Drei Neuzugänge beim SV Werder Bremen

Von am 20. Juni 2018 – 14.50 Uhr 11 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist SV Werder Bremen hat für die kommenden Saison drei Neuzugänge präsentiert. An die Weser wechseln Julia Kofler (Sturm Graz), Adina Hamidovic (SC Sand II) und Rachel Avant (1. FFC Frankfurt II).

Logo des SV Werder Bremen

Logo des SV Werder Bremen © SV Werder Bremen

Hamidovic, die für den SC Sand drei Bundesligaspiele bestritt, soll die Defensive der Bremerinnen verstärken, Kofler und die Deutsch-Amerikanerin Avant sind für das Mittelfeld vorgesehen.

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Guten Eindruck hinterlassen

Bremens Trainerin Carmen Roth meint: „Mit der Defensivspielerin Adina Hamidovic und der Offensivakteurin Julia Kofler kommen zwei junge Spielerinnen, die auch dank ihrer guten Ausbildung in Österreich in Probeeinheiten einen guten Eindruck hinterlassen haben. Rachel Avant zeichnet sich vor allem durch ihre Dynamik aus.“

Großes Potenzial

Birte Brüggemann, Abteilungsleiterin Frauen- und Mädchenfußball, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir alle drei bei uns begrüßen können. Das Trio verfügt über großes Potential, um beim SV Werder die Herausforderung Allianz Frauen-Bundesliga anzunehmen und sich weiterzuentwickeln.“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

11 Kommentare »

  • Pauline Leon sagt:

    ich wünsche werder und allen anderen „underdogs“ der ersten und auch zweiten liga, das sie eine erfolgreiche saison abliefern werden. Ungeachtet des vielleicht nicht vorhandenem etats scheint es ja immer noch reichlich spielerinnen zu geben, die auch für wenig bis kein geld spielen wollen und werden.

    gut so und weiter so!

    auch wünsche ich mir, das der dfb mehr geld der männer abzweigt und in die frauenligen investiert. Den männern muss mann ja schon eigene wm-unterkünfte bauen, sonst werden sie melancholisch falls sie auf plattenbauten schauen müssen (mit fernglas). Also erstmal zurück auf den boden der realität mit den patriarchen und den sklaven mit lorbeerkranz hinter ihnen her laufen lassen. (bedenke du bist nur ein mensch!)

    außerdem müssen zwei bis vier plätze in der ersten liga der frauen zusätzlich installiert werden. aber das alles vielleicht erst in einer nächsten gesellschaft in ein paar millionen jahren…

    viel spaß in der saison 18/19

    (-8)
  • SCF Klausi sagt:

    Bremen sollte seinen Kader auch noch mit Qualität nicht nur mit Quantität verstärken.Eine Spielerin die schon reichlich Bundesligaerfahrung hat und das junge Team führen und stabilisieren kann.

    (-3)
  • bale sagt:

    Pauline ich stimme dir zu was du schreibst,Frauen sind viel stärker als Männer im Aushalten etc.deswegen werden sie ja unterdrückt.Alleine bei der WM dieses theatralische UMFALLEN,gucke natürlich weiter hin gerne WM.und endlich bald mal wieder frauenliga okay unsere Mädels haben bei wm in Kanada auch schön in OTTOWA in diesem Hogwarths hotel gewohnt…..

    (-5)
  • ajki sagt:

    „..müssen zwei bis vier plätze in der ersten liga der frauen zusätzlich installiert werden..“

    Eine Liga-Vergrößerung wäre natürlich aus Zuschauersicht zunächst mal gut. Mehr Spitzenspiele, mehr Konkurrenz usw.

    Ich weiß nur nicht, ob das überhaupt in näherer Zukunft realistisch erwartet werden darf. Eine erste Liga gründet ja immer auf einer Menge Voraussetzungen – rein beispielhaft: auf existierenden Stadien, auf einer zweiten, dritten, … Liga mit wenigstens annähernder Aussicht auf Konkurrenzfähigkeit in der höheren Klasse, auf Vereinen, die zur Bundesebene fähig sind (finanziell, organisationell…) und was da noch alles mehr an Prüfsteinen im Wege liegt (mehr Spielerinnen, die zum Spagat zwischen reinem Amateurstatus, einem Mittelding oder vollem Profitum bereit / willens / fähig sind, z.B.).

