Freiburg sauer auf Wolfsburg: „Sportlich unfair“

Von am 27. Mai 2018 – 20.18 Uhr 42 Kommentare

Trotz des 4:0-Auswärtssiegs beim FF USV Jena überwog am 21. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga beim SC Freiburg ob der 1:2-Niederlage des VfL Wolfsburg beim FC Bayern München der Frust. Freiburgs Trainer Jens Scheuer warf dem Meister Unfairness und mangelnde Professionalität vor.

Freiburgs Trainer Jens Scheuer ist sauer auf den VfL Wolfsburg

Freiburgs Trainer Jens Scheuer ist sauer auf den VfL Wolfsburg © imago / Foto2press

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Durch die 1:2-Niederlage des VfL Wolfsburg beim FC Bayern München sind die Chancen des SC Freiburg auf eine Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison nahezu gegen Null gesunken.

Freiburg braucht ein Wunder

Denn die Freiburgerinnen könnten nur noch Tabellenplatz 2 erobern, wenn der FC Bayern München (50 Punkte) am kommenden Sonntag beim 1. FFC Frankfurt verliert und der SC Freiburg (47 Punkte) sein Heimspiel gegen die SGS Essen gewinnt. Doch die Elf aus dem Breisgau hat derzeit das um elf Tore schlechtere Torverhältnis – ein schier hoffnungsloses Unterfangen.

„Keine professionelle Herangehensweise“

Die Verantwortlichen des SC Freiburg zeigten sich verärgert über die Niederlage des VfL Wolfsburg und deren Vorgehensweise. „Ich muss aufpassen, was ich sage“, so Freiburgs Trainer Jens Scheuer. „Aber wenn ich sehe, dass eine Spielerin des VfL bis in die späte Nacht vor einem Spiel einen TV-Auftritt wahrnimmt, dann spricht das für mich nicht für eine professionelle Herangehensweise.“ Gemeint war der Auftritt von Alex Popp am Samstagabend im „Aktuellen Sportstudio“.

Bitterer Beigeschmack

Eine ähnliche Tonart schlug SC Freiburgs Managerin Birgit Bauer an. „Dass der VfL nach der gewonnenen Meisterschaft und dem DFB-Pokalsieg in München einige Änderungen vornehmen würde, damit hatten wir gerechnet. Dass man die Startelf aber gleich auf neun Positionen ändert und teilweise Spielerinnen auf dem Feld stehen, die, um es vorsichtig auszudrücken, bisher keine besonders große Rolle gespielt haben, hinterlässt einen bitteren Beigeschmack.“

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Scheuer: „Sportlich unfair“

Als „sportlich unfair“ bezeichnete Scheuer das Vorgehen der Wolfsburgerinnen. „Wir können es nur akzeptieren und festhalten, dass es so etwas in Freiburg nicht geben würde.“

Hingst: „Erst denken, dann reden“

VfL Wolfsburgs Assistenztrainerin Ariane Hingst konterte noch am Sonntagabend via Twitter:

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

42 Kommentare »

  • Helmut sagt:

    Mann stelle sich nur Herrn Scheuers Reaktion vor, falls es an einem möglich entscheiden letzten Spieltag zu einem entscheideten Eigentor von Kathi Hendrich oder Lina Magul gekommen wäre.

    Das der SC Freiburg nicht so handeln würde sollte auch jedem klar sein. Er hat nämlich keine B-Mannschaft die es mit anderen in der Liga hätte aufnehmen können.

    Es hat auch keiner Alex Popp , von Seiten des VfL, gezwungen im Sportstudio aufzutreten. Wenn keiner da gewesen wäre, wäre es auch egal gewesen.
    Es war ihr halt ein Bedürfnis sich in der öffentlich für ihr Handeln zu entschuldigen. Und diese sollte man durchaus würdigen. Es war auch ihrem Einsatz in der zweiten Hälfte zu verdanken das der VfL aus einer gewissen Lethargie gerissen wurde.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Altwolf: Leider nein, sorry. Gar kein Kommentar hier angekommen.

