Freiburg sauer auf Wolfsburg: „Sportlich unfair“

Von am 27. Mai 2018 – 20.18 Uhr 41 Kommentare

Trotz des 4:0-Auswärtssiegs beim FF USV Jena überwog am 21. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga beim SC Freiburg ob der 1:2-Niederlage des VfL Wolfsburg beim FC Bayern München der Frust. Freiburgs Trainer Jens Scheuer warf dem Meister Unfairness und mangelnde Professionalität vor.

Freiburgs Trainer Jens Scheuer ist sauer auf den VfL Wolfsburg

Freiburgs Trainer Jens Scheuer ist sauer auf den VfL Wolfsburg © imago / Foto2press

Durch die 1:2-Niederlage des VfL Wolfsburg beim FC Bayern München sind die Chancen des SC Freiburg auf eine Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison nahezu gegen Null gesunken.

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Freiburg braucht ein Wunder

Denn die Freiburgerinnen könnten nur noch Tabellenplatz 2 erobern, wenn der FC Bayern München (50 Punkte) am kommenden Sonntag beim 1. FFC Frankfurt verliert und der SC Freiburg (47 Punkte) sein Heimspiel gegen die SGS Essen gewinnt. Doch die Elf aus dem Breisgau hat derzeit das um elf Tore schlechtere Torverhältnis – ein schier hoffnungsloses Unterfangen.

„Keine professionelle Herangehensweise“

Die Verantwortlichen des SC Freiburg zeigten sich verärgert über die Niederlage des VfL Wolfsburg und deren Vorgehensweise. „Ich muss aufpassen, was ich sage“, so Freiburgs Trainer Jens Scheuer. „Aber wenn ich sehe, dass eine Spielerin des VfL bis in die späte Nacht vor einem Spiel einen TV-Auftritt wahrnimmt, dann spricht das für mich nicht für eine professionelle Herangehensweise.“ Gemeint war der Auftritt von Alex Popp am Samstagabend im „Aktuellen Sportstudio“.

Bitterer Beigeschmack

Eine ähnliche Tonart schlug SC Freiburgs Managerin Birgit Bauer an. „Dass der VfL nach der gewonnenen Meisterschaft und dem DFB-Pokalsieg in München einige Änderungen vornehmen würde, damit hatten wir gerechnet. Dass man die Startelf aber gleich auf neun Positionen ändert und teilweise Spielerinnen auf dem Feld stehen, die, um es vorsichtig auszudrücken, bisher keine besonders große Rolle gespielt haben, hinterlässt einen bitteren Beigeschmack.“

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Scheuer: „Sportlich unfair“

Als „sportlich unfair“ bezeichnete Scheuer das Vorgehen der Wolfsburgerinnen. „Wir können es nur akzeptieren und festhalten, dass es so etwas in Freiburg nicht geben würde.“

Hingst: „Erst denken, dann reden“

VfL Wolfsburgs Assistenztrainerin Ariane Hingst konterte noch am Sonntagabend via Twitter:

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

41 Kommentare »

  • balea sagt:

    Verstehe Herrn Scheuer nicht. Gerade Alex Popp hat die Fairness doch geradezu erfunden. lol

    (-12)
  • Gerd Karl sagt:

    Sara Gunnarsdottir verletzt, Caroline Graham Hansen verletzt, Ewa Pajor verletzt Pernille Harder angeschlagen, was ist da unfair.
    Und Alex Popp hat das 2 zu 1 für Jakabfi aufgelegt.
    Das war fair.

    (4)
  • SCF Klausi sagt:

    Ich als Freiburg Fan sage Ball flach halten und sich zu erst an die eigene Nase fassen.

    Wolfsburgs Aufstellung gibt sicherlich einige Punkte zur Kritik wenn man die näheren Umstände nicht kennt.Das man aber nun die CL verpasst kann man den Wolfsburgern nicht anlasten,da macht man es sich zu einfach.

    Die CL haben wir verpasst durch die unnötigen Niederlagen in Duisburg und Potsdam und vielleicht auch durch Scheuers Zockerei in Wolfsburg.Hätten wir in diesen Spielen gepunktet wären wir nicht in die Situation geraten auf Wolfsburgs und Frankfurts Schützenhilfe angewiesen zu sein.