    Wenn mal alleine schon Stadien sicher da wären, die nicht vom Spätherbst bis tief in den Frühling gerne mal absaufen und dadurch permanent chaotische Spieltagsverlagerungen verursachen…

    Wenn auch Vereine ohne lukrative sonstige Profi-Abteilungen mit dem ganzen Servicebetrieb drumherum tatsächlich genügend Mittel bekommen würden / hätten, um festangestellte Fachkräfte vom Greenkeeper über das Reise-Mgmt bis zum Betreuerstab unterhalten könnten…

    Wenn die 2. Liga mit Abstützung auf die 3., 4. … Liga tatsächlich qualitativ/quantitativ mithalten kann über eine gesamte Saison und dann auch viele weitere (inklusive: genügend Besucher und Sponsoren)…

    Auch wenn bestimmt alle beteiligten Parteien nach einer ausgeweiteten Liga streben – derzeit und auch für die nähere Zukunft kann ich persönlich keine guten Chancen dazu erkennen. Und ohne wirklich massive Zuwächse bei den Besucherzahlen auf allen Ebenen fehlt da irgendwo auch der maßgebliche Grund.

    (7)
  • Pauline Leon sagt:

    ajki, ich gebe dir in allen punkten recht. schon deshalb ist ja die erhöhung der startplätze der 2.liga auf 14 eher unsinn. ist dies nicht geschehen um die qualität und konkurrenzfähigkeit des fussballs zu erhöhen? die fussballbasis, auf die zurückgegriffen werden will um international konkurrenzfähig zu bleiben? aber es ändert sich an allen anderen punkten rein gar nichts. es gibt nicht mehr infrastruktur, keinen anstieg von freiwilligen oder hauptamtlichen mitarbeitern, keine vereine, die mehr frauen einen platz zum spielen geben wollen, nichts hat sich verbessert. keine werbeoffensive, kein garnichts. es bleibt beim betteln um zuwendungen und finanzielle unterstützung, auch wenn die zuschauerzahlen sich verdoppeln würden. für leverkusen bedeutet das vielleicht anstatt ca 100x 6 euro pro spieltag letzte saison dann vielleicht 200x 8 euro nächste saison. also 1600 euro pro heimspieltag. macht 17600 euro in einem jahr. damit kann isi kerschowski finanziert werden??? wohl nicht.
    also steht und fällt der fussball mittlerweile mit den finanzspritzen der lizenzgeber. alles andere ist schöndenken.
    schade, aber ich freue mich trotzdem auf die spiele der nächsten saison. egal welche ligen.

    übrigens empfehle ich allen die lektüre:
    „was hindert mädchen am fussballspielen?“
    von (dr. phil.) catharina tamara meyer.
    vielleicht schon was älter aber trotzdem aktuell..

    (2)
  • Fränkie.1970 sagt:

    Die von @Pauline empfohlene Lektüre (übrigens eine Doktorats-Arbeit) gibt es in elektronischer Form hier zum Herunterladen:
    http://elpub.bib.uni-wuppertal.de/servlets/DocumentServlet?id=1056

    (4)
  • ajki sagt:

    Paulines sarkastisches Beispiel mit den „100“ zahlenden Leuten mehr im Durchschnitt pro Heimspiel ist zwar ein bißchen gemein, zeigt aber meiner Meinung nach sehr genau die eigentliche Aufgabe. Denn Erstliga-Spiele der Frauen brauchen tatsächlich im Minimum 5.000+ zahlende Zuschauer im Saison-Durchschnitt. Wenn es Vereine ohne Quersubventionierungsmöglichkeiten betrifft, dann auch gerne erheblich mehr. Selbst dann wären sie grad mal im unteren Bereich der Männer-Drittligisten und eher bei den Viertligisten.

    Sowas geht nur, wenn tribaler support durch die Vereine aufgebaut wird („mein Verein, meine Sache“). Und es geht wahrscheinlich nur in städtischen Verdichtungsräumen mit „Nähe“ zu den Unterstützern. Halt so, wie es über Jahrzehnte im Männer-Vereinsfußball auch war – der ganze Auswärtskram über zighunderte Kilometer ist ja nur Folge von zuviel Reichtum und zuviel Zeit bei schon vorher gewachsenen Strukturen. „Normal“ für persönliche Anteilnahme und Engagement ist nur „Nähe“ – und bei den heutigen gesellschaftlichen Tendenzen zu Vereinzelung und Individualismus ist das auch noch weit, weit schwerer aufzubauen als „damals“. Hinzu kommt, dass die Frauen vielleicht allgemein für Tribalismus nicht so anfällig sind – das gilt ja auch für andere Mannschaftssportarten wie Volleyball oder Hockey, wo deutsche Frauschaften traditionell auch sehr erfolgreich sind (ohne Fan-Support).

