U19-EM: DFB-Frauen im Finale gegen Spanien

Von am 30. Juli 2018 – 10.04 Uhr 9 Kommentare

Die deutsche U19-Frauenfußball-Nationalelf trifft heute Abend (18 Uhr, SPORT1 live) im Finale der U19-Europameisterschaft auf Spanien.

Jubel der deutschen U19-Frauen

Melissa Kössler (Mi.) und ihre Teamkolleginnen wollen auch gegen Spanien jubeln © Sportsfile

In Biel hat die Auswahl von DFB-Trainerin Maren Meinert die Chance, zum siebten Mal Europameister zu werden.

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Endlich mal wieder im Finale

„Wir sind sehr froh und stolz, in das Endspiel eingezogen zu sein. Wir waren sieben Jahre lang nicht im Finale, insofern ist der Einzug etwas sehr Schönes für uns. Das Finale ist ein Spiel, das alle Spielerinnen mit viel Freude und Stolz angehen sollen. Jetzt sind wir nur noch einen Schritt vom Titel entfernt und werden alles versuchen, dieses Spiel erfolgreich zu gestalten.“

Im Turnierverlauf drei Siege und eine Niederlage

Im bisherigen Turnierverlauf feierte die U19 Siege gegen Dänemark (1:0) und Italien (2:0) in der Gruppenphase sowie einen 2:0-Sieg im Halbfinale gegen Norwegen. Nur im Gruppenspiel gegen die Niederlande (0:1) gab es eine Niederlage. Nun gilt es noch einmal, alle Kräfte zu bündeln, um den letzten Schritt zu gehen.

Spielstarker Gegner

„Mit Spanien treffen wir auf eine selbstbewusste, spielstarke Mannschaft mit guten individuellen Spielerinnen. Einen Favoriten wird es in diesem Finale nicht geben, vielmehr wird die Tagesform entscheiden. Wir hoffen, dass wir den besseren Tag erwischen und so dieses Turnier gewinnen“, so Meinert.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

9 Kommentare »

  • Witzfigur sagt:

    Von den erfahreneren Spielerinnen sehe ich gerade bei der Essenerin Anyomi einen deutlichen Steigerungsbedarf, wenn das Team den Titel erringen will, denn sie ist diejenige im Team, die mich bisher am meisten enttäuscht hat!
    Ganz anders verhält es sich da mit Paulina Krumbiegel, die für mich die Turnierentdeckung ist. Ihre lockere und unbeschwerte Art mit einem Schuß Unbe- und Ausrechenbarkeit ist die sicher zukunftsträchtigste Spielerin. Torgefährlicher als Anyomi ist sie bisher auch und ich könnte mir vorstellen, das sie im Finale wiederum ihr hohes Potenzial abrufen wird!
    Da es wiedermal Zeit für einen EM-Titel in dieser AK wird, werde ich voller Vorfreude und gaaaanz viiiiiel Daumendrücken das Spiel verfolgen!

    (-2)
  • Katerli sagt:

    weiß hier jemaand, ob Gina Chmielinski wieder spielen kann?

    (6)
  • Detlef sagt:

    @Katerli, laut Jessie Viehweger war die Verletzung von GINA wohl nicht so schlimm, sodaß sie heute wahrscheinlich spielen kann !!! 🙂

    (7)
  • Bernd sagt:

    @ Witzfigur
    Hast Du die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft in der Schweiz gesehen? Oder beziehen sich Deine Rückschlüsse bezgl. Turnierentdeckung und bisheriger Enttäuschung lediglich auf das Halbfinale im TV? Ich habe mir nur die beiden Halbfinalspiele vor Ort anschauen können. Krumbiegel hatte wirklich ein gutes Auge für den entscheidenden Pass. Kössler und Stolze haben die Anspiele aber auch glänzend verwertet. Anyomi fand ich allerdings keine Enttäuschung. Ihr permanentes Anlaufen der Norwegerinnen war für mich ein wichtiger Faktor um die diese nicht das Spiel bestimmen zu lassen.

    Beim zweiten Halbfinale war die körperliche Überlegenheit der Däninnen auffallend, aber technisch waren die Spanierinnen klar überlegen. Das hin- und herspielen vor dem eigenen Tor sollten wir gegen Spanien nicht wiederholen. Die sind sehr engagiert gegen den Ball und lauern auf jede Chance. Das Siegtor gegen Dänemark war allerdings ein überraschender Fernschuss aus gut 30 Metern relativ zentral unter die Latte, aber durchaus haltbar, zumal die Torhüterin auf der Schattenseite stand. Ansonsten könnte die Seitenwahl schon eine Rolle spielen, da am Abend die tief stehende Sonne eine Torhüterin und die Zuschauer auf der Haupttribüne blendet. Eine Chance für die deutsche Mannschaft sehe ich bei Eck- und Freistössen gegen die fast durchgehend kleinen Spanierinnen.
    Beim Daumen drücken bin ich voll dabei! Nachdem die Männer für die U19-EM-Endrunde nicht qualifiziert waren, wäre der Titel bei den Frauen aller Ehren wert. Die Tissot-Arena ist ein toller Ort für das Finale. In dem kleinen, sehr sauberen Stadion ist man hautnah am Geschehen dran. Keine fünf Stunden mehr bis Spielbeginn, die Vorfreude steigt.