    Ich persönlich blicke mit Stolz auf meine Freiburger Mädels.Man muss bedenken das Freiburg von allen Spitzenmannschaften das jüngste Team auf dem Platz hat,das sich dieses Team in den letzten vier Jahren kontinuierlich gesteigert hat und selbst nach der Veröffentlichung der Wechsel wichtiger Spielerinnen nicht in ein Loch gefallen ist.Der 3. Platz ist uns nicht mehr zu nehmen,wir haben im Vergleich zur letzten Saison offensiv mehr Tore geschossen und defensiv weniger kassiert.

    Ach wenn es mit Lena Lotzens Comeback im Freiburger Trikot noch etwas dauern wird,bekommt Scheuer für nächste Saison ein Team auf den Platz,das trotz der hochkarätigen Abgänge eher stärker als schwächer ist weil man die Abgänge allesamt mit etwas erfahrenen Spielerinnen kompensiert hat.

    (36)
  • Webcacm sagt:

    WOB war doch Donnerstag im Cl-Finale schon fast zu Beginn, spätestens nach 90 min stehend K.O., da sollte er sich beim Rahmenterminkalender beschweren …
    (Keine Ahnung übrigens, ob Lyon vor 1 Woche auch 120 min gespielt hat, könnte ein Vorteil gewesen sein.)
    Das Bayern zur Revanche fürs Finale und v.a. für die CL-Sicherung Gas geben wird und erholter war, war doch vorher klar …

    (21)
  • Webcam sagt:

    Da sollte er sich wohl eher beim Rahmenterminkalender beschweren – WOB war doch im CL-Finale fast schon von Beginn an nicht frisch und zunehmend stehend K.O., wo soll nach 2 x 120 min in 5 Tagen und langen Flügen die Kraft herkommen?

    (Übrigens, hat Lyon 5 Tage vor dem Finale auch über 120 ein Finale bestritten? Nein? Kann ein Vorteil gewesen sein … )

    Dass Bayern Vollgas geben wird, um die CL zu sichern und ein wenig Revanche zu nehmen für das knapp verlorene Pokalfinale, war doch von vorher klar.

    Und auf die Verletzten – kein Wunder nach dieser Woche – wurde ja schon hingewiesen.

    (17)
  • O. Christ sagt:

    Scheuer: „Wir können es nur akzeptieren und festhalten, dass es so etwas in Freiburg nicht geben würde.“ Dann muss man eine Saison mit Dreifachbelastung herbeiführen, um das beweisen zu können. Neue Saison, neues Glück.

    (13)
  • bale sagt:

    ja fc Freiburg viel glück für nächstes jahr.ihr habt zeit,neues team findet sich und spielt sich ein,dann sehen wir weiter.
    ich hätte es heftiger gefunden,wenn es um Abstieg gegangen wäre und es hätte dann 1 team die Wölfe geschlagen zb.köln oder Jena.

    (4)
  • FFFan sagt:

    Ohne das Spiel gesehen zu haben, sollte sich Herr Scheuer da kein Urteil erlauben! Der VfL Wolfsburg hat die Partie in München garantiert nicht ‚abgeschenkt‘. Für eine Mannschaft, für die es in diesem Spiel um nichts mehr ging, haben sich die ‚Wölfinnen‘ sogar mächtig ins Zeug gelegt, um die Niederlage zu verhindern. Und komme mir bloß niemand mit „Wettbewerbsverzerrung“, nur weil der VfL mit einer ‚B-Elf‘ angetreten ist! Abgesehen davon, dass da eine Qualität auf dem Platz stand, die fast alle anderen Bundesligavereine (einschl. Freiburg) gern in ihrer ‚A-Elf‘ hätten, wäre doch die ausgelaugte und evtl. demoralisierte Elf von Kiew (die wegen diverser Verletzungen sowieso nicht komplett hätte antreten können) an diesem Tag erst recht chancenlos gewesen gegen gut aufgelegte Bayern, die bei herrlichem Wetter (für die Zuschauer, den Spielerinnen dürfte es etwas zu warm gewesen sein…) und stimmungsvoller Kulisse (die Verlegung ins Campus-Stadion erwies sich -obwohl ‚aus der Not geboren‘- als Glücksfall!) von Beginn an ein flüssiges Kombinationsspiel aufzogen und sich zahlreiche Chancen herausspielten, von denen sie aber nur einen Bruchteil nutzten.
    Nach der Pause betrat A.Popp die Arena, war (trotz ‚Sportstudio‘-Besuch) sofort hellwach und bereitete das 2-1 durch Z.Jakabfi vor. Doch auch in der zweiten Halbzeit blieben die Münchnerinnen das spielbestimmende Team. Da sie es jedoch versäumten, das dritte Tor ’nachzulegen‘, blieb Wolfsburg im Spiel und FCB-Torhüterin M.Zinsberger musste in der Nachspielzeit eine Monsterparade ‚auspacken‘, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.
    Fazit: den Gästen aus Wolfsburg kann kein Vorwurf gemacht werden; stattdessen sollte man ruhig mal dem FC Bayern ein Kompliment machen, der eines seiner besten Saisonspiele hinlegte und verdient als Sieger vom Platz ging!