    Fußball braucht auf jeden Fall Zuschauer – es ist kein akademischer Hinterzimmersport, sondern ein Kampfsport, bei dem es auch auf emotionales pushen ankommt. Und ohne zahlenmäßig große Unterstützung und Abstützung läuft da langfristig der Karren nur mit einem statt mit zwei Rädern. Egal, wieviel Kohle da vom DFB und Regionalverbänden quersubventioniert würde oder von Sponsoren beigetrieben werden könnte. Vereine müssen da möglicherweise wieder zurück zu den Ursprüngen im „keilen“ und Propaganda fahren – sowas haben sie im Männerfußball seit Jahrzehnten nicht mehr nötig und daher wohl verlernt.

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  • Pauline Leon sagt:

    ajki,
    das mit den 100 zahlenden zuschauern letzte saison in leverkusen ist so abwegig nicht. wenn ich an der kasse stehe um zu bezahlen, sind vor und hinter mir oft menschen, die sich zurückgelegte karten abholen.
    ich gehe davon aus, das in leverkusen ein drittel der zuschauer umsonst dabei sind. sind ja oft vereinsmitglieder und/oder familienangehörige.
    ich denke, das die rechnung der vereine ohne kartenverkauf abläuft. gerne als beispiel genommen: borussia mönchengladbach. bei den heimspielen der zweitligasaison 2015/16, bei denen ich zugegen war, wurde kein eintritt verlangt. auch in leverkusen ab und zu und auch bayern münchen wird wohl kaum mit den 400-500 zuschauern letzte saison finanziell was auf die beine stellen können. geschweige denn die letztjährigen zweitligateams, die teilweise vor 50 zuschauern spielen, die manchmal nur 5 euro (schott mainz) bezahlen…

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  • actaion sagt:

    Wichtig wäre auch, dass das TV mal endlich Frauen-Bundesliga zeigt. Wieso wird in der Sportschau sogar 3. Liga der Herren ausführlich gezeigt, aber null Frauen-Bundesliga?
    Würde da regelmäßig berichtet in dem Umfang wie über 3. Liga, dann würden automatisch auch das Interesse und die Zuschauerzahlen in den Stadien steigen.

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  • Aldur sagt:

    actaion sagt:
    „Wieso wird in der Sportschau sogar 3. Liga der Herren ausführlich gezeigt, aber null Frauen-Bundesliga?“

    Ich vermute, weil die 3.Liga der Herren immer noch sehr viel mehr Menschen interessiert, als die Frauen-Bundesliga.
    Nebenbei bemerkt wird die 3.Liga in der Sportschau auch nicht „ausführlich gezeigt“, sondern es gibt genau drei kurze Spielzusammenfassungen, die in Summe kaum eine Viertelstunde ausmachen.

    actaion sagt:
    „Würde da regelmäßig berichtet in dem Umfang wie über 3. Liga, dann würden automatisch auch das Interesse und die Zuschauerzahlen in den Stadien steigen.“

    Das halte ich für ein Gerücht. Nach meiner Erfahrung lehnen die meisten rein auf den Männerfußball Fokussierten die Frauenvariante vor allem wegen der geringeren Athletik und dem damit verbundenen geringeren Spieltempo ab. Daran ändert auch gesteigerte mediale Berieselung nichts. Und Nicht-Fußballinteressierte schalten die Sportschau vermutlich gar nicht erst ein. Insofern dürfte das Zugewinn-Potential sehr überschaubar sein.

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  • bale sagt:

    JA ich glaube,das Nationalteam der Frauen muss wieder richtig Leistung bringen und stars haben zum Anfassen,dann kommen mehr zu den ligaspielen,dauert leider,aber wm spiele.wenn es gute zeigen sind hauptsendezeit schauen verdammt viele zu,denn dann geniessen die frauen sehr hohe sympathiewerte und die leute sind für ihr land bei wm egal ob Männer oder Frauen,das meine ich zumindest.

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