Bayern fast in der Champions League, Jena und Köln abgestiegen

Von am 27. Mai 2018 – 18.25 Uhr 16 Kommentare

Dem FC Bayern München ist nach dem 21. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga die Teilnahme an der UEFA Women´s Champions League so gut wie sicher. Als Absteiger stehen der FF USV Jena und der 1. FC Köln fest.

Dominika Škorvánková erzielte den Bayern-Führungstreffer gegen Wolfsburg

Nicole Rolser bejubelt den Führungstreffer von Dominika Škorvánková (re.) © imago / Lackovic

Der FC Bayern München hat vor 2.130 Zuschauern im FCB-Campus mit einem 2:1 (2:0)-Sieg gegen Meister VfL Wolfsburg die Teilnahme an der UEFA Women´s Champions League so gut wie unter Dach und Fach gebracht.

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Bayern schlägt Wolfsburgs zweiten Anzug

Der VfL Wolfsburg änderte seine Startformation gegenüber der Niederlage im Champions-League-Finale am Donnerstag auf nicht weniger als neun Positionen. Die Münchenerinnen ließen sich nicht lange bitten und gingen durch Dominika Škorvánková in Führung (18.). Fridolina Rolfö erhöhte noch vor der Pause für den klar überlegenen Tabellenzweiten (36.).

Zinsberger hält Bayern auf Champions-League-Kurs

Zsanett Jakabfi gelang anfangs der zweiten Halbzeit für nun engagiertere Wolfsburgerinnen der Anschlusstreffer (48.), doch in der Folge ließen beide Mannschaften hochkarätige Torchancen aus. Bayern-Torhüterin Manuela Zinsberger verhinderte gegen Kristine Minde in der Nachspielzeit den drohenden Ausgleich. Die eingewechselte Lineth Beerensteyn hatte für Bayern ebenfalls hochkarätige Torchancen.

Freiburg braucht Kantersieg und Bayern-Niederlage

Einen Spieltag vor Saisonende können die Bayern nur noch von Platz zwei verdrängt werden, wenn sie das Gastspiel beim 1. FFC Frankfurt am kommenden Sonntag verlieren. Gleichzeitig muss der Tabellendritte SC Freiburg sein Heimspiel gegen die SGS Essen hoch gewinnen bei einem derzeit um elf Tore schlechteren Torverhältnis.

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Jena abgestiegen

Die Freiburgerinnen gewannen beim FF USV Jena mit 4:0 (2:0) und besiegelten damit den Abstieg der Elf aus Thüringen. Vor 364 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld sorgte ein Eigentor von Lisa Seiler für die Gäste-Führung (18.), Carolin Simon erhöhte in der Nachspielzeit (45.+3). In der zweiten Halbzeit trafen dann Klara Bühl (57.) und Lena Petermann (80.).

Bremen gerettet, Köln abgestiegen

Ebenfalls den Gang in die Zweite Liga antreten muss der 1. FC Köln nach der 0:2 (0:1)-Heimniederlage gegen den SV Werder Bremen, der seinerseits den Klassenerhalt perfekt machte. Vor 370 Zuschauern im Kölner Südstadion brachte Kapitänin Marie-Louise Eta die Bremerinnen früh auf Kurs (2.), Nora Clausen sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung (85.).

Duisburg bleibt trotz Klatsche erstklassig

Auch der MSV Duisburg hat damit den drohenden Abstieg trotz einer 0:4 (0:2)-Niederlage beim SC Sand abgewendet. Die Gastgeberinnen gingen vor 532 Zuschauern im ORSAY-Stadion durch Milena Nikolić (13.) in Führung, Laura Feiersinger erhöhte (33.). Erneut Nikolić (70.) und Kapitänin Anne van Bonn (81.) sorgten für einen klaren Heimsieg.

Potsdam nur am Anfang mit Mühe

Der 1. FFC Turbine Potsdam kam bei der TSG 1899 Hoffenheim vor 860 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion zu einem 4:0 (1:0)-Sieg. Svenja Huth brachte die Gäste in Führung (37.), nach der Pause schraubten Wibke Meister (63., 71.) und Felicitas Rauch (77.) das Ergebnis in die Höhe.