    (6)
  • Witzfigur sagt:

    @Bernd
    Zum „permanenten Anlaufen“ Anyomis, was angeblich so wichtig war:
    Selbst dazu musste sie fortwährend von aussen aufgefordert werden. Und es blieb auch max. beim Analufen, denn selbst gelungene Zuspiele ihrer Mitspielerinnen konnte sie nicht in Verwertbares umsetzen, denn Bälle versprangen oder sie verlor sie im 2-Kampf, weil sie ihren Körper nicht richtig einsetzte.
    Eine Spielerin mit ihren Erstligaeinsätzen und Erfahrung blieb mehr Schattendasein als Rampenlicht. Andere im Team waren da effizienter und besser im Spiel mit und ohne Ball!
    Übrigens kupferst Du für meinen Geschmack lediglich die Kommentatorenaussage anstatt eine echte eigene Meinung zu vertreten!

    (-2)
  • Bernd sagt:

    @ Witzfigur
    „Übrigens kupferst Du für meinen Geschmack lediglich die Kommentatorenaussage anstatt eine echte eigene Meinung zu vertreten!“

    Du bist echt lustig! Welche Kommentatorenaussage meinst Du denn?
    Ich war in der Tissot-Arena und da gab es keinen Kommentator, sondern nur einen Stadionsprecher! Wenn irgendein Kommentator meine Meinung teilt, dann liege ich wahrscheinlich nicht so daneben.
    Warum auch sollte ich nicht meine echte eigene Meinung vertreten?
    Du kennst mich wirklich schlecht, bzw. garnicht!
    Falls Du mir auch nicht glaubst, dass ich zu den Halbfinals in der Tissot-Arena war, darfst Du gerne Caroline Abbé und Martina Moser fragen. Die waren beide als Botschafterin der U19-EM im Stadion und wir haben uns bis nächsten Sonntag verabschiedet, da Beide dann in Buch mit dem FC Zürich gegen ihren Ex-Club, den SC Freiburg spielen.
    Meine Frage, ob Du mehr als ein EM-Spiel der deutschen U19 gesehen hast, wurde leider von Dir noch nicht beantwortet! Wenn dem so ist, kannst Du auch nicht die Turnierleistung der Spielerinnen beurteilen, sondern eben nur das eine Spiel!

    (5)
  • Witzfigur sagt:

    @Bernd
    Nun ja, mein Nick ist ja nicht umsonst so gewählt! 😀
    Aber in puncto Lustigkeit bist Du auch nicht schlechter, denn wie soll ich z.B. Deine selbstbestimmten Zeuginnen fragen?
    Und wenn ich Dir schreibe, ich habe alle Spiele verfolgt, wird Dir das auch immer noch nicht reichen, insofern macht es auch keinen Sinn hier weiter zu diskutieren!
    Ich manifestiere meine obigen Aussagen, dass Andere im Team bessere Leistungen abgerufen haben als Anyomi, die ziemlich unter ihren Möglichkeiten blieb, aber die Chance hat, das heute zu ändern!

    (-3)
  • Bernd sagt:

    @ Witzfigur
    Das hat mit Lustigkeit nichts zu tun, denn Du kannst die Spielerinnen über info@fcz.ch und den Spielernamen jederzeit kontaktieren. Hier noch ein paar Photos von mir für die ungläubige Witzfigur: https://photos.app.goo.gl/Q1mhWp1YfXuQ5xep7
    Der Stand der EM-Botschafterinnen war übrigens rechts neben der Holzkuh.
    Dein Satz: „Und wenn ich Dir schreibe, ich habe alle Spiele verfolgt…“ zeigt mir schon was für einer Du bist! Warum schreibst Du nicht ganz einfach wie es ist?
    Du hast Recht, so macht es keinen Sinn zu diskutieren!
    Dass es Spielerinnen mit besseren Leistungen gab als Anyomi habe ich nie bestritten. Sie aber als diejenige darzustellen, die am meisten enttäuscht hat, halte ich aber nicht für fair!

    (3)
  • Detlef sagt:

    Eine absolut verdiente Niederlage nach einer absolut indiskutablen Leistung!!!
    So viele Fehlpässe in nur einem Spiel, HILFE, HILFE!!!
    Die immer wieder hochgelobte Anyomi blieb eine große Enttäuschung, die nicht minder gelobte Krumbiegel war heute ein Totalausfall!!!
    Auch MELLI KÖSSLER konnte leider ihre Lethargie nicht überwinden!!!
    Von Frau Stolze war ebenfalls nix zu sehen!!!
    Einzig Frau Lohmann konnte einige gute Akzente setzen, wurde aber dabei immer alleine gelassen!!!

    Zwei Schüsse aufs spanische Tor, in 95 Minuten, die dabei keine wirklich ernsthafte Bedrohung darstellten, daß war heute ein deutlicher Klassenunterschied zu den Ibererinnen!!!

    Das war ein ungleicher Kampf zweier völlig unterschiedlicher Welten!!!
    Hier der schnelle moderne Umschaltfußball, der technisch in allen Belangen hoch überlegenen Spanierinnen, gegen den altbackenen teutonischen Dinosaurierfußball ala Neid und Meinert, der noch aus der Ära Birgit Prinz und Pia Wunderlich stammte, wo man alle Gegner noch nach Belieben um- und wegrennen konnte!!!
    Eigentlich erstaunlich, daß man mit dieser Rumpelstrategie heute (im Jahr 2018) im Nachwuchsbereich immer noch bis ins Finale kommt!!!

    Meinen herzlichen Glückwunsch an die völlig verdienten alten und neuen Europameisterinnen aus Spanien!!!

    (4)

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