    (10)
  • Pernille Harder-Fan sagt:

    Nunja, einerseits will der Frauenfussball ernst genommen werden, andererseits verhält man sich unprofessionell. Wäre es für Wolfsburg noch um etwas gegangen, wäre Popp niemals um Mitternacht vor dem Spiel in Mainz aufgetreten. Eine Schaltung nach München wäre auch eine Möglichkeit gewesen.
    Wäre das Spiel für Wolfsburg nicht bedeutungslos, hätte mit Sicherheit ein ganz anderes Team auf dem Platz gestanden.
    Man kann sich ein Beispiel an Jupp Heynckes nehmen, der auch nach der gewonnenen Meisterschaft mit seinem Team in der Liga weiter alles gab um den Wettbewerb nicht zu verzerren. Den Tausch von einigen Spielerinnen hätte ich noch verstanden, aber der Wechsel von allen bis auf einer Feldspielerin war schon krass. Gegen Köln, wo es für keine Mannschaft mehr um etwas geht läuft bestimmt wieder ein wesentlich stärkeres Team auf.
    Bin mir ganz sicher, dass Wolfsburg sich auch beschweren würde, wenn es für sie noch um die Meisterschaft gehen würde und der Gegner des Konkurrenten tritt mit der zweiten Mannschaft an. Der nächtliche Auftritt von Popp zeigte mir, dass Wolfsburg die Bedeutung des Spiels für Andere einfach ignoriert hat. Kann man machen, aber lobenswert ist das Verhalten sicher nicht.

    (7)
  • Pernille Harder-Fan sagt:

    @FFFan
    Die Chancenauswertung der Bayern war miserabel. Es hätte zur Halbzeit schon 5:0 für Bayern stehen können.
    „…eine Qualität auf dem Platz stand, die fast alle anderen Bundesligavereine (einschl. Freiburg) gern in ihrer ‚A-Elf‘ hätten“. Was für ein Sprücheklopfer, der SC Freiburg hat Bayern in der Saison zwei mal verdient geschlagen und Wolfsburg war gestern klar unterlegen.
    Einerseits von demoralisierter Mannschaft schreiben, andererseits vom starken „hellwachen“ Spiel von Popp trotz zusätzlich nächtlichem Sportstudioauftritt, dabei hätte die nach ihrer gelb-roten Karte doch am ehesten demoralisiert sein müssen.
    Fazit, du legst die Dinge so aus wie es dir gerade passt.
    Wenn Wolfsburg in der kommenden Saison vor dem letzten Spieltag punkt- und torgleich mit den Bayern ist und der Bayerngegner mit einer B-Mannschaft antritt, die Bayern dann ihre Chancen konsequenter nutzen und 8:0 gewinnen und Meister werden, wärst du sicherlich der Erste der von Wettbewerbsverzerrung spricht, „nur“ weil der Bayern-Gegner mit einer B-Elf angetreten ist.

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  • aki sagt:

    Warum sollte sich der VfL Wolfsburg anders verhalten wie der Konzern? Da sag ich nur Abgasskandal!

