-frauen-in-dinard-angekommen-190564/

    (-3)
  • Fan sagt:

    @Bernd,
    wie kannst du behaupten dass ich jetzt auf einmal das mit dem „total Versagen“ wohlgemerkt bezogen auf das EM-Finale nicht geschrieben haben soll? Genauso unterstellst du mir dass ich etwas zum Spiel gegen Norwegen was geschrieben haben soll. Mit der Wahrheit hast du es wohl nicht sehr? Ich habe den Eindruck, du drehst die Dinge so hin wie es dir gerade passt.
    Deswegen werde ich in Zukunft nicht mehr mit dir in diesem Forum diskutieren.

    (-1)
  • Pauline Leon sagt:

    ich möchte noch zu meiner kritik sagen, das ich natürlich zuerst echt wütend war, auf die final“leistung“.
    meiner meinung nach zieht sich dieses spiel mittlerweile durch alle dfb-teams. die angst, den abschluß zu suchen und immer auf irgendwen besser positionierten zu warten. dadurch wird natürlich technisches, schnelles spiel sehr schwer. auch von denen, die es gut können. z.b. krumbiegel im halbfinale. auch die ewigen rückpässe und querspielereien. das gabs so auch bei der herren-wm vom deutschen team zu sehen und auch zur frauen-em. auch bei der u-17 wars im finale nicht besser.
    und es fehlt das aufbäumen nach rückstand!!

    komischerweise scheinen deutsche teams auch das relativ einfache „pressing“ nicht zu beherrschen. warum?? dürfen sie nicht? erst vor dem eigenen 16er?? soll die null stehen? also zurück zu rudis rumpelfussball.

    scheinbar fehlt da im team (in allen!) jemand, der/die das heft in die hand nimmt. eigeninitiative scheint ausgeschlossen zu werden.
    und schon sind wir bei der groenens fehlender deutscher streitkultur. hier wird wohl überall meinungs- und initiativlosigkeit propagiert. auch bei jones schien ja eher harmonie angesagt.

    zum thema seitenlinie: norio sasaki sagte mal ungefähr, von der seitenlinie anweisungen zu geben bringt so gut wie garnichts. entweder es wurde eingeübt oder eben nicht.

    vielleicht würde den dfb-teams ein bisschen mehr „tschaka!!“ helfen

    (2)
  • Bernd sagt:

    @ Fan
    Du findest es also eine Unverschämtheit der Unwahrheit bezichtigt zu werden! Warum?
    Wenn etwas unwahr ist, ist es die Unwahrheit und auch wenn Du die Unwahrheit wiederholst wird sie davon nicht wahrer. Das Du sehr auf der Suche bist Frau Meinert Fehlverhalten zu unterstellen und ihre Erfolge kleinzureden ist Dein Ding. Kann man so machen, muss man aber nicht! Nicht mehr tolerieren kann ich, wenn faktisch ganz klar die Unwahrheit gesagt wird!

    Ich zitiere:
    Fan sagt:
    2. August 2018 um 14.37 Uhr Uhr
    Gerade die U20 WM vor 4 Jahren wurde mit sehr viel Dusel wie z.B. einem nicht geahndeten Abseitstor im Finale gegen Nigeria gewonnen

    Es gab nur ein Tor im Finale! Dieses Tor war vollkommen unstrittig und keinesfalls Abseits! Deine Aussage ist unwahr!
    _________________________________________________________________
    Fan sagt:
    2. August 2018 um 23.42 Uhr Uhr
    sehr glücklichen Einzug in das Finale und einem glücklichen Sieg durch ein nicht geahndetes Abseitstor von Petermann

    Lena Petermann hat das entscheidende Tor geschossen, korrekt.
    Unwahr ist, dass sie das Tor aus einer Abseitsposition geschossen hat! Das sieht jeder Laie der die Abseitregel kennt.
    http://www.youtube.com/watch?v=aYTiNxwt5Sw