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  • Carly B sagt:

    Q AchimBerlin
    ich sehe es wie Du, daß bei der Mehrheit der Fußballinterieserten der FF wenn nicht auf Ablehnung, so doch auf Desinteresse stößt. Leider habe ich das selbst bei aktiven Spielerinnen feststellen müssen. Dabei sollte doch dieser Personskreis das größte Interesse an Ihrem Sport haben.
    Wenn ich bedenke, dass beim DFB ca 1,1 Millionen aktive Frauen und Mädchen gemeldet sind, und dann Lese , dass ein CL-Endspiel zweier Teams die den Europäischen FF der letzten Jahre geprägt haben (dazu mit deutscher Beteiligung) in der Spitze von 940´Zuschauer gesehen wurde, scheint mir ein riesiges Potenzial brach zu liegen. Da kommt noch sehr viel Überzeugungsarbeit auf uns zu.

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  • Pernille Harder-Fan sagt:

    …in der Spitze von 940´Zuschauer gesehen wurde…

    Du meinst wohl 940000! Fast eine Millionen in der Spitze allein in Deutschland auf Sport1 ist doch ein sehr guter Wert.
    http://www.sport1.de/fussball/frauen-champions-league/2018/05/cl-finale-der-frauen-wolfsburg-lyon-beschert-sport1-rekordquote
    Man muss nicht alles schlechtreden.

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  • FrankE sagt:

    Es hat zwar nicht wirklich was mit diesem Artikel zu tun, aber ich möchte die Aufmerksamkeit auf etwas lenken was im Sportstudio diskutiert wurde und das wichtiger war als die Tatsache, dass Alex Popp im Sportstudio auftrat. Was dort unter anderem zur Sprache kam: Die Pläne der Fifa für die Zukunft: Die Klub-WM ab 2021 alle vier Jahre jeweils im Sommer (Es wurde zwar nicht gesondert betont, aber ich denke gemeint ist eine reine Männer-Klub-WM).

    Das würde dann, m.M.n. die Euro der Frauen im öffentlichem Interesse gänzlich verschwinden lassen! Zumindest während der großen Turniere alle zwei Jahre rückt der Frauenfussball ein wenig aus seiner Nische raus und gewinnt etwas öffentliche Aufmerksamkeit. Wenn die Euro als Konkurrenz zur Klub WM stattfindet, dann fürchte ich, wird ihre Bedeutung zukünftig irgendwo zwischen Curling-WM und Synchronschwimmen liegen und ich glaube nicht, dass Herr Infantino sich darüber Gedanken gemacht hat, oder wenn doch, dass es ihn interessiert hat. Ich fürchte, der gemeinnützige Verein FiFa ist in seiner Geldgeilheit gern bereit die Frauen für die angebotenen 20.000.000.000,00 € in die Vergessenheit zu schicken.

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  • Carly B sagt:

    @pemilie Harder-Fan
    upps,da bin ich ins Kaufmännische abgerutsch. 940´ steht dort für 940.000.
    Eine Zuschauerzahl die bei 1.100.000 aktiven Spielerinnen unter Berücksichtigung deren Soz.Umfeldes, meiner Ansicht nach, unbedingt ausbaufähig ist. Das ist als Hinweis auf das noch zu erreichende Potenzial und den allg. Stellenwert des FF hierzulande zu sehen. Ich wüßte nicht was daran jetzt schlechtgeredet ist.

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  • Altwolf sagt:

    @Markus Juchem

    Danke für das Feedback, beim Absenden tauchte bei mir e. Fehlermeldung auf und es tauchte dann das Feld mit der Nutzung auf, deshalb dachte ich an der fehlenden Akzeptanz hätte es gelegen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Altwolf: Ich werde morgen zum Gesamtkomplex Datenschutzverordnung einen Post verfassen. Es muss ab sofort die Datenschutzerklärung akzeptiert werden, bevor ein Kommentar abgegeben werden kann. Es sollte aber natürlich nicht den Kommentar verschlucken.

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  • Sundermann sagt:

    Gamz schwaches Statement von Herrn Scheuer. Er sollte zuerst mal vor der eigenen Haustür kehren. Freiburg hat zweimal gegen Bayern gewonnen und liegt trotzdem 3 Punkte hinter Bayern. Die alte Freiburger Krankheit, Punkte liegenlassen gegen schwächere Gegner.

    @Webcam

    Lyon hat sogar schon freitags 0:0 in einem bedeutungslosen Spiel gegen PSG gespielt.