    (-18)
  • Fussballfan sagt:

    @Pernille Harder-Fan Sie schreiben mir aus der Seele. Es geht nicht darum, das Bayern Wolfsburg schlägt oder Bayern am Ende die Championsleageteilnahme erreicht. Es geht nur um die Art und Weise und den Anteil, den der VFL daran hat. Wenn Wolfsburg das Duell zwischen Bayern und Freiburg entscheidet, da ist das doch irgendwie seltsam. Aber die Hauptkritik liegt natürlich am Spielplan, das sollte man nicht vergessen.

    (8)
  • AchimBerlin sagt:

    Hier mal eine andere Beobachtung im Zusammenhang mit dem mehrfach erwähnten Auftritt von Alexandra Popp im „Aktuellen Sportstudio“: Nachdem sie dort ehrlich eingeräumt hatte, dass sie mit ihrem Verhalten ihrer Mannschaft Schaden zugefügt hat, gab es Beifall vom Publikum im Studio. Ein Kameraschwenk zeigte die klatschenden Zuschauer, dann aber auch eine Gruppe von Männern mittleren Alters, die ziemlich verbissen dreinschauten. Bloß keiner Fußballerin Beifall zollen!
    Das war sichtlich nicht Desinteresse, das war Ablehnung. Und damit werden wir FF-Fans immer wieder konfrontiert. Für mich bedeutet das nicht nur, ganz fest zu den Mädels zu halten, die mich mit ihrem Sport begeistern, sondern auch, dass wir FF-Fans (eine kleine Minderheit unter den deutschen Fußballfans!) zusammenhalten müssen. Bei aller notwendigen Kritik würde ich mir doch mehr Fairness, mehr Sachlichkeit untereinander auch in diesem Forum wünschen. Wir und alle Frauen, die – egal in welcher Mannschaft oder Liga – Fußball spielen, haben das verdient.

    (25)
  • Fan2 sagt:

    Es war völlig absehbar, dass genau dies passieren wird. Deswegen habe ich ja schon vor Wochen gesagt, dass der Kampf um die CL praktisch schon entschieden war.

    Auf der anderen Seite ist Scheuers Kritik richtig und berechtigt. Auch wenn er es sich bereits hätte denken können, muss er so etwas kritisieren und öffentlich ansprechen.

    Anders als mancher hier würde ich aber nicht die Ansetzer des Spieltags dafür verantwortlich machen. 1. weiß ich gar nicht, wieviel Einfluss überhaupt besteht, da meines Wissens gelost wird und somit maximal bedingt Einfluss besteht auf Spieltagsansetzungen. 2. ist eine solche Ansetzung eigentlich im Sinne der Fans und vollkommen gerechtfertigt am Anfang der Saison. Denn es ist klar, dass bei beiden Mannschaften damit gerechnet wird, dass sie bis zum Ende vorne mit dabei sind und um Meisterschaft und CL mitspielen. Insofern hält normalerweise ein solches Spiel an einem der letzten beiden Spieltage die Meisterschaft mindestens bis dahin offen. So war es in den letzten Jahren häufig, gerade auch in den beiden Jahren, wo am Ende die Spiele Wolfsburg gegen Frankfurt zweimal den Ausschlag darüber gegeben haben, wer Meister wurde.
    Insofern war eigentlich nicht nur diese Ansetzung, sondern auch die Bayern-Frankfurt-Ansetzung in diesem Jahr goldwert, weil es theoretisch sehr viel noch offen halten hätte können. Dass es so kommt, wie in dieser Saison, darüber hätte man spekulieren können, aber es war nicht unbedingt absehbar, vor allen Dingen vor dem Hintergrund der EM-Enttäuschung, die gerade vielen Wolfsburgerinnen noch im Rücken hätte sitzen können.

    Der Vorwurf muss sich also an Wolfsburg richten. Und da würde ich als DFB schon schauen, wie ich damit umgehe. Denn das war nicht nur abzusehen, sondern Wolfsburg hat bereits 2013 in ihrer ersten Meistersaison einen Präzedenzfall geschaffen, als man auch dort auf entscheidenden Positionen kräftig durchrotierte und so beinahe mutwillig die beiden Spiele gegen Potsdam und Frankfurt abschenkte, allerdings damals noch vor dem CL-Endspiel, nicht, nachdem alles schon vorbei war.