Dallmann-Show und Gewitterunterbrechung

Die SGS Essen bezwang den 1. FFC Frankfurt dank dreier Treffer von Linda Dallmann (20., 55., 90.) mit 3:1 (1:1). Margarita Gidion hatte die Gäste zunächst in Führung gebracht (15.). 1.275 Zuschauer im Sportpark am Hallo brauchten eine Menge Geduld, denn die zweite Halbzeit wurde wegen eines Gewitters mit fast zweistündiger Verspätung angepfiffen.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    Ein richtig schönes Stadion hat der FC Bayern da auf dem Campus, ideal für die Bayern-Mädels. Schade, daß sie offenbar nur in Ausnahmefällen dort antreten dürfen.

    Furios begonnen und die „neue“ Defensive und auch das WOB-MF gehörig in Verlegenheit gebracht. Verdiente Führung auch in der Höhe, da außer A.Schult so recht Keine wußte, wo es lang geht.
    Es dauerte doch sehr lange, bis sich die Wölfinnen mit e. etwas indisponierten N.Maritz u. noch nicht richtig integrierten K.Baunach in das Spiel hineingearbeitet hatten.

    Ein sehenswerter Schuß zum 1:0, an dem auch A.Schult kaum etwas zu halten hatte, denn sie mußte zwangsläufig auch m.e. Herreingabe rechnen. Da oft die Zweikämpfe zur Balleroberung dem FC Bayern gelangen, war es nicht verwunderlich, das der satte Abschluß das 2:0 erbrachte.

    B.Peter mühte sich da hinten irgendwie e. Ordnung hinzubekommen, doch die Unterstützung von MF u.insbes. von den beiden AV, N.Maritz u. I.Kerschowski war kaum vorhanden u. vorne konnten v. T.Wullaert, K. Minde, Z.Jakabfi u.A.L.Stolze (fand ich gut sie heute spielen zu lassen) die Bälle nicht gehalten o. erreicht werden.

    Erst durch den Wechsel in der 2.HZ wurde das Spiel der Wölfinnen geordneter u. durch mehr Struktur im Aufbau auch torgefährlicher, was dann auch zum 2:1 führte.

    Wenn es für Bayern schlecht gelaufen wäre, hätten sie den Ausgleich durch K.Minde noch hinnehmen müssen, doch so geht auch der Sieg allein wegen HZ 1 in Ordnung.

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  • GG sagt:

    Auch eingedenk mehrerer guter Einschußmöglichkeiten, für mich doch etwas überraschend, dass die Bayern nur zu diesem eher knappen Erfolg gekommen sind. Den ersten Gegentreffer muss sich Almuth (Schult) ankreiden lassen – die kurze Ecke, auch hoch, muss dicht sein. Ansonsten in der 1. Hz das angesichts der Aufstellung zu erwartende, eher fahrige Spiel der Wölfinnen … welches mit der Hereinnahme der erfahrenen Lara (Dickenmann) und Alex (Popp) zur 2. Hz doch erheblich an Qualität gewann. Besondere Hochachtung möchte ich Alex zollen, die gestern Nachmittag und heute Vormittag noch den Trip nach Mainz (ZDF Sportstudio) bewältigt hat.
    Ich möchte gar nicht weiter vertiefen was den Münchenerinnen noch gedroht hätte, hätte auf Seiten der Wölfinnen noch die Wechseloption PI (Harder) gezogen werden können …

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  • Alch sagt:

    Wer wurde denn vor dem Bayern Spiel bei den Gastgeberinnen verabschiedet? Lotzen, Schnaderbeck, …?

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  • ajki sagt:

    Ich rätsele etwas über die Formulierung „so gut wie“ sicherer CL-Teilnehmer. Will Herr Juchem damit zum Ausdruck bringen, dass Freiburg die Tordifferenz von 11 Toren im letzten Ligaspiel noch egalisieren kann? 😉

    Aber ok, im Fußball sind Wunder niemals ganz auszuschliessen….

