Zwangspause für Dzsenifer Marozsán

Von am 18. Juli 2018 – 16.19 Uhr 7 Kommentare

Der Einsatz von DFB-Mittelfeldspielerin Dzsenifer Marozsán beim wohl entscheidenden WM-Qualifikationsspiel der DFB-Frauen am 1. September in Island ist in Gefahr. Denn die 26-Jährige muss wegen einer Lungenembolie eine mehrwöchige Pause einlegen.

Dzsenifer Marozsán läuft auf dem Spielfeld

Muss mehrere Wochen pausieren: Dzsenifer Marozsán © imago / Picture Point LE

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Nach Angaben ihres Vereins Olympique Lyon und von Dzsenifer Marozsán inzwischen auch bestätigt hat die Mittelfeldspielerin eine Lungenembolie erlitten.

Mehrere Wochen Pause

„Es geht mir aber den Umständen entsprechend schon wieder etwas bessser und ich werde medizinisch hier in Lyon sehr gut betreut. Natürlich werde ich jetzt aber einige Wochen nicht mit meiner Mannschaft trainieren können. Aber die Menschen, die mich kennen wissen, dass ich ein Fighter bin und noch stärker zurückkommen werde“, so Marozsán.

Einsatz auf Island in Gefahr

Somit wird Marozsán den Großteil der Vorbereitung ihres Teams auf die neue Saison und auch die Florida-Reise Olympique Lyons in der kommenden Woche verpassen. In weniger als sechs Wochen bestreitet die deutsche Frauenfußball-Nationalelf am 1. September das entscheidende Spiel um den Gruppensieg gegen Island in Rejkjavik und drei Tage später auf den Färöer-Inseln.

Volle Unterstützung

„Das Wichtigste ist jetzt, dass Dzseni wieder vollständig gesund wird“, so Bundestrainer Horst Hrubesch. „Sie hat dabei unsere volle Unterstützung und soll sich alle Zeit dazu nehmen, die sie braucht.“

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • SCF Klausi sagt:

    Gute und vollständige Genesung an Dzsenifer Marozsán .

    (9)
  • FFFan sagt:

    Den Genesungswünschen kann ich mich nur anschließen. Mit dieser potentiell lebensbedrohlichen Krankheit ist nicht zu spaßen!

    (6)
  • bale sagt:

    wie bekommt man eine Lungenembolie?
    Ist es eine verschleppte Lungenentzündung oder nicht richtig auskuriert?
    gute Besserung dzeni

    (5)
  • Detlef sagt:

    Oha, Lungenembolie ist kein Spaß! 🙁

    Dann wünsche ich gute und vollständige Genesung!

    (1)
  • Walter-Hubert Schmidt sagt:

    Eine Thrombose entsteht, wenn ein Blutgerinsel (Zusammenkleben von roten Blutkörperchen) sich bildet. Ist die Thrombose im Becken ist sie schon lebensbedrohlich. Wandert diese Thrombose und gelangt sie in die Lunge entsteht eine Lungenembolie, die lebensbedrohlich ist. Wandert die Thrombose weiter ins Herz, ist das tödlich.
    Damit muss sie das Medikament mit Wirkstoff Marcurmar nehmen. Der Blutgerinnungswert (Quickwert) muss regelmäßig kontrolliert werden. Ist das Blut zu dünnflüssig, gerinnt es nicht. Ist es zu dickflüssig, kann es zur erneuten Thrombose kommen.
    Für eine Leistungssportlerin eine sehr schwierige Situation, denn Verletzungen kommen beim Fußball häufig vor. Der „Heilungsprozess“ dauert etwas länger.
    Ich wünsche Dzsenifer alles, alles erdenklich Gute. Kopf hoch, alles wird gut.

    (8)
  • Bernd sagt:

    Ergänzung zu Walter-Hubert-Schmidt
    Am häufigsten ist die tiefe Beinvenenthrombose, oft spürbar durch Schwellung und Schmerzen an der jeweiligen Stelle. Nachfolgende Lungenembolien können sehr unterschiedlich verlaufen von nur durch Zufall entdeckt, bis hin zur Lebensbedrohung und sind daher auf jeden Fall ernst zu nehmen. Dzeni gehört nicht zur klassischen Zielgruppe mit Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen usw., jedoch kann auch extreme körperliche Anstrengung oder erbliche Faktoren eine Rolle spielen. Wenn man Marcumar nimmt, muss man die Blutgerinnung mit einem Tropfen Blut vom Finger regelmäßig messen (früher Quick-, heute INR-Wert). Nach einem zweitägigen Kurs zum Thema Blutgerinnung darf man das auch selbst übernehmen und muss nicht immer zum Arzt. Glücklicherweise gibt es seit ein paar Jahren andere wirksame Medikamente bei denen auch das Messen der Blutgerinnung entfällt. Marcumar wurde auch als Rattengift verwendet und ließ diese innerlich verbluten. Bei mir waren äußere Blutungen auch kein Problem (das Gerinnen dauert nur etwas länger), sondern die im Inneren, welche immer Magen- und Darmspiegelungen und weitere Medikamente, usw. zur Folge hatten.
    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Vorsicht vor Marcumar!
    War für mich letztendlich gefährlicher als die Lungenembolien!
    Es gibt bessere Medikamente! Hoffentlich hat Dzenifer Marozsan einen leichten Verlauf. Auf jeden Fall gute Besserung und keine weiteren Thrombosen!
    Die SC Freiburg-Frauen tragen übrigens am Sa. 11.08.18 um 11 Uhr, ein Testspiel bei Olympique Lyon aus.
    Wiedersehen mit Carolin Simon.

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  • Pauline Leon sagt:

    ich frage mich, warum haben die medizinischen abteilungen von ol und dfb nicht sowas eher erkannt, mögliche faktoren z.b.. eine tiefe beinvenenthrombose entsteht nicht von heute auf morgen. sowas sollte eher erkannt werden und kann auch. gab es soetwas schonmal vor ihr?? noch nie von gehört.

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