    Die Szene beginnt übrigens nicht erst mit dem Torschuss von Petermann, sondern zeigt zuerst die Szene des Angiffs von der Mittellinie, dann den Ballverlust an Nigeria, dann die Rückeroberung des Balls durch eine deutsche Spielerin und den anschließenden Pass auf Petermann. Die Videosequenz ist auch nicht geschnitten! Daher kann es überhaupt kein Abseits geben, welches mit Petermanns Tor in Zusammenhang gebracht werden könnte! Es gab auch kein anderes Tor von Petermann im Finale.
    Daher ist auch diese Aussage von Dir eine Unwahrheit!
    _______________________________________________________________
    Jetzt habe ich mir die Mühe gemacht und mir Petermanns Tor im Halbfinale noch einmal angeschaut, um sicher zu gehen, dass Du nicht dieses Spiel meinst. Aber auch dort gibt es Nichts was man an dem Tor aussetzen könnte.
    Deshalb behaupte ich nach wie vor, Du hast Lena Petermanns Abseitstor erfunden. Habe mir größte Mühe gegeben, Deine beiden Aussagen irgendwie nachvollziehen zu können. Es ist mir nicht gelungen. Ehrlich gesagt fände ich es sowieso schon unsportlich den WM-Erfolg schmälern zu wollen. Spätestens nachdem Du Dir das Video angeschaut hast, hättest Du die Größe haben müssen, Deine Aussage zu widerrufen und das Tor als gültig anzuerkennen.
    Kann gut verstehen, dass Du mit mir nicht mehr kommunizieren möchtest. Zum Einen kann die Wahrheit manchmal unangenehm sein, zum anderen werde ich zukünftig auch nicht einfach alles glauben, zumindest wenn meine Erinnerung eine andere ist.
    _________________________________________________________________
    Fan sagt:
    2. August 2018 um 0.05 Uhr Uhr
    Es ist ja auch nicht das erste Mal dass Frau Meinert so versagt. Egal wieviel Titel sie in der Vergangenheit schon geholt hat, hier hat sie jedenfalls total versagt.

    Habe Dich so verstanden, dass Du Dich nicht nur auf das Finale beziehst, sondern auch auf vorherige Spiele oder Turniere!
    ________________________________________________________________
    Fan sagt:
    31. Juli 2018 um 15.53 Uhr Uhr
    @Holly,
    naja, wenn es bei einer EM um nichts geht dann bräuchte man gar nicht erst teilnehmen. Ich weis nicht was du dir dabei gedacht hast, diesen Satz zu schreiben?

    Holly hatte geschrieben, dass es eine tolle Leistung der dt. Mädels war ins Finale zu kommen obwohl es bei der EM um nix ging. Er bezog sich meines Erachtens darauf, dass die EM keine WM-Quali für die U20 war. Dies konntest Du nicht nachvollziehen.
    Jetzt schreibst Du an mich:
    Da sind errungene Titel zwar schön aber in einem gewissen Sinne eben auch nur ein positiver Nebeneffekt.

    Klingt für mich etwas widersprüchlich. Wenn es Dir vor allem um das Lernen der Spielerinnen geht, war das Finale meiner Meinung nach sehr lehrreich! Zumindest für die Spielerinnen zählen die Titel und die Erinnerungen daran sehr viel. Für einige Spielerinnen bleiben diese Titel ihre größten Erfolge.
    ________________________________________________________________
    Bezgl. meinem posting zum Norwegenspiel hast Du Recht. Dies bezieht sich eigentlich auf eine andere Person.

    Die Erfolge von Frau Meinert als Trainerin habe ich nicht „sehr groß herausgestellt“, sondern lediglich benannt, da sie zuvor unterschlagen wurden.
    ________________________________________________________________

    Zum Schluss noch ein Angebot an Dich, da Du nun meintest, dass von mir eingestellte Video zeigt die Abseitsszene nicht. Nachdem ich mir viel Mühe gegeben habe, die von Dir benannte Szene zu finden, möchte ich Dich bitten die von Dir benannte Szene mit dem Abseitstor von Petermann hier einzustellen.
    Sollte ich tatsächlich ein gegebenes Abseitstor von Petermann übersehen haben, biete ich Dir einen Kasten Schwarzwälder Bier (mit oder ohne Alkohol), oder alternativ ein Karton badischen Wein samt Entschuldigungsschreiben an. Sollte es das von Dir benannte Abseitstor nicht geben, erwarte ich von Dir nur die Größe auch dazu zu stehen!
    So, jetzt wünsche ich morgen allen ein spannendes und gutes erstes WM-Spiel der deutschen U20 gegen Nigeria! Das Quartier am Meer in der Bretagne lohnt schon einen längeren Aufenthalt. Das würde ich Vatutinki wohl auch vorziehen. Schließe mich FFFan an und wünsche dem Team dafür ähnliche Bilder:
    http://www.dfb.de/fileadmin/_processed_/201412/csm_48271-u20-wm-titel_a0a518ef83.jpg
    .