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  • Detlef sagt:

    In Hoffenheim zeigten die Gäste von der Havel heute mal wieder zwei unterschiedliche Hälften!!!
    TURBINE begann fahrig, mit vielen Abspielfehlern im MF, und kaum Zug zum Tor!!!
    Die TSG hatte den besseren Start, und kam so auch zu einigen guten Möglichkeiten!!!
    Allerdings vergaben sie diese teils sehr kläglich!!!

    Erst sehr spät kam etwas Ordnung in die leicht umgestellte Startformation!!!
    Matthias Rudolph ließ Kapitänin WÄLTI auf der Bank, und brachte für sie KLARA CAHYNOVA!!!
    Wahrscheinlich schon ein Test für nächste Saison!!!
    Außerdem blieb auch Stammtorhüterin LISA SCHMITZ draußen, und VANESSA FISCHER bekam eine Chance über 90 min, die sie sehr gut meisterte!!!
    Potsdams Offensive kam nur schwer in Gang, und fand selbst nach der eher schmeichelhaften Führung durch SVENJA HUTH nur selten Mal den direkten Weg zum Tor von Freddy Abt!!!

    In Hälfte Zwei lief es dann besser für die Gäste!!!
    Zwar blieben weitere Treffer zunächst aus, doch man näherte sich zumindest schon mal dem Hoffenheimer Tor an!!!
    Dann der Glücksgriff von Rudolph, als er die glücklosen TORI SCHWALM und NINA EHEGÖTZ vom Platz nahm, und für sie ANNA GASPER und WIBKE MEISTER brachte!!!
    Denn nur wenige Sekunden später flankte GASPER auf MEISTER, die zum 2:0 einschob!!!
    Und keine 10 min später traf die Rüganerin erneut ins gegnerische Tor!!!
    Vielleicht wiederholt sie die Karriere von TABBY KEMME, von der Abwehrspielerin zur neuen Sturmhoffnung!!! 😉

    Die Gastgeberinnen kamen nun nur noch selten aus ihrer Hälfte, blieben bei Kontern aber immer gefährlich!!!
    FELI RAUCH machte dann noch das 4:0!!!
    Trotzdem blieb auch heute die Chancenverwertung erneut die Achillesferse in unserem Spiel!!!
    Allein LARA PRASNIKAR hätte heute gut 3 Tore machen können/müssen!!!
    Und auch SVENJA HUTH und WIBKE MEISTER hatten noch gute Möglichkeiten das Ergebnis zu erhöhen!!!

    Fazit:
    TURBINE heute mit viel Schatten, aber immerhin auch einigen gelungenen Kombinationen und Torabschlüssen!!!
    Es wird sehr viel mannschaftlicher Geschlossenheit bedürfen, eine LIA WÄLTI zu ersetzen!!!
    Die Abwehr stand heute wieder sicherer als noch zuletzt gegen Köln!!!
    Allerdings können sie sich auch bei den Hoffenheimerinnen bedanken, daß die heute kein Zielwasser getrunken hatten!!!
    Und auch bei der schwachen Schiri, die heute mehrmals eher pro Potsdam gepfiffen hat!!!
    Naja, es ging ja heute um nichts mehr, von daher kann man auch nicht von ausgleichender Gerechtigkeit reden!!!
    Gegen Essen und München wäre es für uns wichtiger gewesen!!!

    Zum Schluß noch SCHADE nach Jena!!!
    Es war zwar schon lange zu befürchten, aber die Hoffnung war doch noch da!!!

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  • Markus Juchem sagt:

    @Alch: Verabschiedet wurden Lena Lotzen, Verena Wieder, Laura Georges, Fei Wang und Viktoria Schnaderbeck.

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  • SCF Klausi sagt:

    Nicht nur wegen Wolfsburgs Niederlage in München kam beim SC Freiburg über den Sieg gegen Jena keine richtige Freude auf.Die Stimmung im Freiburger Team wurde auch durch eine erneute offensichtlich schwere Verletzung von Kim Fellhauer getrübt,die sich das in der 37 Minute beim Sprung über eine Gegnerin das Knie verdrehte.