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  • FFFan sagt:

    @ Sundermann:
    „Gamz schwaches Statement von Herrn Scheuer. Er sollte zuerst mal vor der eigenen Haustür kehren. Freiburg hat zweimal gegen Bayern gewonnen und liegt trotzdem 3 Punkte hinter Bayern.“

    Für J.Scheuer stellt sich das wahrscheinlich so dar: Freiburg hat Bayern sechs Punkte abgenommen und dadurch Wolfsburg überhaupt erst (vorzeitig) zum Meister gemacht! Und was ist dann der Dank?? 😉

    Aber nochmal: S.Lerch hat die -unter den gegebenen Umständen- erfolgversprechendste Aufstellung gewählt, und die Spielerinnen haben sich auf dem Platz auch nicht ‚hängen lassen‘. Aus meiner Sicht besteht daher kein Anlass zur Kritik.

    @ CarlyB:

    1,1 Millionen – das ist die Gesamtzahl aller weiblichen DFB-Mitglieder. Nur ein Bruchteil davon sind aktive Spielerinnen!

    @ FrankE:

    Die Klub-WM wird in dieser Form nicht kommen. Die Kontinentalverbände und die meisten Vereine sind strikt dagegen. Und selbst wenn – die Frauen-Europameisterschaft wird trotzdem ihr Publikum finden, wie schon 2017 (trotz U21-EM und Confed-Cup)!

    P.S: Spielanalyse zu Bayern-Wolfsburg (Quelle: miasanrot.de):

    https://miasanrot.de/fcb-frauen-schlagen-wolfsburg/

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  • Detlef sagt:

    Für mich haben die Niederlagen von Wob au etwas positives!!!
    Die Wölfinnen sind eben nicht die Übermannschaft, an der die Dreifachbelastung völlig spurlos vorüber geht!!!
    Auch ihr Kader zeigte am Ende der Saison spürbare Verschleißerscheinungen!!!

    Herr Scheuer wird mir immer unsympathischer!!!
    Er kann doch nicht sein Versagen nun anderen Mannschaften anlasten!!!
    Wenn man es nicht mehr selber in der Hand hat, kann man halt nix mehr beeinflussen!!!

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  • ajki sagt:

    FFFan, „Die Klub-WM wird in dieser Form nicht kommen.“

    Mit „Form“ ist derjenige Vorstoss gemeint, den Herr Infantino bzw. die Gruppe um Infantino herum derzeit verfolgt.

    Gegen diesen Vorschlag wird verschiedentlich öffentlich opponiert, das ist zweifellos richtig. Man konnte in den letzten Monaten von verschiedenen kritischen Stimmen aus Verbänden aller Art lesen.

    Was man aber in der Tages-Presse nicht recht verfolgen kann, sind „grundsätzliche“ Fragestellungen zur „Club-WM“. Denn es gibt diese ja seit „ewigen“ Zeiten – zuerst als Vorläufer „Copa Rio“, dann offizialisiert als „Weltpokal“, derzeit als … na, eben „FIFA-Klub-Weltmeisterschaft“. Und zwar jährlich. *Und*: ziemlich nebensächlich und unbeliebt. Bzw.: der Gewinnerklub liebt es außerordentlich, das goldene Signum für ein Jahr auf der Brust tragen zu können. Aber wirklich was dafür tun will eigentlich wohl kein einziger Klub dieser Welt – und die Spiele werden zwar durchaus geschaut, aber eben doch mit miserablen Quoten. Vor allem im Vergleich zu den enormen Quoten der kontinentalen Spitzenwettkämpfe, vor allem der global enorm erfolgreichen Champions League (hier kämen auch durchaus die Frauen mit der UEFA-WCL ins Spiel).

    Die „FIFA-Klub-WM“ wie derzeit will mit absoluter Sicherheit keiner. Aber mit genauso großer Sicherheit will mit Sicherheit jeder Kontinentalverband außer der UEFA an dem ungeheuerlichen Erfolg der CL teilhaben. Alle Spitzenklubs außerhalb der UEFA würden sich vermutlich halb dafür umbringen, in einem echten Großturnier mit den UEFA-Spitzenklubs auftreten zu können. Und ein echtes Turnier in dieser Größenordnung wäre wohl durchaus global gut vermarktbar – oder positiver formuliert: es träfe auf echtes weltweite Interesse.

    Das sind die beiden im Grunde nicht vereinbaren Positionen – ein Riesenglobalevent will jeder Spitzenklub (inkl. dem goldenen Sticker auf der Brust), aber nicht ein zusätzliches obendrauf.