    (3)
  • Fan sagt:

    @Bernd,
    war im Urlaub, deswegen erst jetzt eine Antwort von mir und ich möchte mit meiner Antwort die Schärfe unseres Dialogs rausnehmen.
    1. Du hast Recht was das angebliche Abseitstor von Petermann betrifft. Ich habe da die Situation gemeint kurz vor Schluß der 2. Halbzeit als Nigeria ein Tor wegen vermeintlicher Abseitsstellung aberkannt wurde.Hab das verwechselt, sorry.
    2.Ich habe persönlich nichts gegen Frau Meinert, ich erkenne ihre Erfolge als Spielerin 7und Trainerin auch an, aber ich bleibe auch dabei dass Sie im EM19 Finale gegen Spanien durch ihre Tatenlosigkeit von Handeln hier „total versagt“ hat und die Mädels dadurch im Stich gelassen hat.Ist vielleicht in der Wortwahl etwas übertrieben.
    3.Zu den Titeln und Erfolgen im U-Bereich. Sicher ist es für die Mädels ein großer Erfolg einen WM- oder EM-Titel zu gewinnen. Ich vergönne es auch den Mädels! Aber die Entwicklung von Spielerinnen für die weitere sportliche und auch persönliche Zukunft ist Erfahrung sammeln bei internationalen Spielen für mich wichtiger.
    4. Da ich kein Weintrinker bin, gerne aber als Bayer mal eine Flasche Bier, würde ich dir eine Kiste Lindnerbräu spendieren. Vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem Spiel meiner Wölfinnen gegen den SCF, entweder in WOB oder im Breisgau.Hab nämlich in deinen Beiträgen rausgelesen dass du Fan der Mädels des SC Freiburg bist. Aber auch irgendwo gelesen dass du die Wölfinnen nicht so sehr magst. Finde ich zwar etwas Schade aber solange du kein Wob-Hasser bist wie manch Andere hier im Forum ist dies aus meiner Sicht in Ordnung. Man muss ja nicht Alle und Alles mögen.

    (5)
  • Bernd sagt:

    @ Fan

    Danke für Deine Worte. Die haben mich ehrlich sehr gefreut, denn besonders mit dem Beharren auf das Abseitstor von Petermann konnte ich schlecht umgehen. Mit den Zeilen bin ich wieder viel mehr bei Dir.
    Für mich ist das Ding damit vollkommen vom Tisch. Ansonsten muss man nicht zu allem die gleiche Meinung haben, wäre auch langweilig! Versuche nur den handelnden Personen, die meiner Meinung nach ihr Bestes geben wollen, auch im Mißerfolg noch einen gewissen Respekt entgegen zu bringen. Du brauchst mir absolut keine Kiste Bier zu spendieren. Deine Worte sind mir sowieso viel mehr wert. Gerne trinke ich in Wolfsburg oder in Freiburg mal ein Bier mit Dir!

    Was Wolfsburg betrifft: Da sind für mich natürlich besonders die wiederholten Halbfinal-Niederlagen des SC Freiburg im DFB-Frauenpokal, welche für zahlreiche Tränen bei den SC-Mädels sorgten, in frustiger Erinnerung.
    Bei der letzten Ehrung lobte einer der VW-Oberen das Team und erzählte, warum die Frauenmannschaft und VW so perfekt zusammen passen und sprach diesbezgl. von den gemeinsamen Werten, wie ….., Ehrlichkeit…. usw.! Das klang für mich mitten im Skandal um die gefakten Abgaswerte wie der blanke Hohn. Das Wolfsburger Frauenteam spielt sehr erfolgreichen Fussball! Während ich ein absoluter Pernille Harder-Fan bin und ihre technischen Fähigkeiten und ihre Spielweise bewundere, nervt mich Alex Popp immer wieder, einerseits mit ihren andauernden Nicklichkeiten auf dem Spielfeld. Andererseits, würde ich bei Interviews nach dem Spiel auch gerne mal andere Stimmen hören, als die von Alex Popp. Manchmal läuft sie bei Interviews mit anderen Spielerinnen einfach dazwischen, egal ob bei der Nationalmannschaft oder in Wolfsburg. Würde mir wünschen, dass sie öfter mal Anderen den Vortritt läßt und nicht so oft die Kamera von sich aus sucht.
    Als sie dann vor dem vorletzten Spieltag bei den Bayern um Mitternacht in Mainz im aktuellen Sportstudio auftrat, habe ich auch das als Freiburg-Fan nicht als besonders glücklich empfunden, da am nächsten Morgen, das für Freiburg relevante Spiel von Bayern : WOB anstand. Das war für mich fehlender Respekt vor dem Wettbewerb. Eine Live-Schalte zu Ihr nach München wäre problemlos möglich gewesen. Für mich war da schon klar wie WOB das letzte Auswärtsspiel der Saison angehen wird.
    Du hast absolut recht, mein Verhältnis zu dem VfL Wolfsburg ist daher etwas ambivalent. Grundsätzlich bin ich sowieso einer, der eher Sympathien für Underdogs hat. Im Champions League-Finale habe ich mit WOB mitgefiebert. Das Foul von Popp mit dem Platzverweis und ihr anschl. Interview haben mich aber geärgert.
    Wünsche uns allen eine schöne, faire und spannende neue Saison.
    Auf ein baldiges gemeinsames Kaltgetränk!
    Sonnige Grüße, heute noch aus München.