    Gute und vollständige Genesung an Kim Fellhauer.

    https://www.scfreiburg.com/scoresheet/sport-club-gewinnt-jena

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  • F.B. sagt:

    Eine Rotation bei Wolfsburg hatte ich heute erwartet, das Ausmaß hat mich aber doch etwas überrascht. Ich denke, mit zwei bis drei Stammkräften mehr von Anfang an, hätte man Bayern deutlich besser Paroli bieten können. Unverständlich für mich, der 90 Minuten-Einsatz von Katharina Baunach im zentralen Mittelfeld, der man ansah, dass sie absolut keine Bindung zu ihren Mitspielerinnen fand und damit ein geordnetes Mittelfeld-Spiel kaum möglich war. Auch der Einsatz von Noelle Maritz war mir schleierhaft, bei ihr sah man in den letzten beiden Spielen bereits deutlich, dass sie auf dem Zahnfleisch geht. Bei Tessa Wullaert war ich mir nicht sicher, ob sie, in Anbetracht ihres anstehenden Wechsels, noch gewillt war, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. So hatte Bayern insbesondere in der ersten Hälfte recht leichtes Spiel und hätte auch noch höher in Führung gehen können.

    Was heute aber vor allem noch ins Auge stach, ist die Tatsache, dass es der Defensive ohne Lena Gößling und Nilla Fischer doch erheblich an Stabilität fehlt. Babett Peter war fast die gesamte Rückrunde verletzt und machte erst heute wieder ihr erstes Spiel, Joelle Wedemeyer merkt man das Fehlen von Schnelligkeit und Robustheit vor allem gegen Spitzenmannschaften noch an. Aber vor allem die Außenpositionen sind für mich – vor allem in Hinblick auf die neue Saison – Baustellen. Isabel Kerschowski wird den Verein verlassen, Noelle Maritz hat seit Jahren eine Stammplatzgarantie, zeigt aber in jedem wichtigen Spiel, das sie in der Defensive ein Sicherheitsrisiko ist und geht teils dilettantisch in Zweikämpfe. Anna Blässe hat zwar eine recht solide Saison gespielt, aber auch immer wieder recht deutliche Leistungsschwankungen. Luisa Wensing spielt ja leider seit ihren beiden Wadenbeinbrüchen keine Rolle mehr. Ich bin gespannt, ob man dort im Sommer noch etwas tun wird und wo man dann auch Sara Doorsoun einsetzen wird.

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  • enthusio sagt:

    Linda Dallmann Fußballgöttin :-).
    Drei Tore gegen Frankfurt – stark !
    Für mich ist sie aktuell die beste deutsche Spielerin.
    Nur Pernille Harder hat mich noch mehr begeistert – allerdings leider nicht im Pokalfinale und WCL-Finale.

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  • O. Christ sagt:

    @GG „Besondere Hochachtung möchte ich Alex zollen, die gestern Nachmittag und heute Vormittag noch den Trip nach Mainz (ZDF Sportstudio) bewältigt hat.“
    So können die Urteile auseinandergehen. Für Freiburgs Trainer Scheuer nämlich ein ungeheuerlicher Skandal, über den er sich echauffierte. Und mit dem Satz quittierte: „Man sieht sich immer zwei Mal im Leben – wir freuen uns schon.“
    Teile seine Auffassung nicht, aber der Knabe haut wenigstens mal hier und da einen raus, was den Unterhaltungswert solcher Pressekonferenzen durchaus steigert.

    (-1)
  • Traumfee99 sagt:

    @ F.B.

    Du schreibst, dass es dir unverständlich ist der Einsatz von K. Baunach über 90 Minuten und keine Bindung zur Mannschaft hat.

    Dann fragt ich mich wie das funktionieren soll, wenn K. Baunach oft freisteht und der Ball von den Mitspielerinnen immer woanders hingeschossen wird und sie kaum Einsätze bekommen hat nach ihrer Verletzung.