    Was in den Gremien diesbezüglich verhandelt wird, erfährt man anscheinend mal wieder nicht. Denn die Gruppe um Infantino (die reine FIFA-Führung) will ja wohl auch nicht auf die einnahmegenerierende jährliche Ausspielung auf FIFA-Niveau verzichten (die aber eigentlich keiner will).

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  • Carly B sagt:

    @FFFan
    0h ja stmmt, Danke Dir. Ich hatte die Seite nur Quergelesen und dachte bei 330 000 Mädchen, dass diese im Spielbetrieb sind, da ist mir die Gesamtzahl realistisch vorgekommen. Aber auch mit den korrigierten Zahlen finde ich die Zuschauerzahl bei dem Jahreshöhepunkt dieser Sportart enttäuschend.

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  • Altwolf sagt:

    Das alleinige Anrecht auf „unprofessionelles“ Verhalten hat J.Scheuer selbst, denn sich über Andere zu beklagen, statt selbst seine „Hausaufgaben“ zu machen, ist eigentlich eher „peinlich“ und betrifft auch Freiburgs Managerin, so daß ich da @SCF Klausi nur zustimmen kann.

    Bei der, auch J.Scheuer bekannten, Spielplangestaltung war St.Lerch klar, das die bestehende Chance, schon vor den Finalspielen im Pokal u.d.CL, die Meisterschaft klar zu machen, unbedingt genutzt werden mußte.
    Das war „profesionelles“ Denken u. Handeln.

    Mit beiden Finalspielen vorab, konnte sich eigentlich jeder ausmalen, in was für einer Verfassung man wohl auf d. ausgeruhten FC Bayern treffen würde. Gerade dann auch noch nach 2 x 120 Min. Spielzeit,Reisezeit nach Kiew u.n. München,keine Rückkehr in d. gewohnte Umgebung,kaum Regenerationsmöglichkeiten,Aufenthalte nur in Hotels u. dazu angeschlagene u. erschöpfte Spielerinnen.Von WOBs Seite hat sich darüber nie einer beschwert.

    Das konnte u. mußte auch e. J.Scheuer wissen, wenn er sich für einen professionel arbeitenden Trainer hält oder zumindest einen solchen Anspruch an sich stellt.

    Wenn es zu diesem Zeitpunkt noch um die Meisterschaft gegangen wäre, hätte dann J.Scheuer öffentlich auch von „Wettbewerbsverzerrung“ zu Lasten des VFL gesprochen ?
    Und würden die, die sich seinen Vorwürfen angeschlossen hatten, dann auch von „unfairen“ Vorraussetzungen für WOB ausgehen u. sich entsprechend äußern ?

    Da wäre aber absolut „garnichts“ gekommen und der Oberschlaumeier und Antipath würde auf den ja vorhandenen Kader hinweisen, den er zuvor wiederholt wegen der Bankbesetzung kritisiert hatte.
    Nun wurden diese Spielerinnen überwiegend eingesetzt und schon wird dieses Vorgehen als „unfair“ gegenüber dem SC Freiburg angeprangert, offenbar mit der Forderung u. Vorstellung, man könne verletzte, angeschlagene bzw. erschöpfte Spielerinnen ohne Kenntnis ihres Fitnesszustandes für das Spiel einfordern.

    Was für eine „Heuchelei“ !

    Einzig u. allein das Trainerteam u. d. Spielerinnen selbst können ihre körperliche u. psychische Verfassung einschätzen und entscheiden wer auflaufen kann.

    S. Björg G. mit Anriss der Achillessehne u. E.Pajor mit Meniskuseinriß u. erforderlicher OP werden mehrere Wochen ausfallen, C.Hansen mit e. Bluterguß im Gesäßmuskel sicherlich nicht so lange, sind schon deutliche Hinweise für die Belastungsfolgen.
    Hätte St.Lerch über die volle Spielzeit Spielerinnen eingesetzt, die nicht ausreichend fit gewesen und weitere Verletzungen daraus resultieren würden, dann wäre lauthals von „Dummheit u. Unprofessionalität“ des Trainers getönt worden.
    Und Herrn Scheuer hätte das überhaupt nicht gejuckt.