    (6)
  • Altwolf sagt:

    @Bernd
    Als Forum-Teilnehmer ist es mir angenehm zu erkennen, daß sich persönliche „Animositäten“, die sich durch Meinungsverschiedenheiten im Eifer des Gefechtes zwischen dir u. @Fan ergeben hatten, durch Einsichten u. vermittelnde Äußerungen auch wieder ausräumen lassen. Schön wenn so etwas hier Schule machen könnte.

    Das Du als SC Freiburg Fan /Sympathisant, vielleicht auch durch das für den SC unseelige „Pokal-Tauma“, zum VFL ein etwas distanziertes Verhältnis hast, ist durchaus verständlich.

    Doch einige Ausführungen möchte ich nicht so stehen lassen, wie du sie vermittelt hast.
    Der Einzige, direkt bei VW aktive Manager, ist der jetzige Finanzchef Frank Witter (ehemals 2.Liga-Fußballspieler), der jetzt auch Aufsichtsratsvorsitzender d. VFL Fußball GmbH u. somit oberster Chef der VFL Fußball GmbH ist und sich bei der Ehrung der Wölfinnen auch als Einziger der VW-Oberen geäußert hat.
    Das derzeitige Leit-Motto des VFL heißt „Arbeit,Fußball,Leidenschaft“ und genau das hat F.Witter in seiner Laudatio betont, würden die Wölfinnen in hervorragender Weise verkörpern, wofür auch VW steht und stehen will.

    Auch wenn man sich die von Dir genannte „Ehrlichkeit“ in unserem Alltagsleben und damit auch im Wirtschaftsleben wünscht, so sollten die immer wieder gerne gemachten Verknüpfungen zum Abgasskandal nicht den VFL-Frauen angelastet werden.

    A.Popp ist sicherlich eine Spielerin,die polarisiert u. auch nicht immer auf dem Platz glücklich agiert, so hat die Intensität ihrer gelegentlichen Theatralik in den letzten Spielzeiten jedoch abgenommen.
    Eine Spielerin, die sich selbst auch nicht schont und auch auf dem Platz vorangeht, sich emotional einbringt, ist mir lieber, als die Masse der „Weichgespülten“ o. uninspirierten Spielerinnen, auch wenn sie das ein o.andere Mal über das Ziel hinausschießt.
    Schau dir andere Teams an, ob nicht auch da Spielerinnen agieren, die ähnlich emotional sind und sich auch so verhalten, wie du es bei A.Popp siehst (z.B. H.Kayikci).
    Andererseits, fehlen uns nicht gerade solche Spielerinnen in den Teams d.N-11 ? Bestes Beispiel d. Männer b.d.WM 2018.

    Ob sie sich nun selbst gerne in den Fokus e. Kamera begiebt, konnte ich bisher nicht warnehmen, denn hier in WOB, bei Interviews z.B. im Wölfe-TV, ist mir das nicht aufgefallen.
    Vielleicht wird sie jedoch auch gerne als Interviewpartner gesucht.