    Ausserdem sehe ich mich ja immer die Spiele an, und da sieht man viele Einzelkämpferinnen beim VFL Wolfsburg, die wollen immer alles selber machen, obwohl schon oft andere Spielerinnen besser vor dem Tor gestanden waren.

    Das war gestern eine Mannschaft, die so noch nicht zusammen gespielt hat und deshalb wundert mich das Ergebnis gar nicht.

    Nur unverständlich ist mir, dass der Freiburger Trainer jetzt dem VFL Wolfsburg so angeht, dass die nicht in der Champignons League spielen werden.

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  • Carly B sagt:

    Bei allem Verständnis für den Freiburger Missmut sollte man meines Erachtens, doch einiges Bedenken:
    – die Qualifikation zur C L wurde nicht Gestern verpaßt.
    – über die Saison gesehen war München wohl die beständigere Frauschaft.
    – das Pokalendspiel hat gezeigt, dass die Begegnungen mit München für Wolfsburg, auch in Bestbesetzung, keine Selbstläufer sind.
    – und das, für mich Entscheidende, Lerch ist in erster Linie für seine Frauschaft verantwortlich. Die letzten Spiele, insbesondere das CL-Endspiel, haben deutlich gezeigt, dass die Spielerinnent aus dem letzten Loch pfiffen. So tritt z.B. die Verletzung von Gunnarsdottir vermehrt bei Überbelastung auf. Wahrscheinlich hätte man im Laufe der Saison öfter routieren sollen/müssen. Nur, bei den beiden Endspielen möchte natürlich Jede dabei sein.
    Jetzt zahlen viele den Tribut für die kräftezehrende Spielzeit.

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  • Pauline Leon sagt:

    zum spiel köln gegen bremen möchte ich sagen, das ich mich nach der bremer leistung am sonntag frage, wieso hat der sv werder die rückrunde so spannend gemacht?? ich habe sie zweimal gesehen (gegen essen, in köln) und da haben sie 4 punkte ohne gegentor eingefahren..

    ein sehr stabiles abwehrverhalten, an dem schon die sgs bzw linda dallmann in der hinrunde keine freude hatte. schiechtl und hausicke sind hier sehr zu loben. offensiv ist da auch nicht zu klagen. frau eta weiß wie es geht und nina clausen hat in den letzten minuten gezeigt, wie frau sich durchsetzen muss.

    herzlichen glückwunsch, werder bremen, zum verdienten verbleib in liga eins!

    zu köln: den herrn breuer hätte ich schon vor ewigkeiten abgelöst, und zwar durch frau rech. aber die fc-welt tickt halt anders. nach den sicher kommenden abgängen muß köln die zweite liga erstmal halten können und wollen. wir werden sehen.

    und
    @enthusio: ich bin völlig deiner meinung:

    linda dallmann fussballgott!

    (diesmal bin ich für das maskulinum „gott“ weil es sich weitaus kraftvoller anhört und der linda gerechter wird)

    und vielleicht überholt sie nächste saison die pernille im toreschiessen. zu wünschen wäre es ihr.

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  • Fan2 sagt:

    @Carly B: Was du zu Wolfsburg und Lerch schreibst, kann ich so nicht nachvollziehen und ist für mich keine Entschuldigung, sondern eher ein weiterer Kritikpunkt. Lerch hatte, wie du bereits sagst, in dieser Saison 34 Spiele die Gelegenheit, die Spielerinnen so einzusetzen und rotieren zu lassen, dass es zu keiner Überbelastung kommt. Da muss er im vorletzten Spiel der Saison nicht damit anfangen.

    Zudem: Wolfsburg hat in keinster Weise eine Entschuldigung vorzubringen. Mit 26 Spielerinnen besitzt Wolfsburg mit den größten Kader. Zudem haben sie sich noch in der Winterpause mit drei neuen Spielerinnen verstärkt.
    Dennoch setzten sie praktisch die komplette Saison auf dieselben 11-13 Spielerinnen. Bei 35 Vereinsspielen bildeten folgende 13 Spielerinnen den Stammkader:

    Schult (34 Spiele/34 Startelfeinsätze/3120 Minuten) – Blässe (30/22/2035), Fischer (29/29/2557), Maritz (32/26/2466) [Peter (18/16/1427)], Dickenmann (26/23/2052) – Gunnarsdottir (32/31/2599), Goeßling (31/30/2690) – Hansen (30/28/2299), Pajor (25/21/1735) [Wullaert (25/19/1583)] – Harder (31/29/2543), Popp (28/24/2230)

    Dabei hat selbst Blässe ihre häufigen Startelfeinsätze nur der Tatsache zu verdanken, dass Peter dann irgendwann verletzt ausfiel.