    Wie kann man darauf spekulieren, daß unter diesen Vorraussetzungen WOB gegen den FC Bayern gewinnen würde, Frankfurt noch die Motivation hat d. Münchnerinnen wenigsten 1 Punkt wegzunehmen u. möglicherweise die SGS Essen keine Lust mehr hat sich gegen d. SC Freiburg zu wehren.
    Wieviel „Wettbewerbsverzerrung“ könnte da noch zum Vorschein kommen ?

    Gerade der, der uns hier das „Hohe Lied“ der Fairness singt, hat uns vor nicht allzu langer Zeit den Frauenfußball erklärt und ausführlich dargelegt, daß es hierbei einzig und allein um den Erfolg geht und um nichts Anderes. Doch es war ja von ihm nicht anders zu erwarten.

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  • GG sagt:

    Einen Aspekt zum letzten Liga-Spieltag, konkret die Partie des 1.FFC Frankfurt vs. Bayern München betreffend, möchte ich noch einwerfen:
    Glaubt denn wirklich jemand ernsthaft, dass sich eine der wesentlichen Leistungsträgerinnen im Kader der Hessinnen – K. Hendrich – durch einen Heimsieg die Chance auf Teilhabe an der UWCL in der kommenden Spielzeit verbaut ??

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  • FF-Fuchs sagt:

    Im Prinzip hat Jens Scheuer mit seiner Kritik schon recht. Denn die Aufstellung um 9 Positionen zu ändern ist schon grenzwertig.
    Und das A. Popp am Samstag Abend noch im Sportstudio war zeigt auch keinerlei Respekt vor dem Gegner Bayern München.

    Hier wird ganz deutlich gezeigt, dass dieses Spiel nicht mehr ernst genommen wurde, sonst hätte man diesen Auftritt nie erlauben dürfen.

    Und Altwolf deine verbalen Rundumschläge kannst Du Dir sparen. Das Gejammere mit den vielen Spielen und dass die Spielerinnen verschlissen sind und alle gehen auf dem Zahnfleisch usw. kann ich nicht mehr hören. Wie Du richtig sagst beschwert sich von den Spielerinnen niemand. Denn die kennen den Rahmenterminkalender und jede weiß worum es geht.

    Auf jeden fall hat Freiburg eine hervorragende Saison gespielt und die Aussagen von Jens Scheuer und Birgit Bauer sehe ich eher als Frustbewältigung obwohl wie schon gesagt sie im Prinzip Recht haben.
    @Detlef Deine Kommentare hätte ich gerne gehört, wenn es Deinen Turbinen so gegangen wäre.

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  • Altwolf sagt:

    @FF-Fuchs

    Niemand hat die gute Saison-Leistung des SC Freiburg in Frage gestellt, aber deine „Ignoranz“ u. „Respektlosigkeit“ bezüglich der Belastungen, die die Wölfinnen ableisten mußten, zeigt wie oberflächlich du damit umgehst bzw. wie wenig du dich überhaupt damit auseinandersetzt, wenn es nicht „deinen“ Club betrifft.

    Das, was der Spielplan den Spielerinnen von WOB abgefordert hatte, dürfte in dieser Intensität auch im Männerbereich beispiellos sein.
    Wenn sich J.Scheuer nicht „öffentlich“ geäußert hätte, wäre diese eigentlich überflüssige Diskussion nie in Gang gekommen.

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  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Tut mir leid, aber du argumentiert vollkommen an der Sache vorbei. Niemand hat hier von Wolfsburg erwartet, verletzte Spielerinnen einzusetzen. Und es ist auch allen klar, dass es eine große Belastung ist, 2×120 Minuten in so kurzer Zeit zu spielen. Das ist alles unbenommen. Darum geht es uns auch nicht. Es geht auch nicht darum, dass Wolfsburg hier mit der absoluten Bestformation anzutreten hätte. Es geht noch nicht einmal darum, dass Wolfsburg das Spiel hätte zwingend gewinnen müssen oder auch nur ein Unentschieden holen.
    Um das alles geht es nicht.