    Insofern ist es dieses Mal noch unverständlicher, wieso man soviel und auch derart durchrotierte. Unverständlicher auch deshalb, weil es wie damals wieder gegen eine Mannschaft ging, für die es noch um etwas ging, man also hier tatsächlich mächtig in die Entscheidung um die CL eingegriffen hat.

    Btw: Heynckes hier als Beispiel anzuführen, ist hier glaub ich nicht sonderlich klug, weil Heynckes in dieser Saison nach der gewonnenen Meisterschaft doch kräftigst durchrotiert hat, um für die CL zu schonen, und damit durchaus einigen Mannschaften die Möglichkeit gegeben hat, noch einige wichtige Punkte zu holen. Sie haben sich damit allerdings vor allen Dingen ins eigene Fleisch geschnitten. Das aber nur am Rande.

    Wir sollten uns hier mit dem konkreten Spiel auseinandersetzen. Was hier eben durchaus auffällt, ist, dass Wolfsburg gegen Freiburg eben nicht geschont hat, gegen Bayern aber schon. Und das lässt sich durchaus als klaren Eingriff in den Wettbewerb verstehen. Zumal man durchaus sagen kann, dass es einfach mal ne komplett andere Mannschaft ist, wenn eben allein Harder draußen ist. Nach vorne geht dann praktisch nichts mehr.
    Und man gibt dem Gegner dann eben die Möglichkeit, Ressourcen, die er hinten bräuchte, um gegen eine Harder abzusichern, offensiv frei werden zu lassen.
    Die Masse, mit der aber rotiert wurde, ist dann doch schon beeindruckend und ganz und gar nicht nur auf die Verletzungen zurückzuführen. Schließlich saßen 5 der Spielerinnen, die am Donnerstag CL gespielt haben, auf der Bank. Zudem wüsste ich nicht, dass Fischer verletzt ist, sie saß noch nicht einmal auf der Bank.
    Dafür ließ man mal wieder eine Joelle Wedemeyer in der IV spielen, die von Hrubesch mal wieder unverständlicherweise nominiert wurde, die in der Liga aber immer wieder für Gegentore verantwortlich war. Auch die Startelf-Einsätze von Baunach, Kershowski und Minde sind doch zu hinterfragen, standen diese doch bisher in der Saison nur gegen Abstiegskandidaten wie Duisburg, Jena oder Bremen in der Startelf. Und wieso Stolze ihr Ligadebüt ausgerechnet gegen Bayern geben muss, ist mir jetzt auch nicht wirklich verständlich.

    Die Frage ist nur, wie man dieser Wettbewerbsverzerrung in Zukunft begegnen kann, wenn sie derart offensichtlich geschieht. Eine Möglichkeit wäre es, ein solches Spiel für die Wertung des Gegners einfach zu streichen und auch die Spiele dieses Vereins gegen die unmittelbaren Konkurrenten zu streichen. Sprich: Für die Frage, wer die CL erreicht, würde auch das Rückspiel von Wolfsburg gegen Freiburg gestrichen, um zu verhindern, dass diese Rotation eine Auswirkung auf diese Entscheidung hat.

    Insgesamt ist in diesem Fall dieses Spiel vermutlich aber eh nicht von entscheidender Bedeutung. Denn ich gehe nicht davon aus, dass Frankfurt Bayern Punkte abnehmen oder Freiburg gegen Essen zweistellig gewinnen wird. Sollte einer dieser Fälle eintreten, können wir uns noch einmal unterhalten.

    Man sollte dabei aber nochmal festhalten, dass Freiburg den drittjüngste Kader hinter Hoffenheim und Frankfurt hat. Selbst ohne CL-Qualifikation ist die Saison hervorragend gelaufen. Und die Aussichten für die kommende Saison sind anhand der Transfers ebenfalls sehr gut.
    Bayern soll von mir aus weiterhin die deutsche Reputation international zunichte machen. Damit kann ich leben.