    Demgegenüber kommen die restlichen 13 Kaderspielerinnen gerademal zusammen auf 54 Startelfeinsätze, das macht im Schnitt gerademal zwei dieser Spielerinnen pro Spiel. Eine echte Rolle spielten allerdings lediglich Jakabfi, Neto, Wedemeyer und Masar, während mit van Egmond, Baunach, Bernauer (auch schon vor ihrer Verletzung), Minde, Kershowski, Stolze, Markussen, Wensing und Wittje praktisch gar keine Rolle spielten. Und auf einmal stehen vier von diesen Spielerinnen in der Startelf.

    Insgesamt hat Wolfsburg also seinen Kader effektiv während der Saison auf die immer gleichen 15 bzw. dann ab der Winterpause 17 Spielerinnen ohne Not reduziert. Es wäre also durchaus möglich gewesen, einige Spielerinnen entsprechend zu entlasten, gerade eine Gunnarsdottir, eine Goeßling, eine Harder oder eine Fischer, die jetzt die Folgen der Überbelastung spüren.
    Deswegen kann ich kaum erkennen, dass Lerch in irgendeiner Weise seiner Verantwortung für die Gesundheit der Spielerinnen nachkommt, solange es um den maximalen Erfolg geht. Erst in dem Moment, wo alle eigenen Entscheidungen getroffen sind, erinnert er sich, dass er noch weitere 9 Spielerinnen im Kader hat und seine besten mal schonen könnte bzw. muss, weil mittlerweile die meisten angeschlagen sind. Anstatt eben über die Saison vorzubeugen. Und dann wird durchgewechselt, ohne Ansehen des Gegners.

    Insofern, dieses Argument kann ich nicht gelten lassen, zumal auch andere Teams in dieser Saison viele Spiele absolviert haben (Bayern z.B. auch bereits 28, und da wurde keiner geschont). Bei dem Kader, der Wolfsburg zur Verfügung steht, muss es in der Lage sein, auch noch am 21. Spieltag eine Mannschaft aufs Feld zu schicken, die in der Lage ist, Bayern Paroli zu bieten und sich nicht zu blamieren. Zumindest, wenn sie 2 1/2 Wochen noch dazu gegen Freiburg in der Lage waren.

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  • Zaunreiter sagt:

    @ Pauline Leon:
    Öhm…fordere es nicht heraus, wenn dich demnächst Kali, Morrigan oder Freyja besuchen kommen *fg*

    @all:
    Wie schon formuliert – also wiederhole ich nur das bisher geschriebene – und weil es auch wahr ist, Freiburg hat die Quali gegen Duisburg, Sand und Frankfurt verloren. Da muss der gute Herr Scheuer nicht am vorletzten Spieltag durch „Haltet den Dieb“ von sich ablenken.

    Andererseits würden nicht alle Wölfinnen auf dem Zahnfleisch gehen, wäre die erste Garde für die CL und die wichtigen Spiele in der AFBL und die 1B-Garde für die „weniger wichtigen“ Spiele aufgeboten worden.

    Die Kritik am Sportstudio-Auftritt von Alexandra Popp kann ich nicht nachvollziehen, war sie doch am Sonntagmittag hellwach auf dem Platz.

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  • Ludwig sagt:

    Ich sehe das so wie Zaunreiter. Freiburg hat lange genug auf dem zweiten Platz der Tabelle verbracht, um die CL- Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen. Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, gehören sie da auch nicht hin. Das hat mit Wettbewerbsverzerrung oder Ähnlichen nicht das Geringste zu tun.

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