    Was ist gegen die Präsenz des FF im öffentlichen TV (hier Sportstudio) einzuwenden ? Vergiß bitte auch nicht, wie wichtig es ihr vielleicht war ihre „unseelige“ Aktion im CL-Finale zu erklären u. sich dafür auch entschuldigen zu können.
    Ich hatte schon damals zu der Situation bezüglich des Spieles gegen den 1.FC Bayern Stellung genommen u. auch kein sogg. „unprofessionelles“ Verhalten des Teams erkennen können.
    Kein Team verliert freiwillig, so auch damals nicht, als man in Freiburg 2:0 verlor, obwohl man schon die Meisterschaft sicher hatte.
    Überdenke doch einmal die wirklich reelle Chance für den SC in dieser Konstellation noch an den Bayern vorbei auf Platz 2 zu kommen, selbst wenn der VFL das Spiel gewonnen o. noch das Unentschieden geschafft hätte.
    Wäre es für Euch tröstlicher gewesen, falls alle Ergebnisse nahezu ideal für d. SC gelaufen wären, mit einem sehr wahrscheinlich etwas schlechteren Torverhältnis, auf Platz 3 verblieben zu sein ?

    Da bin ich mehr bei @SCF-Klausi statt den Fokus auf e. anderen Verein zu richten, doch lieber die eigenen Leistungen zu reflektieren.

    (4)
  • Fan2 sagt:

    Nun, wo wir hier schon in einer Grundsatzdiskussion angekommen sind, so würde auch ich hier gerne meine Stimme in den Ring werfen. Ich stimme hier Bernd in vielem zu, wie bekannt sein dürfte. Es geht mir hier auch nicht darum, alles, was ich schon zum VW Wolfsburg gesagt habe, wieder aufzuwärmen. Das habe ich oft genug getan und auch das ist alles bekannt bzw. nachzulesen.

    Was ich aber ansprechen muss und will, ist der Umgang der VfL-Fans mit ihrer Mannschaft hier im Forum. Das gilt insbesondere für @Altwolf, aber auch für @GG oder auch für @Fan. Es wird immer unerträglicher, wie hier dauerhaft versucht wird, den Beteiligten nen Appel für nen Ei zu verkaufen. Bernd hat oben von Werten wie Ehrlichkeit gesprochen. Da geht es mir hier nicht einmal um den Abgasskandal, sondern noch entschiedener um das Verhalten der besagten Fans hier im Forum, speziell @Altwolfs.

    Es ist einfach unsäglich, wie hier von den VfL-Fans an allen Stellen mit romantisierenden Verharmlosungen, Beschönigungen und Relativierungen gearbeitet wird und versucht wird, Fans anderer Teams für dumm verkaufen zu wollen.

    Das fängt schon dabei an, dass hier immer wieder der Einfluss von VW beschönigt wird, indem man sich hinter den offiziellen Standpunkt zurückzieht, nach dem Motto, als ob der Einfluss von VW sich nach der Anzahl der aktiven Manager beim VfL bemisst. Sagt es doch einfach, wie es ist, dass der VfL eine 100%ige Tochter von VW ist und VW sich innerhalb von kürzester Zeit auch den vollen Einfluss im operativen Geschäft wieder verschaffen kann, wenn sie wollten. Wenn nicht auf offiziellem Wege, dann zumindest auf inoffiziellem Weg, indem sie die finanzielle Abhängigkeit des VfL ausnutzen. Deswegen wäre es ehrlicher, einfach dazu zu stehen, dass im Zweifel VW die Hoheit besitzt. Ein Szenario wie im Fall Newcastle ist prinzipiell damit in Wolfsburg nicht ausgeschlossen.
    Damit sollte man sich als Wolfsburg-Fan aber auch klar sein, dass man alles mittragen können muss, was VW unter Umständen auch abseits des Fußballs anstellt, weil die Gewinne, die sie damit erzielen, in den Fußball fließen bzw. sich damit kritisch auseinandersetzen muss. Das wird auch von jedem Werderfan bei Wiesenhof erwartet und das ist nur ein Sponsor. Diesen kritischen Umgang mit der eigenen Firma vermisse ich hier aber an allen Orten bei den VW-Fans.

    Ähnlich ist es bei Vergehen der eigenen Spielerinnen. Über Alex Popp wird dann gefaselt, dass sie polarisiere oder nicht glücklich agiere. Anstatt einfach mal Klartext zu reden, dass vieles von dem, was Alex Popp auf dem Rasen fabriziert, ob nun das überharte Einsteigen auf dem Platz oder die übertriebene Theatralik, einfach nur daneben ist, wird sie von den eigenen Fans in Watte gepackt und beschützt wie von Helikopter-Eltern. Jede angebrachte Kritik wird bis zur Unkenntlichkeit verdreht, verbogen und relativiert, um ja keinen Fehl an den eigenen Göttinnen eingestehen zu müssen.