    (-14)
  • Pernille Harder-Fan sagt:

    @AchimBerlin
    Bin absoluter Frauenfussballfan mit Dauerkarte und fahre auch zu Auswärtsspielen. Gerade weil es mir auch um die Anerkennung des Frauenfussballs geht, sollte man die Augen nicht vor Fehlverhalten verschließen. Nennt mir ein Beispiel, wo ein männlicher Spieler 14 Stunden vor einem Bundesligaspiel nach Mainz fährt um im aktuellen Sportstudio aufzutreten und das bei der Belastung von drei Spielen, incl. zwei Finals in dieser Woche. Das ist unprofessionell und trägt nicht zur Anerkennung des Frauenfussballs bei. Wenn eine verletzte Spielerin oder z.B. Herr Kellermann den Auftritt wahrnimmmt wäre alles o.k..
    Egal ob in der Nationalmannschaft oder im Verein, Popp nimmt sich selbst zu wichtig, siehe posting vor dem Sportstudioauftritt auf facebook. Nicht das nächste Spiel ist wichtig, sondern ihr Auftritt. Da muss man sich über mangelnde Wertschätzung des Frauenfussballs nicht wundern. Gerne würde ich z.B. Pernille Harder mal nach einem Spiel im Fernsehinterview hören.
    Wenn Popp und der VfL Wolfsburg keinen Respekt vor den noch wichtigen ausstehenden Entscheidungen in der Liga haben, wie soll dann der Frauenfussball ernst genommen werden.
    Stellt euch vor bei den Männern geht es in einem Spiel noch um die Champions League und das Spiel wird live im Fernsehen gezeigt. Bayern München tritt mit einen Team unbekannter Spieler an und nimmt mit einer Niederlage Einfluss auf die Champions League-Teilnahme. Da würden die Emotionen ganz sicher hochkochen.
    Wenn die Frauenmannschaften ihren eigenen Wettbewerb nicht ernst nehmen, wie soll man es dann von anderen erwarten.

    (4)
  • Witzfigur sagt:

    Ein Statement von AchimBerlin zu dem man eigentlich nicht zweierlei Meinung haben sollte! 🙂

    (-1)
  • Maria Elsa sagt:

    Alex Popp hatte einen Auftritt im Sportstudio und hat nicht ihr „niedliches Näschen“ die ganze Nacht in Whiskygläser gehalten. Der Wolfsburger Auftritt bei den Bayern mit einer frischen, nicht angeschlagenen, Mannschaft war voll in Ordnung. 1:4 habe sie auch nicht verloren.

    Alex‘ Auftritt im Sportstudio war richtig und wichtig – es ging um Fehler in einem Finale, die der Mannschaft geschadet haben. Natürlich nicht zu vergleichen mit Patzern eines Torwarts, die kaum kompensiert werden können. Aber für mich kam eine Aussage durch: ihr ging es mies, sie hat sich entschuldigt, aus Wolfsburg kommen „eben nächstes Jahr“-Stimmen.
    Es ist zunächst ärgerlich, aber eben auch nur ein verlorenes Fußballspiel. Sowas kann man Loris Karius nur wünschen.

    Auf Freiburg nächstes Jahr bin ich gespannt.

    (3)
  • bale sagt:

    Ja Achim Berlin,ich stimme dir zu wir sollten alle zusammenhalten und nicht so typisch deutsch alles wieder so kompliziert machen.
    Freiburg Hätte duisburg schlagen müßen zb.

    (-1)
  • Altwolf sagt:

    @Markus Juchem

    Ich habe den Passus unten, über die Nutzung, zu spät wahrgenommen.
    Vieleicht kannst Du den Kommentar noch retten.

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  • Julius-Peter Langer sagt:

    Als grosser Verehrer des Freiburger Frauenteams schliesse ich mich ganz der Meinung von SCF Klausi an . Die SC Mädels hätten es selbst in der Hand gehabt sich für die CL zu qualifizieren. Nichts desto Trotz haben sie eine grossartige Saison gespielt, sie haben auch nach den den Abgängen von Lina, Lena und Laura ein grossartiges Team mit sehr viel Perspektive. Ich werde zum letzten Heimspiel der SC Mädels im Stadion sein und mich mit ihnen über die abgelaufene Saison freuen. Die Arbeit beim SC ist langfristiger Natur und da wird es sicher auch mal mit der CL Teilnahme klappen – bei allem Ehrgeiz lieber Jens Scheuer gilt es Dir und dem ganzen Team zur grossartigen Saison 2017/18 zu gratulieren.

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