    Es geht darum, dass dieses Spiel in einer Weise abgeschenkt wurde, die von Wolfsburg bereits bekannt ist. Du selbst hast das Fass ja aufgemacht: Selbst, wenn man alles, was oben beschrieben ist, zu Rate zieht, wäre das nicht annähernd die Mannschaft gewesen, die gespielt hätte, wenn es noch um etwas gegangen wäre. Da hätte die Mannschaft ganz anders ausgesehen, denn dann hätten Blässe, Dickenmann, Fischer, Goeßling, Popp und Harder in der Startelf gestanden, von denen ohnehin nur Fischer, Goeßling und Harder die beiden vorherigen Spiele durchgespielt haben, was aber auch nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium war, wie wir an Maritz und Schult sehen.
    Es hätten dagegen garantiert nicht Spielerinnen wie Stolze, Baunach, Kershowski oder Minde, die zuletzt maximal in der 2. Mannschaft zum Einsatz kamen bzw. überhaupt noch keinen BL-Einsatz vorher hatten, gespielt, zumindest nicht in solcher Häufung, dass diese Mannschaft praktisch einer C-Elf gleichkommt. Oder aber eine Babett Peter, für die es das erste Spiel nach der Verletzung war.

    Soviel allein zur Aufstellung. Man mag sich auch fragen, was denn Masar am WE gemacht hat, schließlich wäre sie eine frische Kraft gewesen, die aber nicht mal auf der Bank saß.
    Man fragt sich auch, wieso gerade Popp nicht in der Startelf stand, schließlich stand sie ja nicht im DFB-Pokal auf dem Platz und hat sich gegen Lyon ja selbst frühzeitig zum Duschen geschickt. Sie hatte ja schließlich auch was gut zu machen. Jetzt kriegt sie eben doppelte Schläge ab.
    Hätte man allein Popp, Masar, Blässe und Dickenmann anstelle von Stolze, Baunach, Kershowski und Minde in die Startelf geschickt, dann hätten wir hier die ganze Diskussion nicht in dieser Weise. Denn dann wäre das zumindest eine Elf gewesen, die immer noch durch das Fehlen von Gunnarsdottir, Harder, Fischer, Goeßling, Hansen und Pajor maximal ne bessere B-Elf ist, die auf allen Positionen aber immerhin bundesligatauglich aufgestellt ist. Eine Mannschaft, die in der Lage gewesen wäre, das Spiel wenigstens ausgeglichen zu gestalten.

    Damit sind wir aber bei dem zweiten Punkt: Die Mannschaft hat überhaupt keine Anstalten gemacht, dagegen zu halten, wenigstens in der 1. Halbzeit. Wie gesagt, Wolfsburg hätte sich über die nächste Klatschen nicht beschweren dürfen. Das war sehr sehr dürftig und hatte eher das Niveau von Werder in der Vorwoche. Da hat man sich deutlich gesehen, dass dieses Spiel überhaupt nicht ernst genommen wurde. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass man bewusst dem Team, das Wolfsburg zuvor die einzige Niederlage der Saison durch ein deutsches Team eingebracht hatte, eins auswischen wollte, sich gewissermaßen rächen wollte.
    Der Verdacht, dass man dieses Spiel abgeschenkt hat, drängt sich eben außerdem auch deshalb auf, weil es 2013 schon mal einen Präzedenzfall gab.

    Drittens: Was aber auch nicht nachzuvollziehen ist: Wieso fängt Lerch ausgerechnet in diesem Spiel mit dem Rotieren beginnt, wo er es doch den Rest der Saison überhaupt nicht getan hat? Wie kann es bei einem solch großen Kader überhaupt zu Überbelastungen kommen? Da hätte man doch frühzeitig schon mal rotieren müssen und den uberbeanspruchte Spielerinnen schonen.

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  • FFFan sagt:

    @ Fan2:

    E.Masar war gegen Bayern nicht spielberechtigt, da sie am Spieltag zuvor Gelb-Rot gesehen hatte.

    (8) 8 Gesamt – 8 hoch – 0 runter
  • FF-Fuchs sagt:

    @Altwolf Die einzige Mannschaft die sich respektlos zeigt ist der VFL Wolfsburg. Die Gründe habe ich bereits angeführt und nichts anderes hat, wenn man richtig liest, Jens Scheuer richtigerweise kritisiert.
    Und wer den Anspruch hat auf drei Hochzeiten tanzen zu wollen, sollte die Möglichkeiten der Rotation bei diesem großen und gut bestückten Kader wahrnehmen. Aus diesem Grund sehe ich das so, dass dies auch mal öffentlich kritisiert werden darf.
    Ganz besonders Respektlos gegenüber Bayern München war der Auftritt von A. Popp im Sportstudio und der VFL Wolfsburg dies auch noch genehmigt hat.

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