    Und die Begründung, dass solche Spielerinnen doch wichtig wären und besser als die Weichgespülten, dazu sind nur zwei Dinge zu sagen: 1. Wer selbst so weichgespült ist, dass er keine Kritik an seinen Lieblingsspielerinnen verträgt bzw. sie nicht gelten lässt, der hat kein Recht, das von den Spielerinnen einzufordern. 2. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Führungsspielerinnen und übermotivierten Spielerinnen: Führungsspielerinnen gehen voran und sprechen auch schwierige Themen knallhart an, auch auf die Gefahr, damit womöglich anzuecken und die Karriere zu gefährden. Das aber hat selbst Alex Popp nicht getan nach der EM, im Gegenteil, sie hat vor Jones gemischt und sie wie andere Spielerinnen öffentlich in Schutz genommen. Popp ist dagegen eine, die sich gerne in den Mittelpunkt drängelt und eine Show abzieht, ob auf dem Platz oder am Mikrofon.

    Und das bringt mich auch schon zu dem letzten Beispiel: Die Rechtfertigung des Sportstudiobesuchs. Auch hier steht die zwanghafte Rechtfertigung des Verhaltens der eigenen Spielerin über allem. Denn allein die Tatsache, dass Popp eingeladen wurde, hätte man schon als Affront gegen den FF insgesamt abweisen müssen. Denn wie kann ein Fernsehsender davon ausgehen, dass eine Spielerin, die unter der Woche gespielt hat und am nächsten Tag ein Pflichtspiel hat, überhaupt so spät abends noch Zeit hat, in einer Hunderte Kilometer entfernten Stadt 1 1/2 Stunden Studiogast zu sein, inklusive Maske etc., nur um einen eigenen Part von vielleicht 5-10 Minuten zu haben? Allein das wäre Grund genug gewesen, dieses Interview abzulehnen und den Redakteuren vom Sportstudio den Vogel zu zeigen. Und selbst dann hätte es andere Möglichkeiten gegeben, dies zu lösen, beispielsweise nach dem eigenen Beitrag zu gehen, der ohnehin relativ am Anfang war, wie es sonst auch üblich im Sportstudio ist. Damit wäre Popp mindestens 1 Stunde früher in München gewesen. Oder aber die Liveschaltung aus München, auf die Bernd schon hingewiesen hatte. Alles gute Möglichkeiten, darauf mit gesundem Menschenverstand darauf zu reagieren. Aber anstatt das überhaupt in Erwägung zu ziehen, kommen hier gleich wieder die Reflexartigen Rechtfertigungen, um ja möglichst alle Kritik zu relativieren.

    Und übrigens, ganz ehrlich: Größe war es nicht, sich noch für seine rote Karte durch eine öffentliche Entschuldigung medienwirksam reinwaschen zu wollen und sich dabei wieder ins Zentrum zu stellen, sondern Größe wäre es gewesen, zu erkennen, dass es für manches keine öffentliche Entschuldigung gibt, sondern dass es bei manchen Dinge weiser ist, einfach mal die Klappe zu halten, mit diesem Makel zu leben und daraus zu lernen, dass so etwas nicht wieder passiert. So wie Kemme damals.

    So aber hat sich Popp gleich doppelt ins Kreuzfeuer gestellt, nicht nur wegen der selten dämlichen roten Karte, die ihrem Team den CL-Sieg kostete, sondern auch mit dem Vorwurf, durch ihren Auftritt zur Wettbewerbsverzerrung in der Bundesliga beigetragen zu haben. Das schlimmste aber ist, dass die VfL-Fans, anstatt über diese große Dummheit aufzustöhnen und selbst Kritik zu üben, nichts besseres zu tun haben als zu relativieren und in Schutz zu nehmen und mal wieder wie Helikopter-Eltern über ihren Angebeteten zu schweben. Kein Wunder, dass wir in Deutschland nur noch Prinzessinnen haben, denen jegliche Form von Selbstkritik abgeht. Da lob ich mir dann doch die Kommentare von Detlef, die manchmal vielleicht etwas überhart mit den eigenen Spielerinnen ins Gericht gehen, der aber immerhin in der Lage zur Kritik an den eigenen Spielerinnen ist.
    In Potsdam müssen die Spielerinnen, was Kritik betrifft, generell mindestens 10x so abgehärtet sein wie in Wolfsburg. Kein Wunder, dass sich da nur die resolutesten durchsetzen.

    (-8)

Kommentar schreiben